DE20315689U1 - Nabenschaltgetriebe - Google Patents
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Abstract
Nabenschaltgetriebe zum Übertragen einer Drehbewegung auf ein in einem Rahmen gehaltenem Rad mit stufenlos veränderlichem Übersetzungsverhältnis bestehend aus
– einer im Rahmen befestigten Nabenachse (10),
– einer die Nabenachse (10) gleichachsig und relativ dazu drehbar umschließenden Nabenhülse (12),
– einem innerhalb der Nabenhülse (12) angeordnetem Planetengetriebe, umfassend ein Sonnenrad (13), mehrere das Sonnenrad (13) umlaufende und durch einen Planetenträger (14) gehaltene Planetenräder (15) und ein die Planetenräder (15) umschließendes und auf diesen umlaufendes Hohlrad (11), wobei
– das Planetengetriebe antriebsseitig mit einem auf der Nabenachse (10) gelagerten Antriebsritzel (16) und antriebsseitig mit der Nabenhülse (12) verbunden ist,
– das Sonnenrad (13), die Planetenräder (15) und das Hohlrad (11) als Scheiben ausgebildet sind, wobei
– eine Scheibe eine Bolzenscheibe (1) ist, die mit den beiden anderen Scheiben, die als Keilscheiben (2) ausgebildet sind, in Eingriff steht oder
– zwei Scheiben als Bolzenscheiben (1) ausgebildet sind, die mit einer, dazwischen angeordneten Keilscheibe (2) in Eingriff stehen, wobei
– die Bolzenscheibe (1) eine Vielzahl von Bolzen (5) trägt, die auf dem Umfang der Bolzenscheibe (1) axial beweglich angeordnet sind,
– die Keilscheibe (2) aus zwei auf einer Welle (4) gegeneinander beweglichen Teilscheiben (2.1, 2.2) besteht, wobei die einander zugewandten Flächen (8) der Teilscheiben (2.1, 2.2) eine zur Welle (4) hin zunehmende Wölbung aufweisen und radial angeordnete Nuten (6) und Stege (7) besitzen,
– die beiden Teilscheiben (2.1, 2.2) der zweiten Scheibe (2) derart in Umlaufrichtung gegeneinander versetzt sind, dass immer einem Steg (7) der einen Teilscheibe (2.1 oder 2.2) eine Nut (6) der anderen Teilscheibe (2.1 oder 2.2) gegenübersteht, so dass die Bolzen (5) wechselseitig durch den Steg (7) der einen Teilscheibe (2.1 oder 2.2) in die Nut (6) der anderen Teilscheibe (2.1 oder 2.2) gedrückt sind und
– die Planetenräder (15) am Planetenträger (14) in Schwingen (17) gelagert angeordnet sind, wodurch die Achsen (18) der Planetenräder (15) gegenüber der gemeinsamen ortsfesten Achse (19) von Sonnenrad (13) und Hohlrad (11) verschiebbar sind.
