DE20300469U1 - Verbinder für die Befestigung von Montageprofilen der Sanitärtechnik sowie Traggestell mit einem solchen Verbinder - Google Patents
Verbinder für die Befestigung von Montageprofilen der Sanitärtechnik sowie Traggestell mit einem solchen VerbinderInfo
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Description
TQ «&Tgr;&Ogr; 5'&bgr;
Patentanwalt
DipL-Phys, M. WOLFF
Kirchheimer Strasae 69
D-7061 9 Stuttgart
DipL-Phys, M. WOLFF
Kirchheimer Strasae 69
D-7061 9 Stuttgart
Geberit Technik AG
-8645 Jona
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Verbinder für die Befestigung von Montageprofilen
der Sanitärtechnik sowie Traggestell mit einem solchen Verbinder
Die Erfindung betrifft einen Verbinder nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Traggestell mit einem solchen Verbinder. In der Sanitärtechnik werden insbesondere für die Unterputzmontage Traggestelle aus Hohlprofilstangen montiert. Diese Traggestelle werden in der Regel auf einen Gebäudeboden gestellt und an einer Gebäudewand befestigt. Zum Verbinden der Hohlprofilstangen sind Verbinder erforderlich, welche die Hohlprofilstangen miteinander verbinden. Ein solcher Verbinder ist beispielsweise in der EP 0 864 764 A des Anmelders offenbart. Mit diesem Verbinder können zwei Hohlprofilstangen rechtwinklig zueinander befestigt werden.
Insbesondere in der Badgestaltung werden zunehmend Sanitärartikel, wie beispielsweise Waschtische in einer Zimmerecke montiert. Dadurch ergeben sich wesentliche Vorteile für die Raumaufteilung und die Flächennutzung. Vielfach müssen hierbei nicht rechtwinklige Traggestelle montiert werden, die entsprechend unterschiedliche Winkel zwischen Hohlprofilen aufweisen. Bisher wurden solche nicht rechtwinkligen Verbindungen durch bauseitige Massnahmen erstellt, indem beispielsweise Blechwinkel entsprechend gebogen und verschraubt wurden. Solche Montagearbeiten sind jedoch sehr aufwändig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Verbinder der genannten Art zu schaffen, mit dem in einfacherer Weise und den-
noch zuverlässig Hohlprofilstangen mit unterschiedlichen Winkeleinstellungen verbunden und damit insbesondere Traggestelle für sanitäre Apparate erstellt werden können.
Der erfindungsgemässe Verbinder weist zwei scharnierartig miteinander verbundene Verbindungslaschen auf, die jeweils Mittel zu ihrer Befestigung an einem Montageprofil oder einer Gebäudewand aufweisen. Um zwei Profilstangen miteinander zu verbinden, wird jede Verbindungslasche mit einem der Hohlprofilstangen verbunden. Aufgrund der scharnierartigen Verbindung der Verbindungslaschen kann nun im Wesentlichen jeder Winkel zwischen den beiden Hohlprofilstangen eingestellt werden. Die beiden Hohlprofilstangen können beispielsweise rechtwinklig oder parallel zueinander verlaufen. Es ist auch ein Winkel grosser als 90° möglich. Die Laschen können beispielsweise jeweils mit einem Nutenstein mit einer der Hohlprofilstangen verbunden werden. Möglich ist auch eine Verbindung mit Selbstbohrschrauben. Es hat sich gezeigt, dass ein solcher Verbinder auch zum Verbinden einer Hohlprofilstange mit einer Gebäudewand geeignet ist.
Eine besonders kostengünstige Herstellung des Verbinders ergibt sich dann, wenn gemäss einer Weiterbildung der Erfindung die beiden Verbindungsläschen im Wesentlichen gleich ausgebildet sind. Insbesondere sind die beiden Verbindungslaschen bei etwa paralleler Ausrichtung drehsymmetrisch zueinander angeordnet.
