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DE2025789A1 - Verfahren zum Härten von Kunstharzmischungen mit ionisierender Strahlung - Google Patents

Verfahren zum Härten von Kunstharzmischungen mit ionisierender Strahlung

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Publication number
DE2025789A1
DE2025789A1 DE19702025789 DE2025789A DE2025789A1 DE 2025789 A1 DE2025789 A1 DE 2025789A1 DE 19702025789 DE19702025789 DE 19702025789 DE 2025789 A DE2025789 A DE 2025789A DE 2025789 A1 DE2025789 A1 DE 2025789A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
synthetic resin
curing
resin mixture
unsaturated monomers
chlorinated
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19702025789
Other languages
English (en)
Inventor
Peter Garth Wallisellen Zürich; Hoigne Jürg Dr. Zürich; Garratt (Schweiz)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Lonza AG
Original Assignee
Lonza AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Lonza AG filed Critical Lonza AG
Publication of DE2025789A1 publication Critical patent/DE2025789A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F279/00Macromolecular compounds obtained by polymerising monomers on to polymers of monomers having two or more carbon-to-carbon double bonds as defined in group C08F36/00
    • C08F279/02Macromolecular compounds obtained by polymerising monomers on to polymers of monomers having two or more carbon-to-carbon double bonds as defined in group C08F36/00 on to polymers of conjugated dienes
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B05SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05DPROCESSES FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05D7/00Processes, other than flocking, specially adapted for applying liquids or other fluent materials to particular surfaces or for applying particular liquids or other fluent materials
    • B05D7/24Processes, other than flocking, specially adapted for applying liquids or other fluent materials to particular surfaces or for applying particular liquids or other fluent materials for applying particular liquids or other fluent materials
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F255/00Macromolecular compounds obtained by polymerising monomers on to polymers of hydrocarbons as defined in group C08F10/00

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Graft Or Block Polymers (AREA)
  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)
  • Manufacture Of Macromolecular Shaped Articles (AREA)

Description

Bs ist "bekannt, die Vernetzung von Kunstharzen durch Einwirkung ionisierender Strahlen, z.B. Röntgenstrahlen, Gammastrahlen, Beta-Teilchen oder Strahlenbündel stark beschleunigter Elektronen hervorzurufen. Bei den meisten technischen Anwendungen dieser Bestrahlungsmethoden wurden Elektronen mit einer Energie zwischen 50 und 4000 keV verwendet.
In der Schweizer Patentschrift BTr. 399,259 ist ferner die Anwendung ionisierender Strahlung zur Härtung von Kunstharz-Überzügen, bestehend aus Mischungen ungesättigter Polyester und reaktionsfähiger olefinisch ungesättigter Monomeren, beschrieben. Das Härten des organischen Kunstharzes wird daduroh bewirkt, daß man die Überzüge einer ionisierenden Elektronenbestrahlung unterwirft, wobei die mittlere Elektronenenergie nioht mehr als 250 keV beträgt und die angewendete Strahlungsdosle zwisohen 30 und 60 Megarad liegt.
009852/2089
20217Si
In der amerikanischen Patentschrift 3,247,012 wird ein spezielles Verfahren zum Härten von Kunstharztiberzügen aus ungesättigten Polyesterharzen und reaktionsfähigen Monomeren unter Anwendung eines ionisierenden Elektronenstrahles mit einer wirksamen Energie von 150 bis 450 keV beschrieben, wobei die absorbierte Strahlungsdosis etwa 1 Megarad beträgt.
Uk Es wurde nun gefunden, daß man vernetzte Produkte mit guten Lackeigenschaften erhalten kann, wenn man als Präpolymer ein.chlorhaltiges Polymerisat verwendet.
Die Erfindung "betrifft ein Verfahren zum Härten von Kunst-• harzen, insbesondere in Form dünner Schichten bzw« Überzüge, mit ..ionisierenden Strahlen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man .Kunstharzmischungen verwendet, welche
a) chlorierte Polyolefine als Präpblymerisate und
b) reaktionsfähige, olefinisch ungesättigte Monomere enthalten.
