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DE2031960B - Mit Alkoholzusatz arbeitendes Feuchtwerk von Bogenrotationsoffsetdruckmaschinen - Google Patents

Mit Alkoholzusatz arbeitendes Feuchtwerk von Bogenrotationsoffsetdruckmaschinen

Info

Publication number
DE2031960B
DE2031960B DE2031960B DE 2031960 B DE2031960 B DE 2031960B DE 2031960 B DE2031960 B DE 2031960B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dampening
dampening system
addition
alcohol
sheet
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Hermann 8900 Augsburg; Stork Detlef 8901 Rehling; Ott Klaus 8901 Adelsried Fischer
Original Assignee
Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg AG, 8900 Augsburg

Links

Description

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Die Erfindung betrifft ein mit Alkoholzusatz arbeitendes Feuchtwerk von Bogenrotationsoffsetdruckmaschinen.
Bei der Feuchtung von Druckplatten bereitet es bekanntlich insbesondere bei glatten Papieren Schwierigkeiten, eine geringe Feuchtigkeitsmenge gleichmäßig auf der Platte zu verteilen. Möglichst wenig Feuchtflüssigkeit ist aber erwünscht wegen der Wasseranziehfreudigkeit des Druckträgers und der Gefahr des Emulgierens von Farbe und Wasser, die zu Farbschwankungen führen. Um diesen Mangel zu beheben, hat man dem Feuchtwasser bereits Alkohol zugesetzt, welcher die Oberflächenspannung des Feuchtwassers verringert, die Benetzungsfähigkeit und die Verdunstungsgeschwindigkeit desselben erhöht und damit die Verringerung der Feuchtwassermenge ermöglicht. Nachteilig wirkt sich jedoch bei derartigen sogenannten Alkoholfeuchtwerken die Tatsache aus, daß bei Maschinenstillständen die auf den Feuchtwalzen und der Platte befindliche Feuchtigkeit rasch verdunstet und die Feuchtwalze dann von der Platte Farbe annimmt und diese wieder an die Platte abgibt, so daß Tonen auftritt. Um beim Wiederanlaufen der Maschine das Farbe-Wasser-Gleichgewicht schnell wieder herzustellen und die durch die schnelle Verdunstung bewirkte Farbabgabe von der Feuchtwalze an die Platte zu verhindern, ist es notwendig, vorzufeuchten. Dies wird beispielsweise in der Praxis mittels einer eigenhändig vom Drucker über die Walzen des Feuchtwerks geführten Spriuflasche durchgeführt. Andererseits ist es auch bekannt, bei einem auf dem Heberprinzip beruhenden Feuchtwerk (Zeitschrift: Deutscher Drucker vom 10.8.1967, Seite 23) bei vom Plattenzylinder abgestellter Feuchtauftragswalze mittels einer Anzahl Feuchtheberhübe Feuchtflüssigkeit auf den Feuchtreiber aufzutragen, von welcher wiederum die Feuchtauftragswalze damit gespeist wird. Die Vorprogrammierung einer derartigen Vorfeuchtung erfordert jedoch einen erheblichen Aufwand (Deutsche Patentschrift 1,279,690).
Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, eine Einrichtung an Feuchtwerken zu schaffen, die bei einer einfachen Bedienungsweise und mit geringem Aufwand ein Vorfeuchten von mit Alkoholzusatz arbeitenden Feuchtwerken von Bogenrotationsoffsetdruckmaschinen nach Maschinenstillständen ermöglicht.
Nach der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß zusätzlich zum üblichen Feuchtwerk zum Vorfeuchten ein an sich bekanntes Sprühfeuchtwerk vorgesehen wird, wobei die Strahlen dieses Sprühfeuchtwerks von oben in den Spalt zwischen Feuchtauftragswalze und Feuchtreiber des üblichen Feuchtwerks gerichtet sind. Durch diese Maßnahme wird ein Tonen beim Wiederanlaufen der Maschine schnell beseitigt und damit der Makulaturanfall verringert, weil das Farb-Wassergleichgewicht schnell wieder hergestellt wird.
