DE19804925A1 - Haltevorrichtung für Füllelemente in einer Wandkonstruktion - Google Patents
Haltevorrichtung für Füllelemente in einer WandkonstruktionInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Haltevorrichtung für Füllelemente in einer Wandkon
struktion.
Derartige Haltevorrichtungen finden beispielsweise Verwendung bei der Ver
kleidung von Fassaden oder bei der Verglasung von Wintergärten und derglei
chen. Die Füllelemente sind typischerweise ebene Platten.
Beispielsweise weist eine lotrechte oder geneigte Fassadenwand ein Tragge
rippe aus lotrechten oder geneigten Pfosten oder Sparren und mit diesen
rechtwinklig oder schräg verbundene horizontale oder geneigte Riegel auf, die
Gerippefelder zur Aufnahme je eines Füllelementes bilden. Die Füllelemente
werden in den Gerippefeldern mittels entlang der Kanten der Füllelemente auf
den Pfosten, Sparren und Riegeln befestigten Profilanordnungen im Regelfall
unter Verwendung zusätzlicher elastischer Abdichtungen gehalten.
In der DE 195 19 218 A1 ist eine Anordnung beschrieben, bei welcher die Fül
lelemente in Rahmen der Wandkonstruktion durch auf eine Rückseitenkon
struktion aufgeschraubte Druckleisten gehalten werden. Zur Abdeckung der
Verschraubungen ist eine zusätzliche Deckleiste auf die Druckleiste aufge
steckt. Eine insoweit ähnliche Anordnung ist aus der
EP 0692586 A1 bekannt, bei welcher die rückseitige Konstruktion ein Profil mit
einem speziellen Schraubkanal aufweist. Die Verschraubung ist insbesondere
dann mit einem beachtenswerten Arbeitsaufwand verbunden, wenn Deckprofile
nur beim Aufbau nur provisorisch angebracht und vor der endgültigen Montage
wieder abgenommen werden sollen. Ferner haben die Verschraubungen die
Nachteile, daß unterschiedliche Längenausdehnungen verschiedener Materia
lien nicht oder nur ungenügend aufgenommen werden, und daß durch die
punktuellen Verschraubungen die Lastverteilung entlang des Profils ungleich
mäßig ist.
Die EP 0652335 A1 zeigt ein auf einer rückseitigen Tragekonstruktion befe
stigtes Verbindungsprofil, auf welches von außen ein Halteprofil verzahnt auf
gesteckt ist. Zur weiteren Stabilisierung für eingesetzte Platten sind zusätzliche
Sicherungsklammern, insbesondere aus Federstahl an bestimmten Stellen des
Verbindungsprofils befestigt, die über den äußeren Rand der Platten greifen.
Aus der EP 0684350 A1 ist eine Vorrichtung mit einem rückseitigen Halteele
ment beschrieben, welches eine Verzahnung aufweist, in die ein Deckprofil mit
Hakenstegen eingreift. Durch eine zweiteilige Ausführung des Deckprofils, bei
welchem einer der Hakenstege unter Einsatz eines Werkzeugs gekippt werden
kann, ist das Deckprofil wieder abnehmbar.
Eine weitere bekannte Haltevorrichtung weist ein Halteprofil auf, welches un
sichtbar auf örtlich an den Profilen angebrachte Klemmköpfe aufgeklemmt wird.
Da das aufgeklemmte Halteprofil die Windsogkräfte aus der Fassade aufneh
men muß, ist eine derart feste Klemmung notwendig, daß beim Demontieren
die Klemmköpfe oder das Halteprofil zerstört werden können.
Bei einer weiteren bekannten Haltevorrichtung werden die Klemmköpfe in Form
eines Hammerkopfes ausgebildet und das Halteprofil wird durch Eindrehen des
Hammerkopfes in eine Haltenut verankert, was aber aufwendig ist und eine
präzise Anordnung der Klemmköpfe erfordert.
