DE2028078A1 - Drehturm fur Gießpfannen - Google Patents
Drehturm fur GießpfannenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D41/00—Casting melt-holding vessels, e.g. ladles, tundishes, cups or the like
- B22D41/12—Travelling ladles or similar containers; Cars for ladles
- B22D41/13—Ladle turrets
Landscapes
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Jib Cranes (AREA)
- Casting Support Devices, Ladles, And Melt Control Thereby (AREA)
- Continuous Casting (AREA)
Description
REG. NR. ST' 23:11
Schloemann AG Düsseldorf, Steinstr. 13
Drehturm für Gießpfannen
Die Erfindung bezieht sich auf einen Drehturm für Gießpfannen, bei welchem ein in horizontaler Ebene drehbarer,
zum Drehpunkt im wesentlichen symmetrischer Ausleger an seinen beiden Enden für die Aufnahme je einer Gießpfanne
ausgebildet ist, und der derart verdrehbar ist, daß die
Pfannen wahlweise in wenigstens eine Gießstellung, oder eine Entschlackungsstellung zu verfahren sind.
Ein Drehturm dieser Art eignet sich insbesondere für Stranggießanlagen,
bei welcher das in den Gießpfannen befindliche flüssige Metall über einen Strang bei größeren Formaten und
über mehrere Stränge bei kleineren Formaten gegossen werden muß. Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit, nach dem Abguß
des Metalles die in der Pfanne verbleibende flüssige Schlacke
in unterschiedlichen Stellungen abzugießen, während der Ausleger bereits an seinem anderen Ende von der nächsten Gießpfanne besetzt wird. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
den Drehturm so auszubilden, daß die Entschlackung der Pfanne leicht möglich ist und insbesondere auch in unterschiedlichen
Stellungen erfolgen kann.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß der Drehturm
eine etwa zentral angeordnete Säule aufweist, in Bezug auf die er verdrehbar ist, und die in Richtung auf die Entschlackungsstellung mit einem Kragarm ausrichtbar ist, um
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dessen Ende ein am Pfannenboden angreifender, antreib- und
Ketten- oder . . .
feststellbarer Sexlzug über eine Umlenkrolle umläuft.
Bei einem in dieser Weise ausgebildeten Drehturm gelingt
die Oberführung der Gießpfanne in ihre Entschlackungsstellung
unabhängig davon, in welcher Lage sie sich befindet. Die Gießpfanne bleibt dabei in ihrem am Ende des Auslegers befindlichen
Schwenklager.und wird durch den Kraftangriff am Pfannenboden
so weit über ihre Schnauze v.erschwenkt, daß die in ihr
verbliebene flüssige Schlacke ausläuft. Die Schlacke wird dann von einem Schlackenwagen, einer Schlackenpfanne oder dergleichen,
die an die Entschlackungsstelle zu verbringen ist, aufgefangen und schließlich abgefahren, wohingegen die Gießpfanne nach"
dem Entschlackungsprozess aus ihrem Lager am Ende des Auslegers herausgehoben und zum Stahlwerk gebracht werden kann.
Um den Turm mit seinem Kragarm auf die jeweilige Entschlakkungsstellung
auszurichten, besitzt die Säule zweckmäßig einen eigenen Drehantrieb, der zumindest eine begrenzte Verschwenkbarkeit
der Säule in einer horizontalen Ebene zuläßt. Um die hierdurch sowie durch die horizontale Verschwenkbackeit des
Drehturmes bedingte Drehung in Bezug auf die Säule zu ermöglichen, stützt sich letztere über einen Drehkranz am Rahmen
des Drehturmes ab. Der Drehturm sowie die Säule können sich somit unabhängig voneinander in horizontaler Ebene verschwenken lassen, wobei die Verschwenkbarkeit der Säule jedoch dann,
wenn beim Gießen immer nur über einen an einer bestimmten Stelle angeordneten Strang abgegossen wird, zweckmäßig verriegelt
wird. Dieser Verriegelung kann ein am Sockel des Drehturmes befestigter, in horizontaler Richtung angeordneter Verschwenkzylinder
dienen, der so an der Säule angeschlossen ist, daß er nicht nur deren Verdrehung, sondern zugleich deren Arretierung
bewirken kann. Bei dieser Betriebsweise wird also nach jeder Entleerung der Gießpfanne der Ausleger bei stehender
Säule um 180o gedreht, wobei er einerseits der Gießstelle eine frisch gefüllte Pfanne zuführt, währender andererseits
die vom flüssigen Metall entleerte, jedoch noch mit flüssiger
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Schlacke versehene Pfanne in ihre Entschlackungsstellung bringt. Dort erfolgt dann der Anschluß des Seilzuges am
Pfannenboden und das Verschwenken der Pfanne in einer vertikalen Ebene,: wobei sie im Lager am Ende des Auslegers in
der beschriebenen Weise verbleibt.
