-
Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Fensterheber für Kraftfahrzeuge
und betrifft insbesondere eine Führungsanordnung
für Kraftfahrzeug-Fensterheber
zum Führen
einer Fensterscheibe bei einer Verstellbewegung des Fensterhebers.
-
Aus
dem Stand der Technik ist ein Fensterheber für Kraftfahrzeuge bekannt, mit
Hebeschiene, die mit der Fensterscheibe verbindbar ist, und einer Führungseinrichtung
zum Führen
der Hebeschiene und der mit dieser verbundenen Fensterscheibe bei einer
Verstellbewegung des Fensterhebers. Herkömmlich weist die Führungseinrichtung
zwei beabstandete Führungsschienen
auf, die sich in einer vertikalen Richtung im Wesentlichen entlang
einer jeweiligen Scheibenabzugslinie der Fensterscheibe erstrecken
und in welche ein an der Hebeschiene angebrachtes Gleitelement eingreift.
Herkömmlich
sind solche Führungsschienen
erforderlich, um ein Verkippen der Fensterscheibe bei einer Verstellbewegung
des Fensterhebers zu verhindern und um Querkräfte, wie sie beim Türzuschlagen
entstehen, aufzunehmen. Die Länge
solcher Führungsschienen
muss dabei im Wesentlichen einem maximalen Hub des Fensterhebers
entsprechen. Dies führt
jedoch zu Problemen bei der Auslegung und Montage solcher Fensterheber.
Denn weil Türen
zunehmend modular ausgelegt sind, mit vormontierten Türmodulträgern und
mit dem Komfort dienenden Bauelementen, beispielsweise Lautsprechern
und elektrischen Verstellelementen, ist es vergleichsweise schwierig,
noch einen ausreichenden Platz für
die vergleichsweise langen Führungsschienen
zu finden. Auch führt
der üblicherweise
geradlinige Verlauf der Führungsschienen
bei der Auslegung solcher Türmodulträger zu erheblichen
Beschränkungen.
Weil zunehmend weniger Bauvolumen in den Türen zur Verfügung steht,
ist auch die Montage der Fensterheber zunehmend schwieriger, was
zu Kostennachteilen führt.
-
Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, einen Fensterheber für Kraftfahrzeuge
mit einem neuartigen Führungs-
und Antriebskonzept bereitzustellen.
-
Diese
Aufgabe wird gelöst
durch einen Fensterheber mit den Merkmalen nach Anspruch 1. Weitere
vorteilhafte Ausführungsformen
sind Gegenstand der rückbezogenen
Unteransprüche.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird bereitgestellt ein Fensterheber für Kraftfahrzeuge mit einer
Hebeschiene, die mit einer Fensterscheibe verbindbar ist, und mit
einer Führungseinrichtung
zum Führen
der Hebeschiene bei einer Verstellbewegung des Fensterhebers. Ein
Fensterheber gemäß der vorliegenden
Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Führungseinrichtung zwei flexible,
im Wesentlichen z-förmig
verlaufende Zugmittel umfasst, mit einem ersten Abschnitt, der im
Wesentlichen entlang einer Unterkante der Fensterscheibe verläuft, und
mit an diesen Abschnitt angrenzenden Abschnitten, die entlang bzw.
im Wesentlichen parallel zu einer jeweiligen Scheibenabzugslinie
der Fensterscheibe verlaufen, wobei die Hebeschiene so mit den Zugmitteln
zusammenwirkt, dass die Fensterscheibe an den Zugmitteln abgestützt ist.
-
Erfindungsgemäß kann auf
die Verwendung aufwändiger
und vergleichsweise langer Führungsschienen
gänzlich
verzichtet werden oder können
die Führungsschienen
mit Unterbrechungen versehen werden, etwa weil andere Elemente in
dem Türkasten
dies erforderlich machen. Somit ergeben sich erhebliche Vorteile
bei der Auslegung und Montage eines erfindungsgemäßen Fensterhebers.
-
Aufgrund
des insgesamt z-förmigen
Verlaufs der Zugmittel besteht auch eine größere Freiheit bei der Auslegung
des Verlaufs der Zugmittel. Denn die Umlenkbereiche der Zugmittel
können,
in Anpassung an die Geometrie in dem Türkasten bzw. Türmodulträger, erfindungsgemäß so gewählt werden,
dass dem Zugmittel keine störenden
Komponenten mehr im Wege stehen.
-
Erfindungsgemäß wird auch
eine Trennung zwischen Antriebs- und Führungsfunktion bereitgestellt.
