DE2025691B - Vorrichtung zur Übung der Hand- und Finger-Muskeln - Google Patents
Vorrichtung zur Übung der Hand- und Finger-MuskelnInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Übung der Hand- und Finger-Muskeln. Insbesondere
dient sie da<"j, die Muskeln der Hand und der
Finger arthritischer Kranker zu üben und auf diese Weist· zu stärken. Und zwar handelt es sich um die
Stärkung der Beuge- und Streckmuskeln und um die Bekämpfung von Kontrakturen der Zwischenknochcn-Muskcln
(musculi interossei) der Hand, ohne daß die geschwächten Ligamente oder Gelenke überanstrengt
werden, wobei gleichzeitig für die arthritischc Hand schädliche Bewegungen vermieden werden
sollen.
Vorrichtungen zum Üben der Finger- und Handmuskeln sind an sich bekannt. Eine der bekanntesten
Vorrichtungen besteht in einem Gummiball oder einem Schwammkörper, den der Patient zusammendrücken
soll. Der Gebrauch solcher Gummibälle oder Schwammkörper hat sich jedoch als wenig erfolgreich
herausgestellt, du die Übungen nur einseitig sind, das
heißt keinerlei Übungen für die Streckmuskeln mit sich bringen und häufig zu einer Überanstrengung der
kranken Hand, insbesondere der Gelenke derselben führen und Deformationen beschleunigen. Weiterhin
können mit den bekannten Einrichtungen keine isometrischen Übungen durchgeführt werden. Für die
isometrischen Übungen ist es bekannt, zwei Finger ihrer Länge nach gegeneinanderzudrüc&en. Diese
übung ist aber häufig unwirksam, da der stärkere Finger sich an einen schwächeren Finger anlegt, der
dann nachgibt, so daß es sich nicht mehr um eine isometrische Übung handelt.
Aus dem deutschen Patent 299 882 ist ein Gerät zur Heilung von Nervenlähmungen bekannt, das dazu
dient, die Hand bzw. die Finger wieder beweglich zu machen. Dabei soll die Hand aufgerichtet werden,
um auf diese Weise die Folgen einer Radialislähmung mindestens teilweise zu kompensieren. Die Vorrichtung
läßt zwar seitliche Fingerbewegungen zu, die Durchführung von Muskelübungen, insbesondere von
isometrischen Übungen, ist mit dem bekannten Gerät jedoch nicht möglich.
Das französische Patent 378 255 betrifft eine Vorrichtung zur Verbesserung der Spreizung der Finger,
bei der die Finger fest in dner weitgespreizu.n Stellung
gehalten werden. Abduktions- oder Adduktionsbewegungen
zur Übung der Muskeln können mit dem Gerät nicht durchgeführt werden, da die Muskeln der
Finger, wenn diese eine weitgespreizte Stellung einnehmen, keine wesentlichen Kräfte mehr ausüben
können. Gegenstand des französischen Zusatzpatentes 88 826 ist eine Vorrichtung, die den Zweck hat,
steifen Gelenken wieder eine gewisse Geschmeidigkeit zu geben. Auch bei dieser Vorrichtung werden
die Finger mit Ausnahme des zu übenden Gelenkes völlig starr gehalten, so daß es zur Stärkung der Beuge-
und Streckmuskeln und zur Durchführung isometrischer Übungen nicht eingesetzt werden kann.
Die Aufgabe, die der Erfindung zugrunde liegt, besteht darin, die bekannten Geräte zum Üben der Finger
und Handmuskeln zu verbessern und die erwähnten Nachteile zu vermeiden. Dabei geht es insbesondere
darum, Abduktions- und Adduktionsbewegungen sowie Beuge- und Streckübungen der Finger innerhalb
dafür vorgesehener Führungskanäle ausführen zu können, die zur Übung und Stärkung der Beuge-
und Streckmuskeln der Hand dienen.
