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DE20214110U1 - Verschluß-System - Google Patents

Verschluß-System

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Publication number
DE20214110U1
DE20214110U1 DE20214110U DE20214110U DE20214110U1 DE 20214110 U1 DE20214110 U1 DE 20214110U1 DE 20214110 U DE20214110 U DE 20214110U DE 20214110 U DE20214110 U DE 20214110U DE 20214110 U1 DE20214110 U1 DE 20214110U1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lid
locking
closure system
cover
positioning
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE20214110U
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
MODEL AG WEINFELDEN
Original Assignee
MODEL AG WEINFELDEN
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by MODEL AG WEINFELDEN filed Critical MODEL AG WEINFELDEN
Priority to DE20214110U priority Critical patent/DE20214110U1/de
Publication of DE20214110U1 publication Critical patent/DE20214110U1/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65DCONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
    • B65D5/00Rigid or semi-rigid containers of polygonal cross-section, e.g. boxes, cartons or trays, formed by folding or erecting one or more blanks made of paper
    • B65D5/42Details of containers or of foldable or erectable container blanks
    • B65D5/64Lids
    • B65D5/68Telescope flanged lids

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Cartons (AREA)

Description

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Verschluss-System
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verschluss-System für individuelle Stückgüter oder deren Verpackung, welches aus einem faltbaren Zuschnitt hergestellt ist und einen ständerförmigen Unterteil mit einem aufschiebbaren Deckel aufweist.
In jüngerer Zeit werden für Stückgüter oder deren Verpackung vermehrt Anstrengungen unternommen, diese nicht nur optimal zu transportieren, zu lagern und/oder in einem Verkaufsgestell anzubieten, sondern sie durch gleichzeitig repräsentative und rationelle Displays in das Blickfeld des Kunden zu rücken. Diese Displays sollen durch einfache zusätzliche Massnahmen auch zum Transport der Stückgüter oder deren Verpackung geeignet sein. Für die Herstellung von Displays mit einem ständerförmigen Unterteil und einem aufschiebbaren Deckel eignen sich insbesondere faltbare Zuschnitte aus biegesteifer Wellpappe mit beidseitig aufgeklebten Deckblättern, welche ausgestanzt oder ausgeschnitten werden. Im einfachsten Fall werden quader- oder würfelförmige Unterteile und Deckel hergestellt, indem die Zuschnitte entlang von Schwächungslinien gefaltet und allenfalls verklebt werden. Diese Schwächungslinien bestehen in an sich bekannter Weise aus Rillen und/oder Ritzen, beides das Falten erleichternde Schwächungslinien.
Neben den die äussere Form von Unterteil und Deckel bestimmenden Flächen wird wenigstens eine Klebelasche und zur Bildung einer Fläche ineinander steckbare Laschen ausgestanzt. Das Ineinanderstecken und allfällige Verkleben erfolgt in der Regel bei kleineren Stückzahlen manuell, bei Grossauflagen vollständig automatisiert.
Bekannte Verschluss-Systeme, auch als Displays bezeichnet, aus einem Unterteil und einem Deckel dienen bekanntlich gleichzeitig als Verkaufsständer,
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Lager- und Transportpackung. Weiter kann der Deckel als Schutz gegen Verstaubung ausserhalb von Ladenöffnungszeiten verwendet werden. Der Deckel muss also einerseits problemlos aufgeschoben und abgehoben werden können, andererseits aber auch bei einem Transport sicher und verrutschfest auf dem Unterteil sitzen. Ein wiederholtes Verschnüren, Banderolieren, Umreifen oder dgl. ist aufwendig und schafft stets zu entsorgender Abfall.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verschluss-System der eingangs genannten Art zu schaffen, welches ein wiederholtes Aufsetzen und Abheben des Deckels auf ein Unterteil einfach, schnell und ohne Erzeugung von Abfällen ermöglicht.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass
- der Deckel wenigstens zwei gegenüberliegende, in den Unterteil einschiebbare Positionierungszungen aufweist, wobei die federnd ausgebildeten Positionierungszungen und der Unterteil in der Anschlagposition eine lösbare Verrastungseinrichtung bilden, oder
- der Unterteil wenigstens zwei gegenüberliegende, in den Deckel einschiebbare Positionierungszungen aufweist, wobei die federnd ausgebildeten Positionierungszungen und der Deckel in der Anschlagposition eine lösbare Verrastungseinrichtung bilden.
