DE20301682U1 - Schuh - Google Patents
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Abstract
Schuh (1), der ein Schuhoberteil (2) und eine mit dem Schuhoberteil (2) fest verbundene Sohle (3) aufweist, wobei am Schuhoberteil (2) ein Schaftteil (4) lösbar angeordnet werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaftteil (4) ein Halteband (5) aufweist, das im Zustand, in dem das Schaftteil (4) am Schuhoberteil (2) angeordnet ist, die Sohle (3) umgreift.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Schuh, der ein Schuhoberteil und eine mit dem Schuhoberteil fest verbundene Sohle aufweist, wobei am Schuhoberteil ein Schaftteil lösbar angeordnet werden kann.
- Schuhe dieser Art sind im Stand der Technik bekannt. Die
US 4,958,447 offenbart einen als Halbschuh ausgebildeten Sportschuh, an den ein Schaftteil angesetzt werden kann. Das Schaftteil umschließt dabei die Öffnung, in die der Fuß des Trägers in den Schuh eintritt, wobei Klettverschlüsse für die Fixierung des Schaftteils vorgesehen sind. Um einen besseren Halt des ansetzbaren Schaftteils sicherzustellen, weist das Schaftteil zwei Löcher auf, durch die der Schnürsenkel des Schuhs hindurchgefädelt wird. Somit wird das Schaftteil sicher am Schuh befestigt. - Auch aus der
US 5,109,614 ist ein Schuh der eingangs genannten Gattung bekannt. Der als Halbschuh ausgebildete Schuh weist hier im Bereich der Fußeintrittsöffnung des Schuhs einen faltbaren Saum auf, der mittels Klettverschluss in der gefalteten Stellung gehalten werden kann. Soll das Schaftteil an den Schuh angesetzt werden, wird der Saum aufgefaltet, wodurch eine Anzahl Löcher freigegeben werden. Diese Löcher dienen dazu, das anzusetzende Schaftteil mittels eines Schnürelements zu fixieren. - Ein ähnlicher Schuh wird in der
US 5,848,484 offenbart. Analog wie bei derUS 5,109,614 wird auch hier das ansetzbare Schaftteil mittels eines riemenartig ausgebildeten Befestigungselements mit dem Schuhoberteil des Schuhs verbunden, wofür sowohl am Schaftteil als auch am Schuhoberteil eine Anzahl Ausnehmungen für den Durchtritt des Befestigungselements vorhanden sind. - Bei den Schuhen der vorbekannten Art ist es zwar möglich, ein lösbar anordenbares Schaftteil sicher am Schuhoberteil zu befestigen, allerdings ist es bei diesen Lösungen nachteilig, dass das Festlegen des Schaftteils relativ aufwendig ist. Es dauert zumeist einige Minuten, bis das Schaftteil mit dem Schuhoberteil verbunden ist. Ferner ist ein Anbringen des Schaftteils am Schuh praktisch nicht möglich, wenn der Schuh am Fuß des Trägers verbleibt.
- Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Schuh der eingangs genannten Art so fortzubilden, dass die genannten Nachteile vermieden werden. Die Anbringung des Schaftteils am Schuh soll also in wesentlich einfacherer Weise möglich sein, wobei bei der Anbringung des Schaftteils der Schuh auch am Fuß des Trägers verbleiben kann. Des weiteren soll trotzdem sichergestellt sein, dass das Schaftteil sicher am Schuh festgelegt ist, so dass es unverlierbar mit dem Schuh verbunden bleibt.
- Die Lösung dieser Aufgabe durch die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Schaftteil ein Halteband aufweist, das im Zustand, in dem das Schaftteil am Schuhoberteil angeordnet ist, die Sohle umgreift.
- Zu leichteren Anbringung des Schaftteils am Schuh und zum verbesserten Halt dieses Teils hat es sich als vorteilhaft erwiesen, dass das Halteband mindestens einen elastischen Abschnitt, insbesondere ein Gummiband, aufweist. Dabei weist das Halteband bevorzugt nur einen elastischen Abschnitt auf, der im Zustand, in dem das Schaftteil am Schuhoberteil angeordnet ist, unterhalb der Sohle zu liegen kommt. Besonders bevorzugt ist dabei vorgesehen, dass das Halteband die Sohle im Zustand, in dem das Schaftteil am Schuhoberteil angeordnet ist, im Bereich des Fußgelenks umgreift.
- Eine einfache Anbringung des Schaftteils am Schuh wird dadurch erleichtert, wenn vorgesehen wird, dass das Schaftteil mindestens einen lösbaren Verschluss aufweist, mit dem es am Schuhoberteil festgelegt werden kann. Hierbei weist das Schaftteil mit Vorteil zwei lappenartig ausgebildete Abschnitte auf, wobei am Ende eines jeden Abschnitts je ein Teil eines zusammenwirkenden Verschlusses angeordnet ist; dieser Verschluss ist bevorzugt als Klettverschluss ausgebildet. Ferner kann vorgesehen werden, dass ein Verschluss als am Schaftteil angeordneter streifenartig ausgebildeter Abschnitt ausgebildet ist, der in eine am Schuhoberteil angeordnete Schlaufe eingreifen kann; hierbei weist bevorzugt eine Seite des streifenartig ausgebildeten Abschnitts einen Teil eines Klettverschlusses auf. Dabei ist besonders bevorzugt vorgesehen, dass das Schaftteil an seiner Innenseite einen Teil eines Klettverschlusses aufweist, mit dem das am streifenartig ausgebildeten Abschnitt angeordnete Teil des Klettverschlusses zusammenwirken kann.
