DE20311608U1 - Mandrell - Google Patents
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Abstract
Mandrell oder Aufspannelement für Arbeitsscheiben (2), beispielsweise für Trenn-, Schleif- und/oder Polierscheiben, mit einem Schaft (3) zum Befestigen des Mandrells an einer Aufnahme oder Spannvorrichtung einer Arbeitsmaschine sowie mit einem Befestigungselement (9, 9a) zur wieder lösbaren Befestigung und zum Einspannen der Arbeitsscheibe (2) zwischen einer an einem Mandrellende gebildeten Spannfläche (5, 15) und dem Befestigungselement (9, 9a), wobei das lösbare Befestigungselement (9, 9a) ein Stift mit einem Stiftschaft (10) und mit einem eine Anlage bildenden Kopf (11) ist, und wobei Mittel vorgesehen sind, um den Schaft (11) wieder lösbar in einer Öffnung (6) des Mandrells oder eines Kopfstückes (4, 4a) zu verankern, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum wieder lösbaren Befestigen als Bajonettverschluss ausgeführt sind.
Description
- Die Neuerung bezieht sich auf ein Mandrell oder Aufspannelement für Arbeitsscheiben, insbesondere für Trennscheiben, Diamantscheiben und/oder Polierscheiben gemäß Oberbegriff Schutzanspruch 1.
- Ein Mandrell dieser Art ist beispielsweise Gegenstand des deutschen Gebrauchsmusters 203 03 657.3.
- Aufgabe der Neuerung ist es, ein Mandrell aufzuzeigen, mit dem bei vereinfachter Ausbildung ein vereinfachtes und schnelles Befestigen und Lösen einer Arbeitsscheibe möglich ist. Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Mandrell entsprechend dem Schutzanspruch 1 ausgebildet.
- Weiterbildungen der Neuerung sind Gegenstand der Unteransprüche.
- Die Neuerung wird im Folgenden anhand der Figuren an Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
-
1 ein neuerungsgemäßes Mandrell (Quickdrell) in Seitenansicht, zusammen mit einer eingespannten Arbeits- oder Trennscheibe; -
2 und3 jeweils in Einzeldarstellung und in Seitenansicht den Befestigungsstift sowie das Kopfstück des Mandrells; -
4 in vereinfachter Darstellung und in Seitenansicht das Kopfstück sowie den Befestigungsstift eines Mandrells bei einer weiteren möglichen Ausführungsform. - Das in den Figuren allgemein mit
1 bezeichnete Mandrell dient zum Aufspannen von Arbeitsscheiben2 , beispielsweise zum Aufspannen von Trennscheiben2 oder anderen Arbeitsscheiben, wie z. B. Diamant- und/oder Polierscheiben usw. für die Verwendung an einem nicht dargestellten Arbeitsgerät, beispielsweise an einem nicht dargestellten, motorisch angetriebenen Spannfutter. - Das Mandrell
1 besteht im wesentlichen aus einem Schaft3 zum Einspannen in dem Arbeitsgerät sowie aus einem einstückig mit dem Schaft3 hergestellten Kopfstück4 , welches an einem Ende des Schaftes vorgesehen und ebenso wie der Schaft3 rotationssymmetrisch zu einer Mandrell-Längsachse L ausgebildet ist. Der Schaft3 und das Kopfstück4 sind weiterhin achsgleich miteinander angeordnet. - Im Kopfstück
4 ist eine an der dem Schaft3 abgewandten Stirnseite5 offene und achsgleich mit der Längsachse L ausgebildete Öffnung oder Bohrung6 vorgesehen. Weiterhin ist dort eine den Rand der Öffnung6 umschließende Aufnahme7 zur verdrehungssicheren Befestigung der Arbeitsscheibe2 ausgebildet. Die Aufnahme7 ist von einem Vorsprung gebildet, der einen von der Kreisform abweichenden und an eine Öffnung in der Arbeitsscheibe2 angepassten Außendurchmesser besitzt. Am Kopfstück4 ist weiterhin ein in die Öffnung6 radial hineinragender Vorsprung8 vorgesehen, der bei der dargestellten Ausführungsform von einem in das Kopfstück bzw. in eine dortige Bohrung eingesetzten und in geeigneter Weise verankerten Zapfen gebildet ist. - Zum Fixieren der Arbeitsscheibe
