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Dr. Schneider Engineering GmbH G 1803
Lindenstr. 10-12 06.05.2003
96317 Kronach - Neuses
Schiebeelement für eine Luftdüse
Die Erfindung betrifft ein Schiebeelement mit den im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen.
Aus der DE 201 18 014.6 ist ein Schiebeelement bekannt, das auf einer Lamelle aufgebracht ist und vorderseitig eine Lichtaustrittsöffnung aufweist. In dem Schiebeelement befindet sich ein Beleuchtungskörper, der über Stromschienen an der Lamelle gespeist wird. Das Schiebeelement weist eine Durchgangslagerungsöffnung auf und kann z. B. seitlich aufgeschoben sein. Das Schiebeelement dient dazu, über rückseitige Kopplungselemente vertikale Lamellen in der Luftdüse zu verstellen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Schiebeelement so auszubilden, dass es einfach montierbar ist und einen integrierten Zier- und/oder Markiereinsatz aufweist, für dessen Befestigung keine zusätzlichen Mittel erforderlich sind.
Gelöst wird die Aufgabe durch Ausgestaltung des Schiebeelementes gemäß der Lehre des Anspruchs 1.
Grundsätzlich ist es bekannt, Schiebeelemente aus zwei
beabstandeten Kunststoffteilen herzustellen und diese
durch Verrastungen miteinander zu verbinden, wobei die
Schalen den Träger, auf den das Schiebeelement aufgesetzt ist, umschließen.
Die Besonderheit des Schiebeelementes nach der Erfindung besteht nun darin, dass diese Rastverbindungen nur rückseitig vorgesehen sind oder an Stelle einer solchen Rast-Verbindung ein Filmscharnier vorgesehen ist, das die beiden Hälften verbindet. Die Hälften können in einem Kunststoff spritzwerkzeug einteilig hergestellt werden. Handelt es sich um miteinander zu verbindende separate Teile, so können diese ebenfalls während des Spritzvorgangs in der Form miteinander verbunden sein, werden dann aber nach der Ausformung getrennt. Bei der alternativen Ausführung ist das Filmscharnier das Bindeglied. Für die Verrastung zweiter getrennter Hälften kommen an sich bekannte Rastverbindungen an der Rückseite des Schiebeelementes zur Anwendung. Diese bestehen darin, dass in der einen Hälfte Rastausnehmungen und an der anderen Hälfte an federnden Schenkeln vorstehende Rastnasen vorgesehen sind, die über Aufgleitflächen beim Ineingriffkommen mit einer Rastwand den jeweiligen federnden Schenkel auslenken, der durch die Federwirkung die Rastnase hinter die Rastwand der Rastausnehmung in die Schiebe-Endposition schwenkt.
Die Besonderheit liegt nun darin, dass auf der anderen Seite eine völlig andere Verbindung zur Sicherung der montierten Hälften, nämlich eine formschlüssige Verbindung mit einer Rastverbindung kombiniert, vorgesehen ist. Die Rastung und die Formschlussverbindung werden mittels einer Spange realisiert, die mit mindestens einem Ansatz in korrespondierende, im montierten Zustand kongruent verlaufende Durchgangslöcher in den Abstandsteilen der beiden Hälften eingreift. Die Spange weist zum Zwecke der Verrastung zweckmäßigerweise in das Innere des Gehäuses umgebogene Enden auf, an denen nach innen vorstehende Rastnasen vorgesehen sind, die beim Aufdrücken ein Aufweiten der Seitenschenkel durch den Anlagedruck an je einem seitlichen Rastansatz an einem der beiden Hälften bewirken und in der Endposition diese rastend hintergreifen, so dass eine Abzugssicherung gegeben ist.
Bei längeren Schiebeelementen können auch zwei oder mehrere Durchgangslöcher in den Abstandsteilen und Ansätze an der Spange zur Verriegelung vorgesehen sein. Es kann darüber hinaus auch ein mittiger Führungsansatz innenseitig vorgesehen sein. Dies hängt von der jeweiligen Ausgestaltung des Schiebeelementes ab. Die Spange selbst kann aus Metall oder aus Kunststoff bestehen und beispielsweise an der sichtbaren Oberseite eloxiert sein.
Die Rastvorsprünge sind angespritzt. Ebenso sind die Rastansätze an einer der beiden Hälften angespritzt, so dass eine einfache Herstellung der drei benötigten Teile und darüber hinaus auch eine einfache Montage möglich sind.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen im einzelnen angegeben.
So können zur Begrenzung der seitlichen Verschiebung in den beiden Hälften in den Wänden Längsausnehmungen eingearbeitet sein, in die Vorsprünge an den Hälften eingreifen, so dass hierüber - je nach Dimensionierung des Vorsprungs und der Längsausnehmung - der Schiebeweg begrenzt werden kann. Der Schiebeweg kann aber auch begrenzt werden durch stirnseitige Ansätze an der Lamelle, die in der Gleitkammer des Schiebeelementes gegen einen Wandanschlag in der Endposition jeweils anschlagen. Diese Ausführung hat den Vorteil, dass zwischen den beiden Anschlägen eine Gleitfeder als Formflachfeder eingelegt werden kann, die sich an einer Gleitfläche eines Abstandsteiles abstützen kann. Zweckmäßigerweise handelt es sich hierbei um die Gleitfläche an einer Zwischen- oder Abstandswand, die zusammen mit dem Abstandsteil eine Lagerkammer für einen Ansatz an der anderen Hälfte zur Herstellung der Steck- und Rastverbindung bildet.
