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Die
Erfindung betrifft einen Trolley mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des Anspruchs 1, insbesondere zur Anwendung beim Golfsport, aber
auch zur Nutzung für
andere Zwecke, wie das Einkaufen, die Nutzung zum Befördern kleinerer
Lasten in Fußgängerzonen,
Bahnhöfen,
Altenversorgungseinrichtungen oder dergleichen.
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Herkömmliche
Trolleys der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art haben
ein oder zwei lenkbare Vorderräder
und elektromotorisch angetriebene Hinterräder, einen zwischen Vorder-
und Hinterrädern
angeordneten Fahrerplatz, und einen hinter den Hinterrädern angeordneten
Platz zum Abstellen und Halten eines oder zweier Golfschlägersäcke.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Trolley der im Oberbegriff
des Anspruchs 1 genannten Art zu schaffen, den der Nutzer vielseitig, nämlich mitfahrend
und mitgehend, bequem nutzen und selbst transportieren kann.
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Zur
Lösung
dieser Aufgabe dienen die Merkmale des Anspruchs 1.
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Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
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Ein
Trolley gemäß der Erfindung
hat die folgenden Vorteile:
- 1. Aufgrund des
geringen Gewichtes der in Leichtbauweise ausgeführten modulartigen steck- und/oder
faltbaren Bauteile und der Möglichkeit, den
Trolley mit wenigen Handgriffen zusammenzuklappen und wiederaufzubauen,
kann dieser in einem Reisekoffer üblicher Innenmasse verstaut bzw.
im Kofferraum eines PkW untergebracht werden.
- 2. Der Nutzer kann hinter dem Trolley herlaufen und dabei über die
Haltedeichsel daran angebrachte Steuereinrichtungen für die Geschwindigkeit
und die Fahrtrichtung bequem betätigen.
- 3. Durch Schwenken der Haltedeichsel einschließlich des
Gepäcksackes
nach vorne wird der Fahrerplatz frei, so daß der Nutzer von hinten oder
von beiden Seiten auf den Fahrerplatz aufsteigen und mitfahren kann.
- 4. Ein Mitfahren ist auch sitzend nach Anbringen eines vorzugsweise
gefederten Sitzes möglich.
- 5. An der Haltedeichsel kann ein Kartenhalter, insbesondere
ein Scorekartenhalter für
das Golfspiel, sowie ein Halter für einen Schirm als Wetterschutz
angebracht sein. Die Halteeinrichtung kann für die Halterung von ein oder
zwei Gepäcksäcken, insbesondere
Golfsäcken
ausgelegt sein.
- 6. Durch Ausführen
des Laufwerkes mit Vollgummirädern
oder Luftreifen oder alternativ mit beidseitig um je zwei Radpaare
geschlungen Laufgurten oder Ketten aus gummielastischem Werkstoff ist
die Belastung des Untergrundes kleiner als diejenige durch eine
zu Fuß gehende
Person.
- 7. Die Achsaufhängung
von Stegplatten des Laufwerkes mittels axial fluchtender Steckachsen
in Lagerklötzen
zwischen den Rädern
ermöglicht eine
unabhängige
Bewegung der beiden seitlichen Laufwerke auf den beiden Seiten des
Trolleys auf und ab, so daß Bodenwellen
oder Unebenheiten aufgenommen werden, ohne daß der Fahrerplatz unangenehm
großen
Bewegungen ausgesetzt wird.
- 8. Durch ein Gelenk zwischen dem vorderen Ende der Grundplatte
und dem Vorbau zur Abstützung des
Vorderrades werden Unebenheiten des Untergrundes abgefedert und
somit Erschütterungen weitgehend
vermieden.
- 9. Für
einen Elektroantrieb kann ein handelsüblicher, batteriebetriebener
12-Volt-Elektromotor
mit angekuppeltem Differentialgetriebe eingesetzt werden. Im Falle
des Laufgurt- bzw. Kettentriebes können zwei unabhängig voneinander
betreibbare drehrichtungsumkehrbare Elektromotoren zum jeweiligen
Antrieb eines Laufgurtes eingesetzt werden, was eine Lenkbarkeit
des Vorderrades erübrigt.