Aus der DE-AS 1490984 ist in der Ausführung nach Fig. 13 eine Profilanord
nung bekannt, bei welcher ein Außenprofil und ein Innenprofil über korrespon
dierende starre Stege miteinander verbunden sind, wobei durch Verschieben
und Kippen das Außenprofil wieder vom Innenprofil gelöst werden kann. Die
auch beim Befestigen erforderlich Kipp- und Verschiebebewegung ist jedoch
unpraktisch.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Haltevorrichtung
der eingangs genannten Art anzugeben, welche ein sicheres Halten der Fülle
lemente gewährleistet und dabei leicht handzuhaben ist.
Erfindungsgemäße Lösungen dieser Aufgabe sind in den Ansprüchen 1 und 19
beschrieben. Die Unteransprüche enthalten vorteilhafte Ausgestaltungen und
Weiterbildungen der Erfindung.
Die in Anspruch 1 beschriebene Erfindung zeichnet sich durch die Möglichkeit
aus, das Halteprofil von dem mit der Tragkonstruktion verbundenen Gegenpro
fil ohne Werkzeug und ohne Beschädigung der Profile zu lösen. Die elastische
Umlenkbarkeit des Ankerstegs erlaubt vorteilhafterweise auch die einfache
Befestigung des Halteprofils auf dem Gegenprofil durch Aufstecken des Halte
profils mit elastischem Einschnappen des Ankerstegs zur Herstellung der Ver
ankerung.
Die einfache Lösbarkeit der Halteprofils vom Gegenprofil ist insbesondere in
der Weise vorteilhaft ausnutzbar, daß kurze Halteprofilabschnitte für provisori
sche Montagezwecke auf ein Gegenprofil aufgesteckt werden und ein einge
setztes Füllelement vorläufig halten. Solche kurze Abschnitte können insbe
sondere auch Abfallstücke des Halteprofils sein. Die Abschnitte können mit nur
einer Hand aufgesteckt und auch ohne Werkzeug wieder abgenommen werden
und erlauben dadurch in vielen Fällen die Montage von Füllelementen durch
nur eine Person. Beispielsweise wird ein Füllelement in ein Gerippefeld einer
Tragkonstruktion eingesetzt und mit wenigen solchen Halteprofilabschnitten
provisorisch gesichert, bis das Füllelement exakt ausgerichtet ist. Sukzessiv
können dann an den mehreren Kanten des Füllelements die gegebenenfalls
vorhandenen Abschnitte entfernt und die vollständigen Halteprofile befestigt
werden.
Nicht notwendigerweise aber bevorzugt sind die Halteprofile und Gegenprofile
in sich jeweils symmetrisch bezüglich einer zur Profilachse parallelen Mittele
bene. Die symmetrische Ausführungsform vereinfacht die Handhabung der
Profile sowohl beim Verbinden als auch beim Lösen. In den nachfolgenden Er
läuterungen auf unsymmetrische bzw. nur einen Teil von symmetrischen Aus
führungsformen gemachte Angaben sind in entsprechender Weise auf symme
trische Ausführungsformen übertragbar.
Wesentlich an der Erfindung ist, daß ein einen Teil einer Verankerung von
Halteprofil und Gegenprofil bildender Ankersteg entgegen einer Rückstellkraft
seitlich verschwenkbar ist und bei der Verschwenkung die Verankerung freigibt
und ein Abziehen des Halteprofils ermöglicht. Bei symmetrischer Ausführung
der Profile werden die Verankerungen auf den beiden Seiten vorzugsweise
nacheinander gelöst, was typischerweise in einer doppelten Schiebe- und
Kippbewegung resultiert. Die Abziehrichtung ist im Regelfall im wesentlich
senkrecht zur Ebene der Füllelemente und entgegen der Aufsteckrichtung.
Die Rückstellkraft kann insbesondere durch eine elastische Deformierung des
Gelenkbereichs aufgebracht sein. Es können aber in anderen vorteilhaften
Ausführungen auch gesonderte Federelemente zur Aufbringung der Rückstell
kraft vorgesehen sein. Vorzugsweise ist eine solche Rückstellkraft in zusam
mengesetztem Zustand von Halteprofil und Gegenprofil bereits als Spreizkraft
der Ankerstege wirksam.
