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"Fahrbare Vorrichtung mit zwei Heißluftlanzen
zum Reinigen, Schmelzen und Verbreitern von Fugen oder Risserf
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Stand der Technik
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Die Neuerung betrifft in erster Linie
eine fahrbare Vorrichtung zum Reinigen, Schmelzen und Verbreitern
von Fugen oder Rissen vor dem Ausgießen mit thermoplastischem Materialgemäß Schutzanspruch
1.
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Im Straßenbau werden in eine Straßendecke eingeschnittene
oder eingefräste
Fugen mit Vergussmasse ausgefüllt.
Weiterhin müssen
Risse, die aufgrund von Witterungseinflüssen Spannungen oder Setzungen
entstanden sind, mit dauerelastischer Vergussmasse ausgefugt werden,
um die Straßendecke
vor weiterer Schädigung
zu bewahren.
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Beispielsweise ist aus der
DE 36 12 685 C1 der
Anmelderin ein Handgerät
zum Reinigen, Schmelzen und Verbreitern von Fugen oder Rissen in Asphaltstraßendccken,
eine so genannte Heißluftlanze,
bekannt. Die Heißluftlanze
weist einen Wagen auf, an dem ein zur Atmosphäre hin offenes Mantelgehäuse angebracht
ist, das straßendeckenseiig eine
verjüngte
Austrittsöffnung
aufweist. Vor der Eintrittsoffnung in das Mantelgehäuse ist
ein atmosphärischer
Brenner angeordnet, dessen Flammen auf eine durch das Mantelgehäuse geführte Rohrspirale gerichtet
sind, der Pressluft zugeführt
wird. Die Druckluft wird der Rohrspirale über eine am Wagen angebrachte
feste Zuleitung zugeführt,
die an einer fexiblen, zu einem Kompressor führenden Zuleitung angeschlossen
ist. Die feste Zuleitung für
die Druckluft kann zugleich als Bedienungshandgrifffür die Heißluftlanze
ausgebildet sein, aus dem das obere Ende der Rohrspirale angeeigneter
Stelle herausgeführt
ist. Die Zuleitungen für
Brennstoff bzw. Druckluft weisen an reicht zugänglicher Stelle Absperrventile auf
Brennnstoff-Vorratsbehälter
und Kompressor befinden sich auf einem mitfahrenden Lastkraftwagen. Die
Rohrspirale ist mit der Austrittsöffnung ihres geradling verlaufenden
Endstücks
bis nahe an die verjüngte
Austrittsöffnung
des Mantelgehäuses
herangeführt,so
dass getrennte Heißluftausgänge für die Pressluft
und das Gas-Frischluft Gemisch vorgesehen sind. Beim Betrieb der
Heißluftlanze
wird der ausströmende
dünne Pressluft-Heißstrahl
direkt auf die auszubessernde Fuge gerichtet, bläst diese frei von Fremdkörpern und
lässt das
Bitumen in der Fugeschmelzen. Gleichzeitig reißt der ausströmende dünne Pressluft-Heißstrahl
aber auch eine ausreichende Menge des heißen Gas-Frischluft-Gemischs aus
dem Mantelgehäuse
mit, ist also von einem heißen
Ringstrahl geringerer Stromungsgeschwindigkeit umgeben, der für ein breites
Abschmelzen des Bitumens an den beiden Fugenrändern sorgt. Derart vorbehandelte
Fugen lassen sich in einem unmittelbar oder ggf. auch später nachfolgenden
Arbeitsgang zuverlässig
mit dauerelastischer Vergussmasse ausfüllen.
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Schließlich ist aus der nicht vorveröffentlichen
DE 103 40 051.6 der Anmelderin eine Vorrichtung zum Reinigen, Schmelzen
und Verbreitern von Fugen oder Rissen und Ausgießen mit thermoplastischem Material
bekannt, welche aufweist:
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- – einen
auf einem Fahrgestell angeordneten Schmelzkocher mit
- – einem
Behälter
als Kocherraum, an dessen doppelwandigen Boden nach unten eine Heizkammer ausgeformt
ist und dessen aufklappbarer Deckel mindestens eine Öffnung aufweist,
- – einem
in der Heizkammerangeordneten Großflächenbrenner und
- – ein
im Behälters B angeordnetes
Rührwerk
- – einen
auf dem Fahrgestell außerhalb
des Schmelzkochers befestigten Motor, welcher einen Kompressorantreibt
und
- – eine
an den Kompressor angeschlossene Heißluftlanze deren Austrittsöffnung für den Pressluft-Heißstrahl
in die Öffnung
des Schmelzkochers einführbarist.