2 am Kopfstück4 dient ein Befestigungsstift9 , der im wesentlichen aus einem Schaft10 und mit einem über die Außenfläche des Schaftes radial wegstehenden Kopf11 an einem Ende des Schaftes besteht. An seinem dem Kopf11 entfernt liegenden Ende ist der am Schaft10 an seinem Umfang mit einer zu diesem Umfang hin offenen Nut12 versehen, die gewindegang- oder wendelartig zur Achse des Schaftes10 verläuft und sich über einen Umfangsbereich kleiner als 360° um den Schaft10 erstreckt, beispielsweise über einen Winkelbereich von etwa 180°. Ausgehend von dem freien Ende ist der Schaft10 in einem Umfangsbereich mit einer Abflachung13 oder mit einer entsprechenden Ausnehmung versehen, in die der Boden der Nut12 an einem Ende dieser Nut übergeht. Die Breite der Nut12 sowie der radiale Abstand des Bodens dieser Nut von der Längsachse L' des Befestigungsstiftes9 sowie auch die Tiefe der Abflachung13 sind so gewählt, dass beim Einstecken des Schaftes10 in die an den Durchmesser dieses Schaftes angepasste Öffnung6 der Vorsprung9 zunächst in der Abflachung13 Platz findet und dann durch Drehen des Befestigungsstiftes9 um seine Achse L', die dann achsgleich mit der Achse L liegt, tritt der Vorsprung8 in das offene Ende der Nut12 ein, wobei beim weiteren Drehen durch den gewindeartigen Verlauf der Nut12 der Kopf11 des Befestigungsstiftes9 axial in Richtung auf die Stirnfläche5 des Kopfstückes4 zubewegt wird. - Auf dem Schaft
10 ist ein Ring14 aus einem dauerelastischen Material, beispielsweise ein O-Ring angeordnet, der sich gegen die dem Schaft10 zugewandte Seite des Kopfes11 abstützt. Über diesen Ring14 ist die jeweilige Arbeitsscheibe2 dann bei am Kopfstück4 befestigtem Befestigungsstift9 gegen die Stirnfläche5 angepresst, d. h. die auf der Aufnahme7 sitzende Arbeitsscheibe2 ist dann zwischen der Stirnfläche5 und dem Ring14 eingespannt. Das Befestigen der Arbeitsscheibe2 erfolgt in besonders einfacher Weise durch Einführen des Schaftes10 in die Öffnung6 und durch anschließendes Drehen des Befestigungsstiftes9 um einen geringen Winkelbetrag, beispielsweise um einen Winkelbetrag von 90° oder etwas größer als 90°. - Durch entsprechendes Zurückdrehen des Befestigungsstiftes
9 und Entnehmen dieses Stiftes aus der Öffnung6 ist ebenso ein schnelles Abnehmen der Arbeitsscheibe2 möglich. - Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, die Nut
12 so zu formen, dass der Vorsprung8 im verriegelten Zustand an der Nut12 federnd einrastet, wofür die Nut12 beispielsweise mit einer seitlichen Ausnehmung oder Erweiterung versehen ist, wie dies mit12.1 in der2 angedeutet ist. - Die
4 zeigt als weitere mögliche Ausführungsform ein Mandrell1a , bei dem am Kopfstück4a bzw. an einem dortigen Vorsprung7a ein weiterer elastischer Ring15 vorgesehen ist. Dieser Ring15 und auch der dem Ring14 entsprechende Ring14a besitzen einen im Vergleich zum Durchmesser des Schaftes10 wesentlich größeren Durchmesser. Ebenso wie der Ring15 ist somit auch der Ring14a auf einem Vorsprung16 vorgesehen, der am Befestigungsstift9a am Übergang zwischen dem Schaft10 und dem Kopf11 gebildet ist. Die jeweilige Arbeitsscheibe2 wird bei dieser Ausführungsform auf einem relativ großen Durchmesser zwischen den beiden Ringen14a und15a eingespannt. Das Mandrell1a eignet sich somit insbesondere auch für dünne Arbeitsscheiben, insbesondere auch für solche mit relativ großem Durchmesser. - Die Neuerung wurde voranstehend an Ausführungsbeispielen beschrieben. Es versteht sich, dass zahlreiche Änderungen und Abwandlungen möglich sind, ohne dass dadurch der der Neuerung zugrunde liegende Erfindungsgedanke verlassen wird.