Die seitliche Umlenkung des Ankerstegs erfolgt vorzugsweise durch eine seitli
che Verschiebung des Halteprofils gegenüber dem feststehenden Gegenprofil
über eine Ausformung der beiden Profile, welche eine Anlagefläche an dem
Ankersteg und eine dieser gegenüberstehende Gegenfläche des anderen Pro
fils umfaßt. Bei der seitlichen Verschiebung des Halteprofils berühren sich die
Anlagefläche und die Gegenfläche entlang einer Berührungslinie und setzen
die relative seitliche Verschiebung in eine seitliche Umlenkung des Ankerstegs
um, dessen Verankerungselement dabei aus dem Eingriff in das andere Profil
ausrückt und ein Abziehen des Halteprofils bzw. der einen Seite des Haltepro
fils ermöglicht. Anlagefläche oder Gegenfläche können dabei auch nur durch
die schmale Endfläche eines Stegs gebildet sein.
Alternativ oder bevorzugt zusätzlich zu der Lösbarkeit der Verbindung durch
seitliches Verschieben des Halteprofils kann auch eine Lösung der Veranke
rung unter Einsatz eines hinter den füllelementseitigen Rand des Halteprofils
zu schiebenden Hilfsmittels, welches den Ankersteg seitlich umlenkt, vorgese
hen sein.
Die Umlenkung des Ankerstegs erfolgt um einen Umlenkbereich, der zur Ver
anschaulichung als ortsfeste Umlenkachse angenommen sein kann, im Regel
fall aber auch einen Gelenkbereich umfassen kann. Der Umlenkbereich kann
bei der bevorzugten Ausführung des Ankerstegs aus Kunststoff beispielsweise
durch einen Gelenkbereich mit verringerter Materialstärke gebildet sein.
Die Berührungslinie von Anlagefläche und Gegenfläche bei der seitlichen Ver
schiebung des Halteprofils liegt vorzugsweise näher an dem Gelenkbereich
des Ankerstegs als die eigentliche Verankerung, so daß sich eine Hebelüber
setzung der seitlichen Verschiebung ergibt. Die Hebelübersetzung ist vorzugs
weise größer als 2 : 1, insbesondere größer als 3 : 1. Die seitliche Verschiebung
des Halteprofils kann eine vorausgehende Verschiebung des Halteprofils in
Richtung des Gegenprofils voraussetzen, was eine zusätzliche Sicherung ge
gen ein unbeabsichtigtes Lösen des Halteprofils bildet.
Zur Aufnahme der Abziehkräfte, die insbesondere durch das Eigengewicht der
Füllelemente und durch Windkräfte gegeben sind und im wesentlich senkrecht
zur Ebene der Füllelemente gerichtet sind, verläuft der Ankersteg im wesentli
chen parallel zur Abziehrichtung und zeigt dieser gegenüber insbesondere ei
ne Winkelabweichung von maximal 30 Grad. Der Ankersteg kann gemäß einer
bevorzugten Ausführung einen in sich gewölbten, beispielsweise S-förmigen
Verlauf zeigen, welcher zum einen eine federnde Nachgiebigkeit gegen Spit
zenwerte von Abziehkräften zeigt und zum anderen durch eine Wölbung der
S-Form eine vorteilhafte Anlagefläche bereitstellt. Für die vorstehend genannte
Ausrichtung im wesentlichen parallel zur Abziehrichtung gilt dann die gerade
Verbindungslinie vom Gelenkbereich zum kraftaufnehmenden Verankerungs
bereich.
Der Ankersteg kann durch die Abziehkräfte sowohl druck- als auch zugbelastet
sein und bei gewölbter Form durch elastische Verformung in geringen Umfang
Spitzenbelastungen nachgeben. In geringem Umfang elastisch verformbar sind
auch Dichtelemente, die in an sich bekannter Weise zwischen die Füllelemente
und Anlageflansche des Halteprofils eingefügt sind. Für die Ausführung mit
durch die Abziehkräfte druckbelastetem Ankersteg ist der Gelenkbereich vor
zugsweise an einem Tragarm eines Profils angelenkt, wobei der dünnwandige
Gelenkbereich durch einen dickerwandigen Abschnitt des Tragarms abgestützt
sein kann.
