DE20302618U1 - Dentalbohrer - Google Patents
DentalbohrerInfo
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- A61C—DENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
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Description
Dentalbohrer
Die Erfindung betrifft einen Dentalbohrer mit einem Schaft und einem mit mehreren Schneiden versehenen Arbeitsabschnitt, wobei die Schneiden wenigstens teilweise mit Spanbrechereinschnitten versehen sind.
Im Dental-Bereich werden Bohrer unter anderem dazu verwendet, FuI-lungen von Zähnen auszubohren. In vielen Fällen bestehen die Füllungen aus Amalgam oder Kunststoffen, beispielsweise sogenannte Komposit-Werkstoffe. Weiterhin werden im Dental-Bereich Bohrer auch dazu verwendet, alte Kronen oder Brücken rotierend aufzuschlitzen, um sie von den noch erhaltungswürdigen Zahnstümpfen abnehmen zu können. 15
Aus dem deutschen Gebrauchsmuster DE 298 23 329 U1 ist ein Dentalbohrer mit einem Schaft und einem mit Schneiden versehenen Arbeitsabschnitt bekannt. Bei einer Ausführungsform der Erfindung weist der Arbeitsabschnitt des Dentalbohrers mehrere Schneiden auf, die jeweils mit zu einer Mittellängsachse des Dentalbohrers radialen Spanbrechereinschnitten versehen sind. Ein Endbereich des Dentalbohrers ist mit kegelförmiger Kontur ausgebildet und weist zwei auf der Mittellängsach-
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se zusammenlaufende, geradlinige Schneiden auf. Bei einer weiteren gezeigten Ausführungsform ist im Endbereich eine Schneidplatte mit halbkreisartiger Kontur vorgesehen. Auf jeder Seite der Mittellängsachse ist die Schneidplatte mit einer Schneide versehen.
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Mit der Erfindung soll ein Dentalbohrer geschaffen werden, der ein schnelles und dabei belastungsarmes Ausbohren im Dental-Bereich ermöglicht.
Erfindungsgemäß ist hierzu ein Dentalbohrer mit einem Schaft und einem mit mehreren Schneiden versehenen Arbeitsabschnitt vorgesehen, wobei die Schneiden wenigstens teilweise mit Spanbrechereinschnitten versehen sind, bei dem die Schneiden in einem Endbereich an dem, dem Schaft gegenüberliegenden Ende mit Spanbrechereinschnitten versehen sind.
Durch Vorsehen der Spanbrechereinschnitte auch im Endbereich wird die Schnittfreudigkeit des Dentalbohrers gesteigert und sichergestellt, dass ein körniger, nicht nadeiförmiger Span ausgebildet wird. Die Spanbrechereinschnitte können zu einer Mittellängsachse des Dentalbohrers radial angeordnet sein, so dass sie sich in radialer Richtung nach außen öffnen. Auch beim Bohren mit dem Endbereich entstehende Späne kann dadurch in einfacher Weise abgesaugt oder vom Patienten ausgespült werden. Der erfindungsgemäße Dentalbohrer weist dadurch insbesondere zum Auftrennen von metallhaltigen Werkstoffen bzw. zum Entfernen von alten Füllungen eine sehr gute Schneidwirkung auf. Darüber hinaus ermöglicht die erfindungsgemäße Ausbildung des Dentalbohrers eine vergleichsweise einfache Herstellbarkeit.
In Weiterbildung der Erfindung ist der Endbereich abgerundet und die Spanbrechereinschnitte im Endbereich sind radial zum jeweiligen, gekrümmt verlaufenden Schneidenabschnitt angeordnet.
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In Weiterbildung der Erfindung sind die Spanbrecherabschnitte benachbarter Schneiden in Richtung der Mittellängsachse gesehen versetzt angeordnet. Auf diese Weise wird ein gleichmäßiges Schnittbild erreicht und Schwingungen bzw. Rattern des Bohrers können minimiert werden. Darüber hinaus wird die Wärmeentwicklung am Werkzeug gering gehalten. Beispielsweise sind die Spanbrechereinschnitte entlang einer Schraubenlinie um die Mittellängsachse angeordnet. Die Verbindung aller oder eines Teils der Spanbrecherabschnitte ergibt eine um den Dentalbohrer umlaufende Nut.