Spezielle und weiterbildende Ausführungsformen des Verschluss-Systems sind Gegenstand von abhängigen Ansprüchen.
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Die Mittel zur Bildung einer Verrastungseinrichtung sind an sich bekannt, sie bestehen aus wenigstens einer Verrastungsnase oder dgl. und einer insbesondere hinterschnittenen Öse, Nut oder dgl.. In jedem Fall wird ein stabiler Formschluss gebildet, auch Schnappverschluss genannt. Dieser kann nur durch gezieltes Ausklinken gelöst werden.
Aus praktischen Gründen werden die Verschluss-Systeme aus Unterteil und
Deckel zweckmässig in Form eines Quaders, Würfels oder Prismas mit einem regelmässigen Vieleck als Grundfläche hergestellt, der Platzbedarf bei Lagerung und Transport kann so optimiert werden. Insbesondere aus ästhetischen Gründen kann der Deckel auch pyramidenstumpffömnig, mit geringer Verjüngung, ausgebildet sein.
Zur Herstellung der Faltkörper eignet sich grundsätzlich jedes biegesteife und faltbare flächige Material. Als besonders geeignet hat sich jedoch Wellpappe erwiesen, sie ist leicht, einfach zuzuschneiden oder auszustanzen und mit Schwächungslinien zu versehen. Wellpappe mit beidseitigem Deckblatt kann auch sehr gut und rationell bedruckt werden.
Grundsätzlich kann jedes Stückgut mit der vorliegenden Transport- und Lagerverpackung präsentiert werden. Insbesondere geeignet sind flächige Stückgüter oder Stückgüter in einer flächig ausgebildeten Verpackung, z.B. in einem steifen Beutel. Beispielsweise können Zahnbürsten erwähnt werden, die in einem transparenten, beschrifteten Beutel verpackt sind.
Die Positionierungszungen des Verschluss-Systems sind bevorzugt einstückig, selbstverständlich ohne Schwächungsnut, mit einer Mantelfläche ausgebildet, selbstverständlich ohne Ausbildung einer Schwächungsnut oder einer Perforation. Bei Wellpappe verlaufen die Wellenberge und -täler in Längsrichtung der Positionierungszungen. Der Bereich zwischen den Positionierungszungen ist sowohl bei der Variante Deckel als auch bei der Variante Unterteil vollflächig offen, damit das Stückgut in optimalem Ausmass aufgenommen werden kann.
Die Positionierungszungen erfüllen nicht nur die Verrastungs-, sondern auch eine Führungsfunktion beim Aufschieben und Entfernen des Deckels. Zur Bildung einer Verrastung werden die stirnseitigen Enden der Positionierungszungen unter Benutzung einer Schwächungslinie nach aussen umgelegt und unter Bildung einer Verrastungslasche angeklebt. So bildet die Verrastungslasche auch eine Verrastungskante, welche vorzugsweise etwa parallel zur
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Auflagefläche für den Unterteil verläuft. Dadurch bleibt die Verrastungskante auch bei mehrmaligem Gebrauch intakt.