Weitere vorteilhafte Merkmale ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen, der nachfolgenden Beschreibung sowie der Zeichnung.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine räumliche Ansicht eines erfindungsgemäs-
sen Verbinders,
Figur 2 eine Ansicht des Verbinders gemäss Figur 1
und ein Abschnitt einer Hohlprofilstange, die mit dem Verbinder verbunden ist,
Figur 3 eine weitere räumliche Ansicht des Verbin
ders,
Figur 4 eine weitere Ansicht des Verbinders mit den
Verbindungslaschen in der Anordnung gemäss Figur 3,
Figur 5 eine räumliche Ansicht des Verbinders, wobei
die Verbindungslaschen parallel zueinander ausgerichtet sind,
Figur 6 eine weitere Ansicht des Verbinders, wobei
die Verbindungslaschen gemäss Figur 5 ausgerichtet sind,
Figur 7 schematisch eine Ansicht eines Traggestells,
montiert in einer Raumecke,
Figuren 8 bis 12 schematisch einige Verbindungspositionen des
erfindungsgemässen Verbinders.
Der in den Figuren mit 1 bezeichnete Verbinder weist zwei Verbindungslaschen 2 auf, die abgebogene Blechformteile sind. Diese Verbindungslaschen 2 sind gleich ausgebildet und gegeneinander um ein Scharnier S begrenzt verschwenkbar. Jede Verbindungslasche 2 weist zwei parallel und im Abstand zueinander verlaufende und nach innen abgebogene Scharnierplatten. 13 auf, die jeweils eine hier nicht gezeigt Bohrung zur Aufnahme eines Gewindebolzens 4 besitzt. Der Gewindebolzen 4 weist als Anschlag an einem
1Uv
Ende einen Kopf 4a auf und am anderen Ende ist eine Flügelmutter 5 aufgeschraubt. Wie beispielsweise die Figur 3 zeigt, sind die Scharnierplatten 13 der beiden Verbindungslaschen 2 achsial versetzt und zwischen den inneren Scharnierplatten 13 ist eine Hülse 3 angeordnet, durch welche der Gewindebolzen 4 hindurchgreift. Durch die genannten Teile ist das Scharnier S gebildet, das ein Verschwenken der Verbindungslaschen 2 zueinander ermöglicht. Dadurch sind die in den Figuren 1 und 3 bzw. 2 und 4 gezeigten Anschlagposition sowie alle Zwischenpositionen möglich. Der Schwenkbereich zwischen diesen beiden Anschlagpositionen ist wesentlich grosser als 90°, vorzugsweise grosser als 120°. In der gezeigten Ausführung beträgt dieser Schwenkbereich 150°.
In den Figuren 5 und 6 sind die beiden Verbindungslaschen 2 so ausgerichtet, dass Seitenwandungen 9 der Verbindungslaschen 2 parallel zueinander verlaufen. Die Verbindungslaschen 2 können gemäss Figur 6 durch eine Drehung um die strichpunktiert eingezeichnete Linie 31 zur Deckung gebracht werden. Die beiden Verbindungslaschen 2 sind somit drehsymmetrisch zueinander angeordnet. Die strichpunktierte Linie 31 geht hierbei durch die Mitte der Hülse 3.
Die beiden Verbindungslaschen 2 weisen jeweils eine Seitenwandung 9 auf, die zwei rechteckige und längliche Durchbrüche 11 und zwischen diesen zwei Führungsnocken 10 aufweist. Eine um 90° abgewinkelte Stirnwandung 8 ist ebenfalls mit einem rechteckigen und länglichen Durchbruch 12 versehen und bildet eine Kante Kl, die parallel zur Achse des Scharniers S verläuft. Das andere Ende der Wandung 9 bildet eine weitere parallele Kante K2. Von der Wandung 9 ragen zwei ebenfalls um 90° abgewinkelte Wandungen 6 und 7 nach innen. Diese Wandungen 6 und 7 sind kürzer als die Wandung 9, sodass in Achsrichtung des Scharniers 7 gesehen Fenster 3 5 und 36 vorhanden sind, die bei der Anordnung gemäss Figur
1 jeweils durch eine Wandung 6 bzw. 7 der anderen Verbindungslasche geschlossen ist. Dadurch ist die in Figur 1 gezeigte Anordnung möglich, bei welcher die Wandungen 9 einen rechten Winkel &agr; bilden, wie dies in Figur 2 gezeigt ist. Zwei Hohlprofilstangen 22 und 23 können damit im rechten Winkel miteinander verbunden werden. Die Verbindung erfolgt hier beispielsweise jeweils mit einem an sich bekannten Nutenstein 27, der in eine Längsnut einer Profilstange 22 bzw. 23 eingesetzt und mit einer Flügelmutter 29 gesichert ist. Ein Gewindebolzen 28 des Nutensteins 27 durchgreift hierbei einen Durchbruch 11. Grundsätzlich sind hier auch andere Verbindungen denkbar, beispielsweise mittels Selbstbohrschrauben. Ein Querschnitt durch diese Wandungen 9, 6 und 7 ist im Wesentlichen U-förmig. Die Wandung 9 bildet die im wesentlichen ebene Aussenseite 14, die Wandung 7 die ebene Aussenseite 17 und die Wandung 6 die ebene Aussenseite 16.