Halteprofil und vorzugsweise auch Gegenprofil sind zumindest hinsichtlich der
Handhabung vorteilhafterweise jeweils einteilig ausgeführt. Vorteilhafterweise
ist das Halteprofil im aufgesteckten Zustand auch ohne eingelegte Dichtungen
durch Spreizkräfte der Ankerstege kraftschlüssig gegen Längsverrutschen im
Gegenprofil gehalten, was insbesondere für die provisorische Befestigung mit
kurzen Halteprofilabschnitten auf lotrechten oder geneigten Gegenprofilen von
Vorteil ist. Bei der Verwendung kurzer Halteprofilabschnitte kann auch bei ein
gelegten Dichtungen durch die Auflagefläche noch ein Andrücken des Halte
profils in Richtung der Füllelemente möglich sein.
Zur Verminderung des Einflusses innerer mechanischer Spannungen der Pro
file, beispielsweise infolge eines Extrodierprozesses oder durch thermische
Veränderungen können die Profile durch teilweise oder vollständige Auftren
nung quer zur Profilachse in mehrere in Längsrichtung aufeinanderfolgende
Abschnitte aufgeteilt sein. Die nach außen weisende Fläche des Halteprofils ist
aber vorzugsweise zumindest entlang einer Füllelementkante durchgehend.
Eine bevorzugte Ausführungsform des Gegenprofils ist auch in alleiniger An
wendung ohne Halteprofil zur Befestigung von Füllelementen, die von der
Frontseite zurückgesetzt eine Abstützkante aufweisen, vorteilhaft geeignet.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die Abbildungen noch eingehend veranschaulicht. Da
bei zeigt
Fig. 1 eine Haltevorrichtung nach der Erfindung
Fig. 2 einen Lösevorgang für eine Vorrichtung nach Fig. 1
Fig. 3 eine weitere Ausführung der Erfindung
Fig. 4-6 Abwandlungen des Ankersteg-Profils
Fig. 7 eine alternative Ausführung eine Haltevorrichtung nach der Erfindung.
In der Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Haltevorrichtung im Querschnitt wie
dergegeben. Die Schnittfläche verläuft senkrecht zur Längsrichtung der Profile
der Haltevorrichtung. Die skizzierte Haltevorrichtung umfaßt ein Halteprofil 1
mit einem Abdeckflansch 2 zum Abdecken des jeweiligen Profils der Fassa
denwand und zum Andrücken der Ränder der angrenzenden Füllelemente 21
und 22 über Randflansche 13 mit Abdichtungselementen 15. Die Rückseite des
Abdeckflansches ist mit zwei Befestigungsstegen 3 versehen, die im wesentli
chen senkrecht zum Abdeckflansch verlaufen und an dem Abdeckflansch 2
abgewandten Ende eine Halteschaufel 5 aufweisen. Die Befestigungsstege
zeigen an ihrer Verbindungsstelle mit dem Abdeckflansch eine zur Profilmitte
hin gerichtete Auswölbung 4.
Das Halteprofil 1 kann in verschiedenen Formen und Größen, insbesondere
auch mit unterschiedlichen Breiten des Abdeckflansches 2 sowie unterschiedli
chen Höhen der verschiedenen Stege hergestellt werden. Das Halteprofil 1 ist
beispielsweise ein extrodiertes Aluminiumprofil. Die Vorderseite des Abdeck
flansches kann beliebig gestaltet werden.
