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DE1447873C - Vorrichtung zum elektrostatischen Drucken - Google Patents

Vorrichtung zum elektrostatischen Drucken

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Publication number
DE1447873C
DE1447873C DE1447873C DE 1447873 C DE1447873 C DE 1447873C DE 1447873 C DE1447873 C DE 1447873C
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DE
Germany
Prior art keywords
electrode
tape
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counter electrode
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Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Frederick Anton Pittsford; King Paul Frederick Webster; N.Y. Schwertz (V.StA.)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Xerox Ltd
Original Assignee
Rank Xerox Ltd
Publication date

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Description

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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Es wird also auf der einen Seite des Aufzeichelektrostatischen Drucken, bestehend aus einem nungsmaterials eine Matrizenelektrode verwendet. Druckkopf aus voneinander isolierten Druckelemen- Diese besteht aus einer Anzahl leitender Abschnitte, ten mit Wähleinrichtungen für die Erregung ausge- die als Stifte, Streifen usw. ausgebildet sein können, wählter, in ihrem Zusammenwirken ein Symbol dar- 5 Jeder leitende Abschnitt ist von jedem anderen elekstellender Druckelemente und dem Druckkopf in trisch isoliert. Auf der anderen Seite des Aufzeicheiner Ebene gegenüberliegend angeordneten, leitend nungsmaterials befindet sich eine zusammengesetzte miteinander verbundenen Gegenelektrodenstäben so- Gegenelektrode. Diese besteht aus elektrisch miteinwie einem dielektrischen bandförmigen Aufzeich- ander verbundenen, leitenden Teilen, die als Streifen nungsmaterial, das zwischen dem Druckkopf und den io ausgebildet sein können. Sie haben die vorgeschrie-Gegenelektrodenstäben so hindurchleitbar ist, daß bene Konfiguration aller zu druckender Schriftdas Bild des Symbols elektrostatisch darauf aufge- zeichen. Dabei sind sie derart angeordnet, daß sie die zeichnet werden kann. Zeichen in ihrer Überlagerung nachbilden, so daß Das elektrostatische Drucken erfolgt bei Vorrich- beispielsweise der vertikale Teil des Buchstabens L tungen dieser Art mit zwei einander nahe gegenüber- 15 gleichzeitig dem vertikalen Teil des Buchstabens E stehenden Elektroden, zwischen denen wahlweise oder R entspricht. Die aus elektrisch voneinander eine elektrische Spannung erzeugt wird, die die zwi- isolierten Elementen gebildete Druckelektrode und sehen den Elektroden befindliche Luft ionisiert. Das die aus elektrisch miteinander verbundenen Elemenzwischen den Elektroden befindliche Aufzeichnungs- ten bestehende Gegenelektrode ermöglichen einermaterial erhält dadurch eine elektrostatische Ladung, 20 seits eine Zeichenauswahl durch Erregen bestimmter die in ihrer Konfiguration der Konfiguration der Elektrodenteile, während die Gegenelektrode durch Elektroden entspricht. Das so erzeugte Ladungsbild ihre Linienführungen Unterbrechungen unterdrückt kann durch Aufbringen eines elektroskopischen Pul- und mit der Druckelektrode unregelmäßig erzeugte vers sichtbar gemacht werden,-denn dieses bleibt am Schriftzeichen glättet, indem sie die jeweiligen Feld-Aufzeichnungsmaterial in den geladenen Bereichen 25 linien zwingt, sich in ihrem Verlauf und ihrer Verhaften. Es kann durch Wärmeeinwirkung, Aufbringen teilung der Form ihrer Leiter anzupassen,
eines Klebemittels oder durch Lösungsmitteldämpfe Durch die deutsche Auslegeschrift 1 106 541 ist auf dem Aufzeichnungsmaterial dauerhaft fixiert zwar eine Vorrichtung zur elektrooptischen Darstelwerden. Auch ist eine Übertragung des entwickelten lung von Zeichen bekannt, bei der zur Verringerung Bildes vom Aufzeichnungsmaterial auf einen anderen 30 von Unregelmäßigkeiten bei wiedergegebenen Zei-Bildträger möglich. chen zwei Paare parallel nebeneinander angeordneter Bekannte Vorrichtungen zum elektrostatischen Elektroden mit einzeln ansteuerbaren Elektroden-Drucken, mit denen auf dem Aufzeichnungsmaterial abschnitten erforderlich sind. Diese Elektroden-Schriftzeichen erzeugt werden können, arbeiten mit abschnitte können wahlweise angesteuert werden, um auf einer Trommel vorgesehenen Druckelementen, 35 alle möglichen Symbole entweder durch die Wirkung die die Form von Schriftzeichen oder Schriftzeichen- je eines Elektrodenpaares oder durch überlagerte elementen haben, sowie mit einer durchgehend aus- Wirkungen beider Elektrodenpaare wiederzugeben, gebildeten Gegenelektrode, die durch Trommel- Eine derartige Kombination von Elektrodenpaaren drehung wahlweise den Druckelementen gegenüber- läßt sich auf eine Vorrichtung zum elektrostatischen gestellt wird. Derartige Vorrichtungen sind beispiels- 40 Drucken jedoch nicht anwenden, da sie im bekannten weise in der deutschen Patentschrift 926 452 und der Fall zur Modifizierung eines durch die Elektroden USA.-Patentschrift 2 978 968 beschrieben. Sie haben geleiteten Lichtstrahls dient. Das Bedrucken eines den Nachteil, daß mit ihnen die Schriftzeichen nicht dielektrischen Aufzeichnungsmaterials kann mit diezusammenhängend dargestellt werden können, da ser Vorrichtung nicht gesteuert werden,
zwischen den einzelnen gedruckten Schriftzeichen- 45 Die Erfindung wird im folgenden an Hand in den elementen Lücken auftreten. Ferner sind durch die Figuren dargestellter Ausführungsbeispiele beschriebegrenzte Zahl der Schriftzeichenelemente oft nur ben. Es zeigt
Schriftzsichenformen zu verwirklichen, die von der F i g. 1 die schematische Darstellung einer Voridealen Form mehr oder weniger stark abweichen. richtung zum elektrostatischen Drucken mit einem Dies liegt daran, daß die Feldlinien zwischen dem 50 aus Streifen gebildeten Druckkopf,
