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DE20315498U1 - Winkelprofilelement als Ausgangselement zum Aufbau von Vorrichtungen zur Aufnahme von Werkstücken - Google Patents

Winkelprofilelement als Ausgangselement zum Aufbau von Vorrichtungen zur Aufnahme von Werkstücken Download PDF

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DE20315498U1
DE20315498U1 DE20315498U DE20315498U DE20315498U1 DE 20315498 U1 DE20315498 U1 DE 20315498U1 DE 20315498 U DE20315498 U DE 20315498U DE 20315498 U DE20315498 U DE 20315498U DE 20315498 U1 DE20315498 U1 DE 20315498U1
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angle
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B25HAND TOOLS; PORTABLE POWER-DRIVEN TOOLS; MANIPULATORS
    • B25BTOOLS OR BENCH DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, FOR FASTENING, CONNECTING, DISENGAGING OR HOLDING
    • B25B5/00Clamps
    • B25B5/006Supporting devices for clamps

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Bending Of Plates, Rods, And Pipes (AREA)

Abstract

Winkelprofilelement aus Metall, vorzugsweise aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung, als Ausgangselement zum Aufbau von Vorrichtungen zur Aufnahme von Werkstücken mit zwei winkelig zueinander angeordneten, in einer Längsrichtung verlaufenden Schenkeln (2, 3), wobei in wenigstens jeweils einer Oberfläche der Schenkel (2, 3) in der Längsrichtung verlaufende, in gleichmäßigen Abständen (Rasterabständen) zueinander angeordnete Längsnuten (4) und in dem Raum zwischen je zwei Längsnuten (4) in dem Material der Schenkel (2, 3) ebenfalls in der Längsrichtung geführte, parallel zueinander und zu den Längsnuten (4) verlaufende Längsbohrungen (5) vorgesehen sind.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Winkelprofilelement aus Metall, vorzugsweise aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung, als Ausgangselement zum Aufbau von Vorrichtungen zur Aufnahme von Werkstücken. Sie betrifft ferner eine unter Verwendung derartiger Winkelprofilelemente aufgebaute Vorrichtung zur Aufnahme von Werkstücken.
  • Insbesondere in der Automobilindustrie, aber auch in anderen Industriezweigen, müssen vielfach komplex geformte Werkstücke, wie bspw. Kotflügel, Motorraumhauben oder ähnliches, präzise im Raum aufgespannt werden, um diese zu vermessen oder zu bearbeiten. Für diese Zwecke werden komplex strukturierte Vorrichtungen zum Aufnehmen (bzw. Aufspannen) der Werkstücke eingesetzt. Diese Vorrichtungen müssen individuell für das aufzunehmende Werkstück errichtet, an dessen Form angepaßt werden. Auf einer solchermaßen einmal errichteten Vorrichtung werden dann über längere Zeiträume hinweg immer wieder gleich geformte Werkstücke aufgenommen.
  • Aus der EP 0 222 147 B1 ist ein Baukastensystem zum Aufbau derartiger Vorrichtungen bekannt. Vorteil ist hier die nahe zu beliebige Kombinierbarkeit einiger weniger Grundelemente, die den Aufbau von nahezu allen erdenklichen Raumstrukturen aus diesen Elementen ermöglicht. Das vorbekannte System ist darauf ausgerichtet, daß dessen Einzelelemente wiederverwendet werden können. Nach Ablauf der Nutzungsdauer der aus den Elementen des Baukastensystems errichteten Vorrichtung kann die Vorrichtung wieder zerlegt und die einzelnen Elemente können wieder verwendet werden. Dieses Baukastensystem hat sich auch in der Praxis hervorragend bewährt.
  • Allerdings kann es Fälle geben, in denen eine Vorrichtung zum Aufnehmen (Aufspannen) von Werkstücken nur für einen einzigen Lebenszyklus verwendet werden soll, es nicht erforderlich ist, die einzelnen Elemente erneut zu verwenden. Für derartige Fälle ist das vorbekannte System oft „überqualifiziert", es ist schlicht zu kostenaufwendig.
