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DE2025763B - Verfahren zum Gewinnen von Wasserstoff und Kohlenmonoxid - Google Patents

Verfahren zum Gewinnen von Wasserstoff und Kohlenmonoxid

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Publication number
DE2025763B
DE2025763B DE2025763B DE 2025763 B DE2025763 B DE 2025763B DE 2025763 B DE2025763 B DE 2025763B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
carbon monoxide
liquid
hydrocarbons
hydrogen
gas
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Gerhard Dipl.-Ing. 8134 Pöcking; Fabian Rainer Dipl.-Ing. 8192 Gartenberg; Förg Wolfgang Dipl.-Phys. 8022 Grünwald Ranke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Linde GmbH
Original Assignee
Linde GmbH

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Description

des Spaltprozesses darauf zu achten, daß die im Spalt- flüssigkeit zu decken und, wenn das im Verlauf der gas vorhandene Methanmenge groß genug ist, um Spaltgaskühlung durch fraktionierte Kondensation die Verluste zu decken, die dych das mit dem gewonnene Kohlenmonoxid den gestellten Reingewaschenen Wasserstoff abziehende Methan ver- heitsforderungen nicht genügt, die zur Gewinnung ursacht werden. 5 von reinem CO aus dem Spaltgaskondensat nötige
Als Rohstoff kommt für das Verfahren gemäß der geringe Trennarbeit zu leisten. Der Kreislauf kann Erfindung in erster Linie Erdgas in Frage, aber also erheblich vereinfacht werden. In weiterer Ausgeauch Äthaa oder Propan können mit Vorteil ein- staltung der Erfindung geschieht dies dadurch, daß gesetzt werden, da diese Kohlenwasserstoffe wenig das Spaltgas so weit abgekühlt wird, daß der oberhalb ihres Schmelzpunkts ebenfalls noch eine io größte Teil des Kohlenmonoxids kondensiert, daß ausreichende Löslichkeit für Kohlenmonoxid besitzen. von dem gasförmig gebliebenen, durch Kohlen-Besondere Vorteile bietet das Verfahren gemäß monoxid verunreinigten Wasserstoff vor dem Einder Erfindung, wenn stickstoffhaltiges Erdgas ver- führen in die Waschsäule ein Teilstrom abgezweigt, arbeitet werden soll: Im Zuge der Abkühlung und angewärmt und arbeitsleistend entspannt wird, daß Verflüssigung der zu spaltenden Kohlenwasserstoffe 15 mindestens ein Teil des Kohlenmonoxidkondensats wird dann durch fraktionierte Kondensation oder in den arbeitsleistend entspannten unreinen Wasser-Rektifikation gleichzeitig auch der Stickstoff sowie stoff hinein entspannt wird und daß das entstandene gegebenenfalls andere leichter siedende Bestandteile Gemisch im Wärmeaustausch mit abzukühlendem wie Wasserstoff oder Helium abgetrennt. Die Abküh- Spaltgas verdampft, angewärmt und in das Spaltgas lung und Verflüssigung der zu spaltenden Kohlen- 20 zurückgeführt wird.
Wasserstoffe dient in diesem Fall also nicht nur der Bei dieser Verfahrensweise wird dem Spaltgas-
Bereitstellung der Waschflüssigkeit für das Spaltgas, strom ein Kältekreislauf mit verhältnismäßig geringer sondern gleichzeitig auch der Entfernung des Stick- Kreislaufgasmenge überlagert. Dementsprechend ist Stoffs aus dem Rohstoff für den Spaltprozeß. Damit nur wenig Verdichtungsenergie erforderlich. Wenn ist sichergestellt, daß der Stickstoff weder in der 35 das Spaltgas ohnehin verdichtet werden muß, wird Flüssigkeit zum Auswaschen des Kohlenmonoxids die Kreislaufgasmenge dem Spaltgas vor dem Komaus dem Spaltgas erscheint und so den produzierten pressor zugeführt, so daß ein besonderer Kreislauf-Wasserstoff verunreinigt, noch in das Spaltgas gelangt, kompressor entbehrlich ist. Der Spaltgaskompressor wo er sich vom Kohlenmonoxid wegen der nahe kann in diesem Fall schon bei kleineren Anlagen als beieinanderliegenden Siedepunkte mit vertretbarem 30 Turbomaschine ausgeführt werden, die durch eine Aufwand nicht trennen läßt. Dampfturbine betrieben wird; damit lassen sich die