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Eine weitere in der
DE 103 40 051.6 beschriebene alternative
Vorrichtung weist auf:
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- – einen
auf der Ladefläche
eine Kraftfahrzeuges befestigbaren Schmelzkocher mit
- – einem
Behälter
mit ohne Isolierung,
- – einem
im Behälter
angeordneten Kocherraum, welcher aus einem trommelförmigen Einsaiz
und einem daran seitlich sich anschließenden Ausgussbehälter mit
schrägen
Boden besteht, wobei der Boden des trommelförmigen Einsatzes und der Boden
des Ausgussbehälters
zum Boden des zylindrischen Behälrets
eine Heizkammer und die auf der dem Ausgussbehälter gegenüberliegende Seitenwand eine
ringförmige
Abluftleitkammer ausbildet,
- – einem
in der Heizkammer angeordneten, höhenverstellbaren Großflächenbrenner,
- – ein
im Boden des Einsatzes gelagertes Rührwerk und
- – einem
oberhalb an der Achse des Rührwerks gelagerten
Rost, wobei sich die Abluftleitkammer oberhalb des Rostes in den
trommelförmigen
Einsatz erstreckt, einen auf der Ladefläche außerhalb des Schmelzkoders befestigbaren
Motor, welcher einen Kompressor antreibt und
- – eine
an den Kompressor angeschlossene Heißluftlanze.
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Die Vorrichtung gemäß der DE
103 40 051.6 ist bestens für
kleine Ausbesserungsarbeiten im Straßenbau geeignet, wo besondere
Anforderungen an Verfügbarkeit,
geringen Energieeinsatz, Wendigkeit, Robustheit und einfache Bedienbarkeit
(auch durch das verhältnismäßig geringe
Gewicht von 20 kg bis 100 kg ohne Gasflaschen) bestellt werden.
Sie ermöglicht
dem Benutzer eine einfache und zugleich sichere Bedienung, da er
sich sowohl durch direkte Sichtkontrolle jederzeit vom ordnungsgemäßen Betrieb überzeugen
kann, als auch die Möglichkeit
zur manuellen Steuerung besteht. Andererseits hat sich in der Praxis
herausgostellt, dass eine leistungstärkere Heißluftlanze von Vorteil ist,
um Risse, Fugen schneller zu bearbeiten zu können und um Haarrisse oder
breite Risse gleichermaßen
für den
Risseverguß vorbereiten
zu können.
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Problem
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Der Neuerung liegt gegenüber den
bekannten Vorrichtung zum Reinigen, Schmelzen und Verbreitern von
Fugen oder Rissen die Aufgabe zugrunde, diese derart auszugestalten,
dass eine konstruktiv einfache und kleine Vorrichtung zur Verfügung gestellt
wird, mit welcher schnell und mit vergleichsweise geringem Energieaufwand
Fugen oder Risse bearbeitet und vorbereitet werden kann
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Erfindung
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Dieses Problem wird, ausgehend von
einer Vorrichtung gemäß der nicht
vorveröffenilichten
DE 103 40 451.6, dadurch gelöst,dass
diese aufweist:
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- –ein
Fahrgestell (F) mit Schiebebügel(S),
- – einen
auf dem Fahrgestell (F) befestigten oder außerhalb
angeordneten Motor, welcher einen Kompressor antreibt, und einen
Brennstoff-Vorratsbehälter
und
- – zwei
an den Kompressor und den Brennstof-Vorratsbehälter angeschlossene und miteinander
verbindbare Heßluftlanzen
(HL1, HL2), derart, dass deren Austrittsöffnungen
(HLÖ 1 und HLÖ 2)
für den
Pressluft-Heißstrahl
spiegelbildlichaufeinander zugerichtet sind.
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Vorteilhafte Wirkungen der Erfindung
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Der neuerungsgemäße Vorrichtug weist den Vorteil
auf, dass auf überraschend
einfache und kostengünstige
Art und Weise eine leistungsstarke Kombination aus zwei Heißlufthanzen
zu Verfügung
steht, mit welcher Risse, Fugen gleichmäßig und ohne lokale Überhitzung
und dennoch schnell bearbeitet werden können und bei der ein vergleichsweise
geringer Energieaufwand erforderlich ist. Wie Versuche gezeigt haben,
sorgt der aufeinander zu gerichtete Blasdruck nämlich für eine entsprechende Verwirbelung über eine
größere Fläche, so
dass der für
diese Fläche
erforderliche Energieaufwand insgesamt geringer ist, als dieser
mit einer einzigen Heißluftlanze erforderlich
ist. Weiterhin ermöglicht
die neuerungsgemäße Vorrichtung
aufgrund der hohen Beweglichkeit beispielsweise ein einfaches Nachführen von
wilden Rissen in der Straßendecke,
Schließlich
weist die neuerungemäße Vorrichtung
den Vorteil auf, dass eine kompakte Bauweise mit kurzen Wegen des
Förderstroms
und damit ausreichend hohem Blasdruckermöglicht wird
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Weitere Ausgestaltungen der Erfindung
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In Weiterbildung der Neuerung sind,
gemäß Schutzanspruch
2, Mittel zum Verschieben der Heißluftlanzen relativ zum Fahrgestell
und Mittel zum Feststellen oder Arretierenin der gewünschten
Position vorgesehen.