Ausgehend von einem Gerät zur Übung der Hand- und Fingermuskeln mit einem Auflager für die Hand,
dessen Rand von den Fingern umgriffen werden kann, besteht die Erfindung darin, daß das Auflager
für die Hand eine Stützfläche für die Basis der Grundpha'angen des 2. bis 5. Fingers und des metacarpophalangealen
Gelenks bildet, daß .-'er von den Fingern zu umgreifende Teil des Auflagers durch
starre, Führungskanälc oder Führungsschuh bildende Wände in Abschnitte für den ?.. bis 5. Finger unterteilt
ist, wobei die Stützfläche in unmittelbarer Nähe des Eingangs der I ührungskanäle- oder Schlitze liegt,
daß d\p. von den starren Wänden gebildeten Fülv
rungskaiiäle- oder Schlitze eine Breite entsprechend
der Fingerbreite und einen Abstand und eine Richtung entsprechend der Stellung der Finger in leicht
gespreizter Lage (Normallage der Finger) haben und daß die Höhe und mechanische Widerstandsfähigkeit
der starre .1 Wände ausreicht, um bei Abduktions- und Adduktionsbewegungen der Finger, durch die
sich diese seitlich an die Wände zur Ausführung isometrischer Übungen anlegen, einen festen Gegenhalt
für die Finger zu bilden.
Gemäß einer zweckmäßigen Alisführungsform besteht die Vorrichtung aus einem an der Innenseite der
Hand anliegenden Körper, der an seinem Rande Rip-
pen, zwischen die sich der 2. bis 5. Finger legt, oder
nahe seinem Rand Öffnungen aufweist, durch die die genannten Finger hindurchgreifen, wobei der diesem
Rand bzw. diesen Öffnungen benachbarte Teil des Körpers die Auflagefläche für die Grundphalangen
und das metacarpophalangeale Gelenk bildet. Die Breite der Rippen oder der Abstand der Löcher voneinander
zwingt die Finger, eine fächerartige Stellung einzunehmen.
Bei einer anderen günstigen Ausführungsform der to
Erfindung bilden die Führungswände zusammen mit Abstandhaltern ein Gestell, wobei je zwischen zwei
Führungswänden in der Nähe des Außenrandes die die Aufiagerfläche für die Grundphalangen und das
metacarpophalangeale Gelenk bildenden Teile angeordnet sind.
Zur Übung des Daumens ist zweckmäßigenveise an der Vorrichtung gemäß der Erfindung wenigstens ein
seitlicher Vorsprung vorgesehen, gegen den sich der Daumen für isometrische Übungen anlegen kann,
oder an dem eine Gummischlaufe befestigt werden kann, in die der Daumen hineingreift.
Mit einem Gerät gemäß vorliegender Erfindung können sowohl Abduktions- und Adduktionsbewegungen als auch Beuge- und Streckübungen der Fin- »5
ger, die zur Stärkung der Beuge- und Streckmuskulatur der Hand dienen, in außerordentlich wirkungsvoller Weise durchgeführt werden. Wesentlich ist dabei,
daß bei der Durchführung isometrischer Übungen die Finger in den Schlitzen in leicht gespreizter Stellung,
das heißt in ihrer Normalstellung geführt werden, was, wie wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt
haben, eine wesentliche Voraussetzung für einen durchgreifenden Erfolg ist.
In der Zeichnung sind mehrere zweckmäßige Ausführungsformen der Erfindung dargestellt.
In der Zeichnung stellt F i g. 1 eine arthritisch deformierte Hand dar. wobei die Deformierung der besseren Anschaulichkeit wegen leicht übertrieben ist.
Durch rechtzeitige Übung und Stärkung der Hand mit einer der Vorrichtungen gemäß der Erfindung
sollen die Deformationen in ihrer Entwicklung gehemmt werden, und manche schon fortgeschrittene
Deformationen sollen verbessert werden.
F i g. 2 stellt die perspektivische Ansicht einer Vorrichtung gemäß der Erfindung dar, bei der die Führungswände mit Hilfe von Abstandhaltern zu einem
Gestell vereinigt sind, das unter anderem die Auflaserfläche
für mindestens eine Hand trägt.