– einer im Rahmen befestigten Nabenachse (10),
– einer die Nabenachse (10) gleichachsig und relativ dazu drehbar umschließenden Nabenhülse (12),
– einem innerhalb der Nabenhülse (12) angeordnetem Planetengetriebe, umfassend ein Sonnenrad (13), mehrere das Sonnenrad (13) umlaufende und durch einen Planetenträger (14) gehaltene Planetenräder (15) und ein die Planetenräder (15) umschließendes und auf diesen umlaufendes Hohlrad (11), wobei
– das Planetengetriebe antriebsseitig mit einem auf der Nabenachse (10) gelagerten Antriebsritzel (16) und antriebsseitig mit der Nabenhülse (12) verbunden ist,
– das Sonnenrad (13), die Planetenräder (15) und das Hohlrad (11) als Scheiben ausgebildet sind, wobei
– eine Scheibe eine Bolzenscheibe (1) ist, die mit den beiden anderen Scheiben, die als Keilscheiben (2) ausgebildet sind, in Eingriff steht oder
– zwei Scheiben als Bolzenscheiben (1) ausgebildet sind, die mit einer, dazwischen angeordneten Keilscheibe (2) in Eingriff stehen, wobei
– die Bolzenscheibe (1) eine Vielzahl von Bolzen (5) trägt, die auf dem Umfang der Bolzenscheibe (1) axial beweglich angeordnet sind,
– die Keilscheibe (2) aus zwei auf einer Welle (4) gegeneinander beweglichen Teilscheiben (2.1, 2.2) besteht, wobei die einander zugewandten Flächen (8) der Teilscheiben (2.1, 2.2) eine zur Welle (4) hin zunehmende Wölbung aufweisen und radial angeordnete Nuten (6) und Stege (7) besitzen,
– die beiden Teilscheiben (2.1, 2.2) der zweiten Scheibe (2) derart in Umlaufrichtung gegeneinander versetzt sind, dass immer einem Steg (7) der einen Teilscheibe (2.1 oder 2.2) eine Nut (6) der anderen Teilscheibe (2.1 oder 2.2) gegenübersteht, so dass die Bolzen (5) wechselseitig durch den Steg (7) der einen Teilscheibe (2.1 oder 2.2) in die Nut (6) der anderen Teilscheibe (2.1 oder 2.2) gedrückt sind und
– die Planetenräder (15) am Planetenträger (14) in Schwingen (17) gelagert angeordnet sind, wodurch die Achsen (18) der Planetenräder (15) gegenüber der gemeinsamen ortsfesten Achse (19) von Sonnenrad (13) und Hohlrad (11) verschiebbar sind.
Description
- Die Erfindung betrifft ein mechanisches Nabenschaltgetriebe zum Übertragen einer Drehbewegung mit stufenlos veränderlichem Übersetzungsverhältnis, insbesondere zur Anwendung als Hinterradnabengetriebe für Fahrräder.
- Stand der Technik
- Die ersten Nabenschaltungen wurden bereits um 1900 patentiert (z. B. Fichtel & Sachs) und waren damit trotz komplizierterer Bauart um Jahrzehnte früher auf dem Markt als Kettenschaltungen. Aufgebaut als Planetenumlaufgetriebe waren mit diesem Nabengetriebe drei Gänge möglich.
- Um mehr als drei Übersetzungen in der Nabe unterzubringen, sind weitere Getriebe notwendig, die über Planetenräder gekoppelt oder hintereinander geschaltet sind. Zur Steuerung bewegt man meist einen Schubklotz im Innern der Achse, der in verschiedene Sonnenräder greifen und sie damit blockieren kann. Die Weiterleitung der Drehung an die Nabenhülse erfolgt je nach Gang über verschiedene Sperrklinkenpaare, die – wenn nicht aktiv – teils aus der Verzahnung ausrücken oder festgehalten werden können.
- Der Nachteil dieser Getriebe besteht, außer das sie nur in Stufen schaltbar sind, in ihrem hohen Gewicht und den Reibungsverlusten, die zunehmen, je mehr Übersetzungsstufen angestrebt werden.
- Des Weiteren sind so genannte PV- oder PIV- Getriebe bekannt, die mit Kette oder Keilriemen arbeiten. Derartige Getriebe sind für ein nahezu stufenloses Schalten relativ kompliziert und materialintensiv im Aufbau und benötigen eine hohe Schaltkraft.
- Aus der
EP 0 432 742 A1 ist ein stufenlos arbeitendes Nabengetriebe, insbesondere für Fahrräder, in Form eines Reibrad getriebes bekannt. Über eine Nabenhülse wird das Reibradgetriebe angetrieben, dessen erste Toroidscheibe fest auf der Nabenachse sitzt, dessen mit mehreren Reibrädern versehener Reibradträger von einem Antreiber aus angetrieben wird und dessen zweite Toroidscheibe über ein Planetengetriebe und eine dem Planetengetriebe zugeordnete Freilaufkupplung mit der Nabenhülse verbunden ist. Das stufenlos einstellbare Übersetzungsverhältnis des Reibradgetriebes wird vom Inneren der Nabenachse gesteuert, welches über einen Kupplungsring die schwenkbar gelagerten Achszapfen der Reibräder, mitnimmt. - Derartige Getriebe sind zwar klein und robust im Aufbau, besitzen aber einen Schlupf und eine hohe Reibung, wodurch eine große Kraft für das Verstellen des Getriebes notwendig ist.