Während
das Zugmittelsystem im Wesentlichen nur der Abstützung und Führung der Fensterscheibe bzw.
der Hebeschiene dient, wird die Antriebsfunktion von einem Antriebsmechanismus übernommen.
-
Erfindungsgemäß gleiten
oder rollen die Umlenkmittel entlang den flexiblen Zugmitteln, so
dass erfindungsgemäß erheblich
geringere Reibungskräfte
einer Verstellbewegung der Führungsschiene
entgegen wirken. Die geringeren Reibungskräfte und die erfindungsgemäße Trennung
zwischen Antriebs- und Führungsfunktion
ermöglicht
die Schaffung eines Einklemm-Schutzsystems mit noch geringeren Auslösekräften, so
dass ein erfindungsgemäßer Fensterheber
noch sicherer betätigt
werden kann.
-
Erfindungsgemäß verlaufen
die flexiblen Zugmittel in einem ersten Abschnitt im Wesentlichen entlang
einer Unterkante der Fensterscheibe bzw. entlang der Hebeschiene.
Dabei können
die Zugmittel auch geneigt relativ zu der Unterkante der Fensterscheibe
verlaufen, etwa unter einem spitzen Winkel. In weiteren, an den
ersten Abschnitt angrenzenden Abschnitten verlaufen die Zugmittel
im Wesentlichen entlang einer jeweiligen Scheibenabzugs linie der
Fensterscheibe, bevorzugt parallel oder im Wesentlichen parallel
zu der jeweiligen Scheibenabzugslinie. In diesen Abschnitten wird
die Bewegung der Hebeschiene bzw. der Fensterscheibe bei einer Verstellbewegung
des Fensterhebers gesteuert. Unter dem Begriff Scheibenabzugslinie
sei im Sinne dieser Anmeldung ein Kurvenverlauf verstanden, dem ein
beliebiger Punkt der Fensterscheibe bei deren Bewegung zwischen
einer obersten und untersten Position der Fensterscheibe folgt.
Dieser Kurvenverlauf ist bevorzugt geradlinig, kann erfindungsgemäß jedoch
auch eine Schwenkbewegung oder einen beliebigen anderen Bewegungsverlauf
der Fensterscheibe vorgeben, was erfindungsgemäß durch den Verlauf der Zugmittel
in einfacher Weise vorgegeben werden kann.
-
Bevorzugt
sind an der Hebeschiene zumindest zwei in Längsrichtung der Hebeschiene
zu einander beabstandete Umlenkmittel vorgesehen, um ein jeweiliges
Zugmittel im Wesentlichen z-förmig umzulenken.
Durch die Anordnung der Umlenkmittel an der Hebeschiene und durch
die Anordnung der Zugmittel-Haltemittel wird der Verlauf der flexiblen Zugmittel
in vorteilhaft einfacher Weise vorgegeben und kann dieser in geeigneter
Weise an den in einem Türkasten
zur Verfügung
stehenden Bauraum angepasst werden.
-
Erfindungsgemäß werden
die Zugmittel durch die Umlenkmittel so geführt, dass einem Verkippen der
Fensterscheibe Reibungs- und/oder Zugkräfte entgegen wirken, welche
eine bevorzugt horizontal ausgerichtete Gleichgewichtslage der Fensterscheibe
stabilisieren. Diese automatische Stabilisierung der Gleichgewichtslage
der Fensterscheibe lässt
sich in besonders vorteilhafter Weise dadurch erzielen, dass die
Zugmittel in Bezug auf die Unterkante der Fensterscheibe geneigt,
insbesondere unter einem spitzen Winkel, verlaufen.
-
Bevorzugt
verlaufen die Zugmittel zwischen den an der Hebeschiene vorgesehenen
Umlenkmitteln gegenläufig,
nähern
diese sich also zumindest aneinander an, so dass eine hebelartige
Struktur zur Verfügung
steht, um die Gleichgewichtslage der Fensterscheibe zu stabilisieren.
Dabei müssen
sich die beiden z-förmigen
Zugmittelverläufe
nicht überkreuzen
oder überlappen.
-
Bevorzugt
kreuzen sich die beiden Zugmittel bei ihrem Verlauf zwischen den
an der Hebeschiene vorlesehenen Umlenkmitteln, so dass ein Verkippen der
Fensterscheibe aus der vorgegebenen Gleichgewichtslage zu entgegengesetzt
gerichteten Reaktionskräften
der beiden Zugmittel führt,
welche so die Gleichgewichtslage der Fensterscheibe stabilisieren.