Aus der USA.-Patentschrift 2,798,426 ist zwar eine Einrichtung zum Befeuchten von Ofisetdruckformen bekannt, bei der ein zusätzliches Feuchtwerk am Plattenzylinder neben dem eigentlichen Feuchtwerk vorgesehen ist. Jedcrh wird dabei nicht mit Alkoholzusatz gearbeitet und es ist durch die manuelle Betätigung der Zusatzeinrichtung nur ein unkontrollierbarer Feuchtmittelstoß ausführbar.
Bei dem aus der deutschen Patentschrift 883,288 bekannten Feuchtwerk mit zwei Feuchteinrichtungen wiederum wird die mit einer Farbauftragwalze zusammenwirkende Feuchtvorrichtung nur wahlweise anstelle des getrennt vom Farbwerk auf den Plattenzylinder arbeitenden Feuchtwerks wirksam.
Es sind auch Verfahren zum Feuchten von Druckplatten bekannt (Deutsches Gebrauchsmuster 6,602,322 und 6,602,778), bei denen die Feuchtflüssigkeit zwischen zwei Walzen eingespritzt wird. Diese Feuchtwerke werden aber nicht zusätzlich zu den die übliche Feuchtung vornehmenden Feuchtwerken verwendet und sind auch nicht an der erfindungsgemäß hierfür vorgesehenen Stelle angeordnet.
Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung kann durch ein Zeitrelais oder dergleichen die Spritzdauer so bemessen werden, daß sowohl die Auftragwalze als auch die Platte selbst mit einem ausreichenden Feuchtigkeitsfilm versehen sind.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt:
Fig. 1 einen Plattenzylinder mit einem Teil des Farbwerks und dem erfindungsgemäßen Feuchtwerk schematisch,
F i g. 2 eine Vorderansicht in schematischer Darstellung,
F i g. 3 eine Einzelheit.
In Drehrichtung des Plattenzylinders 1 eines Druckwerks vor den Farbauftragwalzen 2, 3, 4, 5 ist
in bekannter Welse das aus einer In einem Feuohtbe häuer 6 laufenden Duktorwalze 7, einem Heber 8, einem Feuchtreiber 9, der Feuchtauftragwalze 10 und einer Speicherwalze 11 bestehende Feuchtwerk angeordnet. Während des Betriebes wird die zum Drukken erforderliche Feuchtflüssigkeit durch den zwischen Duktorwalze 7 und dem changierenden Feuchtreiber 9 hin- und herschwingenden Heber 8 zugeführt. Nach Maschinenstillständen ist wegen der schnellen Verdunstung der mit Alkohol angereicherten Feuchtflüssigkeit auf der ausgleichend wirkenden Speicherwalze 11 nicht mehr ausreichend Feuchtflüssigkeit und damit auch nicht mehr auf der Feuchtauftragwalze 10.
Um beim Wiederanfahren trotzdem möglichst schnell das für ein einwandfreies Druckergebnis erforderliche Wasser-Farbe-Gleichgewicht herzustellen, sind im Raum zwischen Feuchtauftraj,walze 10, Feuchtreiber 9 und Speicherwalze 11 über die Maschinenbreite verteilt eine Anzahl Düsen 12 vorgesehen, durch welche die Feuchtflüssigkeit auf die Feuchtauftragwalze 10 und den an ihr anliegenden Feuchtreiber 9 beim Anfahren aufgesprüht wird.
Dies kann in einfacher Weise beispielsweise, wie in Fig. 3 dargestellt ist, durch eine Anzahl Steigrohre 13 erfolgen, welche in einen Feuchtflüssigkeitsbehälter 14 tauchen und jeweils nach Art eines Injektors an der Mündung eines Luftrohres 15 angeordnet sind. Durch die Geschwindigkeit der aus den Luftrohren 15 austretenden Luft wird dabei genügend Flüssigkeit aus dem Feuchtflüssigkeitsbehälter 14 durch die Steigrohre 13 gesaugt und auf die Auftragwalze 10 geblasen. Durch entsprechende Unterteilung des Luftsammeirohres 16 und dia Anordnung von Ab sperrorganen kann die Feuchtflüssigkeitsmenge zonen
