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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Taubenabwehr.
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Einsatzgebiet
der Erfindung ist der Schutz von Gebäuden vor Tauben. Tauben kommen
in vielen Städten
in großer
Zahl vor. Die Tauben nutzen dort Dächer von Gebäuden, Türme, Denkmäler und
andere Einrichtungen als Ruhe- und Nistplätze. Diese Plätze, die
Fassaden von Gebäuden,
Fenster, parkende Fahrzeuge werden vom Kot der Tauben verunreinigt.
Der Taubenkot ist aggressiv gegenüber verschiedenen Werkstoffen
und beschädigt
z.B. Mauersteine und einige metallische Werkstoffe. Weiterhin können Krankheitserregen
durch den Taubenkot übertragen
werden.
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Aus
der
DE-OS 4005412 ist
ein Taubenabwehrsystem bekannt. Dieses Drahtband verleidet den Tauben
den Anflug zu den bevorzugten Ruhe- und Nistplätzen. Dieses Drahtband ist
nicht selbsttragend und muss mit vielen Befestigungspunkten am Gebäude befestigt
werden. Das Drahtband besteht aus zwei parallelen Drähten und
daran befestigten, U-förmig
gebogenen Drähten.
Diese U-förmigen Drähte werden
zur Befestigung mit den parallelen Drahten verschweißt oder
verlötet.
Das so vorgefertigte Gebilde aus Drähten wird komplett an den Einsatzort
transportiert und dort montiert. Ein Transport von Einzelteilen
zum Einsatzort und einfache Montage von Einzelteilen sind nicht
möglich.
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In
den
GM 9212952.3 wird
eine Vorrichtung zur Abwehr von Tauben beschrieben. Diese Vorrichtung
besteht aus einem Blech mit Laschen zur Befestigung von Bügeln. Die
Laschen werden durch Stanzen und Biegen oder andere geeignete Herstellungsverfahren
in das Blech geformt. Zur Montage werden die Bügel um eine Lasche gebogen
und zwischen zwei benachbarten Laschen des Blechs eingeklemmt Bei
diesem Montagevorgang ist ein hoher Aufwand erforderlich und es
besteht eine erhebliche Verletzungsgefahr an den scharfkantigen
Laschen.
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Aus
der
FR 2 722 651 A1 ist
eine Vorrichtung zur Taubenabwehr bekannt, bei der die Bodenplatte aus
Kunststoff besteht.
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Aufgabe
der Erfindung ist der Schutz von Gebäuden vor Tauben, indem die
Nutzung von Ruhe- und Nistplätze
durch die Taube mit einer Vorrichtung verhindert wird, die als Baukasten
preisgünstig
so verfügbar
ist und die jedermann an den gefährdeten Stellen
eines Gebäudes
anbringen kann und aus gleichen Einzelteilen zusammengesteckt wird,
ohne dass bei der Montage eine besondere Verletzungsgefahr besteht.
Weiterhin soll die Vorrichtung bei unterschiedlichsten Einsatzorten
verwendbar sein und die Größe der Vorrichtung
bei der Montage einfach festzulegen sein.
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Diese
Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
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Die
Vorrichtung besteht aus einem Lochblech und einer Vielzahl von Drahtbiegeteilen.
Lochblech und Drahtbiegeteile werden aus rost- und säurebeständigem Stahl
oder aus Stahl mit korrosionsschützendem Überzug hergestellt,
so dass die Vorrichtung langlebig und sehr beständig gegenüber Witterung, dem Taubenkot
und anderen Einflüssen ist.
Die Drahtbiegeteile werden vorzugsweise aus Federstahl hergestellt.
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Die
Drahtbiegeteile weisen die Form einer abgewinkelten Schenkelfeder
auf, die in der Vorderansicht V-förmig und in der Seitenansicht
L-förmig aussieht.
Die beiden Schenkel werden bei der Montage in Löcher des Lochblechs gesteckt
und halten in dem Lochblech aufgrund der Federkraft der Drahtbiegeteile.
Die so zusammengebaute Vorrichtung wird am Einsatzort, z.B. auf
einem Dach befestigt, indem das Lochblech auf eine vorhandene Unterkonstruktion
geschraubt wird. Die Vorrichtung wird an Stellen montiert, die von
Tauben als Ruhe- und Nistplatz bevorzugt werden und verleidet den
Tauben und auch anderen Vögeln
die Benutzung dieser Plätze,
ohne diese Tiere zu verletzen oder gar zu töten.
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In
diesem Zusammenbau aus Lochblech, Drahtbiegeteilen und Unterkonstruktion
werden die Drahtbiegeteile kraftschlüssig und formschlüssig in ihrer
Lage gehalten. Durch diese Befestigung können die Drahtbiegeteile Einflüssen von
Wind, Schnee und anderen Belastungen widerstehen ohne ihre Lage
zu verändern.
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Weitere
Einzelheiten, Merkmale und Vorteile ergeben sich aus der folgenden
Beschreibung eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels.