Der Teil mit der Führung für die Positionierungszungen,
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bei Positionierungszungen am Deckel der Unterteil,
bei einem Unterteil mit Positionierungszungen der Deckel,
weist der Verrastungslasche entsprechende Entrastungsöffnungen auf, welche mit einer Verrastungskante ausgespart sind. Erreicht beim Einschieben der Positionierungszungen deren Verrastungslasche die ausgesparte Entrastungsöffnung oder eine entsprechende Aussparung, bewirkt die Federkraft der Positionierungszungen, dass die Verrastungslaschen in die Öffnung geführt werden und so eine Verrastung entsteht. Diese kann problemlos entrastet werden, wenn mit Daumen und Zeigefinger durch die Entrastungsöffnungen leicht auf die beiden Positionierungszungen gedrückt wird und die Verrastungslaschen die Entrastungsöffnungen verlassen. So kann der Deckel leicht abgehoben und bei Bedarf wieder aufgesetzt und verrastet werden.
Von ausserordentlich hoher Bedeutung ist bei Stückgütern aus dem Lebensmittel-, Hygiene- und Gesundheitsgebiet das Anbringen einer Erstöffnungsgarantie. Dies könnte an sich durch übliches Aufkleben eines Siegelstreifens im Übergangsbereich vom Unterteil zum Deckel erfolgen. Vorzugsweise wird jedoch eine verpackungsspezifische Lösung gewählt, indem sich die innenseitige Klebelasche des Unterteils über die eine Entrastungsöffnung erstreckt und deren obere Begrenzung die Funktion als innenseitige Verriegelungskante übernimmt. Diese Öffnung ist dann nicht ausgestanzt, sondern weist lediglich eine entsprechende Schwächungslinie oder Perforation auf. Die gegenüberliegende Entriegelungsöffnung des Unterteils ist normal ausgebildet, die obere Begrenzung dient als Verrastungskante. Bei der Erstöffnung wird die Entriegelungsöffnung mit einem Finger eingedrückt, auf der andern Seite mit der freien Entrastungsöffnung die Positionierungszunge leicht zurück gedrückt und schon ist
der Deckel frei zum Abheben.
In den Unterteil des Verschluss-Systems wird zweckmässig eine doppelt abgewinkelte, im wesentlichen U-förmig ausgebildete Einlage mit nach innen offener Wellpappe eingesetzt. Die senkrecht stehenden Wellenberge und -täler dienen als vorzügliche Führung für flache Stückgüter oder flache Beutelverpackungen für Stück- und Schüttgüter. Beim Entfernen eines Stückguts bleiben die übrigen geordnet stehen.
Die Erfindung wird anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele, welche auch Gegenstand von abhängigen Ansprüchen sind, näher erläutert. Es zeigen schematisch:
- Fig. 1 einen Zuschnitt eines Deckels,
-Fig. 2 einen Zuschnitt eines Unterteils,
- Fig. 3 eine perspektivische Vorderansicht eines Deckels,
- Fig. 4 eine perspektivische Vorderansicht eines Unterteils,
- Fig. 5 eine perspektivische Rückansicht eines Deckels,
- Fig. 6 eine perspektivische Rückansicht eines Unterteils,
- Fig. 6a eine Variante von Fig. 6
- Fig. 7 eine perspektivische Ansicht einer Einlage, und
- Fig. 8 eine perspektivische Ansicht eines mit Stückgütern gefüllten Un
terteils beim Einschieben des Deckels.
Ein in Fig. 1 dargestellter Zuschnitt eines Deckels 10 umfasst als formgebende Teile zwei schmale Seitenflächen 12. 14, zwei breite Seitenflächen 16, 18 und eine Deckfläche 20. Die Seitenflächen 12, 16, 14, 18 sind über je eine Schwächungslinie 22 miteinander verbunden, welche ein leichtes, problemloses Falten erlaubt. Je nach dem Material des Zuschnitts, dem Verwendungszweck und Art der Bearbeitung ist die Schwächungslinie 22 als Nut, Rill. Ritz, Schnitt und/oder Perforation ausgebildet. Dies gilt auch für die nachfolgend beschriebenen Schwächungslinien. Zwei etwa halbkreisförmige Aussparungen 13 dienen als
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Grifflöcher.