Für den Antrieb des/Seilzuges bieten sich grundsätzlich
mehrere Möglichkeiten an. Besonders vorteilhaft ist es jedoch, hierfür einen Hubzylinder vorzusehen, dessen Zylinder
fest mit der Säule verbunden ist und an dessen Kolbenstange eine weitere Unilenkrolle für den Seilzug angeschlossen sein
kann. Auf diese Weise läßt sich der Seilzug so gestalten, daß hierdurch noch eine i'rt«rsetzung der Hubkraft erfolgt, wo hingegen
andererseits die Säule die Verblendung eines verhältnismäßig langen Hubzylinders ermöglicht, so daß ein entsprechend
langer Seilweg geschaffen wird.
Die Erfindung sei weiterhin an Hand der sich auf Ausführungsbeispiele beziehenden Zeichnungen veranschaulicht. Darin
zeigen:
Fig. 1 Eine erste Ausführungsform des erfxndungsgemäßen
Drehturmes in seitlicher Ansicht, x*ährend
Fig.2 eine abgewandelte Ausführungsform veranschaulicht.
Fig.l stellt den Drehturm mit seinem Ausleger 1 dar, der
zu seinen beiden Enden mit Lagern 2 bzw. 3 für die: Aufnahme der Gießpfannen f bzw. 5.versehen ist. Die
Gießpfanne HYIndet sich in Gießstellung oberhalb
einer Stranggießanlage 6, von welcher der Übersichtlichkeit halber lediglich der Einlauf 7 und der Beginn
der bogenförmigen Strangführung 8 dargestellt s ind.
Die Gießpfanne 5 befindet sich in der dargestellten Lage in ihrer Entschlackungsstellung und ist in dieser
Stellung so um ihre Schwenkachse 8 gekippt, daß die Schlacke vollständig auslaufen kann. Der Boden 9 ist
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zu diesem Zwecke mittels des Seilzuges 10, der gleichfalls eine Kette sein kann, aus der ursprünglichen, horizontalen
Lage über die vertikale Lage in eine leicht geneigte Lage nach oben geschwenkt worden. Unterhalb der Pfanne 5 befindet
sich eine in der Zeichnung nicht näher dargestellte Schlackenpfanne für die Aufnahme und für den Abtransport der aus der
Pfanne 5 auslaufenden Schlacke.
Wenngleich Fig. 1 lediglich eine Gießstellung und mithin eine Entschlackungsstellung wiedergibt, so sind, wie sich aus der
vorstehenden Beschreibung ergibt, durchaus mehrere Gießstände mit peripheren Abständen auf der Umlaufbahn der Gießpfanne
möglich, denen andererseits auch mehrere Entsehlackungsstellungen entsprechen.
Um die strichpunktiert bezeichnete Achse 11 des Auslegers 1 ist gleichfalls die Säule 12 verschwenkbar. Sie ist zu diesem
Zwecke mit einem sie nach unten verlängernden Zapfen 13 ausgebildet, an dessen unterem Ende, der horizontal ,angeordnete
Schwenkzylinder 14 angreift. Mittels dieses Schwenkzylinders kann die Säule 12 einerseits verdreht, andererseits jedoch auch
arretiert werden. Der Drehkranz 15 ermöglicht dabei die Drehbewegung
in Bezug auf die Konstruktion des Drehturmes bzw. des
Auslegers.
Man erkennt weiterhin den schematisch dargestellten Hubzylinder 16', der mit der Säule 12 verbunden ist und an dessen Kolbenstange
die Umlenkrolle 16 für den Seilzug 10 angreift. Der,Seilzug
hat einen oberen Befestigungspunkt 17 und läuft außerdem über
die oberhalb der Umlenkrolle 16 angeordnete Umlenkrolle 10 sowie ■ über die am Ende des Kragarmes 19 befindliche Umlenkrolle 20 um.
Sofern statt des Seilzuges eine Kette verwendet wird, treten an ' die Stelle.der Umlenkrollen entsprechende Kettenritzel. Als
Folge der gewählten Flaschenzuganordnung des Seilzuges 10 kommt es bei der Bewegung der Umlenkrolle 16 zu einer entsprechenden
Wegübersetzung bzw. Kraftuntersetzung, die es ermöglicht, den Boden der Pfanne 9 im beschriebenen Ausmaß zu verschwenken.