  • Vor diesem Hintergrund ist es Aufgabe der Erfindung, ein Bauelement anzugeben, welches kostengünstig herzustellen ist und zum Aufbau einer Vorrichtung zur Aufnahme von Werkstücken verwendet werden kann. Dabei kann in Kauf genommen werden, daß das Bauelement im Einsatz der tatsächlichen Verwendung angepaßt noch nachbearbeitet werden muß. Zugleich soll eine einfache, kostengünstige Vorrichtung zur Aufnahme von Werkstücken angegeben werden.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung zunächst vorgeschlagen ein Winkelprofilelement aus Metall, vorzugsweise aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung, als Ausgangselement zum Aufbau von Vorrichtungen zur Aufnahme von Werkstücken mit zwei winkelig zueinander angeordneten, in einer Längsrichtung verlaufenden Schenkeln, wobei in wenigstens jeweils einer Oberfläche der Schenkel in der Längsrichtung verlaufende, in gleichmäßigen Abständen (Rasterabständen) zueinander angeordnete Längsnuten und in dem Raum zwischen je zwei Längsnuten in dem Material der Schenkel ebenfalls in der Längsrichtung geführte, parallel zueinander und zu den Längsnuten verlaufende Längsbohrungen vorgesehen sind.
  • Der Pfiff des erfindungsgemäßen Winkelprofilelementes liegt darin, daß es sowohl in der beschriebenen Form bereits verwendet, als auch als „Halbzeug" für den Aufbau der konkreten Vorrichtung weiter bearbeitet werden kann.
  • Bereits in seiner Grundform bietet das Winkelprofilelement eine Vielzahl von Funktionen. So können die Längsbohrungen genutzt werden, um in diesen Mutterneile zu verankern bzw. Schrauben durch sie hindurch zu führen und somit Verbindungen zwischen einzelnen Winkelprofilelementen zu schaffen. Auch können in den Längsbohrungen Kabel, Druckluft- oder Vakuumleitungen und ähnliches geführt werden. Die Nuten können als Führungen für Rollen dienen, sie können aber auch entsprechend gestalteten Halteelementen zum Eingriff dienen.
  • Das Winkelprofilelement kann jedoch auch durch Zuschneiden, Bohren oder andere Bearbeitung in die für die Verwendung in der Vorrichtung erforderliche Form gebracht werden. Dabei dienen die im gleich bleibenden Rastermaß zueinander beabstandeten Längsnuten als Schnittvorgabelinien. Durch Schneiden, bspw. Wasserstrahl- oder Laserschneiden, entlang der Längsnuten erhält man neue Winkelprofilelemente, die in ihrer Bemaßung noch zu dem Raster des Ursprungselementes passen. Dadurch, daß die Längsbohrungen in dem Material der Schenkel zwischen den Längsnuten geführt sind, werden diese bei einem solchen Zuschneiden nicht beschädigt.
  • Die Längsbohrungen können allerdings auch bewußt von einer Oberfläche her aufgefräst werden, um T-Nuten zu erhalten, die dann zur Befestigung weiterer Elemente dienen können.
  • Sofern in der zu errichtenden Vorrichtung bestimmte Winkel zu realisieren sind, können die Winkelprofilelemente z.B. „schräg" abgeschnitten werden.
  • Auch können zwei oder mehr Winkelprofilelemente zur Erhöhung der durch den Winkel ohnehin bereits gegebenen Steifigkeit zu einem „Rohr" zusammengestellt und entsprechend miteinander verbunden werden.
  • Mittels unterschiedlicher, vergleichsweise einfacher Bearbeitungsschritte kann aus dem ohnehin bereits vielseitig verwendbaren Winkelprofil ein in der Funktionalität in einem großen Bereich einstellbares Element geschaffen werden. Derartige Bearbeitungen können einfach am Ort der Montage der Vorrichtung erfolgen.