- Der Schuh kann als schnürloser Schuh ausgebildet sein. In diesem Falle kann er im Ristbereich mindestens ein Spannband aufweisen. Dabei kann der Schuh insbesondere nach Art eines schnürlosen Slippers ausgebildet sein.
- Schließlich kann gemäß einer Weiterbildung vorgesehen werden, dass der mit dem Schaftteil versehene Schuh nach Art einer Stiefelette ausgebildet ist; hierbei hat es sich besonders bewährt, dass die Stiefelette durch Abnahme des Schaftteils in einen Slipper umwandelbar ist.
- Mit der vorgeschlagenen Ausgestaltung ergibt sich ein Schuh mit einem wahlweise anordenbaren oder lösbaren bzw. entfernbaren Schaftteil, das in sehr einfacher Weise anbringbar und auch wieder lösbar ist. Durch das vorgesehene Halteband ist eine formschlüssige Verbindung zwischen Schuh und Schaftteil gegeben, so dass das Schaftteil auch unter extremen Bedingungen sich nicht vom Schuh lösen kann. Durch den einfachen Aufbau von Schuh und Schaftteil können die Teile nicht nur kostengünstig hergestellt werden, es ist auch möglich, die Anbringung des Schaftteils sehr schnell und einfach vornehmen zu können, wozu es nicht nötig ist, den Schuh vom Fuß abzunehmen, d. h auszuziehen.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
-
1 einen Schuh mit einem an ihm angeordneten Schaftteil, -
2 den Schuh und das Schaftteil in einer Explosionsdarstellung und -
3 das Schaftteil von hinten gesehen in geöffneter Position. - In
1 ist ein Schuh1 zu sehen, der als Halbschuh ausgebildet ist. Der Schuh1 weist in üblicher Weise ein Schuhoberteil2 sowie eine Sohle3 auf, die mit dem Schuhoberteil2 fest verbunden ist. - Zum verbesserten Umfassen des Fußes des Trägers im Bereich der Öffnung, durch die der Fuß in den Schuh eintritt, ist am Schuh
1 ein lösbares Schaftteil4 angeordnet. Dieses Schaftteil4 kann wahlweise am Schuh angebracht oder von diesem entfernt werden, was von den aktuellen Wünschen des Trägers des Schuhs1 abhängt. - Damit das Schaftteil
4 einerseits schnell und bequem und andererseits fest am Schuh1 angebracht werden kann, weist es eine Halteschlaufe5 auf, die im Zustand, in dem das Schaftteil4 am Schuh1 angebracht ist, die Sohle3 des Schuhs1 umgreift. - Details zur Ausgestaltung des Schuhs
1 samt Schaftteil4 sind in den2 und3 zu sehen. - Zunächst ist in
2 zu erkennen, dass der Schuh1 als schnürloser Schuh, also als sog. Slipper, ausgebildet ist. Es ist also kein Schnürsenkel-Spannsystem vorgesehen, um den Schuh1 am Fuß des Trägers festzulegen. Statt dessen weist der Schuh1 ein Spannband16 auf, das in das Schuhoberteil2 integriert ist, durch das der Schuh1 elastisch am Fuß des Trägers gespannt wird. - Durch die strich-punktierte Linie ist angedeutet, wie das Schaftteil 4 am Schuh
1 angeordnet wird. Es wird mit seinem Halteband5 so von vorne über den Vorderfuß- und Sohlenbereich des Schuhs1 geführt, dass im angeordneten Zustand das Halteband5 des Schaftteils4 die Sohle3 des Schuhs1 von unten umgreift. - Zum vereinfachten Anordnen des Schaftteils
4 am Schuh1 weist das Halteband5 in seinem untersten Bereich einen integrierten elastischen Abschnitt in Form eines Gummibandes auf, wie es am besten aus3 hervorgeht. Damit wird das Überstreifen des Schaftteils4 über den Schuh1 vereinfacht; im angeordneten Zustand des Schaftteils4 wird dieses infolge der Elastizität des Gummibandes6 sicher anliegend am Schuhoberteil2 gehalten. - Zum sicheren Festlegen des Schaftteils
4 am Schuh1 weisen sowohl der Schuh1 als auch das Schaftteil4 verschiedene Merkmale auf - Das Schaftteil
4 hat zwei lappenartig ausgebildete Abschnitte9 und10 , die beim Anbringen des Schaftteils4 am Schuh1 zunächst geöffnet sind, also im wesentlichen die Position einnehmen, wie sie in3 skizziert ist. Am jeweiligen Ende der beiden lappenartig ausgebildeten Abschnitte9 ,10 ist jeweils ein Teil eines lösbaren Verschlusses7 in Form eines Klettverschlusses angebracht. Nach dem Überstreifen des Schaftteils4 über den Schuh1 können die beiden zusammenwirkenden Teile des Klettverschlusses7 verbunden werden, so dass das Schaftteil4 den Fuß des Trägers vollständig umfasst. - Weiterhin ist im Ristbereich