Die zum Auswaschen des Kohlenmonoxids be- teuren und störanfälligen Kolbenkompressoren verstimmte Flüssigkeit muß stark unterkühlt werden, meiden. Durch das Vermischen von Wasserstoff und damit einerseits nur möglichst wenig Waschmittel Kohlenmonoxid vor der Wiederverdampfung des in den Wasserstoff verdampft und andererseits eine 35 Kohlenmonoxids wird außerdem erreicht, daß das hohe Löslichkeit von Kohlenmonoxid im Wasch- Kohlenmonoxid unter niedrigem Partialdruck vermittel gegeben ist. Im Rahmen der der Erfindung dampft, so daß das Spaltgas auf eine Temperatur zugrunde liegenden Untersuchungen wurde nun fest- abgekühlt werden kann, die tiefer liegt als der gestellt, daß C4- und höhere Kohlenwasserstoffe sowie Siedepunkt von CO bei 1 ata (81 K). Es findet also in den dem Spaltprozeß gewöhnlich vorgeschalteten 40 bereits bei der partiellen Kondensation eine ziemlich Reinigungsstufen nicht vollständig entferntes CO2, scharfe Trennung statt, die sowohl eine höhere COS und H2S eine Erhöhung des Schmelzpunkts Ausbeute an Wasserstoff als auch an Kohlenmonoxid der Waschflüssigkeit hervorrufen; im Verlauf der zur Folge hat. Die Temperatur des zu waschenden Unterkühlung der Waschflüssigkeit können daher Wasserstoffs ist dabei so weit gesenkt worden, daß Festausscheidungen auftreten. Dies wird in weiterer 45 sie ausreicht, um die Waschflüssigkeit in dem gewünsch-Ausgestaltung der Erfindung dadurch verhindert, ten Maß zu unterkühlen.
daß die C1- bis C3-Kohlenwasserstoffe, ehe sie zum Da das Spaltgas auch geringe Mengen an den zu
Auswaschen des Kohlenmonoxids verwendet werden, spaltenden Kohlenwasserstoffen enthält, die sich im durch Tieftemperaturrektifikation von in ihnen ent- Kohlenmonoxid-Kondensat wiederfinden, muß, wenn haltenen C4- und höheren Kohlenwasserstoffen sowie 50 eine hohe CO-Reinheit gefordert ist, der partiellen von restlichem CO2, COS und H2S befreit werden. Kondensation eine Rektifikation nachgeschaltet wer-Diese Verfahrensweise bietet außerdem den Vorteil, den.
daß die erwähnten vorgeschalteten Reinigungsstufen Die Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens
auf einen höheren Restgehalt an CO2, COS und H2S gemäß der Erfindung besteht aus einer Zuleitung für ausgelegt sein können, daß aber trotzdem der Schwefel- 55 zu spaltende Kohlenwasserstoffe, die über Tiefgehalt des dem Spaltofen zuzuführenden Gemisches temperaturwärmeaustauscher mit mindestens einer sinkt. Dies bedeutet gleichzeitig eine Verlängerung der Rektifikationskolonne verbunden ist, von der letzten Laufzeit der unmittelbar vor dem Spaltofen in den durchlaufenden Rektifikationskolonne als Flüssig-Gasweg eingeschalteten Anlage zur katalytischen entnahmeleitung auf den Kopf einer Waschkolonne Schwefelentfernung. 60 und von deren Sumpf über die Tieftemperatur-
Durch das Verfahren gemäß der Erfindung wird, wärmeaustauscher in einen Spaltofen führt, sowie wie bereits erwähnt, der Energiebedarf im Vergleich aus einer Spaltgasleitung, die über weitere Tiefzu dem eingangs geschilderten bekannten Verfahren temperaturwärmeaustauscher in mindestens einen erheblich gesenkt, weil der Aufwand zum Regene- Abscheider mündet und diesen als Gasentnahmerieren der Waschflüssigkeit entfällt. Dem Kreislauf 65 leitung mit dem Sumpf der Waschsäule verbindet, kommt dementsprechend nur die Aufgabe zu, die Das Verfahren gemäß der Erfindung wird an Hand
Austausch- und Isolationsverluste bei der Abkühlung der schematischen Darstellung beispielsweise erläudes Spaltgases und der Unterkühlung der Wasch- tert.
