DE20300137U1 - Tragkonstruktion - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Tragkonstruktion, insbesondere für Fassaden oder Lichtdächer, mit mindestens zwei benachbart angeordneten Isolierglasscheiben, die an einem Profil festgelegt sind, wobei an den Isolierglasscheiben randseitig zumindest abschnittsweise eine Nut vorgesehen ist, in die ein Haltearm eines Glashalters eingreift, und der Glashalter über mindestens einen Befestigungsbolzen an einer Schraubnut des Profils festlegbar ist.
In der AT 398 796 ist eine Tragkonstruktion für Glasfassaden gezeigt, bei der benachbarte Isolierglasscheiben über Glashalter an einem Profil festgelegt sind. Die Glashalter sind über Schrauben an dem Profil gehalten und weisen seitlich abstehende Haltezapfen auf, die in eine Nut einer Isolierglasscheibe eingreifen. In dem Glashalter ist eine Nut vorgesehen, in die ein dichtungsähnliches Füllungsprofil eingezogen ist, das als Rückwand für das Einfüllen von Silikon zwischen die Isolierglasscheiben dient, damit sich der Silikon nur in dem dafür vorgesehenen Zwischenraum verteilt. Das Füllungsprofil selbst hängt allerdings zwischen den Glashaltern durch und kann daher keine Abdichtungsfunktion, insbesondere gegenüber Witterungseinflüssen übernehmen. Bei der gezeigten Tragkonstruktion ist daher nachteilig, dass die Abdichtung zwischen der Isolierglasscheiben erst durch das
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Anmeldungstext vom 06.01.2003 Seite 2
Einfüllen von Silikon erricht wird, was relativ aufwendig ist. Ein nachträglicher Zugang zu den Befestigungsmitteln an dem Profil kann nur durch eine Zerstörung der Silikonschicht erreicht werden.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Tragkonstruktion der eingangs genannten Art zu schaffen, die einfach zu montieren ist und eine Abdichtung benachbarter Isolierglasscheiben an dem Profil auf einfache Weise ermöglicht.
Diese Aufgabe wird mit einer Tragkonstruktion mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
Erfindungsgemäß ist benachbart zu dem Glashalter jeweils eine Isolierleiste in der Schraubnut angebracht, in der an der vom Profil abgewandten Seite eine Nut vorgesehen ist, in der eine sich über den Glashalter und die Isolierleiste erstreckende durchgängige Dichtung zwischen den benachbarten Isolierglasscheiben festgelegt ist. Durch die Anordnung einer Dichtung entfällt die Notwendigkeit, den Spalt zwischen den Isolierglasscheiben mit Silikon zu verfüllen, da die Dichtung zumindest an der Isolierleiste abgestützt ist und ausreichend Klemmkräfte vorgesehen werden können, um den Zwischenraum über Dichtlippen oder elastische Dichtstreifen abzudichten, auch wenn eine erhebliche Belastung durch Witterungseinflüsse erfolgt. Durch das Abstützen der Dichtung an der Isolierleiste wird ein Durchhängen, das zu Undichtigkeiten führen könnte, sicher vermieden.
Vorzugsweise weist die Dichtung an gegenüberliegenden Seiten Dichtlippen auf,
die jeweils an einer Stirnkante der Isolierglasscheibe federnd anliegen. Die Dichtlippen
können auch bei extremen Witterungsverhältnissen eine sichere Abdichtung gewährleisten. Dabei können die Dichtlippen in die vom Profil abgewandte Richtung
gebogen sein, so dass beim Einziehen der Dichtung die Dichtlippen automa-
können auch bei extremen Witterungsverhältnissen eine sichere Abdichtung gewährleisten. Dabei können die Dichtlippen in die vom Profil abgewandte Richtung
gebogen sein, so dass beim Einziehen der Dichtung die Dichtlippen automa-
tisch in die vorgespannte Position ausgerichtet werden.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist an der dem Profil abgewandten Oberseite des Glashalters eine durchgehende Nut zur Festlegung einer Dichtung vorgesehen. Dadurch kann die Dichtung durchgängig in der Nut der Iso-
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Anmeldungstext vom 06.01.2003 Seite 3
lierleiste und der Nut des Glashalters festgelegt sein, so dass eine im wesentlichen ununterbrochene Abstützung der Dichtung gegeben ist. Die Nut in dem Glashalter fluchtet dabei vorzugsweise mit der Nut der Isolierleiste.