Der Antrieb durch zwei Elektromotoren kann auch bei Übertragung
der Antriebsleistung auf den Untergrund durch Räder sinnvoll sein. Es können in
diesem Fall auch in die angetriebenen Räder eingebaute Radmotoren eingesetzt
werden.
- 10. Die Elektromotoren können
mit Motorbremsen ausgerüstet
sein, so daß bei
Zurücknahme
der Stromzufuhr die Motorbremse betätigt wird. Zusätzlich ist
eine beispielsweise durch ein Fußpedal betätigbare mechanische Feststellbremse vorgesehen,
die vorzugsweise zwei Schellenbremsen für die nicht angetriebenen Hinterräder aufweist.
Bei Betätigung
der Feststellbremse kann die Stromzufuhr automatisch unterbrochen und
erst beim Lösen
der Feststellbremse wieder eingeschaltet werden.
- 11. Der Trolley entfaltet seine Vorzüge in besonderer Weise beim
Einsatz im Golfspiel.
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Anstatt
durch einen oder zwei Elektromotoren kann der Trolley auch durch
jeden anderen geeigneten Antrieb, zum Beispiel einen klein bauenden, geräuscharm
ausgebildeten Otto- oder
Dieselmotor angetrieben werden.
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Die
Erfindung ist im folgenden anhand schematischer Zeichnungen näher erläutert. Es
zeigen:
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1 eine
Seitenansicht eines Trolleys gemäß der Erfindung
in einer ersten Nutzer-Situation;
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2 eine
Seitenansicht wie 1 in einer zweiten Nutzer-Situation;
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3 eine
Seitenansicht wie 1 und 2 eines
abgewandelten Trolleys in einer dritten Nutzer-Situation;
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4 eine
perspektivische Ansicht in größerem Maßstab des
Trolleys in der Nutzer-Situation nach 1;
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5 eine
perspektivische Ansicht wie 4 des Trolleys
in der Nutzer-Situation nach 2;
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6 eine
perspektivische Ansicht wie 4 und 5 des
abgewandelten Trolleys in der Nutzer-Situation nach 3;
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7 eine
perspektivische Ansicht des Trolleys nach 4 mit weggelassenem
Golfschlägersack;
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8 eine
perspektivische Ansicht des Trolleys nach 7 mit verstauter
Haltedeichsel und weggenommener Batterie;
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9 eine
perspektivische Ansicht wie 8 des Trolleys
in weiter gepacktem Zustand;
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10 eine
perspektivische Ansicht des Trolleys nach 9 in noch
weiter gepacktem Zustand mit zurückgeklapptem
Vorbau;
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11 eine
Explosionsdarstellung von zwei je auf einer Seite des Trolleys angeordneten
Stegplatten mit angebauten Halbwellen, Steckachsen und Untersetzungsgetrieben;
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12 eine
perspektivische Unteransicht eines Trolleys gemäß der Erfindung mit Räderlaufwerk gemäß 11 und
auf der in 12 vorderen Seite montierter
Stegplatte in einer gepackten Konfiguration gemäß 10, wobei
die Stegplatte auf der in 12 hinteren
Seite noch mit Abstand von dem Trolley unmittelbar vor der Montage
dargestellt ist;
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13 eine
perspektivische Vorderansicht ähnlich 10 eines
Trolleys mit Gurtlaufwerk in teilweise gepackter Konfiguration,
wobei das Gurtlaufwerk auf der vorderen Seite noch unmontiert und
getrennt von dem Trolley dargestellt ist;
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14 eine
perspektivische Unteransicht des Trolleys nach 13;
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15 eine
perspektivische Unteransicht gemäß der 14,
bei dem das Gurtlaufwerk auf der hinteren Seite in gepackter Stapelstellung
und das vordere Gurtlaufwerk noch getrennt von dem Trolley unmittelbar
vor dieser Stellung angeordnet sind;
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16 eine
perspektivische Ansicht eines Trolleys mit Räderlaufwerk in gepackter Stapelstellung;
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17 eine
perspektivische Ansicht wie 16 eines
Trolleys mit Gurtlaufwerk in gepackter Stapelstellung; und
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18 eine
perspektivische Ansicht eines Behälters mit Abmessungen in mm
zur Aufnahme eines gepackten Trolleys nach 16 oder 17.