2 025 783 ζ*
Das zu spaltende Erdgas wird zunächst in einer Das durch Leitung 13 ankommende Gas wird nun Monoäthanolaminwäsche 1 von CO2 und H2S befreit, dem Steam-Reformer 15 zugeführt. Hier wird das in den umschaltbaren Adsorbern 2 getrocknet und Methan mit Wasserdampf zu Wasserstoff und Kohlendann der Tieftemperaturanlage mit 40 ata und monoxid umgesetzt. Das dabei ebenfalls entstehende 316 K und folgender Zusammensetzung zugeführt: 5 CO2 wird in einer Monoäthanolaminwäsche 16 ent-82,4 Volumprozent CH4; 14,2 Volumprozent N2; fernt. Nach der Trocknung in den umschaltbaren 2,8 Volumprozent C2H6; 0,4 Volumprozent C3H8; Adsorbern 17 steht das Spaltgas unter einem Druck 0,2 Volumprozent C4- und höhere Kohlenwasserstoffe. von 9 ata und hat folgende Zusammensetzung: Die zu verarbeitende Gasmenge beträgt 6300 Nm3/h. 72,1 Volumprozent H2; 0,1 Volumprozent N2; Sie gelangt über den Gegenströmer 3 zunächst in die 10 25,8 Volumprozent CO und 2,0 Volumprozent CH4; Säule 4 und wird dort durch Wärmeaustausch mit die zu verarbeitende Gasmenge beträgt 13 600 Nma/h. Methan, welches im Sumpf der nachgeschalteten Vor dem Eintritt in den Kompressor 18 werden ihm Säule 8 bei 180 K siedet, auf 182 K gekühlt und noch 17 000 Nm3/h Kreislauf gas (Zusammensetzung: dabei teilweise verflüssigt. Ein Teil des Kondensats 68,5 Volumprozent H2; 31,0 Volumprozent CO; wird über Leitung 5 als Rücklauf auf die Säule 4 l5 0,4 Volumprozent CH4; 0,1 Volumprozent N.) zugeaufgegeben, um die C2- und höheren Kohlenwasser- mischt. Mit 27 ata und 305 K wird das Spaltgas dem stoffe in die Sumpfflüssigkeit überzuführen. Diese Wärmeaustauscher 19 zugeführt, dann durchströmt besteht aus 51,2 Volumprozent C2H6; 32,0 Volum- es die Wärmeaustauscher 20, 21 und 22. Dabei wird prozent CH4; 7,7 Volumprozent C3H8; 5,8 Volum- es auf 72 K abgekühlt, so daß das Methan und der prozent N2 und 3,5 Volumprozent C4- und höheren 20 größte Teil des Kohlenmonoxids kondensieren. Im Kohlenwasserstoffen und wird in einer Menge von Abscheider 23 sammeln sich 9000 Nm3/h einer Flüs-300 Nm3/h über Leitung 6 abgezogen, im Wärme- sigkeit, die aus 93,0 Volumprozent CO; 3,7 Volumc.ustauscher 3 verdampft und angewärmt und in der prozent CH4; 3,1 Volumprozent H2 und 0,2 Volum-Steam-Reforming-Anlage 15 als Heizgas verbrannt. prozent N2 besteht. Der gasförmig gebliebene Anteil Die Hauptmenge des Kopfkondensats und das ge- 25 ist Wasserstoff mit einem Gehalt von 2,5 Volumprozent samte gasförmige Kopfprodukt der Säule 4 werden CO. Dieser wird im Wärmeaustauscher 22 zunächst im Wärmeaustauscher 7 auf etwa 170K gekühlt und auf 93 K angewärmt und dann geteilt: 9700 Nm3, h in die bei etwa 35 ata arbeitende Säule 8 entspannt. werden über Leitung 24 der Waschsäule 12 zugeführt Aus dieser ziehen über Kopf mit einer Temperatur und dort von CO befreit, über Kopf abgezogen und von 160K etwa 2500 Nm'/h Restgas ab, das aus 30 in den Wärmeaustauscher 21 und 19 angewärmt; 40 Volumprozent N2 und 60 Volumprozent CH4 bei 25 steht dann 98,6 °/oiger Wasserstoff (Rest CHä) besteht. Es wird auf 5 ata entspannt, kühlt sich mit 25 ata und 303 K zur Verfügung. Der andere Teil dabei auf 125 K ab und passiert dann den im Kopf des im Abscheider 23 abgetrennten und im Wärmeder Säule 8 angeordneten Wärmeaustauscher 9, an austauscher 22 erwärmten Wasserstoffs, das