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In Weiterbildung der Erfindung laufen alle Schneiden im abgerundeten Endbereich durch einen auf einer Mittellängsachse liegenden Endpunkt.
In Weiterbildung der Erfindung verlaufen die Schneiden im abgerundeten Endbereich s-förmig.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung verlaufen die Schneiden bezüglich einer Mittellängsachse des Dentalbohrers in einem Winkel von 0° bis 12°.
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Durch diese Maßnahme kann die Wärmeentwicklung am Werkzeug gering gehalten werden und eine gute Schnittleistung bei geringer Schwingungs- bzw. Ratterneigung wird erreicht.
In Weiterbildung der Erfindung weist der Arbeitsabschnitt wenigstens einen Endbereich mit abgerundeter Kontur und einen weiteren Bereich mit geradliniger Kontur auf.
Beispielsweise ist der Bereich mit geradliniger Kontur geradzylindrisch oder kegelstumpfförmig ausgebildet. Je nach Einsatzzweck können unterschiedliche Formen vorgesehen sein, wobei stets ein abgerundeter Endbereich und ein geradliniger weiterer Bereich vorgesehen sind. Die-
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se Konstruktion ermöglicht einerseits eine sehr gute Schneidwirkung zum Auftrennen von metallhaltigen Werkstoffen bzw. Entfernen von alten Füllungen sowie eine vergleichsweise einfache Herstellbarkeit.
In Weiterbildung der Erfindung weist der Arbeitsabschnitt eine birnenförmige Kontur auf.
Im Sinne einer einfachen Herstellbarkeit kann auch bei einer birnenförmigen Kontur ein abgerundeter Endbereich und ein geradliniger weiterer Bereich vorgesehen sein.
Die Schneiden und Spanbrecherabschnitte können vorteilhafterweise auch nach Art einer Kreuz- oder Diamantverzahnung angeordnet sein. Dabei sind sowohl die Schneiden als auch die Spanbrecherabschnitte, die durch die Schneiden hindurchlaufende Nuten bilden, um einen betragsmäßig gleichen aber in der Richtung unterschiedlichen Winkel zu einer Mittellängsachse des Dentalbohrers geneigt. Eine solche Kreuzoder Diamantverzahnung erstreckt sich vorteilhafterweise bis in einen abgerundeten Endbereich des Dentalbohrers.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung im Zusammenhang mit den Zeichnungen. In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine abschnittsweise Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Dentalbohrers gemäß einer ersten Ausführungsform,
Fig. 2 eine Vorderansicht eines Dentalbohrers gemäß einer zweiten Ausführungsform,
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Fig. 3 eine Vorderansicht eines Dentalbohrers gemäß einer dritten Ausführungsform der Erfindung und
Fig. 4 eine abschnittsweise Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Dentalbohrers gemäß einer vierten Ausführungsform der Erfindung.
Die Darstellung der Fig. 1 zeigt in Seitenansicht einen erfindungsgemäßen Dentalbohrer 10. Der Dentalbohrer 10 weist einen Schaft 12 sowie einen Arbeitsabschnitt 14 auf. Der Schaft 12 weist einen geradzylindrigen Abschnitt zum Einspannen des Dentalbohrers und in Richtung auf den Arbeitsabschnitt 14 zu zwei kegelstumpfförmige weitere Abschnitte auf, durch die eine Durchmesserverringerung des Schaftes 12 erreicht wird.
