DE20313633U1 - Sicherheitsleuchteinrichtung für Zweiradfahrzeuge - Google Patents
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Abstract
Sicherheitsleuchteinrichtung für Zweiradfahrzeuge wie Fahrräder, Motorräder oder Motorroller, dadurch gekennzeichnet, dass auf jeder Längsseite des Fahrzeuges (2) mindestens jeweils eine Elektrolumineszenzfolie (Leuchtfolie) (1) angeordnet ist.
Description
- Bei Zweiradfahrzeugen wie Fahrräder, Motorräder oder Motorroller besteht bei Dunkelheit oder sonstigen schlechten Lichtverhältnissen die Gefahr, dass diese von der Seite nicht oder nur sehr unzureichend erkennbar sind. Um die Seitensichtbarkeit der Fahrzeuge zu verbessern, hat man entweder in die Fahrradspeichen sogenannte Katzenaugen eingesetzt oder aber die Reifenflanken mit einer Reflexfolie beklebt. Zusätzlich konnten auch noch weitere Teile des Fahrzeuges, wie zum Beispiel der Rahmen, mit Reflexfolie versehen sein. Diese haben jedoch den Nachteil, dass sie erst dann zu einer erhöhten Sichtbarkeit des Fahrzeuges führen, wenn dieses seinerseits in den Lichtkegel des Scheinwerfer eines anderen Fahrzeuges gerät, was zur Vermeidung eines Unfalles oft schon zu spät sein kann.
- Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Sicherheitsleuchteinrichtung für Fahrzeuge zu schaffen, die selbstleuchtend ist und die bei hinreichender eigener Leuchtkraft das Fahrzeug von der Seite sichtbar macht, lange bevor es in den Lichtkegel eines Scheinwerfers eines anderen Fahrzeuges gelangt.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass auf jeder Längsseite des Fahrzeuges mindestens jeweils eine Elektrolumineszenzfolie angeordnet ist.
- Derartige Folien sind beispielsweise in der
DE 101 21 697 A1 beschrieben. Eine Elektrolumineszenzfolie wird auch Leuchtfolie genannt und besteht, vereinfacht ausgedrückt, aus einem „Kondensator", bei dem die nicht leitende Schicht durch Anlegen von Strom in umgebende leitende Schichten zum Leuchten angeregt wird. - Diese Leuchtfolie hat den Vorteil, dass sie bei äußerst geringem Stromverbrauch bereits sehr helles Licht aussendet, so dass der durch eine solche Folie hervorgerufene Stromverbrauch bei einem Fahrzeug wie einem Fahrrad oder motorgetriebenen Zweiradfahrzeugen nicht merkbar ins Gewicht fällt. Durch die Anbringung derartiger Folien an geeigneten Stellen an den Längsseiten des Fahrzeuges ist es auch möglich, bereits aus großer Entfernung festzustellen, welcher Art das auf einen mög lichen Kreuzungspunkt zusteuernde Fahrzeug ist und man kann seine Fahrweise darauf entsprechend einstellen.
- Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden ausführlichen Beschreibung und den beigefügten Zeichnungen, in denen bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung Beispielsweise veranschaulicht sind.
- In den Zeichnungen zeigen, jeweils in Seitenansicht:
-
1 : Ein Fahrrad mit drei seitlich an den Hauptrahmenrohren angebrachten Leuchtfolien; -
2 : ein Fahrrad mit Leuchtfolien an sämtlichen Rahmenrohren und der Gabel; -
3 : ein Motorrad mit Leuchtfolien am vorderen und hinteren Kotflügel, an der Gabel und am Tank; -
4 : ein Motorrad mit Leuchtfolien wie in3 mit zusätzlich einer Leuchtfolie am vorderen unteren Rahmenteil; -
5 : ein Motorrad mit Leuchtfolien am Rahmen, am Tank, am Soziussitz, am Vorbau und am vorderen Kotflügel und -
6 : einen Motorroller mit Leuchtfolien am vorderen Kotflügel und am Motorgehäuse. - Eine Sicherheitsleuchteinrichtung für Zweiradfahrzeuge besteht im wesentlichen aus mindestens einer Elektrolumineszenzfolie
1 , die an jeder Längsseite des Fahrzeuges2 angeordnet ist und die über eine elektrische Leitung3 mit einem Steuergerät4 verbunden ist, das die Elektrolumineszenzfolie (Leuchtfolie)1 mit Strom in der erforderlichen Spannung Stromstärke und Frequenz versorgt. - Die Elektrolumineszenzfolie
