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I. Anwendungsgebiet
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Die Erfindung betrifft Stulpen, wie
sie an der Wade des Benutzers getragen werden.
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Stulpen sind als Ergänzung zu
normalen Schuhen bekannt, und dienen dann häufig als Ersatz für einstückig ausgebildete
hohe Stiefel. Im Gegensatz zu Gamaschen, die um die Wade des Benutzers herumliegen
und zu einem geschlossenen Schlauch verschlossen werden, sind Stulpen
rohrförmig
ausgebildet, so dass man mit dem Fuß in die obere Öffnung der
Stulpe hineingleiten muss.
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In der heutigen Zeit werden hohe,
stark wärmende
Stiefel häufig
nur noch für
Freizeitaktivitäten im
Winter, also vornehmlich beim Wintersport und danach, benötigt, im
Alltagsleben dagegen nicht.
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Aus diesem Grund scheuen viele Benutzer davor
zurück,
für diese
nur wenigen Einsatzzwecke pro Jahr teuere und darüber hinaus
voluminöse
und schlecht aufzubewahrende Winterstiefel anzuschaffen.
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Es ist daher die Aufgabe der Erfindung,
moderne Stulpen als Ersatz für
warme, hohe Winterstiefel zur Verfügung zu stellen, die einfach
und kostengünstig
herzustellen, leicht aufzubewahren und leicht zu reinigen sind.
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Diese Aufgabe wird durch die Merkmale
des Anspruches 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausführungsformen
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
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Erfindungsgemäß wird eine rohrförmige Stulpe
mit einer oberen und einer unteren Öffnung zum Überziehen und Tragen an der
Wade eines Benutzers vorgeschlagen, bei der die Stulpe wenigstens
in vertikaler Richtung eigenstabil ist.
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Der Erfiindung liegt der Gedanke
zugrunde, dass durch die Steifheit der Stulpe in Längsrichtung eine
Beibehaltung einer bestimmten Formgebung erreicht wird.
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Dadurch wird ein Abrutschen nach
unten der Stulpe während
des Tragens an der Wade des Benutzers verhindert und eine Angleichung
der Stulpenform an die Form der Wade des Benutzers verhindert, so
dass die erfindungsgemäße Stulpe
unter Beibehaltung einer einer bestimmten Mode unterworfenen Formgebung
verwendbar ist. Darüber
hinaus wird durch die Eigenstabilität bzw. Steifheit in vertikaler
Richtung der Stulpe sowohl im Innern als auch an der Außenseite
der Stulpe eine Anbringungsfläche für Stoffe
zum Klimatisieren der Stulpe geschaffen.
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Vorzugsweise besteht die Stulpe aus
einem im Wesentlichen rechteckigen Teil, welches zu einem rohrörmigen Rumpfteil
gebogen und entlang einer vertikalen Verbindungskante geschlossen
werden kann. Folglich ist es möglich,
die Stulpe aus in Serienfertigung leicht herzustellenden flächigen Zuschnitten
zu bilden.
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Das rohrförmige Rumpfteil wird vorzugsweise
mittels Schließelementen,
insbesondere unter Variationen des Umfangs des rohrförmigen Rumpfteils, geschlossen,
so dass der Umfang der Stulpe individuell einer bestimmten Wadengröße angepasst
werden kann. Als Schließelemente
werden Klettverschlüsse
verwendet, die einfach und schnell lös- und schließbar sind
und kostengünstig
in der Herstellung sind.
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Zur Herstellung der Stulpe ist das
Rumpfteil der Stulpe vorzugsweise rückseitig entlang der Verbindungskante
zusammengenäht,
wodurch eine feste Verbindung der beiden Verbindungskanten erreicht
wird und darüber
hinaus die Eigenstabilität
in vertikaler Richtung der Stulpe begünstigt wird.
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Um die Stulpe, die bei Verbindung
am Fuß bzw.
an einem Schuh des Benutzers aufliegt, der Fußform anzupassen und eine Rist-Form
auszubilden, ist in vorteilhafter Weise im vorderen unteren Bereich
des Rumpfteils der Stulpe ein eingenähtes Zusatzteil, insbesondere
im Form eines Dreiecks oder eines Vierecks, vorgesehen.
