DE20216410U1 - Blendschutzvorrichtung - Google Patents
BlendschutzvorrichtungInfo
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Description
Anmelder: Herr Alexandros Hadziyannis
Industriestr. 60
89331 Burgau
Industriestr. 60
89331 Burgau
Die Erfindung betrifft eine Blendschutzvorrichtung für mit einer einen schwenkbaren Flügel aufweisenden Sonnenblende versehene Kraftfahrzeuge.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Scheinwerfer vieler Kraftfahrzeuge fehlerhaft eingestellt sind und die Fahrer entgegenkommender Fahrzeuge blenden. Dasselbe gilt natürlich auch für den Fall, dass nicht oder erst verspätet abgeblendet wird. Aufgrund der Blendung kann es zu Fehlreaktionen und Unfällen kommen.
Hiervon ausgehend ist es daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Verkehr sicherheit im Blendfall zu erhöhen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass dem Flügel der Sonnenblende eine über einen freien Randbereich vorstehende, transparente Verlängerung zugeordnet ist, die getönt ist.
Im Falle einer Blendung kann der geblendete Fahrer den Flügel der Sonnenblende in seine Arbeitsstellung bringen und durch eine leichte Kopfbewegung seine Blickrichtung so ändern, dass die Blickachse durch die transparente, getönte Verlängerung des Flügels der Sonnenblende geht. Aufgrund der geeigneten Tönung der Verlängerung der Sonnenblende wird die Blendwirkung ausgeschaltet. Dennoch sind in Folge der Transparenz der genannten Verlängerung ausreichend gute Sichtverhältnisse gewährleistet. Die erfmdungsgemäßen Maßnahmen ergeben somit eine sehr einfache und kostengünstige Blendschutzvorrichtung, die auch mit vergleichsweise geringem Aufwand nachrüstbar ist.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und zweckmäßige Fortbildungen der übergeordneten Maßnahmen sind in den Unteransprüchen angegeben. So kann die Flügel-Verlängerung zweckmäßig aus einem durchsichtigen Trägermaterial bestehen, das zumindest einseitig mit einer eine Tönung mit verminderter Lichtdurchlässigkeit aufweisenden Folie versehen ist. Dies ergibt eine besonders einfache und kostengünstige Bauweise. Dabei kann als Trägermaterial einfach durchsichtiges PVC Verwendung finden. Bezüglich der Folie hat sich eine Bronze- und/oder Silbertönung als besonders zu bevorzugen erwiesen. Mit einer derartigen Ausführung wurden bei Versuchen ausgezeichnete Ergebnisse erreicht.
Eine weitere vorteilhafte Maßnahme kann darin bestehen, dass die Flügel-Verlängerung im Bereich des freien unteren Rands des Flügels vorgesehen ist. Dies stellt eine besonders sinnfällige Ausgestaltung der übergeordneten Maßnahmen dar und führt in vorteilhafter Weise zu einem vergleichsweise breiten Sichtfeld.
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Eine weitere, besonders zu bevorzugende Maßnahme kann darin bestehen, dass die Flügel-Verlängerung in Verlängerungsrichtung verstellbar angeordnet ist. Dies ermöglicht in vorteilhafter Weise eine individuelle Einstellung auf die Körpermaße des jeweiligen Fahrers.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und zweckmäßige Fortbildungen der übergeordneten Maßnahmen sind in den restlichen Unteransprüchen angegeben und aus der nachstehenden Beispielsbeschreibung anhand der Zeichnung entnehmbar.
In der nachstehend beschriebenen Zeichnung zeigen:
Figur 1 eine Ansicht einer mit einer erfindungsgemäßen Blendschutzvorrichtung versehene Sonnenblende eines PKW,
Figur 2 ein Beispiel für die Benutzung der erfindungsgemäßen Blendschutzvorrichtung in schematischer Darstellung und
Figuren 3
bis 6 verschiedene Ausführungsbeispiele für die erfindungsgemäße Blendschutzvorrichtung.
Kraftfahrzeuge wie PKW sind in der Regel mit einer Sonnenblende ausgestattet. Dabei handelt es sich normalerweise um einen im Bereich des oberen Rands der Windschutzscheibe vorgesehenen Flügel 1 der in Figur 1 angedeuteten Art, der im Bereich seines oberen Rands um eine etwa horizontale Schwenkachse 2
schwenkbar ist. In mancHen Fällen ist'eine* zusätzliche Schwenkbarkeit um eine vertikale Achse vorgesehen. Der Flügel 1 besteht in der Regel aus einer gepolsterten und mit einem Überzug versehenen Platte.