- Aufgabe der Erfindung
- Aufgabe der Erfindung ist es, ein Nabenschaltgetriebe zum Übertragen einer Drehbewegung mit stufenlos veränderlichem Übersetzungsverhältnis zu schaffen, das klein und robust im Aufbau ist, keinen Schlupf besitzt und eine geringe Verstellkraft benötigt.
- Die Aufgabe wird mit den Merkmalen des 1. Schutzanspruchs gelöst. Vorteilhafte Weiterentwicklungen und Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
- Ein im Rahmen, insbesondere Fahrradrahmen gehaltenes Rad, welches vorzugsweise das Hinterrad ist, besitzt eine durch den Rahmen gehaltene Nabenachse, die von einer relativ zur Nabenachse drehbar angeordneten Nabenhülse umschlossen wird.
- Innerhalb der Nabenhülse ist ein Planetengetriebe angeordnet, das ein Sonnenrad, mehrere das Sonnenrad umlaufende und durch einen Planetenträger gehaltene Planetenräder sowie ein die Planetenräder umschließendes und auf diesen umlaufendes Hohlrad umfasst.
- Das Planetengetriebe ist antriebsseitig mit einem auf der Nabenachse gelagerten Antriebsritzel und abtriebsseitig mit der Nabenhülse verbunden.
- Das Sonnenrad, die Planetenräder und das Hohlrad sind dabei als Scheiben ausgebildet, von denen eine Scheibe eine Bolzenscheibe ist, die mit den beiden anderen Scheiben, die als Keilscheiben ausgebildet sind, in Eingriff steht.
- Oder zwei Scheiben sind als Bolzenscheiben ausgebildet, die mit einer, dazwischen angeordneten Keilscheibe in Eingriff stehen.
- Die Bolzenscheibe ist eine Scheibe, die eine Vielzahl von Bolzen trägt, die auf dem Umfang der Bolzenscheibe axial beweglich angeordnet sind.
- Die mit der Bolzenscheibe in Eingriff stehende Keilscheibe besteht aus zwei auf einer Welle gegeneinander beweglichen Teilscheiben, wobei die einander zugewandten Flächen dir Teilscheiben eine zur Welle hin zunehmende Wölbung aufweisen und die Flächen radial angeordnete Nuten und Stege besitzen.
- Durch die Wölbung, die vorzugsweise kegel- oder kegelstumpfförmig ausgeführt ist, bekommt die Keilscheibe im Querschnitt einen keilförmigen Spalt zwischen den Teilscheiben, der diese als Keilscheibe kennzeichnet.
- Die beiden Teilscheiben sind außerdem in Umlaufrichtung derart gegeneinander versetzt angeordnet, dass immer einem Steg der einen Teilscheibe eine Nut der anderen Teilscheibe gegenübersteht, so dass bei einem Eingriff der Bolzenscheibe die Bolzen wechselseitig durch den Steg der einen Teilscheibe in die Nut der anderen Teilscheibe gedrückt werden.
- Beim Schalten des Getriebes wird die Bolzenscheibe mehr oder weniger stark zwischen die beiden Teilscheiben der Keilscheibe gedrückt und so ein unterschiedliches Übersetzungsverhältnis hergestellt. Die Teilscheiben, die dazu auf ihrer gemeinsamen Achse verschiebbar angeordnet sind, stehen unter einem leichten Federdruck, so dass diese bei jedem Übersetzungsverhältnis derart gegen die Bolzenscheibe drücken, dass immer ein, in eine Nut eingelaufener Bolzen sicher gegen eine Stegkante drückt und so eine kraftschlüssige Verbindung zwischen der Bolzenscheibe und der Keilscheibe herstellt ist.
- In der erfinderischen Anordnung des Planetengetriebe mit Bolzenscheiben und Keilscheiben sind die Planetenräder am Planetenträger in Schwingen gelagert angeordnet, wodurch die Achsen der Planetenräder gegenüber der gemeinsamen ortsfesten Achse von Sonnenrad und Hohlrad verschiebbar und somit stufenlos schaltbar sind.