Druckkopf und der durchgehend ausgebildeten Gs- Fig. IA den Schnitt IA-IA aus Fig. 1 zur Dargenelektrode geradlinig verlaufen und eine exakte stellung einer Entwicklungseinrichtung für die auf Abbildung der Schriftzeichenelemente bewirken. dem Aufzeichnungsmaterial erzeugten Schriftzeichen, Die ■ Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine F i g. 2 eine perspektivische Darstellung einer aus Vorrichtung zum elektrostatischen Drucken zu schaf- 55 Streifen zusammengefügten Elektrode, darunter ein fen, die die Nachteile der bekannten Anordnungen Beispiel der damit erhältlichen Schrift, wenn eine vermeidet und eine einwandfreie und vorbildgetreue zusammengesetzte mit zusammenhängenden, leiten-Wiedergabe von Schriftzeichen gewährleistet. den Streifen versehene rückwärtige Elektrode gleich-
Eine Vorrichtung der eingangs genannten Art ist zeitig verwendet wird;
zur Lösung dieser Aufgabe erfindungsgemäß derart 60 F i g. 2 A ist eine perspektivische Darstellung einer ausgebildet, daß die für die Erzeugung sämtlicher zu weiteren aus Streifen zusammengefügten Elektrode, druckender Symbole erforderlichen Druckelemente darunter ein Beispiel der damit zu erhaltenen Schrift, des Druckkopfes in einer ersten Ebene angeordnet wenn gleichzeitig eine zusammengesetzte, mit zusind und die Gegenelektrodenstäbe in einer zweiten, sammenhängenden, leitenden Streifen versehene parallel zur ersten Ebene verlaufenden Ebene in 6s rückwärtige Elektrode verwendet wird;
einem Muster angeordnet sind, das einer Vielzahl Fig. 3 ist ein Beispiel für einen Druck mit einem einander überlagerter, nach Wahl zu druckender normalen Punktmatrizen-Drucker;
Symbole entspricht. F i g. 4 ist ein Schnittbild, das die gegenseitige Lage
und den Verlauf der Ionisation zwischen einer zusammengesetzten Streifen-Elektrode und einer rückwärtigen Elektrode mit dazwischenliegendem dielektrischem Band zeigt;
F i g. 5 ist ein Schnittbild, das eine abgewandelte Anordnung von zusammengesetzter Streifen-Elektrode, rückwärtiger Elektrode und dazwischenliegendem dielektrischem Band zeigt;
F i g. 6 ist ein Schnittbild, das eine abgewandelte Zusammenstellung von zusammengesetzter Entladungselektrode und zusammengesetzter rückwärtiger Elektrode darstellt, außerdem den Verlauf der Ionisation zwischen ihnen;
Fig. 7und 8 zeigen abgeänderte Anordnungen für die Anwendung der vorliegenden Erfindung.
F i g. 1 zeigt den allgemeinen Aufbau einer Anordnung für elektrostatisches Drucken. Zum Betreiben der Einrichtung und zum Auswählen der zu druckenden Schriftzeichen dient das Schaltpult und Steuergerät 10 für die Matrize; dazu gehört eine Spannungsquelle 11, Schriftzeichentasten 12, eine Zwischenraumtaste 12 α und ein Ausgangskabel 13. Ferner führt aus dem Steuerpult 10 eine Antriebswelle 21 heraus, die über ein Zahnradgetriebe 22 die Antriebswalzen 23 bewegt.
Die Buchstaben- und Ziffernzeichen auf dem Band 15 werden durch Betätigen der Typentasten 12 hervorgerufen, indem, wie nachfolgend beschrieben, . ausgewählte Bereiche der zusammengesetzten Elektrode 14 erregt werden. Mit jeder Betätigung einer Typentaste 12 oder der Zwischenraumtaste 12 α wird gleichzeitig die Antriebsmechanik 21, 22 schrittweise bewegt, wodurch die Antriebswalzen 23 das Band 15 um eine Schriftzeichenbreite in der durch den Pfeil angegebenen Richtung vorwärts führen. Während des Vorgangs des Drucks oder des Aufzeichnens aufeinanderfolgender Buchstaben- oder Ziffernsymbole auf dem Band 15 wird das Band von der Vorratswalze 15 α durch die aufeinanderfolgenden Stationen bewegt, nämlich zwischen der zusammengesetzten Elektrode 14 und der rückwärtigen Elektrode 16 zur Erzeugung des elektrostatischen Bildes hindurch, an der Einrichtung zum Sichtbarmachen des elektrostatischen Bildes (Pulverstaubentwickler 17) entlang zur Fixierstation mit ihrem Erhitzer 18, der als einfächer elektrischer Heizer ausgebildet sein kann, zur Aufwickelrolle 15 b, wo die mit 15 c bezeichnete sichtbare Aufzeichnung gespeichert werden kann.
Zwar sind ein mechanischer Antrieb 22 und ein kurzes elektrisches Ausgangskabel 13 in der Zeichnung dargestellt; es versteht sich aber von selbst, daß die Verbindung zwischen Schaltpult und Drucker durch Funkverbindung, Fernsprechverbindung, Mikrowellen oder auf ähnlichem Wege hergestellt werden kann. Für kurze und mittlere Abstände kann für die Bewegung des Bandes ein Drehfeldübertragungssystem benutzt werden. Damit das Band 15 das elektrostatische, latente Bild aufnehmen und aufrechterhalten kann, wie es dieses von den Elektroden 24 und 16 empfängt, muß es aus isolierendem Material bestehen, so z. B. aus nichtleitendem Kunststoff, oder es muß ein geschichtetes Band sein, bei dem eine Papierunterlage mit isolierendem Kunststoff od. ä. beschichtet ist.
An Hand der Fig. 2 soll nun im einzelnen die Entstehung des elektrostatischen latenten Bilds von Buchstaben- oder ZifFernzeichen auf dem Band 15 unter der Wirkung der Elektroden 14 und 16 und durch Erregung ausgewählter Bezirke der Elektroden über das Schaltpult 10 beschrieben werden. F i g. 2 zeigt ein Beispiel für eine aus Streifen zusammengesetzte Elektrode, die insgesamt mit 30 bezeichnet ist, in Verbindung mit Beispielen für Buchstaben- und Ziffernzeichen, die von dieser zusammengesetzten Elektrode gebildet werden können. Die Elektrode 30 besteht aus einem Träger aus isolierendem Material 32, in dessen Fläche eine Mehrzahl elektrisch leitender Streifen 31 eingelegt ist, die ein Streifenmuster bilden, wie es in F i g. 2 gezeigt ist. Dieses Muster enthält alle Linien, die erforderlich sind, um die Buchstaben des lateinischen Alphabets oder die arabischen Ziffern zusammenzusetzen. Durch passende Auswahl der leitenden Streifen 31 kann daher jedes Buchstaben- oder Ziffernzeichen zusammengefügt werden. Jeder Streifen 31 und jeder Streifenabschnitt, der für sich zur Zusammensetzung eines Buchstaben- oder Ziffernzeichens benötigt wird, wird durch das Trägermaterial 32 von jedem anderen Streifen oder Streifenteil elektrisch isoliert. Um die elektrische Isolierung zwischen zwei sich kreuzende Streifen oder Streifenabschnitten 31 zu erzielen, können offenbar beide in Frage kommenden Abschnitte an der Schnittstelle unterbrochen werden, oder es kann ein Streifen unterbrochen und an der Rückseite durch einen Draht wieder verbunden werden, oder es kann eine isolierende Abdeckung auf die Kreuzungsstelle des einen Streifens gelegt werden, um ihn von dem zweiten, über die isolierende Abdeckung geführten Streifen zu isolieren.