-
Bevorzugt
ist der Verlauf der Zugmittel symmetrisch in Bezug auf eine gedachte
Mittellinie, so dass das System, das aus den Zugmitteln und der
an diesen abgestützten
Fensterscheibe ausgebildet wird, automatisch eine symmetrische Gleichgewichtslage
einnehmen wird.
-
Die
Enden der Zugmittel können
starr an dem Türkasten,
an einem Türmodulträger oder
an mit diesen starr verbundenen Elementen, beispielsweise Führungsschienen,
befestigt sein. Ein automatischer Seillängungsausgleich lässt sich
jedoch in besonders vorteilhafter Weise durch eine federnde bzw.
nachgiebige Befestigung der Enden der Zugmittel an jeweiligen Zugmittel-Haltemitteln
realisieren.
-
Selbstverständlich können die
Zugmittel auch jeweils endlos ausgeführt sein, in welchem Fall für eine geeignete
Befestigung bzw. Lagerung von Abschnitten der Zugmittel an dem Türkasten,
dem Türmodulträger oder
an mit diesen starr verbundenen Elementen in der vorgenannten Weise
zu sorgen ist.
-
Wenngleich
erfindungsgemäß zusätzliche Führungsschienen
nicht unbedingt erforderlich sind, können diese grundsätzlich vorgesehen
sein, etwa zum Aufnehmen von Querkräften, die beispielsweise beim
Türzuschlagen
einwirken. Eine solche Ausführungsform
kann eine vordere und eine hintere Führungsschiene aufweisen, an
deren Enden die Zugmittel-Haltemittel
vorgesehen sein können.
Auf diese Weise lässt
sich ein komplett vormontierbarer und vorprüfbarer Fensterheber realisieren.
-
Die
Führungsschienen
können
in der bekannten Weise als Profile ausgebildet sein, so dess auch
die Umlenkmittel von den Führungsschienen geführt werden
können.
-
Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform sind
die Zugmittel zumindest abschnittsweise innerhalb einer jeweiligen
Führungsschiene
geführt,
so dass der Zugmittelverlauf noch einfacher an die baulichen Gegebenheiten,
beispielsweise an eine Wölbung
eines Türmodulträgers, angepasst
werden kann.
-
Bevorzugt
sind die Zugmittel als Seile ausgebildet, die an Seilrollen umgelenkt
werden. Grundsätzlich
kann zur Umlenkung jedes Seils eine gesonderte Seilrolle vorgesehen
sein. Bevorzugt wird jedoch zum Umlenken der beiden Seile eine mit
zwei Führungsrillen
versehene Seilrolle verwendet, die von den beiden Seilen gegenläufig, das
heißt
von dem einen Seil im Uhrzeigersinn und von dem anderen Seil im
Gegenuhrzeigersinn, umschlungen sind. Auf beide Seile wirken somit
identische Reibungs- und Zugkräfte
ein; ferner sind die beiden Zugmittel über die gemeinsame Seilrolle
miteinander gekoppelt, sodass die vorgenannte Gleichgewichtslage
der Fensterscheibe noch zuverlässiger
stabilisiert wird.
-
Dabei
können
die Seil- bzw. Umlenkrollen, abgesehen von einem möglichen
Schräglauf
entlang der Hebeschiene, von dem Seil im Wesentlichen um 90° oder 270° umschlungen
sein.
-
Dabei
wird es bevorzugt, wenn die Seilrolle die Innenoberfläche eines
Führungsprofils,
beispielsweise der vorgenannten Führungsschiene, berührt bzw.
an dieser anliegt. Bevorzugt entspricht der Durchmesser der Seil-
bzw. Umlenkrolle der Innenabmessung des Führungsprofils bzw. der Führungsschiene,
so dass die Seil- bzw. Umlenkrolle schlupffrei an dem Führungsprofil
bzw. der Führungsschiene abrollt,
was zu vorteilhaft geringen Reibungskräften führt.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform können die
Seile auch von Umlenkmitteln mit gekrümmten Führungsflächen umgelenkt werden, insbesondere
um einen Winkel von etwa 90 ° oder
270 °. Bevorzugt
weist ein solches Umlenkmittel zwei Führungsrillen auf, so dass beide
Seile gemeinsam von einem einzigen Umlenkmittel umgelenkt werden können.
-
Für einen
Seillängungsausgleich
und für eine
einfachere Montage können
die Umlenkmittel auch federnd an den Haltemitteln, beispielsweise
an der Hebeschiene, gelagert sein.
-
Bevorzugt
sind die beiden Zugmittel, insbesondere Seile, gegeneinander verspannt.