Die Figuren 3 und 4 zeigen die andere Anschlagstellung, bei welcher die Stirnwandungen 8 an Endkanten 8a aneinander angelegt sind. Die Wandungen 9 verlaufen hierbei in einem spitzen Winkel zueinander. Dieser Winkel beträgt in diesem Fall etwa 60°. Es sind hier aber auch kleinere oder grössere Winkel denkbar. Die Stirnwandungen 8 bilden jeweils eine ebene Stirnseite 15.
Die in den Figuren 5 und 6 gezeigte Anordnung der Verbindungslaschen 2 ist eine Zwischenstellung zwischen den oben genannten Anschlagpositionen, wobei die Wandungen 9 parallel zueinander verlaufen. Entsprechend verlaufen zwei miteinander verbundene Hohlprofilstangen 22 und 23 parallel zueinander, wie dies in Figur 12 gezeigt ist. Auch hier ist eine Verbindung jeweils mit einem Nutenstein 27 oder mit hier nicht gezeigten Selbstbohrschrauben möglich. Durch Anziehen der Flügelmutter 5 können die beiden Verbindungslaschen 2 in der eingestellten Ausrichtung gegeneinander fixiert werden. Dies erleichtert die Montage wesent-
lieh, da durch eine solche Fixierung die miteinander verbundenen Hohlprofilstangen 22 und 23 die entsprechende Winkelstellung beibehalten.
Hphlprofilstangen 22 und 23 können zudem gemäss Figur 11 auch an den Stirnwandungen 8 befestigt werden. Hierzu werden die Durchbrüche 12 verwendet, durch welche beispielsweise jeweils ein Nutenstein 27 in eine entsprechende Nut 3 0 der Hohlprofilstange 22 bzw. 23 eingesetzt ist. Zudem ist eine Verbindung möglich, bei der eine Hohlprofilstange 22 an einer Wandung 9 und eine Hohlprofilstange 23 an einer Wandung 8 befestigt ist.
Die Figuren 8 bis 10 zeigen weitere Möglichkeiten, wie Hohlprofil st angen 22 und 23 miteinander verbunden werden können.
Schliesslich ist es möglich, Hohlprofilstangen 22 und 23 an den Wandungen 6 und 7 zu befestigen. Hierbei können wiederum Nutensteine 27 verwendet werden, welche Durchbrüche 18 gemäss Figur 6 durchgreifen. Denkbar ist auch hier eine Befestigung mit Selbstbohrschrauben.
