DE20317845U1 - Fahrradschloss - Google Patents
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Abstract
Zweirad,
dadurch gekennzeichnet, dass ein verformbarer Bügel (9, 10, 11) eines Schlosses zum Sichern des Zweirades in einem tragenden Rohr (1) des Zweirades herausziehbar aufgenommen ist.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Zweirad mit verbesserter Diebstahlsicherung sowie Teile eines solchen Zweirades.
- Es sind langem Schlösser für Zweiräder bekannt, bei denen ein verformbarer Bügel an einem Ende einen Schließkopf und an einem anderen Ende eine Rufnahme trägt, in die der Schließkopf einführbar und verriegelbar ist. Schlösser dieses Typs stellen vom Zweirad getrennte Teile dar, die bei Nichtgebrauch am Zweirad befestigt werden müssen, z.B. durch Festklemmen an einem Gepäckträger oder durch Einklemmen zwischen einer Trägerstrebe des Gepäckträgers und einem hinteren Schutzblech des Fahrrades. Um in einer solchen geklemmten Stellung sicher gehalten zu sein, muss das Schloss verriegelt sein, d.h. um es vom Fahrrad abzunehmen und zu gebrauchen, muss es erst aufgesperrt werden. Um mit einem solchen Schloss ein Zweirad an einem Gegenstand von großem Umfang befestigen zu können, muss der Bügel möglichst lang sein. Ein langer Bügel macht das Schloss jedoch unhandlich und schwierig am Fahrrad zu befestigen.
- Es sind auch Schlösser des oben beschriebenen Typs in Gebrauch, bei denen der verformbare Bügel in einem entspannten Zustand mehrfach gewendelt ist, so dass das Schloss bei Nichtgebrauch eine im Verhältnis zur Bügellänge sehr kompakte Gestalt annimmt. Es ist jedoch sehr schwierig, ein solches Schloss bei Nichtgebrauch am Fahrrad so zu befestigen, dass es nicht verrutschen und klappern kann. Auch ein solches Schloss muss für eine sichere Befestigung am Fahrrad bei Nichtgebrauch im Allgemeinen verriegelt sein, und um es zu nutzen, muss es zunächst entriegelt werden. Daher ist die Versuchung für einen Benutzer groß, das Fahrrad unverschlossen zu lassen, wenn er es nur für kurze Zeit abstellt.
- Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, ein Zweirad bzw. Teile für ein Zweirad zu schaffen, die die Benutzung eines Schlosses vereinfachen, indem sie es ermöglichen, das Schloss in unverriegeltem Zustand sicher und platzsparend mitzuführen.
- Die Aufgabe wird gelöst durch ein Zweirad mit den Merkmalen des Anspruchs 1 bzw. durch ein als tragender Bestandteil eines solchen Zweirades vorgesehenes Rohr mit den Merkmalen des Anspruchs 12. Da das Rohr als tragender Bestandteil des Zweirades ohnehin erforderlich wäre, auch wenn es keinen Bügel enthielte, erhöht das Rohr weder Kosten noch Gewicht des Zweirades, und es beansprucht auch keinen Platz, der bei einem nicht erfindungsgemäßen Zweirad für andere Zwecke zur Verfügung stünde. Das herkömmlicherweise funktionslose leere Innere des Rohrs dient erfindungsgemäß zur Unterbringung des Schlossbügels.
- Vorzugsweise ist der Bügel aus einem offenen Längsende des Rohrs herausziehbar. Bei einem Rohr, dessen Längsenden jeweils mit anderen Teilen des Zweirades fest verbunden sind, könnte jedoch zum Herausziehen des Bügels auch eine seitliche Öffnung geschaffen werden.
- Der Bügel kann Teil eines Schlosses mit dem oben erläuterten herkömmlichen Aufbau, mit einem Schließkopf an einem Ende des Bügels und einer Aufnahme am anderen Ende sein, das komplett aus dem Rohr herausziehbar ist, um in herkömmlicher Weise eingesetzt zu werden. Bevorzugt ist allerdings, dass der Bügel aus dem Rohr nur bis zu einem Anschlag herausziehbar ist, so dass das Schloss zu einem integralen Bestandteil des Zweirades wird.