Die Fig. 3 bis 6 veranschaulichen mehrere Anwendungsarten
des Gegenstandes der F i g. 2. wobei in F i g. 4 und 5 zusätzlich Übungsschlaufen aus
Gummi und deren Anwendungsarten dargestellt sind.
Die F i g. 7 bis 9 zeigen eine andere Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung, und
zwar zeist Fig. 7 diese Vorrichtung für sich genommen,
während die F i g. 8 und 9 die Vorrichtung zusrleich
mit der durch die Vorrichtung zu behandelnden Hand veranschaulichen.
Die Fig. 10 und 11 schließlich zeigen perspektivisch
zwei weitere Ausführungsformen der Erfin-Jung.
Die in F i 2. 2 dargestellte Ausführungsform der Erfindung besteht aus fünf Füh rungs wan den 1. 2. 3.
4 und 5. die beispielsweise Dreiecksform haben und durch untere Abstandshalter 6 und obere Abstandshalter
7 sowie durch Bolzen 8, 9 und 10 zu einem Gestell vereinigt sind, das mit seiner Unterseite Il auf
eine Unterlage, beispielsweise einen Tisch, aufgesetzt
werden kann. Die fünf Wände 1 bis 5 bilden vier Führungskanäle für den 2. bis 5. Finger, während der
Daumen außerhalb des Gestells bleibt. In F i g. 2 ist die dem Beschauer zugewandte Seite des Gestells diejenige
Seite, die zur Behandlung der linken Hand dient; das heißt also, daß der Daumen sich seitlich
außerhalb der Wand 5 befindet und der Zeigefinger in den Schlitz eingeführt wird, der zwischen den
Wänden 4 und 5 gebildet ist. Die vom Beschauer abgewendete Seite des Gestells dient zur Behandlung
der rechten Hand. Die an der Unterseite des Gestells vorgesehenen Abstandshalter 6, die auf den Bolzen 8
und IO sitzen, sind kürzer als die Abstandshalter 7. die auf dem Bolzen 9 sitzen. Der Abstand zwischen
den Führungswänden nimmt also von unten nach oben zu. Die Bedeutung dieser Zunahme wird im
nachstehenden erläutert werden.
Ferner ist aus F i g. 2 ersichtlich, daß die Abstandshalter 6 und 7, die sich zwischen den Wänden 4
und 5 befinden, länger sind als die übrigen Abstandshalter, so daß der für den Zeigefinger bestimmte
Schlitz weiter ist als die für die anderen Finger bestimmte*. Schlitze. Dies hat die Wirkung, daß der Zeigefinger von dem benachbarten Finger verhältnismäßig weit abgespreizt werden kann, so daß der Zeigefinger mit der Sehne auf seiner Rückseite bei der
Übungen in einer geraden Linie verbleiben kann Dies wird noch dadurch unterstützt, daß auf der dei
Wand 5 zugewendeten Seite der Wand 4 ein Einsatzkörper 12 befestigt ist, der beispielsweise den Quer
schnitt eines Kreisabschnitts haben kann und der der Zeigefinger in der Nähe der Wand 5 hält.
Die Auflagerflächen für die linke und die recht« Hand werden durch Auflagerkörper 13 gebildet, du
in der Nähe der Eingänge jedes der Schlitze angeord net sind. Die Auflagerkörper 13 sind auf einem Stif
14 aufgelagert, der durch Löcher in den Wänden 1 bis 5 hindurchgeführt ist. Je nach der Breite der Fin
ger können die Stifte 14 in verschieden hoch angeord· nete Lochgruppen 15 a, 15 b. 15
c
eingeführt wer
den.
Die Anordnung der Auflagerkörper 13 ist derart daß die Hand, nachdem die Finger bis zu den Finger
ansätzen in die Schlitze eingeführt worden si .d, au dem Auflagerkörper 13 mit den Grundphalangen um
den metacarpophalangealen Gelenken aufliegt Zweckmäßigenveise haben die Auflagerkörper Ϊ;
etwa zylinderförmige Gestalt und ist ihre Auflagerflä ehe durch ein elastisches Material, beispielsweise
Gummi, Schwammgummi od. dgl. gebildet.