- Das Verschieben der Achsen der Planetenräder, bzw. das Ein- und Ausschwenken der Schwingen wird durch eine Steuerscheibe bewirkt, die relativ zum Planetenträger verdrehbar ist. Die Schwingen, die am Planetenträger gelagert sind, werden dazu mit ihren freien Enden, die die Achsen der Planetenräder halten, in einer entsprechenden Führung (z.B. Malteserkreuzführung bei vier Planetenradachsen) der Steuerscheibe geführt.
- Das Verdrehen der Steuerscheibe wird durch Schaltstifte erreicht, die gleichzeitig das Planetengetriebe mit seinen grundsätzlich drei Übersetzungsmöglichkeiten in bekannter Weise schalten, wobei das Sonnenrad fest mit der Nabenachse verbunden ist:
-
- 1. Der Planetenträger wird mit dem Ritzel verbunden und das Hohlrad treibt die Nabenhülse und somit das Rad an,
- 2. das Hohlrad wird mit dem Ritzel verbunden und der Planetenträger treibt die Nabenhülse an oder
- 3. das Getriebe wird blockiert und das Ritzel treibt die Nabenhülse direkt an.
- Ferner wird das Nabenschaltgetriebe für einen Fahrradantrieb in bekannter Weise mit einer Freilaufkupplung ausgerüstet.
- Beispiele
- An Hand von Zeichnungen werden der Aufbau und die Wirkungsweise der Erfindung erläutert und eine Ausführungsform für ein Fahrradnabengetriebe dargestellt.
- Es zeigen:
-
1 Eine Schnittdarstellung des Nabenschaltgetriebes für die Anordnung in einer Fahrrad- Hinterradnabe, -
2 einen Schnitt A – A des Nabenschaltgetriebes gemäß1 , -
3 eine Darstellung eines in der Nabenschaltung verwendeten Scheibenpaares bei geringer Übersetzung, -
4 eine Darstellung eines in der Nabenschaltung verwendeten Scheibenpaares bei hoher Übersetzung, -
5 das Prinzip des wechselseitigen Einlaufens der Bolzen der ersten Scheibe in die Nuten der beiden Teilscheiben der Keilscheibe gemäß3 und -
6 das Prinzip des wechselseitigen Einlaufens der Bolzen der ersten Scheibe in die Nuten der beiden Teilscheiben der Keilscheibe gemäß4 . - Eine Ausführung des erfindungsgemäßen Nabenschaltgetriebes zum Übertragen einer Drehbewegung auf ein in einem Fahrradrahmen gehaltenem Hinterrad zeigt
1 in einem Schnitt. - Das Rad besitzt eine im Fahrzeugrahmen gehaltene Nabenachse
10 , die von einer Nabenhülse12 gleichachsig und relativ zu dieser drehbar umschlossen ist. - Innerhalb der Nabenhülse
12 ist ein Planetengetriebe angeordnet, das ein Sonnenrad13 , mehrere das Sonnenrad13 umlaufende und durch einen Planetenträger14 gehaltene Planetenräder15 und ein die Planetenräder15 umschließendes und auf diesen umlaufendes Hohlrad11 umfasst. - Das Planetengetriebe ist antriebsseitig mit einem auf der Nabenachse
10 gelagerten Antriebsritzel16 und antriebsseitig mit der Nabenhülse12 verbunden. - Das Sonnenrad
13 ist als Keilscheibe2 gemäß3 bis6 , die Planetenräder15 als Bolzenscheiben1 (3 bis6 ) und das Hohlrad11 in Form einer Hohlkeilscheibe, analog zur Keilscheibe2 ausgebildet. - Die Planetenräder
15 sind auf Achsen18 am Planetenträger14 in Schwingen17 gelagert angeordnet, wodurch die Achsen18 der Planetenräder15 gegenüber einer gemeinsamen ortsfesten Achse19 von Sonnenrad13 und Hohlrad11 verschiebbar sind. - Die Achsen
