DE2031960B - Mit Alkoholzusatz arbeitendes Feuchtwerk von Bogenrotationsoffsetdruckmaschinen - Google Patents
Mit Alkoholzusatz arbeitendes Feuchtwerk von BogenrotationsoffsetdruckmaschinenInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft ein mit Alkoholzusatz arbeitendes Feuchtwerk von Bogenrotationsoffsetdruckmaschinen.
Bei der Feuchtung von Druckplatten bereitet es bekanntlich insbesondere bei glatten Papieren Schwierigkeiten,
eine geringe Feuchtigkeitsmenge gleichmäßig auf der Platte zu verteilen. Möglichst wenig Feuchtflüssigkeit
ist aber erwünscht wegen der Wasseranziehfreudigkeit des Druckträgers und der Gefahr des
Emulgierens von Farbe und Wasser, die zu Farbschwankungen führen. Um diesen Mangel zu beheben,
hat man dem Feuchtwasser bereits Alkohol zugesetzt, welcher die Oberflächenspannung des Feuchtwassers
verringert, die Benetzungsfähigkeit und die Verdunstungsgeschwindigkeit desselben erhöht und
damit die Verringerung der Feuchtwassermenge ermöglicht. Nachteilig wirkt sich jedoch bei derartigen
sogenannten Alkoholfeuchtwerken die Tatsache aus, daß bei Maschinenstillständen die auf den Feuchtwalzen
und der Platte befindliche Feuchtigkeit rasch verdunstet und die Feuchtwalze dann von der Platte
Farbe annimmt und diese wieder an die Platte abgibt, so daß Tonen auftritt. Um beim Wiederanlaufen der
Maschine das Farbe-Wasser-Gleichgewicht schnell wieder herzustellen und die durch die schnelle Verdunstung
bewirkte Farbabgabe von der Feuchtwalze an die Platte zu verhindern, ist es notwendig, vorzufeuchten.
Dies wird beispielsweise in der Praxis mittels einer eigenhändig vom Drucker über die Walzen
des Feuchtwerks geführten Spriuflasche durchgeführt.
Andererseits ist es auch bekannt, bei einem auf dem Heberprinzip beruhenden Feuchtwerk (Zeitschrift:
Deutscher Drucker vom 10.8.1967, Seite 23) bei vom Plattenzylinder abgestellter Feuchtauftragswalze
mittels einer Anzahl Feuchtheberhübe Feuchtflüssigkeit auf den Feuchtreiber aufzutragen, von welcher
wiederum die Feuchtauftragswalze damit gespeist wird. Die Vorprogrammierung einer derartigen
Vorfeuchtung erfordert jedoch einen erheblichen Aufwand (Deutsche Patentschrift 1,279,690).
Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, eine Einrichtung an Feuchtwerken zu schaffen, die bei
einer einfachen Bedienungsweise und mit geringem Aufwand ein Vorfeuchten von mit Alkoholzusatz arbeitenden
Feuchtwerken von Bogenrotationsoffsetdruckmaschinen nach Maschinenstillständen ermöglicht.
Nach der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß zusätzlich zum üblichen Feuchtwerk zum Vorfeuchten
ein an sich bekanntes Sprühfeuchtwerk vorgesehen wird, wobei die Strahlen dieses Sprühfeuchtwerks
von oben in den Spalt zwischen Feuchtauftragswalze und Feuchtreiber des üblichen Feuchtwerks
gerichtet sind. Durch diese Maßnahme wird ein Tonen beim Wiederanlaufen der Maschine schnell
beseitigt und damit der Makulaturanfall verringert, weil das Farb-Wassergleichgewicht schnell wieder hergestellt
wird.
Aus der USA.-Patentschrift 2,798,426 ist zwar eine Einrichtung zum Befeuchten von Ofisetdruckformen
bekannt, bei der ein zusätzliches Feuchtwerk am Plattenzylinder neben dem eigentlichen Feuchtwerk
vorgesehen ist. Jedcrh wird dabei nicht mit Alkoholzusatz
gearbeitet und es ist durch die manuelle Betätigung der Zusatzeinrichtung nur ein unkontrollierbarer
Feuchtmittelstoß ausführbar.
Bei dem aus der deutschen Patentschrift 883,288 bekannten Feuchtwerk mit zwei Feuchteinrichtungen
wiederum wird die mit einer Farbauftragwalze zusammenwirkende Feuchtvorrichtung nur wahlweise anstelle
des getrennt vom Farbwerk auf den Plattenzylinder arbeitenden Feuchtwerks wirksam.
Es sind auch Verfahren zum Feuchten von Druckplatten bekannt (Deutsches Gebrauchsmuster
6,602,322 und 6,602,778), bei denen die Feuchtflüssigkeit zwischen zwei Walzen eingespritzt wird. Diese
Feuchtwerke werden aber nicht zusätzlich zu den die übliche Feuchtung vornehmenden Feuchtwerken verwendet
und sind auch nicht an der erfindungsgemäß hierfür vorgesehenen Stelle angeordnet.
Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung kann durch ein Zeitrelais oder dergleichen die
Spritzdauer so bemessen werden, daß sowohl die Auftragwalze als auch die Platte selbst mit einem ausreichenden
Feuchtigkeitsfilm versehen sind.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt:
Fig. 1 einen Plattenzylinder mit einem Teil des Farbwerks und dem erfindungsgemäßen Feuchtwerk
schematisch,
F i g. 2 eine Vorderansicht in schematischer Darstellung,
F i g. 3 eine Einzelheit.
