DE2023719A1 - Elektrographisches Drucksystem - Google Patents
Elektrographisches DrucksystemInfo
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- DE2023719A1 DE2023719A1 DE19702023719 DE2023719A DE2023719A1 DE 2023719 A1 DE2023719 A1 DE 2023719A1 DE 19702023719 DE19702023719 DE 19702023719 DE 2023719 A DE2023719 A DE 2023719A DE 2023719 A1 DE2023719 A1 DE 2023719A1
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Description
Patentanwalt '
8 München 26, Postfach 4·
Mein Zeichen: P 925
Anmelder: HONElWELL INC.
2701 Fourth Avenue South, Minneapolis, Minnesota, V. St. A.
Die Erfindung liegt generell auf dem Gebiet der Bildreproduktion}
sie bezieht sich insbesondere auf ein elektrographisches
Drucksystem, bei dem/Aufzeichnungsmedium eine
elektrisch leitende Grundträgerschicht und eine dielektrische Schicht enthält.
Es gibt zur Zeit verschiedene spezielle Verfahren der Bildreproduktion.
Die meisten Verfahren arbeiten mit elektrostatischer Ladungsübertragung. Bei elektrographischen Kopieroder
Drucksystemem, einschließlich des erfindungsgemäßen
Systems, wird im allgemeinen auf einem dielektrischen Medium
ein latentes Bild erzeugt. Dies erfolgt dadurch, daß das betreffende
Medium in das Feld zwischen zwei Elektroden gebracht wird. Zwischen den beiden gegenüberliegenden Elektroden,
die verschiedene Formen besitzen können (runde Form, viereckige Form, Zeichenform, etc.), liegt eine hohe elektrische
Potentialdifferenz. Auf diese Weise wird das erforderliche
Feld erzeugt. Das erzeugte latente Ladungsbild
ooeiu7/im
besitzt dabei die Form der Elektrode, die der dielektrischen
Oberfläche des Mediums zugewandt ist.
Die meisten elektrographischen Kopiersysteme können hinsichtlich
der Elektrodenkonfigurationen im wesentlichen in zwei'
Gruppen eingeteilt werden, deren eine Gruppe Systeme umfaßt, welche zeichenförmige Elektroden enthalten, und deren an^dere
Gruppe Systeme enthält, die stiftförmige Elektroden enthalten.
Bei Systemen der erstgenannten Art wird z.B. eine Druckwalze mit hoher Geschwindigkeit gedreht, und ausgewählte Elektroden
ι werden impulsweise nach unten geführt, wenn das jeweils gewünschte
Zeichen der dieleketrischen Fläche gegenüberliegt. Auf diese Weise wird ein latentes Bild auf dem Medium in dem
Bereich erzeugt, in dem die Zeichenelektrode angeordnet war»
Derartigen Systemen haften jedoch bestimmte Nachteile an. So hat es sich z.B. als erforderlich herausgestellt, eine
Walze vorzusehen, die aus einzelnen, elektrisch isolierten Segmenten besteht. Ferner hat es sich als erforderlich erwiesen,
Einrichtungen für das Umschalten der Segmente der sich drehenden Zeichentrommel vorzusehen. Daher sind mit der
rotierenden Trommel mechanische Probleme verbunden. Darüber hinaus muß, um bei einer angemessenen Druckgeschwindigkeit
. arbeiten zu können, ohne eine Zeichenverwischung in Kauf
nehmen zu müssen, die Dauer der Auswahlimpulsekurz sein,
und schließlich muß das.Papier während des Drückens stillstehen.
Dies führt zu einer Beshhränkung der Druckgeschwindigkeit bei einem System dieser Art,
Bei Druck- bzw. Kopiersystemen, bei denen eine Reihe von
Stiftelektroden verwendet wird, können verschiedene Muster oder Bilder, wie alphanumerische Zeichen, dadurch reproduziert
werden, daß bestimmte Elektroden ausgewählt werden, wenn
das Aufzeichnungsmedium an diesen Elektroden vorbeiläuft.
Auch mit einem solchen System sind bestimmte Probleme verknüpft,
die zu einer schlechten Kopierqualität führen· Zwei
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der bedeutendsten Probleme sind die schlechte Konstrastdichte und die Auflösung der schließlich kopierten oder
gedruckten Zeichen. Die Konstrast'(schatten)-Dichte kann als
Dunkelheitsgrad auf der Grauskala definiert werden, während
die Auflösung als Eigenschaft definiert werden kann, genau geformte Zeichen zu bilden. Theoretisch liefern gedruckte
bzw. kopierte Zeichen einen 100#igen Kontrast, was bedeutet,
daß die Zeichen vollständig schwarz sind. Die Stiftelektroden
sind gedc-ch in einem minimalen Abstand voneinander entfernt
zu halten, so daß sie selektiv betätigt werden können. Ist
dies nicht der Fall, so zeichnet sich das jeweils gedruckte Zeichen durch eine schlechte Dichte und eine schlechte Auflösung
aus.
Ein weiteres mit einem Stiftelektrodensystem verknüpftes
Problem ergibt sich aus der Herstellung der Elektrodenanordnung selbst. Normalerweise besitzen die Elektroden οinen
sehr kleinen Querschnitt, und außerdem sind sie dicht beieinander angeordnet. Das Gebilde ist damit beschädigungsempfindlich
und im allgemeinen schwierig herzustellen.
Die Kosten von derzeit erhältlichen elektrographischen
Druck- oder Kopiersystemen sind relativ hoch. Ein zu den hohen Kosten derartiger Systeme führender wichtiger Faktor
ist die Notwendigkeit, je Elektrode eine Steuereinrichtung
vorzusehen. In Systemen, die eine relativ hohe Auflösung und Schattendichte erfordern, kann die Gesamtzahl an Elektroden
in der Größenordnung von 200 Elektroden je 25,4- mm liegen.
Ist eine gesonderte Hochspannungs-Steuerschaltung für jede Elektrode erforderlich, so werden die Kosten des Systems
ungewöhnlich hoch.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, ein elek- *
trographisch.es Kopier- oder Drucksystem zu schaffen, das
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unter Vermeidung der vorstehend aufgezeigten Nachteile besonders einfach und preiswert aufgebaut werden kann.