sind dem sich ein Teil der aufsteigenden Dämpfe als Rück- 35 etwa 11 700 Nm3/h, *vird zum Zweck der Kältelauf verflüssigt. In den Wärmeaustauschern 7 und 3 erzeugung als Kreislaufgas durch Leitung 26 geführt wird die Restgasfraktion weiter auf 308 K angewärmt und in der Expansionsmaschine 27 auf 9 ata entspannt: und schließlich in die Heizgasleitung 6 eingespeist. dabei sinkt die Temperatur auf 68 K. Mit diesem Aus dem Sumpf der Säule 8 werden über Lei- Gasstrom werden 5300 Nm3/h der im Abscheider 23 tung 10 3500 Nma/h Waschflüssigkeit (99,1 Volum- 40 gesammelten und ebenfalls auf 9 ata entspannten prozent CH4; 0,9 Volumprozent N2) mit einer Tem- Flüssigkeit vermischt und durch Leitung 28 dem peratur von 180 K abgezogen, im Wärmeaustauscher Wärmeaustauscher 22 zugeführt. Dort verdampft das 11 auf 96 K unterkühlt und auf den Kopf der Wasch- flüssige CO, da sein Partialdruck anfangs bei etwa SS de 12, die unter einem Druck von etwa 26 ata 0,2 ata liegt, zunächst bei 69 K. In dem Maß, in dem betrieben wird, entspannt. Die Kopftemperatur liegt 45 die Verdampfung fortschreitet, steigt der Partialdruck bei 96 K. Das flüssige Methan wäscht aus dem des CO im Kreislaufgas und demzufolge auch die aufsteigenden Wasserstoff, der in einer Menge von Verdampfungstemperatur; bei 93 K entsprechend 9700 Nm8/h und mit 93 K und einem CO-Gehalt von einem Partialdruck von etwa 3 ata ist die Ver-2,5 Volumprozent in den unteren Säulenabschnitt dampfung abgeschlossen. Mit dieser Temperatur eingeführt wird, das CO aus. Als Kopfprodukt können 50 verläßt das Kreislaufgas den Wärmeaustauscher 22 daher 9600 Nm3/h CO-freier Wasserstoff entnommen und wird in den Wärmeaustauschern 21 und 19 werden, der lediglich 1,4 Volumprozent CH4 enthält. auf 303 K angewännt und im Kompressor 18 zusam-Vom Sumpf der Säule 12 werden über Leitung 13 men mit dem Spaltgas wieder verdichtet-3600 Nm3/h flüssiges Methan abgezogen, in dem Aus demjenigen Anteil der im Abscheider 23 5,7 Volumprozent CO, 0,4 Volumprozent N2 und 55 gesammelten Flüssigkeit, der nicht dem Kältekreislauf 2 Volumprozent H2 gelöst sind. Die Flüssigkeit, die zugeführt wird, das sind etwa 3700 Nms/h, wird durch den Kontakt mit dem Wasserstoff eine reines CO gewonnen. Die Flüssigkeit wird zunächst Temperatur von 93 K angenommen hat, wird auf in den unter einem Druck von 3 ata stehenden 18 ata entspannt und durch den Wärmeaustauscher 11 Abscheider 29 hinein entspannt, um dort durch einen geführt, um dort die Waschflüssigkeit zu unterkühlen. 60 Teil des abzukühlenden Spaltgases, welches die Mit einer Temperatur von 155 K tritt das CO-haltige Rohrschlange 30 durchströmt, auf etwa 100 K erMethan in den im Kopf der Säule 8 angeordneten wärmt zu werden. Dabei entweichen der Wasserstoff Wärmeaustauscher 14 ein, wird dort unter gleich- und der größte Teil des Stickstoffs über Leitung 31: zeitiger Kondensation von Rücklaufflüssigkeit für der flüssig gebliebene Anteil, das sind etwa 3600 Nm'/h, die Säule 8 verdampft und auf 165 K angewärmt und 65 besteht nunmehr aus 95,9 Volumprozent CO: 4,0 Voanschließend durch die Wärmeaustauscher 7 und 3 lumprozent CH1 und 0,1 Volumprozent N2. Er wird geführt. Es verläßt die Tieftemperaturanlage mit zum Teil direkt, zum Teil nach Anwärmung im 308 K und 17 ata. Wärmeaustauscher 21 in die Säule 32 eingespeist.