Über eine weitere Schwächungslinie 24 ist der breiten Seitenfläche 18 ein Deckel 20 angeformt. Weiter ist der breiten Seitenfläche 18 längsseitig, über eine weitere Schwächungslinie 26, eine Klebelasche 28 angeformt. Der mittleren schmalen Seitenfläche 14 und der Klebelasche 28 ist je eine Positionierungszunge 30, 32 angeformt, welche sich in Richtung des stirnseitigen Endes zu einer über je eine Schwächungslinie 34 angeformte Verrastungslasche 36, 38 verjüngt.
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Über weitere Schwächungslinien 40 ist je eine Einstecklasche 42, 44 und an die Deckfläche 20 eine Einstecklasche 46 angeformt.
Die Schnitt- bzw. Stanzkanten 48 sind im Bereich der Positionierungszunge 30 in diese hineinragend verlängert, sie bilden je einen Kompensationsschnitt 50, damit die Materialstärke des Deckels 10 beim Aufschieben auf den Unterteil 54 nach innen verdrängt werden kann. Dadurch liegen die Aussenflächen von Deckel 10 und Unterteil 54 in einer Ebene. In diesem Bereich sind die Schnittbzw. Stanzkanten 48 der Positionierungszunge 30 gegenüber den Schwächungslinien 22 verschoben, was beim gefalteten Deckel 10 zu einem Absatz 52 führt, der beim Aufsetzen des Deckels einen Anschlag bildet. Entsprechendes gilt für die Schnitt- bzw. Stanzkante 48 der Positionierungszunge 32 im Bereich der Schwächungslinie 26.
In Fig. 2 ist der Zuschnitt eines Unterteils 54 dargestellt. Die schmalen Seitenflächen 12, 14 und die breiten Seitenflächen 16, 18 entsprechen bezüglich ihrer Breite den entsprechenden Seitenflächen des Deckels 10 gemäss Fig. 1, welche ebenfalls durch Schwächungslinien 22 zur Erleichterung des Faltens begrenzt sind. Aus der schmalen Seitenfläche 14 ist eine Entrastungsöffnung 56 ausgespart, welche die Verrastungslasche 36 (Fig. 1) mit etwas Spiel aufnehmen kann. Oberhalb dieser Entrastungsöffnung 56 bzw. deren Verrastungskante 88 ist ein Decollete 58 ausgespart, was im zusammengesteckten
Unterteil 54 die Einsicht auf das vorderste Stückgut erleichtert.
In der anderen schmalen Seitenfläche 12 ist mittels einer rechteckig umlaufenden Perforationslinie 60 eine Erstöffnungsgarantie 62 ausgebildet, welche bezüglich der Lage und der Fläche der Entrastungsöffnung 56 entspricht. Die Perforationslinie 60 ist so gestaltet, dass das markierte Rechteck durch leichten Fingerdruck eingedrückt werden kann.
Eine über eine Schwächungslinie 26 angeformte Klebelasche 64 wird beim Falten innenseitig an die schmale Seitenfläche 12 gedrückt und mit dieser verklebt. Eine im wesentlichen rechteckige Aussparung 65 aus der Klebelasche 64 bewirkt, dass die Erstöffnungsgarantie 62 des zusammengesteckten Unterteils 54 freiliegt. Die horizontale Schnitt- bzw. Stanzkante der Aussparung 65 ist zugleich Verrastungskante 66.
Im Gegensatz zur Deckfläche 20 des Deckels 10 wird der Boden des Unterteils 54 ausschliesslich durch Einstecklaschen 68, 70, 72, 74 gebildet, welche über je eine Schwächungslinie 76 an das betreffende Seitenteil 12, 14, 16, 18 angeformt sind.
Der in Fig. 1 gezeigte Zuschnitt ist in Fig. 3 von vorn, in Fig. 5 von hinten, gefaltet und verklebt dargestellt. Der Deckel 10 wird durch Anlegen von zwei Fingern an den Grifföffnungen 13 angehoben. Die beiden Verrastungslaschen 36, 38 sind umgelegt und mit der betreffenden Positionierungszunge 30, 32 verklebt. Die stirnseitigen Enden der Verrastungslaschen 36, 38 werden zu Verrastungskanten 78, 80.