-
- 1, 1a
- Mandrell
- 2
- Arbeitsscheibe
- 3
- Schaft
- 4, 4a
- Kopfstück
- 5
- Stirnfläche
- 6
- Mandrellöffnung
- 7, 7a
- Vorsprung
- 8
- Vorsprung
- 9, 9a
- Befestigungsstift
- 10
- Schaft
- 11
- Kopf
- 12
- Nut
- 12.1
- seitliche Ausnehmung
- 13
- Abflachung
- 14, 14a
- elastischer Ring
- 15
- elastischer Ring
- L, L'
- Längsachse
Claims (7)
- Mandrell oder Aufspannelement für Arbeitsscheiben (
2 ), beispielsweise für Trenn-, Schleif- und/oder Polierscheiben, mit einem Schaft (3 ) zum Befestigen des Mandrells an einer Aufnahme oder Spannvorrichtung einer Arbeitsmaschine sowie mit einem Befestigungselement (9 ,9a ) zur wieder lösbaren Befestigung und zum Einspannen der Arbeitsscheibe (2 ) zwischen einer an einem Mandrellende gebildeten Spannfläche (5 ,15 ) und dem Befestigungselement (9 ,9a ), wobei das lösbare Befestigungselement (9 ,9a ) ein Stift mit einem Stiftschaft (10 ) und mit einem eine Anlage bildenden Kopf (11 ) ist, und wobei Mittel vorgesehen sind, um den Schaft (11 ) wieder lösbar in einer Öffnung (6 ) des Mandrells oder eines Kopfstückes (4 ,4a ) zu verankern, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum wieder lösbaren Befestigen als Bajonettverschluss ausgeführt sind. - Mandrell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Schaft (
10 ) des Befestigungsstiftes (9 ,9a ) eine Nut (12 ) gebildet ist, die an einem Ende zum Einführen eines in der Öffnung (6 ) des Mandrells gebildeten Vorsprungs (8 ) offen ist. - Mandrell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Zapfen des Befestigungsstiftes (
9 ,9a ) eine von einem Ende dieses Zapfens ausgehende Ausnehmung oder Abflachung (13 ) zum Einführen des Vorsprungs in die Nut (12 ) aufweist. - Mandrell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (
12 ) an einer Seite eine Schrägfläche für den Vorsprung (8 ) bildet. - Mandrell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (
12 ) bezogen auf die Achse des Befestigungsstiftes (9 ,9a ) als Teillänge einer diese Achse umschließenden Wendel- oder Schraubenlinie ausgebildet ist. - Mandrell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Mandrell oder einem Kopfstück (
4 ,4a ) und/oder am Befestigungsstift (9 ,9a ) eine nachgiebige Anlage- oder Einspannfläche für die Arbeitsscheibe (2 ) gebildet ist. - Mandrell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elastische Arbeitsfläche von wenigstens einem Ring (
14 ,14a ,15 ) aus einem dauerelastischen Material, beispielsweise von einem O-Ring gebildet ist.
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