DE2031469C3 - Anordnung zur überwachung des Bewegungsablaufs eines zu positionierenden Körpers - Google Patents
Anordnung zur überwachung des Bewegungsablaufs eines zu positionierenden KörpersInfo
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Description
Zur Erfassung des Bewegungsablaufs eines zu positionierenden Körpers hat man verschiedentlich
Strichraster mit dem bewegten Körper mitlaufen lassen und dabei den Raster abgetastet. Man erhält auf diese
Weise ein Wechselsignal, dessen Pulsfolgefrequenz direkt proportional der jeweiligen Relativgeschwindigkeit
der Bewegung ist. Anwendungsmöglichkeiten solcher Strichraster sind in den folgenden Druckschriften
offenbart:
DT-Gbml7 63 176
Feingerätetechnik, Heft 8,1961, S. 355 bis 363,
Zeitschrift für Instrumentenkunde, Heft 2, 1964.
S. 52,
Feingerätetechnik, Heft 8,1967, S. 360 bis 363.
Erzeugt man solche Strichraster durch Überlagerung zweier optischer Gitter, so entsteht ein periodisch
variables Raster, das jedoch keine eindeutige Zuordnung der Rasterbreite zur jeweiligen Position ermöglicht
(DT-PS 11 89 735; DT-OS 14 98 082).
Diese Möglichkeit besteht jedoch bei einer Rasterausbildung, die sich dem älteren Vorschlag gemäß
DT-PS 19 30 976 entnehmen läßt. Danach besteht der Raster aus Paaren von jeweils einem dunklen und einem
hellen Streifen. Die Breite jedes Paares, gesehen in Rastererstreckungsrichtung, ist für alle Paare gleich; der
Raster hat mithin eine konstante Teilung. Durch die unterschiedliche Breite der zusammengehörigen Balken
erhält man jedoch bei der Abtastung Amplitudenunterschiede, so daß je nach der Position des Paares im
Raster die mittlere Höhe des Abtastsignals eindeutig der betreffenden Position zugeordnet ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Anordnung zum Überwachen des Bewegungsablaufs eines zu positionierenden
Körpers, bei der ein Strichraster und eine Abtastvorrichtung gegeneinander beweglich sind und
der Raster in Bewegungsrichtung eine vom jeweiligen Ort abhängende Rasierstrichbreite aufweist, zu schaffen,
bei der eine besonders einfache Gestaltung der Auswerteschaltung, die der Abtastvorrichtung nachzuschalten
ist, ermöglicht wird, bei der aber der immer mit Unsicherheiten behaftete Amplitudenwert des Abtaslsignals
unberücksichtigt bleiben kann.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Rasterstrichbreite proportional einer am
jeweiligen Ort höchstens zulässigen Geschwindigkeit des Körpers bemessen ist und daß eine Auswerteschaltung
zum Vergleich der Dauer des Abtastsignals mit der
eines Zeilbasissignals vorgesehen ist.
Der Raster gemäß der Erfindung besitzt also nicht nur
eine von der jeweiligen Position jedes Striches im Raster abhängende Strichbreite, sondern auch die
Teilung variiert von Position zu Position. Das bedeutet, daß im Raster selbst bereits zwei Informationen nach
Art eines »Festwertspeichers« vorgegeben sind: Näm lich die Größe der zulässigen Geschwindigkeit und die
dieser Geschwindigkeit zugeordnete Position. Dann
ίο braucht bei der Abtastung nur noch die Dauer des
jeweils erzeugten Abtastsignals, die sowohl von der Strichbreite wie von der Abtastgeschwindigkeit (welche
der Bewegungsgeschwindigkeit des Körpers proportional ist) abhängt, mit der Dauer eines Zeitbasissignals
verglichen zu werden, das seinerseits ein Festwert ist. Übersteigt die Dauer des Zeitbasissignals die Dauer des
Abtastsignals, so liegt die Geschwindigkeit des Körpers unter der höchst zulässigen, während im umgekehrten
Falle die höchstzulässige Geschwindigkeit überschritten ist. Man kann also mit einer höchst einfachen Schaltung
eine einfache ja-nein-Aussage bezüglich der Sicherheit ableiten.
Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die
Figuren näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine Betriebskurve; hier ist die »Soll«-Kurve mit ausgezogenen Linien, die »Sicherheitsgrenze«-Kurve
gestrichelt für eine stellgliedgesteuerte Bewegung zwischen zwei Anschlägen dargestellt.