Gelöst wird die vorstehend aufgezeigte Aufgabe durch ein elektrographisches Kopier- oder Drucksystem, bei dem auf
einem Aufzeichnungsmedium latente Bilder durch Anlegen einer
Hochspannung an dieses Aufzeichnungsmedium erzeugt und durch
Toner sichtbar gemacht werden« Dieses Drucksystem ist erfindungsgemäß
dadurch gekennzeichnet, daß ein eine Vielzahl von Elektroden enthaltendes Elektrodengebilde vorgesehen
ist, dass eine Elektroden-Steuerschaltung vorgesehen ist, die einen Zeichengenerator, eine erste und eine zweite Gruppe von
Hochspannungs-Steuerschaltungen zur Speisung durch den Zeichengenerator und eine Auswahlmatrix enthält., daß die Auswahlmatrix
eine erste Vielzahl von passiven Elementen, welche an die Ausgänge der ersten Gruppe von Hochspannungs-Steuerschaltungen
angeschlossen sind, und eine zweite Vielzahl von passiven Elementen, die an die Ausgänge der zweiten Gruppe
von Hochspannungs-Steuerschaltungen angeschlossen sind, enthält, daß die an die erste Gruppe von Hochspannungssteuerschaltungen
angeschlossenen Elemente an einen gemeinsamen Verbindungsknoten miteinander verbunden sind, wobei ein gesondertes
Element an eine der zu der zweiten Gruppe gehörenden Hochspannungs-Steuerschaltungen angeschlossen ist,
daß eine Ausgangsleitung diese Knoten mit einer der Elektroden verbindet und daß mit Auftreten eines Ausgangssignals von
dem Zeichengenerator durch jede Ausgangsleitung selektiv eine Hochspannung an die entsprechende Elektrode anlegbar ist.
Durch die Erfindung ist also ein elektrographisches Kopieroder
Drucksystem geschaffen, bei dem ein Aufzeichnungsmedium
latente Bilder trägt, die auf dem Aufzeichnungsmedium dadurch erzeugt werden,.daß an dieses Aufzeichnungsmedium ein hohes
Potential angelegt wird. Die latenten Bilder werden dabei durch
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anschließende Zuführung von !Toner sichtbar gemacht. Das
erfindungsgemäße Kopier- oder Drucksystem enthält ferner ein eine Vielzahl von Elektrodenreihen umfassendes Elektrodengebilde,
einen Zeichengenerator und eine Auswahlmatrix. Diese Auswahlmatrix ermöglicht die Verwendung einer geringeren
Anzahl von Hochspannungs-Steuerschaltungen als der Gesamtzahl von Elektroden in dem Elektrodengebilde entspricht.
Das Segenstand der Erfindung bildende Kopier- oder Drucksystem
ermöglicht einen Druck mit erhöhter Auflösung, indem die bisher nicht erzielbare Möglichkeit des Drückens zwischen
benachbarten Elektrodenbereichen erreicht ist. Gemäß der Erfindung wird ein verschachteltes Elektrodengebilde verwendet,
durch das Druckyorgänge bei einer weit höheren Schattendichte (bis zu 100#) ausführbar sind als bisher
möglich war. Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Fähigkeit, die einzelnen Anordnungen billiger herstellen
zu können.
An Hand von Zeichnungen wird die Erfindung nachstehend an einzelnen Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Fig. 1 zeigt in einer Perspektivansicht zum Teil in Blockform einen Teil einer bevorzugten Ausführungsform gemäß
der Erfindung.
Fig. 2A zeigt eine Draufsicht des in Fig. 1 dargestellten
Elektrodengebildes.
Fig. 2B zeigt ein Segment des Aufzeichnungsmediums, unter
Veranschaulichung des latenten Ladungsbildes für den Buchstaben
E.
Fig. 3A bis 3Ξ zeigen verschiedene Stufen der Herstellung
eines dualen Elektrodengebildes.
Fig. 4 zeigt in einem Blockschaltbild das Elektrodengebilde
und dessen zugehörige Steuerschaltung.
Fig. 5 zeigt in einem Schaltplan eine Auaführungsform der
Elektroden-Steuerschaltung.
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Fig. 6 zeigt einen Sohaltplan von in lig. 5 und 7 dargestellten
Steuerschaltungen.
Fig. 7 zeigt einen Schaltplan einer zweiten Ausführungsform der Elektroden-Steuerschaltung»
Elektrodengebilde
In Fig. 1 ist in einer Perspektivansicht, ein Teil eines
bevorzugten Kopier- bzw. Drucksystems gemäß der Erfindung dargestellt. Dabei ist ein Elektrodengebilde 10 veranschaulicht,
von dem ein Teil weggeschnitten ist, um·die Elektroden 12 freizulegen. Bei der dargestellten Ausführungsform hat jede Elektrode
einen nahezu quadratischen Querschnitt; sie endet in einer Arbeitsfläche 14k Diese Arbeitsfläche 14 liegt in einer
gemeinsamen Fläche, und zwar in unmittelbarer Nähe eines Äiifzeichnungsmediums
20. Bei einer praktischen Ausführungsforia
ρ besitzt die Oberfläche 14 eine Fläche von etwa 0,04? mm
(entsprechend 0,005 Zdtftt 0iK?di#), und die Elektrodpnreihen
sind ebenso wie benachbarte Elektroden innerhalb einer Elektrodenreihe um einen Abstand d von etwa 0,13 mm (entsprechend
0,005 Zoll) voneinander beabstandet.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden zwei Elektrodenreihen 15 und 17 verwendet. Jede Arbeitsfläche
14 (mit Ausnahme jener an den Enden der Reihen ist zu dem
Zwischenraum zwischen zwei Arbeitsflächen der benachbarten Reihe ausgerichtet. Der Zwischenraum zwischen zwei Elektrodenreihen
hängt von der Papiergeschwindigkeit und von der Zeit ab, die zum Drucken einer Abtastzeile erforderlich ist.
Eine Abtastzeile kann insbesondere als imaginäre Linie auf dem.die Breite einer Elektrode besitzenden Aufzeichnungsmedium
dargestellt werden, wie dies in Fig« 2B gezeigt ist. Ist die^
obere Grenz© der Geschwindigkeit, bei der eine Elektrodenreihe
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zur Ausführung des Druckes eines latenten Bildes auf der
darüber liegen_den Abtastzeile gespeist werden kann, gegeben, so ist der minimale Abstand zwischen den Elektrodenreihen
durch die Papiergeschwindigkeit und die Beendigung des Drückens einer einzigen Abtastzeile bestimmt. Ein derartiger
Druckvorgang muß dabei beendet sein, bevor die Abtastzeile sich zu der zweiten Elektrodenreihe hinüberbewegt.
Rollen 16 und 18 stellen dabei eine Einrichtung dar, die
das Aufzeichnungsmedium 20 an dem Elektrodengebilde 10 vorbeibewegt.