1 ist vorzugsweise auf das Fahrzeug2 aufgeklebt. Dabei ist es vorteilhaft, wenn an jeder Fahrzeugseite eine Mehrzahl von Leuchtfolien angeordnet ist, die miteinander über elektrische Leitungen5 verbunden sind. Dabei ist vorstellbar, dass die Leuchtfolie1 auch um eine Lenksäule6 oder ein Sattelrohr7 herumgeführt ist, um eine Sichtbarkeit des Fahrzeuges2 von allen Seiten zu ermöglichen, auch wenn die Hauptbeleuchtung des Fahrzeuges2 außer Funktion ist. Das Steuergerät4 kann mit der Fahrzeugbatterie, einem Dynamo oder mit einem von einer Solarzelle gespeisten Akkumulator verbunden sein. Alle Leuchtfolien1 eines Fahrzeuges2 sind miteinander und mit dem Steuergerät4 verbunden. Das Steuergerät4 kann mit einem Dämmerungsschalter versehen sein, der die Sicherheitsleuchteinrichtung einschaltet, wenn ein voreingestellter Dunkelheitswert erreicht ist. Das Steuergerät4 kann ferner mit einem Bewegungsmelder versehen sein, der die Sicherheitsleuchteinrichtung einschaltet, sobald das Fahrzeug bewegt wird. Dieser wird dabei vorzugsweise so träge eingestellt, dass beispielsweise bei einem Ampelhalt die Sicherheitsleuchteinrichtung nicht verlöscht. - Ein solcher Art ausgestattetes Fahrzeug
2 ist bereits aus sehr weiter Entfernung zu erkennen, auch wenn schlechte Sichtverhältnisse herrschen, weil die Leuchtfolien eine erhebliche Leuchtkraft aufweisen und die Fahrzeugumrisse sehr frühzeitig erkennbar sind. Dadurch, dass das Fahrzeug2 nicht von dem Scheinwerfer eines anderen Fahrzeuges angestrahlt werden muss, um sichtbar zu sein, wird die Verkehrssicherheit des Fahrzeuges2 und auch anderer Verkehrsteilnehmer erheblich verbessert.
Claims (10)
- Sicherheitsleuchteinrichtung für Zweiradfahrzeuge wie Fahrräder, Motorräder oder Motorroller, dadurch gekennzeichnet, dass auf jeder Längsseite des Fahrzeuges (
2 ) mindestens jeweils eine Elektrolumineszenzfolie (Leuchtfolie) (1 ) angeordnet ist. - Sicherheitsleuchteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtfolie (
1 ) auf das Fahrzeug (2 ) aufgeklebt ist. - Sicherheitsleuchteinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtfolie (
1 ) mit einem sie mit Strom versorgenden Steuergerät (4 ) verbunden ist. - Sicherheitsleuchteinrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an jeder Fahrzeuglängsseite mehrere Leuchtfolien (
1 ) angeordnet sind, die über elektrische Leitungen (3 ) miteinander verbunden sind. - Sicherheitsleuchteinrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtfolie (
1 ) um eine Längssäule (6 ) und ein Sattelrohr (7 ) eines Fahrzeuges (2 ) herumgeführt sind. - Sicherheitsleuchteinrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtfolie
1 an einem hinteren Schutzblech des Fahrzeuges hinten angeordnet ist. - Sicherheitsleuchteinrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuergerät (
4 ) mit der Fahrzeugbatterie, einem Dynamo oder mit einem von einer Solarzelle gespeisten Akkumulator verbunden ist. - Sicherheitsleuchteinrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass alle Leuchtfolien (
1 ) eines Fahrzeuges (2 ) miteinander und mit dem Steuergerät (4 ) verbunden sind. - Sicherheitsleuchteinrichtung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuergerät (
4 ) mit einem Dämmerungsschalter versehen ist. - Sicherheitsleuchteinrichtung nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuergerät (
4 ) mit einem Bewegungsmelder versehen ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE20313633U DE20313633U1 (de) | 2003-09-03 | 2003-09-03 | Sicherheitsleuchteinrichtung für Zweiradfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE20313633U DE20313633U1 (de) | 2003-09-03 | 2003-09-03 | Sicherheitsleuchteinrichtung für Zweiradfahrzeuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE20313633U1 true DE20313633U1 (de) | 2003-12-24 |
Family
ID=30010802
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE20313633U Expired - Lifetime DE20313633U1 (de) | 2003-09-03 | 2003-09-03 | Sicherheitsleuchteinrichtung für Zweiradfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20313633U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL2006850C2 (nl) * | 2011-05-25 | 2012-11-27 | Dijk Producties B V | Verlichtingmodule voor een fiets en een fiets met een dergelijke verlichtingmodule. |
| DE102011118444A1 (de) * | 2011-09-17 | 2013-03-21 | Peter Meyer | Ergänzung einer Fahrradbeleuchtung |
-
2003
- 2003-09-03 DE DE20313633U patent/DE20313633U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| NL2006850C2 (nl) * | 2011-05-25 | 2012-11-27 | Dijk Producties B V | Verlichtingmodule voor een fiets en een fiets met een dergelijke verlichtingmodule. |
| WO2013002635A1 (en) * | 2011-05-25 | 2013-01-03 | Dijk Producties B.V. | A lighting module for a bicycle and a bicycle comprising such lighting module |
| DE102011118444A1 (de) * | 2011-09-17 | 2013-03-21 | Peter Meyer | Ergänzung einer Fahrradbeleuchtung |
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