DE20303737U1 - Verstellbare und diebstahlsichere Marderabwehrvorrichtung - Google Patents
Verstellbare und diebstahlsichere MarderabwehrvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft Vorrichtungen zum Fernhalten und/oder Abschrecken von
Mardern von Kabeln, Schläuchen, Schutzmanschetten u.s.w., insbesondere von
Motorräumen von Kraftfahrzeugen. Insbesondere betrifft die Erfindung ein Marderabwehrgitter.
Marder (Gattung mustela und putorius), insbesondere der Haus- oder Steinmarder (mustela foina Briss.), richten an Automobilen, und zwar in den Motorräumen durch Annagen und Durchbeißen von elektrischen Isolationen, Zündkabeln, Schläuchen, Schutzmanschetten und Kunststoffteilen große Schäden an. Das Auto wird vom Marder oft als Unterschlupf genutzt und von den Rüden dann auch als eigenes Revier mit Urin, Kot und Drüsensekret markiert. Bei Überlappung der Reviere kommt es häufig zu Rivalitätskämpfen unter der Motorhaube.
Um solchen durch Marder verursachten Schäden vorzubeugen, hat man schon verschiedene Maßnahmen vorgeschlagen. So ist ein sogenannter Marderschreck bekannt, eine nach dem Vorbild eines schwach geladenen, elektrischen Weidezauns ersonnene Vorrichtung, wewlche an der Unterseite des Motorraumes montiert wird. Solche Vorrichtungen haben aber Nachteile. Erstens sind sie relativ aufwendig und teuer, weiterhin wird, da die benötigte elektrische Energie aus der Wagenbatterie gezapft wird, die Batterie stark belastet, und außerdem ist wegen der Lenk- und Federungsabläufe des Fahrzeuges unmöglich, die Marderabwehrvorrichtung so anzubringen, daß der Marder wirklich daran gehindert werden könnte, in den Motorraum einzudringen. Auch durch Duftstoffe oder akustische Maßnahmen konnte der Marder nicht ausreichend abgeschreckt werden.
Die Nachteile der bekannten Marderabwehrgitter werden nun durch die vorliegende Erfindung überwunden.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine zweiteilige, verstellbare und diebstahlsichere Marderabwehrvorrichtung, wobei je ein Blech oder Gitter auf je einen Rahmen gespannt ist, welche Rahmen (2; 3) an zwei ihrer gegenüberliegenden Seiten ineinandersteckbar und arretierbar sind, und wobei an mindestens einer der beiden anderen Rahmenseiten ein Diebstahlsicherungsbügel (4) und gegebenenfalls ein Schloß (15) vorhanden sind, mittels denen die Marderabwehrvorrichtung mit dem Fahrzeug fest verbunden werden und so gesichert werden kann.
Vorzugsweise sind die Rahmen rechteckig.
Das Gitter ist vorzugsweise ein Maschendraht mit einer Maschengröße von circa 10 bis circa 50 mm, vorzugsweise von circa 15 bis circa 30 mm, und einer Drahtstärke von circa 0,2 bis circa 0,8 mm, vorzugsweise von circa 0,3 bis circa 0.5 mm.
Für die Fälle, daß Bleche anstelle von Gittern verwendet werden sollen, wobei unter „Blech" auch eine Metallfolie verstanden sein soll, können solche Bleche Dicken von circa 0,05 bis circa 0,15 mm, vorzugsweise von circa 0,05 bis circa 0,1 mm, aufweisen. Ein geeignetes „Blech" oder eine geeignete Folie besteht z, B. aus Aluminium mit einer Stärke von 0,05 bis 0,10 mm.