18 der Planetenräder15 sind in einer Steuerscheibe20 geführt, so dass durch ein Verdrehen des Planetenträgers14 relativ zur Steuerscheibe20 die Achsen18 der Planetenräder15 gegenüber der gemeinsamen Achse19 von Sonnenrad13 und Hohlrad11 verschiebbar sind. - Aus dieser grundsätzlichen Anordnung ergeben sich, wie bei Planetengetrieben allgemein bekannt, zunächst drei schaltbare Übersetzungsstufen, wobei das Sonnenrad
13 immer fest mit der Nabenachse10 verbunden ist: -
- 1. Das Ritzel
16 treibt den Planetenträger14 und die Planetenräder15 das Hohlrad11 an, das mit der Nabenhülse12 verbunden ist. - 2. Das Ritzel
16 ist mit dem Hohlrad11 verbunden und der Planetenträger14 treibt die Nabenhülse12 an. - 3. Die Nabenhülse
12 ist direkt mit dem Ritzel verbunden und der Planetenträger14 und das Sonnenrad13 sind blockiert. - Das Schalten des Nabenschaltgetriebes erfolgt über Schaltstifte
21 , wobei eine axiale Bewegung der Schaltstifte21 die drei Gänge des Planetengetriebes und eine radiale Bewegung das erfindungsgemäße Bolzengetriebe stufenlos schaltet. -
2 zeigt das Nabenschaltgetriebe in einen Schnitt A – A gemäß1 . Im Zentrum der Abbildung ist die Nabenachse10 zu erkennen, auf der das Sonnenrad13 , das als Keilrad2 ausgebildet ist, fest angeordnet ist. - Um das Sonnenrad
13 laufen vier Planetenräder15 , die als Bolzenscheiben1 ausgebildet und durch einen Planetenträger14 gehalten sind. - Die Planetenräder
15 sind in Schwingen17 am Planetenträger14 gelagert, so dass die Achsen18 der Planetenräder15 gegenüber der Achse19 des Sonnenrades13 , die gleichzeitig die Nabenachse10 ist, verschiebbar sind. - Das Hohlrad
11 des Planetengetriebes, das die Planetenräder15 umschließt, besteht wieder aus einem Keilrad2 , in das die Bolzen5 der Planetenräder15 im gleichen Verhältnis eindringen, wie sie aus dem Keilrad2 des Sonnenrades13 herausgezogen werden. - In bzw. an der Nabenachse
10 werden die Schaltstifte21 geführt, die sowohl axial zur Nabenachse10 als auch radial in einem bestimmten Kreissektor um die Nabenachse10 verschiebbar sind. - Das gesamte Getriebe wird außen von der Nabenhülse
12 umhüllt. - Die Abbildungen
3 und4 zeigen das Grundprinzip des Getriebes, das aus mindestens einer ersten Scheibe1 und einer zweiten Scheibe2 besteht, die paarweise angeordnet sind und ähnlich wie zwei Zahnräder ineinander greifende Mittel besitzen. - Die erste Scheibe
1 , die eine Bolzenscheibe ist, besitzt eine Vielzahl von Bolzen5 , die am Umfang der Scheibe1 axial beweglich angeordnet sind und die zweite Scheibe2 , die eine Keilscheibe ist, besteht aus zwei auf einer Achse4 gegeneinander beweglichen Teilscheiben2.1 und2.2 . Die einander zugewandten Flächen8 der Teilscheiben2.1 und2.2 sind kegelförmig geformt und besitzen radial angeordnete Nuten6 und Stege7 . - Die beiden Teilscheiben
2.1 und2.2 der zweiten Scheibe2 sind derart in Umlaufrichtung gegeneinander versetzt angeordnet, dass immer einem Steg7 der einen Teilscheibe2.1 oder2.2 eine Nut6 der anderen Teilscheibe2.1 oder2.2 gegenübersteht, so dass die Bolzen5 der Bolzenscheibe1 wechselseitig durch einen Steg7 der einen Teilscheibe2.1 oder2.2 in die Nut6 der anderen Teilscheibe2.1 oder2.2 gedrückt werden. - Die Nuten