Ein Gegenprofil 10 weist zwei bezüglich der Mitte des Profils symmetrische
und durch ihre schräge Ausrichtung ein offenes V bildende Trägerstege 11 auf,
an deren jeweiligem äußeren Ende je ein S-förmiger Ankersteg 7 so befestigt
ist, daß der Ankersteg in der Zeichenebene, d. h. quer zur Profilachse umge
schwenkt werden kann. Die Schwenkbewegung erfolgt um einen Gelenkbe
reich 8, der bei einer bevorzugten Ausführung des Gegenprofils 10 als Kunst
stoffprofil in Form eines Bereichs mit verringerter Materialstärke realisiert sein
kann. An dem dem Gelenkbereich abgewandten Ende der Ankerstege 7 zeigen
diese einen Gegenflansch 12, der im montierten Zustand in der Halteschaufel 5
des jeweiligen Befestigungssteges anliegt. Gegenflansch 12 und Halteschaufel
5 können eine korrespondierende Wölbung zeigen. Im Verlauf der S-förmigen
Ankerstege 7 vom Gelenkbereich 8 aus ist der erste S-Bogen als von der Pro
filmitte weg und zu der Auswölbung 4 des Befestigungsstegs 3 hin gerichtete
Wölbung 6 ausgeführt.
In der montierten Position bilden die in den Halteschaufeln 5 anliegenden Ge
genflansche des Gegenprofils 10 eine sichere Verankerung des Halteprofils
gegen Abziehen von dem Gegenprofil. Das Gegenprofil selbst ist in einem
Halteprofil 14 befestigt oder Bestandteil eines solchen Halteprofils, welches
wiederum in an sich gebräuchlicher Weise mit einer Fassadenkonstruktion 20
verbunden ist. Das Halteprofil zeigt ferner Randflansche 13, welche über
Randstege 9 mit dem Abdeckflansch 2 verbunden und von diesem in Richtung
der Füllelemente beabstandet sind. Die Randflansche 13 weisen eine Nut zur
Aufnahme von elastischen Abdichtelementen 15 auf, welche in montiertem Zu
stand des Halteprofils gegen die äußeren Flächen der Füllelemente in deren
Randbereich drücken. Die rückwärtige Fläche der Füllelemente liegt über wei
tere Dichtungselemente 17 auf dem Halteelement auf. Zur seitlichen Festle
gung der Position der Füllelemente gegenüber dem Halteelement können ge
sonderte, nicht eingezeichnete Abstandselemente vorgesehen sein.
Das Halteprofil 1 ist in montiertem Zustand vorteilhafterweise insbesondere
durch die Spreizkraft der S-förmigen Ankerstege 7 gegen die Befestigungsste
ge 3 und eventuell durch zusätzliche, nicht skizzierte federelastische Elemente
gehalten und so insbesondere gegen ein Längsverrutschen in Längsrichtung
der Profile, beispielsweise bei lotrechten oder geneigten Profillängsachsen ge
sichert.
Bei dem in Fig. 2 in mehreren Phasen skizzierten Lösevorgang des Halteprofils
1 von dem Gegenprofil 10 sind die Abdichtungselemente 15 entfernt. Für den
Fall, daß lediglich kurze Halteprofi labschnitte zur provisorischen Befestigung
und Sicherung der Füllelemente eingesetzt sind, können unter Umständen zu
sammendrückbare Abdichtungselemente in den hierfür vorgesehenen Nuten
der Randflansche dessen Halteprofils eingesetzt sein, die dann beim Andrüc
ken dessen Halteprofils elastisch deformiert werden. In einem ersten Bewe
gungsvorgang wird das Halteprofil zum Gegenprofil hin und damit entgegen
der Abziehrichtung gedrückt in die in Fig. 2a skizzierte Position. Die Verschie
bung in dieser Richtung wird beispielsweise durch Aufliegen der Befestigungs
stege auf einer Basisfläche des Halteelements 14 oder des Gegenprofils 10
begrenzt. Die Auswölbung 4 liegt dann bereits an der Gegenwölbung 6 des
S-förmigen Ankerstegs an und drückt den Ankersteg zur Profilmitte hin. Durch die
hohe Hebelübersetzung der Bewegung genügt bereits eine geringe Verschie
bung des S-förmigen Ankerstegs an der Berührungslinie der Wölbung 4 und
der Gegenkrümmung 6, um den Gegenflansch 12 des Ankerstegs von der
Wandung des Befestigungsstegs 3 deutlich abzuheben.
