-
Stand der Technik
-
Zur geordneten Zusammenfassung und
Bereitstellung von Informationen sind beispielsweise in gedruckter
Form verschiedenste Nachschlagewerke bekannt. Unabhängig vom
Inhalt der Nachschlagewerke wie Lexika oder Kataloge, werden unterschiedliche
Ordnungsprinzipien, nach denen die darin enthaltenen Informationen
eingeordnet und selektierbar sind, verwendet. Ein gängiges Ordnungsprinzip
stützt
sich auf die alphabetische Einordnung der gelisteten Begriffe. Diese
Ordnung nach alphabetischer Reihenfolge des Anfangsbuchstabens bzw.
der nachfolgenden Buchstaben wird in Büchern oder Journalen häufig mit
einem von vorne sichtbaren und zum Handeingriff geeigneten Register
versehen. Mit dem Register kann auf die gesuchte Information effektiver
zugegriffen werden.
-
Beispielsweise werden dazu die Seiten
eines Nachschlagewerks so am Rand im Bereich des Außenstegs
ausgespart, dass die Gesamtheit der Seiten in mehrere Teilmengen
mit jeweils gleicher Aussparung am Außensteg unterteilt wird. Der
so erhaltene Buchblock wird in gebundner Form von einem Bucheinband
umhüllt.
Bei Telefonbüchern
wird üblicherweise
ebenfalls ein Register vorgesehen.
-
Aufgabe der
Erfindung
-
Aufgabe der vorliegenden Erfindung
ist es ein gattungsgemäßes Telefonbuch
bereitzustellen, das einfacher und effektiver genutzt werden kann.
-
Diese Rufgabe wird ausgehend vom
Oberbegriff des Anspruchs 1 durch die Merkmale des kennzeichnenden
Teils des Anspruchs 1 gelöst.
In den Unteransprüchen
sind weitere vorteilhafte und zweckmäßige Ausbildungen des Erfindungsgegenstandes
aufgezeigt.
-
Demnach wird Telefonbuch mit einem
Buchblock und einer vorderen Umschlagseite zum Umhüllen des
Buchblocks, der ein Register, umfasst, vorgeschlagen, der sich dadurch
auszeichnet, dass die Umschlagseite und gegebenenfalls der Buchblock derart
ausgebildet sind, dass bei der Betrachtung der Umschlagseite von
vorne, das Register ohne die Umschlagseite aufzuklappen wenigstens
so weit sichtbar ist, dass die Registerinformationen erkennbar sind.
-
Der Vorteil dieser Anordnung liegt
nun darin, dass die Suche und Auswahl einer im Telefonbuch eingetragenen
Information, also z.B. der gesuchten Telefon-Nummer schneller erfolgen
kann. Im Gegensatz zu in Deutschland üblichen Telefonbüchern, muss
dadurch die vordere Umschlagseite nicht aufgeschlagen werden, um
das Register sichtbar zu machen. Bereits mit dem ersten Handgriff
bei der Nutzung des Telefonbuchs kann das Register bedient werden.
Die Umschlagseite wird gemeinsam mit den vor der ausgesuchten Seite
im Telefonbuch befindlichen Seiten umgeblättert. Außerdem werden auch andere Informationen,
die auf dem Register oder im Bereich des Registers angebracht sind,
effektiver dargestellt, insbesondere auch bei nicht benutztem Telefonbuch,
das in der Regel im geschlossenen Zustand vorliegt. So kann beispielsweise
eine im Bereich des Registers angebrachte Werbung effektiver und
insbesondere dauerhaft sichtbar wirksam werden. Die erhöhte Werbewirkung
durch eine vordere Umschlagseite mit frei sichtbarer Register- und/oder Werbefläche erhöht die Attraktivität des Telefonbuches
für die
werbenden Parteien. Eine höhere
Werbewirksamkeit führt
dazu, dass die Wirtschaftlichkeit für die Herstellung und Nutzung
des Telefonbuchs bzw. -verzeichnisses vorteilhaft beeinflusst wird.
Die Umschlagseite ist vorteilhafterweise durchgängig so im Bereich des Außenstegs
ausgebildet, dass das Register vollständig sichtbar ist. Es sind
jedoch auch Varianten möglich,
bei denen nur ein Teil des Registers der hinter der vorderen Umschlagseite
angeordneten Blätter
sichtbar ist. Darüber
hinaus können Blätter, die
vor dem Register liegen und nicht in diesem integriert sind, vollständig von
der vorderen Umschlagseite bedeckt werden.
-
Eine zweckmäßige Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes
sieht vor, dass im Bereich des Außenstegs der vorderen Umschlagseite
eine zum Buchblock zurück
versetzte gerade Vorderkante ausgebildet ist. In der Regel werden
Telefonbücher
in einem DIN-Format zur Verfügung
gestellt. Bei einer rechteckigen Grundform des Telefonbuches ist
deshalb in der Regel das Register in einem relativ schmalen Streifen
am Außensteg
der Seiten des Telefonbuches über
alle Seiten des Telefonbuches ausgebildet. Vorteilhafterweise ist
die vordere Umschlagseite im Vergleich zur maximalen Breite der
Blätter des
Telefonbuches insbesondere um die Breite des Registers reduziert.