Der Zuschnitt gemäss Fig. 2 ist zu einem in den Fig. 4 und 6 perspektivisch dargestellten Unterteil 54 gefaltet und verklebt. Im Unterteil 54 ist eine im wesentlichen U-förmig doppelt rechtwinklig gefaltete Einlage 82 aus Wellpappe mit innenseitig fehlendem Deckblatt eingelegt. Die Wellenberge und -täler 84 dienen als Führung und Halterung für präsentierte Stückgüter 86 ( Fig. 8).
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Wegen den Klebelaschen 28, 64, welche innenseitig mit der Schmalseite 12 verklebt sind, muss der Deckel 10 in der in den Fig. 3 bis 6 gezeigten Position in den Unterteil 54 eingeführt werden. Die Positionierungszunge 30 ist mit der schmalen Seitenfläche 14 oberflächenbündig und verläuft in derselben Ebene. Die Positionierungszunge 32 dagegen ist bezüglich der Oberfläche der schmalen Seitenfläche 12 stufenförmig nach innen versetzt. Beim Einführen der Positionierungszungen 30, 32 in den Unterteil 54 werden diese Zungen leicht nach innen gedrückt und bleiben beim Einschieben unter elastischer Spannung. Bei vollständig aufgesetztem Deckel erreichen die Verrastungslaschen 36, 38 die Öffnung 56 bzw. die rechtwinklige Aussparung 65 aus der Klebelasche 64. Dabei entspannen sich die Verrastungslaschen 36, 38 sofort, indem die Verrastungslasche 36 in die Öffnung 56 und die Verrastungslasche 38 in die Aussparung 65 in der Klebelasche 64 springt. Dabei verrastet die Verrastungskante 78 der Positionierungszunge 30 mit der oberen Begrenzung der Entrastungsöffnung 56, welche die Verrastungskante 88 bildet. Die Verrastungskante 80 der Positionierungszunge 32 verrastet mit der Verrastungskante 66 der Klebelasche 64. Auf diese Weise sitzt der Deckel 10 gesichert und verrutschfest auf dem Unterteil 54, er kann jedoch leicht aufgeschoben und durch leichten Druck mit zwei Fingern entfernt werden.
Der verrastete Deckel 10 hat durch den mit der Perforationslinie 60 abgegrenzten Bereich der schmalen Seitenfläche 12 eine einfache und sichere Erstöffnungsgarantie 62. Im Bereich dieser Erstöffnungsgarantie 62 ist die Positionierungszunge 32 mit der Klebelasche 64 verrastet. Zum erstmaligen Öffnen genügt ein Fingerdruck auf die Entrastungsöffnung 56 und den Bereich der Perforationslinie 60, dann wird die Perforationslinie 60 gebrochen und gleichzeitig die Positionierungszungen 30, 32 entrastet, der Deckel 10 kann nun leicht abgehoben werden.
Nach der Ausführungsform von Fig. 6a lässt die Erstöffnungsgarantie 62 innerhalb der Perforationslinie 60 einen schlitzförmigen Bereich 63 offen, die einen
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direkten Zugang zur Verrastungslasche 36 erlaubt. Die Position und/oder die Form des Bereichs 63 können beliebig ausgestaltet sein, er muss jedoch so klein sein, dass der Durchgriff nicht mit einem Finger erfolgen kann.
In Fig. 7 ist die doppelt rechtwinklig gefaltete Einlage 82 aus Wellpappe separat dargestellt. Die Wellpappe ist innenseitig offen, man erkennt die Wellenberge und -täler 84. Aussenseitig hat die Wellpappe ein Deckblatt 90.
In Fig. 8 ist ein Verschluss-System 92 mit einem Unterteil 54, darin vertikal gehaltenem Stückgut 86 und einem teilweise aufgeschobenen Deckel 10 dargestellt. Dieser ist im wesentlichen sich in Richtung der Positionierungszungen 30, 32 leicht verjüngend als Pyramidenstumpf gestaltet.