In einem nächsten Bewegungsvorgang wird das Halteprofil 1 seitlich, im skiz
zierten Beispielsfall von links nach rechts geschoben und in die in Fig. 3b
skizzierte Position gebracht. Bei dieser seitlichen Verschiebung wird durch
Druck der Wölbung 4 auf die Gegenkrümmung 6 des Ankerstegs der Ankersteg
um den Umlenkbereich 8 seitlich umgelenkt und durch die große Hebelüber
setzung rückt der Gegenflansch 12 des Ankerstegs 7 vollständig aus der Hal
teschaufel 5 des Befestigungsstegs 3 heraus, wobei durch die schräge Aus
richtung der Träger des Gegenprofils unterhalb des Umlenkbereichs ausrei
chend Ausweichraum für die Aufnahme des Ankerstegs oder zumindest dessen
dem Umlenkbereich abgewandten Ende mit dem Gegenflansch 12 vorhanden
ist. Der gegenüberliegende Ankersteg folgt der ausweichenden Bewegung des
anderen Befestigungsstegs infolge der bestehenden Spreizkraft in dieser
Richtung.
Die Freigabe der Verankerung in der linken Hälfte der Haltevorrichtung nach
der Skizze der Fig. 2b wird im nächsten Bewegungsschritt ausgenutzt, um die
freigegebene Halteschaufel des linken Befestigungsstegs über den Fangbe
reich des linken Ankerstegs in Abziehrichtung abzuheben. Da die Halteschau
fel auf der rechten Seite noch nicht freigegeben ist, erfolgt die Lösung der lin
ken Halteschaufel in Form einer Kippbewegung des Halteprofils um die Auflage
des rechtsseitigen Befestigungsstegs auf dem Halteelement (Fig. 2c).
In dieser leicht gekippten Position des Halteprofils wird dieses zur Freigabe der
Verankerung der rechten Halteschaufel seitwärts nach links bewegt, wodurch
nunmehr der rechte Ankersteg zur Profilmitte hin umgelenkt wird und in der in
Fig. 2d eingezeichneten Position die rechte Halteschaufel zum Abheben des
Halteprofils freigibt. Das Halteprofil kann nun ohne weiteres vollständig vom
dem Gegenprofil abgehoben werden.
Beim Aufstecken des Halteprofils auf das Gegenprofil wird gleichfalls die in
Fig. 2a skizzierte oder eine ähnliche Position eingenommen, aus welcher
dann aber das Halteprofil durch die schrägen Anlage- und Gegenflächen der
Auswölbung 4 und der Gegenkrümmung 6 in Verbindung mit der Spreizkraft
der Ankerstege wieder nach außen gedrückt wird, wobei dann die Ankerstege
in die Halteschaufeln der Befestigungsstege eingreifen und das Halteprofil auf
dem Gegenprofil festhalten.
Bei dem in Fig. 3 im Querschnitt skizzierten Wandaufbau ist an Stelle des Hal
teprofils 1 aus der Fig. 1 ein anders gestaltetes Halteprofil eingesetzt, bei wel
chem aber die Verbindung mit dem Gegenprofil 10 in entsprechender Weise
zustande kommt, ebenso wie die Lösung dieses anderen Halteprofils von dem
Gegenprofil. Die Auswölbungen 4 sind hier nicht durch die Fußpunkte der Be
festigungsstege gebildet, sondern als separate Profilbestandteile 34 ausge
formt. Die Anordnung der Fig. 3 ist typisch für einen Wandaufbau, bei welchem
das Profil 31 Bestandteil einer außenliegenden Tragkonstruktion ist und die
Funktionen von Halteprofil und Gegenprofil vertauscht sind in dem Sinne, daß
das Gegenprofil 37 mit der vorgesetzten Blendleiste 36 bei Montage und De
montage aufgesteckt bzw. abgenommen wird und das Halteprofil 31 ortsfest
bleibt. Die Deckleiste 36 kann als nach innen in einen Raum weisende Dekor
leiste ausgeführt sein und/oder eine Wärmeisolationsfunktion erfüllen. Die
Funktionsweise der Anordnung entspricht der in Fig. 1 skizzierten Anordnung
insbesondere hinsichtlich des Lösevorgangs der in Fig. 2 skizzierten Art, wobei
in dem Fall der Fig. 3 das Gegenprofil 37 bewegt wird.