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Wird die Innenseite der Stulpe aus
einem gut wärmendem
und/oder insbesondere aus einem eine hohe Haftreibung aufweisendem
Material, insbesondere aus echtem Fell, Fließmaterial, Webpelz oder anderen,
insbesondere aus Kunstfaser-Material
hergestellten Fasern hergestellt, wird einerseits eine hohe Wärmedämmung der
Stulpe und anderseits ein fester Halt der Stulpe an der Wade des
Benutzers beim Gehen erreicht. Alternativ kann die gesamte Stulpe,
d.h. das Rumpfteil, die Innenseite und die Außenseite der Stulpe aus einem
kostengünstigen Kunstfaser-Material
hergestellt sein.
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Zur Aufbewahrung der Stulpe bei Nicht
Verwendung, insbesondere in den Sommermonaten, ist die Stulpe in
horizontaler Richtung nicht eigenstabil gebildet und dadurch flach
zusammendrückbar
und aufrollbar. D.h., dass die Stulpe durch das Flachdrücken in
Querrichtung ihre Eigenstabilität
in vertikaler Richtung verliert und somit faltbar bzw. aufrollbar
ist.
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Vorzugsweise ist außen an der
Stulpe ein langfloriger Besatz, insbesondere wenigstens im unterem
Bereich deren Unterkante vorgesehen, wobei der Flor nach unten hängt und
dadurch die Unterkante der Stulpe überdeckt. Somit wird sowohl
ein Abdichten eines Spaltes zwischen der Unterkante der Stulpe und
einem Schuh erreicht, um das Eindringen von Feuchtigkeit bzw. Schnee
zu verhindern, und eine Abdeckung der Unterkante der Stulpe aus ästhetischen
Gesichtspunkten vorgenommen.
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Erstreckt sich der langflorige Besatz
außen entlang
der vertikalen Verbindungskante und stehen die Fasern des langflorigen
Besatzes von einer der Endkanten nach außen in Richtung der anderen
Endkante vor, so wird die Verbindungskante unabhängig von ihre Bereite überdeckt
und vor Witterungseinflüssen
geschützt
und aus ästhetischen
Gründen überdeckt.
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Des weiteren ist es vorteilhaft,
wenn der langflorige Besatz am obere Rand der Stulpe so vernäht ist,
insbesondere über
die Kante bis an den innern Rand herein vernäht ist, dass die Fasern des langflorigen
Besatzes in diesem Bereich teilweise waagerecht und auch nach oben
abstehen und den oberen Rand der Stulpe überdecken. Dadurch wird der
Bereich zwischen der Stulpe und der Wade des Benutzers bzw. eines
der Wade des Benutzers befindlichen Kleidungsstückes wärme dämmend abgedichtet und die Oberkante
der Stulpe optisch gestaltet.
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Als Material für den langflorigen Besatz wird vorzugsweise
echtes oder künstliches
Fell verwendet, das neben den hervorragenden Wärmeisolierung und der wasserabweisenden
Oberfläche
auch ausreichend Spielraum zur Gestaltung der äußeren Erscheinung der Stulpe
bietet. Durch die Verwendung von künstlichem Fell können weiterhin
die Herstellungskosten gesenkt werden und gleichzeitig ein Betrag
zum Tierschutz geleistet werden.
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Eine weitere vorteilhafte Möglichkeit
besteht darin, wenigstens einen Haltesteg vorzusehen, der quer über die
untere Öffnung
der Stulpe verläuft. Durch
den wenigstens einen Haltesteg wird verhindert, dass beim Anziehen
die Stulpe über
die Wade des Benutzers hinaus nach oben geschoben wird. Insbesondere
wird die Stulpe beim überziehen
soweit nach oben geschoben bis der Haltesteg an der Lauffläche des
Fußes
anliegt und die Stulpe sich in der bevorzugten Trageposition befindet.
Folglich wird das Anziehen der Stulpe erleichtert.
