DE20220318U1 - Brandschutzgehäuse - Google Patents
BrandschutzgehäuseInfo
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Description
Befestigungsbügel
Die Erfindung betrifft einen Befestigungsbügel zur Befestigung einer Einrichtung, wie eines Brandschutzgehäuses, an einer Wand oder Decke, wobei der Befestigungsbügel wenigstens einen ersten Bereich aufweist, mit dem er an der Wand oder der Decke befestigbar ist, und einen zweiten Bereich aufweist, mit dem er die zu befestigende Einrichtung gegen die Wand oder Decke drückt.
&iacgr;&ogr; Solche aus dem Stand der Technik bekannten Befestigungsbügel, die auch zur Befestigung eines Brandschutzverteilergehäuses geeignet sind, sind im allgemeinen aus Metal hergestellt und weisen eine langgestreckte, im wesentlichen rechteckige Form auf. Ihre Länge ist dabei typischerweise derart bemessen, daß sie etwas größer ist als die Breite des Brandschutzverteilergehäuses, so daß über in den Endbereichen des Befestigungsbügels vorgesehene Bohrungen eine Befestigung des Brandschutzverteilergehäuses an der Wand oder Decke mittels Schrauben möglich ist, die beim Festziehen dazu führen, daß der Befestigungsbügel das Brandschutzverteilergehäuse gegen die Wand oder Decke drückt.
Werden bei einem Brandschutzgehäuse die Oberschale und die Unterschale aus Kunststoff gefertigt, so kommt es jedoch zu dem Effekt, daß im Brandfalle dieser Kunststoff verschwindet, nämlich z. B. verbrennt. Damit entsteht ein Abstand zwischen dem Befestigungsbügel einerseits und dem Brandschutzgehäuse, nämlich dem nunmehr freiliegenden Brandschutzmittelkörper der Oberschale, andererseits.
Um ein Herunterfallen des Brandschutzgehäuses bzw. ein Öffnen des Brandschutzgehäuses durch ein Ablösen der Oberschale von der Unterschale zu verhindern, ist nun erfindungsgemäß vorgesehen, daß der zweite Bereich des Befestigungsbügels, also der Bereich, mit dem der Befestigungsbügel auf die Einrichtung, wie das zu befestigende Brandschutzgehäuse, drückt, ein im Brandfall expandierendes, vorzugsweise aufschäumendes Material aufweist. Auf diese Weise wird der Abstand, der sich im Brandfall durch das Ver-
schwinden des Kunststoffs ergibt, geschlossen, so daß der Befestigungsbügel seine Wirkung weiterhin erfüllen kann.
Grundsätzlich kann das im Brandfall expandierende Material so zwischen dem zweiten Bereich des Befestigungsbügels und der Einrichtung vorgesehen sein, daß der Befestigungsbügel mittels des expandierenden Materials auf die Einrichtung drückt. Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist jedoch vorgesehen, daß das expandierende Material im Abstand zu der befestigenden Einrichtung angeordnet ist. Insbesondere ist vorgesehen, daß der &iacgr;&ogr; zweite Bereich des Befestigungsbügels einen gegenüber der zu befestigenden Einrichtung zurückgezogenen Bereich aufweist, in dem das im Brandfall expandierende Material vorgesehen ist. Dies ist insofern vorteilhaft, als daß das expandierende Material damit keinen Druck erfährt, so daß es nicht brechen oder abplatzen kann. Die Halterung der Einrichtung an der Wand oder Decke erfolgt lediglich über den Befestigungsbügel, nämlich über dessen Bereiche, die direkt an der Einrichtung anliegen, und das expandierende Material tritt erst dann in direkten Kontakt mit der Einrichtung, wenn es zum Brandfall kommt.
Im einzelnen gibt es nun eine Vielzahl von Möglichkeiten, den erfindungsgemäßen Befestigungsbügel auszugestalten und weiterzubilden. Dazu wird einerseits auf die dem Schutzanspruch 1 nachgeordneten Schutzansprüche, sowie andererseits auf die nachfolgende detaillierte Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen verwiesen. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 ein Brandschutzgehäuse mit einem Befestigungsbügel gemäß ei
nem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung in perspektivischer Ansicht,
Fig. 2 das Brandschutzgehäuse in einer Seitenansicht,
Fig. 3 das geöffnete Brandschutzgehäuse in Draufsicht und
Fig. 4 den Brandschutzbügel gemäß dem bevorzugten Ausführungsbei
spiel der Erfindung in einem Teilschnitt.
-3-
Aus den Fig. 1 und 2 ist ein Brandschutzgehäuse, nämlich ein elektrisches Brandschutzverteilergehäuse, in perspektivischer Ansicht bzw. in einer Seitenansicht ersichtlich. Das Brandschutzgehäuse umfaßt eine Oberschale 1 und eine Unterschale 2, wobei die Oberschale 1 von der Unterschale 2 lösbar ist und die Oberschale 1 und die Unterschale 2 im zusammengefügten Zustand ein geschlossenes Gehäuse bilden. Wie aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich, weisen die Oberschale 1 und die Unterschale 2 jeweils eine Innenschale 3 auf, wobei die Innenschalen 3 derart relativ zur Oberschale 1 bzw. zur Unterschale
&iacgr;&ogr; 2 angeordnet sind, daß zwischen der Oberschale 1 und der einen Innenschale 3 und zwischen der Unterschale 3 und der anderen Innenschale 3 jeweils ein Volumen eingeschlossen ist. Diese Volumina umschließen den Innenraum des Brandschutzgehäuses vollständig. In dem Innenraum des Brandschutzgehäuses sind Einrichtungen 6 angeordnet, denen durch Öffnungen in dem Brandschutzgehäuse hindurch Kabel 12 zugeführt werden.