Dabei können verschiedene andere Antriebseinrichtungen verwendet werden} sämtliche Antriebseinrichtungen liegen
im Rahmen der Erfindung. Das Aufzeichnungsmedium 20 kann
eine leitende Grundträgerschicht enthalten, wie ein behandeltes Papier mit einer daran befestigten dielektrischen Schicht
bestimmter Dicke. Normalerweise ist die dielektrische Schicht dünner als das Grundmaterial. Die die dielektrische Schicht,
tragendd Seite des Aufzeichnungsmediums 20 liegt.der Walze 16
gegenüber, während die leitende Seite der Walze 18 gegenüberliegt.
Wie zuvor erwähnt, erfolgt die Erzeugung (das Drucken) eines
latenten Bildes dann, wenn ein hohes Potential an das Aufzeichnungsmedium
angelegt wird, und zwar an einer bestimmten Stelle auf dem Aufzeichnungsmedium. Über diesem bestimmten
Bereich (der Bereich oberhalb der Elektrodenfläche 14) erfolgt eine elektrostatische Ladungsübertragung, wobei das
Dielektrikum dieses Ladungsbild während einer hinreichend langen Zeitspanne beibehält, so daß ein Toner zugeführt und
auf dem Aufzeichnungsmedium eingebrannt werden kann. Dies, erfolgt
in Bereichen, in denen die Ladung noch vorhanden ist. Durch die Zuführung des Toners wird das jeweilige latente
Bild sichtbar.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten System ist eine Hochspannungs-
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quelle 19 vorgesehen, die die für die Ausführung eines Druckvorgangs erforderliche Hochspannung liefert. Diese
Hochspannung wird der Walze 18 über eine Kommutierungsoder Stromzuführungsbürste 21 zugeführt. Bei dieser Bürste
handelt es sich um ein Element, das die Hochspannung an die Walze 18 abzugeben imstande ist. Sodann wird die Hochspannung
an die leitende Seite des Mediums 20 angelegt. Wenn,sich , das
bezeichfmen TKichtum
Aufzeichnungsmedium in der durch den Pfeil J^/mit einer Geschwindigkeit
von z.B. 25,4 cm/sec bewegt, werden ausgewählte
Elektroden impulsweise geerdet.. Dies erfolgt mit Hilfe der Elektroden-Steuerschaltung 24. Auf diese Weise
wird auf der dielektrischen Fläche des Aufzeichnungsmediums 20 eine Ladung entsprechend einem bestimmten Muster erzeugt.
Ein Zeichengenerator 26 ist an die Elektroden-Steuerschaltung 24 angeschlossen; er bestimmt die Form oder das jeweilige
Druckbild.
Der Generator 26 nimmt geeignete elektrische Signalfolgen (nicht dargestellt) auf, z.B. von einem Rechner. Diese
Signalfolgen sind dabei charakteristisch für bildmäßige Informationen, alphanumerische Informationen oder sonstige
Informationen, die aufzuzeichnen sind. Diese Signalfolgen
werden in zeitlich abgestimmte und entsprechend verteilte ' elektrische Impulse umgewandelt, die der Schaltung 24 zugeführt
wer_den. Der Zeichengenerator 26 kann ein typischer Funktionsgenerator sein, wie er z.B. in der US-Patentschrift
3 289 030 beschrieben ist.
Zum Zwecke der Veranschaulichung sei angenommen, daß ein latentes Bild im Bereich 21 des Aufzeichnungsmediums 20
gedruckt wird. Der.Teil des Bereichs 21, der entweder das Elektrodengebilde 10 überlaufen hat oder über diesem Elektrodengebilde
ist, ist grau getönt dargestellt. Dadurch soll angezeigt werden, an welcher Stelle das latente Bild erzeugt
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worden ist. Die dielektrische Fläche des Aufzeictinungsmediums
20 behält dabei die Ladung tatsächlich bei. Zum Zwecke der Veranschaulichung ist in Fig. 1 jedoch die
sichtbare Seite des Aufzeichnungsmediums 20 grau getönt
dargestellt. Unmittelbar oberhalb des Elektrodengebildes 10 ist, wie dargestellt, das zahnförmige latente Bild vorhanden.
Zu einem Zeitpunkt während des Betriebs des Systems wird die
erste Elektrpdenreihe 15 gespeist, während die zweite Elektrodenreihe
17 noch nicht gespeist wird. Wird zur Ausführung eines Druckvorgangs lediglich eine Elektrodenreihe verwendet,
so liefert der erforderliche Minimalabstand zwischen benachbarten
Elektroden in einer Elektrodenreihe eine Druckdichte, die nicht höher als etwa 60JIi ist. Mit Hilfe des in Pig. 1 dargestellten
verschachtelten dualen Elektrodengebildes kann jedoch eine Druckdichte bis zu 100$ erreicht werden. Die Verwendung
dieses besonderen Elektrodengebildes ermöglicht ferner eine erhöhte Auflösung, und zwar insbesondere dann, wenn gekrümmte
alphanumerische Zeichen gedruckt werden. Diese erhöhte Auflösung geht hauptsächlich auf die Tatsache zurück,
daß infolge der verachtelten Elektrodenanordnung zweimal
so viele Abtastungen in der Papierbewegungsrichtung vorhanden sind wie in dem Pail, daß eine einzige Elektrodenreihe verwendet
wird. Auf diese Weise wird also durch die Erfindung
eine bessere Zeichenschärfe erzielt.
Druckbeispiel '
Zu« Zwecke eines besseren Verständnisses des erfindungsgemäßen Drucksystems seien im folgenden die Pig. 2A und 2B
näher betrachtet. Pig. 2A zeigt dabei eine Stirnanaicht eines
verschachtelten dualen Elektrodengebildes, während Pig. 2B
ein Segment eines Aufzeichnungsmediums 20 zeigt, auf dem ein
Zeichen gedruckt worden ist. Das Segment ist dabei in imaginäre Zellen (Elemente) 30 aufgeteilt, die di«s gleichen Abmessungen iesifcw?
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wie die Elektrodenfläche 14 (z.B. ca. 0,13 mm zum Quadrat).
Das gesamte Zeichensegment besteht aus einer Gruppe von Zellen , die in einer 16 χ 25-Matrix enthalten sind. Zur
Erzielung eines Zwischenzeichenabstands legt eine 13 x 16-Zellenmatrix
das geweilige Zeichen fest, bei dem es sich im Falle des Beispiels gemäß Fig. 2B um ein E-förmiges Zeichen
handelt.