- In diesem letzteren Fall trägt der Bügel zweckmäßigerweise an seinem herausziehbaren Ende einen Schließkopf, und eine Aufnahme, in der der Schließkopf einführbar und verriegelbar ist, ist an einer anderen Stelle des Zweirades angebracht. Vorzugsweise beträgt die Entfernung zwischen dieser Aufnahme und dem Längsende des Rohrs ca. 25 bis 75 der Länge des Bügels, um bei gegebener Länge des Bügels möglichst umfangreiche ortsfeste Gegenstände mit dem Schloss umgreifen zu können.
- Der Anschlag kann auf einfache Weise festgelegt sein durch die Berührung einer Verdickung des Bügels und eines Engpasses des Rohrs.
- Einer ersten Ausgestaltung zufolge ist der Bügel bis auf den Schließkopf in dem Rohr versenkbar, so dass der Schließkopf außerhalb des Rohrs jederzeit für einen Benutzer greifbar bleibt, um den Bügel herauszuziehen.
- Der Bügel kann aber auch einschließlich des Schließkopfes in dem Rohr versenkbar sein; in diesem Fall ist vorzugsweise ein vom Schließkopf abgewandtes Ende des Bügels im versenkten Zustand an einem zweiten Ende des Rohrs zugänglich, so dass ein Benutzer durch Drücken auf dieses Ende den Schließkopf aus dem Rohr herausschieben kann.
- Als flexibler Bügel kommt insbesondere ein Drahtseil, mit gewissen Einschränkungen auch eine Gliederkette in Betracht, die mit einer Kunststoffummantelung versehen sein können.
- Um ein Klappern des Bügels in dem Rohr während der Fahrt zu vermeiden, kann das Rohr im Innern wenigstens lokal mit einem schwingungsdämpfenden Material ausgekleidet sein.
- Vorzugsweise handelt es sich bei dem Rohr um eine Lenkerstange oder einen Teil eines Lenkers eines Zweirades. Die Aufnahme für den Schließkopf ist dann vorzugsweise an einem Vorbau des Lenkers angeordnet.
- Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen mit Bezug auf die beigefügten Figuren. Es zeigen:
-
1 einen Längsschnitt durch eine Lenkerstange eines Fahrrads gemäß einer ersten Ausgestaltung der Erfindung mit geöffnetem Schloss; -
2 einen Schnitt durch die Lenkerstange und einen die Lenkerstange tragenden Vorbau mit verriegeltem Schloss; und -
3 einen Längsschnitt durch eine Lenkerstange gemäß einer zweiten Ausgestaltung der Erfindung. -
1 zeigt einen Längsschnitt durch eine Lenkerstange1 für ein Fahrrad in Form eines Rohrs aus Stahl oder Leichtmetall. Das Rohr ist in der Figur geradlinig dargestellt, könnte aber auch stellenweise gekrümmt sein. Es hat zwei offene Längsenden2 ,3 , in die jeweils ein hülsenförmiger Gummipuffer4 ,5 eingefügt ist. Die Einführtiefe des rechten Gummipuffers ist durch eine Anschlagschulter im Innern der Lenkerstange1 begrenzt, die hier durch einen Ring6 aus Metall oder Hartkunststoff gebildet ist. Der Ring6 ist im Innern der Lenkerstange1 dadurch fixiert, dass eine Sicke7 der Lenkerstange1 in eine umlaufende Nut des Rings6 hinein gepresst ist. Nach außen ist die Sicke7 unter einem Handgriff8 verborgen, der in üblicher Weise auf das Längsende3 der Lenkerstange aufgeschoben ist. - In den Bohrungen der Gummipuffer
4 ,5 sind eine Abschlusshülse9 bzw. ein Schließkopf10 reibschlüs sig aufgenommen, die an den zwei Enden eines Stahlseils11 verstemmt, verlötet oder in anderer Weise befestigt sind. Das Stahlseil11 erstreckt sich durch die gesamte Lenkerstange1 . - Wenn die Lenkerstange