Jeder elektrisch isolierte Streifen oder Streifenabschnitt 31, der · für die Bildung eines bestimmten Buchstaben- oder Ziffernzeichens benötigt wird, ist mit einem bestimmten Draht 24 des Kabels 13 verbunden, so daß, wenn zwischen einem solchen Draht und der Spannungsquelle 1.1 durch Betätigen der Tasten des Schaltpults 10 eine Verbindung hergestellt wird, an den betreffenden Streifenabschnitten eine elektrische Spanung liegt, welche ein entsprechendes Muster einer elektrostatischen Leitung auf dem Band 15 hervorruft. Das Schaltpult 10 enthält vorzugsweise eine elektrische Schaltmatrize, die von den Tasten 12 gesteuert wird, wobei jede Taste einen Mehrfachschalttaster darstellt. Jede Taste 12 stellt damit einen Kontakt her zwischen der Spannungsquelle 11 und den genannten Streifen 31, die den Buchstaben oder die Ziffer bilden, der bzw. die durch die Taste bezeichnet ist. Durch Niederdrücken z. B. der Taste 126 wird die Verbindung hergestellt zwischen der Spannungsquelle 11 und allen jenen Leitungen 24, die die Verbindungen zu den Streifenabschnitten herstellen, die in Fig. 2 mit 31 fl bezeichnet sind und die zusammen den Buchstaben T darstellen. In entsprechender Weise werden beim Niederdrücken der Taste 12 c die Streifenabschnitte 31 b mit einer Ionisierungsspannung von der Spannungsquelle 11 versorgt, die den Buchstaben V bilden. Das Wort »Xerox« im Beispiel zeigt, wie das Wort erscheint, wenn die Matrize in Verbindung mit einer gewöhnlichen flachen rückwärtigen Elektrode benutzt wird, während die Worte' »TESI PRINTER« zeigen, wie der Druck verbessert werden kann durch Anwendung der später im Zusammenhang mit F i g. 6 beschriebenen, mit Linienzügen versehenen rückwärtigen Elektrode. Die Bauweise der Schaltmatrize im Schaltpult 10 ist in der Fachwelt bekannt, weshalb in der vorliegenden Beschreibung
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zur Vermeidung von Unübersichtlichkeiten auf eine den; wegen der Grenze, die durch die Streifenanordbesondere Darstellung verzichtet wird. Wahlweise nung, insbesondere durch Unterbrechungen bei diekönnen auch andere bekannte Wählmatrizen, wie sen Matrizen, gesetzt sind, können nicht alle Schrift-Dioden- oder Magnetkernmatrizen, benutzt werden. zeichen mit den richtigen Rundungen dargestellt wer-
In Fig. 2A ist eine andere Form der aus Streifen 5 den, sowenig wie es möglich ist, alle Linien ohne zusammengesetzten Elektrode gezeigt, die insgesamt Unterbrechnungen wiederzugeben. Um das Ausmit 35 beziffert ist, neben einer bildlichen Darstel- sehen der Buchstaben- und Ziffernzeichen zu verlung der Buchstaben- und Ziffernzeichen, die diese bessern, wird eine profilierte rückwärtige Elektrode Elektrode liefert. Die verschiedenen Streifenab- benutzt. In F i g. 6 ist ein Elektrodenpaar gezeigt, schnitte 36 sind wie bei der Elektrode 30 gegenein- io daß aus einer punktweise zusammengesetzten oder ander isoliert und in einen isolierenden Träger 37 Punktmatrizen-Elektrode 46, die derjenigen enteingebettet, damit sie wahlweise von der Spannungs- spricht, die den Druck nach F i g. 3 liefert, und einer quelle 11 über das Schaltpult 10 und Drähte 24 er- rückwärtigen Streifenmatrizen-Elektrode 45 besteht, regt werden können. Die Ausbildung zeigt, entspre- Bei dieser Anordnung besteht das Streifenmuster für chend der F i g. 2, das Aussehen des Druckbildes 15 die rückwärtige Elektrode 45 aus den gleichen Probei Anwendung der unterschiedlichen rückwärtigen filen, die in den F i g. 2 oder 3 gezeigt sind, außer Elektroden. daß alle Streifenabschnitte miteinander elektrisch
F i g. 3 zeigt das Druckbild, wie es von einer verbunden sind und keine Unterbrechungen in ihren weiteren zusammengesetzten Elektrode zu erhalten Oberflächen zeigen. Jeder der Stifte 47, die die zuist, nämlich von einer punktartig zusammengesetzten 20 sammengesetzte Elektrode 46 bilden, ist von allen Elektrode. Diese Elektrodenart wird zusammenge- anderen Stiften durch die Träger 48 aus isolierensetzt aus einer Anzahl dicht beieinanderliegender, dem Material elektrisch isoliert und wird für sich herausragender leitender Stoffe, die in einen iso- durch die Spannungsquelle 11 über das Schaltpult lierenden Träger eingelassen sind. Durch Erregen 10 und die Leitungen 24 erregt. Wie bei den aus vorbestimmter Stifte in dieser Stiftmatrize kann jeder 25 Streifen zusammengesetzten Elektroden nach den Buchstabe, jede Ziffer und jedes willkürlich gewählte vorher beschriebenen Ausführungsformen wird eine Symbol gedruckt werden. Wie die Darstellung zeigt, eigene Leitung 24 zu jedem Stift 47 geführt. Über gibt dieses Druckverfahren bei einer Matrize mit die Schaltmatrize im Schaltpult 10 werden bestimmte 5 · 7 Stiften und einer ebenen, rückwärtigen Elektrode Stifte 47 erregt, um das Buchstaben- oder Ziffernnur ein mangelhaftes Bild und ist daher nur für 30 zeichen aufzuzeichnen, das durch die bestimmte untergeordnete Zwecke, wie z. B. für das .Bedrucken niedergedrückte Taste 12 vertreten ist. Da die Entvon Anschriftenzetteln, verwendbar. ladung zwischen den Streifen der Streifenmatrize