τ weise genau angepaßt und gesteuert werden.
Eine andere Ausführungsform der Vorfeuchtung ist in Fig. 2 dargestellt. Die Feuchtflüssigkeit wird dabei einem Druckflüssigkeitsbehälter 17 entnommen und durch die Ventile 18 den gezeigten vier Zonen züge-
ίο teilt. Am zweckmäßigsten ist es dabei, diese Steuer ventile in der Nähe des Auslegers anzuordnen, su daß der Drucker anhand der Qualität der ausgelegten Bogen Tonen durch die Menge der zuzuteilenden Feuchtflüssigkeit an den Ventilen 18 gegebenenfalls
durch Fernbedienung beheben kann.
An Stelle der Handverstellung kann die Bemessung der Feuchflüssigkeitsmenge auch durch eine automatische Zuteilung vorgenommen werden, indem beispielsweise beim Anfahren durch ein Zeitrelais oder
dergleichen eine bestimmte für die Feuchtung ausreichende Menge durch zeitweiliges Offenhalten der Ventile aufgesprüht wird. Etwa zuviel aufgebrachte Feuchtflüssigkeit bleibt dabei im Zusammenlauf zwischen Feuchtauftragwalze 10 und Feuchtreiber 9 als
Speicher und gelangt nach und nach auf den Plattenzylinder, ohne daß ein momentaner Überschuß auftritt.
Bei entsprechender Bemessung der Vorfeuchteinrichtung kann diese gegebenenfalls auch als den Heber ersetzendes Sprühhauptfeuchtwerk verwendet werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Mit Alkoholzusatz arbeitendes Feuchtwerk von Bogenrotationsoffsetdruckmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich zum s üblichen Feuchtwerk zum Vorfeuchten ein an sich bekanntes Sprühfeuchtwerk (12) vorgesehen ist, wobei die Strahlen dieses Sprühfeuchtwerkes von oben in den Spalt zwischen Feuchtauftragwalze (10) und Feuchtreiber des üblichen Feuchtwerkes (7 bis U) gerichtet sind.
2. Feuchtwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sprühvorrichtung in bekannter Weise aus einer Anzahl von Steigrohren (13), die in einen Feuchtflüssigkeitsbehälter (14) tau- " chen, besteht, deren Mündungen nach Art eines Injektors an denen von Druckluft führenden Luftrohren (15) angeordnet sind.
3. Feuchtwerk nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftrohre (15) in bekannter Weise zonenweise an Luftsammeirohre (16) angeschlossen sind und der Durchfluß in jedem Sammelrohr durch ein Ventil (18) regelbar ist.
4. Feuchtwerk nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung der Ventile (18) vom Ausleger aus durch Fernsteuerung erfolgt.
5. Feuchtwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsen (12) mit einem unter Druck stehenden Druckflüssigkeitsbehälter (17) verbunden und zonenweise steuerbar sind.
6. Feuchtwerk nach den Ansprüchen 1, 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventile (18) durch Zeitrelais beim Anlassen selbsttätig Steuerbar sind.

Family

ID=

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3013205A1 (de) * 1979-04-12 1980-10-23 Frank Perretta Flaechenabschnittweise regelbare befeuchtungsvorrichtung fuer eine druckerpresse

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3013205A1 (de) * 1979-04-12 1980-10-23 Frank Perretta Flaechenabschnittweise regelbare befeuchtungsvorrichtung fuer eine druckerpresse

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