DE20309971U1 - Behangführung - Google Patents
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- E04F10/06—Sunshades, e.g. Florentine blinds or jalousies; Outside screens; Awnings or baldachins of flexible canopy materials, e.g. canvas ; Baldachins comprising a roller-blind with means for holding the end away from a building
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Description
Die Erfindung befaßt sich mit einer Sonnenschutzanlage mit einem ausfahrbaren, auf einer Wickelwelle aufwickelbaren flächigen Behang, an dessen freiem Ende ein Fallstab oder dergleichen vorgesehen und der seitlich neben dem Behang an Spannseilen geführt ist.
Außenliegende Sonnenschutzanlagen mit flächigen Behängen, wie z. B. Senkrechtmarkisen, besteht immer ein Problem durch Windbeaufschlagung des Behanges. Hierdurch kann es zu einem Umschlagen des Tuches im Bereich der Wickelwelle kommen, so daß beim Aufholen des Behangs dieser eine Schrägstellung einnimmt und die Endabschaltung nicht mehr ansprechen kann. Hierdurch kann im Extremfall die gesamte Anlage zerstört werden.
Ohne zusätzliche Maßnahmen ist daher die Bauhöhe solcher Anlagen beschränkt, da nur eine bestimmte Ausfahrlänge zugelassen werden kann.
Bei Anlagen mit stabilen seitlichen Führungen sind bereits Windlastträger vorgeschlagen worden, die in einer Stellung im mittigen Bereich des Behangs das Tuch bei Windbeaufschlagung an den seitlichen Führungen abstützen.
Nachteilig bei solchen Anlagen sind die voluminösen seitlichen Führungseinrichtungen, die das Fassadenbild beeinträchtigen und das Blickfeld nach außen verengen können.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Behangstabilisierung für eine Sonnenschutzanlage mit Spannseilen zu schaffen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß bei einer Sonnenschutzanlage der eingangs beschriebenen Art zwischen der Wickelwelle und dem Fallstab wenigstens ein den Behang wenigstens teilweise umgreifender Windlastträger vorgesehen ist, der relativ zu dem Behang beweglich ist, an seitlich neben dem Behang verlaufenden Spannseilen geführt ist und in einer bestimmten Ausfahrposition an einem Anschlag abstützbar ist.
Es hat sich gezeigt, daß durch Vorsehen von Spannseilen mit hinreichend großer Vorspannung und hierzu geeignetem Querschnitt nicht nur die Führung des Fallstabes, sondern auch die Führung des mitlaufenden Windlastträgers übernommen werden kann. Mitlaufend heißt, daß der Windlastträger auf dem Fallstab aufliegt und beim Ausfahren aus der vollständig eingefahrenen Stellung entsprechend mit dem Fallstab bewegt wird, bis er sich am Anschlag anlegt, woraufhin der Behang bei sich in Richtung seiner ausgefahrenen Endstellung weiter bewegendem Fallstab relativ zu dem Windlastträger bewegt wird. Durch die umgreifende Ausbildung des Windlastträgers erfolgt eine Stabilisierung senkrecht zur Ausfahrbewegung, d. h. das Umschlagen des Stoffes wird dadurch unterbunden, daß angreifende Windlast über den Windlastträger zu Spannseilen abgeleitet wird und Behangauslenkungen unterbunden werden. Selbst wenn es infolge sehr hoher Windlast zu einer Auslenkung des Windlastträgers unter den nachgebenden Spannseilen kommt, sorgt der den Behang umgreifende Windlastträger
immer noch für eine Stabilisierung, die das Umschlagen des Tuches beim Aufwickeln verhindert.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß sowohl der Fallstab als auch der Windlastträger an den gleichen Spannseilen geführt sind.
Während es grundsätzlich denkbar ist, für jedes Element separate Spannseile vorzusehen, beispielsweise um die Führungseigenschaften weiter zu verbessern, ist in den meisten Fällen ein einzelnes Spannseil auf jeder Seite des Behangs hinreichend, zumal bei ausgefahrenem Fallstab dessen Angriffsstelle am Spannseil sehr nahe an dessen unterer Befestigung liegt, so daß das Spannseil durch diesen bei angreifender Windlast kaum ausgelenkt wird.
Neben gebäudeseitig angebrachten Anschlägen, die den Vorteil haben, daß sowohl der Fallstab als auch der Windlastträger mit sehr engen Führungen am Spannseil laufen können, ist eine weitere Ausbildung der Erfindung besonders bevorzugt, bei welcher der Anschlag durch jeweils einen an den Spannseilen in bestimmter Höhe festgelegten Stopper gebildet ist. Außer der Anbringung der Spannseile sind dann keine weiteren Montagearbeiten an der Fassade notwendig und die Anschläge können zusammen mit den Spannseilen montiert werden. Beispielsweise kann die Festlegung der Stopper mit Hilfe von radial angeordneten Klemmschrauben durchgeführt werden, d. h. die Stopper können sehr einfach in der gewünschten Höhe festgelegt und bei Schrägstellungen leicht in ihrer Ausrichtung korrigiert werden.