Die F i g. 4 und 5 sind vergrößerte Schnittbilder und den entsprechenden ausgewählten Stiften der von Einzelheiten der aus Streifen zusammengesetzten Stift-Matrize, die das gesuchte Zeichen darstellen, Elektrode 14 in der Ausführungsform 30 bzw. 35 35 stattfindet, ermöglicht die Linienstruktur der rückmit der rückwärtigen Elektrode 16 und dem dazwi- wärtigen Streifenelektrode 45 die Überbrückung der schenliegenden Band 15. Das Band 15 besteht hier- Zwischenräume zwischen einem erregten Stift und nach aus einer Papierunterlage 41 mit einem dünnen dem nächsten; dabei werden, wie durch die punktiert Kunststoffüberzug auf einer Seite; der Kunststoff- angedeuteten Entladungsbahnen nach Fig. 6 erüberzug besteht aus einem Werkstoff mit guten di- 40 kennbar wird, die Ladungsbilder etwas verschoben elektrischen Eigenschaften. Nach Fig. 4 ist die und erscheinen auf dem Band 15 an Stellen zwi-Papierunterlage 41 des Bandes 15 gegen die zu- sehen der Lage des Stifts und des mit ihm zusamsammengesetzte Elektrode 14 gerichtet, während die menwirkenden Streifens, wodurch das Aussehen des Kunststofffiäche mit nur geringem Abstand der rück- Zeichens verbessert wird. Es kann auch eine rückwärtigen Elektrode 16 gegenübersteht. Wie durch 45 wärtige Elektrode mit elektrisch verbundenen Streipunktierte Linien angedeutet, führt die Erregung der fenabschnitten gegenüber einer zusammengesetzten ausgewählten Streifenabschnitte 31 oder 36 der Elek- Streifenelektrode mit elektrisch voneinander getrenntrode zu örtlicher Ionisation in dem Luftspalt 43 ten Abschnitten verwendet werden, um die Linienzwischen der erregten Streifenelektrode und der führung der gedruckten Zeichen zu glätten und rückwärtigen Elektrode, wodurch ein dementspre- 50 Unterbrechungen zu vermeiden, wobei die Entlachendes Muster einer elektrostatischen Ladung auf dungsbahnen schräg verlaufen und die Ladungsder Kunststofffläche 42 des Bandes 15 entsteht. bilder verschoben werden. Ferner können, wenn eine F i g. 5 entspricht der F i g. 4, außer daß die Lage Streifenmatrize in Verbindung mit einer rückwärtides Bandes 15 zu den Elektroden umgekehrt ist. Das gen, mit Linienzügen versehenen Streifenelektrode heißt, das Band 15 berührt mit seiner Papierfläche 55 verwendet wird, die beiden Elektroden kleine Form-41 die rückwärtige Elektrode 16, und seine dielek- unterschiede aufweisen. Zum Beispiel könnte die trische Kunststoffschicht 42 verläuft in geringem Ab- Streifenelektroden-Matrize aus F i g. 2 als Druckstand vor der zusammengesetzten Elektrode 14 und elektrode in Verbindung mit der Elektrode nach ist dieser entgegengerichtet. Bei dieser Anordnung Fig. 2A (als rückwärtige Elektrode, bei überbrückverursacht die Erregung ausgewählter Streifen 31 60 ten Zwischenräumen der Abschnitte) benutzt werden, oder 36, wie bei der zuvor beschriebenen Anordnung, Wie bei den vorhergehenden Ausführungsformen entsprechend lokalisierte Ionisation in dem Luft- läuft das Band 15 aus Papierunterlage 41 und dispalt 43 und damit zusammenhängend den Aufbau elektrischer Kunststoffbeschichtung 42 zwischen den eines elektrostatischen Bildes auf der Bandober- Elektroden 45 und 46; dabei berührt die Papierunfläche 42. 65 terlage eine Elektrode, z. B. die zusammengesetzte
Mit zusammengesetzten Schablonen oder Matrizen Stiftelektrode 46, während die dielektrische Schicht
für Buchstaben und Ziffern kann man das übliche in geringem Abstand von der anderen Elektrode,
Aussehen des Schriftzeichens nicht genau nachbil- z. B. einer rückwärtigen Streifenelektrode 45, verläuft.
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Bisher war es, um Schriftzeichen von gutem Aus- die Spannungsquelle hat vorzugsweise 100 bis einige
sehen zu bekommen, erforderlich, mit hoher Ge- hundert Volt. Durch Verstellen des Potentiometers
schwindigkeit rotierende Zylinder mit Buchstaben- kann man ein Feld beliebiger Polarität und einstell-
und Ziffernzeichen zu verwenden und dabei eine ver- barer Stärke zwischen der Elektrode 52 und dem
wickelte Impulsschaltung zu benutzen, wenn eine 5 Band 15 erzeugen.
hohe Geschwindigkeit des elektronischen Drückens Die α-Teilchen oder sonstigen von der radioerreicht werden sollte; feststehende Matrizenelek- aktiven Schicht auf der Elektrode 52 ausgehenden troden führten zu unterbrochenen, eckigen Schrift- ionisierenden Teilchen erzeugen in der Luft im Gezeichen. häuse negative und positive Ionen, die in entgegen-
In den Fig. 7 und 8 wird eine Anordnung zur i° gesetzten Richtungen, je nach ihrer Polarität, unter Umsetzung der elektrischen Ausgangswerte des der Wirkung des zwischen der Elektrode 52 und der Schaltpults 10 der F i g. 1 in eine sichtbare Aufzeich- Fläche 54 bestehenden Feldes fortschreiten. Wenn nung gezeigt. Die Anordnung ähnelt der nach Fig. 1, Ionen der einen Polarität ihre Ladung auf dem Band ist jedoch in einigen Teilen verändert und wird mit 15 abgeben, ändert sich das Feld unter dem Einfluß mehr Einzelheiten gezeigt. Das von der Vorrats- 15 der Ladung auf dem Band, bis ein Gleichgewichtsrolle 15 a abgewickelte, dünne, elektrisch isolierende zustand erreicht ist, bei dem das Potential der Band-Band 15 kann als Kunststofffilm aus Polyäthylen- oberfläche gleich dem Potential ist, das der Elekterephthalat, Polysterol, Celluloseacetat, Äthylcellu- trode 52 über das Potentiometer gegeben wird. Ob lose oder ähnlichem blattförmigem Material mit dem Band durch die Einstellung des Potentiometers guten Isoliereigenschaften hergestellt werden, vor- 20 ein niedriges positives oder negatives Potential gezugsweise in einer Stärke von 0,025 bis 0,05 mm; es geben wird, hängt von Umständen ab, die jetzt bekann auch aus Papier bestehen, das auf der wirk- sprachen werden sollen. Unter manchen Umständen samen Seite mit einem dieser Kunststoffe oder mit kann die Elektrode 52 auf Nullpotential gehalten Wachs beschichtet ist; in manchen Fällen kann auch werden; die Vorrichtung dient dann nur dazu, zuvöllig trockenes Papier oder Cellophan benutzt wer- 25 fällig aufgenommene Ladungen zur Vorbereitung für den. Wenn das Band 15 von seiner Vorratsrolle ab- die Aufnahme der Ladungen aus der elektrostatisch gewickelt wird, gelangt es zunächst in eine Anord- aufzubringenden Mitteilung von dem Band zu entnung 51, in der das Band durch Aufbringen einer fernen. Die elektrostatischen Ladungen können, wie Anfangsladung in einen einheitlichen elektrosta- z. B. in der USA.-Patentschrift 2 588 699 dargelegt, tischen Zustand gebracht wird. Von der Ladeein- 30 durch Koronaentladungen an Stelle einer radiorichtung aus wird das Band zwischen die der einen aktiven Quelle für ionisierende Teilchen aufgebracht Bandfläche benachbarten zusammengesetzte Elek- werden.
