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Die Neuerung betrifft eine Sonnenblende, insbesondere
zur nachrüstbaren
Anordnung hinter dem Visier eines mit Innenpolsterung versehenen Schutzhelmes
für insbesondere
Motorradfahrer, bestehend aus einem biegsamen, streifenförmigen Sonnenblendenzuschnitt,
der an seinen Enden mit Haltelaschen versehen ist.
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Derartige Sonnenblenden sind bspw.
nach der
DE 35 17 411
A1 bekannt, die im oberen Sichtbereich innen oder außen zum
am Helm schwenkbar befestigten Visier lösbar angeordnet sind. Um die Sonnenblende
am Visier bzw. am Helm anordnen zu können, ist es erforderlich,
Visier und/oder Helm von vornherein mit entsprechenden Befestigungselementen
für die
Sonnenblende zu versehen, d.h., an Helmen, die keine derartigen
Befestigungselemente aufweisen, können Sonnenblenden nicht angebracht bzw.
nicht mit solchen Sonnenblenden nachgerüstet werden.
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Der Neuerung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde,
eine Sonnenblende der eingangs genannten Art zu schaffen, die keiner
besonderen Befestigungselemente am Helm bedarf, somit einem Helm auch
nachrüstbar
zugeordnet werden kann und natürlich
auch bei Nichtbedarf entnommen werden kann.
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Diese Aufgabe ist mit einer Sonnenblende der
eingangs genannten Art nach der Neuerung dadurch gelöst, daß die beiden
Haltelaschen in dem Laschenformat angepaßten Innenschlitzen zweier
flacher Hülsen
lös- und
verrastbar eingesetzt und daß die
beiden Hülsen
blendeneinsteckseitig einen Helmanschlagrand aufweisen und hinter
ihrem Anschlagrand mit Fixierungselementen versehen sind. Eine weitere,
davon unabhängige
Lösung
gemäß Nebenanspruch
10 wird im Rahmen der spezielen Beschreibung noch näher erläutert werden,
die für solche
Fälle bzw.
Schutzhelme bestimmt ist, bei denen die flachen Einsteckhülsen nach
der ersten Lösung
nicht ohne weiteres zwischen Helmschale und Polsterung eingeschoben
werden können.
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Durch die neuartige Ausbildung nach
der ersten Lösung
der Sonnenblende in Kombination mit den beiden vorzugsweise aus
geeignetem Kunststoff gebildeten Hülsen ist die gemäß Aufgabe
gestellte Forderung erfüllt,
d.h., eine solche Sonnenblende kann mit ihren beiden Hülsen problemlos
zwischen Helmschale und Innenpolsterung bis zum Anschlagrand der
Hülsen
eingeschoben werden, wobei die beiden Hülsen die Haltefunktion für die Blende übernehmen,
für welche
Halterung sonst von vornherein geeignete Halteelemente am Helm integral
mit vorgesehen werden müssen.
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Eine solche Sonnenblende mit ihren
zugehörigen
Hülsen
ist also auch ohne weiteres als separates Zukaufsgebinde auf dem
Markt anbietbar, abgesehen davon, daß neue Helme selbstverständlich von
vornherein vom Hersteller oder Anbieter mit solchen Sonnenblenden
ausgestattet werden können, ohne
daß dafür entsprechende
Ausbildungen am Helm vorgesehen werden müssen.
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Vorteilhafte Weiterbildungen bestehen
in Folgendem: Die Fixierungselemente sind an mindestens einer der
Flankengroßflächen jeder
Hülse in Form
von Rändelungen
ausgebildet, die sich quer zur Einsteckrichtung der Haltelaschen
erstrecken. Diese Fixierungselemente, die noch näher erläutert werden, sorgen nach ihrem
Einschub zwischen Helmschale und Innenpolsterung für einen
ausreichenden Festsitz der Hülsen
am Helm.
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Um das Einschieben der Hülsen zu
erleichtern, sind die Hülsen
am vom Anschlagrand fernen Endbereich der Flankengroßflächen vorteilhaft
konisch konvergierend ausgebildet.