Die in Pig. 2A dargestellten Elektroden sind mit a Ms h für die Elektrodenreihe 15 und mit a' bis h1 für die Elektrodenreihe
17 bezeichnet. Entsprechende Bezeichnungen sind in der Abtastzeile gemäß Fig. 2B verwendet. Es sei angenommen,
daß das Elektrodengebilde 10 stillsteht und daß
das in Fig. 2B dargestellte Segment des Mediums 20 über die Elektroden in Richtung des die Papierbewegung andeutenden
Pfeiles bewegt wird. Dabei treten folgende Vorgänge auf. Wie durch den Zeichengenerator 26 bestimmt, sind.zum Drucken
des Zeichens E in dem Fall,.daß die Abtastzeile 1 oberhalb der ersten Elektrodenreihe 15 liegt, die Elektroden a bis g
angesteuert, während die Elektrode h nicht angesteuert ist. Die mit a bis g bezeichneten Zellen werjjden elektrostatisch
geladen, nicht aber die Zelle h..Wenn die Abtastzeile 2 oberhalb
der ersten Elektrodenreihe 15 liegt, werden die gleichen Elektroden angesteuert.(Elektroden a bis g). Gleichzeitig
liegt die Abtastzeile 1 über einer Zwischenelektrodenfläche » 25, die Teil der zuvor genannten gemeinsamen Fläche ist.
Die Elektrodenreihe 17 wird zu diesem Zeitpunkt noch nicht angesteuert.
Zu einem späteren Zeitpunkt, d.h. zu dem Zeitpunkt, zu dem die Abtastzeile 3 unmittelbar über die erste Elektrodenreihe
15 bewegt ist, wird nur die.Elektrode h angesteuert. Gleichzeitig,
ist die Abtastzeile 1 über die zweite Elektrodenreihe 17 bewegt worden. Nunmehr werden die Elektroden a1 bis f'
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angesteuert, nicht aber die Elektroden g1 und h1. Dieser *
Vorgang wiederholt sich in entsprechender Weise, um das Drucken von latenten Bildern in den schattiert dargestellten
Flächen gemäß Hg. 2B zu ermöglichen. Der Zeichengenerator
programmiert die Ansteuer- bzw. Speisungsfolge der jeweiligen Elektrodenreihe. Auf diese Weise ist es möglich, alphanumerische
Zeichen,"spezielle Zeichen und im Grunde genommen irgendwelche gewünschten Bilder zu drucken.
Obwohl in der Zeichnung nur ein Segment des Aufzeichnungsmediums 20 dargestellt ist, können bei einem praktisch ausgeführten
Zeichendrucksystem 152 Zeichen in horizontaler Richtung gedruckt werden. Mit 25 möglichen Abtastungen für
die vollständige Bildung eines Zeichens können jeweils alle 25 Abtastungen 132 Zeichen (eine Zeichenzeile) gedruckt werden.
Die Anzahl der.hierfür erforderlichen Elektroden ist wie folgt
bestimmt. Bei 132 Zeichenpositionen und 16 Zellen pro Zeichenposition ist eine Gesamtzahl von 2112 Elektroden pro Abtastzeile
(1056 Elektroden pro Elektrodenreihe)vorhanden. Besteht
der Wunsch, 5000 Zeilen von Zeichen pro Minute zu drucken,
und zwar bei einer Papierbewegungsgeschwindigkeit von 25}4- cm/sec
(bei maximaler Zeichenhöhe von etwa 3,2 mm), so werden 12 Millisekunden
für das Drucken einer Zeichenzeile (60 sec/min + 5OOO
Zeichenzeilen/min) benötigt. Werden 25 Abtastzeilen je Zeichenzeile
verwendet, so wird alle 0,48 Millisekunden eine Abtastzeile
gedruckt (12 Millisekunden + 25 Abtastzeilen).
Zur Erzielung eines Druckes von guter Qualität ist eine Druckimpulsbreite zwischen 40 und 50 Mikrosekunden erforderlich.
Die Impulsbreite wird hauptsächlich durch die EG-Zeitkonstante des elekt ro graphischen Mediums bestimmt. Bei einer
minimalen Impulsbreite von 40 Mikrosekunden könnten 12 Druckintervalle
bereitgestellt werden, um eine Abtastzeile zu drucken (0,46 Millisekunden + 40 Mikrosekunden). Bei einer
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Impulsbreite von 50 MikroSekunden sind lediglich 9,6 Druckintervalle
j© Abtastzeile erforderlich. Wird ein mittlerer. Wert von elf.Intervallen gewählt, so können elf Intervalle
jeweils von 12 Zeichenpositionen verwendet werden. Der Druckimpuls
: Vr in diesem speziellen Beispiel wäre etwa 4-3,5 Mikrosekunden
lang.
Bei einer praktischen Ausführungsform der Erfindung kann eine Abtastzeile somit 132 Zeichenpositionen enthalten, wobei
25 Abtastzeilen zum vollständigen Drucken der gesamten Zeichenzeile dienen. Die 132 Zeichenpositionen werden in elf
Intervallen gedruckt. Während jedes derartigen Intervalls werden 12 Zeichenpositionen gedruckt, d.h. es werden 192
(12 χ 16) Zellen gedruckt (entsprechend 192 Elektroden). Jedes Druckintervall dauert somit 43,5 MikroSekunden, wobei
eine Gesamtdauer von 12 Millisekunden erforderlich ist, um eine vollständige Zeichenzeile zu drucken. Durch den unter
Bezugnahme auf Fig. 2B erläuterten dualen Elektrodenreihenbetrieb
bilden die 192 Elektroden, die zum Drucken der zwölf
Zeichenpositionen jeweils gespeist werden, physikalisch zwei Reihen mit jeweils 96 Elektroden, die in der aus Fig. 2A ersichtlichen
Weise ineinander verschachtelt sind.
Elektrodenherstellung
Das erfindungsgemäße Elektrodengebilde kann auf verschiedene Weise hergestellt werden. Der jeweilig© El©ktrodenquerschnitt
■ufi dabei nicht quadratisch sein§ er kann vielmehr rechteokförmig,
kreisförmig oder sonstwie geformt sein. In Fig« 3A ist
nun ein !Teil einer gedruckten Sohaltungsplat@© 4Ό gezeigt, die
zwei durch eine Isolierschicht 44 aus Glasepoxyd o&®r dgl·
Material getrennte leitende Kupferschichten U-2 enthalt. Diese
drei Schichten sind durch Verkleben oder auf sonstige geeignete Weise miteinander verbunden«,
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Ein besonderer Weg der Herstellung des Elektrodengebildes
besteht darin, daß mit einer geätzten Druckschaltungsplatte begonnen wird, die zu beiden Seiten Kupferleiter
aufweist, welche bei einer bevorzugten Ausführungsform eine Breite von etwa 0,13 mm besitzen und um etwa 0,13 mm
voneinander beabstandet sind (siehe Fig. 3B). Die zur Herstellung
dieser geätzten Schaltungsplatte führenden Verfahren sind dem Verfahren ähnlich, die zur Herstellung herkömmlicher
gedruckter Schaltungen angewandt werden. Auf Grund der geringen Breite der Leiter (Elektroden) und des geringen
Zwxschenleiterabstands ist gedoch eine bestimmte Verfahrenssteuerung
erforderlich.