Als Präpolymere-kommen vor allem chloriertes Polyäthylen, ™ ohloriertes Polypropylen, chloriertes Polybutylen, Chlorkautschuk und. Polychloropren zur .Anwendung,» Selbstverständlich können auch Mischungen dieser Präpolymeren angewendet werden. Neben diesen erfindungsgemäß anzuwendenden Präpolymeren können auch noch solche, die in bereits bekannten Verfahren eingesetzt werden, zusätzlich zugesetzt werden.
Als Monomere kommen aolctie mit eijier oder mehreren polymeriaierbaren Doppelbindungen in Betracht, wie unsubtituierte oder substituierte ungesättigte Kohlenwasserstoffe» unsubetituierte oder substituierte aktivierte Doppelbindungen enthaltende Garbonsäuren oder Dicarbonsäuren und deren Ester, unsubstituiert© oder substituierte Alkine,
00§852/2089 ordinal inspected
Alkincarbonsäuren oder Alkindicarbonsäuren sowie -deren Ester, ferner Vinyl- oder Allylmonomere, unsubstituierte oder alkylsubstituierte Acrylsäuren, Acrolein oder Acrylnitrile, unsubstituierte oder alkylsubstituierte Acrylamide oder deren ΙΓ-substituierte Derivate, unsubstituierte oder alkylsubstituierte Alkyl-,Cycloalkyl- oder Arylacrylate, unsubstituierte oder alkylsubstituierte Hydroxyalkyl- Hydroxyoycloalkyl- oder Hydroxyarylacrylate, unsubstituierte oder alkylsubstituierte Dialkylaminoalkylacrylate, unsubstituierte oder alkylsubstituierte Disiliconalkylacrylate, Epoxyalkylacrylate, Vinylester, wie Vinylacetat und höhere Carbonsäurevinylester, Sulfogruppen enthaltende alkylsubstituierte Carbonsäurevinylester, Vinyläther, wie unsubstituierte oder substituierte Alkyl-, Cycloalkyl- oder Arylvinyläther, vinylsubstituierte Silicone, vinylsubstituierte aromatische oder heterocyclische Kohlenwasserstoffe, Diallylfumurate, Diallylmaleate, allylsubstituierte Phosphate, Phosphite oder Carbonate, sowie Vinylsulfone.
Vorzugsweise werden als Monomeren Acrylsäure- und Methacrylsäureester, wie Methyl-, Aethyl-, Butyl-, Dodecylacrylate und -methacrylate, Aethylenglykoldimethylacrylat, Styrol, Vinylester, wie Vinylacetat, Allylverbindungen, wie Diallylphthalat, verwendet.
Die Kunstharzmischungen können weiter Weichmacher, Füllstoffe, Pigmente und Stabilisatoren enthalten.
Die Menge an Präpolymer im Monomer beträgt zweckmäßig 20 bis 80 Gewichtsprozent, vorzugsweise 30 bis 50 Gewichtsprozent.
009852/2089
Die Härtung der Kunstharzmischung kann mit jeder ionisierenden Strahlung, vorzugsweise mit einer energiereichen elektromagnetischen Strahlung, wie z.Be Röntgen- oder Ganmastrahlung, sowie mit "beschleunigten Elektronen vorgenommen werden. In letzterem Pail wird mit einer durchschnittlichen Elektronenenergie von 50 keV "bis 4000 keV gearbeitet. Handelt es sich um die Härtung dünner Schichten, wie z.B. Beschichtungen, wird eine durchschnittliche Elektronenenergie von 50 bis 600 keY angewendet.
Die Kunstharzmischung kann vorteilhafterweise vor, während oder nach dem Härten noch zusätzlich einer Wärmebehandlung unterzogen werden, woduch es in manchen Fällen zu einer ■Erleichterung.der Vernetzung kommt.
