DE20209607U1 - Winkelschleifer mit Sprühvorrichtung zur Staubbindung - Google Patents
Winkelschleifer mit Sprühvorrichtung zur StaubbindungInfo
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Description
JKG01T1.doc
Winkelschleifer mit Sprühvorrichtung zur Staubbindung
Die Erfindung betrifft einen Winkelschleifer mit auf einer Antriebswelle angeordneter Fräs- oder Schleifscheibe , einer die Fräs- und Schleifscheibe teilweise umgebenden Schutzhaube und einer ersten Sprühdüse zum Besprühen von abgetragenem Bearbeitungsgut.
Beim Entfernen von alten verwitterten Fugen oder beim Fräsen oder Schleifen von mineralischem Bearbeitungsgut, wie beispielsweise Beton oder Mauerwerk, ist es zu vermeiden, dass der Staub sich ungehindert in der Umgebung ausbreitet. Der Staub stellt für den Bediener eine gesundheitliche Belastung dar, zudem kann dieser den Arbeitsbereich nur schlecht einsehen, wodurch ein zusätzliches Risiko für ihn besteht. Aus der Praxis sind beispielsweise Winkelschleifer bekannt, die mit einer Absaugeinrichtung in Verbindung stehen. Diese Absaugeinrichtungen sind sehr unhandlich und nehmen nur einen begrenzten Anteil des Staubes auf, zudem ist der technische Aufwand und Energieverbrauch sehr hoch.
Aus der EP 0 435 821 Bl ist ein Winkelschleifer mit einer ein rotierendes Fräswerkzeug teilweise umgebenden Schutzhaube bekannt. Das Innere der Schutzhaube ist mit einem
Austrittstutzen für das abgetragene Bearbeitungsgut verbunden. Im Bereich des Austrittsendes des rohrförmigen Austrittstutzens ist eine Sprühdüse angeordnet, die in Austrittsrichtung Wasser sprüht. Das befeuchtete Bearbeitungsgut verlässt den Austrittstutzen, fällt zu Boden und kann beispielsweise durch Aufsaugen eingesammelt werden.
Der Nachteil dieser Erfindung besteht darin, dass der Winkelschleifer mit der speziellen Schutzhaube mit dem Austrittstutzen ausgestattet sein muss. Handelsübliche Winkelschleifer können nur aufwendig umgerüstet werden oder sind für den beschriebenen Einsatz nicht geeignet.
In der DE 201 06 180 Ul wird ein Winkelschleifer näher beschrieben, bei dem ein Wasserstrahl in den Wirkungsbereich eines Trennscheibenpaketes gerichtet wird. In der Praxis zeigt sich, dass der Anwender bei dieser Methode innerhalb kürzester Zeit durchnässt ist und die Anwendung mit erheblichem Wasserverbrauch verbunden ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen handelsüblichen Winkelschleifer mit Fräs- oder Schleifscheibe so auszurüsten, dass mit geringem technischen Aufwand und geringem Wassereinsatz der entstehende Staub gebunden wird.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dadurch gekennzeichnet, dass die Sprühdüse an einer über die Schutzhaube stülpbaren und klemmbaren Sprühvorrichtung installiert ist und in die Ebene der Fräs- und Schleifscheibe gerichtet ist und dass die Sprühvorrichtung über eine zweite Sprühdüse verfügt, die auf die Ebene der Fräs- und Schleifscheibe kurz vor dem Eingriff der Scheibe gerichtet ist.
Für die Handhabung ist es vorteilhaft, wenn die Sprühvorrichtung ein brückenförmiger Kunststoffkörper ist. Dieser ist ausreichend flexibel, um sich geringfügig auseinander zu drücken und auf die Schutzhaube aufschieben zu lassen.
In weiterer Ausgestaltung weist der brückenförmige Kunststoff körper eine Nut auf, in die die Schutzhaube eingeschoben ist. Schutzhaube und Sprühvorrichtung sind passgenau miteinander verbunden.
Am Ende ist die Nut vorteilhafterweise mit Rasten versehen &iacgr;&ogr; ist,- die die Schutzhaube festklemmen.
Eine besonders vorteilhafte Gestaltung für die Sprühvorrichtung ergibt sich, wenn die Sprühdüsen in der Ebene der Fräs- und Schleifscheibe an dem Kunststoffkörper befestigt sind. Die Sprühstrahlen treffen in diesem Fall senkrecht auf das Bearbeitungsgut auf.
Eine für die Funktion vorteilhafte Anordnung ergibt sich, wenn die Sprühdüsen in einer parallel zur Frässcheibe liegenden Ebene auf der dem Winkelschleifer abgewandten Seite an dem Kunststoffkörper befestigt sind. Die Sprühstrahlen können näher in Richtung Antriebswelle zusammenrücken.
In weiterer Ausgestaltung sind die Sprühdüsen an eine gemeinsame Wasserleitung angeschlossen und das Wasser gelangt über in dem Kunststoffkörper integrierte Kanäle zu den Sprühdüsen.
