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Stand der Technik
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Die Neuerung betrifft einen Vergusskocher mit einem stufenlos regelbaren hydraulischen Fahrantrieb gemäß dem Schutzanspruch 1.
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Um die Straßendecke vor Schädigung zu bewahren müssen Risse, die aufgrund von Witterungseinflüssen, Spannungen oder Setzungen entstanden sind, mit dauerelastischer Vergussmasse ausgefugt werden. Für die Reparatur und das Sanieren von Straßen kommen - bei geeigneter Unterlage - je nach Erfordernis folgende Arbeitsverfahren in Frage:
- 1. Anspritzen und Absplitten (besonders geeignet bei rauen bzw. porösen Oberflächen, bei Splittausbrüchen und Materialverlust).
- 2. Aufbringen von bituminösen Schlämmen und Porenfüllmassen (besonders geeignet bei rauen bzw. porösen Oberflächen, bei Splittausbrüchen und rauhen und rissigen Nahtbereichen).
- 3. Ausbessern mit Asphalt-Mischgut (besonders geeignet bei Abrieb und Schlaglöchern sowie bei Ebenheitsmängeln und verminderter Griffigkeit).
- 4. Verfüllen und Vergießen (besonders geeignet bei Nahtschäden, offenen Fugen und Brüchen in der Oberfläche).
- 5. Aufrauen (besonders geeignet bei verminderter Griffigkeit).
- 6. Abfräsen von Unebenheiten (besonders geeignet bei Schub- und Verformungsschäden und sonstigen Ebenheitsmängeln).
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Bezogen auf die einzelnen Arbeitsverfahren kommt, insbesondere für die Reparatur (Vorbehandlung, Vergießen von Fugen und Rissen Spritzen und Splitten) von Asphaltstraßen, eine Vielzahl von technischen Arbeitsmitteln zum Einsatz, wie
- • Maschinen für die Fugenpflege,
- • Fugenvergussmaschinen,
- • Rührwerkskocher,
- • Spritzmaschinen,
- • Splittstreugeräte.
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Um in Asphaltdecken Fugen, offene Nähte und klaffende Risse mit Fugen-Vergussmassen füllen zu können, ist eine Vorbehandlung, bestehend aus einer oder mehreren der folgenden Einzelleistungen, nötig:
- • Aufschneiden bzw. Ausfräsen der Fugen,
- • Entfernen der losen Teilchen an den Fugenflanken,
- • Thermische Behandlung mit Ausblasen, Trocknen und Anschmelzen der Fugenflanken,
- • Evtl. Behandlung mit Voranstrich.
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Für die aufgeführten Aufgaben stehen u. a. folgende technische Arbeitsmittel zur Verfügung:
- • Fugenbürsten,
- • Fugenfräsen,
- • Heißluftgeräte, auch Heißluftlanzen genannt,
- • Hand-Vergussgeräte,
- • Rührwerkskocher,
- • Vergussmaschinen,
- • Spritzmaschinen mit Handpumpe oder motorisch angetriebener Pumpe,
- • Reparaturzüge und Oberflächen-Verlegemaschinen,
- • Splitt-Streugeräte.
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Gemäß der vorstehenden Auflistung stehen für jede dieser Aufgaben entsprechend angepasste technische Arbeitsmittel zur Verfügung um insbesondere die im Straßenbau in eine Straßendecke eingeschnittene oder eingefräste Fugen mit Vergussmasse ausgefüllt. Gleichfalls müssen Risse, die aufgrund von Witterungseinflüssen, Spannungen oder Setzungen entstanden sind, mit dauerelastischer Vergussmasse ausgefugt werden, um die Straßendecke vor weiterer Schädigung zu bewahren. Zum Schmelzen von Gussasphalt oder thermoplastischen Straßenmarkierungsmaterial sind sogenannte Schmelzkocher bekannt. Als Beispiele hierfür kann auf den in der
DE 298 05 978 U1 oder dem G
89 08 153.6 des Anmelders beschriebenen Schmelzkocher hingewiesen werden.