Auf Grund der vorstehend ausgeführten
bevorzugten symmetrischen Ausgestaltung des Zugmittelverlaufs führt ein Verspannen
der Zugmittel nicht zu einer Änderung der
Gleichgewichtslage der Fensterscheibe.
-
Aufgrund
der erfindungsgemäß sehr geringen
Reibungskräfte
des Zugmittels bzw. Seils an den Umlenkmitteln bzw. Seilrollen können erfindungsgemäß relativ
dünne Zugmittel
bzw. Seile verwendet werden, was vorteilhaft kleine Umlenkradien
ermöglicht.
Somit kann der Gesamthub eines erfindungsgemäßen Fensterhebers noch weiter
vergrößert werden.
-
Zum
elektrischen Verstellen der Fensterscheibe kann die erfindungsgemäße Führungsanordnung
von flexiblen Zugmitteln mit einem beliebigen, elektrisch betätigbaren
Fensterheber kombiniert werden, beispielsweise mit einem Einarm-Fensterheber, einem
Doppelarm-Fensterheber
oder einem Seil-Fensterheber.
-
Nachfolgend
wird die Erfindung in beispielhafter Weise und unter Bezugnahme
auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben werden, woraus sich weitere Merkmale, Vorteile
und zu lösende
Aufgaben ergeben werden. Es zeigen:
-
1 in
einer schematischen Ansicht eine Führungsanordnung für einen
Fensterheber gemäß der vorliegenden
Erfindung;
-
2a, 2b die
Führungsanordnung
gemäß der 1 in
einer oberen und einer unteren Stellung der Fensterscheibe;
-
3 in
einer perspektivischen Explosionsdarstellung einen Fensterheber
gemäß der vorliegenden
Erfindung gemeinsam mit einem Türmodulträger;
-
4 in
einer schematischen Seitenansicht den Fensterheber und den Türmodulträger gemäß der 3;
-
5 eine
vergrößerte Darstellung
eines Antriebsarms und der Hebeschiene des Fensterhebers gemäß der 4;
-
6a – 6c drei
schematische Längsschnitte
gemäß der 5;
und
-
7 in
einer schematischen Seitenansicht und in einer Schnittansicht den
Fensterheber gemäß der 4.
-
In
den Figuren bezeichnen identische Bezugszeichen identische oder
im Wesentlichen gleichwirkende Elemente oder Elementgruppen.
-
Die 1 zeigt
in einer schematischen Ansicht eine Führungsanordnung zum Führen der
Verstellbewegung einer Fensterscheibe gemäß der vorliegenden Erfindung.
Die insgesamt mit 1 bezeichnete Führungsanordnung umfasst zwei
Seile 3, 4, die an den als Umlenkmittel wirkenden
Seilrollen 7, 8 umgelenkt werden. Um eine übersichtlichere
Darstellung zu ermöglichen,
ist in der 1 das erste Seil 3 mit
durchgezogenen Linien dargestellt und ist in der 1 das
zweite Seil 4 mit gestrichelten Linien dargestellt. Gemäß der 1 sind
die Seilrollen 7, 8 an einer einstückig ausgebildeten
und als Haltemittel zum Halten einer Fensterscheibe ausgebildeten
Hebeschiene 2 befestigt. An der Hebeschiene 2 sind zwei
Klemmbacken 11 vorgesehen, in welchen eine Fensterscheibe
in der bekannten Weise aufgenommen wird. Gemäß der 1 ist in
der Hebeschiene 2 eine sich in Längsrichtung der Hebeschiene 2 erstreckende
Führungskulisse 15 ausgebildet,
in welche ein Antriebsarm einer elektrischen Fensterhebereinheit
eingreift, was nachfolgend ausführlicher
anhand der 5 beschrieben werden wird.
-
Gemäß der 1 sind
an den Enden des ersten und zweiten Seils 3, 4 jeweils
Seilnippel vorgesehen, die in jeweils ortsfest relativ zu der Tür des Kraftfahrzeugs
vorgesehenen Seilnippelaufnahmen eingehängt sind. Gemäß der 1 ist
der eine Seilnippel des ersten Seils 3 in die obere Einhängung, insbesondere
Seilnippelaufnahme, 5a eingehängt, wird das erste Seil 3 von
der zweiten Seilrolle 8 im Uhrzeigersinn umgelenkt, verläuft das
erste Seil 3 im Wesentlichen entlang der Hebeschiene 2 und
wird das erste Seil 3 von der ersten Seilrolle 7 im
Gegenuhrzeigersinn umgelenkt, um sich bis zu der unteren Einhängung 5b zu
erstrecken, wo ein an dem anderen Ende des ersten Seils 3 vorgesehener
Seilnippel in die Einhängung 5b eingehängt ist.