15 des Schuhs1 eine Schlaufe12 angeordnet, die Teil eines weiteren lösbaren Verschlusses8 ist. Zu diesem Verschluss8 gehört weiterhin ein streifenartig ausgebildeter Abschnitt11 (s.3 ), der durch die Schlaufe12 (s.2 ) gefädelt werden kann. Anschließend wird der Abschnitt11 mittels eines Klettverschlusses so festgelegt, dass der Abschnitt11 in die Schlaufe12 eingreift und so das Schaftteil4 am Schuhoberteil2 festlegt. Hierzu ist der streifenartig ausgebildete Abschnitt11 mit einem Teil eines Klettverschlusses versehen. Der korrespondierende Teil des Klettverschlusses ist an der Innenseite13 des Schaftteils4 angeordnet und mit der Bezugsziffer14 versehen. - Damit ergibt sich insgesamt also, dass der schnürlose Schuh
1 , also der Slipper, in eine Stiefelette, also in einen Halbschuh mit Schaft, umgewandelt werden kann. Hierzu weist das Schaftteil4 das Halteband5 auf, das die Sohle3 unterhalb des Gelenkbereichs des Schuhs1 umgreift und so für einen sicheren Sitz des Schaftteils4 sorgt. -
- 1
- Schuh
- 2
- Schuhoberteil
- 3
- Sohle
- 4
- Schaftteil
- 5
- Halteband
- 6
- elastischer Abschnitt
- 7
- lösbarer Verschluss
- 8
- lösbarer Verschluss
- 9
- lappenartig ausgebildeter Abschnitt
- 10
- lappenartig ausgebildeter Abschnitt
- 11
- streifenartig ausgebildeter Abschnitt
- 12
- Schlaufe
- 13
- Innenseite
- 14
- Teil eines Klettverschlusses
- 15
- Ristbereich
- 16
- Spannband
Claims (15)
- Schuh (
1 ), der ein Schuhoberteil (2 ) und eine mit dem Schuhoberteil (2 ) fest verbundene Sohle (3 ) aufweist, wobei am Schuhoberteil (2 ) ein Schaftteil (4 ) lösbar angeordnet werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaftteil (4 ) ein Halteband (5 ) aufweist, das im Zustand, in dem das Schaftteil (4 ) am Schuhoberteil (2 ) angeordnet ist, die Sohle (3 ) umgreift. - Schuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteband (
5 ) mindestens einen elastischen Abschnitt (6 ), insbesondere ein Gummiband, aufweist. - Schuh nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteband (
5 ) nur einen elastischen Abschnitt (6 ) aufweist, der im Zustand, in dem das Schaftteil (4 ) am Schuhoberteil (2 ) angeordnet ist, unterhalb der Sohle (3 ) angeordnet ist. - Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteband (
5 ) die Sohle (3 ) im Zustand, in dem das Schaftteil (4 ) am Schuhoberteil (2 ) angeordnet ist, im Bereich des Fußgelenks umgreift. - Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaftteil (
4 ) mindestens einen lösbaren Verschluss (7 ,8 ) aufweist, mit dem es am Schuhoberteil (2 ) festgelegt werden kann. - Schuh nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaftteil (
4 ) zwei lappenartig ausgebildete Abschnitte (9 ,10 ) aufweist, wobei am Ende eines jeden Abschnitts (9 ,10 ) je ein Teil eines zusammenwirkenden Verschlusses (7 ) angeordnet ist. - Schuh nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss (
7 ) ein Klettverschluss ist. - Schuh nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verschluss (
8 ) als am Schaftteil (4 ) angeordneter streifenartig ausgebildeter Abschnitt (11 ) ausgebildet ist, der in eine am Schuhoberteil (2 ) angeordnete Schlaufe (12 ) eingreifen kann. - Schuh nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Seite des streifenartig ausgebildeten Abschnitts (
11 ) einen Teil eines Klettverschlusses aufweist. - Schuh nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaftteil (
4 ) an seiner Innenseite (13 ) einen Teil (14 ) eines Klettverschlusses aufweist, mit dem das am streifenartig ausgebildeten Abschnitt (11 ) angeordnete Teil des Klettverschlusses zusammenwirken kann. - Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Schuh (
1 ) als schnürloser Schuh ausgebildet ist. - Schuh nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Schuh (
1 ) im Ristbereich (15 ) mindestens ein Spannband (16 ) aufweist. - Schuh nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Schuh (
1 ) nach Art eines schnürlosen Slippers ausgebildet ist. - Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der mit dem Schaftteil (
4 ) versehene Schuh (1 ) nach Art einer Stiefelette ausgebildet ist. - Schuh nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Stiefelette durch Abnahme des Schaftteils (
4 ) in einen Slipper umwandelbar ist.
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