Der Arbeitsabschnitt 14 weist an seinem, dem Schaft 12 gegenüberliegenden Ende einen abgerundeten Endbereich 16 und zwischen dem Endbereich 16 und dem Schaft 12 einen weiteren Bereich 18 mit in der Seitenansicht geradliniger Außenkontur auf. Der Arbeitsabschnitt 14 ist mit mehreren Schneiden 20 versehen, die im Bereich 18 im Winkel von 0 bis 12° zu einer Mittellängsachse verlaufen können und im Endbereich 16 einem Radius folgend auf eine Mittellängsachse 22 des Dentalbohrers 10 zulaufen. Die Schneiden 20 liegen im Bereich 18 auf der Mantefläche eines gedachten Zylinders, der den Bereich 18 umgibt. Alle Schneiden 20 treffen sich im Endbereich in einem gemeinsamen Schnittpunkt auf der Mittellängsachse 22. Bei der gezeigten Ausführungsform sind die Schneiden 20 in der Seitenansicht der Fig. 1 gesehen in einem Winkel von etwa 10° zur Mittellängsachse 22 angeordnet.
Jede der Schneiden 20 ist sowohl im Bereich 18 als auch im abgerundeten Endbereich 16 mit Spanbrechereinschnitten 24 versehen. Die Spanbrechereinschnitte 24 sorgen für die Ausbildung eines körnigen, nicht
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nadeiförmigen Spanes, der in einfacher Weise abgesaugt oder vom Patienten ausgespült werden kann. Dadurch, dass die Spanbrechereinschnitte 24 nicht nur im geradlinigen Bereich 18, sondern auch im abgerundeten Endbereich 16 vorgesehen sind, wird auch beim Arbeiten mit dem Endbereich 16 sichergestellt, dass keine nadeiförmigen Spane ausgebildet werden. Die Spanbrechereinschnitte 24 von benachbarten Schneiden 20 sind in Richtung der Mittellängsachse 22 zueinander beabstandet. Im abgerundeten Endbereich 16 sind die Spanbrechereinschnitte 24 radial zum jeweiligen, gekrümmt verlaufenden Schneidenabschnitt 20 angeordnet.
Der Endbereich ist in der Seitenansicht halbkreisförmig ausgebildet. Der erfindungsgemäße Dentalbohrer 10 ist vorzugsweise aus Hartmetall hergestellt.
Die Darstellung der Fig. 2 zeigt eine Vorderansicht eines Dentalbohrers 26 gemäß einer weiteren Ausführungform der Erfindung. In der Vorderansicht ist gut zu erkennen, dass die einzelnen Schneiden 28 in einem gemeinsamen Punkt auf der Mittellängsachse des Dentalbohrers 26 zusammenlaufen. Die Schneiden 28 weisen in der Vorderansicht der Fig. 2 entlang der Mittellängsachse einen s-förmigen Verlauf über den sichtbaren, abgerundeten Endbereich auf. Jede der Schneiden 28 ist im sichtbaren, abgerundeten Endbereich mit jeweils mehreren Spanbrechereinschnitten 30 versehen.
Eine Vorderansicht eines Dentalbohrers gemäß einer dritten Ausführungsform der Erfindung zeigt die Fig. 3. Im Unterschied zur Ausführungsform der Fig. 2 laufen nicht alle Schneiden 32 in einem Punkt auf der Mittellängsachse des Dentalbohrers zusammen. Lediglich zwei Schneiden 32 treffen sich in einem Punkt auf der Mittellängsachse und bilden eine gemeinsame, in der Vorderansicht s-förmige durchgehene Schneide über den abgerundeten Endbereich. Die Schneiden 32 teilen
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dadurch den Endbereich in eine rechte und eine linke Hälfte. In der rechten sowie in der linken Hälfte laufen jeweils zwei Schneiden 34 zusammen und bilden dadurch eine in der Vorderansicht der Fig. 3 nach außen geöffnete, V-förmige Anordnung. Bei einem achtschneidigen Werkzeug würden in der rechten und der linken Hälfte jeweils drei Schneiden zusammenlaufen.