Zur Bewerkstelligung einer Blendschutzwirkung ist der Flügel 1 mit einer über seinen unteren Rand vorstehenden Verlängerung 3 versehen, die zwar transparent, aber so getönt ist, dass die Lichtdurchlässigkeit vermindert ist. Die Verlängerung 3 des Flügels 1 besteht zweckmäßig aus einem durchsichtigen Träger in Form einer die erforderliche Stabilität aufweisenden PVC-Platte, auf der eine die Tönung enthaltende, vorzugsweise selbstklebende Folie angebracht ist. Dabei findet zweckmäßig eine von der Firma CP Films unter der Bezeichnung R 50 vertriebene Folie Verwendung. Diese Folie enthält eine Bronze- / Silbertönung mit einer Lichtdurchlässigkeit von 8-13%.
Im Blendfall wird der Flügel 1 nach unten in die der Figur 2 zugrundeliegende Stellung gebracht. Selbstverständlich ist es auch denkbar, den Flügel 1 nicht erst im Blendfall, sondern vorsorglich generell nach unten zu stellen. Durch eine leichte Kopfbewegung kann der Fahrer, wie Figur 2 anschaulich erkennen lässt, seine Blickrichtung so ändern, dass die Blickachse, wie mit einer durchgehenden Linie angedeutet ist, durch die Verlängerung 3 hindurchgeht oder, wie mit einer unterbrochenen Linie angedeutet ist, am unteren Rand der Verlängerung 3 vorbeigeht. Ohne Blendung kommt die der unterbrochenen Linie zugeordnete Blickrichtung in Frage, bei der der Fahrer an der getönten Verlängerung 3 unten vorbeischaut. Im Blendfall muss der Fahrer seinen Kopf lediglich geringfügig nach hinten schwenken, um durch die getönte
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Verlängerung 3 durchzuschauen, wobei die Blendwirkung aufgrund der Tönung der Verlängerung 3 weggenommen ist.
Die Verlängerung 3 kann am Flügel 1 fest angebracht sein. Dabei erweist sich ein Überstand im Bereich zwischen 2-5 cm als zweckmäßig. Vorteilhaft kann die Verlängerung 3 jedoch verstellbar am Flügel 1 angebracht sein, so dass sie auf die Körpermaße des jeweiligen Fahrers individuell so einstellbar ist, dass wirklich eine ganz geringe Änderung der Blickrichtung genügt, um die Blickachse unter dem unteren Rand der Verlängerung 3 vorbei oder durch die Verlängerung 3 hindurch zu richten. Die Figuren 3-6 enthalten verschiedene Beispiele einer verstellbaren Verlängerung 3.
Bei der Ausführung gemäß Figuren 3 und 4 ist die hier als einwandige Platine ausgebildete Verlängerung 3 ein- und ausfahrbar in einem nach unten offenen Schacht 4 des Flügels 1 angeordnet. Bei der Ausführung gemäß Figur 3 ist die Verlängerung 3 einfach zwischen zwei Federbacken 5 verschiebbar geführt, die eine Einrichtung zur Ermöglichung von Zwischenstellungen ergeben. Die Verlängerung 3 wird hierbei einfach an ihrem unteren Rand erfasst und entgegen der von den Federbacken 5 ausgeübten Bremskraft nach unten bzw. oben verschoben. Zur Erleichterung dieses Vorgangs können nicht näher dargestellte Grifflaschen vorgesehen sein. Die Ausfahrbewegung kann durch einen Anschlag 8 begrenzt sein.
Bei der Ausführung gemäß Figur 4 ist der Verlängerung 3 eine Verschiebeeinrichtung 6 zugeordnet. Hierbei kann es sich um ein gezahntes, auf dem Flügel 1 gelagertes Rad handeln, das mit seiner umfangsseitigen Zahnung einerseits in eine zugeordnete, im Bereich
eines seitlichen Rands der Verlängerung 3 vorgesehene Perforation eingreift und andererseits durch eine Seitenwand des Flügels 1 durchgreift, so dass es durch Abrollen eines Fingers etc. betätigt werden kann. Selbstverständlich können auch im Bereich beider Seitenkanten der Verlängerung 3 entsprechende Stellräder oder dergleichen vorgesehen sein. Die Verwendung einer Verschiebeeinrichtung hier vorgesehener Art macht ein direktes Erfassen der Verlängerung 3 unnötig, womit eine hiermit verbundene Verschmutzung unterbleibt. Auch bei dieser Ausführung kann ein Begrenzungsanschlag zweckmäßig sein.
Bei der Ausführung gemäß Figur 5 ist ebenfalls eine als einwandige Platine ausgebildete Verlängerung 3 vorgesehen. Diese ist durch im Bereich der fahrerseitigen Oberfläche des Flügels 1 und der dieser zugewandten, verlängerungsseitigen Oberfläche vorgesehene Haftmittel 7a, 7b lösbar am Flügel 1 festlegbar. Zur Bildung der Haftmittel 7a, b können einander zugewandte, am Flügel 1 und an der Verlängerung 3 angebrachte Klettbandabschnitte vorgesehen sein. Dabei sind die flügelseitig vorgesehenen Klettbandabschnitte 7a zweckmäßig länger als die verlängerungsseitig vorgesehenen Klettbandabschnitte 7b, so dass eine ausreichende Verstellbarkeit und dennoch eine zuverlässige Überdeckung gewährleistet ist. Eine Anordnung hier vorliegender Art lässt sich auf besonders einfache Weise an jeder Sonnenblende eines Kraftfahrzeugs nachrüsten.