1 , wie in der Figur gezeigt, gerade ist, ist das Stahlseil11 in einem entspannten Zustand vorzugsweise ebenfalls gerade, so dass es sich zwischen den Gummipuffern4 ,5 über die gesamte Länge der Lenkerstange1 erstreckt, ohne diese unterwegs zu berühren, und es ist steif genug, um zu verhindern, dass es in Folge von Erschütterungen bei der Fahrt an die Lenkerstange1 anschlägt. Alternativ kann das Stahlseil11 in einem entspannten Zustand auch so stark gekrümmt sein, dass es in der Lenkerstange1 stets unter Spannung steht und stellenweise von innen so stark gegen diese drückt, dass es auch bei Erschütterungen während der Fahrt den Kontakt mit der Lenkerstange1 nicht verliert. - Um das Fahrrad abzuschließen, drückt ein Benutzer von außen auf die Abschlusshülse
9 , die an dem offenen Längsende2 der Lenkerstange1 zugänglich ist. Dadurch wird infolge der eigenen Steife des Stahlseils11 der Schließkopf10 am gegenüberliegenden Längsende3 aus dem Gummipuffer5 herausgedrückt und kann ergriffen und herausgezogen werden, bis die Abschlusshülse9 von innen gegen den Ring6 anschlägt. Dieser Zustand ist in2 gezeigt. -
2 zeigt ferner halb in Draufsicht und halb geschnitten einen Vorbau12 , der die Lenkerstange1 mit einer (nicht dargestellten) Vorderradgabel des Fahrrades verbindet. In diesem Vorbau12 ist etwa in Höhe der Lenkerstange1 eine Aufnahme13 gebildet, in die der Schließkopf10 in einer horizontalen, zur Lenkerstange1 senkrechten Richtung einführbar ist. Ein Riegel14 ist in der Aufnahme13 über einen Schließzylinder15 zwischen einer dargestellten Stellung, in der er den Schließkopf10 in der Aufnahme13 verriegelt, und einer Stellung verschiebbar, in der er den Schließkopf10 frei gibt. Da der Abstand zwischen dem Ende3 der Lenkerstange und der Aufnahme13 etwa halb so lang wie das Stahlseil11 ist, ist der mit dem Schloss umschlingbare Umfang eines ortsfesten Gegenstandes deutlich größer als bei einem herkömmlichen, vom Fahrrad getrennten Schloss, bei dem die Aufnahme an in herkömmlicher Weise an einem Ende des Stahlseils angebracht ist. So lassen sich mit dem erfindungsgemäßen Schloss ortsfeste Gegenstände von erheblichem Umfang wie etwa Laternenmasten, Bäume, etc. bequem umschlingen, um so das Fahrrad daran diebstahlsicher zu befestigen. Ein versehentliches Abhandenkommen des Schlosses ist ausgeschlossen. Es ist für einen potentiellen Dieb auch wenig attraktiv, das Stahlseil11 zu durchschneiden, um das Fahrrad zu stehlen, denn selbst wenn ihm dies gelingt, bleiben wenigstens der Schließkopf10 und die Abschlusshülse9 am Fahrrad zurück, die nur mit Mühe zu beseitigen sind und jeden Dritten darauf hinweisen, dass das Rad gestohlen ist. -
3 zeigt eine abgewandelte Ausgestaltung der Lenkerstange1 , bei der das linke Längsende2 durch einen aufgeschobenen Griff8 verschlossen ist. Um das Stahlseil11 aus der Lenkerstange1 herauszu ziehen, muss ein Benutzer es am anderen Längsende3 fassen können. Bei der Ausgestaltung der3 dient hierzu eine Hülse16 , deren Außenkontur die Lenkerstange1 und den rechten Griff8 über das Ende3 hinaus verlängert und den Schließkopf10 in einer axialen Durchgangsbohrung anliegend an einer Schulter17 aufnimmt. - Wenn ein Benutzer die Hülse
16 aus der Lenkerstange herauszieht, wird der Schließkopf10 von der Schulter17 mitgenommen. Wenn anschließend die Hülse16 an ihren in der Fig. dargestellten Platz zurückgesteckt wird, ist der Schließkopf10 frei zugänglich und kann gefasst werden, um das Stahlseil11 herauszuziehen und den Schließkopf10 in die Aufnahme13 einzuführen. - Eine andere, nicht in einer Figur dargestellte Möglichkeit wäre, den Schließkopf
