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"Unterwasser - Spielzeugantriebsvorrichtung" Die Erfindung betrifft
eine Unterwasser-Spielzeugantriebsvorrichtung mit einem batteriebetriebenen Elektromotor,
einem Propeller und Ru,sderblatt, wobei in einem Gehäuseteil mit Kontakteinrichtungen
eine Batterie einsetzbar ist, im zweiten Gehäuseteil der Motor gelagert ist, und
die Motorwelle als Propellerwelle aus dem zweiten Gehäuseteil austritt, Schaltmittel
zum wahlweisen Ein- bzw. Ausschalten des Motors vorgesehen sind sowie mit Befestigungsmitteln
zur Anbringung der Antriebsvorrichtung an einem Spielzeug.
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Derartige Antriebsvorrichtungen sind bekannt. Bei einer ber kannten
Antriebsvorrichtung dieser Art weisen die beiden Gehäuseteile wasserdicht miteinander
in Eingriff bringbare Randteile auf und Kontaktglieder sind so angeordnet, daß sie
in einer gegenseitigen Umfangsstellung der gegeneinander verdrehbaren Gehäuseteile
einander berühren, in anderen gegenseitigen Umfangsstellungen der beiden Gehäuseteile
jedoch ausser Eingriff voneinander sind.
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Nachteilig bei dieser bekannten Vorrichtung ist, daß z:lm Ein-bzw.
Ausschalten des Motors eine relative Verdrehung der Gehäuseteile notwendig ist.
Durch die Notwendigkeit, die beiden Gehäuseteile gegenelnander verschiebbar auszubildeh,
bedingt, ergeben sich Schwierigkeiten hinsichtlich der Abdichtung gegenüber
dem
umgebenden Wasser. Die beiden zu lösenden Forderungen, nämlich absolute Wasserdichtheit
der Verbindung einerseits und Verdrehbarkeit zur Betätigung des Motors andererseits
wirken gegeneinander. Hinzu kommt, daß nach längerer Gebrauchsdauer unter Umständen
die Reibung zwischen den Gehäuseteilen nachlässt und bei eingeschaltetem Motor durch
unvermeidliche Vibrationen ein selbsttätiges, ungewolltes Abschalten eintritt. Auch
hinsichtlich der Betätigung ergeben sich Nachteile bei der bekannten AusfUhrungsform.
Ist nämlich eine derartige Antriebsvorrichtung am Kiel eines Spielzeugschiffes befestigt,
dann kann es relativ leicht vorkommen, daß bei dem Versuch die beiden Gehäuseteile
gegeneinander zu verdrehen, eine Trennung der Gehäuseteile unter Wasser stattfindet.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Unterwasser-Spielzeugantriebsvorrichtung
der eingangs erläuterten Art zu schaffen, bei der eine dauernde dichte Verbindung
zwischen den Gehäuseteilen möglicn ist und das Ein- und Ausschalten des Elektromotors
unabhängig von der relativen Lage der beiden Gehäuse teile erfolgen kann.
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Diese Aufgabe wird nach der Erfindung im wesentlichen dadurch gelöst,
daß zwischen einem Kontakt des Elektromotors und einem Kontakt bzw. Pol der Batterie
eine senkrecht zur Gehäuselängsrichtung verschiebbare isolierende Trennplatte mit
einer Kontaktöffnung vorgesehen ist, daß die Gehäusewandung durchdringende Betätigungsmittel
zum Verschieben der Trennplatte und Dichtungsmittel zwischen den Gehäuseteilen und
zwischen Gehäuse und Betätigungsmittel angeordnet sind.
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Durch die Erfindung wird in einfacher Weise erreicht, daß die beiden
Gehäuse teile nach Einsetzen der Batterie äußerst fest und dicht miteinander verbunden
werden können, wodurch sich
ein praktisch starres einteilige Gehäuse
ergibt, während die Betätigung des Motors durch einen einfachen Schiebevermöglicht
wird. Da ferner die erfindungsgemäss angeordnete und ausgebildete isolierende Trennplatte
nicht elektrisch sondern rein mechanisch wirkt, da sie wahlweiseßie Verbindung zwischen
einem Batteriepol und einem Motorpol unterbricht, können auch keine Kontaktschwierigkeiten
durch Korrosion od. dgl. entstehen.
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Besonders zweclunässig ist es, wenn die Gehäuseteile elastische Rand
teile zur Verbindung untereinander aufweisen und der Randteil des Batteriegehäuseteils
eine Ausnenmung Sas Betätigungselement des Motorgehäuseteils aufweist und das Betätigungselement
zur Verriegelung gegenüber Verdrehungen der beiden Gehäuseteile relativ zueinander
dient. Durch diese Ausbildung ist sichergestellt, daß der jeweils zweite Kontakt
der Batterie bzw. des Motors stekts in Eingriff gebracht werden, da eine Zusammenfügung
der beiden Gehäuseteile nur bei einer ganz bestimmten relativen Lage möglich ist,
nämlich bei der das Betätigungsmittel in die Ausnehmung des Batteriegehäuseteiles
eingreift.