Der Bügel (4) ist vorzugsweise auf die Größe der Räder unterhalb des Motorraumes abgestimmt, umklammert mindestens eines dieser Räder in geschlossenem Zustand fest und ist mit einem Schloß abschließbar, so dass die Marderabwehrvorrichtung nicht gestohlen werden kann.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand der Figuren A, B und C auf dem (einzigen) Zeichnungsblatt, in denen eine bevorzugte Ausbildung der erfindungsgemäßen Marderabwehrvorrichtung in Form eines Gitters veranschaulicht ist, näher beschrieben.
Es bedeuten
1. ein erfindungsgemäßes Marderabwehrgitter im geöffneten (Fig. A) und geschlossenen (aktivierten, Fig. C) Zustand;
2. Rohrsteckrahmen (äußerer, weiterer Teil);
3. Rohrsteckrahmen (innerer, engerer Teil);
4. Diebstrahlsicherungsbügel;
5. Führungen (Einsteckhalterungen) für den Bügel 4;
6. Sicherungsbohrlöcher für das Schloß 15;
7. Führungsschlitze;
8. Diebstahlsicherung;
9. Feststellflügelschrauben;
10. Gewindemuttern;
11. Gitterfüße;
12. Maschendraht des Gitters;
13. Flachschienen;
14. Zu sicherndes Fahrzeug;
15. Schloß;
16. Marder
«Die Anwendung der neuen Marderabwehrvorrichtung kann zweckmäßigerweise so erfolgen, daß die Gitter- bezw. Blechrahmenhälften
so weit zusammengesteckt werden, - wobei die Führungsschlitze (7) es ermöglichen, daß die Flachschienen (13) mit dem daran befestigten Gegengitter und dem Innenteil des Rohsteckrahmens, bezw. dem Rohrsteckrahmen mit dem kleineren Durchmesser, sich während des Zusammensteckvorgangs ungehindert an der anderen Gitterhälfte vorbeischieben kann - , daß die Marderabwehrvorrichtung, nachdem sie unter das Fahrzeug geschoben worden ist, bis an die Reifeninnenwände der gegenüberstehenden Räder unterhalb des Motorraumes reicht. In dieser Stellung werden die ineinandergeschobenen Gitterhälften mittels der Feststellflügelschrauben (9) oder in anderer geeigneter Weise fixiert. Die Füsse (11), die z. B. aus einem Kunststoffmaterial hergestellt sein können, verhindern ein etwaiges Zerkratzen des Fahrzeugabstellplatzes und der Marderabwehrvorrichtung. Da diese, wie geschildert, verstellbar ist, ist sie für praktisch alle Vierrad- und Mehrradfahrzeugtypen passend.
Anstatt das Problem der Verstellbarkeit in der vorstehend geschilderten Weise durch die Verwendung von Rohrsteckrahmen zu lösen, können auch andere, für den Fachmann auf der Hand liegende Methoden, z. B. Teleskopauszüge, herangezogen werden.
Die beiden Diebstahlsicherungen (8) am äußeren Rohrsteckrahmen (2) und die beiden Diebstahlsicherungen (8) am inneren Rohrsteckrahmen (3) (vgl. Figuren A und B) sind bei der Fertigung erst nach dem Zusammenstecken der beiden Rohrsteckrahmen beispielsweise durch Vernieten, Verschweißesn oder andere schwer lösbare Verbindungs- bezw. Befestigungsmethoden anzubringen.
Schließlich wird der Sicherungsbügel (4) in die Führungen (5) eingeführt, und nach dem Abschließen des Schlosses (15), das durch eines der Sicherungsbohrlöcher (6) gesteckt worden ist, ist das Marderabwehrgitter gegen Diebstahl gesichert Die * Marderabwehr ist aktiviert.
Für den Transport oder eine platzsparende Lagerung können die Gitterrahmenteile (1) und der Diebstahlsicherungsbügel (4) auch ganz zusammengesteckt werden.