Claims (10)

1. Verschluss-System (92) für individuelle Stückgüter (86) oder deren Verpackung, welches aus einem faltbaren Zuschnitt hergestellt ist und einen ständerförmigen Unterteil (54) mit einem aufschiebbaren Deckel (10) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass
- der Deckel (10) wenigstens zwei gegenüberliegende, in den Unterteil (54) einschiebbare Positionierungszungen (30, 32) aufweist, wobei die federnd ausgebildeten Positionierungszungen (30, 32) und der Unterteil (54) in der Anschlagposition eine lösbare Verrastungseinrichtung bilden, oder
- der Unterteil (54) wenigstens zwei gegenüberliegende, in den Deckel (10) einschiebbare Positionierungszungen (30, 32) aufweist, wobei die federnd ausgebildeten Positionierungszungen (30, 32) und der Deckel (10) in der Anschlagposition eine lösbare Verrastungseinrichtung bilden.
2. Verschluss-System (92) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionierungszungen (30, 32) einstückig und ohne Schwächungslinie mit einer schmalen oder breiten Seitenfläche (12, 14, 16, 18) ausgebildet sind, und der Innenraum sowohl des Deckels (10) als auch des Unterteils (54) zwischen den Positionierungszungen (30, 32) vollflächig offen ist.
3. Verschluss-System (92) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das stirnseitige Ende der Positionierungszungen (30, 32) nach aussen gefaltet und unter Bildung einer Verrastungslasche (36, 38) angeklebt ist.
4. Verschluss-System (92) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verrastungslaschen (36, 38) je eine Verrastungskante (78, 80) bilden, welche vorzugsweise etwa parallel zur Anschlagfläche zwischen Deckel (10) und Unterteil (54) verläuft.
5. Verschluss-System (92) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die mit dem Deckel (10) oberflächenbündig abkragende Positionierungszunge (30) an der Basis seitliche Kompensationsschnitte (50) aufweist.
6. Verschluss-System (92) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Unterteil (54) bzw. im Deckel (10) ohne Positionierungszungen (30, 32) den Verrastungslaschen (36, 38) entsprechend Öffnungen (56) bzw. Aussparungen (65) mit Verrastungskanten (66, 88) ausgebildet sind, wodurch beim vollständigen Aufschieben des Deckels (10) eine Verrastung mit Formschluss entsteht.
7. Verschluss-System (92) nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Seitenfläche (12) des Deckels (10) und die entsprechende Seitenfläche (12) des Unterteils (54) innenseitig mit einer Klebelasche (28, 64) verbunden ist, wobei vorzugsweise in der Seitenfläche (12) des Unterteils (54) oder des Deckels (10) mit der darunterliegenden Verrastungslasche (38) mit einer umlaufenden Perforationslinie (60) eine Erstöffnungsgarantie (62) ausgebildet ist.
8. Verschluss-System (92) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Perforationslinie (60) ein vorzugsweise schlitzförmiger Bereich (63) für einen direkten Zugang zur Verrastungslasche (38) mit einem Werkzeug ausgespart ist.
9. Verschluss-System (92) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Seitenfläche (14) des Unterteils (54) ein Décolleté (58) aufweist und dadurch eine bessere Sicht auf das vorderste Stückgut (86) freigibt.
10. Verschluss-System (92) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass Unterteil (54) und Deckel (10) aus beidseits mit einem Deckblatt (90) verklebter Wellpappe bestehen.
DE20214110U 2002-09-12 2002-09-12 Verschluß-System Expired - Lifetime DE20214110U1 (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2007111559A1 (en) * 2006-03-27 2007-10-04 Sesam Container Ab A locking means for fixing a lid to a tray
EP4008644A1 (de) * 2020-12-04 2022-06-08 Van Genechten Packaging N.V. Papier- oder kartonverpackung
DE102023108978A1 (de) 2023-04-06 2024-10-10 Van Genechten Packaging N.V. Verpackung

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