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DE2027389A1 - Boron trifluoride recovery - from conc sulphuric acid by blowing - out with air or inert gas - Google Patents

Boron trifluoride recovery - from conc sulphuric acid by blowing - out with air or inert gas

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Publication number
DE2027389A1
DE2027389A1 DE19702027389 DE2027389A DE2027389A1 DE 2027389 A1 DE2027389 A1 DE 2027389A1 DE 19702027389 DE19702027389 DE 19702027389 DE 2027389 A DE2027389 A DE 2027389A DE 2027389 A1 DE2027389 A1 DE 2027389A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sulfuric acid
boron trifluoride
inert gas
boron
concentrated sulfuric
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19702027389
Other languages
English (en)
Inventor
Wilfried Dr. 3001 Änderten; Massonne Joachim Dr. 3000 Hannover Becher
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kali Chemie AG
Original Assignee
Kali Chemie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kali Chemie AG filed Critical Kali Chemie AG
Priority to DE19702027389 priority Critical patent/DE2027389A1/de
Publication of DE2027389A1 publication Critical patent/DE2027389A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/69Sulfur trioxide; Sulfuric acid
    • C01B17/90Separation; Purification
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B35/00Boron; Compounds thereof
    • C01B35/06Boron halogen compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verminderung des BortriBluoridgehaltes in konzentrierter Schwefelsäure Die Erfindung bezieht sich au9 ein Verfahren zur Verminderung des Bortrifluoridgehalt3 in konzentrierter Schwefelsäure unter Rückgewinnung desselben.
  • 3ei der Herstellung von Bortrifluorid durch Umsetzung von borsäure mit wasserfreiem Fluorwasserstoff in Gegenwart von Oleum bei Temperaturen zwischen 80 und 160° C werden als Nebenprodukt große Mengen an konzentrierter Schwefelsäure erhalten. Bei geeigneter Reaktionsffihrung ist der Gehalt solcher Schwefelsäure an Bortrifluorid zwar verhältnismäßig gering, kann aber noch bei manchen Verwendungszwecken störend wirken. Wird beispielsweise Bortrifluorid enthaltende Schwefelsäure für die Herstellung von Fluorwasserstoff durch aufschluß von Flußspat herangezogen, ao kann dies zu einer Wertminderung der bei diesem Prozeß als Nebenprodukt anfallenden Hexafluorkieselsäure führen, weil diese mit Oxyfluorborsäuren verunreinigt -wird. Das BortriBluorid gelangt nämlich zusammen mit Siliciumtetrafluorid, das aus im Säurespat noch vorhandenen silikatischen Begleitstoffen gebildet wird, in die AbBorptionsadlage für die niedrigaiedenden Anteile aus der Pluorwasserstoff-Destillation. Da nun die bei der Absorption gebildeten Oxyfluorborsäuren - im Gegensatz zu etwa gleichzeitig gebildeter Kieselsäure - nicht mehr von Hexafluorkieoelsäure abgetrennt werden können, muß die Entfernung borhaltiger Verunreinigungen möglichst weitgehend schon vor dem Aufschluß geschehen. -Das erfindungsgemäße Verfahren zur Verminderung des Bortrifluoridgehaltes in konzentrierter Schwefelsäure unter Rückgewinnung des Bortrifluorids ist nun dadurch gekennzeichnet, daß man die konzentrierte Schwefelsäure mit Luft oder einem gegenüber der konzentrierten Schwefelsäure und BortrifLuorid inerten Gas bei einer Temperatur zwischen Raumtemperatur und 2000 C ausbläst und die Borverbindung durch Absorption mittels einer Elektronendonatorverbindung aus dem Spülgasgemisch gewinnt. Als inerte Gase eignen sich beispielsweise Stickw stoff oder Kohlendioxid. Zur Beschleunigung des Ausblasevorganges wird die konzentrierte Schwefelsäure zweckmäßigerweise aug eine Temperatur zwischen 100 und 170? a gebracht. Die Durch£hrung des Verfahrens kann in beliebiger Weise erfolgen. in der einfachsten Ausführungsform bringt man die konzentrierte Schwefelsäure in einem beheizbaren Behälter auf die gewünschte Temperatur und drückt dabei das Spülgas mittels eines Einleitungsrohres, welches am unteren Ende zur Erhöhung der Wirksamkeit eine brauaenihnliche Vorrichtung besitzen kann, durch die Flüssigkeit. Bevorsugt führt man das Reinigungsverfahren jedoch so durch, daß man zur Erhöhung der Wirksamkeit Apparate verwendet, in welchen die konzentrierte Schwefelsäure mit möglichst großer Oberflächenentwicklung kontinuierlich einem Spülgasstrom entgegengeführt wird. Dies geschieht vorteilhaft in beheizbaren, mit Füllkörpern beschickten Türmen, an deren oberen Ende die heiße Bortrifluorid enthaltende Schwefelsäure eingeführt wird und dem vom unteren Ende eingeblasenen Gasstrom entgegenläuft.