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In
den 1 und 4 einerseits und den 2 und 5 andererseits
ist ein Golf-Trolley gemäß der Erfindung
in zwei unterschiedlichen Nutzer-Situationen dargestellt.
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Der
Trolley hat eine Grundplatte 26 aus Aluminium mit einem
daran angebrachten Räderlaufwerk,
das zwei axial fluchtende, antreibbare Räder 10 und, zwei ebenfalls
axial fluchtende, frei laufende Rädern 12 sowie ein
lenkbares Vorderrad 14 umfaßt. Die Grundplatte 26 bildet
auf ihrer Oberseite einen Fahrerplatz 27. Am vorderen Ende
der Grundplatte ist eine Haltedeichsel 16 um eine horizontale
Achse h-h (7, 8) schwenkbar
angebracht. Ferner ist an diesem vorderen Ende ein Vorbau 50 über ein Gelenk 51 (4)
angebracht, der das Vorderrad 14 sowie ein schwenkbares
Bodenteil 54 einer Halteeinrichtung 20 für einen
Golfsack 19 und einen Schirm 25 trägt. Die
Halteeinrichtung hat einen Haltebügel 52 für das obere
Ende des Golfsackes 19. Dieser Haltebügel 52 ist über eine
Anlenkvorrichtung 20 mit der Haltedeichsel 16 gelenkig
so verbunden, daß die Halteeinrichtung 52, 54 stets
zusammen mit einem darauf befindlichen Golfsack und/oder Schirm 25 mitschwenkt.
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Auf
dem vorderen Ende der Grundplatte ist ein Steuerkasten 70 für den noch
zu beschreibenden Elektroantrieb des Trolleys permanent befestigt.
Der Vorbau 50 trägt
auf einem entfernbaren Tragrahmen 61 eine Batterie 60.
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In
den 1 und 4 ist eine erste, hintere Schwenkstellung
der Haltedeichsel 16 dargestellt, die hier um etwa 45° bezüglich dem
Untergrund nach hinten so geschwenkt ist, daß ein Golfspieler 100 die Haltedeichsel 16 an
einem Griffbügel 75 mit
Steuereinrichtungen, wie einem Beschleunigungs- und Bremsdrehgriff 76,
einem Fahrtrichtungsstellknopf 72 und einem nicht gezeigten
Ver- und Entriegelungsstellknopf für die Schwenkstellung der Haltedeichsel 16,
greifen und zu Fuß hinter
dem Trolley hergehen kann. Der Ver- und Entriegelungsknopf betätigt elektromagnetisch
Deichselfeststell- und Lösestifte 73, 74 (4, 5)
je nach Bedarf. In der Nutzer-Situation gemäß 1 und 4 befindet
sich der Deichselfeststell- und Lösestift 74 in Blockierstellung der
Haltedeichsel 16.
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In
der Nutzer-Situation nach den 2 und 5 hat
der Golfspieler 100 die Haltedeichsel 16 nach
dem Entriegeln in eine vordere Schwenkstellung über die Senkrechte hinaus bis
auf etwa 100° verschwenkt
und in dieser Schwenkstellung mittels des Deichselfeststell- und
Lösestiftes 73 arretiert. Gleichzeitig
hat der Golfspieler 100 die Grundplatte 26 und
damit den Fahrerplatz 27 bestiegen, so daß er stehend
auf dem Trolley mitfährt.
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Bei
der Schwenkung der Haltedeichsel ist die Halteeinrichtung mit dem
Haltebügel 52 und
dem Bodenteil 54 dank der Anlenkvorrichtung 20 automatisch
in eine Position geschwenkt, in welcher der Golfsack 19 etwa
senkrecht auf dem Vorbau 50 stehend gehalten ist.
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Die 3 und 6 zeigen
eine alternative Ausführung
eines Trolleys gemäß der Erfindung,
wobei anstatt eines Räderlaufwerks
ein Gurtlaufwerk mit je einem Laufgurt 46 auf jeder Seite
des Trolleys vorgesehen ist. Die Laufgurte 46 umschlingen
jeweils ein Paar aus einem angetriebenen Rad 10 und einem frei
laufenden Rad 12. Das Gurtlaufwerk sorgt dafür, daß der Untergrund
einer deutlich geringeren spezifischen Flächenbelastung ausgesetzt ist
als durch die Raddruckbelastung des Räderlaufwerkes gemäß den 1 und 2 und
als durch die Fußdruckbelastung
eines Golfspielers 100.