Bei der in Fig. 4 skizzierten Haltevorrichtung sind die Trägerstege 11 über den
Gelenkbereich hinaus verlängert und abgewinkelt und der Anlenkbereich ist in
dem inneren Winkel der Enden der abgewinkelten Trägerstege angeordnet. In
dieser Anordnung ist der durch eine geringe Materialstärke charakterisierte
Umlenkbereich 8 nur auf Druck belastet. Der Ankersteg 7 ist über die Halte
schaufel 5 des Befestigungsstegs hinaus mit einem Fortsatz 42 verlängert, so
daß durch Einführung eines flachen Hilfsmittels 43 von der linken Seite unter
dem Randflansch 13 des Halteprofils und unter der Halteschaufel 5 des Befe
stigungsstegs hindurch auf den Fortsatz des Ankerstegs seitlich gedrückt wer
den kann und auf diese Weise eine Lösung der Verankerung auch ohne die
vorstehend beschriebene Bewegungsfolge erreicht werden kann. Die insbe
sondere bei der Verwendung von kurzen Abschnitten des Halteprofils zur pro
visorischen Befestigung vorteilhafte Lösbarkeit ohne Hilfsmittel ist aber auch
bei dieser Ausführungsform gegeben.
Bei der in Fig. 5 skizzierten Anordnung ist wiederum der schräg nach oben
verlaufende Trägersteg am Ende abgewinkelt. Der s-förmige Ankersteg 57 ist
in dieser Ausführungsform nicht einstückig unmittelbar mit dem Trägersteg 51
verbunden, sondern liegt mit einem Ende lediglich in dem durch die Abwinke
lung des Trägerstegs gebildeten inneren Winkel an. Die Spreiz- und Rückstell
kraft wird durch ein gesondertes elastisches Federelement 58 zwischen Trä
gersteg und Ankersteg aufgebracht. Fig. 6 zeigt eine weitere Variation einer
solchen Anordnung, wobei das die Spreiz- und Rückstellkraft aufbringende Fe
derelement 68 insbesondere auch eine elastisch kompressible Schaumstofflei
ste sein kann, wobei dann bei Wahl eines Schaumstoffes mit nach Kompressi
on verzögerter Rückexpansion die Zeitverzögerung beim Expandieren vorteil
haft bei der Lösung des Profils nach der in Fig. 2 skizzierten Art ausgenutzt
werden kann.
Bei der in Fig. 7 skizzierten Anordnung besteht die Haltevorrichtung lediglich
aus einem Profil, welches vorteilhafterweise dieselbe Form aufweisen kann wie
das Gegenprofil der Haltevorrichtungen nach den vorangegangenen Beispie
len. Wesentlich an der in Fig. 7 skizzierten Anordnung ist, daß die Füllele
mente 70 Abstützkanten 72 aufweisen, in welche die Ankerstege des Gegen
profils eingreifen. Die Füllelemente sind beispielsweise zweischichtig aufge
baut mit einer Frontplatte 75 und einer Rückplatte 76, die untereinander fest
verbunden sind. Die Abstützkanten sind dann vorteilhafterweise an der Rück
platte 76 ausgebildet, wobei die Begrenzungskanten der Frontplatten 75 enger
beieinander liegen können als die der Rückplatten, so daß sich eine nahezu
geschlossene Frontoberfläche ergibt. Die einfache Lösbarkeit ohne Hilfsmittel
durch die beschriebene Bewegungsfolge ist bei dieser Vorrichtung allerdings
nicht gegeben.
Die Erfindung ist nicht auf die vorstehenden, im Detail beschriebenen Ausfüh
rungsbeispiele beschränkt, sondern im Rahmen fachmännischen Könnens un
ter Beibehaltung des Erfindungsgedankens in mancherlei Weise abwandelbar.
