DE2029570C3 - Vorrichtung zum kontinuierlichen Dämpfen von Stapelfasern - Google Patents
Vorrichtung zum kontinuierlichen Dämpfen von StapelfasernInfo
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Description
35
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Dämpfen von Stapelfasern, insbesondere
Schrumpfen von Chemiefasern, mit einer von einem durch zwei Walzen umgelenkten Endlosäiebbf nd
zumindest teilweise durchlaufenden Behandlungskammer, an dessen Auslauf eine Dampfschleuse i'.ur
Abführung des austretenden Dampfes vorgesehen ist.
Die Vorrichtung der genannten Art ist z. B. durch die BE-PS 7 01 489 bekannt. Mit ihr ist ein kontinuierliches «5
Dämpfen von jeglichen Materialien durchführbar, weil diese spannungslos auf dem Endlosband durch die
Dampfatmosphäre transportiert werden. Damit eine luftfreie Dampfatmosphäre in dem Gehäuse erhalten
werden kann, ist es bekannt, einen geringen Dampfüberdruck in dem Gehäuse zu erzeugen. Dies hat jedoch den
Austritt des überschüssigen Dampfes aus Ein- und Auslauf zur Folge. Dieser Dampf wird durch Dampfschleusen
abgeführt.
Nach der Behandlung ist das Faservlies zu kühlen urid ss
von dem aufgenommenen Dampf zu befreien. Letzteres ist allein deshalb notwendig, um das Vlies mit einer
möglichst geringen Feuchte der nachfolgenden Maschine zur Weiterverarbeitung zu übergeben. Es ist bekannt,
dazu am Ausgang der Dämpfvorrichtung eine gesonderte Siebtrommelvorrichtung vorzusehen, die jedoch
getrennt von dem Endlossiebband und mit Abstand angeordnet ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Maßnahmen zu ergreifen, durch die die am Ende der
Vorrichtung vorzusehende Kühlvorrichtung für die Fasern einfacher als bisher ausgebildet sein kann und
trotzdem die Vorteile einer Saugabführung genutzt werden. Erfindunsgemäß wird dies dadurch erreicht,
daß die hinter dem Auslauf der Behandlungskammer vorgesehene Umlenkwalze für das Endlossiebband als
unter Saugzug stehende Siebtrommel ausgebildet ist, so daß das Faservlies in optimaler Weise auf einer
Siebtrommel gekühlt und von dem Dampf befreit werden kann, ohne daß es von dem Band auf eine
andere Vorrichtung übergeben weiden muß.
Mit Voneil kann das umlaufende Siebband gleichzeitig
als Mantel der im Grunde mantellosen Trommel vorgesehen und zumindest der von dem Band nicht
bedeckte Umfangssektor durch ein Abdeckblech gegen die Umgebungsluft abgedeckt sein. Durch diese
Maßnahme ist ein verhältnismäßig großer freier Saugquerschnitt für den Durchtritt der Kühlluft an der
Siebtrommel gewährleistet, da mit Vorteil nicht mehrere Mantelschichten, nämlich der Siebtrommelmantel
und das darüber zu führende Siebband, übereinander zu liegen kommen. Das vorzusehende, an
sich bekannte Abdeckblech dient zur Vermeidung eines Ansaugens von Falschluft, die jedenfalls dort durch den
Umfang der Siebtrommel angesaugt wird, wo das Fasergut nicht auf deren Mantel aufliegt.
Zur Gewährleistung einer ausreichenden Trocknung und Kühlung des Fasergutes mit Hilfe einer Siebtrommel
kann an einer bevorzugten Ausführungsform diese Umlenkwalze für das Endlossiebband von größerem
Durchmesser sein als die am anderen Ende am Einlauf der Vorrichtung vorzusehende Umlenkwalze. In einem
solchen Fall ist zweckmäßigerweise, etwa zur Parallelführung des Endlos-Siebbandes für dessen hin- und
hergehenden Teil, in der Nähe der Ablaufstelle des Siebbandes von der Siebtrommel eine weitere Umlenkwalze
vorzusehen, die mit Vorteil als Spannvorrichtung für das Endlos-Siebband ausgebildet sein kann.
In der Zeichnung ist ein Längsschnitt durch einen Siebbanddämpfe als Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Vorrichtung dargestellt.
