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DE20309443U1 - Distraktor - Google Patents

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DE20309443U1
DE20309443U1 DE20309443U DE20309443U DE20309443U1 DE 20309443 U1 DE20309443 U1 DE 20309443U1 DE 20309443 U DE20309443 U DE 20309443U DE 20309443 U DE20309443 U DE 20309443U DE 20309443 U1 DE20309443 U1 DE 20309443U1
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DE
Germany
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distractor
fixing device
spindle
bone
housing
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DE20309443U
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English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Karl Leibinger Medizintechnik GmbH and Co KG
Original Assignee
Karl Leibinger Medizintechnik GmbH and Co KG
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Application filed by Karl Leibinger Medizintechnik GmbH and Co KG filed Critical Karl Leibinger Medizintechnik GmbH and Co KG
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Publication of DE20309443U1 publication Critical patent/DE20309443U1/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B17/00Surgical instruments, devices or methods
    • A61B17/56Surgical instruments or methods for treatment of bones or joints; Devices specially adapted therefor
    • A61B17/58Surgical instruments or methods for treatment of bones or joints; Devices specially adapted therefor for osteosynthesis, e.g. bone plates, screws or setting implements
    • A61B17/60Surgical instruments or methods for treatment of bones or joints; Devices specially adapted therefor for osteosynthesis, e.g. bone plates, screws or setting implements for external osteosynthesis, e.g. distractors, contractors
    • A61B17/66Alignment, compression or distraction mechanisms
    • A61B17/663Alignment, compression or distraction mechanisms for jaw bones, e.g. subcutaneous distractors with external access

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Abstract

Distraktor zur Verlagerung eines Knochensegmentes, insbesondere eines Knochensegmentes des Ober- oder Unterkiefers, mit wenigstens einer ersten und einer zweiten Fixiervorrichtung zur Fixierung des Distraktors, deren Abstand voneinander veränderbar ist, wobei die Fixiervorrichtungen Befestigungsmittel aufweisen, mittels derer diese fixierbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine weitere Fixiervorrichtung vorgesehen ist, deren Befestigungsmittel in axialer Richtung des Distraktors oder in einer dazu parallelen oder schräg verlaufenden Ebene wenigstens teilweise über die Befestigungsmittel der ersten oder zweiten Fixiervorrichtung übersteht.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Distraktor zur Verlagerung eines Knochensegmentes, insbesondere eines Knochensegmentes des Ober- oder Unterkiefers, mit wenigstens einer ersten und einer zweiten Fixiervorrichtung zur Fixierung des Distraktors, deren Abstand voneinander veränderbar ist, wobei die Fixiervorrichtungen Befestigungsmittel aufweisen, mittels derer diese fixierbar sind.
  • Derartige Distraktoren sind in zahlreichen unterschiedlichen Ausführungsformen bekannt. Sie dienen der Distraktion von Knochensegmenten, wobei die Distraktion über relativ zueinander verstellbare Fixiervorrichtungen auf die gewünschten Knochenbereiche übertragen wird. Ein derartiger Distraktor ist beispielsweise aus der DE 195 37 023 A1 bekannt. In dieser Druckschrift werden die am Knochen montierbaren Fixiervorrichtungen über eine drehbare Gewindespindel gegeneinander verschoben und auf diese Weise die Distraktion bewirkt.
  • Distraktoren der eingangs genannten Art eignen sich beispielsweise zur Distraktion im Kieferbereich, wobei ein Knochensegment herausgetrennt wird und der Distrak tor an der Knochenaußenseite des Kiefers sowie des abgetrennten Knochensegmentes verschraubt wird. Das Knochensegment bleibt in der Höhe beweglich. Im Knochenspalt bildet sich neue Knochensubstanz, die sich vor ihrer Verfestigung geringfügig dehnen lässt. Indem man den Knochendistraktor beispielsweise pro Tag um 1 mm durch Drehen der Distraktor-Spindel hebt, kann man so den Knochen langsam wachsen lassen, bis der gewünschte Knochenaufbau abgeschlossen ist und der Distraktor wieder entfernt werden kann.
  • Das vorgenannte Verfahren kann beispielsweise dazu dienen, den Unterkiefer oder Oberkiefer an geeigneter Stelle aufzubauen, um ausreichend Platz für Implantate zu schaffen, in denen eine Prothese verankert werden kann.
  • Ein Vorteil des vorgenannten Verfahrens ist es, dass weder Knochenersatzmaterial notwendig ist, noch an einer anderen Körperstelle Knochenmaterial entnommen werden muss.