Weitere in den Seitenwänden vorgesehene Loche 16,17.. 18.19.. 20 und 21 können zur Einführung aus
wechselbarer Stifte dienen, die entweder direk Übungsstifte sind oder an denen Gummischlaufei
aufgehängt werden können, wie dies weiter unten nä her erläutert wird.
Verschiedene Benutzungsarien der in F i g. 2 dar gestellten Vorrichtung sind in den F i g. 3 bis 6 veran
schaulicht. Selbstverständlich sind aber noch viel· andere Anwendungsarten möglich.
Um die günstigste Stellung der durch den Stift 1'
und die auf ihm befindlichen Zylinder aus Gumm od. dgl. festgelegten Auflagerfläche festzustellen, greif
der Benutzer zunächst in den oberen Teil des Geräte hinein, wo der Abstand zwischen den Führungswän
den am größten ist, ued bewegt dann die Hand si
weit abwärts, bis sich die Finger zwischen den Führungswänden
einklemmen. Sodann führt er die Stif'e 14 in diejenige Lochgruppe ein. die dieser Stellung
am nächsten kommt.
Zu den wichtigsten Übungen gehören die Streckuiul
Beugcübungen der Finger zwischen den Führung
wänden. Für diese Übungen wie auch für andei-j
ist es wesentlich, daß die metacarpophalangealen Gelenke auf der Auflagefläche in natürlicher Stellung nebeneinander angeordnet aufliegen und die
Sehnen in geraden Linien über sie hinweggehen. Eine Ulnaabknickung soll insbesondere für den Zeigefinger vermieden werden, was durch die größere Breite
des für den Zeigefinger bestimmten Schlitzes und den Einsatzkörper 12, der sich in dem Schlitz befindet,
erreicht wird.
Die richtige Auflagerung der Hand auf den Auflagerflächen ist automatisch durch die Stellung der
Auflagerflächen mit Bezug auf die Kanten der Führungswände gegeben. Der Kranke führt die Finger in ao
die Schlitze zwischen den Führungswänden so weit ein, daß die Vorderkanten der Führungswände die
Hautfalten zwischen den Fingern berühren.
Bei den Streck- und Beugeübungen verhindern die Führungswände wesentliche seitliche Abbiegungen »5
der Finger, was einen günstigen Finfluß auf die Zwischenknochenmuskeln (musculi interossei) hat.
r;urch seitliches Anlegen der Finger gegen die Führungswände im Sinne einer Abduktions-oder Adduktionsbewegung erhält man isometrische Übungen, die
ebenfalls zur Stärkung dieser Muskeln führen.
Was speziell F i g. 3 anbelangt, so zeigt sie eine
Übung zur Stärkung der tiefen und oberflächlichen Fingerbeuger (musculi flexores digitorum profundus
et sublimus) des 2. bis 5. Fingers. Diese Übung besteht darin, daß die zylinderförmigen Auflagerteilc
von den Fingern fest umschlossen werden (s. Richtung der Pfeile). Die Grundphalangen bleiben bei dieser übung gestreckt, so daß sie eine fast gerade Linie
mit der Sehne auf dem Handrücken bilden.
Gleichzeitig kann der Daumen von unten oder von oben gegen einen Stift 22 gelegt werden, um auf diese
Weise isometrische Übungen auszuführen.
F i g. 4 zeigt eine andere Übung für den Daumen, die darin besteht, daß der Daumen in eine Gummischlaufe 23 eingeführt ist. die beispielsweise an
dem über die Wand 5 nach außen vorspringenden Ende 14 σ des Stiftes 14 aufgehängt ist. und der Dau-
tien in der Gummischlaufe unier Ausdehnung dersel-
ten Ahspreizbewegiingen durchführt.