trode 14 und die an Erde liegende Platte oder rück- Wenn das Band 15 in dieser Weise vorbehandelt
wärtige Elektrode 16 gebracht, die der anderen ist, läuft es zwischen der zusammengesetzten Elek-
Bandseite benachbart ist, und auf das Band wird 35 trode 14 und der geerdeten Fläche bzw. rückwärtigen
ein Ladungsmuster aufgeprägt, das dem gewünschten Elektrode 16 durch. Die rückwärtige Fläche 16 ist
Buchstaben- oder Ziffernzeichen entspricht. Dann vorzugsweise als ebene Fläche von gleicher Gestalt
gelangt das Band in eine Entwicklungseinrichtung und Lage wie die wirksame Fläche der Elektrode 14
56, wo das Bild der elektrostatischen Ladung auf ausgebildet. Vorzugsweise berührt das Band die
dem Band sichtbar gemacht wird durch Anwendung 4° rückwärtige Fläche 16 und ist von der zusammen-
feinverteilter Substanzen wie elektroskopischer Pul- gesetzten Elektrode 14 durch einen sehr engen Spalt
ver, flüssiger Tinten oder ähnlichen Stoffe. Wenn das von etwa 0,05 bis 0,08 mm Weite getrennt. Unter
Band aus dem Entwicklungsgerät herauskommt, ist diesen Umständen und bei einer Potentialdifferenz
die dem Band aufgeprägte Nachricht visuell erkenn- von ungefähr 750 V zwischen rückwärtiger Fläche
bar. Sofern die Nachricht dauerhaft aufgezeichnet 45 16 und Elektrode 14 findet zwischen der erregten
werden soll, wird das Band anschließend in den Er- Elektrode 14 und der Oberfläche des Bandes eine
hitzer 57 geführt, wo das Pulver dauerhaft in das stille Entladung statt, die eine steuerbare und örtlich
Band eingeschmolzen bzw. die Tinte getrocknet wird. begrenzte elektrostatische Ladung auf dem Band
Wenn nur eine vorübergehende Lesbarkeit der Nach- gegenüber den erregten Flächen der Entladungs-
richt gefordert wird, kann der Erhitzer weggelassen 50 elektrode 14 aufbaut. Die Polarität der elektro-
werden, und statt einer Vorratsrolle mit unbenutztem statischen Ladung auf dem Band hängt natürlich_von
Band, kann ein endloses Band benutzt werden, wobei der Polarität der Entladungselektrode ab.
zwischen der Entwicklungseinrichtung 56 und der Das Band 15, das jetzt ein Schriftzeichenbild in
Rückkehr zur Ladestation 51 zum Aufbringen der Form einer elektrostatischen Ladung trägt, läuft in
Anfangsladung eine Einrichtung eingeschaltet wird, 55 den Entwicklungsabschnitt 56, wie er im einzelnen
die die Nachricht von dem Band entfernt. in Fig. 8 dargestellt ist. Diese Einrichtung weist ein
Der Zweck der Ladestation 51 ist, auf das Band Paar Walzen 60 und 65 auf. Die Walze 60,' besitzt eine gleichmäßige Ladung zu bringen, ehe die der eine zentrische Lagerwelle 64, die ein Paar mit Mitteilung zugehörige Ladung aufgebracht wird. Die axialem Abstand auf ihr angebrachte Scheiben 62 Ladestation 51 umfaßt ein Gehäuse, in dem eine 6o trägt, über die die Kanten des Bandes laufen. Rand-Elektrode 52 angebracht ist, die mit einem radio- scheiben 61 halten das Band an Ort und Stelle auf aktiven Überzug zum Aussenden ionisierender Teil- den Scheiben 62. Das Band und die Scheiben 62 chen, z. B. einer Poloniumschicht, versehen ist, der bilden auf diese Weise ein Gehäuse, in dem sich ein der einen Fläche des Bandes gegenübersteht. Die an- Vorrat elektroskopischen Pulvers 63 befindet. Vordere Fläche des Bandes 15 berührt die geerdete 65 zugsweise, jedoch nicht notwendigerweise, erhält das Platte 54, während eine Spannungsquelle über ein Pulver 63 eine Ladung durch Reibungselektrizität Potentiometer 55 mit der Elektrode 52 verbunden ist. oder auf anderem Wege mit einer Polarität, die der Die Mitte des Potentiometers 55 liegt an Erde, und Polarität der von der Elektrode 14 auf dem Band
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erzeugten Ladung entgegengesetzt ist. Das Pulver richtung für den speziellen Anwendungszweck ab. haftet auf den Bereichen, die von der Elektrode 14 Auch das Verfahren oder die Vorrichtung für die aufgeladen wurden, und bietet eine sichtbare Wieder- dauerhafte Fixierung des Pulverbildes auf dem gäbe der von dem Band mitgeführten Schriftzeichen. Trägermaterial ist für die vorliegende Erfindung von Wenn die anfängliche vorbereitende Ladung, die das 5 keiner besonderen Bedeutung. Wenn kein dauer-Band in der Einrichtung 51 erhält, von entgegen- haftes Bild erforderlich ist, können nach der Begesetzter Polarität ist wie die von der Elektrode 14 trachtung des Bandes die lose darauf haftenden erzeugte, so haben Pulverladung und vorbereitende Pulverbilder, z. B. durch Abwischen mit Baumwoll-Ladung des Bandes die gleiche Polarität, was dazu stoff, beseitigt und das Band wieder verwendet werführt, daß das Pulver 63, wenn es auf das Band 15 io den. Wenn ein dauerhaftes Bild erforderlich ist, stürzt, von den Untergrundflächen des Bandes ab- können die Pulverteilchen, wie zuvor beschrieben, gestoßen wird. Nach der Entwicklung läuft das Band durch Erhitzen zum dauernden Haften auf der Untervon der Walze 60 aufwärts über die Walze 65 und lage gebracht werden oder auch durch das Einwirkenabwärts in den Erhitzer 57. Im Erhitzer 57 um- lassen von Lösungsmitteldämpfen, die auf die Marschlingt das Band die Walze 58, wo es auf eine Tem- 15 kierungsteilchen oder auf eine Harzschicht des BiIdperatur erwärmt wird, die ausreicht, um das Ent- trägers einwirken, wie in der USA.-Patentschrift wicklerpulver einzuschmelzen oder die Tinte auf dem 2 776 907 dargestellt. Wenn Flüssigkeitstropfen ver-Band zu trocknen, so daß eine dauerhafte und un- wendet werden, kann die Absorption der Flüssigkeit mittelbar lesbare Aufzeichnung der auf die Elektrode in kapillaren Öffnungen der Unterlage oder die Ver-