In entsprechender Weise ist der Seilnippel an dem einen Ende des zweiten
Seils 4 in die obere Einhängung 6a eingehängt, wird
das zweite Seil 4 von der ersten Seilrolle 7 im
Gegenuhrzeigersinn umgelenkt, verläuft das zweite Seil 4 im
Wesentlichen entlang der Hebeschiene 2 und wird dieses
von der zweiten Seilrolle 8 im Uhrzeigersinn umgelenkt,
um sich bis zu der unteren Einhängung 6b zu
erstrecken, wo der an dem anderen Ende des zweiten Seils 4 ausgebildete
Seilnippel in die untere Einhängung 6b eingehängt ist.
-
Gemäß der 1 sind
die beiden als Zugmittel wirkenden Seile 3, 4 im Wesentlichen
z-förmig geführt. Im
linken und rechten Bereich der Führungsanordnung 1 verlaufen
die beiden Zugmittel 3, 4 abschnittsweise entlang
einer jeweiligen Scheibenabzugslinie der Fensterscheibe (vgl. 4);
in dem mittleren Bereich der Führungsanordnung 1 verlaufen
die beiden Seile 3, 4 im Wesentlichen in Längsrichtung
der Hebeschiene 2.
-
Gemäß der 1 ist
der Verlauf der beiden Seile 3, 4 symmetrisch
in Bezug auf eine gedachte Mittellinie zwischen den beiden Abschnitten,
wo die beiden Seile 3, 4 im Wesentlichen der Scheibenabzugslinie
(vgl. 4) folgen. Gemäß der 1 umschlingen
die beiden Seile 3, 4 die Seilrollen 7, 8 gegenläufig und
kreuzen sich die beiden Seile 3, 4 auf oder nahe
der gedachten Mittellinie der Führungsanordnung 1.
-
Auf
Grund der symmetrischen Auslegung der Führungsanordnung 1 nimmt
die Hebeschiene 2 und die mit dieser verbundene Fensterscheibe
automatisch eine symmetrische Gleichgewichtslage ein, in welcher
die Hebeschiene 2 und die mit dieser verbundene Fensterscheibe
horizontal ausgerichtet sind. Bei einem Verkippen der Hebeschiene 2 in
der 1 nach links um eine durch die Mitte der Hebeschiene 2 verlaufende
und senkrecht auf der Zeichenebene stehende Drehachse würde die
erste Seilrolle 7 im Gegenuhrzeigersinn und die zweite
Seilrolle 8 im Uhrzeigersinn verdreht werden. Dieser Kippbewegung
wirken identische, jedoch entgegengesetzt gerichtete Reibungs- und
Zugkräfte
an den beiden Seilen 3, 4 entgegen, welche die
horizontal ausgerichtete Gleichgewichtslage der Hebeschiene 2 stabilisieren.
Entsprechendes gilt für
ein Verkippen der Hebeschiene 2 in der 1 nach
rechts um eine durch die Mitte der Hebeschiene 2 verlaufende
und senkrecht auf der Zeichenebene stehende Drehachse.
-
Gemäß der 1 verlaufen
die beiden Seile 3, 4 am linken bzw. rechten Rand der Führungsanordnung 1 im
Wesentlichen geradlinig und in Bezug auf eine Vertikale geneigt,
was einer relativ zu der Vertikalen geneigten Scheibenabzugslinie
der Fensterscheibe (vgl. 4) entspricht. Wie dem Fachmann
ohne weiteres ersichtlich sein wird, können die Scheibenabzugslinien
auch beliebigen anderen Kurvenverläufen entsprechen, in Entsprechung
zu der jeweiligen Auslegung des Fensterhebers. Insbesondere kann
erfindungsgemäß auch eine
Schwenkbewegung der Fensterscheibe beim Absenken derselben realisiert
werden. In jedem Fall entspricht der vertikale Verlauf der beiden
Seile 3, 4 an den Seiten der Führungsanordnung einer solchen
Scheibenabzugslinie. Zum Führen
der Seilzugverläufe
können weitere
Führungsmittel
vorgesehen sein, was nachfolgend anhand der 3 und 4 noch
ausführlicher
beschrieben werden wird.
-
Gemäß der 1 sind
die Seilrollen 7, 8 starr an der Hebeschiene 2 befestigt.