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Während der Windlastträger an den seitlichen Enden mit die Spannseile eng umgebenden Führungsöffnungen versehen sein kann, ist in bevorzugter Weiterbildung vorgesehen, daß der Fallstab seitliche Führungsöffnungen aufweist, deren Querschnitt derart ausgebildet ist, daß er die Stopper passieren kann. Alternativ wären auch offene Querschnitte denkbar, so daß der Fallstab beispielsweise an dem Stopper vorbei gelenkt werden kann.
Um das Vorbeilaufen des Fallstabes an dem Stopper zu erleichtern, ist in weiterer bevorzugter Ausbildung der Erfindung vorgesehen, daß der Stopper an beiden Enden mit zum Spannseil hin verjüngten Enden und/oder die Führungsöffnung an beiden Rändern mit Einlauftrichtern ausgebildet ist. Hierdurch wird vermieden, daß der Fallstab beim Verfahren an den Stoppern blockiert wird.
Der Durchtritt des Behangs durch den Windlastträger kann beispielsweise dadurch sichergestellt sein, daß dieser einen Schlitz aufweist, durch welchen der Behang verläuft. Die Breite des Schlitzes ist geringfügig größer als die Behangstärke, so daß der Behang leicht ohne große Reibung passieren kann, aber dennoch hinreichend stabilisiert ist.
Der Windlastträger kann beispielsweise so aufgebaut sein, daß er seitlich neben dem Behang Führungselemente mit Führungsöffnungen aufweist, von denen sich aus mit Abstand parallel zueinander angeordnete Elemente, z. B. Rohre, erstrekken, zwischen denen der Schlitz ausgebildet ist. Wenigstens eines dieser Elemente ist durchgängig ausgebildet, d. h. es verbindet die beiden Führungselemente, während das zweite Element die Behangfläche nur teilweise überdecken muß, d. h.
zur Stabilisierung des Behangs sind zwei Schlitze in der Nähe der Führungselemente von ausreichender Länge vorgesehen, während ein Teil der Behangfläche wegen des im mittleren Bereich fehlenden Verbindungselements auf einer Seite freiliegt.
Nachfolgend wird anhand der beigefügten Zeichnungen näher auf ein Ausführungsbeispiel der Erfindung eingegangen. Es zeigen:
Fig. 1 eine Teilansicht des unteren Behangendes einer Sonnenschutzanlage;
Fig. 2 eine Schrägansicht des in Fig. 1 gezeigten Teilbereichs.
In Fig. 1 ist eine Seite des Endbereichs einer Sonnenschutzanlage 10 gezeigt, die als Senkrechtmarkise mit einer Wickelwelle (nicht gezeigt), einem auf diese aufwickelbaren Behang 12 und mit einem an dessen freiem Ende vorgesehenen Fallstab 14 oder dergleichen ausgeführt ist. Die Anlage ist als Außenanlage konzipiert und verfügt über seitlich der Behangfläche verlaufende Spannseile 16, die als Führungselemente dienen. Entsprechend verfügt der Fallstab 14 über seitliche Führungsvorsprünge 18 (siehe auch Fig. 2) mit mittigen Führungsöffnungen 20, durch welche die Spannseile 16 auf beiden Seiten des Behangs verlaufen. Wie aus Fig. 2 zu ersehen ist, sind die Führungsöffnungen 20 mit einem länglichen Querschnitt ausgeführt, d. h. sie besitzen eine relativ große Erstreckung in axialer Richtung mit Bezug auf den Fallstab 14, umschließen die Spannseile 16 jedoch relativ eng in einer Richtung senkrecht zum ausgefahrenen Behang 12, so daß unter Windeinwirkung aufgebaute Kräfte mit vergleichsweise geringem Spiel an die Spannseile abgeführt werden können.
Zur zusätzlichen Stabilisierung des Behangs in weit ausgefahrenem Zustand ist ferner ein Windlastträger 22 vorgesehen, der im wesentlichen aus zwei seitlichen Führungselementen 24 und zwei diese beiden Führungselemente verbindenden Rohren oder sonstigen Profilen besteht. Zwischen den beiden Rohren 26 ist ein Schlitz 28 ausgebildet, dessen Breite so bemessen ist, daß der Behang 12 im wesentlichen spielfrei reibungsarm durch den Schlitz 28 gezogen werden kann.
Die beiden Führungselemente 24 Führungsöffnungen 30 mit im wesentlichen kreisförmigem Querschnitt, die die Spannseile mit geringem Spiel umschließen. In der eingeholten Behangstellung liegt der Windlastträger 22 auf dem Fallstab 14 auf und befindet sich entsprechend oberhalb der zu verschattenden Fensterfläche.