Der erste Herstellschritt im Zuge der Herstellung des Elektrodengebildes
besteht darin, daß ein Photolack zu beiden Seiten des :; . Kupfer-Glasepoxyd-Kupferschichtgebildes aufgebracht
wird. Nach geeigneter Reinigung und Trocknung der Platte wird ein Negativ zu dem überzogenen Schichtgebilde
(und zwar ein Negativ auf Jeder Seite) aufgelegt und mit
ultraviolettem Licht belichtet. Das Schichtgebildet wird dann in einem herkömmlichen Entwickler entwickelt. Der letzte
Schritt zur Erzielung des Gebildes gemäß Pig. 3B besteht in
der Ausführung einer chemischen Ätzung. Die wird dadurch erreicht, daß das Schichtengebilde in eine warme, 4O#ige
Lösung einer schwachen Säure eingetaucht wird. Hierfür kommt
Eisen-HI-Chlorid in Präge. Nach Abwaschen sämtlicher Säurespuren
und Trocknung ist das Schichtengebilde oder die Platte für den nächsten Hersteilschritt bereit.
Anschließend müssen die Zwischenräume zwischen den Streifen
mit Epoxyd ausgefüllt werden. Zu diesem Zweck werden Epoxydstreifon
50 an die Streifen 52 gemäß Pig» 3G angelegt.
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• Gegen die Streifen oder Schichten 50 werden auf der Außenseite
G-lasepoxydschiehten 60 herangeführt. Abstan&selemente
bestimmen das Ausmaß, in welchem die Schichten 46 gegen die Schichten 50 gepreßt werden können. Wird die Anordnung erwärmt
und wird auf die Anordnung ein Druck ausgeübt, wie dies durch die Pfeile 54· angedeutet ist, so schmelzen die
Epoxydschichten 50 und füllen die Hohlräume zwischen den
Streifen 52 aus. Nachdem sich das Gebilde abgekühlt hat, wird
eine Schleif- und Polieroperation durchgeführt, um schließ-lieh das in Pig. 3D gezeigte Elektrodengebilde 57 zu erhalten.
Eine Stirnansicht des in Fig. JD gezeigten Gebildes ist in
Pig. JE zusammen mit Walzen 56 und dem Aufzeichnungsmedium
58 gezeigt.
Elektroden-Steuerschaltung
Wie oben erwähnt, verwenden die bisher bekannten elektro- "
graphischen Drucksysteme eine Steuerschaltung für jede zu
speisende Elektrode. Da zum Drucken hohe Spannungspegel erforderlich
sind (in der Nähe von 750 Volt), ist bisher eine
Mehrfachausnutzung von Hochspannungs-Steuerschsltungen ohne
Erfolg erprobt worden.
Fig. 4 zeigt nun in einem Blockschaltbild eine Elektrodensteuerschal
tung 24 und ein Elektrodengebilde 10. Eine be- · vorzugte Realisierung der Schaltung, die als Elektrodensteuerschaltung
24 verwendet werden kann, ist in Fig. 5, 6 und 7 gezeigt. Die Elektrodensteuerschaltung 24 besitzt Positionseingänge 70 und Daten-Eingänge 72. Bei der nachstehend noch
näher zu beschreibenden praktischen Ausführungsform der
Erfindung sind elf Positions-Eingänge - entsprechend den elf Druckintervallen - vorgesehen, während die Bafcen-Eingan^szahl
(192) den (192") angesteuerten bzw. gespeisten Elektroden entspricht, um zwölf Zeichenpositionen zu drucken (siehe dos
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obige Druck-Beispiel). Die Ausgangsleitungen 74- verbinden"
die Elektroden-Steuerschaltung 24 mit dem Elektrodengebilde ■ 1Q. In der Zeichnung sind elf derartige Verbindungen gezeigt.
Bei der tatsächlichen Realisierung enthält jede Verbindung
(192) Leitungen,. die ihre entsprechenden Segmente des Elektrodengebilides
10 zu speisen imstande sind.
Fig. 5 zeigt eine Ausführungsform eines Seiles der Elektroden-Steuer
schaltung 24. Dieser Schaltungsteil enthält Treiber oder
Steuereinrichtungen 76* Daten-Eingänge 72, Positions-Eingänge
7P, Ausgänge 74 und eine Widerstandsmatrix. Wit.derstandspaare
8Ia5 81b bis 89a, 89b sind jeweils an einen gemeinsamen Verbindungspuiikt
oder Knoten angeschlossen. Diese Verbindungspunkte oder Knoten sind mit 81 bis 89 bezeichnet. An diese
Verbindungspunkte oder Knoten 81 bis 89 sind die nach außen
führenden Ausgangsleitungen 74 angeschlossen. Die anderen
. Anschlüsse der Widerstände 81a, 84a und 87a sind gemeinsam
an eine Steuereinrichtung 76 angeschlossen, während die
anderen Anschlüsse der drei Widerstände 82a, 85a, 88a bzw. 83a, 86a, 89a bzw. 81b, 82b, 83b bzw. 84b, 85b, 86b bzw. 87b,
88b, 89b jeweils gemeinsam an die übrigen (Treiber oder Steuereinrichtungen 76 gemäß Fig. 5 angeschlossen sind. Bei dieser
Ausführungsform haben sämtliche Widerstände etwa den gleichen Widerstandswert. Diejenigen Treiber, die über die Eingangsleitungen 72 Daten aufnehmen, schalten kontinuierlich mit jeder
neu dargestellten Datenabtastzeile um. Dabei kann jeweils mehr als ein Datentreiber aktiviert sein, und in den meisten Fällen
ist auch tatsächlich mehr als ein Datentreiber jeweils aktiviert. Diejenigen Treiber, die Signale von den Positions-Eingängen
70 her aufnehmen, sind dabei jeweils aktiv.
Die Anwendung des in fig. 1 gezeigten Druckschemas bei der
Widerstandsmtrix gemäß.Fig. 5 erfordert, daß die Elektrode
(Walze 18) auf der leitenden Seite des Aufzeichnungsmediume
.00.0847/1679
vorgespannt wird, und zwar auf eine hohe Spannung von
z.B. 700 Volt. Die zu der Seite des Dielektrikums des Aufzeichnungsmediums hinzeigenden Stiftelekfcroden liefern
im Falle ihrer Erdung die für das Drucken erforderliche hohe Spannung.