F i g. 5 veranschaulicht eine Übung für die Fmgersirecktnuskeln
(Extensoren). Für diese Übung sind Ciummischlaufen 24 an einem unteren Querstift 25.
der beispielsweise in den Löchern 16 des Gerätes gelagert ist. aufgehängt und sind die Finger durch die
oberen Enden diener Ciummischlaufen hindurchge- führt, so daß sie bei den Streckbewegungen den elastischen
Widerstand der Gummischlaufen überwinden nüssen. Auch diese übung wird in einer Stellung
tiurebgefiihrt. die der normalen Stellung der Sehnen 5c
und Muskeln entspricht.
F i g. fi zeigt eine isometrische Übung für die Streckmuskeln der Finger, und zwar legen sich hierbei
die Finger in der Strecklage gegen einen im oberen Teil des Gerätes befindlichen Stift 26 an. der beispielsweise
in den Löchern 20 des Gerätes gelagert ist.
Bei allen Übunsen kann das Gerät auf eine Unterlage,
beispielsweise eine Tischplatte 27. aufgesetzt werden.
Die beiderseits des Gerätes vorgesehenen Auflagerflächcn
können auch dazu dienen, beide Hände gleichzeitig zu üben.
Die Querstifte, gegen die sich die Finger bei hren
Übungen legen, können von einer Gummiliülle umgeben sein.
Eine andere Ausführungsform des Gerätes gemäß der Erfindung ist in den F i g. 7 bis 9 dargestellt. Dieses Gerät besteht aus einer Platte 28 aus Gummi,
Kunststoff, Schaummaterial od. dgl., die sich gegen die Innenhand legt und deren dem Handgelenk entgegengesetzt gerichteter Rand bei Beugeübungen vom
2. bis 5. Finger umgriffen wird, wobei diese Finger von Rippen 29. 30. 31. 32, 33 geführt werden, die die
Führunsiswände für die Finger darstellen. Auch hier können sich die Finger bei Abduktions- oder Adduktionsbewegungen seitlich an diese Wände zur Durchführung isometrischer Übungen anlegen. Die Form
der Rippen ist zweckmäßigerweise derart gewählt, daß die zwischen ihnen befindlichen Kanäle oder
Schlitze leicht fächerförmig gerichtet sind, so daß auch die Finger bei ihren Übungen fächerförmig liegen. Die diese Führungswände bildenden Rippen 29.
30. 31. 32. 33 erstrecken sich in dem in den Fig. 7 bis 9 dargestellten Gerät nicht nur über den eigentlichen Vorderrand der Platte 28. sondern verlängern
sich auf der an der Hand anliegenden Seite und auf der gegenüberliegenden Seite der Platte nach dem
Handgelenk zu. Die Verlängerungen auf der an der inneren Handfläche anliegenden Seite der Platte sorgen dafür, daß die zwischen ihnen angeordneten
Grundphalangen gut auf der Platte aufliegen und daß auch da1· metacarpophalanceale Gelenk jedes
Fingers gut unterstützt ist und mit der Sehne in normaler Weise in etwa der gleichen Ebene lieg»
Die Platte wird durch einen Gurt 34. der über den Handrücken hinweg gespannt wird, in der richtigen
Lage gehalten, und zwar ist die Breite des Gurtes 34 derart gewählt, daß die Platte 28 dann die richtige
Lage hat. wenn die Hand in dem Zwischenraum zwischen Platte und Gurt so weit wie möglich nach vorn
hineingelegt worden ist. Die Befestigung des Gerätes an der Hand ist in Fi g. 8 veranschaulicht.
Die Platte 28 weist einen seitlichen Stift 35 auf. gegen den sich der Daumen zur Ausführung isometrischer Übungen anlegen kann. Ferner ist auf dei
Rückseite der Platte eine Ausnehmung 36 \oricsehen. in die sich der Daumen hineinlegen kann, um du
Platte noch besser in der Hand zu halten ock urn mi Hilfe dieser Ausnehmung isometrische Übuncen aufzuführen.