Für eine einfache Montage der Dichtung ist die Nut an dem Glashalter und der Isolierleiste hinterschnitten ausgebildet, so dass ein Einziehen der Dichtung ohne Werkzeug möglich ist. Wenn der Dichtungsfuß dabei mit Spiel zum Boden der jeweiligen Nut hin angeordnet ist, kann beim Einziehen der Dichtung der Dichtungsfuß auch geringfügig über die spätere Montageposition gedrückt werden, so dass nicht versehentlich das Eindrücken der Dichtung beendet wird, beispielsweise weil der Dichtungsfuß zu früh am Boden der Nut anliegt. Vorzugsweise sind dabei der Nutboden und der Dichtungsfuß v-förmig ausgebildet, wodurch ein einfaches Montieren und Zentrieren erreicht wird.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die Dichtung an gegenüberliegenden Seiten erste Dichtlippen und zweite Dichtlippen auf, die jeweils an einer Stirnkante einer Isolierglasscheibe anliegen. Vorzugsweise sind die ersten an der vom Profil abgewandten Seite angeordneten Dichtlippen länger als die zweiten Dichtlippen, so dass die zweiten Dichtlippen nur eine Art Sicherheit darstellen, beispielweise wenn die ersten Dichtlippen beschädigt werden. Die längeren Dichtlippen bilden darüber hinaus die Optik eines mit Silikon abgedichteten Zwischenraumes anch, wodurch sich der Vorteil ergibt, dass beide Arten der Abdichtung nebeneinander verwendet werden können.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Tragkonstruktion;
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Figur 2 eine Schnittansicht durch die Tragkonstruktion der Figur 1;
Figur 3 eine Querschnittsansicht der in der Tragkonstruktion nach Fi
gur 1 verwendeten Dichtung.
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Anmeldungstext vom 06.01.2003 Seite 4
Eine in Figur 1 gezeigte Tragkonstruktion 1 umfasst ein Profil 2, an dem mehrere Isolierglasscheiben 3 festgelegt sind. Die Isolierglasscheiben 3 werden im Randbereich klemmend an einer Dichtung 4 festgelegt, die in eine Nut 5 des Profils 2 eingezogen sind. Das aus Metall, beispielsweise Aluminium oder Stahl bestehende Profil 2 umfasst ferner eine Schraubnut 6, in die eine Isolierleiste 7 eingefügt ist. Die Isolierleiste 7 ist jedoch nicht durchgängig ausgebildet, sondern weist in gewissen Abständen Unterbrechungen auf, damit ein Glashalter 9 an der Schraubnut 6 befestigt werden kann.
Der Glashalter 9 weist ein oder zwei seitliche vorstehende Halterarme 13 auf, die jeweils in eine randseitig angeordnete Nut 8 an den Isolierglasscheiben 3 eingefügt sind. Die Isolierglasscheibe 3 umfasst eine innere Glasscheibe 30 und eine äußere Glasscheibe 31, zwischen denen ein Abstandshalter 32 angeordnet ist, an dem die Nut 8 zur Aufnahme der Haltearme 13 der Glashalter 9 angeformt sind.
Wie in Figur 2 zu sehen ist, erfolgt die Befestigung des Glashalters 9 über eine Schraube 24, die in die Schraubnut 6 des Profils 2 eingedreht ist. An der vom Profil 2 abgewandten Seite ist sowohl an der Isolierleiste 7 eine Nut 70 sowie am Glashalter 9 eine Nut 16 ausgebildet, die etwa auf gleicher Höhe fluchtend angeordnet sind und eine Dichtung 15 aufnehmen. Die Dichtung 15 ist durchgängig in den Nuten 70 und 16 gehalten und weist nach außen gebogene Dichtlippen 27 auf, die an Stirnseiten der äußeren Glasscheibe 31 der Isolierglasscheiben 3 anliegen und für eine ausreichende Abdichtung sorgen. Durch die federnde Anlage der Dichtlippen 27 könne auch Toleranzen in der Breite des Spaltes zwischen benachbarten Isolierglasscheiben ausgeglichen werden. Aufgrund der durchgängigen Abstützung der Dichtung 15 ist es nicht mehr erforderlich, den Spalt zwischen den Isolierglasscheiben 3 zusätzlich mit Silikon zu verfüllen.
Der Glashalter 9 weist Bohrungen auf, in die Schrauben 24 zur Festlegung an dem Profil 2 eingedreht werden können. Die Schrauben 24 können dabei versenkt in dem Glashalter 9 aufgenommen werden, wobei der Kopf der Schraube 24 im wesentlichen unterhalb der Nut 16 versenkt angeordnet ist.