Bei den derzeit erhältlichen elektrographisehen Drucksystemen
wird auf der dielektrischen Fläche des Aufzeichnungsmediums eine unzureichende Ladung aufgebracht,
um den Toner anzuziehen und festzuhalten, wenn die über das Dielektrikum angelegte Spannung in der Größenordnung
der Hälfte der normalerweise verwendeten Spannung von 700 Volt liegt. Somit kann die 350-Volt-Differenz als Schwellwert betrachtet
werden, unterhalb dessen ein erfolgreicher Druckvorgang nicht auftritt.
Diese Tatsache wird, wie weiter unten noch näher ersichtlich werden wird, in vorteilhafter Weise bei der Erfindung ausgenutzt.
Die in Fig. 5» 6 und 7 dargestellten Treiber geben ein binäres Ausgangssignal von 900 Volt für den Nicht-Auswahl-Betrieb
und ein binäres Ausgangssignal von 0 Volt für den Auswahl-Betrieb ab. Die Datentreiber geben daher an ihren
Ausgängen Spannungen von 900 Volt oder 0 Volt ab. Da lediglich ein Positions-Treiber von insgesamt 11 Treibern zu einem
Zeitpunkt in Betrieb gesteuert ist, gibt dieser Treiber ein Ausgangssignal von 0 Volt ab, während die übrigen Treiber
jeweils ein Ausgangssignal von 900 Volt abgeben. Es dürfte
einzusehen sein, daß die Positions-Eingänge 70 sämtlicher
Positions-Treiber durch den Zeichengenerator 26 nacheinander gespeist werden.
Im folgenden sei insbesondere Fig. 5 näher betrachtet. Dabei sei angenommen\ daß der linke Poßitions-»Tr@iber 76 zusammen mit
dem obersten Daten-Treiber 76 ausgewählt ist. Die Ausgänge
dieser beiden Treiber Üegen daher auf Erdpotential» weshalb
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auch an dem Verbindungspunkt 81 im wesentlichen Erdpotential liegt. Bei einer praktisch ausgeführten Ausführungsform wird die auf der anderen Seite des Mediums bzw. Aufzeichnungsmediums
liegen—de Elektrode auf-700 Volt vorgespannt. Die dem Verbindungspunkt 81 zugehörige Elektrode
führt somit einen Druckvorgang aus. Die Verbindungspunkte 85, 86, 88 und 89 führen dann eine Spannung von 900 Volt,
weshalb hier kein Druckvorgang erfolgt. (Dabei ist tatsächlich
eine umgekehrte Potentialdifferenz von 200 Volt an dem
Aufzeichnungsmedium vorhanden). .Sie übrigen Verbindungspunkte
82, 83, 84, 8? führen eine Spannung von 450 Volt, d.h. die
Hälfte von 900 Volt. Die Potentialdifferenζ über dem Aufzeichnungsmedium beträgt in diesem Pail 250 Volt (das ist
700 Volt - 450 Volt). Diese Potentialdifferenz liegt gut
unterhalb der Schwellwertspannung von 350 Volt. Der Verbindungspunkt 83 ist somit der einzige Verbindungepunkt, der
das korrekte Potential zuführt, um einen Druckvorgang zu unterstützen.
Es düffte einzusehen sein, daß die Positions-Eingänge 70
für die Treiber 76 nacheinandder gespeist werden, und zwar
zufolge der Wirkung des Zeichengenerator« 26. D#e§ufolge tritt
die oben beschriebene Wirkung nach einander auf, d.h. die
Verbindungepunkte werden nacheinander in Dreiergruppen ausgewählt,
d.h. die Verbindungspunkt· 81-82-83$ 84-85-86 und
87-88-89.In entsprechender Weise werde» die Au·gang· ?4
geaitß der obigen folge bei dem aufgewühlten Daten-Singang
nacheinander auβgewählt.
In Pig. 6 ißt eine bevorzugte Schaltungsanordnung für den
!reiber 76 dargestellt. An der Eingaagskleaa* 110 liegt dabei
ein Null-Volt- oder +15-Volt-Signal. Das Eingangssignal ist
normalerweise 0 VOltf-** erhöht sich auf +15 Voll* bei entsprechender Auswahl (der,Ausgang 128 fülxrt bei Auswahl Erdpotential). Eine Diode 112 ist dabei r:;t ihrer Kathode an die
008847/1670
Eingangsklemme 110 angeschlossen. Die Anode der Diode 112
ist mit.der Anode einer Diode 116 verbunden. Ein Widerstand
114 verbindet die Anoden der beiden Dioden 112 und 116 mit einer Spannungsquelle +V-1. Eine Parallelschaltung eines
Widerstands 118 und.eines Kondensators 119 verbindet die Kathode der Diode 119 mit der Anode einer Diode 120. Die
Kathode der Diode 120 ist an die Basis eine« Transistors 124
angeschlossen. Die Basis des Transistors 124 ist ferner über
einen Widerstand 122 an eine Speis.espannungsquelle -V^, ange-.
schlossen. Neben dem Transistor.124 ist.noch ein Transistor
vorgesehen. Diese Transistoren 124 und 126 sind mit ihren Emitter-Kollektor-Strecken in Reihe geschaltet, wobei der
Emitter des Transistors 124 geerdet ist. Der Kollektor des. Transistors 124 ist dabei mit dem Emitter des Transistors 126
verbunden, dessen Kollektor über einen Widerstand 130 an eine Hochspannungsquelle +V2 angeschlossen ist« Ferner ist.die
Ausgangsklemme 128 mit dem Kollektor des Transistors 126 verbunden.
Ein Widerstand 132 verbindet die Basis des Transistors . 126 mit der Hochspannungsquelle +Vg§ ein Widerstand 134 verbindet, die Basis des Transistors 126 mit Erde, und ein Kondensator
133 verbindet ebenfalls die Basis des Transistors 126 mit Erde.
so Iiigt die Eingangaklearne 110 auf Erdpotential, und.ein !