In den Rippen 29 bis 33 können Löcher 37 ar.ee
bracht sein, durch die ein Übungsstift hindurehge führt werden kann. Je nach der Form des von de;
Fingern umgriffenen Randes der Platte 28 können dii Achsen diener Löcher und entsprechend auch dii
Achse des Übungssiifte< geradlinig oder leicht ge krümmt sein (s. die durch eine gestrichelte Linie an
gegebene Krümmung in F i g. 7). Schließlich kön nen mit dem Gegenstand der F i g. 7 bis 9 auel
Übungen mit Hilfe von GummiscMaufen t.emach werden. In den Fig. S und 9 sind zwei Gummi
schlaufen 38. 39 dargestellt, die zur Übung des Dau mens unu des Zeigefingers dienen. Das eine End
dieser Gummischlaufen ist an einem Stift 40 de Platte 28 angeschlossen.
209 520 17
ίο
Ein besondeier Vorteil des in den F i g. 7 bis 9 dargestellten
Gerätes besteht darin, daß es bequem mitgenommen werden und jederzeit, zum Beispiel in Arbeitspausen,
benutzt werden kann.
Die in den Fig. 10 und 11 dargestellten Geräte
sind vereinfachte Variationen des Gerätes nach den Fig. 7 bis 9.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 10 sind in der
aus Gummi, Kunststoff (Plastik) od. dgl. bestehenden flaue 28 a Löcher 41, 42, 43, 44 vorgesehen, durch
Welche der 2. bis 5. Finger zur Durchführung der Dbungen der tiefen und oberflächlichen Fingerbeuger
lindurchgreift. Das für den Zeigefinger bestimmte Loch 41 hat einen größeren Abstand von dem beftachbarten Loch 42 als die Löcher 42 bis 44 untereinander. Die die Löcher trennenden Teile 41 α bis
4Ma der Platte 28 a haben im wesentlichen die gleiche Aufgabe wie die Rippen 29 bis 33 der F i g. 7 bis 9.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 11 sind die Löcher durch nach außen offene Ausschnitte 41,,
42,, 43,, 44, am Rande der Platte 286 ersetzt.
Die Befestigung der Geräte nach Fig. 10 und 11
*n der Handinnenseite geschieht mittels eines den Handrücken überspannenden elastischen Gurtes 45.
An der Innen- und/oder Außenseite der Platte 28 a bzw. 28 b, in der Nähe der Löcher oder Ausschnitte,
können in der Zeichnung nicht dargestellte Streifen aus elastischem Schaummaterial zum Beispiel durch
Kleben befestigt sein.
Kerben 46, 47, 48 dienen zum Halten von Gummibändern 49 und 50, deren ersteres Übungen der
Streckmuskeln des 2. bis 5. Fingers und letzteres Übungen des Daumens ermöglicht. Der Daumen, der
außerhalb des Gurtes 45 /erbleibt, kann auch durch Umschließu.i der Platte und Anpressen an die Platte
trainiert werden.
Die Platte des Gerätes nach Fig. 10 hat einen
Fortsatz 51. der sich bis in die Nähe der Handwurzel erstreckt. Unter Umständen kann dieser Fortsatz, wie
clinch strichpunktierte Linien angedeutet ist, noch verlängert werden, so daß er am Vorderarm durch
einen weiteren, nicht dargestellten Gurt befestigt werden kann.
ίο F i g. 11 zeigt das Gerät ohne den Fortsatz 51. Das
verkürzte Gerät ermöglicht ein automatisches Training der Hand, welche gleichzeitig einen Gegenstand,
z. B. einen Eimer, eine Aktentasche od. dgl. mittels eines Henkels trägt. Der Fortsatz 51 braucht nicht
aus einem Stück mit dem Rest der Platte zu biatehen;
er kann mit lösbaren Befestigungsmitteln versehen
sein, so daß er an die Platte angesetzt oder von ihr
getrennt werden kann.
ao gesagt ist, gilt natürlich für alle Geräte der in den
Fig. 7 bis 11 dargestellten Art.
Es wird noch darauf hingewiesen, daß bei den Geräten nach den Fig. 7 bis 11 die Einkerbungen zwischen den Rippen 29 bis 33 bzw. die Löcher 41 bis
»5 44 oder Ausnehmungen 41, bis 44, auf einer nach
außen konvexen Kurve von beispielsweise elliptischer Form liegen.
