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DE20306636U1 - Chirurgisches Nahtmaterial in Form eines mono- oder multifilen Fadens aus Kunststoffmaterial - Google Patents

Chirurgisches Nahtmaterial in Form eines mono- oder multifilen Fadens aus Kunststoffmaterial

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Publication number
DE20306636U1
DE20306636U1 DE20306636U DE20306636U DE20306636U1 DE 20306636 U1 DE20306636 U1 DE 20306636U1 DE 20306636 U DE20306636 U DE 20306636U DE 20306636 U DE20306636 U DE 20306636U DE 20306636 U1 DE20306636 U1 DE 20306636U1
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DE
Germany
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thread
surgical suture
coating
suture material
containing coating
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Expired - Lifetime
Application number
DE20306636U
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English (en)
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PFM Medical Titanium GmbH
Original Assignee
GfE Medizintechnik GmbH
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Publication date
Application filed by GfE Medizintechnik GmbH filed Critical GfE Medizintechnik GmbH
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Publication of DE20306636U1 publication Critical patent/DE20306636U1/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L17/00Materials for surgical sutures or for ligaturing blood vessels ; Materials for prostheses or catheters
    • A61L17/14Post-treatment to improve physical properties
    • A61L17/145Coating

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Surgery (AREA)
  • Vascular Medicine (AREA)
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  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
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  • Materials For Medical Uses (AREA)

Description

• ·
Chirurgisches Nahtmaterial in Form eines mono- oder multifilen Fadens aus Kunststoffmaterial
Die Erfindung betrifft ein chirurgisches Nahtmaterial in Form eines mono- oder multifilen Fadens aus Kunststoffmaterial, insbesondere aus Polypropylen.
Derartige Nahtfäden sind - anders als Fäden aus bioresorbierbarem Material - zum dauerhaften Verbleib im Körper bestimmt, insbesondere, wenn eine Naht im Körperinneren anzulegen und zur dauerhaften Verbindung oder Stabilisierung chirurgischer Schnitte bestimmt ist. Bei diesem Einsatz ergibt sich bei den bekannten Fäden aufgrund des dafür verwendeten Kunststoffmaterials das Problem, dass der Faden vom Körper als Fremdkörper wahrgenommen wird. Als Abstoßungsreaktion scheidet der Körper an der Grenzfläche zum Faden Collagen ab, was zu einer unerwünschten Versteifung des Nahtbereiches führt. Dies kann bei einer Verformungsbeanspruchung des Nahtbereiches zu einem Bruch der Naht fuhren. Neben dieser Verkapselung treten durch den inkorporierten Faden bisweilen auch entzündliche Reaktionen auf.
Ein weiteres Problem bei chirurgischem Nahtmaterial aus Kunststoffmaterial besteht darin, dass die regelmäßig im Kunststoffmaterial enthaltenen Weichmacher mit der Zeit aus dem Material diffundieren, was zwei nachteilige Folgen mit sich bringt. Zum einen stehen Weichmacher gemäß jüngeren medizinischen Untersuchungen in dem Verdacht, krebserregend zu sein. Zum anderen tritt beim Faden durch das Herausdiffundieren der Weichmacher eine Versprödung ein, die wiederum bei Deformationsbeanspruchung des Nahtbereiches zu einem Bruch des Fadens führen kann.
&igr; · &Ogr;&Igr;&Egr; ChtrurgiidKi Nahtmaterial
Ausgehend von diesen Problemen des Standes der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, chirurgisches Nahtmaterial der eingangs genannten Art so zu verbessern, dass einerseits ein dauerhafter Verbleib des Fadens ohne Verkapselung und Freisetzung von Weichmachern ermöglicht wird und andererseits das Handling des Fadens beim Legen der Naht verbessert wird.
Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichnungsteil des Anspruches 1 angegebene metallhaltige, körperverträgliche, durchgehende Beschichtung auf der Außenseite des Fadens gelöst.
Diese Beschichtung, die vorzugsweise auf der Basis Titan-haltiger Verbindungen mit einer Dicke von < 2 &mgr;&eegr;&igr;, vorzugsweise von 5 bis 700 nm hergestellt ist, erfüllt im Sinne der erfindungsgemäßen Aufgabe eine Vielzahl von Funktionen. So erfolgt durch ihre Durchgängigkeit kein direkter Kontakt des Basis-Kunststoffmaterials - also der Seele - des Fadens mit Körpergewebe mehr, so dass der Faden vom Körper durchgängig als aus einem vorzugsweise Titan-haltigen Material bestehend wahrgenommen wird. Dadurch wird die eingangs geschilderte Abstoßungsreaktion in Form einer Verkapselung des Fadens nicht in Gang gesetzt. Ferner stellt nachweisbar die metallhaltige Beschichtung eine Diffussionssperre für die Weichmachermoleküle im Kunststoffmaterial des Fadens dar, so dass ein Herausdiffundieren der Weichmacher unterbunden wird. Damit wird die ebenfalls geschilderte Versprödung des Fadens minimiert. Schließlich beeinflusst die Beschichtung positiv das Durchzugsverhalten und die Knotenbildung des Fadens, was dessen Handling erleichtert.
Die metallhaltige Beschichtung besteht bevorzugt aus einer Verbindung der Formel TiaObCc, wobei gilt
-3-
a = 0,025 bis 0,9,
b = 0,025 bis 0,7 und
c = 0,2 bis 0,9.
Ggf. können im Austausch zu den Titan-Anteilen auch Tantal, Niob, Silber, Zirkon und Hafnium eingesetzt werden. Als weitere Elemente in der Verbindung können ferner Stickstoff und Bor beinhaltet sein.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist bei Auslegung des chirurgischen Nahtmaterials als multifiler Faden jedes einzelne Filament durchgehend mit einer metallhaltigen, körperverträglichen Beschichtung versehen. Dies kann durch Flechten der Filamente und anschließendes Aufbringen der metallhaltigen Beschichtung durch chemische Gasphasenabscheidung erfolgen.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. Die einzige Figur zeigt einen vergrößerten, schematischen Längsaxialschnitt durch einen monofilen Nahtfaden.
Der in der Figur gezeigte monofile Faden weist eine Seele 1 aus Polypropylen auf. Deren Durchmesser D beträgt beispielsweise 0,5 mm. Die Außenfläche 2 der Seele 1 weist eine in Längs- und Umfangsrichtung durchgehende, körperverträgliche Beschichtung 3 aus einem Titan-haltigen Material der Formel TiaObCc auf.
Die Anteilsbereiche a, b und c entsprechen denen in der Beschreibungseinleitung. Eine derartige Beschichtung hat sich als absolut körperverträglich herausgestellt. Durch ihre Durchgängigkeit wird die gesamte Seele des Fa-
-4-
dens 1 mit ihrem Kunststoffmaterial nicht mehr als solches vom Körper wahrgenommen. Die Körperverträglichkeit ist somit mit komplett aus einer Titanlegierung gefertigten Implantaten vergleichbar, die in der Medizintechnik breite Akzeptanz finden.
5
Bevorzugte Dicken d der Beschichtungen 9, 10 liegen im Bereich von 5 bis 700 nm, wobei Schichtdicken von etwa 50 nm sich als einerseits besonders haft- und reibfest, andererseits aber auch genügend flexibel und duktil herausgestellt haben, um alle Dehnungen und Verformungen des Fadens schadlos mit zu vollführen.
Derartige Titan-haltige Beschichtungen und die Technik zum Aufbringen auf flexible Kunststoffsubstrate sind im Übrigen aus dem Stand der Technik grundsätzlich bekannt.
15
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Claims (4)

1. Chirurgisches Nahtmaterial in Form eines mono- oder multifilen Fadens aus Kunststoffmaterial, insbesondere aus Polypropylen, gekennzeichnet durch eine metallhaltige, körperverträgliche, durchgehende Beschichtung (9) auf der Außenseite (7) der Fadens (1).
2. Chirurgisches Nahtmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung (9) eine Titan-haltige Beschichtung mit einer Dicke von kleiner 2 µm, vorzugsweise von 5 bis 700 nm ist.
3. Chirurgisches Nahtmaterial nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung (9) eine Verbindung der Formel
TiaObCc
aufweist, wobei gilt a = 0,025 bis 0,9
b = 0,025 bis 0,7 und
c = 0,2 bis 0,9.
4. Chirurgisches Nahtmaterial nach einem der obengenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein multifiler Faden durch Flechten von Filamenten und anschließendem Aufbringen der metallhaltigen Beschichtung durch chemische Gasphasenabscheidung hergestellt ist.
DE20306636U 2003-04-28 2003-04-28 Chirurgisches Nahtmaterial in Form eines mono- oder multifilen Fadens aus Kunststoffmaterial Expired - Lifetime DE20306636U1 (de)

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