Insbesondere können die Profilformen von Halteprofil und Gegenprofil ver
tauscht sein. Die Ankerstege können in einer auf Zug belasteten Anordnung
ohne die V-förmigen Trägerstege ausgeführt sein. Die Ankerstege können über
zusätzliche Hilfsmittel wie beispielsweise eine Blattfeder aus Federstahl mit
den Trägerstegen verbunden sein. Für die Form der Trägerstege sind neben
der skizzierten und bevorzugten v-Form eine Vielzahl anderer Formen denk
bar, welche eine Umlenkung der Ankerstege zur Profilmitte hin beim Lösevor
gang erlauben. Insbesondere können die Trägerstege in T-Form oder u-Form
ausgeführt sein.
Claims (19)
1. Haltevorrichtung für Füllelemente in einer Wandkonstruktion mit einer Pro
filanordnung aus einem Halteprofil und einem Gegenprofil, wobei in ver
bundener Position das Halteprofil mit dem Gegenprofil über mindestens ei
nen Ankersteg gegen Abziehen verankert ist, dadurch gekennzeichnet, daß
der Ankersteg (7) quer zur Abziehrichtung des Halteprofils (1) entgegen ei
ner Rückstellkraft umlenkbar ist und in der umgelenkten Stellung die Ver
ankerung freigibt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ankersteg
(7) eine Anlagefläche (6) aufweist, der entgegen der Umlenkrichtung eine
Gegenfläche (4) des anderen Profils gegenübersteht, und daß die beiden
Profile unter der Berührung der Anlagefläche und der Gegenfläche und
Umlenkung des Ankerstegs gegeneinander seitlich verschiebbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Berüh
rungslinie von Anlagefläche und Gegenfläche näher am Gelenkbereich (8)
der Umlenkung liegt als die Verankerung (5, 12) des Ankerstegs.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Umlenkung des Ankerstegs durch seitliches Verschieben des Halteprofils
erst nach Verschieben des Halteprofils entgegen der Abziehrichtung frei
gegeben ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ankersteg im wesentlichen parallel zur Abziehrichtung verläuft.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ankersteg mindestens eine Auswölbung zeigt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswöl
bung die Anlagefläche (6) bildet.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ankersteg S-förmig ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ankersteg (7) an einem Tragarm (11) eines Profils angelenkt und
durch Abziehkräfte druckbelastet ist und in einen Befestigungssteg (3) des
anderen Profils eingreift.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Gelenkbe
reich (8) des Ankerstegs durch Abziehkräfte im wesentlichen druckbelastet
ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der
Ankersteg eine Verlängerung (18) über den Befestigungssteg (3) hinaus
aufweist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß das den Ankersteg enthaltende Profil aus Kunststoff besteht.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Umlenk
bereich (8) für die Umlenkung des Ankerstegs durch einen Bereich verrin
gerter Materialstärke gebildet ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
daß Halteprofil und Gegenprofil jeweils einteilig ausgeführt sind.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eines der Profile, vorzugsweise das den Ankersteg ent
haltende Profil durch Einschnitte quer zur Profilachse in Abschnitte aufge
trennt ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet,
daß das Halteprofil auf dem Gegenprofil kraftschlüssig gegen Verrutschen
in Richtung der Profilachse gehalten ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, gekennzeichnet durch
zwei bezüglich einer Mittelebene symmetrisch angeordnete und ausgebil
dete Ankerstege.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens eines der Profile und/oder die Wandkonstruktion Einrich
tungen zur Wasserabführung aufweist.
19. Haltevorrichtung für Füllelemente in einer Wandkonstruktion mit einer Pro
filanordnung, wobei
- - die Füllelemente (70, 75, 76) von der Frontseite zurückgesetzt eine Ab stützkante (72) aufweisen,
- - die Profilanordnung entlang der Abstützkanten (72) verlaufende Profile (10) umfaßt, welche elastische Stege (7) enthalten
- - die elastischen Stege (7) die Füllelemente an den Abstützkanten (72) ge gen ein Abziehen von der Wandkonstruktion abstützen.
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| DE1998104925 DE19804925B4 (de) | 1998-02-07 | 1998-02-07 | Haltevorrichtung für Füllelemente in einer Wandkonstruktion |
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| DE1998104925 DE19804925B4 (de) | 1998-02-07 | 1998-02-07 | Haltevorrichtung für Füllelemente in einer Wandkonstruktion |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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