  • Bei vorbekannten Distraktoren besteht ein Nachteil darin, dass in der klinischen Applikation das Problem auftreten kann, dass das distrahierte Knochensegment lingual (im Unterkiefer) oder palatinal (im Oberkiefer) abkippt. In diesem unerwünschten Fall bildet eine der Knochenplatten (in der Regel die feststehende Platte) des Distraktors die Schwenkachse für das Distraktionssystem. Ein derartiges Verschwenken hat den Nachteil, dass sich der reale Distraktionsvektor in seinem Winkel bzw. in seiner Richtung ändert, so dass der Knochenaufbau nicht in der gewünschten Richtung erfolgen kann.
  • Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen Knochendistraktor der eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden, dass die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten einer unerwünschten Änderung des realen Distraktionsvektors während der Distraktion verringert wird.
  • Diese Aufgabe wird durch einen Distraktor mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1 gelöst. Danach weist der Distraktor wenigstens eine weitere Fixiervorrichtung auf, deren Befestigungsmittel in axialer Richtung des Distraktors oder in einer dazu parallelen oder schräg verlaufenden Ebene wenigstens teilweise über die Befestigungsmittel der ersten oder zweiten Fixiervorrichtung übersteht. Daraus ergibt sich der Vorteil, dass eine Schwenkbewegung des Distraktors weitgehend vermieden werden kann, da die weitere Fixiervorrichtung die auftretenden Zug- und Druckkräfte aufnehmen kann. Die Befestigungsmittel der weiteren Fixiervorrichtung stehen erfindungsgemäß über die Befestigungsmittel der ersten oder zweiten Fixiervorrichtung über und dienen damit gleichsam als Verspannung des Distraktors, die eine unerwünschte Veränderung des realen Distraktionsvektors ausschließt oder weitgehend unterdrückt.
  • Die weitere Fixiervorrichtung ist vorzugsweise in einem Endbereich des Distraktors angeordnet. Die Befestigungsmittel der weiteren Fixiervorrichtung sind zumindest teilweise in axialer Richtung des Distraktors oder in einer dazu parallelen oder schräg verlaufenden Ebene von den Befestigungsmitteln der ersten oder zweiten Fixiervorrichtung derart beabstandet, dass ihr axialer Abstand vom anderen Endbereich des Distraktors größer ist als der der Befestigungsmittel der ersten oder zweiten Fixiervorrichtung. Die Befestigungsmittel der weiteren Fixiervorrichtung können axial über den Endbereich eines Gehäuses oder einer Spindel des Distraktors überstehen.
  • Die erste Fixiervorrichtung kann an einem Gehäuse des Distraktors angeordnet sein und die zweite Fixiervorrichtung kann bewegbar mit einer Spindel oder einem Zug-/Druckstabes des Distraktors in Verbindung stehen.
  • Die Befestigungsmittel der Fixiervorrichtungen können als Befestigungsbohrungen ausgeführt sein, in die Schrauben einsetzbar sind, d. h. als Schraubendurchgangslöcher.
  • Die weitere Fixiervorrichtung kann an dem Gehäuse angeordnet sein und sich im wesentlichen in axialer Richtung des Gehäuses oder der Spindel oder schräg zur Längsachse des Gehäuses oder der Spindel erstrecken.
  • In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die weitere Fixiervorrichtung als auf der Außenseite des Gehäuses angeordnete Lasche ausgeführt ist, die in einem Endbereich ein oder mehrere Befestigungsbohrungen aufweist. Als Außenseite des Gehäuses wird die von der Montageebene des Distraktors abgewandte Seite verstanden.
  • Die weitere Fixiervorrichtung kann als Knochenplatte ausgeführt sein oder eine Knochenplatte aufweisen. Diese weist üblicherweise ein oder mehrere Befestigungsbohrungen auf, um die weitere Fixiervorrichtung mittels Schrauben am Knochen zu fixieren.
  • Weiterhin kann vorgesehen sein, dass die Lasche einen ersten, die Befestigungsbohrungen aufweisenden Endbereich und einen davon beabstandeten, zweiten Endbereich aufweist, mittels dessen die Lasche mit dem Gehäuse in Verbindung steht, wobei die Endbereiche in einer Seitenansicht der Lasche zueinander versetzt angeordnet sind und durch ein geschwungenes oder winkeliges Verbindungsstück miteinander in Verbindung stehen. Dabei kann vorgesehen sein, dass der mit dem Gehäuse in Verbindung stehende Endbereich derart versetzt angeordnet ist, dass er auf der Gehäuseaußenseite aufliegt, während der andere Endbereich auf dem Niveau der Knochenplatten des Distraktors angeordnet sein kann.