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Anmeldungstext vom 06.01.2003 Seite 5
Die Nut 16 des Glashalters 9 ist im Bodenbereich V-förmig ausgebildet und weist schräge Wandelemente auf, die entsprechend der Neigung des Dichtungsfußes der Dichtung 15 ausgebildet sind. Zwischen Dichtungsfuß und der Schräge ist etwas Spiel vorgesehen, damit die Dichtung 15 besser in die Nut 16 eingezogen werden kann. An gegenüberliegenden Seitenwänden der Nut 16 sind ferner nach innen gerichtete Vorsprünge vorgesehen, damit die Nut 16 hinterschnitten ausgebildet ist und die Dichtung 15 dauerhaft halten kann.
In Figur 3 ist die Dichtung 15 im Querschnitt dargestellt. Die Dichtung 15 umfasst an gegenüberliegenden Seiten erste Dichtlippen 27 und auf der zu dem Profil 2 gewandten Seite kürzere zweite Dichtlippen 19 auf, die ebenfalls an der Stirnkante einer Isolierglasscheibe 3 anliegen.
Die Dichtung 15 weist ferner einen komprimierbaren Dichtungsfuß 18 auf, der seitlieh hervorstehende Vorsprünge 17 aufweist, die für einen sicheren Halt in einer hinterschnittenen Nut 16 bzw. 70 sorgen. Im Bereich des Dichtungsfußes 18 ist eine Hohlkammer 21 vorgesehen, damit sich der Dichtungsfuß 18 leicht komprimieren und in die Nuten 16 und 70 einziehen lässt. Auf der nach außen gewandten Seite ist die Dichtung 15 in optisch ansprechender Weise gewölbt ausgebildet, so dass sich mit den Dichtlippen 27 zusammen eine äußere W-förmige Kontur ergibt.
Claims (8)
1. Tragkonstruktion, insbesondere für Fassaden oder Lichtdächer, mit mindestens zwei benachbart angeordneten Isolierglasscheiben (3), die an einem Profil (2) festgelegt sind, wobei an den Isolierglasscheiben (3) randseitig zumindest abschnittsweise eine Nut (8) vorgesehen ist, in die ein Haltearm (13) eines Glashalters (9) eingreift, und der Glashalter (9) über mindestens einen Befestigungsbolzen (24) an einer Schraubnut (6) des Profils (2) festgelegt ist, dadurch gekennzeichnet, dass benachbart zu dem Glashalter (9) jeweils eine Isolierleiste (7) an der Schraubnut (6) angebracht ist, in der an der vom Profil (2) abgewandten Seite eine Nut (70) vorgesehen ist, in der eine sich über den Glashalter (9) und die Isolierleiste (7) erstreckende durchgängige Dichtung (15) zwischen den benachbarten Isolierglasscheiben (3) festgelegt ist.
2. Tragkonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (15) an gegenüberliegenden Seiten Dichtlippen (27) aufweist, die jeweils an einer Stirnkante der Isolierglasscheibe (3) federnd anliegen.
3. Tragkonstruktion nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtlippen (27) in die vom Profil (2) abgewandte Richtung gebogen sind.
4. Tragkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an der dem Profil (2) abgewandten Oberseite des Glashalters (9) eine durchgehende Nut (16) zur Festlegung einer Dichtung (15) vorgesehen ist.
5. Tragkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (16, 70) an dem Glashalter (9) und der Isolierleiste (7) hinterschnitten ausgebildet ist.
6. Tragkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtungsfuß (18) mit Spiel zum Boden der Nut (70) der Isolierleiste (7) hin angeordnet ist.
7. Tragkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (15) an gegenüberliegenden Seiten erste Dichtlippen (27) und zweite Dichtlippen (19) aufweist, die jeweils an einer Stirnkante einer Isolierglasscheibe (3) anliegen.
8. Tragkonstruktion nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten an der vom Profil (2) abgewandten Seite angeordneten Dichtlippen (27) länger als die zweiten Dichtlippen (19) sind.
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN111236509A (zh) * | 2020-03-10 | 2020-06-05 | 中建八局第一建设有限公司 | 一种玻璃幕墙预埋件的偏移预防装置 |
| EP3480382B1 (de) * | 2017-11-02 | 2023-06-07 | Hydro Extruded Solutions As | Dichtungsfuge für vorhangfassade, vorhangfassade, die solche dichtungsfugen umfasst |
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2003
- 2003-01-08 DE DE20300137U patent/DE20300137U1/de not_active Expired - Lifetime
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