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Zur Bedienungsvereinfachung ist es zweckmässig, wenn nach einem weiteren
Merkmal der Erfindung die verschiebbare Trennplatte um etwa 900 versetzt gegenüber
dem Befestigungsmittel der Antriebsvorrichtung angeordnet ist.
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Eine besonders einfache Ausführungsform ergibt sich dann, wenn Trennplatte
und Betätigungsmittel einstückig aus Kunststoff hergestellt sind.
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Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung werden anhand der Zeichnung
näher erläutert, die schematisch ein Ausführungsbeispiel darstellt.
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Eine erfindungsgemässe Unterwasser-Spielzeugantriebsvorrichtung besteht,
wie das dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt, in an sich bekannter Weise aus einem
Batteriegehäuseteil 4 und einem Motorgehäuseteil 7. In bzw. an diesen beiden Gehäuseteilen
sind alle Einzelteile der Antriebsvorrichtung angeordnet.
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Das Batteriegehäuseteil 4 weist einen Randteil 18 auf, der mit Rillen,
Nuten od.dgl. versehen ist, zur Verbindung des Gehäuseteils 4 mit dem entsprechenden
Randteil 19 des Motorgehäuseteiles 7. Das vorzugsweise zylindrisch ausgebildete
Gehäuseteil 4 kann, wie dargestellt, sich konisch verjüngen. Im Gehäuseteil 4 ist
eine Kontaktanordnung 6 eingesetzt, mit einem Kontakt 16 und einem Schraubfederkontakt
23. Diese Kontakt einrichtung 6, 16 und 23 wird in den Gehäuseteil 4 eingelegt,
eingedrückt oder in Haltenuten, Haltewarzen od.dgl. eingeklemmt.
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Die Schraubfeder 25 stützt sich elastisch gegen einen Pol der Batterie
5 ab und drückt, im zusammengebauten Zustand; die Batterie 5 elastisch federnd gegen
einen entsprechenden Motorkontakt 13, Die Batterie weist an einem Ende einen bekannten
Kontaktstift 14 auf.
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Im Motorgehäuse 7 ist ein Elektromotor 1 gelagert. Einzelheiten der
Lagerung und der Befestigung werden nicht näher erläutert, da sie nicht Gegenstand
der vorliegenden Erfindung sind. Die Rotorwelle 8 durchdringt eine Stirnwand des
Motorgehäuses 7 und trägt an ihrem Ende einen Propeller 2. Das Gehäuse 7 ist mit
Fortsätzen 21 und 22 versehen, die als Tragarme für ein Ruderblatt 5 dienen. Das
Ruderblatt 3 weist zapfenartige Vorsprünge 24 auf, die in zugeordnete Löcher der
Tragarme 21 und 22 eing.reifen und mit bestimmter Reibung die Einstellung des Ruderblattes
3 in eine gewünschte Stellung ermöglichen.
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Längs einer Frzeugenden des vorzugsweise ebenfalls zylinderförmigen
11otorgehauseteiles 7 sind Befestigungsmittel 9 zur Verbindung der AntrieL,svorrichtung
mit dem jeweiligen Spielzeug
angeordnet. Diese Befestigungsmittel
9 können aus einem quaderförmigen Teil mit schwalbenschwanzförmiger Nut bestehen,
in die ein entsprechend geformtes Teil des Spielzeuges eingeschoben wird. Anstelle
der dargestellten Befestigungsmittel können aber auch Haftmagnetek Saugnäpfe od.dgl.
vorgesehen werden.
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Ein Pol des Motors 1 ist mit einem Motorkontakt 15 verbunden, der
im zusammengebauten Zustand mit dem Batteriekontakt 6 der Kontakteinrichtung 6,
16 und 25 im Batteriegehäuse 4 mechanisch und elektrisch verbunden wird. Der zweite
Pol des Motors 1 ist mit einem Motorkontakt 13 verbunden, der zentrisch angeordnet
ist und dem Batteriekontakt 14 im zusammengebauten Zustand gegenüberliegt. Im eingeschalteten
Zustand wird durch die Schraubfeder 25 der Pol 14 der Batterie 5 elastisch gegen
den Pol 13 des Motors 1 gedrückt, wodurch die elektrische Verbindung geschlossen
wird} der Motor 1 läuft und der Propeller 2 sich dreht.
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Das Motorgehäuseteil 7 weist ebenfalls einen Randteil 19 auf, der
mit dem Randteil 18 des Batteriegehäuseteils 4 zusammenwirkt. Zur Abdichtung gegenüber
dem umgebenden Wasser dient eine Dichtungsvorrichtung 17, beispielsweise in Form
eines eingelegten Dichtringes od.dgl.
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Erfindungsgemäss ist als Ein- bzw. Ausschaltvorrichtung für den Motor
1 eine isolierende Trennplatte lo zwischen Motorkontakt 15 und Batteriekontakt 14
quer verschiebbar angeordnet.