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Weiterhin ist aus der
DE 36 12 685 C1 des Anmelders ein Handgerät zum Reinigen, Schmelzen und Verbreitern von Fugen oder Rissen in Asphaltstraßendecken, eine so genannte Heißluftlanze für den Einbau „Heiß in heiß“ bekannt.
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Eine Vorrichtung mit Heißluftlanze und Schmelzkocher zum Reinigen, Schmelzen und Verbreitern von Fugen oder Rissen und Ausgießen mit thermoplastischem Material ist aus der
DE 103 40 051 B4 des Anmelders bekannt.
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Weiterhin ist aus der
DE 36 19 328 A1 des Anmelders eine Vorrichtung zum Vergießen von Fugen in Asphalt und Betonstraßendecken mit einen auf einem fahrbaren Untersatz angebrachten Trichter bekannt, bei der sich unter einem Vergusstrichter ein hängend angebrachter Ziehschuh befindet, der sich durch seine Beweglichkeit jeder Unebenheit in der Straßendecke anpasst.
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In Weiterbildung hierzu ist aus dem
DE 89 00 929 U1 des Anmelders ein beheizbares Vergussgerät zum Vergießen von Fugen oder Rissen in Straßendecken mit dauerelastischer thermoplastischer Vergussmasse bekannt, welches einen einachsigen, mit einer Führungsstange versehenen Wagen, auf dem beidseits der Radachse ein Vergusstrichter bzw. eine Gasflasche zur Beheizung des Vergusstrichters angeordnet ist, aufweist und bei dem der Auslauf des Vergusstrichters sich von einem vom Haltegriff der Führungsstange her über ein Gestänge betätigbaren Auslaufventil öffnen bzw. verschließen lässt. Im Einzelnen greift das Betätigungsgestänge für den Verschluss des Auslaufventils durch den Vergusstrichter, welcher auf der dem Haltegriff der Führungsstange zugewandten Seite der Radachse angeordnet ist und welcher mit seinem freien Auslauf aus der Spurweite der Räder herausgeführt ist. Schließlich ist die Gasflasche auf der dem Haltegriff der Führungsstange abgewandten Seite der Radachse angeordnet.
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In Weiterbildung hierzu ist aus dem
DE 89 11 259 U1 des Anmelders ein fahrbarer Schmelzkocher für thermoplastische dauerelastische Vergussmasse zum direkten Vergießen von Fugen oder Rissen in Straßendecken mit einem Vergussmassenbehälter und einer Gasflasche, die auf einem mit einer Führungsstange versehenen Wagen aufgenommen sind, und mit einem im Vergussmassebehälter befindlichen Kessel bekannt, der von wenigstens einem Gasbrenner von unten beheizt wird und dessen Auslass von der Bedienungsseite des Wagens her geöffnet bzw. wieder verschließbar ist. Im Einzelnen ist vorgesehen, dass der Wagen einachsig ist, dass der Vergussmassebehälter auf der dem Haltegriff der Führungsstange abgewandten Seite der Radachse angeordnet ist und mit seinem Auslaufventil an die Spurweite der Räder herangeführt ist und dass die Gasflasche auf der dem Haltegriff der Führungsstange zugewandten Seite der Radachse angeordnet ist.