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Um weiterhin die Abstandsdistanzierung
der beiden Hülsen
im begrenzten Umfange an der Blende variieren zu können, sind
die Haltelaschen mit einem mittigen Schlitz und an ihren Aussenrändern mit Verrastungsverzahnungen
versehen, die mit ent sprechenden Verrastungsnocken im Innenschlitz
der Hülsen
im Eingriff stehen.
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Ferner sind vorteilhaft innenseitig
am polsterseitigen Anschlagrand kurze, nadelartige Positionshalteelemente
angeordnet, die noch näher
erläutert
werden und die dafür
sorgen, daß die
Hülsen
am Öffnungsrand
des Helms nicht nach unten abrutschen können. Zweckmäßig ist
in diesem Zusammenhang der polsterseitige Anschlagrand in Bezug auf
den helmseitigen breiter bemessen.
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Außerdem ist vorteilhaft und
noch näher
zu erläuternd
mittig am oberen Rand des Sonnenblendenzuschnittes ein Einsteckfortsatz
angeordnet, der zudem polsterseitig mit einem Klettbandbelag versehen
sein kann.
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Die neuartige Sonnenblende nach der
ersten und zweiten Lösung
einschließlich
deren vorteilhaften Weiterbildungen wird nachfolgend anhand der zeichnerischen
Darstellung von Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
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Es zeigt
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1 in
Ansicht den Sonnenblendenzuschnitt im gestreckten Zustand;
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2 in
entsprechender Ansicht den Zuschnitt mit den aufgesteckten Hülsen;
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3 eine
Hülse in
Seitenansicht;
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4 die
Hülse gemäß 3 in Ansicht von der Einsteckseite
her;
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5 einen
Schnitt durch die Hülse
längs Linie
V-V in 4;
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6 eine
Ansicht der Hülse
gemäß 3 von oben;
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7 eine
entsprechende Ansicht der Hülse gemäß 7 in etwas anderer Ausführungsform;
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8 einen
Schutzhelm in Ansicht von vorn mit eingesetzter Sonnenblende;
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9 den
Sonnenblendenzuschnitt nach der zweiten Lösung mit den lösbar angesetzten
Einstecklaschen und
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10 stark
vergrößert in
Seitenansicht eine Einstecklasche.
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Die Sonnenblende besteht unter Verweis
auf die 1,2 nach wie vor aus einem
biegsamen, streifenförmigen
und transparenten Sonnenblendenzuschnitt 4, der an seinen
Enden mit Haltelaschen 5 versehen ist.
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Für
eine solche Sonnenblende ist nun ebenfalls unter Verweis auf die 1,2 und die 4 nach
der Neuerung wesentlich, daß die
beiden Haltelaschen 5 in dem Laschenformat angepaßte Innenschlitze 6 zweier
flacher Hülsen 7 lös- und verrastbar
eingesetzt sind und daß die
beiden Hülsen 7 blendeneinsteckseitig
einen Helmanschlagrand 8 aufweisen und hinter ihrem Anschlagrand 8 mit
Fixierungselementen 9 versehen sind.
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Abgesehen davon, daß man die
Hülsen 7, wie
in 2 dargestellt, vorher
auf die Haltelaschen 5 des Sonnenblendenzuschnittes 4 aufstecken
kann, können
aber auch die Hülsen 7 zunächst an
entsprechender Stelle zwischen Helmschale HS und Innenpolsterung 2 eingeschoben
werden, um danach die Laschen 5 der Sonnenblende in die
Innenschlitze 6 der Hülsen 7 einzuschieben.
Ersteres ist dabei zweckmäßiger, da
sich dabei und bei entsprechend gebogener Haltung der Sonnenblende 4 leichter
die richtige Positionierung der Hülsen 7 finden läßt.
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Unter Verweis auf 3. und 6 sind
die Fixierungselemente 9 an beim dargestellten Ausführungsbeispiel
auf beiden Flankengroßflächen 10 jeder
Hülse 7 in
Form von Rändelungen 11 ausgebildet,
die sich quer zur Einsteckrichtung der Haltelaschen 5 erstrecken.
Diese Rändelunge
sind so gestaltet, daß sie
beim Einschiebender der Hülsen 7 wenig
Widerstand bieten, andererseits einem Herausziehen aber einen wesentlich
größen Widerstand entgegensetzen.