6 und die Stege7 sind radial angeordnet und dementsprechend nach außen, zum Rand der Scheibe hin, strahlenförmig erweitert. - Je nach Übersetzung werden die Bolzen
5 der ersten Scheibe1 wechselseitig in die Nuten6 der Teilscheiben2.1 und2.2 der zweiten Scheibe2 gedrückt. Je nach dem, wie tief die Bolzen5 zwischen die Teilscheiben2.1 und2.2 eindringen, werden gleichzeitig die beiden Teilscheiben2.1 und2.2 durch die Kegelform ihrer Flächen8 auseinandergedrückt. - Dabei stehen die Teilscheiben
2.1 und2.2 unter einem Federdruck, durch den die Teilscheiben2.1 ,2.2 beim Herausfahren der Bolzen5 wieder zusammengedrückt werden. - Entsprechend
3 befinden sich bei geringer Übersetzung mehrere Bolzen5 in einer Nut6 und bei hoher Übersetzung, wie in4 dargestellt, nur noch ein Bolzen5 . - Abweichend von einer geradlinigen radialen Ausrichtung können die Stege
7 und die Nuten6 auch von einer radialen Linie kurvenförmig abweichen. - Das Prinzip des wechselseitigen Einlaufens der Bolzen
5 der ersten Scheibe1 in die Nuten6 der beiden Teilscheiben2.1 und2.2 der zweiteiligen Keilscheibe2 ist in5 bei einem geringen Übersetzungsverhältnis gemäß3 und in6 bei einem hohen Übersetzungsverhältnis gemäß4 dargestellt. Beim Einlaufen eines Bolzens5 in die Keilscheibe2 wird dieser zunächst von einer Einlaufkante9 eines Steges7 der einen Teilscheibe2.1 erfasst und anschließend in die Nut6 der anderen Teilscheibe2.2 gedrückt. Befindet sich der Bolzen5 vollständig in der Nut6 , drückt er gegen die Arbeitskante eines Steges7 der Teilscheibe2.2 und nimmt diese mit. Der Bolzen5 drückt solange gegen diese Kante bis er die Keilscheibe2 verlassen bzw. bei tiefer eingedrungenen Bolzen5 durch die Kegelform der Teilscheiben2.1 ,2.2 keine Berührung mehr mit der Keilscheibe2 hat. Dieser Vorgang findet abwechselnd zwischen den Stegen7 und Nuten6 , mal an der einen Teilscheibe2.1 und mal an der anderen Teilscheibe2.2 statt. Je nach Eindringtiefe der Bolzenscheibe1 in die Keilscheibe2 können sich ein Bolzen5 (6 ) oder mehrere Bolzen5 (5 ) gleichzeitig in einer Nut6 befinden. - Bezugszeichenliste
- 1
- erste Scheibe, Bolzenscheibe
- 2
- zweite Scheibe; zweiteilige Keilscheibe
- 2.1
- rechte Teilscheibe
- 2.2
- linke Teilscheibe
- 3
- Welle der Bolzenscheibe
- 4
- Welle der Keilscheibe
- 5
- Bolzen
- 6
- Nuten
- 7
- Stege
- 8
- kegelförmig gewölbte Flächen der Keilscheibe
- 9
- stirnseitige Einlauf kante
- 10
- Nabenachse
- 11
- Hohlrad
- 12
- Nabenhülse
- 13
- Sonnenrad
- 14
- Planetenträger
- 15
- Planetenräder
- 16
- Ritzel
- 17
- Schwinge
- 18
- Planetenradachsen
- 19
- Achse von Sonnenrad und Hohlrad
- 20
- Steuerscheibe
- 21
- Schaltstifte
Claims (6)
- Nabenschaltgetriebe zum Übertragen einer Drehbewegung auf ein in einem Rahmen gehaltenem Rad mit stufenlos veränderlichem Übersetzungsverhältnis bestehend aus – einer im Rahmen befestigten Nabenachse (