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Vor
Erreichen des zulässigen
Belastungsdruckes des Untergrundes kann also ein Trolley mit einem
Gurtlaufwerk gemäß den 3 und 6 höher belastet
werden als ein Trolley gemäß den 1, 2, 4, 5.
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Ein
ebenfalls vorgesehenes Vorderrad 14 braucht in diesem Fall
nicht lenkbar ausgelegt zu sein, weil das Gurtlaufwerk eine Lenkung
nach Art eines Kettenfahrzeuges ermöglicht.
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Der
Trolley nach den 3 und 6 unterscheidet
sich weiterhin dadurch von demjenigen nach den 1 und 2,
daß ein
weiteres Bodenteil zur Aufnahme eines zweiten Golfsackes 19 am Vorbau 50 vorgesehen
ist. Ferner ist ein Sitz 17 für den Golfspieler 100 vorgesehen,
der über
eine Teleskopstange auf der Grundplatte abstützbar ist. Die Teleskopstange 56,
die mittels einer Feder 57 in Längsrichtung gefedert sein kann,
und ist in ein Loch in der Grundplatte 26 einsteckbar.
Ferner ist die Teleskopstange über
ein daran anhakbares Gestänge
mit zwei seitlichen Stangen 68, 69 stabil am vorderen Ende
der Grundplatte 26 abgestützt.
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Am
Griffbügel 75 der
Haltedeichsel 16 sind außer den erwähnten Steuereinrichtungen 72, 76 ein Score-Kartenhalter 22 sowie
ein Schirmhalter 24 angebracht. In 3 und 6 ist
ein aufgespannter Schirm 25 in der Schirmhalterung 24 unterstützt gezeichnet.
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3 zeigt
einen Golfspieler 100 in einer dritten Nutzer-Situation,
in der er auf dem Fahrerplatz 27 sitzend mitfährt.
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In
den 7 bis 10 sind in perspektivischen
Darstellungen wie in den 4 und 5 vier unterschiedliche
Aufbau- bzw. Verpackungsstellungen eines Trolleys gemäß den 1 und 2 dargestellt,
aus denen weitere Einzelheiten des Trolleys ersichtlich sind.
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Die
Aufbaustellung gemäß 7 entspricht derjenigen
nach 4, wobei jedoch der Golfschlägersack 19 weggelassen
ist, so daß der
Aufbau des Trolleys deutlicher wird. Die aus Teleskoprohren aufgebaute
Haltedeichsel 16 ist mit ihren vorderen Enden an der Vorderseite
der Grundplatte 26 um eine horizontale Querachse h-h schwenkbar
angelenkt und, wie beschrieben, in zwei Schwenkstellungen mittels
der Deichselfestell- und -lösestifte 73 beziehungsweise 74 an
zwei Seitenrahmen 82 arretierbar, die ebenfalls in Rohrkonstruktion
ausgeführt
und an der Deckplatte 26 befestigt sind. Die oberen Streben der
Seitenrahmen 82 sind schräg nach vorn und unten durch
zwei lösbare
Stangen 62, 63 mit stoßdämpfenden Federn 64, 65 an
ihren unteren Enden fortgesetzt, welche sich an dem ebenfalls in
Rohrkonstruktion ausgeführten
Vorbau 50 abstützen.
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Sämtliche
Rohre der Rohrkonstruktion sind in Leichtbauweise aus einem geeigneten
Kunststoff einem Leichtmetall, wie Aluminium, oder aus einem dünnwandigen,
leichten Stahlrohr gefertigt und sind steckbar beziehungsweise klappbar.
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So
sind die Stangen 62, 63 von dem Seitenrahmen 82 trennbar
und auf der Grundplatte 26 mitsamt der stoßdämpfenden
Federn 64, 65 verstaubar, wie dies in 9 gezeigt
ist. In dieser Figur sind bereits der Tragrahmen 61 und
die Batterie 60 vom Vorbau entfernt.