  • Die Längsnuten können in Längsrichtung unterbrochen sein, sind aber vorzugsweise entlang der gesamten Längserstreckung der Schenkel ausgebildet. Auf diese Weise kann ein Trennschnitt über die gesamte Länge der Schenkel sicher geführt und die Längsnuten können über die gesamte Länge der Schenkel als Führungs- oder Haltenuten genutzt werden.
  • Sind die Längsnuten unter Bildung von Längsfasen an ihren Rändern im wesentlichen V-förmig ausgebildet, muß nach einem Trennschnitt in einer Längsnuten das Winkelprofilelement an der Schnittkante nicht mehr entgratet bzw. angefast werden. Die Fase besteht bereits als eine der ehemaligen Seitenwände der Nut. Dies vereinfacht die bedarfsgerechte Anpassung des Winkelprofilelementes und spart einen Bearbeitungsschritt und damit Zeit und Kosten.
  • Sind auf beiden, einander gegenüberliegenden Oberflächen der Schenkel in jeweils gleichen Abständen von den dem Winkel gegenüberliegenden Seitenrändern der Schenkel Längsnuten angebracht, wird ein Trennen entlang der Längsnuten noch vereinfacht, das Winkelprofilelement hinsichtlich des Einsatzes von mit den Längsnuten zusammenwirkenden weiteren Elementen noch flexibler. Auch entfällt bei wie vorstehend beschrieben ausgebildeten Längsnuten nach dem Trennen das Entgraten bzw. Anfasen der Schnittkante auf beiden Seiten.
  • Vorzugsweise ist der Abstand zwischen zwei benachbarten Längsnuten gleich der Materialstärke der Schenkel. Die Materialstärke der Schenkel entspricht mit anderen Worten dem Rastermaß. Dies gibt bei der Gestaltung weiterer Bauelemente aus den Winkelprofilelementen und beim Zusammenfügen derselben zu einer Aufnahmevorrichtung eine höhere Freiheit.
  • Längsbohrungen mit gleichen Durchmessern erhöhen die Flexibilität und Kompatibilität der Winkelprofilelemente ebenfalls. Gleiches gilt, wenn die Längsbohrungen gemessen von ihren Mittelpunkten den gleichen Abstand (Rastermaß) aufweisen wie zwei benachbarte Längsbohrungen.
  • Sind die quer zur Längsrichtung verlaufenden Stirnflächen der Schenkel als senkrecht zu den Achsen der Längsbohrungen, und damit senkrecht zu der Längsrichtung, verlaufende Anschlußflächen ausgebildet, kann das Winkelprofilelement ohne weiteres exakt senkrecht auf bspw. eine Grundplatte aufgesetzt und mittels in die Längsbohrung eingreifender Schrauben oder ähnlicher Befestigungsmittel befestigt werden.
  • Die Flexibilität der Winkelprofilelemente wird durch einen zwischen den Schenkeln eingeschlossenen rechten Winkel erhöht. Ein solcher Winkel erlaubt einen Aufbau einer Vorrichtung entlang dem kartesischen Koordinatensystem angepaßten Koordinatenrichtungen.
  • Ein einfaches und kostengünstiges Verfahren, die erfindungsgemäßen Winkelprofilelemente herzustellen, ist das Strangpressen.
  • Eine vorrichtungsseitige Lösung der Aufgabe besteht in einer unter Verwendung vorstehend beschriebener Winkelprofilelemente aufgebauten Vorrichtung zur Aufnahme von Werkstücken.
  • Nachfolgend wird die Erfindung in einem anhand der beigefügten Figuren geschilderten Ausführungsbeispiel näher erläutert. Aus dieser Beschreibung lassen sich weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung erkennen. In den Figuren zeigen:
  • 1 ein erfindungsgemäßes Winkelprofilelement in der Grundform,
  • 2 ein aus dem in 1 gezeigten Winkelprofilelement in der Grundform durch weiteres Bearbeiten erhaltenes Winkelprofilelement,
  • 3 einen aus einem in 1 gezeigten Winkelprofilelement und einem in 2 gezeigten Winkelprofilelement sowie einer Kniehebelzwinge zusammengefügten Aufbau,
  • 4 einen ähnlichen Aufbau wie in 3,
  • 5 ein aus zwei Winkelprofilelementen zusammengesetztes, rohrförmiges Element und
  • 6 einen aus zwei ineinander verschachtelten Winkelprofilelementen gebildeten Aufbau.