Die Geräte gemäß der Erfindung sind nicht nur zur Stärkung einer kranken Hand geeignet, sendern auch
zur Übung und Stärkung gesunder Hände, zum Beispiel der Hände eines Pianisten.
Zweckmäßigerweise sind die Geräte gemäß der Erfindung aus einem Material hergestellt, das die Benutzung des Gerätes auch unter Wasser gestattet.
Claims (23)
1. Vorrichtung zur Übung der Hand- und Fingermuskeln
mit einen Auflager für oie Hand, dessen Rand von den Fingern umgriffen werden
kann, dadurch gekennzeichnet, daß das Auflager für die Hand eine Stützfläche für die Balis
der Grundphalangen des 2. bis 5. Fingers und des metacarpophalangealen Gelenks bildet, daß
der von den Fingern zu umgreifende Teil des Auflagers durch starre, Führungskanäle oder
Führungsschlitze bildende Wände in Abschnitte für den 2. bis 5. Finger unterteilt ist, wobei die
Stützfläche in unmittelbarer Nähe des Eingangs der Führungskanäle- oder Schlitze liegt, daß die
von den surren Wänden gebildeten Führungska-
«äle- oder Schlitze eine Breite entsprechend der Fingerbreite und einen Abstand und eine Rieh- ao
lung entsprechend der Stellung der Finger in leicht gespreizter Lage (Normallage der Finger)
laben und daß die Höhe und mechanische Widerstandsfähigkeit der starren Wände ausreicht,
V.1I1 bei Abduktions- und Adduktionsbewegungen
der Finger, durch die sich diese seitlich an die Wände zur Ausführung isometrischer Übungen
anlegen, einen festen Gegenhalt für die Finger zu bilden.
2. Vorrichtung n.xh Ai /pruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß dec Schlitz für den Zeigefinger breiter ist als die Schlitze ijr d'^ anderen Finger.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenwand des
für den Zeigefinger bestimmten Kanals derart angeordnet
oder geformt ist, daß der Zeigefinger bei Streckbewegungen von dem benachbarten Mittelfinger
abgespreizt wird und infolgedessen die Sehne des Streckmuskels (extensor) dieses Fingers
ohne wesentliche seitliche Abknickung in der Ebene des zugehörigen metacarpophalangealen
Gelenks bleibt.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß *>ie aus einer an die
Innenhand anlegbaren, die Auflagerfläche bildenden Platte (28) besteht, welche an ihrem dem
Handgelenk abgewendeten Rande oder in der Nähe desselben Querrippen (29 bis 33) aufweist,
welche quer zum Rand der Auflagefläche vcrlaiifende
Führungskanäle für den 2. bis 5. Finger bilden.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4. dadurch gekennzeichnet, daß sich die Führungsrippen (29
bis 33) auch oberhalb und eventuell auch unterhalb des Teils der die Auflagelflache bildenden
Platte (28) erstrecken, der dem freien Ende derselben benachbart ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die c|iicr zur Auflagefläche verlaufenden Führungskanal durch Löcher (41
bis 44) in der die Auflagefläche bildenden Platte (28 a) gebildet sind, durch welche die Finger hindurchgreifcn.
7. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gckennzeichnet,
daß die c|iier zur Auflagefläche verlaufenden Fülmmgskanale durch nach außen
offene Ausschnitte (4I1 bis 44,) am Rande der
die Auflagerfläche darstellenden Platte (28 b) gebildet sind.
8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der die Auflagerfläche
bildende Auflagerkö/per (28, 28 a, 26 b)
durch einen den Handrücken überspannenden Gurt (34, 45) gegen die Handinnenfläche angelegt
wird.
9. Vorrichtung nach eisern der Ansprüche 4 bis
8, dadurch gekennzeichnet, daß der die Auflagerfläche bildende Auflagerkörper über die Handwurzel
hinaus verlängert und mit einen Gurt od. dgl. versehen ist, mit dem sein den Fingern
abgewandtes Ende am Vorderarm befestigt werden kann.