Die Figur 6 zeigt eine auf den Flügel 1 aufsteckbare, im Querschnitt U-förmige Verlängerung 3. Hierbei ergibt sich im Gegensatz zu der einwandigen Ausführung gemäß Figuren 3-5 eine zweiwandige Ausführung der Verlängerung 3. Diese bildet dabei einen Hohlkörper, in dessen Innenraum der Flügel 1 mit seinem unteren
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Rand eingreift. In einfachen "Fällen genügt* e^'wenn lediglich ein Schenkel der im Querschnitt U-förmigen Verlängerung 3 mit einer getönten Folie versehen ist. Zweckmäßig kann diese aber durchgehend über beide Schenkel vorgesehen sein. Die lichte Weite der im Querschnitt U-förmigen Verlängerung 3 ist dabei so bemessen, dass gegenüber der Dicke des Flügels 1 leichtes Untermaß besteht, so dass sich eine ausreichende Klemmwirkung zwischen Flügel 1 und Verlängerung 3 ergibt. Diese kann daher einfach manuell entgegen der durch die Klemmwirkung bewirkten Bremskraft verschoben werden. Selbstverständlich wäre es dabei denkbar, zur Erhöhung der Bremswirkung im Bereich der oberen Enden der Schenkel der im Querschnitt U-förmigen Verlängerung 3 einander zugewandte Bremsbacken vorzusehen.
Vorstehend sind zwar einige bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert, ohne dass jedoch hiermit eine Beschränkung verbunden sein soll. Vielmehr stehen dem Fachmann eine Reihe von Möglichkeiten zur Verfügung, um den allgemeinen Gedanken der erfindungsgemäßen Lösung an die Verhältnisse des Einzelfalls anzupassen. So wäre es beispielsweise auch denkbar, eine seitlich vorstehende bzw. ausschiebbare Verlängerung vorzusehen. Ebenso wäre es denkbar, der Verlängerung 3 eine motorisch antreibbare, durch im Bereich des Lenkrands angeordnete Taster steuerbare Verschiebeeinrichtung zuzuordnen.
Claims (12)
1. Blendschutzvorrichtung für mit einer einen schwenkbaren Flügel (1) aufweisenden Sonnenblende versehene Kraftfahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, dass dem Flügel (1) der Sonnenblende eine über einen freien Randbereich vorstehende, transparente Verlängerung (3) zugeordnet ist, die getönt ist.
2. Blendschutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerung (3) aus einem durchsichtigen Trägermaterial besteht, das zumindest einseitig mit einer eine Tönung mit verminderter Lichtdurchlässigkeit aufweisenden Folie versehen ist.
3. Blendschutzvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägermaterial durchsichtiges PVC ist und die Folie eine Bronze- und/oder Silbertönung aufweist.
4. Blendschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerung (3) im Bereich des freien unteren Rands des Flügels (1) vorgesehen ist.
5. Blendschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerung (3) in Verlängerungsrichtung verstellbar angeordnet ist.
6. Blendschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellbarkeit der Verlängerung (3) durch wenigstens einen Anschlag (8) begrenzt ist.
7. Blendschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerung (3) als einwandige Platine ausgebildet ist.
8. Blendschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerung (3) ein- und ausschiebbar in einem nach unten offenen Schacht (4) des Flügels (1) angeordnet ist.
9. Blendschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verlängerung (3) eine Verschiebeeinrichtung (6) zugeordnet ist.
10. Blendschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerung (3) entgegen der von einer zugeordneten Bremseinrichtung (5) ausgeübten Haltekraft verschiebbar ist.
11. Blendschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerung (3) durch zugeordnete Haftmittel (7a, b) vorzugsweise in Form von Klettbandabschnitten, lösbar an einer Außenseite des Flügels (1) anbringbar ist.
12. Blendschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerung (3) als Hohlkörper ausgebildet ist, in dessen Innenraum der Flügel (1) mit dem zugeordneten Randbereich verstellbar eingreift.
Priority Applications (1)
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| DE20216410U DE20216410U1 (de) | 2002-10-24 | 2002-10-24 | Blendschutzvorrichtung |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2193944A3 (de) * | 2008-12-03 | 2010-12-08 | Papst Licensing GmbH & Co. KG | Blendschutz für Kraftfahrzeuge |
-
2002
- 2002-10-24 DE DE20216410U patent/DE20216410U1/de not_active Expired - Lifetime
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