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Vorrichtung zum Ein- und Ausbauen der Ablaufspulen in Verseilmaschinen.
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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ein- und Ausbauen der
Ablaufspulen in Verseilmaschinen, wobei die einzubauenden Spulen einem Speicher
entnommen und die auszubauenden Spulen einem Förderbänd oder dgl. zugeführt werden.
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Zum Herstellen von Telefonkabeln, Armierungen u. dgl. erden häufig
Verseilmaschinen benutzt, bei denen die Ablaufspulen reihenweise hintereinander
im Verseilrotor angeordnet sind. Es ist naheliegend, in diesem Fall zum Beschleunigen
des Spulenwechsels alle Spulen gemeinsam aus- und einzubauen. Eine bekannte Vorrichtung
dieser Art ist neben einer Korbverseilmaschine angeordnet; die Spulen werden dabei
in den in Flurhöhe liegenden Tisch der Vorrichtung von Hand eingerollt und danach
gemeinsam mittels der Vorrichtung beschnikkungsgerecht zur Maschine angehoben und
gekippt. Das Hinein. und Ausbringen der Spulen in die Spulenlagerungen des Verseilrotors
bzw. aus diesem heraus muß dabei einzeln von Hand erfolgen.
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Bekannt ist ferner eine Verseilmaschine, ei der die in einem Rahmen
hintereinander fest gelagerten Spulen zusammen mit dem Rahmen, in dem sie auch während
ihrer Bespulung verbleiben, in den Korb der Maschine ein-bzw.
aus
diesem ausgebracht werden. Weiter gibt es Vorschläge, die ein Auswechseln der Ablaufspulen
mitsamt ihrer Lagerstellen, die hierzu fahrbahr gestaltet sind, vorsehen.
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Im übrigen werden bei den bekannten Beschickungseinrichtungen die
Spulen einzeln in die Lagerungen der Verseilmaschinen eingebracht Zzv. aus diesen
herausgenommen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bei den vorstehend genannten
Beschickungseinrichtungen erforderliche Handarbeit durch schneller verlaufende Maschinenarbeit
zu ersetzen und dabei die den besonderen Gegebenheiten beim Verseilen von Telefonadern
zu Bündelkabeln zu berücksichtigen. Diese bestehen darin, daß große Aderlängen auf
empfindlichen Kunststoffspulen zur Verwendung gelangen, die Stöße und schwere Beanspruchungen
nicht vertragen und für eine manuelle Beschickung zu schwer sind, daß weiter die
Zahl der Ablaufspulen größer ist und die einzelnen Aggregate meist auf beschränkten
Raum untergebracht werden müsgen und daß dadurch für den An- und Abtransport der
Spulen nur wenig Raum zur Verfügung steht.
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Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Beschikkungsvorrichtung
gelöst, bei der die Spulen von einer schiefen Ebene vor dem Verseilaggregat, auf
der sie lagern, einzeln abgerollt und auf einer eine Verlänge nxng der schiefen
Zbene bildenden Beschickungsbahn, Je eine Spule unter einer Spulenlagerung des Verseilrotors
zentriert, festgehalten werden. Nach dem Einlaufen aller Spulen werden diese gemeinsam
von der schiefen Ebene der Beschickungsbahn in die Spulenlagerungen des Verseilrotors
gehoben und for; auf bekannte Weise aufe
genommen. Leere Spulen
werden von der Hubeinrichtung den Spulenlagerungen entnommen und durch Absenken
wieder auf die schiefe Ebene der Beschickungsbahn abgesetzt, von wo sie auf ein
Förderband od. dgl. abrollen konnten.
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Der Vorteil der beschriebenen Vorrichtung besteht besonders darin,
daß zum Spulenwechsel keine manueller Eingriffe nötig sind und daß die Vorrichtung
nur wenig zusätzlicher. Raum braucht, aa sie fast vollständig unterhalb der Verseilmaschine
liegt und nur die Bereitstellungsbahn darüber hinausragt. Die Erfindung, die vorzugsweise
für die Beschickung von Rotoren mit fünf Ablaufspulen einer Bündelverseilmaschine
gedacht ist, kann ebenso auch für die Beschickung von Verseilkörben benutzt werden,
bei welchen die Spulen reihenweise geordnet sind. Auch hier kann die Vorrichtung
völlig im Bereich des Verseilkorbes angeordnet werden und ihr Einsatz im Verein
mit einer automatischen Spullenlagerung den Spulenwechsel erheblich beschleunigen.