In Drehrichtung des Plattenzylinders 1 eines Druckwerks vor den Farbauftragwalzen 2, 3, 4, 5 ist
in bekannter Welse das aus einer In einem Feuohtbe
häuer 6 laufenden Duktorwalze 7, einem Heber 8, einem Feuchtreiber 9, der Feuchtauftragwalze 10 und
einer Speicherwalze 11 bestehende Feuchtwerk angeordnet. Während des Betriebes wird die zum Drukken
erforderliche Feuchtflüssigkeit durch den zwischen Duktorwalze 7 und dem changierenden Feuchtreiber
9 hin- und herschwingenden Heber 8 zugeführt. Nach Maschinenstillständen ist wegen der
schnellen Verdunstung der mit Alkohol angereicherten Feuchtflüssigkeit auf der ausgleichend wirkenden
Speicherwalze 11 nicht mehr ausreichend Feuchtflüssigkeit und damit auch nicht mehr auf der Feuchtauftragwalze
10.
Um beim Wiederanfahren trotzdem möglichst schnell das für ein einwandfreies Druckergebnis erforderliche
Wasser-Farbe-Gleichgewicht herzustellen, sind im Raum zwischen Feuchtauftraj,walze 10,
Feuchtreiber 9 und Speicherwalze 11 über die Maschinenbreite verteilt eine Anzahl Düsen 12 vorgesehen,
durch welche die Feuchtflüssigkeit auf die Feuchtauftragwalze 10 und den an ihr anliegenden
Feuchtreiber 9 beim Anfahren aufgesprüht wird.
Dies kann in einfacher Weise beispielsweise, wie in Fig. 3 dargestellt ist, durch eine Anzahl Steigrohre
13 erfolgen, welche in einen Feuchtflüssigkeitsbehälter 14 tauchen und jeweils nach Art eines Injektors
an der Mündung eines Luftrohres 15 angeordnet sind. Durch die Geschwindigkeit der aus den Luftrohren
15 austretenden Luft wird dabei genügend Flüssigkeit aus dem Feuchtflüssigkeitsbehälter 14 durch
die Steigrohre 13 gesaugt und auf die Auftragwalze 10 geblasen. Durch entsprechende Unterteilung des
Luftsammeirohres 16 und dia Anordnung von Ab sperrorganen kann die Feuchtflüssigkeitsmenge zonen
τ weise genau angepaßt und gesteuert werden.
Eine andere Ausführungsform der Vorfeuchtung ist in Fig. 2 dargestellt. Die Feuchtflüssigkeit wird dabei
einem Druckflüssigkeitsbehälter 17 entnommen und durch die Ventile 18 den gezeigten vier Zonen züge-
ίο teilt. Am zweckmäßigsten ist es dabei, diese Steuer
ventile in der Nähe des Auslegers anzuordnen, su daß der Drucker anhand der Qualität der ausgelegten
Bogen Tonen durch die Menge der zuzuteilenden Feuchtflüssigkeit an den Ventilen 18 gegebenenfalls
durch Fernbedienung beheben kann.
An Stelle der Handverstellung kann die Bemessung
der Feuchflüssigkeitsmenge auch durch eine automatische
Zuteilung vorgenommen werden, indem beispielsweise beim Anfahren durch ein Zeitrelais oder
dergleichen eine bestimmte für die Feuchtung ausreichende Menge durch zeitweiliges Offenhalten der Ventile
aufgesprüht wird. Etwa zuviel aufgebrachte Feuchtflüssigkeit bleibt dabei im Zusammenlauf zwischen
Feuchtauftragwalze 10 und Feuchtreiber 9 als
Speicher und gelangt nach und nach auf den Plattenzylinder, ohne daß ein momentaner Überschuß auftritt.
Bei entsprechender Bemessung der Vorfeuchteinrichtung kann diese gegebenenfalls auch als den
Heber ersetzendes Sprühhauptfeuchtwerk verwendet werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Mit Alkoholzusatz arbeitendes Feuchtwerk von Bogenrotationsoffsetdruckmaschinen, dadurch
gekennzeichnet, daß zusätzlich zum s üblichen Feuchtwerk zum Vorfeuchten ein an sich
bekanntes Sprühfeuchtwerk (12) vorgesehen ist, wobei die Strahlen dieses Sprühfeuchtwerkes von
oben in den Spalt zwischen Feuchtauftragwalze (10) und Feuchtreiber des üblichen Feuchtwerkes
(7 bis U) gerichtet sind.
2. Feuchtwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sprühvorrichtung in bekannter
Weise aus einer Anzahl von Steigrohren (13), die in einen Feuchtflüssigkeitsbehälter (14) tau- "
chen, besteht, deren Mündungen nach Art eines Injektors an denen von Druckluft führenden Luftrohren
(15) angeordnet sind.
3. Feuchtwerk nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftrohre (15) in
bekannter Weise zonenweise an Luftsammeirohre (16) angeschlossen sind und der Durchfluß in
jedem Sammelrohr durch ein Ventil (18) regelbar ist.
4. Feuchtwerk nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung der
Ventile (18) vom Ausleger aus durch Fernsteuerung erfolgt.
5. Feuchtwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsen (12) mit einem unter
Druck stehenden Druckflüssigkeitsbehälter (17) verbunden und zonenweise steuerbar sind.
6. Feuchtwerk nach den Ansprüchen 1, 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventile (18)
durch Zeitrelais beim Anlassen selbsttätig Steuerbar sind.
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3013205A1 (de) * | 1979-04-12 | 1980-10-23 | Frank Perretta | Flaechenabschnittweise regelbare befeuchtungsvorrichtung fuer eine druckerpresse |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3013205A1 (de) * | 1979-04-12 | 1980-10-23 | Frank Perretta | Flaechenabschnittweise regelbare befeuchtungsvorrichtung fuer eine druckerpresse |
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