Selbstverständlich
können
die Seilrollen 7, 8 auch federnd an der Hebeschiene 2 gelagert
sein.
-
Die
Seileinhängungen 5a – 6b gemäß der 1 können starr
an der Türkarosserie,
einem Türmodulträger oder
an zusätzlich
vorgesehenen Führungsschienen
befestigt sein. Eine oder mehrere der Seileinhängungen 5a – 6b können auch
federnd bzw. nachgiebig ausgelegt sein, um einen zugehörigen Seilnippel
federnd bzw. nachgiebig aufzunehmen.
-
Wenngleich
in der 1 dargestellt ist, dass die Seilrollen im Wesentlichen
um einen Winkel von 90° von
den Seilen umschlungen werden, sollen von der vorliegenden Erfindung
selbstverständlich
auch andere geeignete Umschlingungswinkel mit umfasst sein, beispielsweise
ein Winkel von im Wesentlichen 270°, abgesehen von dem in der 1 dargestellten Schräglauf der
Seile entlang der Hebeschiene.
-
Die 2a und 2b zeigen
die Führungsanordnung
gemäß der 1 in
einer oberen (2a) und einer unteren (2b)
Stellung der Fensterscheibe. Die beiden Seile 3, 4 verlaufen
innerhalb der zusätzlich
vorgesehenen Führungsschienen 9a, 9b,
die nicht zwingend erforderlich sind, jedoch hilfreich sind, um
Querkräfte
aufzunehmen, wie diese beispielsweise beim Türzuschlagen entstehen. Solche
Querkräfte
können
beispielsweise auch mittels seitlich im Türkasten eingebauter, die vertikal
gerichteten Scheibenkanten umgreifenden Schienen aufgenommen werden.
Gemäß der 2a sind
die beiden Seilrollen 7, 8 innerhalb der Führungsschienen 9a, 9b aufgenommen
und geführt.
Die Führungsschienen 9a, 9b sind
an einer Türkarosserie
oder an einem Türmodulträger befestigt.
-
Die 3 zeigt
in einer Explosionsdarstellung einen Einarm-Fensterheber mit einer
Seilführung
gemäß der 1.
Der Fensterheber umfasst ein Zahnsegment 16 mit einer Außenverzahnung
und einem Antriebsarm 18, an dessen freiem Ende ein Lagerbolzen 19 vorgesehen
ist, an welchem eine Rolle 20 gelagert ist. Das Zahnsegment 16 ist
mittels des Lagertopfs 21 an dem Türmodulträger 30 schwenkbar
um die Lagerstelle 23 gelagert. Auf der anderen Seite des
Türmodulträgers 30 ist
eine insgesamt mit 25 bezeichnete elektrische Antriebseinheit mit
einem elektrischen Antriebsmotor 26 und einem Getriebe 27 vorgesehen,
von dem ein Antriebsritzel 28 aus einer Öffnung in
dem Türmodulträger 30 vorsteht,
um. in die Außenverzahnung
des Zahnsegments 16 einzugreifen.
-
Die
Unterkante der Fensterscheibe 10 ist in zwei Klemmelementen 12,
bevorzugt aus einem Gummimaterial, aufgenommen, die zwischen Klemmbacken 11 eingespannt
sind, um die Fensterscheibe 10 an der Hebeschiene 2 zu
klemmen. In die Führungskulisse 15 greift
die an dem freien Ende des Antriebsarms 18 gelagerte Rolle 20 ein,
so dass die Hebeschiene 2 beim Verschwenken des Zahnsegments 16 um
die Lagerstelle 23 angehoben bzw. abgesenkt wird.
-
An
den beiden Enden der Hebeschiene 2 sind die Seilrollen 7,
8 zum Umlenken des ersten und zweiten Seils 3, 4 so
angebracht, dass sich ein im Wesentlichen z-förmiger Seilzugverlauf ergibt.
-
Die 4 zeigt
den Fensterheber gemäß der 3 in
einer schematischen Seitenansicht. Gemäß der 4 sind die
beiden Führungsschienen 9a, 9b an
den Befestigungsbereichen 31 mit dem Türmodulträger 30 verbunden,
insbesondere durch Nieten oder Schweißen. Die an den Enden der Seile 3, 4 vorgesehenen
Seilnippel sind in zugeordnete Seilnippelaufnahmen an den jeweiligen
Enden der Führungsschienen 9a, 9b eingehängt. Somit
verlaufen die Seile 3, 4 abschnittsweise innerhalb
der Führungsschienen 9a, 9b und
werden diese an den Seilrollen 7, 8 umgelenkt,
um sich abschnittsweise entlang der Hebeschiene 2 zu erstrecken.