14 übertragenen Schriftzeichen entsteht. Dann ge- 20 dampfung der Flüssigkeit zum Fixieren des Bildes langt das Band zwischen Antriebswalzen 80, die von auf dem Bildträger dienen. Falls erforderlich, köneinem Schrittschaltwerk angetrieben werden, das mit nen auch andere Methoden zum Fixieren des Pulverder Tastenbetätigung in einem Schaltpult, wie in bildes angewendet werden, z. B. die Anwendung von F i g. 1 mit 10 gekennzeichnet, verbunden ist. Druck oder das Besprühen mit Fixativflüssigkeiten.
Die beschriebene Methode zum Sichtbarmachen 25 Die Qualität der in der vorliegenden Anordnung des Musters des elektrostatischen Ladung, d. h. das erzielbaren Aufzeichnugnen hängt von einer Reihe Entwickeln des Bildes, ist als »Schleifenentwicklung« sich gegenseitig beeinflussender Faktoren ab. Einer bekannt. Die Methode ist im USA.-Patent 2 761 416 dieser Faktoren ist die Spaltweite, d. h. der Abstand offenbart. Die Entwicklungsmethode ist im Rahmen zwischen dem Aufzeichnungsträger und der Entder vorliegenden Erfindung nicht entscheidend; es 30 ladungselektrode. Die Elektrode kann so gestaltet können andere Verfahren angewendet werden, um sein, daß ihre Entladungsflächen mit der Außenfläche elektrostatisch geladene Markierungsteilchen mit dem des Elektrodengehäuses in einer Ebene liegen. Dalatenten elektrostatischen Bild in Kontakt zu bringen. durch wird ein widerstandsfähiger Aufbau für dünne So kann eine Entwicklung durch aufgesprühte, Elektroden geschaffen und eine genaue Einhaltung elektrostatisch geladene Flüssigkeitströpfchen oder 35 der Spaltgröße gewährleistet, ohne die Wirksamkeit trockene Pulverteilchen (USA.-Patent 2 784 109) an- des elektrostatischen Übertragung zu beeinflussen, gewendet werden oder Entwickeln mit einer »Magnet- Es ist allgemein bekannt, daß die für die Ladung bürste« (USA.-Patent 2 791 949). Ein Entwicklungs- erforderliche elektrostatische Spannung zum Überapparat, der, mit Pulverwolken arbeitend, besonders brücken des Luftspalts für ein gegebenes Elektrodengeeignet als Bauteil 17 der F i g. 1 benutzt zu werden 40 system von der Breite des Spalts abhängt. Dieses und als Schlitz-Entwickler bekannt ist, wird im ein- Potential erreicht ein Minimum in der Nähe eines zelnen beschrieben im USA.-Patent 2 815 734. Wie bestimmten Abstands, der im allgemeinen in der in F i g. 1A zu erkennen, umfaßt die Einrichtung ein Gegend von 0,01 bis 0,03 mm liegt. Bei engeren Gehäuse von einer der Breite des Bildbandes 15 ent- Spalten nimmt die für die Ladungsübertragung erforsprechenden Größe, das von Wänden 5 gebildet wird 45 derliche Spannung regellos zu, so daß bei Spalt- und das in eine Eingangskammer 3 und eine Aus- weiten- um 0,002 mm die Ladungsübertragung in gangskammer 4 durch eine leitende Elektrode 6 einem gangbaren System praktisch unmöglich wird, unterteilt ist, die hinter der öffnung 9 in den Wan- Wenn die Weite des Luftspalts zunimmt, wächst das den 5 angeordnet ist; die Elektrode 6 befindet sich für die Ladungsübertragung erforderliche Potential damit in enger Nachbarschaft zum Band 15. Der 5o ebenfalls, jedoch langsamer, als wenn der Spalt von Abstand zwischen dem Band 15 und der Elektrode 6 dem Wert für das Potentialminimum aus verkleinert ist nicht größer als etwa 3 mm und nach Möglichkeit wird.
nicht größer als etwa 0,64 mm. Bei diesem Abstand Zunehmende Spaltgröße führt jedoch zur Streugreifen die Kraftlinien der Elektrode 6 bis zu dem ung und Verlust an Auflösungsvermögen für das auf elektrostatischen Bild auf der Oberfläche des Bandes 55 den Bildträger übergeführte elektrostatische Bild. Es
15 aus. Elektrostatisch geladene Markierungsteilchen, können im allgemeinen Spaltweiten von etwa 0,005 etwa aus einem Pulverwolkenerzeuger, gelangen bis 0,15 mm angewendet werden; die zweckmäßigste durch den Einlaß 7 in die Kammer 3 und werden Spaltweite liegt zwischen etwa 0,015 und etwa von den Wänden 5 um die Elektrode 6 in die Kam- 0,1 mm. Engere Spalte führen zu zusätzlichen und mer 4 und von dort durch den Auslaß 8 in ein 60 unnötigen Schwierigkeiten beim mechanischen Auf-Sammelgefäß oder einen sonstigen Vorratsbehälter bau der Anlage, um die Zuverlässigkeit der Spaltgeleitet. Wenn die Teilchen den Spalt 9 passieren, weite zu sichern, und lassen die erforderliche Spanwerden sie von dem elektrostatischen Bild an- nugn für eine zuverlässige elektrostatische Übertragezogen, lagern sich darauf ab und stellen ein gung anwachsen. Die Obergrenze der Spaltweite wird genaues, sichtbares Abbild des elektrostatischen 65 praktisch durch die erforderliche Bildgüte bestimmt. Bildes dar. Die hier angegebenen Spaltweiten sind praktisch er-
Die Wahl des Entwicklungsverfahrens oder -geräts probte Grenzen für die Herstellung guter Aufzeich-
hängt von dem Aufbau der Maschine und ihrer Ein- nungen.