Der Erfindung wird nachfolgend anhand des in der Zeichnung in den Figuren 1 und 2 in Form eines Längsschnittes
und einer Querschnittsdarstellung längs der Schnittlinie A-A dargestellten Ausführungsbeispiels ergänzend erläutert.
Das Schiebeelement 1 besteht, wie aus Figur 2 ersichtlich, aus zwei Hälften 2 und 3. Diese Hälften sind rückseitig, also im Gehäuseinneren der Luftdüse, durch Verrastungen miteinander verbunden und bilden eine Gleitkammer 19, in der die Lamelle 10 eingelegt ist, so dass das Schiebeelement 1 auf der Lamelle 10 um ein bestimmtes Maß hin und her geschoben werden kann. Die eine Hälfte 2 weist an der Rückseite Rastausnehmungen 4 auf, die jeweils eine Sperrwand 14 außenseitig aufweisen, die von je einer Rastnase 5 im eingerasteten Zustand übergriffen werden. Die Rastnase 5 befindet sich an einem federnden Schenkel an der anderen Hälfte 3 des Schiebeelementes 1. Wie aus Figur 1 ersichtlich, sind zwei solche Rastverbindungen seitlich an der Hälfte 2 vorgesehen. In diese Rastausnehmung 4 greifen die Rastnasen, die an der anderen Hälfte 3 angespritzt sind, ein. Die beiden Hälften 2 und 3 weisen im vorderen Bereich Abstandsteile 6 auf. Im konkreten Fall ist das Abstandsteil 6 an der Hälfte 3 vorgesehen und bildet zusammen mit einer innenliegenden Wand 23 eine Lagerkammer 18 für einen sich ebenfalls über einen großen Teil der Länge erstreckenden Ansatz 7 an der Hälfte 2. Dieser Ansatz 7 weist - ebenso wie das Abstandsteil 6 - einen mittigen Durchbruch 8 auf. Es können auch seitliche Durchbrüche, seitlich versetzt, vorgesehen sein. Über diese deckungsgleiche Verbringung der beiden Durchbrüche 8 ist es möglich, durch eine Formschlussverbindung, durch Einsetzen eines Arretierungsansatzes 12 an der Innenseite einer Spange 11, eine gesicherte Verbindung der beiden Hälften 2 und 3 im vorderen Bereich herzustellen. Die Spange 11 ist als Zierspange ausgebildet und in die zwischen den vorderen Wandabschnitten der beiden Hälften 2 und 3 gebildete Nut eingebettet. Sie kann bei anderen Ausführungen auch weiter vorgerückt oder auch als Griffleiste ausgebildet sein. In jedem Fall sichert
die Spange 11 mit dem Arretierungsansatz 12 und dem damit bewirkten Formschluss mit den Durchbrüchen 8 den Verbund. Die Spange 11 weist zur Rast-Sicherung an ihren äußeren, nach innen in das Gehäuse abgebogenen Schenkeln Rastvor-Sprünge 13 innenseitig auf, die hinter Rastansätzen 9, die an der Hälfte 3 vorgesehen sind, greifen. Die Rastansätze 9 werden aus den Enden des Abstandteils 6 gebildet. Im eingedrückten Zustand ist ein Abziehen der Spange praktisch nicht mehr möglich.
Die Abbildungen zeigen ferner, dass in der Gleitkammer Längsausnehmungen 15 und 16 vorgesehen sind. In die Längsausnehmungen 16 greifen vorstehende Ansätze an der Lamelle 10 ein. Der Schiebeweg kann hierdurch begrenzt werden. Es ist aber auch möglich, wie aus Figur 1 ersichtlich, Anschläge 21 stirnseitig vorzusehen, die beabstandet zueinander angeordnet sind und den seitlichen Schiebeweg jeweils innerhalb der Gleitkammer des Schiebeelementes 1 begrenzen. Die Anschläge 21 schlagen bei seitlicher Verschiebung gegen die Wandanschläge 20 der Hälfte 3 an. Eine nicht dargestellte, zwischen den Anschlägen 21 eingefügte Feder, die als Gleitfeder an der Gleitfläche der Wand 23 anliegt, ermöglicht eine definierte Gleitreibung des Schiebeelementes und verhindert lästige Geräusche durch Vibrationen. Rückseitig sind am Schiebeelement 1 Kopplungseinrichtungen 22 vorgesehen, die mit einer Bewegungsübertragungsmechanik zum Verstellen von anderen Reglern in der Luftdüse koppelbar sind.
Eine solche Luftdüse mit einem erfindungsgemäß ausgestatteten Schieberegler wird beispielsweise in einem Kraftfahrzeug eingesetzt, um die Luftströmung in Richtung und Intensität verändern zu können.
Bezugszeichenliste
| 1 |
Schiebeelement |
| 2 |
1. Hälfte |
| 3 |
2. Hälfte |
| 4 |
Rastausnehmung |
| 5 |
Rastnasen |
| 6 |
Abstandsteil |
| 7 |
Ansatz |
| 8 |
Durchbruch |
| 9 |
Rastansatz |
| 10 |
Lamelle |
| 11 |
Spange |
| 12 |
Arretierungsansatz |
| 13 |
Rastvorsprünge |
| 14 |
Sperrwand |
| 15 |
Längsausnehmung |
| 16 |
Längsausnehmung |
| 17 |
Vorsprünge |
| 18 |
Lagerkammer |
| 19 |
Gleitkammer |
| 20 |
Wandanschläge |
| 21 |
Anschlag |
| 22 |
Kopplungseinrichtung |
| 23 |
Wand |