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Weiterhin ist aus dem
DE 10 2006 022 902.9 des Anmelders ein fahrbares Gerät zum Aufbringen von Material auf Oberflächen, insbesondere zur Asphalt- und/oder Fugenreparatur, bekannt. Im Einzelnen weist das Gerät:
- • einen auf einem einachsigen Fahrgestell angeordneten, offenen oder mit Deckel verschließbaren Behälter mit einem Auslass,
- • ein am Behälter angeordnetes oder im Behälter oder im Deckel des Behälters einbringbares Gefäß,
- • eine am Fahrgestell gelagerte Führungsstange,
- • einen auf dem Fahrgestell angeordneten Brennstoff-Vorratsbehälter, an welchem mittels Gaszuleitung ein Brenner angeschlossen ist und
- • einen auf dem Fahrgestell angeordneten Motor zum Antrieb eines im Behälter angeordneten Rührwerks,
auf, so dass durch den Benutzer bei geöffnetem Auslass ein Materialausfluss aus dem Behälter auf die Oberfläche bewirkt wird. Das Gerät weist den Vorteil einer Doppelnutzung des Brenners, einerseits zum Erhitzen der Heißvergussmasse im Gefäß bzw. Warmhalten der Heißvergussmasse im Behälter und andererseits zum Erhitzen der zu reparierenden/ausgebürsteten Stelle auf. Weitere Vorteile sind die leichte Verfahrbarkeit am Einsatzort - gerade für den Fall der Ausbesserungsarbeiten - und dass das Gerät auf einem Hänger gefahren und zum Einsatzort transportiert werden kann. Weiterhin ist das Gerät witterungsunabhängig einsetzbar und ermöglicht Arbeiten auch bei feuchten Wetterlagen; dadurch werden Ausfallzeiten auf ein Minimum reduziert. Somit eignet sich das Gerät bestens für viele Ausbesserungsarbeiten, insbesondere dem Ausfüllen von Schlaglöchern und Fugen im Straßenbau, wo besondere Anforderungen an Verfügbarkeit, geringen Energieeinsatz, Wendigkeit, Robustheit und einfache Bedienbarkeit gestellt werden.
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Weiterhin ist aus dem
DE 203 16 418 U1 des Anmelders eine fahrbare Vorrichtung bekannt, welche ein Fahrgestell mit Schiebebügel, einen auf dem Fahrgestell befestigten oder außerhalb angeordneten Motor, welcher einen Kompressor antreibt, und einen Brennstoff-Vorratsbehälter sowie zwei an den Kompressor und den Brennstoff-Vorratsbehälter angeschlossene und miteinander verbindbare Heißluftlanzen aufweist. Die Austrittsöffnungen für den Pressluft-Heißstrahl sind spiegelbildlich aufeinander zu gerichtet. Weiterhin sind Mittel zum Verschieben der Heißluftlanzen relativ zum Fahrgestell und Mittel zum Feststellen oder Arretieren in der gewünschten Position sowie Mittel zur Schwenken oder Drehen der Heißluftlanzen relativ zum Fahrgestell und Mittel zum Feststellen oder Arretieren in der gewünschten Position vorgesehen. Vorzugsweise weisen die Heißluftlanzen mindestens drei Rohrspiralen derart auf, dass eine dickere zentral geführte Rohrspirale länger ist als die zwei koaxial hierzu geführten dünneren Rohrspiralen. Schließlich sind die Heißluftlanzen über einen regelbaren Doppelanschluss an eine gemeinsame Gasflasche mit Brennstoff angeschlossen.
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Weiterhin ist aus der
DE 103 40 051 B4 des Anmelders eine Vorrichtung mit Heißluftlanze und Schmelzkocher zum Reinigen, Schmelzen und Verbreitern von Fugen oder Rissen und Ausgießen mit thermoplastischem Material bekannt. Um das thermoplastische Material schonend und schnell und mit vergleichsweise geringem Energieaufwand zu erwärmen und zu schmelzen, welches dann in einem Arbeitsgang das Reinigen, Schmelzen und Verbreitern von Fugen oder Rissen und Ausgießen dieser Fugen oder Risse ermöglicht, ist dabei vorgesehen, dass die Vorrichtung aufweist:
- • einen auf einem Fahrgestell angeordneten Schmelzkocher mit:
- • einem Behälter als Kocherraum, an dessen doppelwandigen Boden nach unten eine Heizkammer ausgeformt ist und dessen aufklappbarer Deckel mindestens eine Öffnung aufweist,
- • einem in der Heizkammer angeordneten Großflächenbrenner und
- • ein im Behälter angeordnetes Rührwerk,
- ➣ einen auf dem Fahrgestell außerhalb des Schmelzkochers befestigten Motor, welcher einen Kompressor antreibt und
- ➣ eine an den Kompressor angeschlossene Heißluftlanze, deren Austrittsöffnung für den Pressluft-Heißstrahl in die Öffnung des Deckels einführbar ist.