Beim Ausfahren des Behangs senkt sich der Windlastträger mit dem Fallstab 14 ab, wobei an den Spannseilen 16 beidseitig Stopper 32 vorgesehen sind, die einen Anschlag für den Windlastträger 22 bilden. Die Stopper 32 sind mit Hilfe von radial wirkenden Klemmschrauben 34 an den Spannseilen in bestimmter Höhe festgelegt und besitzen entsprechend den Führungsöffnungen 20 einen länglichen Querschnitt, d. h. sie besitzen parallel zur Behangfläche eine größere Erstreckung als senkrecht zu dieser. Bei dem in Fig. 1 gezeigten behangparallelen Schnitt durch den Stopper 32 ist dessen teilkonische Ausbildung an den Enden zu dem Spannseil 16 hin erkennbar. Diese Konusenden 36 erleichtern das Vorbeilaufen des Fallstabes 14 mit seinen Führungsöffnungen 20, die zu den Rändern hin konische Einlauftrichter 37 aufweisen.
Ferner stabilisiert das teilkonische obere Ende 36 des Stoppers 32 den sich beim Absenken des Behanges auf ihn setzenden Windlastträger 22, der zur Verbesserung des Halts eine konische Erweiterung 38 wenigstens am unteren Ende der Führungsöffnung 30 in seinem Führungselement 24 besitzt.
Grundsätzlich wäre es auch vorstellbar, mehrere Windlastträger über die Behangfläche verteilt anzuordnen, wobei dann allerdings entsprechend nach unten hin Stopper mit vergrößertem Durchmesser vorgesehen sein müßten und die Führungsöffnungen entsprechend vom obersten Windlastträger bis zum Fallstab erweitert ausgeführt sein müßten. Wie bereits erwähnt, eignet sich der spannseilgeführte Windlastträger insbesondere für Senkrechtmarkisen, jedoch wäre sein Einsatz grundsätzlich bei allen Arten von Sonnenschutzanlagen mit flächigem Behang denkbar.
Claims (12)
1. Sonnenschutzanlage mit einem ausfahrbaren, auf eine Wickelwelle aufwickelbaren flächigen Behang (12), an dessen freiem Ende ein Fallstab (14) oder dergleichen vorgesehen und der seitlich neben dem Behang (12) an Spannseilen (16) geführt ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Wickelwelle und dem Fallstab (14) wenigstens ein den Behang (12) wenigstens teilweise umgreifender Windlastträger (22) vorgesehen ist, der relativ zu dem Behang (12) beweglich ist, an seitlich neben dem Behang (12) verlaufenden Spannseilen (16) geführt ist und in einer bestimmten Ausfahrposition an einem Anschlag (32) abstützbar ist.
2. Sonnenschutzanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fallstab (14) und der Windlastträger (22) an den gleichen Spannseilen (16) geführt sind.
3. Sonnenschutzanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag durch jeweils einen an den Spannseilen (16) in bestimmter Höhe festgelegten Stopper (32) gebildet ist.
4. Sonnenschutzanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stopper (32) mit Hilfe von radial angeordneten Klemmschrauben (34) an den Spannseilen festlegbar sind.
5. Sonnenschutzanlage nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Fallstab (14) seitliche Führungsöffnungen (20) aufweist, deren Querschnitt derart ausgebildet ist, daß sie die Stopper (32) passieren können.
6. Sonnenschutzanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Stopper (32) an wenigstens einem Ende mit einem sich zum Spannseil (16) hin verjüngenden Ende (36) ausgebildet sind.
7. Sonnenschutzanlage nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsöffnungen (20) des Fallstabes (14) an beiden Rändern Einlauftrichter (37) aufweisen.
8. Sonnenschutzanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Windlastträger (22) einen Schlitz (28) aufweist, durch welchen der Behang (12) verläuft.
9. Sonnenschutzanlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Windlastträger (22) seitlich neben dem Behang (12) Führungselemente (24) mit jeweils einer Führungsöffnung (30) aufweist.
10. Sonnenschutzanlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß sich von beiden Führungselementen (24) aus mit Abstand parallel zueinander angeordnete Elemente (26), z. B. Rohre, erstrecken, zwischen denen der Schlitz (28) ausgebildet ist.
11. Sonnenschutzanlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eines der den Schlitz (28) definierenden Elemente (26) die beiden Führungselemente (24) verbindet.
12. Sonnenschutzanlage nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsöffnungen (20) des Fallstabes (14) und der Querschnitt der Stopper (32) entsprechend mit einem länglichen Querschnitt ausgeführt sind.
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Legal Events
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| R207 | Utility model specification |
Effective date: 20031009 |
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| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20060901 |
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| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
Effective date: 20090902 |
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Effective date: 20120103 |