Fig. 2 ist ein Blockdiagramm der Anordnung zum Überwachen des Bewegungsablaufs eines zu positionierenden
Körpers,
Fig.3 ist eine Draufsicht auf einen optischen Raster
für die Anwendung in der in Fig. 2 dargestellten Anordnung und
Fig.4a bis 4g zeigen eine Folge von Wellenformen
an verschiedenen Punkten der Schaltung.
Wie in Fig. 1 dargestellt, arbeitet eine typische Stellgliedsteuerung einer Bewegung über eine Distanz
»d« zwischen zwei Anschlägen so, daß zunächst etwa maximal für die erste Hälfte der Distanz beschleunigt
wird und dann mit etwa maximaler Verzögerung die zweite Hälfte der Distanz durchlaufen wird, um so in
kürzester Zeit und mit minimalem Geschwindigkeits-Überschuß an der gewünschten Stelle anzugegangen.
Wenn man annimmt, daß die größte Distanz, über die das Stellglied die Last zu bewegen hat, in Fig. I
dargestellt ist, so ist die maximale Geschwindigkeit, auf die die Last beschleunigt werden darf und von der sie
trotzdem noch auf eine sichere Geschwindigkeit innerhalb der Distanz verzögert werden kann, durch die
mit gestrichelten Linien angedeutete Kurve gegeben.
Die gestrichelt gezeichnete Kurve verläuft im allgemeinen parallel zur Betriebskurve des Stellgliedes,
ist jedoch von dieser um einen Betrag »>« getrennt. Die
Restgeschwindigkeit »y« ist diejenige maximale Geschwindigkeit, mit der der bewegte Körper auf den
Anschlag auflaufen darf, ohne eine Beschädigung weder des Körpers noch des Anschlags hervorzurufen. Damit
besteht die Möglichkeit, die Geschwindigkeit des bewegten Körpers über die Betriebskurve hinaus um
einen Betrag gleich »_>'« zu erhöhen. Wenn jedoch die
Geschwindigkeit die durch die gestrichelte Linie vorgegebene Geschwindigkeit übersteigt, soll das
Stellglied automatisch umgeschaltet werden, und der Körper soll maximal verzögert werden. Das Stellglied
verzögert dann gemäß einer Kurve, die ebenfalls durch die gestrichelte Linie definiert ist, so daß der Körper in
Kontakt mit den Anschlägen mit einer Geschwindigkeit gleich oder kleiner als »y« gelangt.
Die Anordnung umfaßt einen Stellungsmelder oder Signalgeber 11. welcher kontinuierlich die Position des
beweglichen Körpers feststellt und Signale bezüglich seiner Bewegung abgibt. Zur Auswertung ist die
allgemein mit 20 bezeichnete Schaltungsanordnung vorgesehen, die so ausgelegt ist, daß ein Zeitbasissignal
von den Signalgebersignalen abgeleitet, wird sowie ein Zeitvergleich durchgeführt wird zwischen dem Bewegungssignal und dem Zeitbasissignal.
Der in F i g. 2 dargestellte Signalgeber umfaßt eine
Energiequelle, beispielsweise eine Lichtquelle 12, einen langgestreckten Raster, beispielsweise ein optisches
Gitter 13, sowie eine Abtastanordnung 14. Die Lichtquelle und die Abtastanordnung sind im Abstand
voneinander angeordnet, jedoch gegeneinander ausgefluchtet und in fester Lage nahe dem beweglichen
Körper angeordnet. Der Raster ist für die Bewegung mit dem Körper verbunden und bewegt sich zwischen
der Lichtquelle und der Abtastanordnung, deren Signalausgang mit einem Verstärker 15 verbunden ist,
welcher seinerseits mit der Schaltung 20 verbunden ist. Der Ausgang des Verstärkers ist mit dem Eingang eines
Haltekreises 16 verbunden, ferner über einen Flip-Flop 17 mit einem Eingang eines UND-Gatters 18 sowie
schließlich über einen Inverter 19 mit dem anderen Eingang des UND-Gatters. Der Ausgang des Haltekreises
ist mit dem Rückstelleingang des Flip-Flops 17 verbunden sowie mit einem Rampengenerator 21, der
über einen Schwellendetektor 22 mit dem Rückstelleingang des Haltekreises verbunden ist.