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Weiterhin ist aus der
DE 10 2005 003 738 A1 des Anmelders eine fahrbare Vorrichtung mit Brenner und Pressluft zum Reinigen, Schmelzen und Verbreitern von Fugen oder Rissen bekannt, welche aufweist:
- • ein Fahrgestell mit Mitteln zum Schieben oder Ziehen,
- • einen auf dem Fahrgestell befestigten oder außerhalb angeordneten Motor, welcher einen Kompressor antreibt, und einen Brennstoff-Vorratsbehälter,
- • mindestens einen mittels Gaszuleitung an den Brennstoff-Vorratsbehälter angeschlossenen Brenner und
- • einen im wesentlichen rohr- oder trichterförmigen Brennervorsatz, welcher einen über eine Druckluftzuleitung an den Kompressor angeschlossenen und im Brenngasstrom liegenden Druckluftverteiler mit mindestens zwei Ausblasöffnungen aufweist,
derart, dass der Abstand zwischen Druckluftverteiler und Austrittsöffnung des Brenners zur Erzeugung einer blauen Gasflamme einstellbar ist. Alternativ weist die Vorrichtung auf: - • ein Fahrgestell mit Mitteln zum Schieben oder Ziehen,
- • einen auf dem Fahrgestell befestigten oder außerhalb angeordneten Motor, welcher einen Kompressor antreibt, und einen Brennstoff-Vorratsbehälter,
- • mindestens einen mittels Gaszuleitung an den Brennstoff-Vorratsbehälter angeschlossenen Brenner und
- • einen im wesentlichen rohr- oder trichterförmigen Brennervorsatz, welcher eine im Brenngasstrom liegende, am freien Ende eine Düse aufweisende Druckluftzuleitung und einen davor angeordneten, rohrförmigen Druckluft-/Gasverteilereinsatz aufweist,
derart, dass die erwärmte Druckluft die Gasflamme ansaugt, wodurch eine blaue Gasflamme erzeugt wird. Alternativ weist die Vorrichtung auf: - • ein Fahrgestell mit Mitteln zum Schieben oder Ziehen,
- • einen auf dem Fahrgestell befestigten oder außerhalb angeordneten Motor, welcher einen Kompressor antreibt, und einen Brennstoff-Vorratsbehälter,
- • mindestens einen mittels Gaszuleitung an den Brennstoff-Vorratsbehälter angeschlossenen Brenner und
- • einen im wesentlichen rohr- oder trichterförmigen Brennervorsatz, welcher eine im Brenngasstrom liegende, am freien Ende eine Düse aufweisende Druckluftzuleitung und ein davor angeordnetes, einen kleineren Durchmesser aufweisendes Rohr aufweist,
derart, dass der Abstand zwischen Düse und zweitem Rohr zur Erzeugung einer blauen Gasflamme einstellbar ist.
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Beim Straßenbau werden Straßen und Wege aus verschiedenen Materialien wie Asphalt, Beton, Pflaster, Großformate oder aus ungebundenem Material (beispielsweise Schotter) hergestellt (Deckschicht und Tragschicht). Die Herstellung erfolgt dabei bei größeren Baumaßnahmen mit einem Straßenfertiger bei Asphaltstraßen bzw. mit einem Betonfertiger bzw. Gleitschalungsfertiger bei Betonstraßen. Kleine Baumaßnahmen und Reparaturen werden oft manuell ausgeführt.