Gemäß der 4 ist
die Fensterscheibe 10 in einer leicht abgesenkten Stellung
angeordnet. Beim weiteren Verschwenken des Zahnsegments 16 und
des Antriebsarms 18 im Uhrzeigersinn gleitet bzw. rollt
die Rolle 20 in der in der Hebeschiene 2 ausgebildeten
Führungskulisse 15 weiter
nach rechts und wird so die Fensterscheibe 10 entlang der
Scheibenabzugslinien 40, 41 abgesenkt. Wie der 4 ohne
weiteres zu entnehmen ist, verlaufen die beiden Führungsschienen 9a,
9b im Wesentlichen parallel zu den Scheibenabzugslinien 40, 41 und
folgen die Seile 3, 4 innerhalb der Führungsschienen 9a,
9b im Wesentlichen den Scheibenabzugslinien 40, 41.
-
Die 5 zeigt
in einer vergrößerten Ansicht das
Zusammenwirken des Zahnsegments mit der Hebeschiene. Anstelle der
Rolle 20 an dem freien Ende des Antriebsarms 18 kann
selbstverständlich auch
ein Gleitelement, das korrespondierend zu der Führungskulisse 15 ausgebildet
ist, vorgesehen sein. Wie den 4 und 5 ohne
weiteres entnehmbar ist, ist die Fensterscheibe über die Hebeschiene 2 und
die Seilrollen 7, 8 an den Seilen 3, 4 abgestützt.
-
Gemäß der 5 liegt
die Seilrolle unmittelbar an der Führungsschiene an und entspricht
der Durchmesser der Seilrolle einer Innenabmessung des Profils der
Führungsschiene.
Somit kann die Seilrolle an der Führungsschiene schlupffrei abrollen, was
zu noch geringeren Reibungskräften
führt.
-
Die 6a zeigt
einen schematischen Längsschnitt
entlang der Linie A–A
gemäß der 5. An
einem jeweiligen Befestigungsbereich 31 ist der Türmodulträger 30 konkav
gewölbt,
mit einem abgeflachten Bereich, an dem die zugehörige Führungsschiene 9a an
dem Türmodulträger 30 befestigt
ist. Gemäß der 6a ist
die an dem Lagerbolzen 19 drehbeweglich gelagerte Seilrolle 7 in
dem Profil der Führungsschiene 9a geführt. Die
Seilrolle 7 weist zwei zueinander beabstandete Führungsrillen 13 auf, in
welchen die beiden Seile 3, 4 geführt werden.
Gemäß der 6a ist
der Achsbolzen 19 an einem vorstehenden, abgewinkelten
Ende der Hebeschiene 2 befestigt, so dass die Seilrolle 7 nicht
an der Hebeschiene 2 schleift. Wie der 5 ohne
weiteres entnommen werden kann, wird die Seilrolle 7 von den beiden
Seilen gegenläufig
umschlungen, so dass die resultierenden Reibungs- und Zugkräfte an den
Seilrollen 7, 8 die horizontale Gleichgewichtslage
der Fensterscheibe bzw. der Hebeschiene stabilisieren.
-
Die 6b zeigt
einen schematischen Längsschnitt
entlang der Linie B–B
gemäß der 5. Der
Lagertopf 21 ist an dem Türmodulträger 30 befestigt und
durchragt die korrespondierend zu diesen ausgebildete Lageröffnung 21 (vgl. 5)
des Antriebsarms 18.
-
Die 6c zeigt
einen schematischen Längsschnitt
entlang der Linie C–C
gemäß der 5.
Gemäß der 6c ist
an dem freien Ende des Antriebsarms 18 ein Lagerbolzen 15 befestigt,
an dem eine Seilrolle 20 oder ein Gleitelement gelagert ist,
die bzw. das in der Führungskulisse
der Hebeschiene 2 geführt
ist. Gemäß der 6c ist
die von dem Zahnsegment und dem Antriebsarm 18 aufgespannte
Ebene bzw. die Achse des Lagerbolzens 19 relativ zu einer
Normalen auf die Oberfläche
der Hebeschiene 2 um einen spitzen Winkel geneigt.
-
Die 7 zeigt
in einer schematischen Seitenansicht und in einem Längsschnitt
den Fensterheber gemäß der 3 im
Bereich der hinteren Führungsschiene.
Die hintere Führungsschiene 9b ist
an insgesamt drei Befestigungsbereichen 31 an dem Türmodulträger 30 befestigt.