11 12
Die Mindestspannung, die für einen Ladungsüber- ladungsspannungsimpulsen von — 500 V. Bei kurztrag erforderlich ist, wird etwas höher sein als die dauernden Impulsen (2 Mikrosekunden oder kürzer) Uberschlagsspannung in Luft für den benutzten Luft- wurde eine Entladungsspannung von —1000 V bespalt. Der bestimmende Faktor ist im allgemeinen nutzt, ohne daß eine zu beanstandende Verschlechtedas Verhältnis der Kapazität der Übertragungsteile 5 rung der Bildqualität eintrat.
zur Kapazität der Entladungselektrode gegenüber Die Zuverlässigkeit der Entladung beim Anlegen
Erde. Typische Werte für die Einleitung der La- der Entladungsspannung kann weiter erhöht werden,
dungsübertragung liegen im Bereich von 600 bis indem man die Feuchtigkeit oder die Ionenzahl im
1000 V. Um den Aufbau der Anregungsschaltung Luftspalt erhöht. Der Übergang über den Luftspalt
für die Elektrode zu vereinfachen, kann an den Luft- io hängt für eine kurzdauernde Entladung natürlich von
spalt eine Vorspannung gelegt werden, indem eine den statistischen Schwankungen der Zahl der La-
konstante Gleichspannung zwischen die rückwärtige dungsträger im Luftspalt ab. Mit zunehmender all-
Elektrode 16 und die zusammengesetzte Elektrode 14 gemeiner Ionisation nimmt daher die Zuverlässigkeit
gegeben wird; diese Spannung hat annähernd, aber des Übergangs bei Anwendung kurzdauernder Ent-
nicht ganz, die Höhe, die zur Einleitung der Ladungs- 15 ladungen zu. Durch Bestrahlen mit ultraviolettem
übertragung erforderlich ist. Die Anwendung einer Licht kann die Ionisation im Spalt erhöht werden.
Vorspannung hat den Nachteil, daß sie Ionen aus Von besonderer Wichtigkeit ist die Ausgangs-
dem Spalt entfernt, so daß der ankommende Impuls impedanz der Schaltung, die die Entladungsspannung
größer sein muß, als sich aus einer einfachen Addi- an den Luftspalt leitet; je geringer diese Impedanz
tion zur Vorspannung ergeben würde, sofern für 20 ist, um so zuverlässiger geht der Bildaufbau dann
kurze Impulse eine zuverlässige Entladung gewähr- vonstatten, wenn am Spalt elektrische Felder mäßiger
leistet werden soll. Stärke verwendet werden. Im einfachsten Fall einer
Nur die Spannung, die die für die Einleitung des Serienschaltung von Luftspalt, Schalter, Widerstand
Überschlags erforderliche Spannung überschreitet, und Spannungsquelle kann der Aufbau eines Bildes
wird über den Spalt übertragen. Wenn die Über- 25 unterdrückt werden durch die Benetzung eines hoch-
schlagsspannung in Luft —800 V beträgt und eine ohmigen Widerstands. Im allgemeinen sollte der
Spannung von —1000 V dem Spalt zugeführt wird, Widerstand nicht höher als etwa 100 000 Ohm sein,
so werden nur —200 V übertragen. im übrigen jedoch so niedrig wie möglich.
Ein zweiter Faktor, der die Entladung beeinflußt, Die Entladungselektrode kann direkt an den Plusist die Impulsdauer, die an der Entladungselektrode 30 pol der Batterie im Ausgangskreis angeschlossen zugelassen wird. Höhere Spannungen verbessern die werden, wobei die Batteriespannung als Teilvorspan-Betriebssicherheit. Es dürfen jedoch keine zu großen nung am Luftspalt wirkt. Wenn ein Sperrkondensator Ladungen auf das Übertragungselement gegeben benutzt wird, darf er nicht so klein sein, daß er eine werden, weil in einem entwickelten Bild, wenn es so große Imperanz darstellt, daß die Entladung positive Polarität hat, Lichtenbergsche Figuren er- 35 unterdrückt wird. Bei 2000 V an einem Spalt von scheinen. Lichtenbergsche Figuren entstehen wegen 0,08 mm sollte der in Serie mit der Elektrode Heder Unfähigkeit der Oberfläche des Ubertragungs- gende Kondensator mindestens 40 pF haben, besser elements, den seitlichen Spannungsgradienten abzu- 100 pF. Die Anwendung eines Sperrkondensators fangen. Daher erfolgt ein Überschlag auf der Auf- kann zur Vermeidung von Verästelungen im Bild zeichnungsfläche, und die Ladung breitet sich seitlich 40 beitragen. Wenn eine Vorspannung benutzt wird, aus. Beim Entwickeln tritt diese Ladungsausbreitung sollte wenigstens ein Teil der Vorspannung an die als Verformung des Bildes in Erscheinung, die als rückwärtige Elektrode 16 gegeben werden. Es hat Lichtenbergsche Figur oder Verästelung bezeichnet sich gezeigt, daß die Entladung besser vonstatten wird. Bei Anwendung der Entladungsspannung für geht, wenn weder die Entladungselektrode noch die die Dauer von 10 Mikrosekunden oder mehr erfolgt 45 rückwärtige Elektrode geerdet sind. Eine andere der Übergang ziemlich zuverlässig. Gegen etwa Methode, dem Spalt eine Vorspannung zu geben, ist, 5 Mikrosekunden hin nimmt die Zuverlässigkeit ab, wie in F i g. 7 dargestellt, dem isolierenden Band eine aber das System arbeitet noch zufriedenstellend. elektrostatische Ladung zu geben.