Die Härtung wird zweckmäßig in Abwesenheit von Sauerstoff durchgeführt. Um dies zu er?:aichen, wendet man eine Schutzgasatmosphäre, z.B. Stickstoff, an.
In manchen Fäll en. ist es vorteilhaft, der Kunstharzmischung Heine Mengen eines.freie Radikale bildenden Polymerisationskatalysators, wie z.B. Peroxide, Azoverbindungen, Persulfate, zuzugeben.
Durch das Verfahren der Erfindung ist es, neben der Beschichtung von Metall, Holzwerkstoff, Holz usw., auch möglich, Substrate, die temperaturempfindlich sind, z.B. Kunststoffe, Papier, zu beschichten und die Beschichtung auszuhärten.
Die nach dem Verfahren der Erfindung herstellbaren Besohichtungen und Lacküberzüge zeichnen sich gegenüber den ungesättigten Polyesterkompoaitionen durch Unverseifbarkeit, verbesserte Widerstandsfähigkeit gegen korrodierende Ein-
009852/2089
flüsse und größere Flammfestigkeit aus. Beispiel 1
Es wurden 90/U dicke Filme aus verschiedenen Kunstharzmischungen gemäß G?a "belle 1 auf elektrolytisch vorbehandeltes Eisenblech aufgebracht. Nach etwa 1 1/2 bis 2 1/2 Minuten wurden diese Filme beschleunigten Elektronen mit einer durchschnittlichen Energie von 400keV ausgesetzt, indem « die Bleche der länge nach durch einen Elektronenstrahl (Strahlungsintensität'3 bis 12 Megarad/sek) hindurchgeführt wurden. Diese Versuche wurden bei Raumtemperatur und ohne besondere Vorkehrung, um Sauerstoff auszuschließen, durchgeführt. Anschließend wurden die Filme sofort auf ihre Oberflächenklebrigkeit untersucht und ihre Oberflächenhärte nach einer einfachen Testmethode mit einer Stahlklinge geprüft. Die Beständigkeit der Kunstharzfilme gegenüber chemischen Lösungsmitteln wurde durch Auftragen eines Tropfens Toluol und der Vernetzungsgrad durch Bestimmung des unlöslichen Anteils in einem Extraktionsapparat nach Soxhlet durch 24-stündige Extraktion mit Toluol bestimmt. Nachstehend aufgeführte Tabelle 1 zeigt die erhaltenen Ergebnisse. Die Härtungsdosis stellt die minimale Strahlungsdoeis darι welche zur Herstellung eines klebfreien Films mit gnter OberflächenhSrte notwendig ist.
00SS52/2Q89
T r- *> -,lie
;Präpolymer
Monomer j Gewichtsverhältnis Präp:Monomer
1 Chloriertes Polypropylen ' n-Butylacrylat (Alprodur 646 J)
n-Butyla crylat
n-Butylacrylat
# AGD *
2 Chloriertes Polypropylen (Alprodur 646 J)
3 Chloriertes Polypropylen j (Alprodur 646 J )
j 4 Chloriertes Polypropylen j (Alprodur 646 J)
! 5 Chloriertes Polypropylen (Alprodur 646 J)
6 Chloriertes Polypropylen (Alprodur 646 J)
7 Chloriertes Polypropylen . (Alprodur 646 J)
8 Chloriertes Polypropylen (Parlon P 20)
9 Chloriertes Polypropylen (Alprodur 646 J)
!10 Chloriertes Polypropylen j (Alprodur 646 J)
;11 Chloriertes Polypropylen ! (Alprodur 646 J)
;12 Chloriertes Polyäthylen I (Alloprene CPE 20)
-13 Chloriertes Polyäthylen • (Alloprene CPE 20)
J14 Chloriertes Polyäthylen (Alloprene CPE 20)
15 Chloriertes Polyäthylen (Alloprene CPE 20)
16 Chlorkautschuk
! (Alloprene R 20)
J17 Chlorkautschuk (Alloprene R 20)
* AGD = AethylenglykoldimethQcrylot
(Alprodur 646 J ist ein Produkt der Farbwerke Hoechst AG, Parlon P 20 der Heroules Powder Co., und Alloprene CPE 20 und Alloprene R 20 sind Produkte der Imperial Chemical Industries
L 009852/2089
Styrol Styrol n-Butyla crylat
n-Butyla cryla t
n-Butylacrylat
Methylmetha cryla t
Aethylacrylat
n-Butylmetha crylat j
n-Butylacrylat !