  • Ebenso ist es möglich, dass beide Endbereiche der Lasche im wesentlichen in einer Ebene liegen.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die erste und/oder zweite Fixiervorrichtungen Knochenplatten sind oder Knochenplatten aufweisen. Zur Fixierung des Distraktors am Knochen weisen diese vorzugsweise Befestigungsbohrungen auf.
  • Die Knochenplatten können sich im wesentlichen rechtwinkelig von dem Gehäuse und/oder der Spindel erstrecken. Somit ist es möglich, das die weitere Fixiervor richtung mit einer der Knochenplatten ein stabiles Kräftedreieck bildet, das die in diesem Bereich des Distraktors auftretenden Zug- und Druckkräfte aufnehmen kann. Auch ist es möglich, dass die Knochenplatten einen anderen Winkel als 90° mit dem Gehäuse oder der Spindel einschließen.
  • Die Knochenplatten können sich auf einer oder vorzugsweise auf beiden Seiten des Gehäuses erstrecken.
  • Die Spindel des Distraktors kann ein Außengewinde aufweisen, wobei die mit der Spindel in Verbindung stehende Fixiervorrichtung ein Innengewinde aufweist, das mit dem Außengewinde der Spindel in Eingriff steht. Bei Rotation der Spindel wird die mit dieser in Verbindung stehende Fixiervorrichtung je nach Drehrichtung auf die andere Fixiervorrichtung zubewegt oder von dieser wegbewegt. Grundsätzlich kann auch vorgesehen sein, dass die Spindel ein Außengewinde aufweist und mit einem Innengewinde des Gehäuses in Eingriff steht, so dass sich insgesamt eine Längenänderung des Distraktors ergibt, wenn die Spindel gedreht wird.
  • Es muß nicht zwingend eine Spindel rotierbar in dem Gehäuse aufgenommen sein. Grundsätzlich ist auch eine translatorische Bewegung eines Zug- oder Druckstabes denkbar.
  • Die Betätigung der Spindel bzw. des Zug-/Druckstabes erfolgt bevorzugt manuell, jedoch ist auch eine motorische Spindelbetätigung möglich. Auch alternative Spindelbewegungen sind möglich (hydraulisch, pneumatisch, Ausnutzung des Memory Metall Effektes).
  • In weiterer Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass das Gehäuse eine sich in dessen Längsrichtung erstreckende Ausnehmung aufweist, in der die mit der Spindel in Verbindung stehende Fixiervorrichtung weitgehend gegen Verdrehen gesichert geführt ist.
  • Weiterhin kann vorgesehen sein, dass sämtliche Fixiervorrichtungen als Knochenplatten ausgeführt sind oder Knochenplatten aufweisen, wobei die Knochenplatten im wesentlichen in derselben Ebene liegen.
  • Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
  • 1: eine perspektivische Darstellung eines Distraktors gemäß dem Stand der Technik,
  • 2: eine perspektivische Darstellung einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Distraktors,
  • 3: eine Draufsicht auf den Distraktor gemäß 2,
  • 4: eine Schnittdarstellung des am Unterkieferknochen und am Knochensegment fixierten Distraktors gemäß 2 und
  • 5: eine Schnittdarstellung des am Unterkieferknochen und am Knochensegment fixierten Distraktors gemäß 1.
  • 1 zeigt einen vorbekannten Distraktor mit Gehäuse 1 und einer darin rotierbar aufgenommenen Spindel 1'. Die Spindel 1' weist in ihrem Endbereich ein Sechskantprofil auf, auf das ein entsprechendes Werkzeug zum Zwecke der Rotation der Spindel 1' aufsetzbar ist. Grundsätzlich sind beliebige andere Werkzeugaufnahmen denkbar. Des weiteren sind die Knochenplatten 2, 3 vorgesehen, die zur Fixierung des Distraktors am Knochen sowie an einem zu distrahierenden Knochensegment dienen. Die Knochenplatte 2 ist fest mit dem Gehäuse verbunden. Die die Knochenplatte 3 tragende Fixiervorrichtung weist einen aus 5 ersichtlichen Bereich mit einem Innengewinde auf, der mit dem Außengewinde der Spindel 1' in Eingriff steht. Wird die in der Schnittdarstellung gemäß 5 ersichtliche Spindel 1' gedreht, führt dies dazu, dass die Knochenplatte 3 in axialer Richtung der Spindel 1' bewegt wird.