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Wichtige Punkte beim Straßenbau sind:
- • Wahl der eingesetzten Maschinen,
- • Wahl des eingebauten Materials,
- • Beachtung der Umweltbedingungen (Temperatur, Regen etc.),
- • ausreichende Verdichtung bei der richtigen Asphalttemperatur.
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Wie die vorstehende Würdigung des Standes der Technik aufzeigt, sind unterschiedlich ausgestaltete Geräte und mobile Anlagen für einzelne oder mehrere Arbeitsverfahren bekannt. Die zwei häufigsten in der Praxis verwendeten Geräte um den Fugenverguß auf der Baustelle mit einem Schlauchsystem zu realisieren sind folgende:
- Die erste ist einen Kocher auf ein Trägerfahrzeug aufzubauen. Das bedeutet der Vergusskocher ist stationär und wird mittels des Trägerfahrzeugs (LKW, Anhänger usw.) auf der Baustelle bewegt. Diese Art ist sehr ungünstig, da die zu vergießende Person mit dem Fahrer des Trägerfahrzeugs kommunizieren muss. Über die Entfernung gestaltet sich das vor allem in geräuschbelasteter Umgebung problematisch und erfordert eine sorgfältige Arbeitsweise und ein gut eingespieltes Team auf der Baustelle.
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Die zweite Art des Schlauch- bzw. Lanzenverguß ist ein selbstfahrender Anhänger, der auf der Baustelle vom Zugfahrzeug abgekoppelt wird und dann durch einen Bediener selbstständig auf der Baustelle bewegt werden kann, wie dies in der nicht veröffentlichten Patentanmeldung des Anmelders
DE 10 2024 001 092.0 beschrieben ist. Hierbei ist die Kommunikation gut, da der Vergießer in der Nähe des Fahrers arbeitet. Nachteilig sind die hohen Kosten in der Anschaffung. Demgemäß fehlt in der Praxis ein kostengünstiges mobiles Gerät zur Fugenverfüllung und -reparatur, welches gleichermaßen für kleinere und mittlere Baumaßnahmen geeignet ist, die Arbeit für den Anwender erleichtert und einfach zu transportieren ist. Besonders bedeutsam ist dies, weil die Straßenbaumaschinenindustrie als fortschrittliche, entwicklungsfreudige Industrie anzusehen ist, die schnell Verbesserungen und Vereinfachungen aufgreift und in die Tat umsetzt.
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Problem
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Der Neuerung liegt gegenüber den bekannten Geräten die Aufgabe zugrunde, diese derart weiterzuentwickeln, dass dem Benutzer ein zum Transport und im Betrieb einfach zu handhabendes Gerät zur Asphalt- und/oder Fugenreparatur zur Verfügung gestellt wird.
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Lösung
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Dieses Problem wird, gemäß Schutzanspruch 1, dadurch gelöst, dass der Vergusskocher aufweist:
- • ein Fahrgestell, welches mindestens drei Räder aufweist,
- • ein Hebewerk zum Anheben und Absenken der Räder,
- • einen Fahrantrieb für mindestens ein Rad,
- • eine Lenkung für mindestens ein Rad und
- • einen Aufschmelzkocher mit Förderpumpe
derart, dass im Fahrbetrieb der Benutzer den Vergusskocher zur Fugenreparatur steuert und lenkt.
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Vorteilhafte Wirkungen der Neuerung
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Die neuerungsgemäße Vorrichtung ermöglicht einen autarken und mobilen Fugenverguß auf der Baustelle. Über den (Selbst-) Fahrantrieb kann die Vorrichtung einfach verladen werden. Durch das liftbare Fahrwerk/Fahrgestell kann die Vorrichtung am Verladeort einfach abgesenkt werde und steht dann auf dem Fahrgestell. Auf der Baustelle ist die Vorrichtung selbstfahrend und genauso wie ein Vergussanhänger einsetzbar. Überdies ist die extrem kompakte Bauweise und das geringe Eigengewicht ein großer Vorteil, da die Vorrichtung in LKW's oder Transportern sowie Anhängern einfach transportiert werden kann. Insbesondere zum Verladen des Geräts oder beim Überfahren von Hindernissen wie Bordsteinen oder ähnlichem, kann ein oder zwei oder drei Räder nach unten gefahren werden, so dass sich der Bodenabstand unter dem Fahrgestell erhöht.