n-Butylacrylat
n-Butyla orylat
20# AGD *
Vinylacetat
n-Butyla orylat
n-Butyla crylat
20# AGD
1 1 1 1 1 4 3 1 1 1 1 1 1
1 :
1 :
1 :
1 :
Portsetzung von Tabelle 1
Bestrahlungsintensität i Härtungsdosis j
g Mrad/sek
3 12
3 12
9 12 12 12
3 12
3 12 12
Mrad Unlöslicher Anteil _in $_ __
Bei Härtungs- 2 Mrad über dosis Härtungsdosis
3,25 64 I 30
4,25 68 I 49
4,25 65
1,5 15
3,0 21
5,5 63
7,5 63
4,0 86
2,0 7
2,25 45
12,0 80
2,25 48
3,25 43
2,5 47
1,75
4,0
4,25
65 83 81
19 49
94 15 60 80 64 61 62
58 69
009852/20
B e i s ρ i e 1
30 bis 120 /U dicke Filme einer, Kunstharzmischung, welche 1 Teil eines chlorierten Polypropylens (Alprodur 646 J) mit 1 Teil n-Butylacrylat gemischt enthält, wurden in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 beschrieben, appliziert, bestrahlt und untersucht.
In nachstehender Tabelle 2 ist die Abhängigkeit der Härtungsdosis von der Filmdicke aufgeführt.
JL
Härtungsdosis j $ unlöslicher Anteil (Strahlungsintensität)] bei Härtungsdosis 12 Mrad/sek
3,5
4,0 j 74
4,25 I 68 4,5 73
Pilmdicke j (
I
in /U I
30
60 ;
90
120
Beispiel
i —
Es wurden 90 /U dicke Filme aus verschiedenen Kunstharzmischungen, in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 beschrieben, appliziert, bestrahlt und untersucht. Die Bestrahlungen wurden jedoch in einer Stickstoffatmosphäre ausgeführt. Tabelle 3 zeigt die beiden durch Elektronenbestrahlung ausgehärteten Filme, die notwendige Härtungsdosis und ihre prozentualen unlöslichen Anteile,
Ein Vergleich mit Tabelle 1 zeigt, daß für die Aushärtung dieser Kunstharzlösung eine niederere Dosis notwendig ist, wenn die Bestrahlung unter sauerstoffarmen Bedingungen durchgeführt wird.
009852/2089
Monomer Tabelle 3 • Härtungs
dosis
Mrad
Unlöslicher An
teil in %
Bei Härtungs
dosis
n-Butyla cryla t 1,75 71
Präpolymer n-Butyla cryla t Gewichts
verhältnis
Präp:Monomer
Bestrahlungs
intensität
'Mrad/sek
1,75 65
Chloriertes Polypropylen
(Alprodur 646 J)
n-Butyla cryla t 1 : 1 12 2,0 27
Chloriertes Polyäthylen
(Alloprene CPE 20)
1 : 1 12
Chlorkautschuk
(Alloprene R 20)
1 : 1 12
Bs wurden 90/U dicke Filme einer Kunstharzmischung, in welcher 1 Teil eines chlorierten Polyäthylens (Alloprene CPE 20) mit 1 Teil n-Butylacrylat gemischt ist, auf gestrahlte Stahlbleche (St 12-03 - Blechstärke 2,5 mm - Oberfläche mit Quarzsand gestrahlt (Körnung 1 mm)) appliziert. Diese Stahlbleche wurden wie in Beispiel 1 beschrieben, mit einer Strahlungsintensität von 12. Megarad/sek bestrahlt. Anschließend wurden die Filme sofort auf ihre Oberflächenklebrigkeit und ihre Oberflächenhärte·wie in Beispiel 1 beschrieben, untersucht. Es wurde festgestellt, daß die Pilme mit einer Strahlungsdosis von 4>O Megarad ausgehärtet werden können.