  • 5 verdeutlicht, dass bei dem dargestellten unidirektionalen Distraktor bei der vertikalen Distraktion im intraoralen Zugang der erhebliche Nachteil auftreten kann, dass in der klinischen Applikation das oben dargestellte distrahierte Knochensegment lingual gegenüber dem unten dargestellten Unterkiefer oder palatinal im Oberkiefer abkippt, wie dies aus einem Vergleich des gewünschten Vektors und des lingual abgekippten Vektors ersichtlich ist. Ein derartiges Abkippen führt zu einer Fehlstellung des distrahierten Knochensegmentes. Die mit dem Gehäuse 1 in Verbindung stehende Platte 2, die in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel mit dem Unterkiefer verbunden ist, vermag nicht, die dargestellte Schwenkbewegung zu verhindern.
  • 2 zeigt eine perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen Distraktors, der in seinem Aufbau grundsätzlich dem zu 1 geschilderten Distraktor entspricht. Zusätzlich zu dem in 1 dargestellten Distraktor weist der erfindungsgemäße Distraktor eine weitere Fixiervorrichtung auf. Diese besteht aus der Lasche 4, die in ihrem einen Endbereich 41 mit dem Gehäuse 1 fest verbunden ist. In ihrem anderen Endbereich 42 weist die Lasche 4 zwei Befestigungsbohrungen auf, mittels derer die Lasche 4 am Knochen fixiert wird. Die Befestigungsbohrungen der Lasche 4 stehen, wie aus 2 ersichtlich, in axialer Richtung über die Befestigungsbohrungen der Platte 2 über. Der axiale Abstand der Befestigungsbohrungen der Lasche 4 von dem von diesen abgewandten Endbereich des Distraktors überragt den axialen Abstand der Befestigungsbohrungen der benachbarten Knochenplatte 2 von dem genannten Endbereich des Distraktors. Dies ergibt sich aus 2 und ebenso aus 3 und 4. Wie insbesondere aus 3 ersichtlich, erstreckt sich die Lasche 4 in axialer Richtung des Gehäuses 1.
  • In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel 4 ist die Lasche fest mit dem Gehäuse verbunden. Ebenso ist es möglich, dass die Lasche beweglich an dem Gehäuse angeordnet ist.
  • Wie sich ferner aus 2 und 3 ergibt, bildet die Lasche 4 bzw. deren Endbereich 42 mit den dort vorgesehenen Befestigungsbohrungen und die Platte 2 bzw. die darin aufgenommenen Befestigungsbohrungen ein Kräftedreieck, das verhindert, dass die in 5 dargestellte Schwenkbewegung des Distraktors um die untere Knochenplatte 2 auftreten kann. Die in 5 dargestellte Richtungsänderung des Distraktionsvektors kann damit ausgeschlossen oder zumindest weitgehend unterdrückt werden.
  • 4 zeigt den erfindungsgemäßen Distraktor gemäß 2 und 3 in der am Knochen und Knochensegment fixierten Position bei der vertikalen Unterkieferdistraktion. Dargestellt ist im unteren Bereich der Unterkiefer und im oberen Bereich der Figur das herausgetrennte, zu distrahierende Knochensegment. Ein linguales Abkippen des Distraktors wird aufgrund der Lasche 4, die gemäß 4 als Verspannung dient und die auftretenden Zug- und Druckkräfte in diesem Bereich aufnimmt und in den Knochen ableitet, wirksam verhindert oder reduziert. Dadurch wird gewährleistet, dass das distrahierte Knochensegment stets in der gewünschten Position verbleibt, so dass sich ein optimaler Behandlungserfolg erzielen lässt.
  • Das in der Zeichnung dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt die weitere Fixiervorrichtung als sich in axialer Richtung des Gehäuses erstreckende Lasche. Ebenso ist es möglich, dass die weitere Fixiervorrichtung sich nicht in axialer Richtung, sondern dazu schräg erstreckt.
  • Des weiteren besteht die Möglichkeit, dass mehrere derartige weitere Fixiervorrichtungen vorgesehen sind. Denkbar ist beispielsweise der Fall, dass zwei im Winkel zueinander angeordnete weitere Fixiervorrichtungen sich beispielsweise im Endbereich des Gehäuses erstrecken.
  • Die Anzahl der weiteren Fixiervorrichtungen ist ebensowenig beschränkt wie der Winkel, den diese mit dem Distraktor bzw. dessen Gehäuse oder Spindel einschließen.
