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DE20315477U1 - Lager, insbesondere Gummilager - Google Patents

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DE20315477U1 DE20315477U DE20315477U DE20315477U1 DE 20315477 U1 DE20315477 U1 DE 20315477U1 DE 20315477 U DE20315477 U DE 20315477U DE 20315477 U DE20315477 U DE 20315477U DE 20315477 U1 DE20315477 U1 DE 20315477U1
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    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16FSPRINGS; SHOCK-ABSORBERS; MEANS FOR DAMPING VIBRATION
    • F16F1/00Springs
    • F16F1/36Springs made of rubber or other material having high internal friction, e.g. thermoplastic elastomers
    • F16F1/38Springs made of rubber or other material having high internal friction, e.g. thermoplastic elastomers with a sleeve of elastic material between a rigid outer sleeve and a rigid inner sleeve or pin, i.e. bushing-type
    • F16F1/3863Springs made of rubber or other material having high internal friction, e.g. thermoplastic elastomers with a sleeve of elastic material between a rigid outer sleeve and a rigid inner sleeve or pin, i.e. bushing-type characterised by the rigid sleeves or pin, e.g. of non-circular cross-section
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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    • F16F1/3842Method of assembly, production or treatment; Mounting thereof

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Abstract

Lager, insbesondere Gummilager, mit wenigstens einem Vulkanisationsträger (1) als Versteifungs- und/oder Befestigungselement, wobei der Vulkanisationsträger (1) im Bereich zumindest einer Längstrennlinie (4a, 4b) an jeweils einander benachbarten Längskanten mit zueinander komplementären Kantenprofilen (5, 6) ausgerüstet ist, dadurch gekennzeichnet, dass
– sich der Vulkanisationsträger (1) aus wenigstens einer inneren Schale (1a) und einer äußeren Schale (1b) mit jeweils zumindest einer inneren Längstrennlinie (4a) und einer äußeren Längstrennlinie (4b) zusammensetzt, wobei
– die beiden Längstrennlinien (4a, 4b) in Radialrichtung (R) nicht überlappend zueinander angeordnet sind, und wobei
– wenigstens eine der beiden Längstrennlinien (4a, 4b) an ihren jeweils einander benachbarten Längskanten mit den zueinander komplementären Kantenprofilen (5, 6) ausgerüstet ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Lager, insbesondere Gummilager, mit wenigstens einem Vulkanisationsträger als Versteifungs- und/oder Befestigungselement, wobei der Vulkanisationsträger im Bereich zumindest einer Längstrennlinie an jeweils einander benachbarten Längskanten mit zueinander komplementären Kantenprofilen ausgerüstet ist.
  • Ein Lager der eingangs beschriebenen Ausgestaltung wird im Rahmen der DE 100 49 611 C2 beschrieben. Hier dient der Vulkanisationsträger als Versteifungselement, welches in das Elastomer des eigentlichen Lagerkörpers zwischen einer Lagerinnenfläche und einer Lageraußenfläche einvulkanisiert oder eingebracht wird.
  • Ähnliche Vulkanisationsträger ohne Längstrennlinie mit an den benachbarten Längskanten vorhandenen komplementären Kantenprofilen sind durch die DE 199 50 680 A1 bekannt geworden. Hier dient das Lager, insbesondere Gummilager, zur Aufnahme eines Drehstabilisators. Dabei wird eine komplizierte Gestaltung des Vulkanisationsträgers verfolgt.
  • Schließlich gehört zum Stand der Technik ein Gummilager, vorzugsweise Stabilisatorlager, wie es in der DE 101 32 379 A1 beschrieben wird. In diesem Fall ist ein als Klammer ausgebildeter Vulkanisationsträger zur gemeinsamen Befestigung des Lagers und des darin aufgenommenen Profilstabes an anderen Bauteilen vorgesehen. Das Schließen der Klammer gelingt jedoch nur unter gesteigertem Aufwand.