Nach einigen Tagen wurden die Eilme weiter untersucht. Die Bestimmung der Trockenschichtdicke wurde nach VDI 2451 (zerstörungsfrei) durchgeführt. Die Eilmdicke betrug 70/U. Die Ritzhärte des Lackes wurde nach ölemen geprüft. Die Pilme erreichten einen Härtegrad 5, "hart", (durchritzbar mit 200pond). Die Bestimmung der Haftfestigkeit wurde durch Gitterschnitt nach DIN 53 151 und durch anschließende Tiefung nach DIN 53 156 durchgeführt.(Probenabmessung 100 χ 100 mm). Nach der Tiefung von 15 mm wurde der Überzug rissig. (Gt* 2). Das Verhalten des Lackes beim Biegen des Materials wurde durch Dornbiegeprüfung nach DIN 53 152 geprüft (Probenabmessung 30 χ 100 mm). Beim Biegen um den 3 mm Dorn reißt der Überzug ab. Die Prüfung der Korrosionsbeständigkeit der · Überzüge wurde wie üblich in künstlicher Industrieatmosphäre nach Gitterschnitt und Tiefung 14 mm, Kestnernichtest SPW 2,0 S, DIN 50 018, bestimmt (Probenabmessung 70 χ 100 mm). Nach 22 Runden (Gt* 4) wurden Unterrostungen und Verfärbung an den unverformten Stellen beobachtet.
Gt* ss Gitterschutz
009852/2089
Zum Vergleich wurde ein ungesättigtes Polyesterharz hergestellt durch Kondensation von 14,7 Teilen Isophthalsäureanhydrid, 15,3 Teilen Fumarsäureanhydrid, 9,4 Teilen Propylen glykol, 10,6 Teilen Diäthylenglykol, und in 50 Teilen Styrol gelöst. Das Harz wurde stabilisiert mit 50 ppm (parts per million) Hydrochinon.
Es wurden 90/u dicke Filme dieser Polyesterharz-Lösung auf gestrahlten Stahlblechen (St 12-03 - Blechstärke 2,5 mm Oberfläche mit Quarzsand gestrahlt (Körnung 1mm))appliziert. Diese Stahlbleche wurden wie oben beschrieben bestrahlt und anschließend untersucht. Es wurde festgestellt, daß die Filme mit einer Strahlungsdosis von 15,0 Megarad ausgehärtet werden können.
Nach einigen Tagen wurden die Filme wie oben beschrieben weiter untersucht. Die Trockenfilmdicke betrug 80/U (nach VDI 2451). Die Filme erreichten einen Härtegrad 8, "sehr hart", (durchritzbar mit 300 pond) (nach Clemen). Nach der Tiefung von 7 mm wurde der Überzug rissig und platzte ab (Gt 3), (Gitterschnitt nach DIN 53 151 und Tiefung nach DIN 53 156). Bei sehr geringfügigem Biegen entstehen starke Risse (Dornbiegeprüfung nach DIN 53 152). Nach 22 Runden (Gt 4) wurden Unterrostungen und Verfärbung an den unverformten Stellen beobachtet.
Der Vergleich zeigt, daß mit dem ungesättigten Polyesterharz .eine wesentlich höhere Strahlungsdosis erforderlich ist und daß wesentlich schlechtere Haftfestigkeit, Flexibilität und Dehnbarkeit erhalten werden.