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Weitere Ausgestaltungen der Erfindung
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In Weiterbildung der Neuerung ist, gemäß Schutzansprüche 2 und 3, die Lenkung als Lenkrad ausgestaltet, welches seitlich am Vergusskocher angeordnet und welches über ein Lenkgetriebe mindestens ein Rad verschwenkt, wobei das Fahrgestell zwei, koaxial im Abstand zueinander angeordnete Räder aufweist und das dritte Rad lenkbar ist.
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Diese neuerungsgemäße Weiterbildung weist den Vorteil auf, dass ein flexibles und schnelles Lenkverhalten auf der Baustelle realisiert wird, so dass diese auch für die kostengünstige schnelle Reparatur von „wilden“ Rissen einsetzbar ist. Weiterhin ist von Vorteil, dass der Benutzer nicht in der Fahrspur sondern seitlich neben dem Vergusskocher steht (verringertes Sicherheitsrisiko) und gefahrlos das Vergießen der Fuge bzw. den Riss beobachten kann.
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In Ausgestaltung der Neuerung, gemäß Schutzanspruch 4, weist das Hebewerk, der Fahrantrieb und die Förderpumpe hydraulisch betriebene und am Fahrgestell gelagerte Hydraulikzylinder auf.
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Diese neuerungsgemäße Ausgestaltung weist den Vorteil auf, dass mittels der Hydraulikzylinder die Anforderungen im rauen Betrieb erfüllt werden. Insbesondere zum Verladen des Vergusskochers oder beim Überfahren von Hindernissen wie Bordsteinen oder ähnlichem kann dieser hydraulisch angehoben werden, so dass sich der Bodenabstand unter dem Vergusskocher erhöht. Durch die zusätzliche Bodenfreiheit wird das Verladen des Vergusskochers über sehr steile Auffahrrampen und auch der Fugenverguß bei Fahrbahnsteigung ermöglicht. Insbesondere kann dadurch der Füllstand im Aufschmelzkocher zur Horizontalen hin korrigiert werden. Bei Erreichen der gewünschten Position, werden die Hydraulikzylinder mittels eines Sperrventils auf dieser Position gehalten.
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In Weiterbildung der Neuerung ist, gemäß Schutzanspruch 5 das Fahrgestell aus Rohrrahmen aufgebaut.
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Diese neuerungsgemäße Weiterbildung weist den Vorteil auf, dass das Fahrgestell kostengünstig aufbau- und erweiterbar ist und ermöglicht eine kompakte und robuste Bauweise, woraus eine höhere Lebensdauer resultiert, was unter den groben Bedingungen des Straßenbaus erwünscht und von Bedeutung ist.
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In Ausgestaltung der Neuerung weist, gemäß Schutzansprüche 6 und 7, das Fahrgestell eine auf der Stirnseite der Vorrichtung angeordnete Lenkstange auf, wobei die Lenkstange in seiner Länge verstellbar und mit dem lenkbaren Rad kuppelbar ist.
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Diese neuerungsgemäße Ausgestaltung weist den Vorteil auf, dass auch ohne Betrieb der Vorrichtung ein ungeübter Benutzer eine einfache und schnelle Lenkung beim Verschieben der Vorrichtung steuern kann.