Die zu ihrem Betrieb nötige Rücklaufflüssigkeit wird durch Wärmeaustausch des aufsteigenden Gases mit einem Teil des aus dem Abscheider 23 entweichenden CO-haltigen Wasserstoffs gebildet, welcher die Rohrschlange 33 passiert und dann dem der Waschsäule 12 zuströmenden Wasserstoff wieder beigemischt wird. Dabei wird eine Kopftemperatur von 98 K aufrechterhalten. Als Kopfprodukt ziehen über Leitung 34 3300Nm3/h 99,7%iges CO (Rest: 0,2 Volumprozent N2; 0,1 Volumprozent CH4) ab, werden in den
Wärmeaustauschern 20 und 18 auf 303 K angewärmt und mit einem Druck von etwa 2,4 ata abgegeben. Der Sumpf der Säule 32 wird durch Beheizen mit Spaltgas auf 114 K gehalten. Das Sumpf produkt, S 300 Nms/h einer zu 85 Volumprozent aus CH4 und 15 Volumprozent aus CO bestehenden Flüssigkeit, stellt zusammen mit dem durch Leitung 30 aus dem Abscheider 29 entweichenden Gas eine weitere Restgasfraktion dar, die angewärmt und als Heizgas dem ίο Steam-Reformer zugeführt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
909545/55

Claims (4)

und an den Verbraucher abgegeben. Das mit Patentansprüche: Kohlenmonoxid beladene flüssige Methan wird in eine Regeneriersäule entspannt, durch Erwärmen
1. Verfahren zum Gewinnen von Wasserstoff von Kohlenmonoxid befreit, mit einer Pumpe wieder und Kohlenmonoxid durch Spalten von C1- bis 5 auf den Druck der Waschsäule gefördert und teilweise C3-Kohlenwasserstoffen, Abkühlen des Spaltgases abgekühlt und auf den Kopf der Waschsäule aufgeunter Kondensation von Kohlenmonoxid und geben, teilweise als Restgas aus der Anlage ent-Entfernen des gasförmig gebliebenen Kohlen- lassen. Das Kopfprodukt der Regeneriersäule ist monoxids durch Absorption bei tiefer Temperatur, reines CO, das zum Teil als Produkt abgegeben und dadurch gekennzeichnet, daß die zu io zum Teil in einem besonderen Kreislauf geführt wird, spaltenden Kohlenwasserstoffe mindestens teil- um sowohl die benötigte Kälte zu liefern als auch weise abgekühlt und verflüssigt werden, daß diese diejenige Energie bereitzustellen, die zum Erzeugen Flüssigkeit unterkühlt und zum Auswaschen des des für die Trennung von Kohlenmonoxid und Kohlenmonoxids aus dem abgekühlten Spaltgas Methan nötigen Säuleuumsatzes erforderlich ist.
verwendet wird und daß die nunmehr mit 15 Das geschilderte Verfahren weist den entscheiden-Kohlenmonoxid beladenen flüssigen Kohlenwasser- den Nachteil auf, daß die Waschflüssigkeit regeneriert stoffe, nachdem sie wieder verdampft und ange- werden muß. Dabei sind die gestellten Forderungen, wärmt worden sind, als Rohstoff für den Spalt- nämlich praktisch CO-freier Wasserstoff und gute prozeß dienen. Ausbeute an weitgehend methanfreiem Kohlenmon-
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- 20 oxid, nur dann zu erfüllen, wenn die Regeneriersäule zeichnet, daß im Zuge der Abkühlung und Ver- sowohl das Kopfprodukt als auch das Sumpfprodukt flüssigung der zu spaltenden Kohlenwasserstoffe in entsprechender Reinheit liefert. Es muß also viel leichter siedende Bestandteile, insbesondere Stick- Trennarbeit geleistet, d. h. die Säule mu3 mit großem stoff, durch fraktionierte Kondensation oder Umsatz betrieben werden. Aus diesem Grund ist ein Rektifikation abgetrennt werden. 25 besonderer Kältekreislauf mit eigenem Kompressor
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch und einer verhältnismäßig großen Menge an Kreislaufgekennzeichnet, daß die C1- bis C3-Kohlenwasser- medium erforderlich. Hinzu kommt, daß der Gehalt stoffe, ehe sie zum Auswaschen des Kohlenmon- des Spaltgases an Methan über einem bestimmten oxids verwendet werden, durch Tieftemperatur- Mindestwert liegen muß, damit die Menge des mit rektifikation von in ihnen enthaltenen C4- und 30 dem gewaschenen Wasserstoff abziehenden Methans höheren Kohlenwasserstoffen sowie von restlichem kompensiert wird.