10 ), – einer die Nabenachse (10 ) gleichachsig und relativ dazu drehbar umschließenden Nabenhülse (12 ), – einem innerhalb der Nabenhülse (12 ) angeordnetem Planetengetriebe, umfassend ein Sonnenrad (13 ), mehrere das Sonnenrad (13 ) umlaufende und durch einen Planetenträger (14 ) gehaltene Planetenräder (15 ) und ein die Planetenräder (15 ) umschließendes und auf diesen umlaufendes Hohlrad (11 ), wobei – das Planetengetriebe antriebsseitig mit einem auf der Nabenachse (10 ) gelagerten Antriebsritzel (16 ) und antriebsseitig mit der Nabenhülse (12 ) verbunden ist, – das Sonnenrad (13 ), die Planetenräder (15 ) und das Hohlrad (11 ) als Scheiben ausgebildet sind, wobei – eine Scheibe eine Bolzenscheibe (1 ) ist, die mit den beiden anderen Scheiben, die als Keilscheiben (2 ) ausgebildet sind, in Eingriff steht oder – zwei Scheiben als Bolzenscheiben (1 ) ausgebildet sind, die mit einer, dazwischen angeordneten Keilscheibe (2 ) in Eingriff stehen, wobei – die Bolzenscheibe (1 ) eine Vielzahl von Bolzen (5 ) trägt, die auf dem Umfang der Bolzenscheibe (1 ) axial beweglich angeordnet sind, – die Keilscheibe (2 ) aus zwei auf einer Welle (4 ) gegeneinander beweglichen Teilscheiben (2.1 ,2.2 ) besteht, wobei die einander zugewandten Flächen (8 ) der Teilscheiben (2.1 ,2.2 ) eine zur Welle (4 ) hin zunehmende Wölbung aufweisen und radial angeordnete Nuten (6 ) und Stege (7 ) besitzen, – die beiden Teilscheiben (2.1 ,2.2 ) der zweiten Scheibe (2 ) derart in Umlaufrichtung gegeneinander versetzt sind, dass immer einem Steg (7 ) der einen Teilscheibe (2.1 oder2.2 ) eine Nut (6 ) der anderen Teilscheibe (2.1 oder2.2 ) gegenübersteht, so dass die Bolzen (5 ) wechselseitig durch den Steg (7 ) der einen Teilscheibe (2.1 oder2.2 ) in die Nut (6 ) der anderen Teilscheibe (2.1 oder2.2 ) gedrückt sind und – die Planetenräder (15 ) am Planetenträger (14 ) in Schwingen (17 ) gelagert angeordnet sind, wodurch die Achsen (18 ) der Planetenräder (15 ) gegenüber der gemeinsamen ortsfesten Achse (19 ) von Sonnenrad (13 ) und Hohlrad (11 ) verschiebbar sind. - Nabenschaltgetriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Achsen (
18 ) der Planetenräder (15 ) mittels einer Steuerscheibe (20 ) geführt sind, so dass durch ein Verdrehen des Planetenträgers (14 ) relativ zur Steuerscheibe (20 ) die Achsen (18 ) der Planetenräder (15 ) gegenüber der gemeinsamen Achse (19 ) von Sonnenrad (13 ) und Hohlrad (11 ) verschiebbar sind. - Nabenschaltgetriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe mit einer Freilaufkupplung (
21 ) ausgerüstet ist. - Nabenschaltgetriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Sonnenrad (
13 ) auf der Nabenachse (10 ) feststeht, der Planetenträger (14 ) mit dem Ritzel (16 ) verbunden ist und das Hohlrad (11 ) die Nabenhülse (12 ) antreibt. - Nabenschaltgetriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Sonnenrad (
13 ) auf der Nabenachse (10 ) feststeht, das Hohlrad (11 ) mit dem Ritzel (16 ) verbunden ist und der Planetenträger (14 ) die Nabenhülse (12 ) antreibt. - Nabenschaltgetriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nabenhülse (
12 ) mit dem Ritzel (16 ) verbunden ist und das Hohlrad (11 ), der Planetenträger (14 ) und das Sonnenrad (13 ) über die Nabenachse (10 ) im Rahmen festgehalten sind.
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-
2003
- 2003-10-09 DE DE20315689U patent/DE20315689U1/de not_active Expired - Lifetime
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