  • Zur Rückgewinnung der Borverbindungen wird das aus den Reaktoren abziehende Gasgemisch in geeigneten Wasch-oder SprUhtürmen mit einem zur Absorption der Borverbindungen fähigen Medium gewaschen. Als Waschflüssigkeiten eignen sich Elektronendonatorverbindungen, wie beispielsweise Wasser, Alkohole, Äther, Amine, Carbonsäuren und dergleichen. Bevorzugt wird als Waschfldssigkeit Wasser eingesetzt, wobei Lösungen von Oxyfluorborsäure entstehen. Diese Lösungen können als Ausgangsmaterialien für die Herstellung von Metallfluoboraten dienen. Bei Verwendung anderer Lösungsmittel können wertvolle Addukte des Bortrifluorids erhalten werden.
  • Zur näheren-Erläuterung des Verfahrens und seiner Wirksamkeit mögen die folgenden Beispiele dienen: Beispiel 1 Je 3 kg Bortrifluorid enthaltende, konzentrierte Schwefelsäure mit einem Borgehalt von 0,20 Gewichtsprozent, welche sich in einem mit einem bis nahe an den Boden reichenden Gaseinleitungsrohr und einem Abgasrohr ausgestatteten Duranglaskolben befanden, wurden während einer Stunde mit 20 Liter Stickstoff ausgeblasen, wobei die Schwefelsäure auf die in der Tabelle genannten Temperaturen gebracht wurde. Zur Erzeugung eines gleichmäßigen Gasstromes war das Einleitungsrohr mit einer brausenähnlichen Vorrichtung versehen. Das aus den Kolben entweichende Gasgemisch wurde durch ein mit Wasser beschicktes Waschflascensystem geleitet; dabei ging das Bortrifluorid unter Bildung von Oxyfluorborsäure in Lösung. Die Menge des aus der konzentrierten Schwefelsäure entfernten Bors wurde mittels Analyse der Waschflüssigkeit bestimmt. Der Borgehalt der behandelten SchwefelsCure wurde aufgrund der Analysenwerte errechnet: Temperatur (O C) Borgehalt (Gew.-%) 26 0,0? 60 0,055 100 0,04 130 0,03 Beispiel 2 Ii oberen Ende eines mit Polytetrafluoräthylen ausgekleideten Stahlrohres von 1500 mm Länge und ca. 40 mm Durchmesser, welches eine Füllung von Korundscherben enthielt, wurden kontinuierlich pro Stunde 5 kg konzentrierte Schwefelsäure mit einem Borgehalt von O,fl Gewichtsprozent eingeführt. Vom unteren Rohrende her wurde ein Preßluftstrom von 100 Liter/Stunde entgegengeführt. Das am Kopfende entweichende Gasgemisch wurde in einem Umlaufwäscher aus Polyvinylchlorid im Gegenstrom mit Wasser gewaschen. Aus der Analyse der Waschflüssigkeit wurde der Restborgehalt der konzentrierten Schwefelsäure ermittelt. Der Reinigungsprozeß, der bei drei verschiedenen Temperaturen erfolgte, führte zu den in der folgenden Tabelle aufgezeigten Ergebnissen: Temperatur (° C) Borgehalt (Gew.-ffi) 50 0,07 100 0,05 150 0,035 Die zur Absorption des Bortrifluorids verwendete Waschflüssigkeit wurde mit Kaliumchlorid versetzt und das dabei gebildete schwerlösliche Kaliumfluoborat abgetrennt.

Claims (2)

Patentansprüche
1. Verfahren zur Verminderung des Bqrtrifluoridgehaltes in konzentrierter Schwefelsäure unter Rückgewinnung des Bortrifluorids9 dadurch gekennzeichnet, daß man die konzentrierte Schwefelsäure mit Luft oder einem gegenüber der konzentrierten Schwefelsäure und Bortrifluorid inerten Gas bei einer Temperatur zwischen Raumtemperatur und 2000 C aufbläst und die Borearbindung durch Absorption mittels einer Elektronendonatorverbindung aus dem Spülgasgemisch gewinnt.
2. Verfahren nach Anspruch 19 dadurch gekennzeichnet, daß als inertes Gas Stickstoff oder Kohlendioxid eingesetzt wird.
30 Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausblasevorgang bei einer temperatur zwischen 100 und 1700 C durchgeführt wird.
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