VorwÄrtwetroB von §t,v» 35,5 «A fließt durch die Diode 112
und dta Widerstand 114· Ein kl»4.n»r ode? überhaupt kein
8troft fließt durch die Dioden 116 htm* 120, uad die safawach
negative Vorspannung an der Basis des Transistors 124, die
hauptsächlich durch den Widerstand 122 bestimmt ist, hält den
Transistors 12* in nicht leitenden Zustand,, Der Transistor
126 , der durch die positive Vorspannung an seiner Basis in
den leitenden Zustand überführbar ist (die Widerstände 132 und 134 lief era, saum Teil di© positive Vorepannung-)., wird in
»einem niebft l&Ltenden Zustand.gehalt©», da.&ei» Veybisdungswee
nach Erde besteht, d.h. der Transistor 124 befindet sich
009847/1679
im nicht leitenden Zustand.
Wenn der Treiber.76 auszuwählen ist i wird die an der
Eingangsklemme 110 liegende Spannung auf etwa +15 V erhöht. Die Diode 112.wird dann in Sperrichtung beansprucht,
während die Dioden 116 und 120 in Durchlaßrichtung beansprucht sind. Nunmehr fließt.ein Strom von der Spannungsquelle +V^
über den Widerstand 114-, durch die Diode 116, das RC-Glied
118, 119, die Diode 120 und den Widerstand 122 zu der Spannungsquelle -V,- hin. Auf Grund der vorgewählten Werte
der Widerstände 1^4-, 118 und 122 (der Widerstandswert des
Widerstands 122' ist größer als der Widerstandswert des
Widerstands 114- und des Widerstands 118) wird die Basisspannung
des Transistors 124- positiv. Dadurch gelangt der Transistor 124-in
den leitenden Zustand. Diese Wirkung wird durch den Parallewiderstand
118 und dem Kondensator 119 noch beschleunigt.
Wenn das Eingangssignal positiv wird, schließt der Kondensator 119 den Widerstand 118 augenblicklich kurz, und der
Transistor 124- wird schnell gesättigt. Diese Wirkung führt
dazu, daß der Transistor 126 auf Grund der positiven Basisspannung
in den leitenden Zustand gelangt. Die positive Basisspannung wird durch die Widerstände 152 und 134- und
durch den Kondensator 133 gebildet. Die an der Klemme 128 auftretende Ausgangsspannung, die bei etwa +V^ (z.B. +900 Volt)
lag, nimmt nunmehr einen Wert von 0 Volt (geringfügig,positiv
an). Diese Spannung wird über den Ausgangswiderstand 130 geliefert.
In Fig. 7 ist eine weitere Ausführungsform der Elektrodentreiberschaltung
gezeigt. Dabei sind entsprechende Bezugszeichen beibehalten. Wie dargestellt, enthält die Treiberschaltung
24- Treiber 76, Daten-Eingänge 72, Positions-Eingänge 70, aufeinanderfolgend wirksame Ausgänge 74- und eine Dioden-Widerstands-Matrix.
Diodenpaare 91a, 91b bis 99a, 99b sind
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202371
jeweils durch rait ihren Kathoden verbundene Dioden gebildet. Die Verbindungspunkte der Kathoden der betreffenden Dioden
sind mit 91 bis 99 bezeichnete Mit den Verbindungspunkten 91
bis 99 sind ©:sterne5 aufeinanderfolgend wirksam werdende
Ausgangsleitungen ?4 verbunden» Ferner sind diese V.erbindungs™
punkte mit dem jeweils einen Ende von Widerständen 91c bis
99e verbunden ο B_j,e anderen Enden der Widerstände 91c bis 99c
sind geerdete Die Anoden der Dioden 91a, 9^a und 97a sind an
einen gemeinsamen Treiber 76 angeschlossen, während die Anoden
der Dioden 92a, 95a, 98a bzw. 93a, 96a, 99a bzw. 91b, 92b, 93b bzw» 92I-Is 95b, 96b bzw„ 97bs 98b, 99b jeweils gemeinsam
an einen der übrigen Treiber 7© gemäß Fig» 7 angeschlossen sind. Diejenigen Treiber, die Daten über die Baten-Eingange
aufnehmen, schalten kontinuierlich .mit jeder neuen dargestellten Datanabtastzeil© um» Dabei können jeweils mehr als
ein Datentreiber aktiviert sein, und in den meisten Fällen ist auch mehr als ein Datentreiber aktiviert. Die Treiber
oder Datentreiber, die Daten über die Positions-Eingänge 70
aufnehmen, sind dabei jeweils aktiviert«,
Bezüglich der Schaltungsanordnung gemäß Fig» 7 sei angenommen,
daß der linke Positions-Treiber 76 zusammen mit dem obersten
Daten-Treiber 76 ausgewählt ist. Die Ausgänge dieser beiden Treiber (siehe Fig. 6) führen somit Erdpotential, und am Verbindungspunkt
91.tritt im wesentlichen Erdpotential auf (die Dioden 91a und 91b sind in Sperrichtung vorgespannt). Fütort
die Elektrode auf der anderen Seite des Aufzeichnungsmediums
eine Spannung von 700 Volt, so führt die dem Verbindungspunkt 91 zugehörige Elektrode einen Druckvorgang aus. Die Verbindungspunkte oder Knoten 95, 96, 98 und 99 führen dabei eine Spannung
von 900 Volt, weshalb hier kein-Druckvorgang erfolgt. Bei der
praktischen Ausführung liegt jedoch tatsächlich ©ine entgegengesetzte
Potentialdifferenz von 200 Volt an dem Aufzeichnungsmedium.
Die übrigen Verbindungspunkte 92, 93, 94,
0098A7/1679
führen eine Spannung von 450 YoIt oder der Hälfte von
900 Volt. Me Potentialdifferenz über dem Aufzeichnungsmedium
beträgt in diesem Fall 250 Volt (700 Volt - 450 Volt).
Dieser Wert liegt gut unterhalb der Schwellwertspannung von 550 Volt. Der .-.,-- Verbindungspunkt 91 ist somit der einzige
Verbindungspunkt, der das richtige Potential führt, um den Druckvorgang zu unterstützen.
Die Erfindung ist vorstehend unter Bezugnahme auf bestimmte dargestellte Ausführungsformen erläutert worden. Es dürfte
jedoch einzusehen sein, daß im Rahmen der Erfindung liegende
Modifikationen der dargestellten Anordnung vorgenommen wenden
können. So könnte z.B. an mehr als zwei Elektrodenreihen enthaltendes
Elektrodengebilde in vorteilhafter Weise verwendet werden. Würden z.B. drei Elektrodenreihen verwendet werden,
so könnten die einzelnen Elektroden in jeder Elektrodenreihe
etwas weiter voneinander beabstandet sein. Außerdem brauchen die Spannungspegel und Polaritäten nicht so gewählt sein, wie
dies bei dem dargestellten Beispiel der Fall ist. Dabei kann eine Potentialdifferenz von 700 Volt für das Drucken erforderlich
sein. Ferner könnte die Walze auf Erdpotential gehalten werden, und die Stiftelektroden könnfeen selektiv impulsweise
an eine hohe Spannung gelegt werden, und zwar entweder mit positivem oder negativem Vorzeichen. Ferner kann die gemeinsamen
Fläche des ElektrodengeMldes verschiedene Formen
annehmen.