B ei s_p_ i e 1 5
90/U dicke Filme einer Kunstharzmischung basierend auf chloriertem Polypropylen (Alprodur 646 J) in n-Butylacrylat (1:1) mit verschiedenen Stabilisatoren, wurden in der glei-
009852/2089
.chen Weise wie in Beispiel 1 beschrieben appliziert, bestrahlt und untersucht. Tabelle 4 gibt die erhaltenen Ergebnisse.
Die tabelle zeigt, daß bei einem Zusatz von.einigen Stabilisatoren zu der oben verwendeten Kunstharzmischung diese Kunstharzmischung bei der gleichen Strahlungsdosis ausgehärtet und vernetzt werden kann wie ohne Zusatz von
Weichmachern.
009852/2089
Ia bell e 4
Stabilisatoren Bestrahlungs
intensität
Mrad/sek
Härtungs
dosis
Mrad
Unlöslicher Anteil in $ Filmcharakteristika
kein 12 4,25 Bei
HärtungsiDsis 2 Mrad über
Härtungs
dosis
Flexibilität - gut, zäh
Oberflächenhärte - gut
(Bleistifthärte 4)
Farbe leicht braun
C
U
α
υ
IS
1 1* Epoxydiertes
Soyabohnenöl
12 4,25 68 83 Flexibilität - gut, zäh
Oberflächenhärte - gut
(Bleistifthärte 3-4)
Farblos
Ν.
C
α
U
2 Epoxydiertes
Soyabohnenöl
12 4,25 82 90 , Flexibilität - gut, zäh
Oberflächenhärte - gut
Bleistifthärte 4)
Farblos
2 % Butylglycidyl-
äther
12 4,25 80 84 Flexibilität - gut, zäh
Oberflächenhärte - gut
(Bleitstifthärte 4)
Farblos
72 79
Beispiel 6
Es wurden verschiedene Kunstharzmischungen? gemäß Tabelle in Röhrchen mit 2 cm Durchmesser bis zu einer Höhe von ungefähr 2,5 cm gefüllt und der Gammastrahlung einer Co-60-Strahlungsquelle ausgesetzt« Diese Versuche wurden bei 2O0C und in Gegenwart von Sauerstoff durchgeführt. Uach der Bestrahlung wurde der Ternetsungsgrad durch Extraktion mit Toluol gemäß Beispiel 1 festgestellt» Alle Versuche wurden mit einer Strahlungsintensität von 0,7 Megarad/Stunde durchgeführt. Tabelle 5 gibt den prozentualen unlöslichen Anteil wieder, der bei Bestrahlungsdosen von 0,5, 1,0, 1,5, 5,0 und 10 Megarad aus diesen Kunstharzmischungen erhalten wurde. Die Tabelle zeigt ferner, daß die geprüften Kunstharzmisohungen durch Bestrahlen mit Gammastrahlen zu einem, hohen Grad vernetzt werden können«
009852/2089
Tabelle
α α co οα er rs:
α οα te
Präpolymer Monomer Gewichts- : 1 Unlöslicher Anteil 1,0 Mrad 1,5 Mrad 5, in $> 10 Mra<3
n-Butyla crylat verhältnis
Präp:Monomer
: 1 0,5 Mrad 84 93 0 Mrad -
1 Chloriertes Polypropylen
(Alprodur 646 J)
n-Butylacrylat
+ 2055 AGD*
1 : 6 78 85 86 -
2 Chloriertes Polypropylen
(Alprodur 646 j)
n-Butyla crylat 1 : 7 83 92 92
3 Chloriertes Polypropylen
(Alprodur 646 j)
n-Butylacrylat 4 : 1 83 90 91 - -
4 Chloriertes Polypropylen
(Alprodur 646 J)
Styrol 3 : 1 79 85
5 Chloriertes Polypropylen
(Alrpodur 646 J)
Methyl··
methacrylat
1 ; 1 79 93
6 Chloriertes Polypropylen
(Alprodur 646 J)
n-Butyla cryla t 1 : 1 93 98 91 -
7 Chloriertes Polyäthylen
(Alloprene CPE 20)
n-Butylacrylat 1 89 93 96
B Chlorkautschuk
(Alloprene R 20)
hacrylat 1 74
* AGD = Aethylenglykoldimet

Claims (17)

Patentansprüche