Die abschnittsweise Seitenansicht der Fig. 4 zeigt einen Dentalbohrer 40, dessen Arbeitsabschnitt 42 wie der in Fig. 1 gezeigte Dentalbohrer 10 einen abgerundeten Endbereich 44 und einen weiteren Bereich 46 mit in der Seitenansicht geradlinigen Außenkontur aufweist. Der Arbeitsbereich 42 ist mit einer sogenannten Diamant- oder Kreuzverzahnung versehen, die durch mehrere Schneiden 48 und mehrere, die Schneiden 48 durchkreuzende Spanbrechernuten 50 gebildet ist. Die Schneiden 48 sind in einem Winkel von etwa 10°, wobei ein Winkel zwischen 0° und 12° gewählt werden kann, zu einer Mittellängsachse des Dentalbohrers 40 geneigt und verlaufen wendelförmig über den Bereich 46 und in den abgerundeten Endbereich 44 hinein. Die Spanbrechernuten 50 kreuzen jeweils eine der Schneiden 48 und sind, entgegengesetzt zum Neigungswinkel der Schneiden 48, um etwa 10° zur Mittellängsachse des Dentalbohrers 40 geneigt, wobei auch hier ein Winkel von 0° und 12° gewählt werden kann. Eine Verbindung auf einer Linie hintereinander liegender Spanbrechernuten 50 ergäbe dadurch eine gekreuzt zu den Schneiden 48 verlaufende wendelartige Linie, die sich bis in den abgerundeten Endbereich 44 fortsetzt. Auch im abgerundeten Endbereich 44 sind die Schneiden 48 dadurch mit Spanbrechernuten 50 versehen. Bei der Diamant- oder Kreuzverzahnung des Dentalbohrers 40 kreuzen sich die Schneiden 48 und die Spanbrechernuten 50 somit in einem Winkel von etwa 20°.
Claims (11)
1. Dentalbohrer mit einem Schaft und einem mit mehreren Schneiden versehenen Arbeitsabschnitt, wobei die Schneiden im Arbeitsabschnitt mit Spanbrechereinschnitten versehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneiden (20; 28; 32, 34; 48) in einem Endbereich (16; 44) an dem, dem Schaft (12) gegenüberliegenden Ende mit Spanbrechereinschnitten (24; 30; 50) versehen sind.
2. Dentalbohrer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Endbereich (16) abgerundet ist und die Spanbrechereinschnitte (24; 30) im Endbereich (16) radial zum jeweiligen, gekrümmt verlaufenden Schneidenabschnitt angeordnet sind.
3. Dentalbohrer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Spanbrecherabschnitte (24; 30; 50) benachbarter Schneiden (20; 28; 32, 34; 48) in Richtung einer Mittellängsachse (22) gesehen versetzt angeordnet sind.
4. Dentalbohrer nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass alle Schneiden (20; 28) im abgerundeten Endbereich (16) durch einen auf einer Mittellängsachse (22) liegenden Endpunkt laufen.
5. Dentalbohrer nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zur Mittellängsachse gesehen die Schneiden (28; 32) im abgerundeten Endbereich s-förmig verlaufen.
6. Dentalbohrer nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneiden (20; 48) bezüglich einer Mittellängsachse (22) des Dentalbohrers (10) in einem Winkel von 0° bis 12° verlaufen.
7. Dentalbohrer nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitsabschnitt (14; 42) wenigstens einen Endbereich (16) mit abgerundeter Kontur und einen weiteren Bereich (18; 46) mit in der Seitenansicht geradliniger Kontur aufweist.
8. Dentalbohrer nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitsabschnitt eine birnenförmige Kontur aufweist.
9. Dentalbohrer nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitsabschnitt (42) eine Diamant- oder Kreuzverzahnung aufweist.
10. Dentalbohrer nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneiden (48) und die Spanbrechereinschnitte (50) nach Art einer Diamant- oder Kreuzverzahnung angeordnet sind.
11. Dentalbohrer nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Diamant- oder Kreuzverzahnung aus Schneiden (48) und Spanbrechereinschnitten (50) auch im abgerundeten Endbereich (44) vorgesehen ist.
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