  • Ferner existieren in der Praxis Lager, die der Gattung entsprechen. Obwohl komplementäre Kantenprofile im Bereich der Längstrennlinie vorgesehen sind, besteht bei derartigen Lagern die Gefahr, dass sich der Vulkanisationsträger im Betrieb und/oder während der Montage im Bereich der Längstrennlinie öffnet. Das gilt besonders dann, wenn der Vulkanisationsträger einen elastomeren Lagerkörper umschließt, welcher beispielsweise bei der Herstellung durch die Längstrennlinie nach Außen dringen kann. Hier will die Erfindung insgesamt Abhilfe schaffen.
  • Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, ein Lager, insbesondere Gummilager, der eingangs beschriebenen Gestaltung so weiter zu entwickeln, dass bei kostengünstiger Herstellung ein (unbeabsichtigtes) Öffnen des Vulkanisationsträgers an der Längstrennlinie unter allen Umständen verhindert wird.
  • Zur Lösung dieser technischen Problemstellung ist ein gattungsgemäßes Lager im Rahmen der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass sich der Vulkanisationsträger aus wenigstens einer inneren Schale und einer äußeren Schale mit jeweils zumindest einer inneren Längstrennlinie und einer äußeren Längstrennlinie zusammensetzt, wobei die beiden Längstrennlinien in Radialrichtung nicht überlappend zueinander angeordnet sind, und wobei wenigstens eine Längstrennlinie mit den zueinander komplementären Kantenprofilen ausgerüstet ist.
  • Der beschriebene Vulkanisationsträger setzt sich also – wenn man so will – aus einem Außen- und einem Zwischenrohr bzw. einer inneren Schale und einer äußeren Schale zusammen. Weil beide Schalen zumeist rohrartig ausgeführt sind, wird im Folgenden von der inneren Rohrschale und der äußeren Rohrschale gesprochen. Selbstverständlich werden auch Abweichungen von der Rohr- bzw. Zylinderform umfasst.
  • Bisher wird der Vulkanisationsträger aus einzelnen Rohrabschnitten hergestellt. Im Rahmen der Erfindung gelingt nun eine Kostenreduktion dergestalt, dass zwei (gebogene) Blechstreifen, nämlich die innere Schale bzw. Rohrschale und die äußere Schale bzw. Rohrschale zum Einsatz kommen. Demgegenüber ist eine einfach verschlossene Schale bzw. Rohrschale nicht (immer) in der Lage, den Druck des Gummis aufzunehmen. Diesem Aspekt trägt die Erfindung durch den Rückgriff auf die beiden Schalen bzw. Rohrschalen Rechnung, deren Längstrennlinien in Radialrichtung nicht überlappend zueinander angeordnet sind.
  • Das solchermaßen hergestellte Lager mit dem speziellen Vulkanisationsträger findet vorwiegend Verwendung im automobilen Bereich, z.B. als Schwingungsdämpfer, bei Fahrwerkskomponenten, der Lenkung, im Bereich der Achse als Anschlagpuffer, Kardanwellenaufhängung, Motoraufhängung etc. Außerdem lassen sich solche Lager im Haushaltsbereich bei Wasch- und Spülmaschinen sowie in Trocknern einsetzen.
  • Nach bevorzugter Ausführungsform verfügen sowohl die innere Längstrennlinie als auch die äußere Längstrennlinie an jeweils einander benachbarten Längskanten über die zuein ander komplementären Kantenprofile. Grundsätzlich kann aber auch nur die äußere Längstrennlinie oder auch nur die innere Längstrennlinie entsprechend gestaltet sein.
  • Aus Fertigungsgründen wird man darüber hinaus bei Realisierung von jeweils Kantenprofilen an der äußeren Längstrennlinie und der inneren Längstrennlinie mit jeweils übereinstimmenden Kantenprofilen arbeiten, die beispielsweise als ineinandergreifende Schwalbenschwänze, Omega-Zungen und -einformungen etc. ausgebildet sein können. Selbstverständlich lassen sich auch andere komplementäre Kantenprofile denken und werden vom Erfindungsgedanken umfasst, die zumeist form- und/oder kraftschlüssig ineinander greifen und verhindern, dass sich der Vulkanisationsträger nach dem Ineinandergreifen wieder öffnet.