1. Verfahren zum Härten von Kunstharzen mit ionisierenden Strahlen, dadurch gekennzeichnet, daß man Kunstharzmischungen, welche (a) chlorierte Polyolefine als Präpolymerisate und (b) reaktionsfähige, olefinische ungesättigte Monomere enthalten, verwendet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Härtung der Kunstharzmischung mit einer ionisierenden' Strahlung durch Elektronen einer durchschnittlichen Energie von mindestens 50 keV und höchstens 4000 keV bewirkt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Härtung der Kunstharzmischung mit Röntgenstrahlen durchgeführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Härtung der Kunstharzmischung mit Gammastrahlen durchgeführt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Präpolymerisat chloriertes Polyäthylen und/oder chloriertes Polypropylen verwendet wird,
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Präpolymerisat Chlorkautschuk verwendet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß als reaktionsfähige, olefinisch ungesättigte Monomere Acryl- und/oder Methacrylverbindungen verwendet werden.
8. Verfahren nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzelehnet» daß als olefinisch ungesättigte Monomere Acrylsäureester
009852/2089
2Q25789
: ■■■; _ 17 -
und/oder Methacrylsäureester von Alkoholen mit 1 bis 6 C-Atomen verwendet werden.
9. Verfahren nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß als olefinisch ungesättigte Monomere Acrylsäureester und/oder Methacrylsäureester von Glykolen verwendet werden.
10. Verfahren nach Anspruch 1 "bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß als olefinisch ungesättigte Monomere Vinylverbindungen verwendet werden.
11. Verfahren nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß als olefinisch ungesättigte Monomere Allylverbindungen verwendet werden.
12. Verfahren nach Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Eunstharzmischung in dünner Schicht angewendet wird und die Härtung durch beschleunigte Elektronen einer durchschnittlichen Energie von 50 keV bis 600 keV bewirkt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunstharzmischung vor der Härtung oder während derselben einer Wärmebehandlung unterworfen wird.
14. Verfahren nach Anspruch 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Kunstharz nach der Härtung einer Wärmebehandlung unterworfen wird.
15. Verfahren nach Anspruch 1 bis 14» dadurch gekennzeichnet, daß die Härtung in sauerstofffreier Atmosphäre durchgeführt wird.
16. Verfahren nach Anspruoh 1 bis 15» dadurch gekennzeichnet, daß man eine Kunstharzmischung anwendet, die kleine Mengen
009852/2089
eines freie Radikale bildenden Polymerisationskatalysators enthält.
17. Verfahren nach Anspruch 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunstharzraischung zusätzliche Füllstoffe, Pigmente, Flexibilisatoren und/oder Stabilisatoren enthält.
0098 5 2/2089
DE19702025789 1969-05-30 1970-05-26 Verfahren zum Härten von Kunstharzmischungen mit ionisierender Strahlung Pending DE2025789A1 (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
CH821869A CH515299A (de) 1969-05-30 1969-05-30 Verfahren zum Härten von Kunstharzmischungen mit ionisierender Strahlung

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Publication Number Publication Date
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JP (1) JPS4817653B1 (de)
AT (1) AT304726B (de)
BE (1) BE751012A (de)
CA (1) CA945936A (de)
CH (1) CH515299A (de)
DE (1) DE2025789A1 (de)
FR (1) FR2043815A1 (de)
GB (1) GB1289228A (de)

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