Der Raster 13 besteht aus einem langgestreckten Streifen aus form- und abmessungsstabilem Material,
wie Glas, Kunststoff usw. und ist versehen mit einer Folge von alternierend durchsichtigen und undurchsichtigen
Bereichen längs einer Kante des Streifens, welche Folge sich über eine Distanz erstreckt entsprechend
dem von dem Körper zu durchlaufenden Weg. Das Material des Rasters kann durchsichtig sein, wobei die
undurehsichtigen Bereiche durch eine Vielzahl an sich bekannter Verfahren aufgebracht werden können,
beispielsweise durch Plattieren, durch Ätzen, durch Drucken, auf fotomechanischem Wege usw. Alternativ
kann der Raster aus absorbierendem Material ausgebildet sein, das auf einen Streifen aus reflektierendem
Material aufgebracht worden ist, in welchem Falle die Lichtquelle und die Abtastanordnung auf der gleichen
Seite des Rasters anzuordnen wären. Wie in Fig. 3 dargestellt, ist die Breite der lichtdurchlässigen Bereiche
in etwa konstant über die Gesamtlänge des Rasters, während die Breite der undurehsichtigen Bereiche sich
ändert. Die undurehsichtigen Bereiche sind im Zentrum
des Rasters breiter als die benachbarten durchsichtigen Bereiche, jedoch werden die undurehsichtigen Bereiche
in Richtung auf die Enden progressiv schmaler, bis nahe den Endpunkten die Breite der undurehsichtigen
Bereiche sich der der durchsichtigen Bereiche annähen.
Licht von der Quelle 12 wird durch die durchsichtigen
Bereiche des Rasters geschickt und von der Abtastan- (ό
Ordnung 14 aufgefangen. Die undurchsichtigen Bereiche blockieren die Übertragung so, daß ein diskretes Signal
von der Abtastanordnung immer dann abgegeben wird, wenn ein durchsichtiger Bereich zwischen der Lichtquelle
und der Abtastanordnung hindurchläuft. Der *'5
Raster ist mit dem Körper verbunden, d. h. zum Beispiel im Falle eines Scheibenantriebs einer Datenverarbeitungsanlage
mit dem Wagen, auf dem die Magnetköpfe montiert sind. Demgemäß ist die Geschwindigkeit, mit
der jeder undurchsichtige Bereich den Raum zwischen der Lichtquelle und der Abtastanordnung durchläuft,
oder, anders ausgedrückt, die Zeitspanne zwischen aufeinanderfolgenden Signalen von der Abtastanordnung ein direktes Maß für die Geschwindigkeit des
Körpers. Mit diesem Signalgeber wird die zulässige Geschwindigkeitskurve, welche in Fig. 1 in gestrichelten Linien dargestellt ist, aus den undurehsichtigen und
durchsichtigen Bereichen des optischen Rasters vorgegeben. Die Anordnung der undurehsichtigen Bereiche
auf dem Raster ist so ausgelegt, daß der Abstand zwischen benachbarten durchsichtigen Bereichen sich
direkt mit der zulässigen Geschwindigkeit des Körpers ändert. Wenn demgemäß der Körper längs der Kurve
verzögert wird, ist das Zeitintervall zwischen benach barten durchsichtigen Bereichen konstant für jede
Stellung des Rasters, und die verstrichene Zeit zwischen Signalen der Abtastanordnung kann verglichen werden
mit einem einzigen Zeitbasissignal.
Das Ausgangssignai der Abtastanordnung 14 bricht jedesmal zusammen, wenn ein durchsichtiger Bereich
den Lichtdurchtritt von der Quelle zur Abtastanordnung zuläßt. Das Signal wird im Verstärker 15 verstärkt und
erscheint als Rechteckwellenform 4a. In der Schaltungsauslegung wird die Abfallflanke des vorangehenden
undurehsichtigen Bereiches erfaßt, und das Signal wird dann geformt auf eine Standard-Impulsdauer mittels
eines konventionellen in der Zeichnung nicht dargestellten Impulsformers. Die Lage der Abfallflanke von
jedem undurehsichtigen Bereich wird angedeutet durch den unteren Signalpegel des Abtastsignals 4a. Diese
Position des Durchlaufsignais wird auf den Haltekreis 16 übertragen, auf den Flip-Flop 17 und auf das
UND-Gatter 18. Wie die Wellenform 4£> zeigt, wird der
Haltekreis 16 gesetzt durch die Vorderflanke jeder Rechteckwelle 4a, d. h. dann, wenn der Signalpegel der
Wellenform 4a abgefallen ist. fällt der Pegel der Wellenform 4b ebenfalls ab. Wenn der Haltekreis