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\ ..-yO- ->" '"-■ 2028Π78
Zu diesen Zwecke greift ein am-Ende des Seilzuges 10''angeordneter-Haken
20' an einem Zugorgan 21 ah, welches in der Gießstellung der Pfanne an der nach außen weisenden
Kante 22 des Pfannenbodens angelenkt ist.
Fig. 2 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform, bei welcher '
jedoch einige der bereits in Fig. 1 beschriebenen und' im wesentlichen übereinstimmenden Teile nicht mehr dargestellt
wurden. Der Ausleger 1I ist lediglich mit seinem mittleren
Abschnitt dargestellt ι;Han erkennt wiederum die Säule 12 und "
den ihre' Drehbewegung ermöglichenden Drehkranz 15. Der an"""-"
der Säule 12 befindliche Zapfen 23 ist: hierbei· jedoch ver- '
kürzt, so daß der Hubzylinder 24 in einer Ebene oberhalb des
Auslegers 1 liegt. Über der senkrechten Stütze 25 ist der '
Hubzylinder 24 mit der Turmkonstruktion gelenkig verbunden. Am Hubzylinder 16' 'bzw. an dessen Kolbenstange befindet
sich gleichfalls die untere UmIenkrolle 15. Am Kragarm 19 ist
gleichfalls die äußere Umlenkrolle 20 gelagert. Der Kranha-'
ken 20' ist in seiner ganz nach oben gezogenen Stellung'wiedergegeben,
wobei er am Zugorgan 21 angreift, welches in der beschriebenen Weise am in gestrichelter-Lage wiedergegebenen
Pfannehboden 9' angelenkt ist. Die Gießpfanne 5 ist "abweichend
von* der Darsire-liurig -in Fi-g.' Ϊ ;in ihrer noch nicht* vgekippt:erf'·
Lage dargestellt. Das an der äußeren Kante 22 angelenkte 'Zug-·-"'
organ 21 ist dabei unter den Pfannenboden geklappt und wird mittels einer Aufhängeöse 27 von der Nase 28 gehalten. Zum
Zwecke des Kippens· hebt der Haken 20' die Öse 27 aus der
Nase 28 heraus. ~ ■--·-.-
Für das Einhaken*und Ausklinken des Hakens 20· am' Pfannenboden
sind vorteilhaft noch Mittel vorgesehen, die' diese Vorgänge selbsttätig auslösen, so daß das Bedienungspersonal
durch diese Tätigkeit nicht gefährdet wird. Es eignen sich z.B. an sich bekannte, in öffnungs-' Und Schliesslage steuerbare
Kranhaken.
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Claims (3)
1. Drehturm für Gießpfannen, bei welchem ein in ,hori-:
zontaler Ebene drehbarer, zum Drehpunkt im wesentlichen symmetrischer Ausleger an seinen beiden Enden
für die Aufnahme je einer Gießpfanne ausgebildet ist, und der derart verdrehbar ist, daß die Pfannen wahlweise
in wenigstens eine Gießstellung oder eine Entschlackungsstellung
zu verfahren sind, dadurch gekennzeichnet, daß er eine etwa zentral angeordnete Säule (12)
aufweist, in Bezug auf die er verdrehbar ist, und die in Richtung auf die Entschlackungsstelle mit einem Kragarm
(19) ausrichtbar ist, um dessen Ende ein am Pfannenboden (9) angreifender, antreib- und feststellbarer Kettenoder
Seilzug (10) über eine Umlenkrolle (20) umläuft.
2. Drehturm nach Anspruch 1, dadurch .gekennzeichnet, daß
die Säule (12) über einen verbreiterten Drehkranz (15) am Drehturm abstützoar ist und einen eigenen Drehantrieb
(14,24) besitzt.
3. Drehturm nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Säule (12) eih/Setten- oder Seilzug (10)
angreifender, mit Druckflüssigkeit beaufschlagbares Huborgan (16 f) angeordnet ist.
4·. Drehturm nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn- zeichnet, daß der Drehantrieb der Säule (12) ein am Sockel des Drehturmes in horizontaler Richtung angeordneter
Verschwenkzylinder oder ein Getriebe ist. ·
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· Drehturm nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass
für das Linhakeh und Ausklinken des Hakens (20*) am
Pfannenboden (21) diese Vorgänge selbsttätig auslosende Ilittel vorgesehen sind.
BAD OfHQtNAl
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Priority Applications (7)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19702028078 DE2028078A1 (de) | 1970-06-08 | 1970-06-08 | Drehturm fur Gießpfannen |
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Family Applications (1)
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