10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen
den Führungskanälen für den Zeigefinger (2. Finger) und den Mittelfinger (3. Finger), insbesondere
der Abstand der für diese Finger bestimmten Führungskanäle zwischen den Querrippen
(29, 30, 31, F i g. 7 bis 9) oder zwischen den Löchern (41, 42, F;g. 10) oder zwischen den
Ausschnitten (4I1, 42r Fig. U), größer ist als
die Abstände der Führungskanäle für den 3. und 4. Finger bzw. den 4. 'ind 5. Finger.
ti. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß der Rand der die Auflagerfläche bildenden Platte (28), an der die
Querrippen (29 bis 33) angeordnet sind, bzw. die Löcher (41 bis 44) oder die Ausschnitte (4I1 bis
44,) der Auflagerfläche längs eines nach den Fingern zu konvexen Bogens angeordnet sind.
12. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 11,
gekennzeichnet durch einen seitlichen Vorsprung, gegen den sich der Daumen für isometrische
Übungen anlegen kann.
13. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 12, gekennzeichnet durch Vorsprünge, Kerben od. dgl.,
an denen eine aus Gummi oder ähnlichem elastischem Material bestehende Schlaufe befestigt
werden kann, in welche ein Finger zur Durchführung von Übungen hineingreift.
14. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungs%vände
(1 bis 5) mit Hilfe \on Abstandshaltern (6, 7) zu einem Gestell verbunden sind, in dem die die
Auflagefläche bildenden, zwischen je zwei Führungswänden befindlichen Teile (13, 14) in der
Nähe des Eingangs jedes von diesen Wanden gebildeten Schlitzes gelagert sind.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14. dadurch gekennzeichnet, daß die die Auflagerfläche bildenden
Teile (13. 14) zylindrische Form haben.
Kv Vorrichtung nach Anspruch 14 oder 15.
dadurch gekennzeichnet, daß die Auflagefläche aus einem elastischen Material (13) gebildet ist.
17. Vorrichtung nach den Ansprüchen 14 bis 16. dadurch gekennzeichnet, daß die Führungswänclc
(I bis 5) derart gegeneinander geneigt sind, daß sich ihr Abstand von unten nach oben
erweitert.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17. dadurch gekennzeichnet, daß in den Führungswänden in
mehreren Höhenlagen Offnungen (15 a. 15/?
15 r) zur Aufnahme eines die Auflagerfläche tra- |!fnclcti Stiftes (14) angeordnet sind, so daß dci
Abstand zwischen zwei benachbarten Führune«··
wänden an der Stelle der Auflngerfläche der Breite
der Finger der zu behandelnden Hand angepaßt werden kann.
19. Vorrichtung nach den Ansprüchen 14 bis
18, dadurch gekennzeichnet, daß in den FUhrungswänden
(1 bis 5) öffnungen (16 bis 21) zur Aufnahme von Übungsstiften od. dgl. vorgesehen
sind, an die sich einzelne Finger zwecks Durchführung isometrischer Übungen von unten oder
oben anlegen können.
20. Vorrichtung nach den Ansprüchen 14 bis
19, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Führungswänden (1 bis 5) Gummischlaufen (23,
24) aufgehängt sind, in welche einzelne Finger zur Durchführung von Übungen hineingreifen
können.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß zur Aufnahme der Gummischlaufen
(23, 24) auswechselbare Stifte (25) dienen, die durch öffnungen in den Führungswänden
(1 bis 5) hindurchgesteck. sind.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitze
oder Kanäle zwischen den Führungswänden (1 bis 5) an beiden Enden offen sind und daß zwisehen
den Führungswänden an beiden Enden Auflagerflächen (13,14) vorgesehen sind, von denen
die eine für die rechte und die andere für die linke Hand bestimmt ist.
23. Vorrichtung nach Anspruch 3 und einem der Ansprüche 14 bis 22, dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Innenwand (4) des für den Zeigefinger bestimmten Schlitzes ein Einsatzkörper
(12) befestigt ist, durch den der Zeigefinger in mehr oder weniger gestreckter Stellung
von der Innenwand (4) entfernt gehalten wird.
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