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Darstellung der Erfindung
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Weitere Vorteile und Einzelheiten lassen sich der nachfolgenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen der Neuerung unter Bezugnahme auf die Zeichnung entnehmen. In der Zeichnung zeigt:
- 1 in perspektivischer Ansicht und Seitenansicht eine Ausgestaltung des Vergusskochers gemäß der Neuerung,
- 2 in perspektivischer Ansicht auf der gegenüberliegenden Seitenansicht die Neuerung nach 1,
- 3 in perspektivischer Ansicht die Stirnseite von hinten der Neuerung nach 1,
- 4 in perspektivischer Ansicht die Stirnseite von vorne der Neuerung nach 1
- 5 in perspektivischer Ansicht das hydraulische Hebewerk in der eingefahrenen Position,
- 6 in perspektivischer Ansicht das hydraulische Hebewerk in der ausgefahrenen Position und
- 7 in Seitenansicht die Neuerung nach 1 mit elektrisch beheizten Schlauch und Schubstange Schlauchhalter mit Federaufhängung.
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1 bis 7 zeigen eine Ausführungsform eines Vergusskochers V gemäß der Neuerung. Im Einzelnen weist der Vergusskocher V ein Fahrgestell F mit mindestens drei Räder R1, R2, R3 auf. Weiterhin ist im Fahrgestell F ein Hebewerk H zum Anheben und Absenken der Räder R1, R2, R3 des Fahrwerks integriert.
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5 das Fahrwerk in der eingefahrenen Position FAE und 6 das Fahrwerk in der ausgefahrenen Position FA1. Vorzugsweise weist das Fahrgestell F zwei, koaxial im Abstand zueinander angeordnete Räder, nachfolgend als Einzelräder bezeichnete Räder R1, R2 auf, welche vom Hebewerk H mittels Teleskopzylinder Z verschwenkbar am Fahrgestell gelagert sind. Das dritte Rad R3 ist lenkbar und mittels als Hubzylinder ausgestaltete Teleskopzylinder Z des Hebewerks H ein- und ausfahrbar.
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Weiterhin weist der Vergusskocher V einen Fahrantrieb FA für mindestens das lenkbare Rad R3 auf. Die Lenkung L für diese Rad R3 ist als Lenkrad L ausgestaltet, welches seitlich am Vergusskocher V angeordnet ist und welches über ein Lenkgetriebe LG unterstützt das Rad R3 verschwenkt. Weiterhin weist das Fahrgestell F eine auf der Stirnseite der Vorrichtung V angeordnete Lenkstange LS (siehe 2) auf, welche in der Länge verstellbar und mit dem lenkbaren Rad R3 kuppelbar ist.
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1 bis 4 zeigen die Anordnung eines Aufschmelzkocher K, welcher mit Förderpumpe ausgestattet ist, im hinteren oberen Bereich des Vergusskochers V. Der Aufschmelzkocher K ermöglicht eine schnelle und materialschonende Aufschmelzung und kann eine Sicherheitseinfüllklappe mit Rührwerksstopp aufweisen. Weiterhin ist ein automatischer Rührwerkstopp bei geöffneter Klappe vorgesehen. Hierdurch wird eine einfache und ergonomische Beschickung des Aufschmelzkochers K mit vorzugsweise Vergussmassewürfeln ermöglicht, die Handhabung ist sicherer und das Risiko von Unfällen ist erheblich reduziert. Eine spezielle Kesselkonstruktion zur indirekten Beheizung über Heißluft schützt die Vergussmasse vor thermischer Überbeanspruchung und gewährleistet eine gleichmäßige schnelle Aufschmelzung. Eine automatische Temperaturregelung des Aufschmelzkochers K sorgt für konstante und präzise Arbeitstemperaturen.
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Weiterhin steht der Aufschmelzkocher K mittels einer elektrisch beheizbaren Schlauchleitung ES mit einem handbetätigten Ausbringwerkzeug A zum Einfüllen der Vergussmasse in die Fuge in Verbindung (siehe 7). In Verbindung mit dem Rücksaugmodus der Förderpumpe ist eine Reinigung der Schlauchleitung ES kaum erforderlich. Weiterhin kann der Vergusskocher V mit einer Heißluftlanze ausgestattet sein, deren Zündung, Gaszufuhr von Propangasflaschen über ein Steuerpaneel ebenso wie das der Vergusspumpe vom Benutzer eingestellt werden kann. Hierdurch kann sowohl für eine rasche Trocknung der Fuge als auch für eine rasche Vorwärmung gesorgt werden. Der Vergussschlauch ES kann weiterhin an einer Schubstange Schlauchhalter KR mit Federaufhängung aufgehängt sein, wodurch der Benutzer vom Gewicht entlastet und in der Beweglichkeit nicht eingeschränkt ist (siehe 7, wobei das hydraulische Hebewerk H in der eingefahrenen Position ist).