Erfindungsgmäß geeigneter Maschendraht weist beispielsweise eine Maschengröße circa 10 bis circa 50 mm, vorzugsweise von circa 15 bis circa 30 mm, auf. Größere Weiten sind verwendbar, solange der Marder auf Grund seines Körperbaus nicht durch die Maschen schlüpfen kann. Der Maschendraht sollte möglichst locker gewellt an den Rohrsteckrahmen bezw. Flachschienen angebracht werden.
Anstelle von Maschendraht kann auch ein anderes geeignetes, an die Rohrsteckrahmen bezw. die Flachschienen anbringbares Material, das den Marder beim Betretenwerden erschreckt und vertreibt, beispielsweise ein knisterndes Material wie Aluminiumfolie verwendet werden.
Für die Rohrsteckrahmen (2; 3), Diebstahlsicherungsbügel (4) und Führungen (5) kommen außer runden auch kantige Profile (Vierkant-, Sechskantprofile u.s.w.) in Betracht. Als Material für die Herstellung der Rahmen, Bügel und/oder Führungen bieten sich Stahl, verzinktes Eisen, Aluminium, Kunststoffe, Holz u.s.w. an.
Die erfindungsgemäße Marderabwehrvorrichtung sollte eng an den Innenseiten der Fahrzeugräder anliegen (vgl. Figur C), damit gewährleistet ist, daß der Marder nicht zwischen Rad und Abwehrvorrichtung in den Motorraum hochklettert.
Die Sicherungen (8) verhindern zusätzlich ein Herausziehen und Entwenden des äußeren Rohsteckrahmens (2).
Ein Zahlenschloß (15) kann in den Sicherungsbügel (4) integriert werden.
Obwohl diejenige Variante der Erfindung, bei der ein Diebstahlsicherungsbügel (4) &iacgr; vorgesehen ist, wegen der Sicherheit und Einfachheit der Bedienung den Vorzug findet, kann man auch auf den Sicherungsbügel ganz verzichten, wenn man stattdessen die Marderabwehrvorrichtung auf andere Weise gegen Entwendung sichert. Beispielsweise kann man sie mit Hilfe eines Drahtseils an der Radaufhängung und/oder dem Rad eventuell unter Mitwirkung eines Zahlenschlosses befestigen.
Die neue Marderabwehrvorrichtung kann an alle Fahrzeuggrößen angepaßt werden. Sie wird unter das Fahrzeug, insbesondere unter den Motorraum geschoben und mit Hilfe des Diebstahlsicherungsbügels gesichert. Wenn das Tier auf den sich leicht bewegenden Draht oder die knisternde Aluminiumfolie tritt, erschrickt es und ergreift die Flucht. Die Vorrichtung ist einfach, sicher, preisgünstiger als alle anderen Abschreckungsmaßnahmen und läßt sich zusammenschieben und -legen und läßt sich daher platzsparend lagern und/oder transportieren
Claims (5)
1. Zweiteilige, verstellbare und diebstahlsichere Marderabwehrvorrichtung, wobei je ein Blech oder Gitter auf je einen Rahmen gespannt ist, welche Rahmen (2; 3) an zwei ihrer gegenüberliegenden Seiten ineinandersteckbar und arretierbar sind, und wobei an mindestens einer der beiden anderen Rahmenseiten ein Diebstahlsicherungsbügel (4) und gegebenenfalls ein Schloß (15) vorhanden sind, mittels denen die Marderabwehrvorrichtung mit einem Fahrzeug fest verbunden werden und gesichert werden kann.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmen rechteckig sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gitter ein Maschendraht mit einer Maschengröße von circa 10 bis circa 50 mm, vorzugsweise von circa 15 bis circa 30 mm, und einer Drahtstärke von circa 0,2 bis circa 0,8 mm, vorzugsweise von circa 0,3 bis circa 0,5 mm ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Blech eine Dicke von circa 0,05 bis circa 0,15 mm, vorzugsweise von circa 0,05 bis circa 0,1 mm, aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4 dadurch gekennzeichnet, daß das Blech eine Aluminiumfolie ist.
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Effective date: 20030731 |
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