  • Unabhängig davon besteht ferner die Möglichkeit, die weitere Fixiervorrichtung derart anzuordnen, dass ihr Winkel gegenüber dem Gehäuse bzw. der Spindel variabel ist. Denkbar ist beispielsweise, dass eine Schwenkverbindung zwischen der weiteren Fixiervorrichtung und dem Gehäuse vorgesehen ist, die beispielsweise durch eine Schraube fixierbar ist.
  • Die vorliegende Erfindung ist anwendbar auf unterschiedlichste Arten von Distraktoren. Sie ist nicht beschränkt auf die in dem Ausführungsbeispiel dargestellten Distraktoren, bei denen die Spindel ein Außengewinde aufweist, mit dem ein Innengewinde einer der Fixiervorrichtungen in Eingriff steht. Ebenso ist die Erfindung anwendbar auf Distraktoren, bei denen beispielsweise die Spindel ein Außengewinde und das Gehäuse ein dieses aufnehmendes Innengewinde aufweist.

Claims (13)

  1. Distraktor zur Verlagerung eines Knochensegmentes, insbesondere eines Knochensegmentes des Ober- oder Unterkiefers, mit wenigstens einer ersten und einer zweiten Fixiervorrichtung zur Fixierung des Distraktors, deren Abstand voneinander veränderbar ist, wobei die Fixiervorrichtungen Befestigungsmittel aufweisen, mittels derer diese fixierbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine weitere Fixiervorrichtung vorgesehen ist, deren Befestigungsmittel in axialer Richtung des Distraktors oder in einer dazu parallelen oder schräg verlaufenden Ebene wenigstens teilweise über die Befestigungsmittel der ersten oder zweiten Fixiervorrichtung übersteht.
  2. Distraktor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Fixiervorrichtung an einem Gehäuse des Distraktors angeordnet ist und die zweite Fixiervorrichtung bewegbar mit einer Spindel oder einem Zug-/Druckstab des Distraktors in Verbindung steht.
  3. Distraktor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel als Befestigungsbohrungen ausgebildet sind.
  4. Distraktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Fixiervorrichtung an dem Gehäuse angeordnet ist und sich im wesentlichen in axialer Richtung des Gehäuses oder der Spindel oder schräg zur Längsachse des Gehäuses oder der Spindel erstreckt.
  5. Distraktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Fixiervorrichtung als auf der Außenseite des Gehäuses angeordnete Lasche ausgeführt ist, die in einem Endbereich ein oder mehrere Befestigungsbohrungen aufweist.
  6. Distraktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Fixiervorrichtung als Knochenplatte ausgeführt ist oder eine Knochenplatte aufweist.
  7. Distraktor nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Lasche einen ersten, die Befestigungsbohrungen aufweisenden Endbereich und einen davon beabstandeten zweiten Endbereich aufweist, mittels dessen die Lasche mit dem Gehäuse in Verbindung steht, wobei die Endbereiche in einer Seitenansicht der Lasche zueinander versetzt angeordnet sind und durch ein geschwungenes oder winkliges Verbindungsstück miteinander in Verbindung stehen.
  8. Distraktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und/oder zweite Fixiervorrichtung Knochenplatten sind oder Knochenplatten aufweisen.
  9. Distraktor nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Knochenplatten im wesentlichen rechtwinklig vom dem Gehäuse und/oder der Spindel erstrecken.
  10. Distraktor nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Knochenplatten ein oder mehrere Befestigungsbohrungen aufweisen.
  11. Distraktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Spindel ein Außengewinde aufweist und dass die mit der Spindel in Verbindung stehende Fixiervorrichtung ein Innengewinde aufweist, das mit dem Außengewinde der Spindel in Eingriff steht.
  12. Distraktor nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse eine sich in dessen Längsrichtung erstreckende Ausnehmung aufweist, in der die mit der Spindel in Verbindung stehende Fixiervorrichtung weitgehend gegen Verdrehen gesichert geführt wird.
  13. Distraktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Fixiervorrichtungen als Knochenplatten ausgeführt sind oder Knochenplatten aufweisen, wobei die Knochenplatten im wesentlichen in derselben Ebene liegen.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2011119039A1 (en) * 2010-03-22 2011-09-29 Stavanger Universitetssjukehus Distraction device for use in oral surgery
CN114340528A (zh) * 2019-08-28 2022-04-12 德普伊新特斯产品公司 板连接
DE102024112763A1 (de) * 2024-05-07 2025-11-13 Karl Leibinger Asset Management Gmbh & Co. Kg Distraktorvorrichtung

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R071 Expiry of right
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