  • In 1 ist ein erfindungsgemäßes Winkelprofilelement 1 dargestellt. Dieses Winkelprofilelement 1 ist aus Aluminium bzw. einer Aluminiumlegierung durch Strangpressen hergestellt und auf eine vorbestimmte Länge abgelängt. Es weist zwei Schenkel 2, 3 auf, die sich in einem rechten Winkel treffen. Die Schenkel 2, 3 haben in der Längsrichtung des Winkelprofilelementes 1 eine längere Erstreckung als in der von dem Winkel nach außen weisenden Richtung.
  • In den Schenkeln 2, 3 sind auf den beiden einander gegenüberliegenden, sich jeweils in dem Winkel treffenden Oberflächen in regelmäßigen Abständen Längsnuten 4 angeordnet, die sich über die gesamte Längserstreckung der Schenkel 2, 3 erstrecken. Die Längsnuten 4 sind V-förmig ausgebildet und liegen einander auf der Vorder- bzw. Rückseite der Schenkel 2, 3 exakt gegenüber, d.h. sie haben auf beiden Seiten jeweils denselben Abstand von der dem Winkel gegenüberliegenden Außenkante der Schenkel 2, 3. Die Längsnuten 4 verlaufen in regelmäßigen Abständen (Rastermaß). Der Abstand zwischen zwei Längsnuten 4 entspricht dabei genau der Materialstärke der Schenkel 2, 3. Die Längsnuten 4 sind in das Winkelprofilelement 1 bereits beim Strangpreßvorgang eingearbeitet worden.
  • Mittig zwischen jeweils zwei Längsnuten 4 sind im Innern des Materials der Schenkel 2, 3 durch die gesamte Länge der Schenkel 2, 3 Längsbohrungen 5 geführt, die ebenfalls in Längsrichtung, also parallel zueinander und zu den Längsnuten 4 verlaufen. Benachbarte Längsbohrungen 5 haben gemessen von Mittelpunkt zu Mittelpunkt den gleichen Abstand (Rastermaß) wie zwei benachbarte Längsnuten 4. Alle Längsbohrungen 5 haben den gleichen Durchmesser, wobei der Durchmesser so gewählt ist, daß die Bohrungen nicht in den Bereich der Schenkel 2, 3 zwischen zwei Längsnuten 4 hineinragen. Im Bereich des Scheitels des Winkels zwischen den beiden Schenkeln 2, 3 ist ebenfalls eine Längsbohrung 5 geführt. Die Längsbohrungen 5 können als Aufnahme für Gewindestücke, als Halt für gewindeschneidende Schrauben oder auch als Kanäle zum Führen von Kabeln, Leitungen, Druckluft oder Vakuum dienen. Ausgehend von der im Scheitel des Winkels angeordneten Längsbohrung 5 erstrecken sich in jeden der Schenkel 2, 3 vier weitere Längsbohrungen 5. Die Zahl der Längsbohrungen in dem Winkelprofilelement 1 ist jedoch unkritisch und nicht auf diesen Wert begrenzt. Auch können die einzelnen Schenkel 2, 3 unterschiedliche Anzahlen von Längsbohrungen 5 aufweisen. Auch die Längsbohrungen 5 werden bereits beim Herstellungsverfahren durch Strangpressen gebildet.
  • Die in Längsrichtung verlaufenden Außenkanten der Schenkel 2, 3 sind mit Längsfasen 6 versehen, welche ebenfalls bereits beim Strangpressen gebildet werden.