  • Zumindest stellen die komplementären Kantenprofile sicher, dass Zug- oder Druckbelastungen auf den Vulkanisationsträger in Richtung der jeweiligen Längstrennlinie oder senkrecht (tangential) hierzu nicht dazu führen, dass die jeweilige Rohrschale geöffnet wird. Um nun auch radial wirkende Kräfte einwandfrei aufnehmen zu können, sind die beiden Längstrennlinien in Radialrichtung nicht überlappend zueinander angeordnet. Dabei hat es sich bewährt, die innere Längstrennlinie und die äußere Längstrennlinie gegenüberliegend zu platzieren.
  • Auf diese Weise kann sich die innere Längstrennlinie an ihren komplementären Kantenprofilen selbst bei einer Radialbelastung nicht öffnen, weil die betreffenden Kantenprofile von der äußeren Rohrschale in Position ge halten werden. Um diesen Effekt auch bei der äußeren Längstrennlinie vorteilhaft nutzen zu können, lassen sich die beiden Schalen durch beispielsweise Verprägen, Verdrücken, Verschweißen, Verkleben etc. miteinander verbinden. Selbstverständlich schließt die Erfindung insgesamt auch Ausgestaltungen ein, bei denen die äußere Rohrschale mit einer weiteren Rohrschale festgehalten wird.
  • Ebenso liegt es im Rahmen der Erfindung, zumindest die komplementären Kantenprofile an der äußeren Längstrennlinie entweder miteinander und/oder mit der inneren Rohrschale zu verbinden, so dass insgesamt auch Radialkräfte die betreffende (äußere) Rohrschale nicht zu öffnen in der Lage sind.
  • Die Verbindung der beiden Schalen untereinander kann so ausgeführt werden, dass mehrere über den jeweiligen Umfang der Rohrschale verteilt angeordnete Verbindungsstellen vorgesehen sind. Dabei haben sich beispielsweise zwei, vier, sechs, acht usw. Verprägungen, die jeweils über den Umfang verteilt angeordnet sind, als besonders günstig erwiesen.
  • Besonders einfach und kostengünstig ist es, wenn die innere und die äußere Rohrschale aus einem, ggf. mit dem Kantenprofil ausgerüsteten, Blechstreifen gebogen sind. Sofern sowohl die innere als auch die äußere Rohrschale über die komplementären Kantenprofile verfügen, wird man auf jeweils gleichgestaltete Blechstreifen zurückgreifen, die jeweils endseitig das komplementäre Kantenprofil besitzen. Nach dem Biegen werden diese beiden endseitigen Kanten miteinander durch den form- und/oder kraftschlüssigen Eingriff der jeweiligen Zinken miteinander verbunden.
  • Eine solche Biegung führt in der Regel auf eine zylinderförmige Gestalt des Vulkanisationsträgers, wenngleich natürlich auch kantige und mehreckige Querschnittsformen denkbar sind und vom Erfindungsgedanken umfasst werden. Sofern an der wenigstens einen Längstrennlinie keine komplementären Kantenprofile vorgesehen sind, verläuft diese als Gerade. Dagegen verfügt das komplementäre Kantenprofil über einen nicht geradlinigen Verlauf, welcher durch die jeweils form- und/oder kraftschlüssig ineinandergreifenden Zinken an den Kanten vorgegeben wird.
  • Zur Vervollständigung des beschriebenen Vulkanisationsträgers und Darstellung eines Gummilagers lassen sich die innere und/oder äußere Rohrschale mit einem elastomeren Kunststoff ausrüsten. Dazu wird eine entsprechende Gummischicht bzw. Elastomerschicht ggf. unter Zwischenschaltung eines Klebstoffes auf die jeweilige Rohrschale aufgespritzt. Bei diesem Vorgang kann problemlos ein von dem Lager aufgenommener Profilstab, Lenker etc. gleichzeitig mit in den elastomeren Kunststoff eingebettet werden.
  • Nach dem Auf- bzw. Einbringen der Gummischicht bzw. Elastomerschicht wird der Vulkanisationsträger ggf. noch einmal radial verstaucht, um die jeweils komplementären Kantenprofile miteinander zu verpressen. Hierbei handelt es sich jedoch nur um eine optionale Maßnahme, weil der erfindungsgemäße zweischichtige Aufbau aus den beiden benachbarten und ggf. miteinander verbundenen Rohrschalen zuverlässig das eingangs bereits beschriebene radiale Auf weiten im Bereich der jeweiligen Längstrennlinie verhindert. Hierin sind die wesentlichen Vorteile zu sehen.
  • Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert; es zeigen:
  • 1 das erfindungsgemäße Lager in schematischer Perspektivansicht,
  • 2 den Gegenstand nach 1 in einer Frontansicht und
  • 3 eine einzelne Rohrschale in nicht gebogenem Zustand.
  • In den Figuren ist ein Lager, nach dem Ausführungsbeispiel ein Gummilager dargestellt. Dieses verfügt ausweislich der 2 über einen Vulkanisationsträger 1, der als Versteifungs- und/oder Befestigungselement dient. Im Rahmen der vorgenannten Darstellung sorgt der Vulkanisationsträger 1 dafür, dass ein im Innern des Vulkanisationsträgers 1 vorgesehener und lediglich angedeuteter Gummikörper 2 aus einem elastomeren Kunststoff einen Profilstab 3 dämpfend umschließt. Bei diesem Profilstab 3 mag es sich um einen Drehstabilisator handeln, wenngleich hier auch Achslenker oder vergleichbare Stangen eines Kraftfahrzeuges stoßdämpfend aufgenommen werden können.
  • Mit Hilfe des Vulkanisationsträgers 1 wird das Lager bzw. der Gummikörper 2 an dem Profilstab 3 dämpfend gehalten. Gleichzeitig mag der Vulkanisationsträger 1 für eine Befestigung des Lagers an einem Kraftfahrzeugaufbau dienen. Das ist im Einzelnen jedoch nicht dargestellt. Außerdem handelt es sich bei den beschriebenen Kraftfahrzeuganwendungen nur um ein bevorzugtes und nichteinschränkendes Einsatzgebiet.
  • Anhand der 1 erkennt man am besten, dass der Vulkanisationsträger 1 über jeweils zwei Längstrennlinien 4a, 4b verfügt. Diese beiden Längstrennlinien 4a, 4b kommen auch in der 3 zum Ausdruck. Im Rahmen des Ausführungsbeispiels sind beide Längstrennlinien 4a, 4b an jeweils benachbarten Längskanten mit einem komplementären Kantenprofil 5, 6 ausgerüstet.
  • Dieses Kantenprofil 5, 6 setzt sich im Rahmen der Darstellung aus ineinandergreifenden Zinken 5, 6, sogenannten Schwalbenschwanzzinken 5, 6, zusammen. Selbstverständlich sind auch andere Kantenprofile 5, 6 denkbar, so z. B. Omega-Zungen, die in zugehörige Omega-Einformungen eingreifen, wie dies in der 3 angedeutet ist. Ebenso werden Ausgestaltungen von der Erfindung abgedeckt, bei denen nur eine der beiden Längstrennlinien 4a, 4b mit den zueinander komplementären Kantenprofilen an ihren Längskanten 4a, 4b ausgerüstet ist. Jedenfalls greifen die Zinken 5, 6 form- und/oder kraftschlüssig ineinander.
  • Weil sich der Vulkanisationsträger 1 erfindungsgemäß aus einer inneren Schale bzw. Rohrschale 1a und einer äußeren Schale bzw. Rohrschale 1b zusammensetzt, kann man eine innere Längstrennlinie 4a von einer äußeren Längstrennlinie 4b unterscheiden.
  • Anhand der 1 und 2 wird deutlich, dass die beiden Längstrennlinien 4a, 4b in Radialrichtung R nicht überlappend zueinander angeordnet sind. Damit meint die Erfindung, dass ausgehend von einem Mittelpunkt M des im Rahmen des Ausführungsbeispiels zylinderförmigen Vulkanisationsträgers 1 in besagter Radialrichtung R entweder nur die eine Längstrennlinie 4a oder nur die andere Längstrennlinie 4b geschnitten wird. Keinesfalls können also beide Längstrennlinien 4a, 4b entlang der Radialrichtung R gleichsam hintereinander angeordnet sein. Dabei hat es sich besonders bewährt, wenn die innere Längstrennlinie 4a und die äußere Längstrennlinie 4b gegenüberliegend (in Bezug auf den Mittelpunkt M) platziert sind, wie dies die 1 andeutet .