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Weitere Vorteile ergeben sich, wenn
der wenigstens eine Haltesteg im hinteren Bereich, insbesondere
im Übergangsbereich
zwischen dem hinterem und mittlerem Drittel der unteren Öffnung der Stulpe,
also am Ristbereich gegenüberliegenden
Bereich, vorgesehen ist. Erstens befindet sich somit die Position
an der der wenigstens einen Haltesteg an der Fußsohle des Benutzers anliegt,
in etwa auf der vertikalen Verlängerung
des Unterschenkels, wodurch sich eine in Bezug auf den Unterschenkel
mittige und stabile Fixierung der Stulpe durch den Haltesteg ergibt.
Zweitens befindet sich die Position, an der die Stulpe am Fuß des Benutzers
anliegt, außerhalb
des dass Gesamtgewicht des Benutzers beim Stehen und Gehen aufnehmende
Fersenbereiches, so dass Irritationen des Fußes durch den wenigstens einen
Haltesteg vermieden werden können.
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Ein besondere Vorteil ergibt sich,
wenn der wenigstens eine Haltesteg aus einem elastischem Material,
insbesondere aus Gummiband gebildet ist, so dass beim Tragen die
Stulpe mit einem Schuh die Stulpe durch die Rückstellkraft eines elastischen
Haltestegs mit ihrer Unterkante gegen die Oberseite des Schuhs gedrückt wird
und folglich den Übergangsbereich
zwischen der Unterkante der Stulpe und der Oberseite des Schuhs
abschließt.
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Um den wenigstens einen Haltesteg
bei Verschleiß bzw.
Erschlaffen zu ersetzen ist dieser vorzugsweise an beiden Enden
lösbar
an der Stulpe befestigbar. Dies geschieht beispielsweise mittels
eines Druckkopfes, eines Klettverschlusses oder ähnlicher lösbarer Verbindungen. Ist der
wenigstens eine Haltesteg an lediglich einem Ende lösbar mit
der Stulpe befestigt, kann dieser erst nach dem Überziehen der Stulpe quer über den
Fuß gespannt
und an der gegenüberliegenden
Seite der Stulpe lösbar
befestigt werden.
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Dadurch, dass wenigstens eine Haltesteg längenverstellbar
an der Stulpe befestigt ist, kann die Kraft, mit der die Stulpe
gegen die Oberseite eines Schuhes gedrückt wird, entsprechend verändert werden.
Darüber
hinaus kann durch den längenverstellbaren
Haltesteg die Stulpe verschiedenen Schuhtypen bzw. Schuhen unterschiedlicher
Größe bzw. Höhe angepasst
werden.
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Um ein Ausrutschen des Benutzers
im Winter bei eisigem bzw. rutschigem Untergrund zu verhindern,
kann der wenigstens eine Haltesteg an der der unteren Öffnung abgewandten
Seite mit Halteelementen versehen sein, wobei beim Tragen durch einen
Benutzer der Haltesteg mit der der unteren Öffnung zugewandten Seite an
der Schuhsohle eines Schuhs des Benutzers anliegt und die am Haltesteg vorgesehenen
Halteelemente am Untergrund angreifen und für einen rutschfesten Halt sorgen.
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Eine weitere Möglichkeit, den Berührungsbereich
der Unterkante der Stulpe und der Oberseite eines Schuhs des Benutzers
zu schließen
bzw. abzudichten, besteht darin, die Kontur der Unterkante an eine
Außenkontur
des Schuhs anzupassen.
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Des weiteren wird zur Lösung der
gestellten Aufgabe ein Kombinationsschuhpaar, bestehend aus ein
paar Stulpen, wie zuvor beschrieben, und einem Schuhpaar vorgeschlagen,
bei dem erfindungsgemäß jeweils
das Außenmaterial
eines Schuhs mit dem Außenmaterial
einer Stulpe wenigstens im Bereich deren Unterkante übereinstimmt.
Dadurch wird sowohl in Bezug auf die Optik als auch in Bezug auf die
Wärmeisolierung
in Vorteilhafterweise ein geschlossener Übergang zwischen der Unterkante
der Stulpe und dem Außenmaterial
des Schuhs erreicht.