gesetzt ist, triggert der untere Signalpegel der Wellenform 46 den Rampengenerator 21, der eine
gewisse Zeitdauer hindurch arbeitet und dann in die Ausgangsstellung zurückfällt. Das Rampen- bzw. Zeitbasissignal
4c wird dem Schwellcndetektor 22 zugeführt, der den Punkt abtastet, in dem der Rampengenerator
ausläuft und ein Signal, Wellenform 4c/. abgibt. Dieses Signal wird verwendet, um den Hakekreis 16
zurückzustellen und damit den Signalpegcl der Wellenform Ab wieder anzuheben. Wenn das Positionssignal
der Wellenform 4a dem Flip-Flop 17 zugeführt wird, wird dieser gesetzt, d. h., wenn der Signalpcgel der
Wellenform 4a angehoben wird, wird in gleicher Weise
auch der Signalpegel des Flip-Flops. Wellenform 4c. angehoben. Entsprechend wird, wenn der Haltekreis 16
durch den Schwellenwertdetektor rückgestellt wird, der angehobene Signalpegel der Wellenform 4b zur
Rückstellung des Flip-Flops ausgenutzt und der Signalpegel desselben abgesenkt, wie in Wellenform 4e
angedeutet. Der Ausgang des Flip-Flops wird dann einem Eingang des UND-Gatters 18 zugeführt. Das
Positionssignal der Wellenform 4a wird in einem Inverter 19 invertiert, um so die Wellenform 4f zu
erzeugen, die den anderen Eingang zum UND-Gatter bildet. Das UND-Gatter 18 ist als UND-Inverter
ausgebildet und erzeugt ein negatives Signal gemäß Wellenform 4g immer dann, wenn beide Eingänge hoch
liegen. Wie erwähnt, repräsentieren die Vorderflanken der Impulse der Wellenform 4a die Position der
lichtdurchlässigen Bereiche des Rasters. Der Rampengenerator, wie aus der Wellenform 4c zu entnehmen, ist
so ausgebildet, daB er eine Zeitperiode aufweist, die als Standard oder Meßperiode für das System geeignet ist.
Der Rampengenerator wird getriggert durch die Vorderflanke jedes Posilionsimpulses, und er läuft aus.
bevor der nächste Positionsimpuls auftritt, solange die Geschwindigkeit des Körpers unter der gestrichelten
Linie gemäß F i g. 1 bleibt. Wenn, wie durch den vierten Impuls der Wellenform 4a angedeutet, der Körper auf
eine Geschwindigkeit beschleunigt wird, die jenseits der gestrichelten Linie nach Fig. 1 liegt, erscheint der
Positionsimpuls der Wellenform 4a, bevor das Rampcngenerator-Signal ausgelaufen ist. Diese Situation spiegelt
sich wieder in der Wellenform 4e und führt zu derr negativen Impuls der Wellenform 4g. Der Ausgang de!
UND-Gatters, Wellenform Ag, wird auf das Stellgliec übertragen und veranlaßt, daß das Stellglied mil
maximaler Verzögerung beaufschlagt wird.
In dem Schaltkreis gemäß Fig. 2 sind der Rampengenerator
und Schwellendetektor nur als Beispiel angegeben für einen Zeitbasis-Schaltkreis für Anwcndungsfälle,
bei denen genaue Zeitbasen erforderlich sind. Bei anderen Anwendungsfällen mit geringeren
Genauigkeitsanforderungen können auch andere Schaltkreise, beispielsweise monostabile Multivibratoren
u. dgl. eingesetzt werden, um das Zeitbasissignal zu erzeugen, wenn die Genauigkeit ausreichend ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
■λ;
Claims (1)
- Patentanspruch:Anordnung zum Überwachen des Bewegungsablaufs eines zu positionierenden Körpers, bei der ein Strichraster und eine Abtastvorrichtung gegeneinander beweglich sind und der Raster in Bewegungsrichtung eine vom jeweiligen Ort abhängend Rasterstrichbreite aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Rasterstrichbreite proportional einer am jeweiligen Ort höchstens zulässigen Geschwindigkeit des Körpers bemessen ist und daß eine Auswerteschaltung (20) zum Vergleich der Dauer des Abtastsignals (4a) mit der eines Zeitbasissignals (4c) vorgesehen ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US84294269A | 1969-07-18 | 1969-07-18 | |
| US84294269 | 1969-07-18 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2031469A1 DE2031469A1 (de) | 1971-02-04 |
| DE2031469B2 DE2031469B2 (de) | 1976-04-08 |
| DE2031469C3 true DE2031469C3 (de) | 1976-12-09 |
Family
ID=
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