Um das Einschieben zu erleichtern, können die Hülsen 7 am vom Anschlagrand 8 fernen Endbereich 7' der Flankengroßflächen 10,
wie in 7 dargestellt,
konisch konvergierend ausgebildet sein.
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Wie aus den 1,2 ersichtlich,
sind die Haltelaschen 5 mit einem mittigen Schlitz 12 und
an ihren Außenrändern mit
Verrastungsverzahnungen 13 versehen, die mit Verrastungsnocken 14 im
Innenschlitz 6 der Hülsen 7 im
Eingriff stehen. Bzgl. dieser Nocken 14 wird auf die Schnittdarstellung
einer Hülse 7 gemäß 5 verwiesen.
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Beim Ausführungsbeispiel der Hülsen 7 gemäß 4 sind am polsterseitig
etwas breiter gehaltenem Anschlagrand 8' der Hülse 7 innenseitig
kurze, nadelartige Positionshalteelemente 15 angeordnet, die
sich also beim Einschieben der Hülsen 7 in
den frontalen Rand der Innenpolsterung 2 einstechen und damit
ein etwaiges Herunterrutschen der Hülsen 7 verhindern.
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Um die nachzurüstende Sonnenblende 4 an den
stirnseitigen Wölbungsrand
der Helmschale HS anzupassen, ist mittig am oberen Rand 4' des Sonnenblendenzuschnittes 4 (siehe 1,2 und 8)
ein kleiner Einsteckfortsatz 16 angeordnet, der ebenfalls zwischen
Helmschale HS und Innenposterung in diesem Bereich eingeschoben
wird. Auf diese Anpassbarkeit nimmt auch die vorbeschriebene, besondere Gestaltung
der Haltelaschen 5 Rücksicht,
die je nach vom Helm vorgebener Wölbung mehr oder weniger tief
in die Schlitze 6 der Hülsen 7 einzuschieben
sind. Um von diesem Einsteckfortsatz 16 her ebenfalls für Positionssicherheit
der Sonnenblende 4 zu sorgen, kann dieser Fortsatz 16 polsterseitig
mit einem Klettbandbelag 17 versehen werden.
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8 zeigt
schließlich
einen mit der Sonnenblende 4 ausgestatteten Schutzhelm 3 in
Vorderansicht, wobei das hier nicht unmittelbar interessierende
und heruntergeklappte Visier 1 nur gestrichelt angedeutet
ist.
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Bezüglich der zweiten, davon unabhänigen Lösung wird
auf die 9,10 verwiesen, wonach die Haltelaschen 5 in
Form von flachen Clipsen 20 lösbar an den Enden des Sonnenblendenzuschnittes 4 angeordnet
sind. Bei diesen Clips 20 handelt es sich um einteilig
hergestellte Spritzgußteile
aus geeignetem Kunststoff.
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Um auch den oberen Rand 4' des Zuschnittes 4 am
Helm entsprechend fixieren zu können,
ist auch mittig an dessen oberem Rand 4' ein entsprechender Clip 20 angeordnet.
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Was dabei den Clip bzw. die Clips 20 selbst betrifft,
so ist deren Ansteckseite gabelförmig
ausgebildet, wobei mindestens einer der Gabelschenkel 21 innenseitig
mit einem flachen, in ein entsprechend bemessenes Loch 22 des
Sonnenblendenzuschnittes passenden Verrastungsnocken 23 versehen
ist.
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Außerdem ist der sich an die
Gabelschenkel 21 anschließende Einsteckteil 24 der
Clips 20 mit flach keilförmigen Auszugswiderständen 25 versehen,
die zum Einen die Clips leicht zwischen Helmschale und Polsterung
einschiebbar machen, diesen aber zum Anderen einen ausreichenden
Halt vermitteln.
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Ferner sind die Anordnungsbereiche 26 am Sonnenblendenzuschnitt 4 in
Form von die Schwenkbarkeit der Clipse 20 begrenzenden
Ausnehmungen 27 gebildet sind. Diese begrenzte Schwenkbarkeit der
Clipse vermittelt ein gewisses Spiel beim Anbringen der Sonnenblende
am Helm.