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Ausführungsbeispiele
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Ausführungsformen gemäß der Erfindung werden
im Folgenden anhand der Figuren beispielhaft näher beschrieben. Es zeigen:
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1 eine
perspektivische Seitenansicht der erfindungsgemäßen Stulpe gemäß einer
ersten Ausführungsform;
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2 eine
Ansicht von unten der Stulpe 1 in 1;
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3 eine
Flächenansicht
des rohrförmigen Rumpfteils 5b in 1;
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4 eine
Flächenansicht
des Zusatzteils 8 der Stulpe 1 in 1;
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5 eine
Vorderansicht der Stulpe in 1;
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6 eine
Detailansicht von hinten der Stulpe in 5;
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7 eine
Seitenansicht der Stulpe in 1 im
Tragezustand an der Wade eines Benutzers zusammen mit einem Schuh;
und
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8 eine
Seitenansicht einer Stulpe im Tragezustand an der Wade eines Benutzers
zusammen mit einem Schuh gemäß einer
zweiten Ausführungsform.
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1 zeigt
eine erfindungsgemäße Stulpe 1.
Die Stulpe 1 besteht aus einem im Wesentlichen rohrförmigen Rumpfteil 5a mit
einer oberen Öffnung 3 und
einer unteren Öffnung 4 und
aus einem Zusatzteil 8, das entlang der Verbindungslinien 19 am
vorderen unteren Bereich des Rumpfteils 8 vernäht ist. Insgesamt
hat die Stulpe 1 in der in 1 gezeigten Seitenansicht
eine im Wesentlichen L-förmige
Form, wobei das längliche
rohrförmige
Rumpfteil 5b einen Stiefelschacht bildet und das Zusatzteil 8 eine
Ristform zur Aufnahme des Ristes des Fußes bzw. des Schuhs eines Benutzers
bildet.
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Wie weiterhin in 1 zu sehen ist, ist die Stulpe 1 an
der Außenseite
im Bereich der Unterkante 10, insbesondere an der gesamten
Außenseite, mit
einem langflorigen Besatz 9 (der in der Zeichnung nur andeutungsweise
gezeigt ist) versehen und steht über
die Unterkante 10 der Stulpe 1 vor, so dass die Unterkante 10 selbst
nicht sichtbar ist. Wie durch eine gestrichelte Linie in 1 angegeben, ist an der umlaufenden
Unterkante 10 der Stulpe 1 eine Haltesteg 11 vorgesehen,
der etwas nach unten durchhängend
in etwa in der Mitte des rohrförmigen Rumpfteiles 5a quer über die
untere Öffnung 4 verläuft und
an der gegenüberliegenden
Seite der unteren Öffnung 4 an
der Unterkante 10 der Stulpe 1 befestigt ist.
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Das Zusatzteil 8 verjüngt sich
im Querschnitt betrachtet in Richtung zum linken äußersten
Ende der Stulpe 1 in 1 bzw.
in Richtung zur Fußspitze. Das rohrtörmige Rumpfteil 5b ist
derart ausgebildet, dass der im Tragezustand an der Wade befindliche Teil
der Stulpe 1 die Form der Wade des Benutzers leicht nachbildet
und der im Tragezustand am Schienbein befindliche Teil einen in
etwa dem Scheinbein des Benutzers ähnlichen Längsverlauf aufweist.
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Wie der in 2 gezeigten Unteransicht zu entnehmen
ist, hat die Stulpe 1 von unten betrachtet eine im Wesentlichen
ovale bzw. ellipsenähnliche Form.
Wie 2 weiterhin zu entnehmen
ist, hat die rohrtörmige
Stulpe 1 eine Durchgangsöffnung 15 mit einem
sich verändernden
Querschnitt. Die Durchgangsöffnung 15 hat
einen größeren Querschnitt 16 im
Bereich der unteren Öffnung 4 bzw.
der Unterkante 10, der sich von dort aus kontinuierlich
zu einem kleineren Querschnitt 17 verjüngt. Sowohl der größere Querschnitt 16 als
auch der kleinere Querschnitt 17 haben eine im Wesentlichen
ovale bzw. elliptische Form. Darüber
hinaus ist der Mittelpunkt des kleineren Querschnitts 17 der
Durchgangsöffnung 15 in
Bezug auf den Mittelpunkt des größeren Querschnitts 16 entlang
der Längsachse 20 des
größeren elliptischen
Querschnitts 16 nach hinten bzw. in der Zeichnung nach
rechts bzw. in der zum Zusatzteil 8 entgegengesetzten Richtung
verschoben. Der kleinere Querschnitt 17 ist bezüglich des
größeren Querschnitts 16 konzentrisch
angeordnet.