In diese zwischen einerseits der Oberschale 1 bzw. der Unterschale 2 und andererseits je einer Innenschale 3 eingeschlossenen Volumina ist nunmehr jeweils ein Brandschutzmittel 4 eingespritzt. Dabei füllt das Brandschutzmittel 4 die in Rede stehenden Volumina vollständig aus, so daß zwei Brandschutzmittelkörper gebildet werden, die den Innenraum des Brandschutzgehäuses vollständig umschließen.
Sowohl die Innenschale 1, die Unterschale 2 als auch die Innenschalen 3 sind vollständig aus Kunststoff gefertigt. Dies verringert das Gewicht des Brandschutzgehäuses und wird dadurch ermöglicht, daß das Brandschutzmittel von zwei "selbsttragenden" Brandschutzmittelkörpern gebildet wird, die zu ihrer Halterung oder Befestigung keines auch im Brandfalle stabilen Außengehäuses bedürfen.
Bei der Herstellung des Brandschutzgehäuses wird nun derart vorgegangen, daß die Innenschalen 3 in der Oberschale 1 bzw. der Unterschale 2 angeordnet werden und die Übergänge zwischen den Innenschalen 3 und der Oberschale 1 bzw. der Unterschale 2 abgedichtet werden, nämlich mittels einer Abdichtung 5, die im Brandfalle aufschäumt. Dann erfolgt ein Einspritzen des Brandschutzmittels 4 durch in den Außenseiten der Oberschale 1 bzw. der Innen-
-A-
schale 2 vorgesehene, nicht weiter dargestellte Befüllungsöffnungen. Dabei sind jeweils zwei Befüllungsöffnungen vorgesehen, so daß das Einspritzen des Brandschutzmittels 4 durch eine Befüllungsöffnung erfolgen kann, während die andere Befüllungsöffnung zum Austritt von Luft bzw. überschüssigem Brandschutzmittel 4 dient.
Neben der Abdichtung 5 zwischen Oberschale 1 bzw. Unterschale 2 einerseits und den Innenschalen 3 andererseits ist auch eine Abdichtung 7 zwischen der Oberschale 1 und der Unterschale 2 vorgesehen. Aufgrund dieser Abdichtung &iacgr;&ogr; 7 wird ein spritzwassergeschütztes Brandschutzgehäuse erzielt, was auch insofern vorteilhaft ist, als daß aus dem Brandschutzmittel 4 praktisch keine Feuchtigkeit entweichen kann.
Schließlich ist ein Befestigungsbügel 8 vorgesehen, der eine langgestreckte, im wesentlichen rechteckige Form aufweist und an seinen beiden Enden jeweils mit einer Bohrung 9 versehen ist. Durch diese Bohrungen 9 können Schrauben 10 hindurchgeführt werden, so daß das Brandschutzgehäuse mittels dem Befestigungsbügel 8 z.B. an einer Wand befestigbar ist.
Der Befestigungsbügel 8 ist nun im Querschnitt im wesentlichen U-förmig, so daß durch den Boden des U ein gegenüber dem zu befestigenden Brandschutzgehäuse zurückgezogener Bereich bereitgestellt wird. In diesem zurückgezogenen Bereich ist ein im Brandfall aufschäumendes Material 11 vorgesehen, das im Abstand zur Oberschale 1 des Brandschutzgehäuses steht. Auf diese Weise wird unter normalen Bedingungen das Brandschutzgehäuse direkt über den Befestigungsbügel 8 gehalten. Kommt es im Brandfalle jedoch zu einem Verschwinden der aus Kunststoff bestehenden Oberschale 1, so wird der entstehende Abstand von dem aufschäumenden Material 11 gefüllt, so daß ein Herunterfallen des Brandschutzgehäuses oder ein Öffnen der Schalen nicht zu befürchten ist.
Claims (3)
1. Befestigungsbügel, zur Befestigung einer Einrichtung, wie einem Gehäuse, insbesondere einem Brandschutzgehäuse, an einer Wand oder Decke, wobei der Befestigungsbügel wenigstens einen ersten Bereich aufweist, mit dem er an der Wand oder Decke befestigbar ist, und einem zweiten Bereich aufweist, mit dem er die zu befestigende Einrichtung gegen die Wand oder Decke drückt, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Bereich des Befestigungsbügels ein im Brandfall expandierendes, vorzugsweise aufschäumendes Material aufweist.
2. Befestigungsbügel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Bereich des Befestigungsbügels einen gegenüber der zu befestigenden Einrichtung zurückgezogenen Bereich aufweist, in dem das im Brandfall expandierende Material (11) vorgesehen ist.
3. Befestigungsbügel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das im Brandfall expandierende Material (11) im Abstand zu der zu befestigenden Einrichtung angeordnet ist.
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Legal Events
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| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
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| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
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Effective date: 20100604 |
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