Dabei muss lediglich eine gerade von dem oberen bis zum unteren
Rand der Umschlagseite ausgebildete Vorderkante vorgesehen werden.
Dies kann z.B. durch nachträgliches
Abtrennen, z.B. durch Abschneiden, eines Streifens der vorderen
Umschlagseite des bisher zur Verfügung stehenden Telefonbuches
erfolgen. Die vordere Umschlagseite kann auch bereits im endgültigen Format hergestellt
und dann am Telefonbuch angebracht werden. Unabhängig davon bleibt der Teil
zwischen dem Telefonbuch-Einband, der sogenannte Buchblock, in der
bisherigen Form erhalten. Die Einrichtung von Telefonbüchern mit
erfindungsgemäßer Umschlagseite
ist vorteilhafterweise ohne größere Veränderungen
in Bezug zur Herstellung bisher eingesetzter Telefonbücher möglich.
-
Insbesondere weist die Umschlagseite
ein Rechteckformat auf. Die vordere Umschlagseite ist so für gängige Formate
von Telefonbücher
bündig gestaltet.
In Deutschland werden in der Regel Rechteckformate für Telefonverzeichnisse
bzw. Telefonbücher
gewählt,
z.B. im DIN A4 Format oder auch anderen kleineren Formaten, z.B.
mit Seitenlängen
von ungefähr
17 cm x 24 cm oder ca. 17 cm x 27,5 cm. Das Register im Telefonbuch
ist durch z.B. ca. 1,5 bis ca. 2 cm breite ausgesparte Bereiche
im Vergleich zum maximalen Außenformat
der Blätter
am vorderen Randes bzw. am Außensteg
der Blätter
ausgebildet. Prinzipiell sind auch andere Formate für die Umschlagseite
möglich.
-
Eine vorteilhafte Ausbildung des
Erfindungsgegenstandes sieht vor, dass zumindest der Bereich des
Außenstegs
einen transparenten Abschnitt umfasst. Neben der verringerten Breite
der vorderen Umschlagseite ist es z.B. vorteilhaft, wenn ein transparenter
Abschnitt, z.B. durch Anbringung einer transparenten Folie an der
Umschlagseite, im Bereich des dahinter liegenden Bereichs des Registers vorgesehen
wird. Mit diesem Lösungsvorschlag
kann z.B. die Schutzfunktion der vorderen Umschlagseite für den umhüllten Buchblock
gegenüber
herkömmlichen
Umschlagseiten aufrecht erhalten bleiben und gleichzeitig die von
dem transparenten Abschnitt abgedeckte Registerinformationen sichtbar
sein.
-
Gemäß einer besonderen Ausführungsform des
Erfindungsgegenstandes ist die vordere Umschlagseite zur Abtrennung
eines Abschnitts derart vorbereitet ist, dass bei abgetrenntem Abschnitt
bei Betrachtung der vorderen Umschlagseite von vorne, das Register
ohne die Umschlagseite aufzuklappen wenigstens so weit sichtbar
ist, dass die Registerinformationen erkennbar sind. Ein Vorteil
ist darin zu sehen, dass die vordere Umschlagseite nicht schon bei
der Herstellung in der endgültigen
Art und Weise gefertigt ist. Vielmehr kann zu einem späteren Zeitpunkt
bei Benutzung des Telefonbuchs die vordere Umschlagseite erfindungsgemäß verändert werden. Auch
bleibt die Schutzfunktion der Umschlagseite im Bereich des dahinterliegenden
Registers z.B. beim Transport bis zum Endnutzer erhalten.
-
Eine zweckmäßige Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes
sieht vor, dass im Bereich des Außenstegs eine vorgefertigte
Sollabtrennlinie vorgesehen ist, entlang der wahlweise bzw. nachträglich eine
neue Außenkante
ausbildbar ist. Mit einer vorgefertigten Sollabtrennlinie kann die
vordere Umschlagseite wie bisher üblich genutzt werden oder bei
Bedarf durch Entfernen des abtrennbaren Bereichs erfindungsgemäß gestaltet
werden. Dabei kann das von der vorderen Umschlagseite verdeckte
Register nachträglich
und einfach, je nach vorgefertigter Sollabtrennlinie teilweise oder
auch vollständig
sichtbar gemacht werden. Eine derart modifizierte vordere Umschlagseite
ist je nach gewünschter
Verwendung flexibel einsetzbar. Eine Sollabtrennlinie ist z.B. durch
eine Perforierung oder eine Materialschwächung realisierbar. Außerdem kann
alleinig oder zusätzlich
eine optische Kennzeichnung einer Abtrennlinie beispielsweise für ein späteres Abschneiden
mit einer Schere vorgesehen werden.
-
Schließlich sieht eine weitere Ausbildung des
Erfindungsgegenstandes vor, dass der Außensteg einen abgerundeten
Eckbereich aufweist. Ein abgerundeter Eckbereich ermöglicht u.a.
eine bessere Erkennung des dahinter angeordneten Registers.