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Der Fahrantrieb FA ist stufenlos regelbar und hat insbesondere einen stufenlos regelbaren Vorwärtsgang und einen Rückwärtsgang. Die Lenkung L ist auch einstellbar von leicht drehbar für schnelle Lenkbewegungen bis schwerer drehbar (für gerade Schnitte). Weiterhin ist der Fahrantrieb FA mit einer hydraulischen Bremse ausgestattet, was den sicheren Transport und den sicheren Stand bei außer Betrieb des Vergusskochers V zusätzlich verbessert.
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Das Fahrgestell F weist mindestens eine Kranöse KÖ zum sicheren Be- und Entladen des Vergusskochers V auf. 1 bis 4 zeigen vier oben am Rohrrahmen des Fahrgestells F kraft oder formschlüssig befestigte Kranösen KÖ. Zusätzlich kann das Fahrgestell F des Vergusskochers V Staplerlaschen S /offener Rohrrahmen R für eine einfache Verladung aufweisen.
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Schließlich kann der Vergusskocher V einen LED-Lichterturm mit Rundumleuchten aufweisen, welcher vom Bedienfeld B aus vom Benutzer gesteuert wird. Hierfür ist eine eigene Energieversorgung zur Steuerung von Ventilen, Beheizung der Schlauchleitung und des LED-Lichterturms/ Beleuchtung vorgesehen, wobei das Bedienfeld B einen Notausschalter aufweist.
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Die Neuerung ist bislang auch nicht auf die im Schutzanspruch 1 definierten Merkmalskombinationen beschränkt, sondern kann auch durch jede beliebige andere Kombination von bestimmten Merkmalen aller insgesamt offenbarten Einzelmerkmale definiert sein. Dies bedeutet, dass grundsätzlich praktisch jedes Einzelmerkmal des Schutzanspruchs 1 weggelassen bzw. durch mindestens ein an anderer Stelle der Anmeldung offenbartes Einzelmerkmal ersetzt werden kann, d.h. die Neuerung ist nur durch die Schutzansprüche beschränkt.
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Bezugszeichenliste:
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- A
- Ausbringwerkzeug (Vergussmasse)
- B
- Bedienfeld (Steuerung)
- ES
- elektrisch beheizter Schlauch
- F
- Fahrgestell
- FA
- hydraulischer Fahrantrieb
- FA1
- Fahrwerk ausgefahren
- FAE
- Fahrwerk eingefahren
- H
- hydraulisches Hebewerk
- K
- Aufschmelzkocher mit Förderpumpe
- KR
- Schubstange Schlauchhalter mit Federaufhängung
- KÖ
- Kranöse
- L
- Lenkung
- LG
- Lenkgetriebe
- LS
- Lenkstange
- P
- Gasflasche (Propangas)
- R
- Rohrrahmen
- R1, R2
- Rad (nicht lenkbar)
- R3
- Rad (lenkbar)
- S
- Staplerlaschen
- V
- Vergusskocher
- Z
- Teleskopzylinder
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 29805978 U1 [0006]
- WO 8908153 [0006]
- DE 3612685 C1 [0007]
- DE 10340051 B4 [0008, 0014]
- DE 3619328 A1 [0009]
- DE 8900929 U1 [0010]
- DE 8911259 U1 [0011]
- DE 1020060229029 [0012]
- DE 20316418 U1 [0013]
- DE 102005003738 A1 [0015]
- DE 1020240010920 [0019]