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Der Haltesteg 11, der in
Form eines Gummizugs vorgesehen ist, ist im Wesentlichen quer zur Längsrichtung
des Querschnitts der Stulpe 1 angeordnet. Insbesondere
ist der Haltesteg 11 in Bezug auf den kleineren Querschnitt 17 der
Stulpe 1 in etwa mittig angeordnet, wohingegen der Haltesteg 11 in Bezug
auf den größeren Querschnitt
im Bereich der Unterkante 10 der Stulpe 1 ungefähr in einem
Anstand von der Spitze des Zusatzteils 8 von in etwa zwei
drittel des gesamten Längsdurchmessers
angeordnet ist.
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In dem in 3 gezeigten aufgerollten bzw. auf einer
ebenen Fläche
ausgebreiteten Zustand hat das Rumpfteil 5 eine im Wesentlichen
rechteckige Form und weist in etwa mittig an der späteren Unterkante 10 des
rohrtörmigen
Rumpfteils 5b einen dreieckförmigen Einschnitt 18 auf.
Wie in 4 zu sehen ist,
weist das Zusatzteil 8 im ausgebreiteten flächigen Zustand
eine im Wesentlichen dreieckige Form auf, wobei eine Seite bzw.
die Hypotenuse des dreieckförmigen
Zusatzteils 8 konvex gebildet ist. Im Verhältnis zum
Einschnitt 18 ist das dreieckförmige Zusatzteil 8 zur
Bildung einer Rist-Form flächenmäßig größer, insbesondere
als stumpfes Dreieck ausgebildet.
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Eine Vorderansicht der Stulpe 1 in 1 ist in 5 gezeigt, in der der Haltesteg 11 im
Wesentlichen U-förmig
nach unten durchhängend
mit seinen beiden Enden jeweils an der linken und rechten Unterkante 10 der
Stulpe 1 angeordnet ist. Wie 5 weiterhin
zu entnehmen ist, steht das dreieckförmige Zusatzteil 8 etwas über der
Unterkante des rohrförmigen
Rumpfteils 5a vor.
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Die in 5 durch
eine gestrichelte Linie angedeutete vertikal verlaufende Verbindungskante 6 wird
im Folgenden anhand der Detailzeichnung in 6 näher
beschrieben. Die Verbindungskante 6 durch eine linke Endkante 6a und
eine rechte Endkante 6b gebildet, die mittels eines Fadens
entlang der Verbindungskante 6 verbunden sind und eine Naht 21 bilden.
Der im Bereich in der Verbindungskante 6 nahe der beiden
Endkanten 6a und 6b vorgesehene langflorige Besatz 9 erstreckt
sich von der linken Endkante 6a über die Naht 21 zur
rechten Endkante 6b bzw. von der rechten Endkante 6b über die Naht 21 zur
linken Endkante 6b, so dass die Verbindungskante 6 bzw.
die Naht 21 verdeckt wird.
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In 7 ist
die Verwendung der Stulpe 1 in Verbindung mit einem Schuh 13 an
der Wade 2 eines Benutzers gezeigt. Dabei umgibt die Stulpe 1 die Wade 2 des
Benutzers und liegt an dem vom Benutzer getragenen Schuh 13 an
seiner Außenfläche an und überdeckt
das Oberleder des Schuhs 13 teilweise. Die Unterkante 10 der
gezeigten Stulpe 1 hat einen nicht gradlinigen Verlauf
und ist im Wesentlichen einer Außenkontur des Schuhs 13 derart
angepasst, dass zumindest der Schnürbereich des Schuhes 13 durch
die Rist-Form der Stulpe 1 abgedeckt wird. Dazu verläuft die
Unterkante der Stulpe 1, wie in 7 gezeigt, vom Fersenbereich des Schuhs 13 in Richtung
Rist-Form schräg
nach unten. Weiterhin kann die Stulpe 1 im unteren Bereich
eine taillierte Querschnittsform im unteren Bereich aufweisen, wenn
die Stulpe 1 mit ihrer Unterkante 10 am Mittelfuß bis zum
Fußgewölbe herabreicht.