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Die isoliertrennplatte lo weist eine etwa kreisförmige Kontaktöffnung
11 auf. Ferner ist ein Betätigungsmittel 12 zur Verschiebung der Trennplatte lo
vorgeskehen. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Betätigungsmittel
12 mit der Trennplatte lo einstückig ausgebildet. Das Betätigungsmittel 12 durchdringt
dabei die Wand des Motorgehäuseteiles 7, Im Randteil
18 des Batteriegehäuseteils
4 ist eine Ausnehmung 20 vorgesehen, in die im zusammengebauten Zustand das Betätigungsmittel
12 eingvreift. Durch das Betätigungsmittel 12 und die Ausnehmung 20 wird sichergestellt,
daß die beiden Gehäuseteile 4 und 7 nicht in Umfangsrichtung gegeneinander verdrehbar
sind. Dadurch ist ferner gewährleistet, daß die Kontaktteile 15 und 16 stets in
Verbindung bleiben. Durch entsprechendes Verschieben des Betätigungsmittels 12 wirddie
Trennplatte lo
in eine Lage gebracht, in der der Kontakt 14 der Batterie 5 unter dem Druck der
Feder 25 durch die oeffnung 11 hindurch mit dem Motorkontakt 13 in elektrisch leitende
Verbindung treten kann. In dieser Stellung ist der Motor 1 eingeschaltet. Durch
Verschieben des Betätigungsmittels 12 wird erreicht, daß der durchgehende Teil der
Trennplatte lo sich zwischen Motorkontakt 13 und Batteriekontakt 14 schiebt, wobei
die Batterie 5 gegen den Druck der Feder 23 ein Stück in das Gehäuse 4 hineingedrückt
wird. Dadurch wird der mechanische und elektrische Kontakt zwischen Batterie 5 und
Motor 1 unterbrochen. In dieser Stellung der Schalteinrichtung lo, 12 ist der Motor
1 abgeschaltet. Auch für das Betätigungsmittel 12 ist eine Dichtungseinrichtung
vorgesehen. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist diese Dichtungseinrichtung
mit dem Dichtungsring 17 einstückig ausgebildet. Die Ausbildung kann ferner so getroffen
werden, daß das Betätigungsmittel 12 Einschnürungen od.dgl. aufweist, die jeweils
die Ein- oder Ausschaltstellung genau definieren. Besonders zweckmässig ist es,
wenn, wie dargestellt, die Verschieberichtung der Schalteinrichtung 10, 12 um 90°
versetzt gegenüber dem Befestigungsmittel 9 angeordnet ist, so daß bei montierter
Antriebsvorrichtung die Betätigung des Motors durch einfache seitliche Verschiebung
der Schaltmittel senkrecht zur Längsachse erfolgen kann. Bei dieser Anordnung ist
auch sichergestellt, daß keine ungewollte Änderung des Schaltzustandes durch Erschütterungen
oder das Eigengewicht der Trennplatte lo auftreten kann.
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Die Gehäuseteile 4, 7; die Schaltmittel lo, 12 sowie Propeller 2 und
Ruderblatt 5 sind vorteilhafterweise aus Kunststoff hergestellt.
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Gemäss einem weiteren vorteilhaften Merkmal der Erfindung weist die
Trennplatte 1o in Verschieberichtung Führungsmittel 25, 26 für den Batterie- undXoder
Motorkontakt auf. Diese Führungsmittel können beispielsweise in Form einer länglichen
Führungs-' ^5 ausgebildet sein oder in Form einer U-förmigen Führungs-56 od.dgl.
Durch diese Fünrungsmittel ist sichergestellt, da. beim Verschieben der Trennplatte
lo der Batteriekontakt in seiner relativen Lage gehalten wird und nicht gegenüber
der Trennplatte seitlich verschoben wird. Werden die Führungsmittel auf beiden Seiten
der Trennplatte lo angebracht, wird der weitere Vorteil erreicht, daß auch eine
gemeinsame Verschiebung von Trennplatte und Batteriekontakt in einer anderen Richtung
als der Schalt-Verschieberichtung ausgeschlossen wird.
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Die obenstehend erwähnten Dichtungsmittel können auch in Form eines
Dichtungsringes ausgebildet sein, der in die Wandteilel8 bzw. 19 eingelegt wird
oder eingreift, während für das Betätigungsmittel 12 in der Durchtrittsöffnung eine
umlaufende 27 Dichtungslippe/vorhanden ist. Diese Dichtungslippe wird in vorteilhafter
Weise durch eine entsprechende Verjüngung des Wandquerschnittes im Bereich der Durchtrittsöffnung
erzielt.
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Diese Dichtungslippe legt sich fest dichtend an den Umfang des Betätigungsmittels'12,
wobei zusätzlich der Wasserdruck noch dichtend auf die Dichtlippe drückt.
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Anstelle eines Dichtungsringes 17 kann auch eine an sich bekannte
Labyrinthdichtung vorgesehen sein. -Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte
und beschriebene
Ausführungsbeispiel beschränkt. Sie umfasst auch
alle Teil-und Unterkombinationen der beschriebenen und/oder -dargestellten Merkmale.
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- Ansprüche -