Wenn die Zeitdauer für die Anwendung der Ent- Schließlich führt die Behandlung des Ubertraladungsspannung unter diesen Wert fällt, nimmt die 50 gungsbandes fast notwendigerweise zu zufälligen Betriebssicherheit schnell ab. Die elektrostatische elektrostatischen Ladungen auf dem Band, die auf Entladung selbst dauert etwa 0,01 Mikrosekunden, verschiedene Ursachen, z. B. auf Reibungselektrizität, und dadurch ist eine definitive untere Grenze für zurückzuführen sind. Wenn keine Maßnahmen gedie Dauer des Anlegens der Spannung gegeben. Es troffen werden, um diese zufälligen Ladungen zu bewar zu beobachten, daß bei negativen Spannungen 55 seitigen, werden sie entwickelt und führen zu unwesentlich höhere Spannungswerte ohne Auftreten echten Bildern, die die Lesbarkeit der gewünschten von Verästelungen anwendbar sind als bei positiven Information beeinträchtigen. Daher ist es erwünscht, Spannungen, übermäßig hohe negative Spannungen Mittel zur Beseitigung dieser Ladungen anzuwenden, führen jedoch zu starken Bildverbreiterungen. Das kann mit einer Anzahl bekannter Methoden
Es ist ratsam, sehr viel höhere Entladungsspannun- 60 geschehen, z. B. mit einer wechselstromgesteuerten
gen zu verwenden, als sie für die Übertragung der Koronaentladung unmittelbar vor dem Eintritt des
minimalen Ladung für ausreichend kräftige Pulver- Übertragungsbandes in die Ladungsübertragungs-
bilder erforderlich sind. Je nach dem benutzten Ent- station zwischen den Elektroden 14 und 16 (vgl.
wicklungssystem gibt schon eine Spannung von 50 V F i g. 1 und 7).
oder weniger ein erkennbares Bild. Bei der prak- 65 Während die Erfindung bisher als eine gesteuerte
tischen Anwendung des Systems sind ausgezeichnete elektrostatische Entladung über einen »Luft«-Spalt
Ergebnisse zu erzielen mit einer Vorspannung von dargestellt wurde, kann natürlich auch jedes andere
—1000 V an einem 0,008-mm-Luftspalt und Ent- Gas, das unter den Betriebsbedingungen nicht korro-
dierend wirkt, benutzt werden. Zum Beispiel können Stickstoff, Argon oder Kohlendioxyd verwendet werden.
In dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel ist die Erfindung in der Ausstattung mit einer einzigen Entladungselektrode oder zusammengesetzten Elektrode beschrieben; das Band oder die Elektrode kann aber auch verschiebbar angeordnet sein, damit mehrere aufeinanderfolgende Zeilen von Schriftzeichen aufgezeichnet werden können. Auch kann eine An-Ordnung mit mehreren zusammengesetzten Elektroden mit geeigneter Umschaltung der Elektrodenzuführungen getroffen werden, um damit mehrere aufeinanderfolgende Zeilen von Schriftzeichen aufzuzeichnen. Die Erfindung ist nicht beschränkt auf die Anwendung des beschriebenen Schaltpults. Als Zuführung zu der Anlage kann eine elektrische Übertragung, ein Magnetband oder ein Lochband oder ein sonstiges Mittel dienen, wobei die zu drukkenden Schriftzeichen in geeigneter Weise verschlüsseit in die Übertragung oder auf das Band gegeben werden. Das Element mit der verschlüsselten Nachricht müßte dann mit der Steuermatrize od. dgl. zusammenwirken, um die zusammengesetzte Elektrode in geeigneter Weise zu erregen, die verschlüsselten Zeichen umzusetzen und in visuell erkennbarer Form anzuzeichnen.

Claims (11)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum elektrostatischen Drucken, bestehend aus einem Druckkopf mit voneinander isolierten Druckelementen mit Wähleinrichtungen für die Erregung ausgewählter, in ihrem Zusammenwirken ein Symbol darstellender Druckelemente und dem Druckkopf in einer Ebene gegenüberliegend angeordneten, leitend miteinander verbundenen Gegenelektrodenstäben sowie einem dielektrischen, bandförmigen Aufzeichnungsmaterial, das zwischen dem Druckkopf und den Gegenelektrodenstäben so hindurchleitbar ist, daß das Bild des Symbols elektrostatisch darauf aufgezeichnet werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß die für die Erzeugung sämtlicher zu druckender Symbole erforderlichen Druckelemente des Druckkopfes in einer ersten Ebene angeordnet sind und die Gegenelektrodenstäbe in einer zweiten, parallel zur ersten Ebene verlaufenden Ebene in einem Muster angeordnet sind, das einer Vielzahl einander überlagerter, nach Wahl zu druckender Symbole entspricht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckelemente wie die mit ihnen zusammenwirkenden Gegenelektrodenstäbe in elektrisch isolierendem Werkstoff eingebettet sind und daß die Gegenelektrodenstäbe an ihrer vom Druckkopf abgewandten Seite leitend miteinander verbunden sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die voneinander isolierten, leitenden Druckelemente (31) des Druckkopfes (14) streifenförmig ausgebildet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die leitend miteinander verbundenen Gegenelektrodenstäbe streifenförmig ausgebildet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die voneinander isolierten Druckelemente des Druckkopfes (14) als Stifte (31) ausgebildet sind, die außerhalb der Ebene der der Gegenelektrode (16) zugewandten Vorderfläche des Druckkopfes (14) angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorderfläche der leitenden Teile des Druckkopfes (14) bzw. der Gegenelektrode (16) mit der Vorderfläche des sie einbettenden jeweiligen Isolierstoffkörpers fluchtet.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an die Druckelektrode
(14) ein Potential anschaltbar ist, das zu einer ionisierenden Entladung über den das dielektrische Band (15) aufnehmenden Spalt (43) führt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß als Wähleinrichtung eine Steuerung (10) für die Auswahl der durch Anlegen einer Spannung zu erregenden Druckelemente des Druckkopfes (14) vorgesehen ist, die ferner eine Antriebseinrichtung (21, 22, 23) für den Vorschub des dielektrischen Bandes (15) überwacht.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckkopf oder die Gegenelektrodenstäbe einen geringen Abstand von dem dielektrischen Band (15) haben.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine in Bewegungsrichtung des dielektrischen Bandes (15) auf die Druckstation (14, 16) folgend angeordnete Einrichtung (17) zum Entwickeln des auf dem dielektrischen Band
(15) befindlichen latenten elektrostatischen Bildes durch Aufbringen geladener Teilchen.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch eine in Bewegungsrichtung des dielektrischen Bandes (15) auf die Entwicklungsstation (17) folgend angeordnete Einrichtung (18) zum Fixieren des entwickelten Bildes.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

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