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Es
zeigen:
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1 eine
schematische perspektivische Draufsicht,
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2 eine
Seitenansicht gegen die Darstellung in 1,
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3 eine
Queransicht gegen die Darstellung in 1,
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4 bis 6 Details
in Ansicht und Draufsicht und
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7 und 8 Montagedetails.
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In 1, 2 und 3 ist
eine Vorrichtung zur Taubenabwehr (1) montiert auf einer
Unterkonstruktion (2) dargestellt. Die Unterkonstruktion
ist beispielsweise ein Dach auf einem Gebäude und hier schematisch dargestellt.
Die Vorrichtung zur Taubenabwehr (1) besteht aus einem
Lochblech (3) und einer Vielzahl gleicher Drahtbiegeteile
(4). Die Vorrichtung (1) ist mit Schrauben (5)
an die Unterkonstruktion (2) befestigt. Dabei werden die
Drahtbiegeteile (4) formschlüssig und kraftschlüssig zwischen
Lochblech (3) und Unterkonstruktion (2) sowie
den Löchern
im Lochblech gehalten. Die Schenkel (14) der Drahtbiegeteile
(4). 4, 4 und 6 zeigen ein
Teilbereich der Vorrichtung zur Taubenabwehr (1) mit Unterkonstruktion
(2) vergrößert dargestellt.
Die Abbildungen zeigen die Form der abgewinkelten Schenkelfeder.
Die 4 zeigt die Drahtbiegeteile (4) in der
Seitenansicht, die in dieser Ansicht L-förmig ausgebildet
sind. Die 5 zeigt die Drahtbiegeteile (4)
in der Vorderansicht, die in dieser Ansicht U-förmig ausgebildet sind. Der
kürzerer
Schenkel (6) der L-förmigen
Ansicht der Drahtbiegeteile (4) befindet sich zwischen
Lochblech (3) und Unterkonstruktion (2), die Schenkel
(7) der V-förmigen
Ansicht stecken in den Löchern
des Lochblechs (3). Die Drahtbiegeteile (4) werden
so formschlüssig
gehalten und sind gegenüber
Wind, Schnee und anderen Belastungen in ihrer Lage gesichert.
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In 6 ist
der Teilbereich der Vorrichtung zur Taubenabwehr (1) in
der Draufsicht dargestellt. Die Vorrichtung beinhaltet zwei Reihen
(8, 9) mit Drahtbiegeteilen (4). Die
Drahtbiegeteile der zweiten Reihe (9) sind gegenüber der
ersten Reihe (8) um 1800 gedreht angeordnet. Die Löcher (10)
in dem Lochblech (3) sind als Langloch ausgebildet. Der
Biegeradius (11) der Drahtbiegeteile (4) hat genügend Freiraum
in dem Langloch (10), so dass sich der kurze Schenkel (6)
der L-Form an der Unterseite des Lochblechs (18) anlegt.
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In 7 ist
der Montagevorgang eines Drahtbiegeteils (12) in ein Lochblech
(13) dargestellt. Die beiden Schenkel (14) werden
zur Montage zusammengedrückt,
so dass sie parallel zuein ander ausgerichtet sind. Dann werden die
beiden Schenkelenden (15) in Löcher (16) des Lochblechs
(13) eingeschoben, bis der untere Bereich (17)
des Drahtbiegeteils an der Unterseite (18) des Lochblechs
(13) anliegt. In 8 ist der Zustand nach dem Einschieben
des Drahtbiegeteils (12) in das Lochblech (13) dargestellt.
Die beiden Schenkel (14) bewegen sich auseinander und bilden
eine V-Form. Die Federkraft des Drahtbiegeteils legt die untere
Ende (19) der Schenkel in den Langlöchern (16) des Lochblechs (13)
an, so dass die Drahtbiegeteile in dem Lochblech sowohl kraftschlüssig als
auch formschlüssig gehalten
werden. Bei dieser Montage besteht geringe Verletzungsgefahr, da
keine scharfen Kanten vorhanden sind und nur geringe Montagekräfte benötigt werden.
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Die
Lochbleche sind flexibel und können
sowohl auf ebener Fläche
als auch auf unebener oder gekrümmter
Fläche
montiert werden. Die Lochbleche können entweder in fixer Länge oder
als Meterware auf Rolle aufgewickelt hergestellt werden. Bei der Montage
wird die benötigte
Länge von
der Meterware abgeschnitten und mit der geeigneten Zahl von Drahtbiegeteilen
bestückt.
So entsteht ein sehr flexibles System zur Taubenabwehr. Ähnlich einem Baukasten
können
mit Lochblech und Drahtbiegeteil viele verschiedene Einsatzfälle mit
dem gleichen System realisiert werden. Der Aufwand für Herstellung,
Lagerung, Verpackung und Transport ist gering, da nur zwei verschiedene
Teile benötigt
werden.