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Darauf
wird ist der verbleibende gesamte Vorbau 50 um 180° um die Vorderkante
der Grundplatte 26 und gegen diese verschwenkt, so daß das Vorderrad
hinter dem an der Grundplatte 26 permanent befestigten
Steuerkasten 70 zu liegen kommt. In dieser, in 10 gezeigten
Stellung ragen die beidseitigen Laufwerke mit den Radpaaren 10, 12 von
der Grundplatte 26 noch nach unten weg.
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Anhand
der 11 und 12 seien
nun die Laufwerke und ihre Montage an den Trolleys beschrieben.
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In
der 11 sind die wesentlichen Bestandteile des Laufwerkes
gezeichnet, die für
beide Varianten, nämlich
das Räderlaufwerk
gemäß den 1, 2, 4, 5 und
das Gurtlaufwerk gemäß den 3 und 6, übereinstimmen.
Jedes Laufwerk hat zwei spiegelbildliche Laufwerkseinheiten, die
je einer Seite des Trolleys zugeordnet sind, mit identischen Bauelementen,
nämlich
einer Stegplatte 30, zwei im Längsabstand daran drehbar gelagerten Halbwellen 32, 34,
die von der Stegplatte 30 nach außen ragen, und einer an der
Innenseite der Stegplatte 30 mittig zwischen den beiden
Halbwellen 32, 34 befestigten hohlen Steckachse 36,
die von der Innenseite der Stegplatte 30 wegragt und von
einer Antriebshalbwelle 41 durchsetzt ist, die von einem
Getriebe 29 ausgeht und bis zur Außenseite der Stegplatte 30 durchgeführt ist.
Auf dem äußeren Ende
jeder Antriebswelle 41 sitzt ein Ritzel 43, welches
Teil eines Untersetzungsgetriebes 42 mit Zahnriemen 45 und
Zahnrad 44 bildet, das seinerseits mit der Halbwelle 32 umläuft. Auf
dieser Halbwelle sitzt das antreibbare Rad 10 der Laufwerkseinheit.
Auf der anderen Halbwelle 34 sitzt das frei laufende Rad 12.
Auf dieses Rad wirkt eine ebenfalls auf der Außenseite der Stegplatte 30 angeordnete
Feststellbremse 66, welche über ein Bremsseil 67 mittels
des Bremspedales 68 (4, 7)
betätigbar
ist.
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Wie
die 12 zeigt, ist jede Steckachse 36 in eine
Lageröffnung 381 eines
Lagerklotzes 38 einsteckbar und darin schwenkbar gelagert.
Lagerböcke 39 dienen
zur Lagerung der Antriebshalbwellen 41. Die Lagerklötze 38 und
die Lagerböcke 39 bilden
Teile der Grundplatte 26 und stehen von deren Unterseite
nach unten weg. Ein drehrichtungsumkehrbarer Elektromotor 28 treibt
die beiden Antriebshalbwellen 41 über ein Differentialgetriebe 29 an.
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Eine
Alternative hierzu ist aus den 14 und 15 ersichtlich,
bei denen statt eines Räderlaufwerkes
ein Gurtlaufwerk eingesetzt ist. Der Grundaufbau des Gurtlaufwerkes
ist identisch mit demjenigen nach 11. Unterschiedlich
ist, daß die Räder 10, 12 jeder
anhand der in
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11 beschriebenen
Laufwerkseinheit einem Laufgurt 46 aus einem widerstandsfähigen, gummielastischen
Werkstoff umschlungen sind. Ferner ist für jede Laufwerkseinheit ein
eigener Antriebsmotor 281, 282 vorgesehen, der
seine Laufwerkseinheit über
ein eigenes Winkelgetriebe 291, 292 antreibt.
Außerdem
besitzt jede Laufwerkseinheit zusätzlich noch ein zwischen den
Rädern 10 und 12 befindliches
Laufrad 47 zur Führung
des Laufgurtes 46.