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Diese Weiterbildung der Neuerung
weist den Vorteil auf, dass dem Benutzer eine einfache und zugleich
sichere den jeweiligen Anforderungen gerecht werdende Bedienung
ermöglicht
wird, da er sich durch direkte Sichtkontrolle jederzeit vom ordnungsgemäßen Betrieb überzeugen
kann
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In Weiterbildung der Neuerung sind,
gemäß Schutzanspruch
3, Mittel zur Schwenken oder Drehen der Heißluftlanzen relativ zum Fahrgestell
und Mittel zum Feststellen oder Arretierenin der gewünschten
Position vorgesehen.
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Diese Weiterbildung der Neuerung
weist den Vorteil auf, dass die Freiheitsgrade zur gewünschten Einstellung
für den
Benutzer weiter vergrößert werden,
Insbesondere ist die Neuerung zur Bearbeitung von breiten Rissen,
Fugen und zur Flächentrocknung bestens
geeignet.
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In Weiterbildung der Neuerung weist,
gemäß Schutzanspruch
4, die Heißluftlanze
mindestens drei Rohrspiralen derat auf, dass eine dickere zentral
geführte
Rohrspirale länger
ist als die zwei koaxial hierzu geführten dünneren Rohrspiralen.
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Der dicke Druckluft-Heißstrahl
wird geradlinig durch die verjüngte
Austrittsöffnung
ausgeblasen und direkt auf das Innere der auszubessernden Fuge gerichtet,
um diese von den darin befindlichen Fremdkörpern zu reiniger, Dieser Druckluft-Heißstrahl
ist ringsum von einem Wirbel der beiden dünnen Druckluft-Heißstrahle
und einem Strahl des Gas-Frischluft-Gemischs geringerer Strömungsgeschwindigkeitumgebn,
wodurch trotz der erzielbaren hohen Temperatur der Energieverbrauch
gering ist. Damit wird zuverlässig
ein breites Abschmelzen der beiden Fugeuränder ermöglicht, so dass vor dem Verfugen
mit Vergussmasse kein Voranstrich erforderlich ist und trotzdem
eine zuverlässige
Haftung derselben erzielt wird. Die Temperaturen und die Ausströmgeschwindigkeiten
der beiden Arbeitsgase, Heißluftstrahl
aus Druckluft und der diesen umgehende Strahl aus dem gasförmigen Brennstoff
samt angesaugter Frischluft lassen sich mittels der Absperrventile
in gewissen Grenzen regulieren bzw. optimal aufeinander abstimmen.
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Darstellung der Erfindung
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Weitere Vorteile und Einzelheiten
lassen sich der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen
der Erfindung unter Bezugnahme auf die einzige Zeichnung entnehmen.
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Die in 1 in
Seitenansicht und teilweise im Schnitt dargestellte Vorrichtung
zum Reinigen, Schmelzen und Verbreitern von Fugen oder Rissen weist
eilt Fahrgesteil F mit Schiebebügel S, einen auf dem
Fahrgestell F befestigten oder außerhalb angeordneten Motor,
welcher einen Kompressor arntreibt und einen Brennstoff-Vorratsbehälter und
zwei an den Kompressor und den Brennstoff-Vorratsbehälter angeschlossene
und miteinander verbindbare Heißluftlanzen HL1, HL2 auf
Die Austrittsöffnungen HLÖ 1, HLÖ 2 für den Pressluft-Heißstrahl
sind spiegelbildlichaufeinander zu gerichtet
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Weiterhin sind Mittel zum Verschiebenl VS der
Heißluftlanzen HLÖ 1, HLÖ 2 relativ
zum Fahrgestell F und Mittel zum Feststellen oder Arretieren
in der gewünschten
Position vorgesehen. Vorzugsweise wird als Mittel VS ein
Schlitten und zur Befestigung eine Stellschraube benutzt.
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Weiterhin sind Mittel zur Schwenken
oder Drehen SC der Heißluftlanzen HLÖ 1 , HLÖ 2 relativ zum
Fahrgestell F und Mittel zum Feststellen oder Arretieren
in der gewünschten
Position vorgesehen.
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Vorzugsweise weisen die Heißtuftlanzen HL1, HL2 mindestens
drei Rohrspiralen derart auf dass eine dickere zentral geführte Rohrspirale
länger ist
als die zwei koaxial hieru geführten
dünneren Rohrspiralen.
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Schließlich sind die Heißluftlanzen HL1, HL2 über eilten
regelbaren Doppelanschluss an eine gemeinsame Gasflasche mit Brennstoff
angeschlossen.
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Alle dargestellten und beschriebenen
Ausführungsmöglichkeiten,
sowie alle in der Beschreibung und/oder der Zeichnung offenbarten
neuen Einzelmerkmale und ihre Kombination untereinander,sind erfindungswesentlich.
Beispielsweise kann anstelle eines Schiebebügels ein abwinkelbarer Handgriffbenutzt
werden, die Heißluftlanzen
und das Fahrgestell können
in der Längsrichtung
um eilten Winkel zueinander verschwenkbar sein; der Ausblasbereich
der Heißluftlanze
kann als Schwanenhals ausgestaltet werden usw..