Der Siebbanddämpfer besteht aus einem dampfdichten, wärmeisolierten Gehäuse 1, durch das sich in seiner
ganzen Länge ein dampfdurchlässiges, am Auslauf 3 aus dem Gehäuse herausragendes Endlossiebband 2 erstreckt.
Das Endlossiebband kann mit Vorteil aus einem gliederlosen Stahlband gebildet sein, das über seine
Fläche mit einer Perforation versehen ist. Auf dem Boden des Gehäuses I befinden sich vom Wasser
umgebene Heizaggregate 4, die den zur Behandlung des Textilgutes notwendigen Sattdampf erzeugen. Unter
der Decke des Siebbanddämpfers sind ebenfalls Heizrohre 5 angeordnet, die ein Kondensieren des
Dampfes verhindern sollen.
Am Einlauf des Siebbanddämpfers ist oberhalb des Siebbandes 2 eine Siebtrommel 6 angeordnet, auf der
das Faservlies 7 gebildet wird. Die einzelnen Fasern werden pneumatisch durch das irompeienförmige Rohr
10 auf die Saugseite der Siebtrommel 6 aufgebracht und von dieser kontinuierlich auf das Endlos-Siebband 2
abgegeben. Das dünne Faservlies 7 wird auf der Siebtrommel 6 schnell autgeheizt und dann auf das
Siebband 2 abgegeben, wo es sich in dichter Lage zum Vlies 13 ablegt.
In dem sich an den Aufheizteil anschließenden Verweilteil des Siebbanddämpfers befindet sich eine
absolut luftfreie, ruhige Dampfatmosphäre. Der Dampf durchströmt dort die spannungslos auf dem Siebband
aufliegenden Fasern und veranlaßt sie zum Ausschrumpfen. Das Siebband 2 umschlingt am Einlauf die
Umlenkwalze 24, während jenseits des Auslaufs 3
außerhalb der Behandlungskammer 1 eine Siebtrommel 25 angeordnet ist und als Umlenkwalze dient. Das
Siebband ist um die gegenüber der Umlenkwalze 24 größere Trommel 25 geschlungen und mit Hilfe der
Umlenkwalze 26, die beispielsweise federnd gelagert sein kann, gespannt gehalten.
Die Siebtrommel 25 weist in nicht dargestellter Weise an ihrer einen Stirnseite einen Ventilator auf, der das
Innere der Siebtrommel unter Saugzug setzt Dieser Saugzug ist durch die Pfeile 27 angedeutet Infolge
dieses Saugzuges wird Umgebungsluft durch das
aufgeheizte Faservlies 13 geführt, womit das Vlies zumindest teilweise von Feuchtigkeit befreit und
gleichzeitig gekühlt wird. An dem nicht vom Fasergut bedeckten Umfangsteil der Siebtrommel ist ein
Abdeckblech 28 auf der Innenseite der Trommel vorgesehen, so daß keine Falschluft angesaugt kann.
Das somit getrocknete und gekühlte Faservlies fällt nach der Behandlung in einen Trichter 14, von wo es zur
nicht dargestellten Ballenpresse weitergeführt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Vorrichtung zum kontinuierlichen Dämpfen von Stapelfasern, insbesondere Schrumpfen von Chemiefasern
mit einer von einem durch zwei Walzen umgelenkten Endlossiebband zumindest teilweise
durchlaufenden Behandlungskammer, an dessen Auslauf eine Dampfschleuse zur Abführung des
austretenden Dampfes vorgesehen ist, dadurch
gekennzeichnet, daß die hinter dem Auslauf (3) der Behandlungskammer (1) vorgesehene Umlenkwalze
für das Endlossiebband (2) als unter Saugzug stehende Siebtrommel (25) ausgebildet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das umlauf ende Siebband (2) gleichzeitig
als Mantel der im Grunde mantellosen Trommel (25) vorgesehen und zumindest der von dem Band (2)
nicht bedeckte Umfangssektor durch ein Abdeckblech (28) gegen die Umgebungsluft abgedeckt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die als Siebtrommel ausgebildete
Umlenkwalze für das Endlos-Siebband (2) von größerem Durchmesser ist als die am Einlauf
vorgesehene Umlenkwalze (24).
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß etwa zur Parallelführung des Endlos-Siebbandes
(2) in der Nähe der Ablösstelle des Siebbandes von der Siebtrommel (25) eine weitere
Umlenkwalze (26) vorgesehen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß diese Umlenkwalze (26) als Siebband-Spannvorrichtung ausgebildet ist.
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