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Selbstverständlich können die
Räder 10, 12 des
Gurtlaufwerkes so ausgebildet sein, daß nur minimaler Schlupf zwischen
ihnen und dem Laufgurt 46 auftritt. Zur Beeinflussung des
Reibkoeffizienten kann dies durch entsprechende Werkstoffauswahl
für den
Laufgurt 46 und die Räder 10, 12 erreicht
werden oder auch durch eine polygonale Ausbildung der Räder 10, 12.
Wenn ein Kettentrieb gewählt
wird, sind die Räder 10, 12 als
Kettenräder
auszubilden, und die dann den Laufgurt 46 ersetzende Kette
ist zur Schonung des Untergrundes bevorzugt mit Kettengliedern aus
einem gummielastischen Material ausgerüstet.
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In
den 13 und 15 ist
jeweils eine Laufwerkseinheit des Gurtlaufwerkes von einer Trolleyseite
entfernt gezeichnet. In montiertem Zustand ist jede Laufwerkseinheit
mittels einer U-Klammer (13 und 15)
an der Grundplatte 26 mit Anbauten gehaltert, die wie gezeigt,
Bohrungen neben dem Lagerklotz 38 durchsetzt und hinter
einen Ringflansch 361 an der betreffenden Schwenkachse 36 greift.
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Um
die endgültige
Verpackungsstellung gemäß den 16, 17 zu
erreichen, werden die beiden seitlichen Laufwerkseinheiten nach
Entfernen der U-Klammer seitlich von den Trolleys abgezogen und
in die Verstaustellung gemäß 16 und 17 gebracht,
in denen die Steckachsen in einen Leerraum oberhalb der Grundplatte 26 hineinragen.
Somit wird die Verstauhöhe
auf ein Maß von
beispielsweise 391 mm (8) verkleinert.
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In
der 18 ist mit 90 ein virtuelles Behältnis dargestellt,
dessen drei Grundabmessungen die Außenmaße der Trolleys mit Räderlaufwerk
(16) und mit Gurtlaufwerk gemäß 17 umschreiben, zum
Beispiel 776, 726 und 391 mm. Ein Reisekoffer mit diesen oder ähnlichen
Innenmaßen
macht den Trolley gemäß der Erfindung
leicht transportierbar und ohne weiteres im Kofferraum eines PkW
verstaubar.
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Die
in der vorstehenden Beschreibung, den Ansprüchen und den Zeichnungen offenbarten
Merkmale können
sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung
der Erfindung in ihren verschiedenen Ausgestaltungen von Bedeutung
sein.
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- 10
- antreibbare
Räder
- 12
- frei
laufende Räder
- 14
- Vorderrad
- 16
- Haltedeichsel
- 17
- Sitz
- 19
- Gepäcksack/Golfschlägersack
- 20
- Anlenkvorrichtung
- 22
- Kartenhalter
- 24
- Schirmhalter
- 25
- Schirm
- 26
- Grundplatte
- 27
- Fahrerplatz
- 28
- Elektromotor
- 281,
282
- Elektromotoren
- 29
- Differentialgetriebe
- 30
- Stegplatte
- 32,
34
- Halbwellen
- 36
- Schwenkachse
- 361
- Ringflansch
- 38
- Lagerklotz
- 381
- Lageröffnung
- 39
- Lagerbock
- 391,
392
- Winkelgetriebe
- 40
- Querachse
- 41
- Antriebshalbwelle
- 42
- Untersetzungsgetriebe
- 43
- Ritzel
- 44
- Zahnrad
- 45
- Zahnriemen
- 46
- Laufgurt
- 47
- Laufrad
- 50
- Vorbau
- 51
- Gelenk
- 52
- Haltebügel
- 54
- Bodenteil
- 56
- Teleskopstange
- 58
- Servomotor
- 60
- Batterie
- 61
- Tragrahmen
- 62,
63
- Stangen
- 64,
65
- Stoßdämpfer
- 66
- Feststellbremse
- 67
- Bremsseil
- 68,
69
- Sitzgestänge
- 70
- Steuerkasten
- 72
- Fahrtrichtungsstellknopf
- 73,
74
- Deichselfestell-
und -lösestift
- 75
- Griffbügel
- 76
- Beschleunigungs-
-
- und
Bremsdrehgriff
- 78
- Bremspedal
- 80
- U-Klammer
- 82
- Seitenrahmen
- 90
- Behälter