  • Die Stirnflächen der Schenkel 2, 3 sind als senkrecht zu den Achsen der Längsbohrungen 5, also auch zu der Längsrichtung, verlaufende Anschlußflächen 7 ausgebildet. Diese Anschlußflächen 7 erlauben eine senkrechte Befestigung des Winkelprofilelementes 1 z. B. auf einer horizontal ausgerichteten Grundplatte.
  • Das Winkelprofilelement 1 kann in der abgebildeten Form direkt zum Aufbau von Vorrichtungen zur Aufnahme von Werkstücken verwendet werden, es kann jedoch auch als Halbzeug zur Gewinnung anders geformter Elemente durch weiteres Bearbeiten verwendet werden.
  • Für die weitere Bearbeitung des Winkelprofilelementes 1 dienen die Längsnuten 4 als Hilfe. Entlang der Längsnuten 4 kann bspw. mittels Wasserstrahl- oder Laserschneidens ein Schnitt geführt werden. Die Längsnuten 4 dienen so als Hilfslinien für die Schnittführung, und es ist sichergestellt, daß das nach dem Schneiden entstandene Winkelprofilelement mit dem ursprünglichen Winkelprofilelement 1 im Raster zusammenpaßt. Weiter ist durch die V-Form der Längsnuten 4 gewährleistet, daß nach dem Trennen entlang der Längsnuten 4 an den Schnittstellen die neu entstandenen Längskanten des Schenkels eine Längsfase 6 aufweisen. Diese Längsfase 6 ist die vorherige Wand der V-förmigen Längsnut 4. Hierdurch kann ein ansonsten fälliges Entgraten und Anfasen der Schnittkante unterbleiben, was Zeit und Kosten spart.
  • In 2 ist ein solches durch weitere Bearbeitung aus dem Winkelprofilelement 1 aus 1 erhaltenes Winkelprofilelement 10 gezeigt. Das Winkelprofilelement 10 ist insgesamt gegenüber dem ursprünglichen Winkelprofilelement 1 verkürzt, es wurde durch Ablängen von dem ursprünglichen Winkelprofilelement 1 gewonnen. Der in der Figur links dargestellte Schenkel 20 des Winkelprofilelementes 10 ist durch Schneiden entlang der von außen gesehen ersten Längsnut 4 des Winkelprofilelementes 1 gebildet. Er ist mithin um die Einheit eines Rastermaßes gegenüber dem ursprünglichen Schenkel 2 verkürzt. Die neuen Längsfasen 6 an den Außenkanten dieses Schenkels sind durch die ehemaligen Wände der V-förmigen Längsnut 4, entlang derer der Trennschnitt geführt worden ist, gebildet. Der in der Figur rechts dargestellte Schenkel 30 ist an seinem in der Figur oben dargestellten Ende mit einem Absatz versehen worden, der durch Ausschneiden aus dem Schenkel 3 des ursprünglichen Winkelprofilelementes 1 gebildet worden ist. Die Tiefe des Absatzes entspricht genau der Materialstärke der Schenkel 2, 3 bzw. 20, 30 und damit auch dem Rastermaß.