CO2, COS und H2S befreit werden. Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, das be-
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, kannte Verfahren zu vereinfachen und den dabei erfordadurch gekennzeichnet, daß das Spaltgas so derlichen Aufwand an Vorrichtungen und Energie weit abgekühlt wird, daß der größte Teil des 35 zu senken.
Kohlenmonoxids kondensiert, daß von dem gas- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäG dadurch
förmig gebliebenen, durch Kohlenmonoxid ver- gelöst, daß die zu spaltenden Kohlenwasserstoffe
unreinigten Wasserstoff vor dem Einführen in die mindestens teilweise abgekühlt und verflüssigt werden,
Waschsäule ein Teilstrom abgezweigt, angewärmt daß diese Flüssigkeit unterkühlt und zum Auswaschen
und arbeitsleistend entspannt wird, daß min- 40 des Kohlenmonoxids aus dem abgekühlten Spaltgas
destens ein Teil des Kohlenmonoxid-Kondensats verwendet wird und daß die nunmehr mit Kohlen-
in den arbeitsleistend entspannten unreinen Wasser- monoxid beladenen flüssigen Kohlenwasserstoffe,
stoff hinein entspannt wird und daß das ent- nachdem sie wieder verdampft und angewärmt
standene Gemisch im Wärmeaustausch mit abzu- worden sind, als Rohstoff für den Spaltprozeß
kühlendem Spaltgas verdampft, angewärmt und 45 dienen.
in das Spaltgas zurückgeführt wird. Der Grundgedanke der Erfindung besteht also
darin, die zu spaltenden Kohlenwasserstoffe als
Absorptionsmittel für das im Spaltgas enthaltene
Kohlenmonoxid zu verwenden. Daraus ergibt sich
50 der Vorteil, daß stets kohlenmonoxidfreie Wasch-
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Gewinnen flüssigkeit zur Verfügung steht, ohne daß die mit von Wasserstoff und Kohlenmonoxid durch Spalten Kohlenmonoxid beladene Waschflüssigkeit regenevon C1- bis C3-Kohlenwa£serstoffen, Abkühlen des riert zu werden braucht. Die hierfür erforderliche Spaltgases unter Kondensation von Kohlenmonoxid Energie wird also bei gleicher Qualität und Ausbeute und Entfernen des gasförmig gebliebenen Kohlen- 55 der Produkte eingespart, ebenso die Pumpe zum monoxids durch Absorption bei tiefer Temperatur Fördern der regenerierten Waschflüssigkeit. Auch die sowie eine Vorrichtung zum Durchführen dieses Regeneriersäule selbst kann entfallen, wenn das im Verfahrens. Verlauf der Spaltgaskühlung durch partielle Kon-Bei einem bekannten Verfahren dieser Art (vgl. densation gewonnene Kohlenmonoxid für den vor-British Chemical Engineering, Oktober 1968, Vol. 13, 60 gesehenen Zweck rein genug ist. Soll das Kohlen-Nr. 10, S. 1367) wird das bei der Spaltung von monoxid hingegen kohlenwasserstofffrei aus der Kohlenwasserstoffen gewonnene Gemisch, das nach Anlage entlassen werden, so muß der partiellen dem Abtrennen von CO2 und H2O aus Wasserstoff, Kondensation zwar eine Rektifikation nachgeschaltet Kohlenmonoxid und kleineren Mengen an Kohlen- werden; da die abzutrennende Kohlenwasserstoffwasserstoffen besteht, komprimiert und gekühlt, 65 menge jedoch im Vergleich zur Menge der Wasch- und aus dem nicht verflüssigten Anteil wird das flüssigkeit klein ist und nicht CO-frei abgegeben zu Kohlenmonoxid mit flüssigem Methan ausgewaschen. werden braucht, ist auch die Zerlegungsarbeit klein. Der nunmehr CO-freie Wasserstoff wird angewärmt Schließlich ist es auch nicht nötig, bei der Führung

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0130284A3 (en) * 1983-04-12 1988-05-25 Linde Aktiengesellschaft Process and apparatus for producing pure carbon monoxide

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0130284A3 (en) * 1983-04-12 1988-05-25 Linde Aktiengesellschaft Process and apparatus for producing pure carbon monoxide

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