Aus der vorstehenden Beschreibung dürfte ersichtlich sein,
daß durch die Erfindung ein verbessertes elektrographisches
Drucksystem geschaffen worden ist. Das aus einer Vielzahl von
verschachtelten Elektrodenreihen bestehende Elektrodengebilde liefert dabei ein verbessertes Auflösungsvermögen und schafft
somit die Möglichkeit, eine tOO#ige Schattendichte zu erzielen.
Dies ist von besonderem Vorteil, wenn alphanumerische Zeichen gedruckt werden. Die Elektroden-Steuerschaltung bringt
009847/1679
weitere forteile mit sieb.* Diese Vorteile bestehen darin,
daß wenige!" Treiber erforderlich sind5 als in derzeit
erhältlichen Systemen« Damit ist wiederum eine Kostenersparnis
verbunden* Neben der Kostenersparnis ist noch die erhöhte Zuverlässigkeit ein Merkmal der Erfindung, das insbesondere
im Hinblick auf die oben erläuterten Hesstellverfahren
?,wr Herstellung des Elektrodengebildes zu nennen
ist.
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Claims (1)
- Pat ent an sp rü eheElektrographisches Drucksystem mit einem Aufzeichnungsmedium, auf dem latente Bilder mit Hilfe einer Hochspannung erzeugt werden, wobei diese latenten Bilder mit Hilfe von Toner sichtbar gemacht werden, dadurch gekennzeichnet, daß ein eine Vielzahl von Elektroden enthaltendes Elektrodengebilde (10) vorgesehen ist, daß eine Elektroden-Steuerschaltung (2U-) vorgesehen ist, die einen Zeichengenerator (26), erste und zweite, durch den Zeichengenerator (26) gespeiste Gruppen von Hochspannungs-Steuerschaltungen (76) und eine Auswahlmatrix enthält, daß die Auswahlmatrix eine erste Anzahl von passiven Elementen (81a bis 89a), welche an die Ausgänge der ersten Gruppe von Hochspannungs-Steuerschaltungen (76) angeschlossen sind, und eine zweite Anzahl von passiven Elementen (81b bis 89b), die an die Ausgänge der zweiten Gruppe von Hochspannungs-Steuer schaltungen (76) angeschlossen sind, enthält, daß die zu der ersten Gruppe von Hochspannungs-Steuerschaltungen (76) gehörenden passiven Elemente (81a bis 89a) jeweils mit einem passiven Element der zu der zweiten Gruppe gehörenden passiven Elemente (81b bis 89b) verbunden sind, daß an die gemeinsamen Verbindungspunkte (81 bis 89) der jeweils miteinander verbundenen passiven Elemente jeweils eine der Elektroden des Elektrodengebildes (19) angeschlossen ist und daß mit Auftreten eines Ausgangssignals von dem Zeichengenerator (26) an die jeweilige Elektrode selektiv eine Hochspannung anlegbar ist.Drucksystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Elektrodengebilde (10) eine Vielzahl von voneinander beabstandeten Reihen (15,17) von Elektroden enthält, daß aufeinanderfolgende Elektroden der jeweiligen Elektrodenreihe (15,17) voneinander beabstandet sind und00984 7/1679daß die Elektroden der aufeinanderfolgenden Elektrodenreihen (15,17) gegenseitig versetzt sind*3. Drucksintern nach. Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen aufeinanderfolgenden Reihen von Elektroden nahezu gleich der Breite der jeweiligen Elektroden in Eeihenquerrichtung ist„4-. Drucksystem nach einem der Ansprüche A bis 3? dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden in einer· gemeinsamen Fläche enden, daß jede Elektrode eine Arbeitsfläche mit der gemeinsamen Fläche bildet und daß die Arbeitsflächen bei entsprechenden Zwischenräumen zwischen den Elektroden aufeinanderfolgender Reihen (15,17) so ausgerichtet und dimensioniert sind, daß sie diese Zwischenräume nahezu ausfüllen«5· Drucksystem nach Anspruch 4-, dadurch gekennzeichnet, daß jede Arbeitsfläche eine Quadratform besitzt.6. Drucksystem nach einem der Ansprüche 1 bis 55 dadurch gekennzeichnet, daß jedes passive Element (81a,81b bis 89a,89b) einen Widerstand enthält.7. Drucksystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß jedes passive Element eine Diode (91a,91b bis 99a,99b) enthält, die zwischen dem Ausgang der Hochspannungs-Steuerschaltung und dem gemeinsamen Verbindungspunkt geschaltet ist, der widerstandsmäßig mit einer Bezugsspannungsquelle gekoppelt ist.einem der ■ bis?:8. Drucksystem nach/lnspruche1/^aadurch gekennzeichnet,daß jede Hochspannungs-Steuerschaltung (76). eine Ein*- gangsklemme (110) und eine Ausgangsklemme (128) enthält und ferner einen ersten und zweiten Transistor (124,126),009847/1679daß der erste Transistor (124) mit seinem Emitter geerdet und mit seiner Basis an den Eingang (110) angeschlossen ist und daß der zweite !Transistor (126) mit seinem Emitter an den Kollektor des ersten Transistors (124) angeschlossen ist, mit seiner Basis auf einem Bezugspotential liegt und mit seinem Kollektor mit dem Ausgang (128) verbunden ist.Drucksystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Elektrodengebilde (10) zwei voneinander beabstandete Reihen (15>1?) von Elektroden, enthält, daß jede Elektrode einer Elektrodenreihe (15»17) TUi dem Zwischenraum zwischen,den Elektroden der jeweils anderen Elektrodenreihe (17ji5) ausgerichtet ist und . daß die Elektroden in Längsrichtung der Elektrodenreihen gleiche Abmessungen besitzen.10. Drucksystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die r,.'. sro Arbeitsflächen der Elektroden in einer gemeinsamen Ebene liegen/daß der Abstand zwischen den Elektrodenreihen (15,17) und zwischen benachbarten Elektroden innerhalb einer Elektrodenreihe (15ji7) nahezu gleich der Seitenlange einer Arbeitsfläche ist.11. Drucksystem nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die gemeinsame Ebene konvex gekrümmt ist.009847/1679Leerseite
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|---|---|---|---|
| 8281 | Inventor (new situation) |
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