  • In 3 ist dargestellt, wie das in 2 gezeigte Winkelprofilelement 10 als Abschluß an der Stirnseite eines Winkelprofilelementes 1 dient. Das Winkelprofilelement 10 ist mit seinem Schenkel 20 auf die Anschlußfläche 7 des Winkelprofilelementes 1 aufgelegt und stützt sich mit seinem Schenkel 30 an dem in der 3 links dargestellten Schenkel des Winkelprofilelementes 1 innen ab. Durch den Absatz in dem Schenkel 30 des Winkelprofilelementes 10 kann dieses auf der Anschlußfläche 7 des in 3 links dargestellten Schenkels des Winkelprofilelementes 1 aufliegen. Mit Schrauben 8a, 8b und 9 ist das Winkelprofilelement 10 entlang aller drei Raumrichtungen mit dem Winkelprofilelement 1 verbunden. Die Schraube 8a ist durch eine in das Winkelprofilelement 1 zu diesem Zweck eingebrachte Bohrung in eine der Längsbohrungen 5 in dem Schenkel 30 des Winkelprofilelementes 10 geführt und dort festgelegt. Die Schraube 8b ist durch eine zu diesem Zweck in das Winkelprofilelement 1 eingebrachte Bohrung und durch eine ebenfalls zu diesem Zweck senkrecht zur dessen Längsrichtung in den Schenkel 30 des Winkelprofilelementes 10 eingebrachte Bohrung geführt und bspw. mit einer Mutter gesichert. Die Schraube 9 schließlich ist durch eine eigens für diesen Zweck in den Schenkel 20 des Winkelprofilelementes 10 geführte Bohrung in eine der Längsbohrungen 5 in dem in 3 links dargestellten Schenkel des Winkelprofilelementes 1 geführt und dort gesichert. Zur exakten Einstellung der Raumlage können zwischen die Winkelprofilelemente 1 und 10 an den Verbindungsstellen noch Distanzscheiben unterschiedlicher Stärke zwischengelegt werden.
  • Die Verschraubung des Winkelprofilelementes 10 an dem Winkelprofilelement 1 entlang der drei unabhängigen Raumrichtungen (Koordinaten) verschafft dieser Verbindung einen besonders festen Halt.
  • Auf das Winkelprofilelement 10 ist mit einer Kniehebelzwinge 40 ein Beispiel für ein Anbauelement aufgesetzt. Es können selbstverständlich neben der gezeigten Kniehebelzwinge 40 beliebige andere Anbauelemente Verwendung finden.
  • In 4 ist ein der 3 ähnlicher Aufbau aus einem Winkelprofilelement 11 und einem an dieses stirnseitig als Abschluß angesetzten Winkelprofilelement 10 gezeigt. Dieser Aufbau unterscheidet sich von dem in 3 gezeigten darin, daß das Winkelprofilelement 11 nicht ein in 1 gezeigtes „Grundelement" ist, sondern ein aus dem dort gezeigten Winkelprofilelement 1 durch schräges Abschneiden einer Stirnseite gewonnenes Winkelprofilelement 11. Die Anschlußflächen 70 verlaufen in diesem Abschnitt des Winkelprofilelementes 11 mit anderen Worten nicht mehr senkrecht zur Längsrichtung, sondern um einen Winkel geneigt. Entsprechend ist auch das Winkelprofilelement 10 im Raum geneigt, es können auf diese Weise andere als rechte Winkel in der aufzubauenden Vorrichtung realisiert werden.
  • In 5 ist ein weiteres Beispiel für eine Kombination aus einem Winkelprofilelement 1 (Grundelement) und einem aus diesem durch weitere Bearbeitung gewonnenen Winkelprofilelement 12 gezeigt. Das Winkelprofilelement 12 ist aus dem Winkelprofilelement 1 durch wie oben beschriebenes Abtrennen (Abschneiden) des jeweils letzten Abschnittes der Schenkel 2, 3 (entlang der jeweils äußersten Längsnut 4) geformt. Zusammen können die Winkelprofilelemente 1 und 12 wie dargestellt zu einem röhrförmigen Element verbunden werden, um, dort wo es in der zu errichten Vorrichtung erforderlich ist, einen höheren Halt bzw. eine bessere Stabilität zu erhalten. Beide Winkelprofilelemente 1, 12 werden dazu mit hier nicht gezeigten Schrauben oder anderen Verbindungsmitteln verbunden, sie können auch verschweißt werden. Selbstverständlich kann dasselbe rohrförmige Element auch aus zwei durch Abtrennen des letzten Abschnittes an jeweils nur einem Schenkel 2 bzw. 3 an dem Winkelprofilelement 1 gewonnenen Winkelprofilelementen zusammengesetzt werden.