Wie dem rechten Teil der 7 entnommen werden kann, ist
der Türmodulträger nach
außen
gewölbt
und ist das Profil der hinteren Führungsschiene 9b an
die Wölbung
des Türmodulträgers 30 angepasst.
Solche Führungsschienen
können
beispielsweise aus gewalzten Profilen hergestellt sein.
-
Gemäß der vorstehend
anhand der 1 bis 7 beschriebenen
Ausführungsform
kreuzen sich die beiden Seilzugverläufe im Bereich einer gedachten
Mittellinie der Hebeschiene. Die vorliegende Erfindung ist jedoch
nicht auf einen gekreuzten Seilzugverlauf beschränkt, wenngleich dieser bevorzugt wird.
Beispielsweise können
die beiden Seile auch jeweils, z-förmig verlaufend
geführt
sein, wobei sich die beiden Seile nicht kreuzen bzw. überschneiden.
Beispielsweise können
die beiden Seile nahe der Mitte der Hebeschiene mittels einer jeweiligen
Seilrolle in eine vertikale Richtung umgelenkt werden, ohne dass
sich die beiden Seilzugverläufe
kreuzen. Ein solcher Seilzugverlauf ließe sich beispielsweise mittels
vier an der Hebeschiene befestigten Seilrollen realisieren. Diese
Seilrollen könnten
auf einer Linie oder auch in einer Zickzackanordnung entlang der Hebeschiene
verteilt angeordnet sein. Bei solchen Ausführungsformen ist stets darauf
zu achten, dass die Seile an den nicht entlang der Hebeschiene verlaufenden
Abschnitten entlang einer jeweiligen Scheibenabzugslinie der Fensterscheibe
verlaufen.
-
Wenngleich
vorstehend beschrieben wurde, dass die beiden Seile mit Hilfe von
Seilrollen in eine andere Richtung umgelenkt werden, ist die vorliegende
Erfindung nicht auf die Ver wendung von Seilrollen als Umlenkmittel
beschränkt.
Vielmehr können
an der Hebeschiene auch Gleitelemente vorgesehen sein, mit gekrümmten Führungsflächen, um
die Seile um einen Winkel von etwa 90° umzulenken. Solche Gleitelemente
sind bevorzugt mit einer Gleitbeschichtung beschichtet, beispielsweise
mit einem abriebfesten Kunststoff. Bevorzugt weist ein solches Gleitelement zwei
Führungsrillen
zum Umlenken der beiden Seile auf. Selbstverständlich können auch gesonderte Gleitelemente
zum Umlenken eines jeweiligen Seils vorgesehen sein.
-
Wie
dem Fachmann ohne weiteres ersichtlich sein wird, ist die vorstehende
Erfindung nicht auf die Verwendung von Seilen als flexible Zugmittel
beschränkt.
Vielmehr können
erfindungsgemäß auch beliebige
andere flexible Zugmittel eingesetzt werden, beispielsweise Ketten,
Kugelketten, flexible Führungsbänder oder
dergleichen. Dabei ist jedoch stets darauf zu achten, dass die flexiblen
Zugmittel zumindest um eine Achse biegsam sind. Solche Zugmittel
können
aus Metall oder Kunststoff gefertigt sein.
-
- 1
- Führungsanordnung
- 2
- Hebeschiene
- 3
- erstes
Zugmittel / Seil
- 4
- zweites
Zugmittel / Seil
- 5a,
b
- obere/untere
Einhängung
des ersten Zugmittels/Seils
- 6a,
b
- obere/untere
Einhängung
des zweiten Zugmittels/Seils
- 7
- erstes
Umlenkmittel/Seilrolle
- 8
- zweites
Umlenkmittel/Seilrolle
- 9a,
b
- vordere/hintere
Führungsschiene
- 10
- Fensterscheibe
- 11
- Klemmbacken
- 12
- Klemmgummi
- 13
- Führungsrillen
- 14
- Achsbolzen
- 15
- Führungskulisse
- 16
- Zahnsegment
- 17
- Drehachse
des Zahnsegments
- 18
- Antriebsarm
- 19
- Lagerbolzen
- 20
- Rolle
/ Führungselement
- 21
- Lagertopf
- 22
- Lageröffnung des
Zahnsegments
- 23
- Lageröffnung des
Modulträgers
- 25
- Antriebseinheit
- 26
- Antriebsmotor
- 27
- Getriebe
- 28
- Antriebsritzel
- 30
- Modulträger
- 31
- Befestigungsbereich
- 40
- vordere
Scheibenabzugslinie
- 41
- hintere
Scheibenabzugslinie