Die in Figur 1 gezeigte Höhe H des Verbinders 2 ist vorzugsweise gleich der in Figur 2 angegebenen Breite B der Hohlprofilstangen 22 und 23. Diese Hohlprofilstangen 22 und 23 sind im Querschnitt vorzugsweise quadratisch. Ist der Verbinder 1 beispielsweise gemäss Figur 2 mit zwei Hohlprofilstangen 22 und 23 verbunden, so sind die Wandungen 6 und 7 bündig mit den entsprechenden Aussenseiteii der Hohlprofilstangen 22 und 23. Dies erleichtert in vielen Anwendungen die Beplankung, beispielsweise mit hier nicht gezeigten üblichen Gipskartonplatten. Diese Platten können in den Ausbildungen gemäss den Figuren 8 und 13 sowohl an die Hohlprofilstangen 22 und 23 als auch an die Wandungen 6 und 7 angelegt werden. Auch bei der Ausführung gemäss Figur 7 können die
oberen Wandungen 6 und 7 als Auflagen für Beplankungselemente verwendet werden. Der Verbinder 1 ist gemäss Figur 7 in einer Ecke angeordnet, die durch zwei beispielsweise rechtwinklig zueinander verlaufende Gebäudewandungen 24 und 25 gebildet ist. Der Verbinder 1 verbindet zwei Hohlprofil stangen 22 und 23, die mit einer weiteren Hohlprofilstange 21 ein Dreieck eines Traggestells 32 bildet. Ein Beplankungselement wäre hierbei am Verbinder 1 und an der Hohlprofilstange 21 abgestützt. Der Verbinder 1 in der Figur 7 kann zudem an den Gebäudewandungen 24 und 25 befestigt sein, wobei hier beispielsweise Dübelschrauben durch die Öffnungen 11 hindurchgreifen. Bei einem Traggestell 32 gemäss Figur 7 können somit gleiche Verbinder 1 zum Verbinden von Hohlprofilstangen miteinander und zum Verbinden von Hohlprofilstangen mit einer Gebäudewand oder mit Beplankungselementen oder anderen Teilen verwendet werden. Der Verbinder 1 ist damit bei der Montage von Sanitärgestellen und insbesondere Traggestellen sehr vielfältig verwendbar. Als Montageprofile eignen sich insbesondere Hohlprofilstangen, die im Querschnitt viereckig sind und die eine Verankerung in einer Nut ermöglichen.
Claims (14)
1. Verbinder für die Befestigung von Montageprofilen (22, 23) der Sanitärtechnik, gekennzeichnet durch zwei scharnierartig miteinander verbundenen Verbindungslaschen (2), die jeweils Mittel (11, 12, 18) zu ihrer Befestigung an einem Montageprofil (22, 23) oder einer Gebäudewand (24, 25) aufweisen.
2. Verbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkbereich der Verbindungslaschen (2) zueinander wenigstens 120°, vorzugsweise maximal etwa 150° beträgt.
3. Verbinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Verbindungslaschen (2) im Querschnitt etwa U-förmig sind.
4. Verbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die. Verbindungslaschen (2) jeweils Wandungen (6, 7) aufweisen, die sich quer zur Scharnierachse (S) erstrecken.
5. Verbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Verbindungslaschen (2) im Wesentlichen gleich ausgebildet sind.
6. Verbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungslaschen (2) abgebogene Blechformteile sind.
7. Verbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Scharnierachse (S) im Abstand zu parallel zueinander verlaufenden Aussenkanten (K1, K2) der Verbindungslaschen (2) angeordnet ist, wobei diese Aussenkanten (K1, K2) parallel zur Scharnierachse (S) verlaufen.
8. Verbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass Wandungen (6, 7, 8, 9) Durchbrüche (11, 12, 18) für die Befestigung von Montageprofilen (22, 23) aufweisen.
9. Verbinder nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchbrüche (11, 12, 18) Langlöcher sind.
10. Verbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungslaschen (2) jeweils eine abgebogene Wandung (8) für eine stirnseitige Befestigung einer Hohlprofilstange (22, 23) aufweist.
11. Traggestell mit wenigstens einem Verbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbinder (2) mit wenigstens einem als Hohlprofilstange ausgebildeten Montageprofil (22, 23) verbunden ist.
12. Traggestell nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbinder (2) mittels eines Nutensteins (27) mit dem Montageprofil (22, 23) verbunden ist.
13. Traggestell nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbinder (2) mit Selbstbohrschrauben mit dem Montageprofil (22, 23) verbunden ist.
14. Traggestell nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass es eine dreieckige Grundform besitzt und für eine Raumecke (24, 25) vorgesehen ist.
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