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Die z.B. aus Kunstfaser-Material
bestehenden (nicht in der Zeichnung gezeigten) Haare des langflorigen
Besatzes 9 werden nach unten herabfallend, über der
Unterkante der Stulpe vorstehend angeordnet und verdecken mit ihren
unteren Enden nur die Unterkante 10 der Stulpe 1 oder
die Unterkante 10 der Stulpe 1 und das darunter
befindlich Obermaterial des Schuhs 13 oder die Unterkante 10 der
Stulpe 1, das darunter befindliche Obermaterial und den Absatz
des Schuhs 13. Der Haltesteg 11 bzw. das Gummiband
verläuft
von der Unterkante der Stulpe 1 im Bereich des Fußknöchels in
vertikaler Richtung nach unten und verläuft an der Unterseite des Fußes am Quergewölbe des
Fußes
anliegend in die Zeichenebene hinein. Durch den elastischen Haltesteg 11 ist
die Stulpe 1 in Richtung auf den Schuh 13 vorgespannt.
Folglich wird durch die Rückstellkraft
des elastischen Gummibands 11 die Unterkante 10 der Stulpe 1 kontinuierlich
gegen das Obermaterial des Schuhs 13 gedrückt und
eine ausreichend feste Verbindung zwischen Schuh 13 und
Stulpe 1 erreicht. Insbesondere wird durch den fest am
Fuß fixierten Schuh 13 in
zuverlässiger
Weise ein Abrutschen der Stulpe 1 nach unten verhindert.
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Bei der in 8 gezeigten Ausführungsform sind insgesamt drei
Haltestege 11 vorgesehen, die jeweils quer zur Längsrichtung
außen
an den Seiten und an der Sohle um den Schuh 13 verlaufen
und die Stulpe 1 gegen die Oberseite des Schuhs drücken. Dabei
befindet sich ein erster Haltessteg 11a im Bereich des
Fußballens,
der zweite Haltesteg 11b im Bereich des Mittelfußes und
der dritte Haltesteg 11c im Fersenbereich. Jeweils an der
der Schuhsohle abgewandten Seite der Haltestege 11a, 11b und 11c sind
Halteelemente 12 vorgesehen, die jeweils senkrecht von
den Haltestegen 11a, 11b und 11c in Richtung
Bodenfläche
vorstehen. Als Halteelemente können
Saugnäpfe,
Spikes, Noppen oder eine griffige Fläche aufweisende Hartgummiplatten
vorgesehen sein.
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Selbstverständlich kann die Stulpe 1,
wie in den 7 und 8 gezeigt, so ausgebildet
sein, dass beim Tragen an der Wade 2 das Obermaterial des Schuhs 13 durch
den unteren Bereich der Stulpe, und insbesondere durch das eine
Rist-Form bildende Zusatzteil 8 größtenteils oder völlig abdeckt
wird. Weiterhin ist denkbar, dass das rohrförmige Rumpfteil 5b,
wie in den 1 und 2 gezeigt, auch einen anderen
als den ovalen Querschnitt, wie z.B. einen runden Querschnitt aufweisen
kann.
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- 1
- Stulpe
- 2
- Wade
- 3
- obere Öffnung
- 4
- untere Öffnung
- 5
- Rumpfteil
- 5a
- rechteckiges
Rumpfteil
- 5b
- rohrförmiges Rumpfteil
- 6
- Verbindungskante
- 6a
- rechte
Endkante
- 6b
- linke
Endkante
- 7
- Schließelemente
- 8
- Zusatzteil
- 9
- langfloriger
Besatz
- 10
- Unterkante
der Stulpe
- 11
- Haltesteg
- 12
- Halteelement
- 13
- Schuh
- 14
- Fuß
- 15
- Durchgangsöffnung
- 16
- größerer Querschnitt
- 17
- kleinerer
Querschnitt
- 18
- Einschnitt
- 19
- Verbindungslinien
- 20
- Längsachse
- 21
- Naht