  • Beide Schalen bzw. Rohrschalen 1a, 1b sind in der Regel miteinander verbunden. Das kann durch Verprägen geschehen, wie dies in den Darstellungen gezeigt ist. Dabei haben sich mehrere über den Umfang verteilt angeordnete Verbindungsstellen 7 als günstig erwiesen. Durch diese Verprägungen werden die an sich gegeneinander verschiebbaren beiden Schalen 1a, 1b miteinander zu einem geschlossenem zylindrischen Rohr verbunden. Im Gegensatz zu einem von einem Rohr abgelängten Rohrstück ist die Herstellung des erfindungsgemäßen Vulkanisationsträgers 1 deutlich preisgünstiger.
  • Denn sowohl die innere Schale 1a als auch die äußere Schale 1b werden jeweils aus einem Blechstreifen hergestellt, wie er in nichtgebogenem Zustand in der 3 gezeigt wird. Dieser rechteckförmige Blechstreifen muss nur noch jeweils endseitig mit dem jeweils zueinander komplementären Kantenprofil bzw. den betreffenden Zinken 5, 6 ausgerüstet werden und kann dann nach einem Rohrbiegevorgang die Funktion der betreffenden Rohrschale 1a, 1b übernehmen. Dabei versteht es sich, dass die Längen der jeweiligen Blechstreifen so aneinander angepasst sind, dass etwaige Durchmesserunterschiede der inneren Rohrschale 1a im Vergleich zur äußeren Rohrschale 1b ausgeglichen werden. Der jeweilige Blechstreifen mag aus Stahl hergestellt sein. Es sind aber auch Materialkombinationen wie Stahl, Messing oder Stahl, Kupfer denkbar.
  • Durch die Verbindung der beiden Rohrschalen 1a, 1b untereinander im Zuge des Verprägens oder vergleichbarer Verbindungsverfahren wird erreicht, dass die innere Längstrennlinie 4a nicht nur axiale und tangentiale Kräfte durch die ineinander greifenden Zinken 5, 6 aufnehmen kann, sondern auch Kräfte in Radialrichtung R. Diese münden folglich nicht in eine Öffnung der betreffenden Schale 1a im Bereich der inneren Längstrennlinie 4a.
  • Denn in diesem Fall sorgt die äußere Rohrschale 4b dafür, dass solche Spreizbewegungen der ineinander greifenden Zinken 5, 6 zuverlässig verhindert werden. Dabei ist es selbstverständlich möglich, einzelne Zinken 5, 6 ergänzend mit der äußeren Rohrschale 4b zu verbinden, und zwar durch jeweilige Schweißpunkte 8, die in 3 angedeutet sind.
  • Auch ist es denkbar und möglich, die einzelnen Zinken 5, 6 miteinander durch beispielsweise Verschweißen zu verbinden bzw. eine zusätzliche Sicherung vorzusehen.
  • Die beschriebenen Vorgehensweise ist bei der inneren Längstrennlinie 4a jedoch grundsätzlich entbehrlich, weil die innere Rohrschale 1a erfindungsgemäß ja von der äußeren Rohrschale 1b gleichsam eingehaust wird. Deshalb kann die innere Längstrennlinie 4a grundsätzlich auch als Gerade ausgebildet sein und muss nicht notwendigerweise an ihren benachbarten Längskanten über die zueinander komplementären Kantenprofile 5, 6 verfügen.
  • Ein solches Kantenprofil 5, 6 und ein nicht geradliniger Verlauf der Längstrennlinie 4a, 4b ist jedoch für die äußere Längstrennlinie 4b obligatorisch. Dabei sorgen in diesem Fall die Schweißpunkte 8 (und entsprechende Verbindungen mit der inneren Rohrschale 1a) dafür, dass sich die jeweiligen Zinken 5, 6 insbesondere bei einer Belastung in. der Radialrichtung R nicht öffnen. Das kann auch durch eine durchgängige Schweißverbindung erreicht werden, wie sie in der 3 strichpunktiert angedeutet ist und welche die Zinken 5, 6 ergänzend axial miteinander verbinden mag.