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Nachstehend ist die Erfindung an Hand der Zeichnung, die eine Ausführung
der Vorrichtung für eine Telefon-Bündelverselmaschine mit zwei nebeneinander liegenden
Verseilrotoren für je fünf Ablaufspulen zeigt, näher beschrieben. Im einzelnen zeigen:
Fig. 1 den Aufriß der Vorrichtung, Fig. 2 einen Querschnitt der Vorrichtung @@@
Fig. 2 Einzelheiten der Beschlockungsbahn in einer anderen Ausführung.
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Von der schiefen Ebene 1, die als Bereitstellungsplatz ftlr Lblaufspulen
2 dient, werden diese Spulen einzeln mittels eines drehbaren Stegkorbes 3 auf eine
unter dem Verseilrotor 4 liegende, ebenfalls mit Gefälle versehene Beschickungsbahn
5 gebracht. Auf dieser Bahn laufen sie dann abwärts und werden nacheinander im Abstand
der Spulenlagerungen 6 des Verseilrotors 4 angehalten0 Zu diesem Zweck sind Riegelsegmente
17 vorgesehen, die in den entsprechenden Abständen auf einer Welle 18, die neben
der Bahn5 angeordnet ist, sitzen und durch Drehen dieser Welle nacheinander in den
Weg der einlaufenden Spulen 2 geraten. Durch Verbindung der Welle 18 mit dem Stegkorb
3 über zwei gec gelradtriebe 19 und 20 wird Bo die Aufgabe der Spulen, ihre Verteilung
auf der Bahn 5 und die Abgabe der leein ren Spulen gesteuert. Bei der Fig. 3 dargestellten
anderen Ausführung der Beschickungsbahn werden die Spuion dadurch angehalten, daß
Teile 8 der 3ahn 5 abgesenkt werden und die Spulen in die entsprechenden Vertiefungen
einsinken. Das Absenken dieser Bahnteile erfolgt beispielsweise durch Zylinder 15
hydraulisch oder pneumatisch, ebenfalls im Zusammenhang mit der Spulenauf- oder
abgabe gesteuert.
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Nachdem alle fünf Spulen 2 einer Beschickungsreihe eingelaufen und
geordnet unter den Spulenlagerungen 6 des Verseilrctors 4 auf der Bahn5 liegen,
werden sie gemeinsam in den Verseilrotor gehoben. Hierzu dient eine Hubvorrichtung
9 mit Tragbalken 10. Die Trag. balken haben fUr jede Spule 2 zwei Stangen 11, die
in Schlitze 14 der Bahn 5 hineingreifen. Beim Anheben der Spulen können diese sich
auf Rollen 12 der Stangen frei irehen und zu den Spulenlagerun-en des Ver. seilrotors
zentrieren. #ind die Spulen 2, wie in Fig. 1
gestrichelt gezeichnet,
angehoben, werden sie in sekannter lfeise von den Spulenlagerungen 6 aufgenommen.
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Beim Ausbauen der leeren Spulen 2 werden diese dagegen den Spulenlagerungen
6 entnommen, mittels der Hubvorrichtung 9 abgesenkt und danach durch Weiterdrehen
der Anhaltewelle 18 bzw. Anheben der Beschikkungsbahnteile 8 nacheinander auf ein
Transportband 13 abgegeben. Zin besonderer Vorteil bezüglich schneller Bedienung
wird erzielt, wenn die Spulenlagerungen 6 dabei pneumatisch ver- bzw. entriegelt
werden.
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Damit die Spulen 2 beim Ablaufen nicht in den Unterbrechungen der
Bahn 5 hängen bleiben, ist diese 3ahn durch entsprechende Unterlagen 16 treppenförmig
gestaltet, so daß die Spulenflansche nicht in die Schlitze 14 einsinken kannen,
wenn die Teile 8 nicht abge. senkt sind.
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Die Bahn 5 ist beiderseits mit angewinkelten Schrägflächen 21 versehen,
einmal damit Spulen 2, die. durch das Inhalten ecken und auf diese Schrägflächen
auflaufen, in die richtige Lage zurücksinken, zum anderen, um aus dem Verseilrotor
4 entnommene Spulen, die in der Spulenlagerung seitlich verschoben werden, bahngerecht
auszurichten.
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Patentansprüche: