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Die Endung bezieht sich auf einen
beidseitig wirkenden Antrieb für
manuell betätigbare
Verstelleinrichtungen an einem Fahrzeugsitz gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
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Aus der
DE 198 59 533 A1 ist ein
beidseitig wirkender Antrieb zur Erzeugung einer Drehbewegung für eine manuelle
Höhen-
oder Neigungsverstellung eines Fahrzeugsitzes bekannt, die ausgehend
von einer Nullpunktlage eines Antriebshebels in die eine oder andere
Antriebsrichtung erfolgt. Der Antriebshebel ist auf der Antriebsachse
angeordnet und mit einer Rückholfeder
gekoppelt, die den Antriebshebel nach einer Verstellbewegung stets
in die Nullpunktlage zurückführt. Eine
Verstellbewegung des Antriebshebels wird über Kippelemente auf ein sich um
die Antriebsachse drehendes Antriebsrad übertragen, das abtriebsseitig über eine
Bremsvorrichtung, die abtriebsseitig eingeleitete Drehmomente sperrt,
mit einem Antriebselement der Verstelleinrichtung gekoppelt ist.
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Da bei dem bekannten beidseitig wirkenden Antrieb
der Betätigungshebel
mit der Antriebsachse des beidseitig wirkenden Antriebs verbunden
ist, befindet er sich zwangsläufig
an dem Ort der Verstelleinrichtung des Fahrzeugsitzes, der in vielen
Anwendungsfäl len,
beispielsweise bei einem manuellen Höhenverstellgetriebe, an einer
für den
Benutzer nicht leicht zugänglichen
Stelle am Fahrzeugsitz angeordnet ist.
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Ein weiterer Nachteil besteht darin,
dass die außen
am Gehäuse
des beidseitig wirkenden Antriebs anliegende Rückholfeder und der mit der
Antriebsachse verbundene Betätigungshebel
den für die
Anordnung des gesamten Antriebs erforderlichen Bauraum vergrößern, insbesondere
die Bautiefe und den äußeren Radius
des Antriebs erhöhen.
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Aus der
DE 100 53 477 A1 ist ein
Umschaltgetriebe mit einem Antriebshebel zum Antreiben jeweils einer
von mehreren Verstelleinrichtungen bekannt, von denen zumindest
ein als Schrittschaltwerk ausgebildetes Teil entfernt vom Antriebshebel
angeordnet und über
eine Koppelstange mit dem Antriebshebel verbunden ist. An seinem
antriebshebelseitigen Ende ist die Koppelstange mit einem schaltbaren Koppelelement
in Eingriff bringbar, das mit einem als Linear- oder Dreh-Schrittschaltwerk
ausgebildeten Antriebselement einer am antriebshebelseitigen Ende
der Koppelstange angeordneten Verstelleinrichtung verbindbar ist.
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Das bekannte Umschaltgetriebe dient
dazu, mit einem Antriebshebel mehrere koaxial zum Antriebshebel
oder entfernt vom Antriebshebel angeordnete Schrittschaltwerke der
vorstehend genannten Art für
Verstelleinrichtungen anzutreiben. Diese Schrittschaltwerke enthalten
sämtliche,
für die
Erzeugung einer beidseitigen Linear- oder Drehbewegung erforderlichen
Bauteile einschließlich
der für
die Rückstellung
des Antriebshebels in die Nullpunktlage erforderlichen Rückholfeder.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung
ist es, einen beidseitig wirkenden Antrieb der eingangs genannten
Art anzugeben, der eine ergonomisch günstige Positionierung des Antriebshebels
bei kurzen Kraftflüssen
der Betätigungskräfte ermöglicht und
einen geringen Platzbedarf, insbesondere eine geringe Bautiefe,
gewährleistet.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die
Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
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Durch die Trennung des Antriebshebels
und der Rückholfeder
vom getriebeseitigen Teil des beidseitig wirkenden Antriebs ist
sowohl eine ergonomisch günstige
Positionierung des Antriebshebels möglich, die auch konstruktionsbedingte
Besonderheiten des Fahrzeugsitzes berücksichtigt, als auch eine Verringerung
des Platzbedarfs gewährleistet,
da die üblicherweise
außen
am Gehäuse
des beidseitig wirkenden Antriebs anliegende oder in der Verlängerung
der Antriebsachse angeordnete Rückholfeder sowie
der Entfall des Antriebshebels am getriebeseitigen Teil des beidseitig
wirkenden Antriebs und damit am Ort des Antriebselements für die Verstelleinrichtung
insbesondere die Bautiefe verringert werden kann. Dadurch kann die
Begrenzung des Schwenkwinkels des Antriebshebels ebenfalls getrennt
vom beidseitig wirkenden Antrieb mit den hierfür erforderlichen Anschlägen an der
Position des Antriebshebels vorgenommen werden, wobei kurze Kraftflüsse für die Betätigungskräfte zur
Erzeugung der Verstellbewegung und der Anschlagkräfte gewährleistet sind.
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Die Rückholfeder kann wahlweise am
Antriebshebel, an der Koppelstange, an einer Anlenkung der Koppelstange
an die Antriebsscheibe oder an einer Anlenkung der Koppelstange
an ein Antriebselement des beidseitig wirkenden Antriebs angeordnet
werden.
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Eine weitere Alternative zur Anordnung
der Rückholfeder
besteht darin, dass die Rückholfeder einerseits
in ein Sitzseitenteil und andererseits in die Koppelstange eingreift.
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Eine vorteilhafte Ausgestaltung der
Erfindung besteht darin, dass der Hebelarm von der Anlenkung der
Koppelstange an die Antriebsscheibe zur Antriebshebelachse größer oder
kleiner ist als der Hebelarm von der Anlenkung der Koppelstange
an ein Antriebselement des beidseitig wirkenden Antriebs zu dessen
Antriebsachse.
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Diese unterschiedliche Positionierung
der Anlenkpunkte der Koppelstange an den antriebshebelseitigen und
den getriebeseitigen Teil des beidseitig wirkenden Antriebs ermöglicht entweder
eine optimale Wegübersetzung
oder eine Verringerung der Betätigungskraft,
so dass bei beiden Auslegungen der Bedienungskomfort für den Benutzer
weiter gesteigert wird.
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Bei einem Hebelarm von der Anlenkung
der Koppelstange an die Antriebsscheibe zur Antriebshebelachse,
der größer ist
als der Hebelarm von der Anlenkung der Koppelstange an ein Antriebselement des
beidseitig wirkenden Antriebs zu dessen Antriebsachse wird eine
optimierte Wegübersetzung
erreicht, bei der ein großer
Drehwinkel des beidseitig wirkenden Antriebs auch bei beschränktem Schwenkwinkel
des Antriebshebels ermöglicht
wird.
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Bei einem Hebelarm von der Anlenkung
der Koppelstange an die Antriebsscheibe zur Antriebshebelachse,
der kleiner ist als der Hebelarm von der Anlenkung der Koppelstan ge
an ein Antriebselement des beidseitig wirkenden Antriebs zu dessen
Antriebsachse wird eine Verringerung der Betätigungskraft und somit eine
leichte Einstellbarkeit erzielt.
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Eine vorteilhafte Ausgestaltung der
erfindungsgemäßen Lösung ist
dadurch gekennzeichnet, dass die Rückholfeder als Spiralfeder
ausgebildet und konzentrisch zur Antriebshebelachse angeordnet ist,
und dass abgewinkelte Federenden der Rückholfeder sowohl an einem
ortsfesten Anschlag als auch an einer bei einer Schwenkung des Antriebshebels
mitbewegten Mitnehmernase der Antriebsscheibe anliegen, wobei der
ortsfeste Anschlag insbesondere aus einem Sitzseitenteil des Fahrzeugsitzes
herausgeformt oder in das Sitzseitenteil eingesetzt und die Mitnehmernase
von der Fläche
der Antriebsscheibe zum Sitzseitenteil abgewinkelt ist.
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Durch die Integration der Rückstellfunktion mittels
der zwischen einem ortsfesten Anschlag und einem mit dem Antriebshebel
mitbewegten Anschlag eingespannten Rückholfeder in den antriebshebelseitigen
Teil des beidseitig wirkenden Antriebs werden größere Freiheitsgrade bei der
Konstruktion und Anordnung der Bauteile für die Rückstellfunktion erreicht und
durch das Zentrieren der Rückholfeder
auf der Antriebshebelachse eine geringere Spielanfälligkeit
des beidseitig wirkenden Antriebs erzielt.
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Des weiteren kann die Anschlagfunktion
zur Begrenzung des Schwenkwinkels des Antriebshebels und damit des
Schwenk- oder Verstellweges des getriebeseitigen Teils in den antriebshebelseitigen Teil
des beidseitig wirkenden Antriebs integriert werden, indem die Antriebsscheibe
entweder eine zwischen zwei ortsfesten Anschlägen zur Begrenzung des Schwenkwinkels
des Antriebshebels schwenkbare Anschlagnase oder zwei Anschlagnasen
aufweist, die in der neutralen Stellung des Antriebshebels in gleichem
Abstand von einem ortsfesten Anschlag angeordnet sind und zur Begrenzung
des Schwenkwinkels des Antriebshebels mit den Anschlagnasen an die
Seitenkanten des ortsfesten Anschlags anschlagen.
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In einer alternativen Ausführung weist
die Antriebsscheibe oder das Sitzseitenteil des Fahrzeugsitzes einen
radial um die Antriebshebelachse verlaufenden kulissenförmigen Ausschnitt
auf, in den eine abgewinkelte Lasche des Sitzseitenteils oder eine
abgewinkelte Anschlagnase der Antriebsscheibe eingreift.
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Anhand mehrerer in der Zeichnung
dargestellter Ausführungsbeispiele
soll der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke näher erläutert werden. Es
zeigen:
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1 und 2 eine Seitenansicht und
eine perspektivische Ansicht eines Sitzseitenteils eines Fahrzeugsitzes
mit einem Verstellgetriebe für
eine manuell betätigbare
Verstelleinrichtung des Fahrzeugsitzes mit einem antriebshebelseitigen
Teil, das über eine
Koppelstange mit einem getriebeseitigen Teil des beidseitig wirkenden
Antriebs verbunden ist;
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3 und 4 verschiedene perspektivische Ansichten
eines antriebshebelseitigen Teils mit Anschlag- und Rückstellfunktion
mit in offener Kulisse laufender Anschlagnase;
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5 bis 9 verschiedene Varianten
zur Realisierung der Anschlagfunktion im antriebshebelseitigen Teil
des beidseitig wirkenden Antriebs und
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10 eine
Seitenansicht eines Sitzseitenteils eines Fahrzeugsitzes mit einem
Verstellgetriebe für
eine manuell betätigbare
Verstelleinrichtung des Fahrzeugsitzes mit einer in die Koppelstange
und das Sitzseitenteil des Fahrzeugsitzes eingreifenden Rückholfeder.
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Das in den 1 und 2 in
verschiedenen perspektivischen Ansichten dargestellte Sitzseitenteil 1 eines
Kraftfahrzeugsitzes ist mit einem Höhenverstellgetriebe 2 zur
manuellen Höheneinstellung
des Kraftfahrzeugsitzes verbunden, das ausgehend von einer Nullpunktlage
in die eine oder andere Drehrichtung gedreht werden kann, so dass über entsprechende
Schwenkstützen
die Sitzfläche
des Kraftfahrzeugsitzes angehoben oder abgesenkt wird.
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Zur Erzeugung der Drehbewegung dient
ein beidseitig wirkender Antrieb mit einem Antriebsrad, das ausgehend
von einer Nullpunktlage eines Antriebshebels 3 in die eine
oder andere Antriebsrichtung nur dann gedreht wird, wenn der Antriebshebel 3 von
der Nullpunktlage wegbewegt wird, während bei einer Bewegung des
Antriebshebels 3 in Richtung der Nullpunktlage das Antriebsrad
nicht mitgenommen wird. Ein mit dem beidseitig wirkenden Antrieb gekoppeltes
Sperrgetriebe blockiert ein abtriebsseitig von der Verstelleinrichtung
einwirkendes Drehmoment, das größer ist
als das vom Antriebshebel 3 ausgehende antriebsseitige
Drehmoment, so dass eine Verstellbewegung der Verstelleinrichtung
entgegen einem auf die Verstelleinrichtung einwirkenden Drehmoment
oder einer einwirkenden Kraft nicht zu einer Rückstellung führt. Nur
beim Einleiten eines an triebshebelseitigen Drehmoments gibt das
Sperrgetriebe die Drehmomentübertragung
frei, so dass unabhängig
davon, ob eine Verstellbewegung in Richtung oder entgegen der Richtung
eines Gegenmoments oder einer Gegenkraft zur Verstellung der Verstelleinrichtung
führt.
So kann beispielsweise bei einem Höhenverstellgetriebe sowohl
das Anheben als auch das Absenken der Sitzfläche eines Fahrzeugsitzes nur über eine
entsprechende Schwenkbewegung des Antriebshebels 3 erfolgen.
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Der beidseitig wirkende Antrieb ist
erfindungsgemäß in ein
antriebshebelseitiges Teil
3,
4,
7 und
eine getriebeseitiges Teil
2 unterteilt, wobei das getriebeseitige
Teil
2 des als Höhenverstellgetriebe ausgebildeten
beidseitig wirkenden Antriebs eine Antriebsachse
20 zur
Lagerung des Antriebsrades aufweist, das mit der Höhenverstelleinrichtung
verbunden ist und in das beispielsweise Koppelelemente entsprechend
der
DE 198 59 533
A1 zur Erzeugung einer Drehbewegung des Antriebsrades in
der einen oder anderen Richtung eingreifen.
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Die Koppelelemente sind über einen
Hebelarm 21 mit einer getriebeseitigen Anlenkung 62 einer Koppelstange 5 verbunden,
die über
eine antriebshebelseitige Anlenkung 61 an einen Flansch 40 einer Antriebsscheibe 4 angebunden
ist. Die am antriebshebelseitigen Teil des beidseitig wirkenden
Antriebs angeordnete Antriebsscheibe 4 ist fest mit einem
Antriebshebel 3 verbunden und dementsprechend um die Antriebshebelachse 30 drehbar,
so dass eine Schwenkbewegung des Antriebshebel 3 um die
Antriebshebelachse 30 über
die Koppelstange 5 und die nicht dargestellten Koppelelemente
in eine Drehbewegung des Antriebszahnrades des getriebeseitigen Teils
des beidseitig wirkenden Antriebs umgesetzt wird.
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Koaxial zur Antriebshebelachse 30 ist
eine als Spiralfeder ausgebildete Rückholfeder 7 angeordnet,
die bei einer Schwenkbewegung des Antriebshebels 3 aus
der Nullpunktlage gespannt wird, so dass der Antriebshebels 3 nach
einer Verstellbewegung wieder in die Nullpunktlage zurückbewegt wird.
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Alternativ zu dieser Ausführung kann
die Rückholfeder 7 auch
an der Koppelstange 5, an der antriebshebelseitigen Anlenkung 61 der
Koppelstange 5 oder an getriebeseitigen Anlenkung 62 der
Koppelstange 5 am Antriebselement 21 des beidseitig wirkenden
Antriebs angeordnet werden. Eine weitere Alternative zur Anordnung
der Rückholfeder
ist in 10 dargestellt,
bei der eine als Blatt- oder Biegefeder 7' ausgebildete Rückholfeder einerseits in das Sitzseitenteil 1 und
andererseits in die Koppelstange 5 eingreift.
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In den 3 und 4 ist in vergrößerter perspektivischer
Ansicht des antriebshebelseitigen Teils des beidseitig wirkenden
Antriebs dargestellt und verdeutlicht die Rückstell- und Anschlagfunktion
des antriebshebelseitigen Teils.
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Die mit dem Antriebshebel 3 fest
verbundene Antriebsscheibe 4 weist mehrere von der Scheibenebene
abgekröpfte
Nasen 41, 42, 49 auf, die Teilelemente
zur Erfüllung
der Anschlag- und Rückstellfunktion
sind und gleichzeitig zur Zentrierung der Rückholfeder 7 dienen.
Zur Rückstellfunktion
trägt ein ortsfester
Anschlag 11 bei, der in das Sitzseitenteil 1 integriert
ist und beispielsweise in eine Öffnung
des Sitzseitenteils 1 eingesteckt ist oder als Lasche aus dem
Sitzseitenteil 1 herausgeformt ist.
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Die im wesentlichen konzentrisch
zur Antriebshebelachse 30 angeordnete Rückholfeder 7 weist
abgekröpfte
Enden 71, 72 auf, die an den Seitenkanten sowohl
des ortsfesten Anschlags 11 als auch einer Mitnahmenase 41 der
Antriebsscheibe 4 anliegen. Bei einer Drehung der Antriebsscheibe 4 durch
Schwenken des Antriebshebels 3 wird die Mitnahmenase 41 in
der einen oder anderen Richtung in Bezug auf den ortsfesten Anschlag 11 ausgelenkt,
so dass die Rückholfeder 7 über das
an der Mitnahmenase 41 anliegende abgekröpfte Ende 71 oder 72 gespannt
wird. Bei einer Entlastung des Antriebshebels 3 wird die
Spannkraft der Rückholfeder 7 wirksam und
dreht über
das an der Mitnahmenase 41 anliegende abgekröpfte Ende 71 oder 72 die
Antriebsscheibe 4 in die der 4 zu
entnehmende Ausgangs- oder Nullpunktlage zurück.
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Mit der Rückführung der Antriebsscheibe 4 in die
Ausgangs- oder Nullpunktlage wird auch der mit der Antriebsscheibe 4 fest
verbundene Antriebshebel 3 und das über die Koppelstange 5 mit
dem Flansch 40 der Antriebsscheibe 4 verbundene
Antriebselement 21 des getriebeseitigen Teils 2 des
beidseitig wirkenden Antriebs zurückgestellt. Da bei dieser Rückstellung
die im getriebeseitigen Teil 2 des beidseitig wirkenden
Antriebs vorgesehenen Koppelelemente außer Eingriff mit dem auf die
Verstelleinrichtung einwirkende Antriebsrad sind, erfolgt die Rückstellbewegung
ohne Einfluss auf die Verstelleinrichtung des Fahrzeugsitzes.
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Die zur Begrenzung des Schwenkwinkels des
Antriebshebels 3 vorgesehene Anschlagfunktion wird durch
eine von der Antriebsscheibe 4 abgewinkelte Anschlagnase 42 im
Zusammenwirken mit in Umfangsrichtung beidseitig der Anschlagnase 42 vorgesehene
ortsfeste Anschläge 12, 13 erfüllt, die
in Umfangsrichtung eine radiale Ausnehmung 10 im Sitzseitenteil 1 begrenzen.
Dadurch kann die Antriebsscheibe 4 nur im Bereich zwischen
den beiden Anschlägen 12, 13 um
die Antriebshebelachse 30 geschwenkt und dementsprechend
der Antriebshebel 3 bewegt werden.
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Die Aufteilung des beidseitig wirkenden
Antriebs in ein antriebshebelseitiges Teil 3, 4, 7 und
ein getriebeseitiges Teil 2 und deren Verbindung über eine
Koppelstange 5 schafft die Vorraussetzung für eine Über- und
oder Untersetzung der Schwenkbewegung des Antriebshebels 3,
so dass ein begrenzter Schwenkwinkel des Antriebshebels 3 in
einen wesentlich größeren Schwenkbereich
des getriebeseitigen Teils 2 des beidseitig wirkenden Antriebs
und damit eine entsprechenden Verstellbewegung der Verstelleinrichtung
umgesetzt werden kann.
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Bei der in 1 dargestellten Ausführungsform ist der antriebsseitige
Hebelarm H1, der durch den Abstand der antriebshebelseitigen
Anlenkung 61 der Koppelstange 5 von der Antriebshebelachse 30 gebildet
wird, größer als
der getriebeseitige Hebelarm H2 der durch
den Abstand der getriebeseitigen Anlenkung 62 der Koppelstange 5 am
Antriebselement 21 von der Antriebsachse 20 des
getriebeseitigen Teils 2 des beidseitig wirkenden Antriebs
gebildet wird. Durch eine entsprechende Dimensionierung der Hebelverhältnisse
kann somit Einfluss auf die Umsetzung des Schwenkbereichs des Antriebshebels 3 auf
den Drehbereich des getriebeseitigen Teils 2 des beidseitig
wirkenden Antriebs genommen werden. Bei einem antriebsseitigen Hebelarm
H1 von der antriebshebelseitigen Anlenkung 61 der
Koppelstange 5 an die Antriebsscheibe 4 zur Antriebshebelachse 30,
der größer ist
als der getriebeseitige Hebelarm H2 von
der getriebeseitigen Anlenkung 62 der Koppelstange 5 an
das Antriebselement 21 des beidseitig wirkenden Antriebs
zu dessen Antriebsachse 20 wird eine optimierte Wegübersetzung
erreicht, bei der ein großer
Drehwinkel des beidseitig wirkenden Antriebs auch bei beschränktem Schwenkwinkel
des Antriebshebels 3 ermöglicht wird.
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Bei einem antriebsseitigen Hebelarm
H1 von der antriebshebelseitigen Anlenkung 61 der
Koppelstange 5 an die Antriebsscheibe 4 zur Antriebshebelachse 30,
der dagegen kleiner ist als der getriebeseitige Hebelarm H2 von der getriebeseitigen Anlenkung 62 der
Koppelstange 5 an das Antriebselement 21 des beidseitig
wirkenden Antriebs zu dessen Antriebsachse 20, wird eine
Verringerung der Betätigungskraft
und somit eine leichte Einstellbarkeit erzielt.
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Die vergrößerten perspektivischen Ansichten
des antriebshebelseitigen Teils des beidseitig wirkenden Antriebs
in den 5 bis 9 zeigen exemplarisch mehrere
Möglichkeiten
der Realisierung der auf das antriebshebelseitige Teil übertragenen
Anschlagfunktion. In diesen verschiedenen Ausführungsvarianten bleibt die
Rückstellfunktion
und deren konkrete Ausführung
im wesentlichen unverändert,
so dass bezüglich
dieser Funktion sowie des Aufbaus des antriebshebelseitigen Teils
auf die vorstehende Beschreibung Bezug genommen wird.
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5 zeigt
eine in der Ebene der Antriebsscheibe 4 liegende ausgestellte
Anschlagnase 43, die zwischen zwei von dem Sitzseitenteil 1 abgewinkelte
Anschlaglaschen 14, 15 bewegt werden kann und
damit den Schwenkwinkel des mit der Antriebshebelachse 30 verbundenen
Antriebshebels begrenzt.
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Alternativ können gemäß 6 zwei Anschlagnasen 44, 45 von
der Ebene der Antriebsscheibe 4 beabstandet zueinander
vorgesehen werden, denen eine von der Fläche des Sitzseitenteils 1 abgewinkelte
Anschlaglasche 16 zugeordnet ist, so dass die Anschlagnasen 44, 45 der
Antriebsscheibe 4 eine offene Kulisse für den Anschlag bilden und damit
der Schwenkwinkel des Antriebshebels 3 durch den gegenseitigen
Abstand der Anschlagnasen 44, 45 und der Breite
der abgewinkelten Lasche 16 bestimmt wird.
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7 zeigt
in umgekehrter Bauform von der Antriebsscheibe 4 abgewinkelte
Anschlagnasen 46, 47, in deren Schwenkwinkelbereich
eine in der Ebene des Sitzseitenteils 1 liegende, von diesem
geradlinig abstehende ortsfeste Lasche 17 zugeordnet ist, so
dass die abgewinkelten Anschlagnasen 46, 47 der Antriebsscheibe 4 ebenfalls
eine offene Kulisse für die
Begrenzung des Schwenkwinkels des Antriebshebels 3 bilden.
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In den 8 und 9 ist eine geschlossene Kulisse 18 bzw. 48 am
Sitzseitenteil 1 bzw. an der Antriebsscheibe 4 vorgesehen,
die den Verstellweg einer in die geschlossene Kulisse 18 bzw. 48 eingreifenden
Anschlagnase 42 bzw. ortsfesten Lasche 16 beschränkt, so
dass der Schwenkwinkel eines mit der Antriebsscheibe 4 verbundenen
Antriebshebels 3 durch die radiale Weite der geschlossenen
Kulissen 18, 48 und die Breite der Anschlagnase 42 bzw.
der ortsfesten Lasche 16 bestimmt wird.
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10 zeigt
ein Ausführungsbeispiel
entsprechend dem der 1 mit
einer modifizierten Ausbildung und Anordnung der Rückholfeder,
wobei die in der Ausführungsform
gemäß
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10 verwendeten
Bauteile und deren Funktion denen der Bauteile gemäß 1 entsprechen, so dass insoweit
auf die Beschreibung zur 1 verwiesen
wird.
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Abweichend von der Ausführungsform
gemäß 1 greift jedoch eine vorzugsweise
als Blatt- oder Biegefeder 7' ausgebildete
Rückholfeder
einerseits in Mitnehmernasen 51, 52 der Koppelstange 5 und
andererseits in eine Federaufnahme 19 im Sitzseitenteil 1 ein.
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Die Erfindung beschränkt sich
nicht auf die in den 1 bis 10 dargestellten Ausführungsformen, sondern
kann auch im Rahmen der Anspruchsmerkmale weitere Ausführungsformen
einschließen.
So ist beispielsweise anstelle einer Spiralfeder als Rückholfeder 7 eine
spangenförmig
ausgebildete Feder denkbar, die an der Antriebshebelachse 30 zentriert ist
oder eine zwischen einem ortsfesten Anschlag 11 und der
Mitnahmenase 41 der Antriebsscheibe 4 angeordneten
Zugfeder möglich.
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Weiterhin kann zwischen der antriebshebelseitigen
Anlenkung 61 und dem Ende der Koppelstange 5 bzw.
zwischen der getriebeseitigen Anlenkung 62 und dem anderen
Ende der Koppelstange 5 ein Übersetzungsgetriebe beispielsweise
in Form eines Hebelgetriebes angeordnet werden, um die Übersetzung
zwischen dem Schwenkbereich des Antriebshebels 3 und dem
Schwenkbereich des Verstellgetriebes 2 sowie die Verstellkräfte zu beeinflussen.
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- 1
- Sitzseitenteil
- 2
- Höhenverstellgetriebe
- 3
- Antriebshebel
- 4
- Antriebsscheibe
- 5
- Koppelstange
- 7
- Rückholfeder
- 7'
- Blatt-
oder Biegefeder
- 10
- radiale
Ausnehmung im Sitzseitenteil
- 11
- ortsfester
Anschlag
- 12,
13
- ortsfeste
Anschläge
- 14,
15
- Abgewinkelte
Anschlaglaschen
- 16
- abgewinkelten
Lasche
- 17
- ortsfeste
Lasche
- 18
- Geschlossene
Kulisse
- 19
- Federaufnahme
- 20
- Antriebsachse
- 30
- Antriebshebelachse
- 40
- Flansch
- 41
- Mitnahmenase
- 42 – 47
- Anschlagnasen
- 48
- Geschlossene
Kulisse
- 49
- abgekröpfte Nase
- 61
- antriebshebelseitige
Anlenkung der Koppelstange
- 62
- getriebeseitigen
Anlenkung der Koppelstange
- 71,
72
- abgekröpfte Enden
der Rückholfeder