  • Jedenfalls bietet der zweischalige Aufbau aus den beiden Rohrschalen 1a, 1b die Möglichkeit, bei der Herstellung des erfindungsgemäßen Lagers auf einen besonders preisgünstige Vulkanisationsträger 1 zurückzugreifen, der von seiner Festigkeit und Belastbarkeit her gleiche Eigenschaften besitzt, wie ein zylindrisches Rohrstück gleicher Materialstärke.
  • Zur Anbringung des Gummikörpers 2 kann nun noch auf die innere Rohrschale 4a ein Elastomer aufgespritzt werden, und zwar ggf. unter Zwischenschaltung einer zuvor auf die betreffende Schale 4a aufgebrachten Klebstoffschicht. Ebenso gut lässt sich auch die äußere Rohrschale 4b mit einem Elastomer ummanteln, was im Einzelnen jedoch nicht dargestellt ist.

Claims (12)

  1. Lager, insbesondere Gummilager, mit wenigstens einem Vulkanisationsträger (1) als Versteifungs- und/oder Befestigungselement, wobei der Vulkanisationsträger (1) im Bereich zumindest einer Längstrennlinie (4a, 4b) an jeweils einander benachbarten Längskanten mit zueinander komplementären Kantenprofilen (5, 6) ausgerüstet ist, dadurch gekennzeichnet, dass – sich der Vulkanisationsträger (1) aus wenigstens einer inneren Schale (1a) und einer äußeren Schale (1b) mit jeweils zumindest einer inneren Längstrennlinie (4a) und einer äußeren Längstrennlinie (4b) zusammensetzt, wobei – die beiden Längstrennlinien (4a, 4b) in Radialrichtung (R) nicht überlappend zueinander angeordnet sind, und wobei – wenigstens eine der beiden Längstrennlinien (4a, 4b) an ihren jeweils einander benachbarten Längskanten mit den zueinander komplementären Kantenprofilen (5, 6) ausgerüstet ist.
  2. Lager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Schale (1a) und/oder die äußere Schale (1b) jeweils rohrartig als innere Rohrschale (1a) und äußere Rohrschale (1b) ausgeführt sind.
  3. Lager nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Schale (1a) und die äußere Schale (1b) jeweils zylinderförmig mit aneinander angepassten Durchmessern ausgeführt sind.
  4. Lager nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die innere Längstrennlinie (4a) als auch die äußere Längstrennlinie (4b) an jeweils benachbarten Längskanten mit den zueinander komplementären Kantenprofilen (5, 6) ausgerüstet sind.
  5. Lager nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Längstrennlinie (4a) und die äußere Längstrennlinie (4b) gegenüberliegend platziert sind.
  6. Lager nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Schalen (1a, 1b) durch beispielsweise Verprägen, Verdrücken, Verschweißen, Verkleben etc. miteinander verbunden sind.
  7. Lager nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass, mehrere über den Umfang verteilt angeordnete Verbindungsstellen (7) vorgesehen sind.
  8. Lager nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Schale (1a) und die äußere Schale (1b) zusätzlich im Bereich der inneren Längstrennlinie (4a) und/oder der äußeren Längstrennlinie (4b) miteinander verbunden sind.
  9. Lager nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das komplementäre Kantenprofil (5, 6) als ineinander greifende Schwalbenschwänze (5, 6), Omega-Zungen und- Einformungen etc. ausgebildet ist.
  10. Lager nach einem Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Schale (1a) und die äußere Schale (1b) aus einem ggf. mit dem komplementären Kantenprofil (5, 6) ausgerüsteten Blechstreifen gebogen sind.
  11. Lager nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Längstrennlinie (4a, 4b) als Gerade ausgebildet ist, während das komplementäre Kantenprofil (5, 6) nicht geradlinig verläuft.
  12. Lager nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass auf die innere Schale (1a) und/oder die äußere Schale (1b) eine Gummischicht, ggf. unter Zwischenschaltung einer Klebstoffschicht, aufgespritzt ist.
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