  • In 6 ist schließlich ein weiterer möglicher Aufbau aus einem Winkelprofilelement 1 und einem Winkelprofilelement 12, die wie in 5 dargestellt geformt sind, gezeigt. Hier sind die beiden Winkelprofilelemente ineinander verschachtelt angeordnet, und das Winkelprofilelement 12 ist gegenüber dem Winkelprofilelement 1 angehoben. Auch hier sind die erforderlichen Verbindungen, bspw. mittels Schrauben, nicht dargestellt.
  • Aus der Beschreibung wird deutlich, daß basierend auf den erfindungsgemäßen Winkelprofilelementen durch einfache Bearbeitung der Grundelemente eine Vielzahl von funktionalen Elementen geschaffen werden kann, die sich auf mannigfaltige Weise zu einer Vorrichtung zur Aufnahme von Werkstücken zusammenfügen lassen. Aus dem Grundelement, einem wie beschrieben aufgebauten Winkelprofilelement, können nicht nur weitere Winkelprofilelemente gewonnen werden, sondern es können auch Platten abgetrennt werden, die ebenfalls beim Aufbau der Vorrichtung genutzt werden können.
  • Bezugszeichenliste
  • 1
    Winkelprofilelement
    2
    Schenkel
    3
    Schenkel
    4
    Längsnut
    5
    Längsbohrung
    6
    Längsfase
    7
    Anschlußfläche
    8a, 8b
    Schraube
    9
    Schraube
    10
    Winkelprofilelement
    11
    Winkelprofilelement
    12
    Winkelprofilelement
    20
    Schenkel
    30
    Schenkel
    40
    Kniehebelzwinge
    70
    Anschlußfläche

Claims (11)

  1. Winkelprofilelement aus Metall, vorzugsweise aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung, als Ausgangselement zum Aufbau von Vorrichtungen zur Aufnahme von Werkstücken mit zwei winkelig zueinander angeordneten, in einer Längsrichtung verlaufenden Schenkeln (2, 3), wobei in wenigstens jeweils einer Oberfläche der Schenkel (2, 3) in der Längsrichtung verlaufende, in gleichmäßigen Abständen (Rasterabständen) zueinander angeordnete Längsnuten (4) und in dem Raum zwischen je zwei Längsnuten (4) in dem Material der Schenkel (2, 3) ebenfalls in der Längsrichtung geführte, parallel zueinander und zu den Längsnuten (4) verlaufende Längsbohrungen (5) vorgesehen sind.
  2. Winkelprofilelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsnuten (4) über die gesamte Längserstreckung der Schenkel (2, 3) ausgebildet sind.
  3. Winkelprofilelement nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsnuten (4) unter Bildung von Längsfasen (6) an ihren Rändern im wesentlichen V-förmig ausgebildet sind.
  4. Winkelprofilelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils auf beiden einander gegenüberliegenden Oberflächen der Schenkel (2, 3) in gleichen Abständen von den dem Winkel gegenüberliegenden Seitenrändern der Schenkel (2, 3) Längsnuten (4) angebracht sind.
  5. Winkelprofilelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen zwei benachbarten Längsnuten (4) gleich der Materialstärke der Schenkel (2, 3) ist.
  6. Winkelprofilelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß alle Längsbohrungen (5) den gleichen Durchmesser aufweisen.
  7. Winkelprofilelement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß benachbarte Längsbohrungen (5) gemessen als Abstand ihrer Mittelpunkte den gleichen Abstand (Rasterabstand) aufweisen wie zwei benachbarte Längsnuten (4).
  8. Winkelprofilelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß quer zur Längsrichtung verlaufende Stirnflächen der Schenkel (2, 3) als senkrecht zu den Achsen der Längsbohrungen (5) verlaufende Anschlußflächen (7) ausgebildet ist.
  9. Winkelprofilelement nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schenkel (2, 3) einen rechten Winkel einschließen.
  10. Winkelprofilelement nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß es durch Strangpressen hergestellt ist.
  11. Vorrichtung zur Aufnahme von Werkstücken, dadurch gekennzeichnet, daß sie unter Verwendung von Winkelprofilelementen (1, 10, 11, 12) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 aufgebaut ist.
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