10 mit einem umlaufenden Bund zu versehen, der ein vollständiges Einschieben in die Lenkerstange1 verhindert, so dass die Spitze des Schließkopfs jeder Zeit frei zugänglich ist. - Einer weiteren nicht dargestellten Abwandlung zufolge ist im Innern der Lenkerstange
1 eine Rückstellfeder untergebracht, z.B. in Form einer um das Stahlseil11 herum verlaufenden Schraubenfeder, die einerseits an der Abschlusshülse9 , andererseits dem Ring6 angreift und eine Rückstellkraft in Richtung des Endes02 auf die Abschlusshülse9 ausübt, so dass das Stahlseil, wenn der Schließkopf10 aus der Aufnahme13 gelöst wird, von der Rückstell kraft der Feder selbsttätig in die Lenkerstange1 zurückgezogen wird. - Eine solche Rückstellfeder würde es auch erlauben, das eine gewisse Eigensteife aufweisendes Stahlseil
11 durch eine Gliederkette zu ersetzen.
Claims (13)
- Zweirad, dadurch gekennzeichnet, dass ein verformbarer Bügel (
9 ,10 ,11 ) eines Schlosses zum Sichern des Zweirades in einem tragenden Rohr (1 ) des Zweirades herausziehbar aufgenommen ist. - Zweirad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügel (
9 ,10 ,11 ) aus einem offenen Längsende (3 ) des Rohrs herausziehbar (1 ) ist. - Zweirad nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügel (
9 ,10 ,11 ) aus dem Rohr (1 ) bis zu einem Anschlag herausziehbar ist. - Zweirad nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügel (
9 ,10 ,11 ) an seinem herausziehbaren Ende einen Schließkopf (10 ) trägt und dass eine Aufnahme (13 ) , in der der Schließkopf (10 ) einführbar und verriegelbar ist, in einer Entfernung von 25-75% der Länge des Bügels (9 ,10 ,11 ) von dem Längsende (3 ) des Rohrs (1 ) angeordnet ist. - Zweirad nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag definiert ist durch die Berührung einer Verdickung (
9 ) des Bügels (9 ,10 ,11 ) und eines Engpasses (6 ) des Rohrs (1 ) . - Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügel (
9 ,10 ,11 ) bis auf den Schließkopf (10 ) in dem Rohr (1 ) versenkbar ist. - Schloss nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügel (
9 ,10 ,11 ) einschließlich des Schließkopfs (10 ) in dem Rohr (1 ) versenkbar ist und ein vom Schließkopf (10 ) abgewandtes Ende (9 ) des Bügels im versenkten Zustand an einem zweiten Ende (2 ) des Rohrs (1 ) zugänglich ist. - Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der flexible Bügel (
9 ,10 ,11 ) ein Drahtseil (11 ) oder eine Gliederkette umfasst. - Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (
1 ) im Innern wenigstens lokal mit einem schwingungsdämpfenden Material (4 ,5 ) ausgekleidet ist. - Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (
1 ) eine Lenkerstange (1 ) oder Teil eines Lenkers des Zweirades ist. - Schloss nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme an einem Vorbau (
12 ) des Lenkers angeordnet ist. - Als tragender Bestandteil eines Zweirades vorgesehenes Rohr (
1 ), dadurch gekennzeichnet, dass ein verformbarer Bügel (9 ,10 ,11 ) eines Schlosses zum Sichern des Zweirades in dem Rohr (1 ) des Zweirades herausziehbar aufgenommen ist. - Rohr nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass es als eine Lenkerstange (
1 ) oder Teil eines Lenkers für ein Zweirad ausgebildet ist.
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-
2003
- 2003-11-19 DE DE20317845U patent/DE20317845U1/de not_active Expired - Lifetime
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