Vorteilhafterweise sind die Sprühdüsen lösbar mit dem Kunststoffkörper verbunden sind, so dass verstopfte Sprühdüsen leicht ausgewechselt werden können bzw. die Düsen entsprechend dem Bearbeitungsgut angepaßt werden können.
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Wenn zwischen Wasserleitung und Sprühvorrichtung ein Absperrventil eingebaut ist, kann der Bediener die Wasserversorgung direkt am Winkelschleifer öffnen und schließen.
Die zweite Sprühdüse zum Anfeuchten des Bearbeitungsgutes ist vorteilhafterweise eine Hohlkegeldüse, Vollstrahldüse oder Flachstrahldüse. Die Auswahl ist abhängig von der Saugfähigkeit des Material und der Wasserdurchlässigkeit der Oberfläche des Bearbeitungsgutes.
Die erste Sprühdüse am Austritt der Scheibe, die den frei werdenden Staub bindet, ist vorteilhafterweise eine Hohlkegeldüse, um eine größere Fläche abzudecken, zugleich aber durch die Wahl der Form eines Hohlkegels statt eines Vollkegels den Wasserverbrauch zu minimieren.
Eine für den Gebrauch nützliche Gestaltung ergibt sich, wenn die Schutzhaube zusammen mit der Sprühvorrichtung drehbar ist. Der Winkelschleifer kann variabel in verschiedenen Positionen gehalten werden, wodurch die Zugänglichkeit erhöht wird.
Die Frässcheibe kann vorzugsweise bei angebrachter Sprühvorrichtung ausgewechselt werden.
Die Erfindung wird nachstehend anhand einer Zeichnung, die Ausführungsbeispiele wiedergibt, näher erläutert. Es zeigen:
Fig. la Seitenansicht eines Winkelschleifer im Arbeitseinsatz,-
Fig. Ib Draufsicht eines Winkelschleifer im Arbeitseinsatz;
Fig. 2a Seitenansicht eines Winkelschleifer im Arbeitseinsatz;
Fig. 2b Draufsicht eines Winkelschleifer im Arbeitseinsatz; und
Fig. 2c Rückansicht eines Winkelschleifer im Arbeitseinsatz.
Bei dem in den Figuren la, Ib und 2a, 2b, 2c dargestellten Winkelschleifer handelt es sich um ein Handgerät. Dieses besteht aus einem Motorgehäuse 1, das gleichzeitig als HaI-ter dient und an dem ein Betätigungsschalter 3 angesetzt ist.
Am Motorgehäuse 1 sitzt ein Getriebekopf 4, von dem ein Seitenhandgriff 5 abragt. Der Getriebekopf 4 treibt eine Antriebswelle 6 gemäß Drehpfeil A an, auf die eine Fräs- oder Schleifscheibe 7 aufgesteckt und mit einer Rändelmutter 2 gesichert ist. Der Winkelschleifer dient zur Erstellung eines Schlitzes 8 in einem Bearbeitungsgut 9. Die Fräs- oder Schleifscheibe 7 ist aus Sicherheitsgründen von einer zum Bearbeitungsgut 9 offenen Schutzhaube 11 umgeben. Die Schutzhaube 11 besteht aus einer ringförmigen Prallwand 11.1, die über eine halbkreisförmige Rückwand 11.2 mittels Halterung 11.3 am Motorgehäuse 1 befestigt ist. liber die Schutzhaube 11 ist eine erfindungsgemäße Sprühvorrichtung 12; 12&lgr; gestülpt, die im wesentlichen aus einem Kunststoffkörper 12.1; 12.lx und zwei Sprühdüsen 12.3 , 12.3 besteht.
Der brückenförmig gestaltete Körper 12.1; 12 .1' weist auf der Unterseite eine Nut 12.1.6; 12.1.6* auf, deren Kontur der äußeren Mantelfläche der Prallwand 11.1 entspricht. An
den beiden Enden der Nut 12.1.6; 12.1.6* sind Rasten 12.1.7; 12.1.7* angeordnet, in denen die übergestülpte Schutzhaube 11 einrastet.
Die Unterseite des Kunststoffkörpers 12.1 ist vorzugsweise bündig mit der Rückwand 11.2 der Schutzhaube 11. Die Oberseite des brückenförmigen Kunststoffkörpers 12.1 ist zur Versteifung mit einem Bund 12.1.5; 12.1.5* versehen. Der Bund 12.1.5; 12.1.5* ist derart gestaltet, dass die Frässcheibe 7 bei aufgeschobener Sprühvorrichtung 12; 12* gewechselt werden kann.
Auf der dem Bearbeitungsgut 9 zugewandten Seite des Kunststoff körpers 12.1; 12.1*, ist jeweils links und rechts neben der Antriebswelle 6 ein Gewindesackloch mit zylinderförmiger Senkung 12.1.1, 12.1.2; 12.1.1*, 12.1.2* in der Nähe der Frässcheibe 7 angeordnet, in die die Sprühdüsen 12.2, 12.3 bündig eingeschraubt sind.
Die Sprühvorrichtung 12 lässt sich in zwei verschiedenen Ausführungsformen realisieren, die sich im wesentlichen durch die Anordnung der Sprühdüsen 12.2, 12.3 und deren Ausrichtung unterscheiden. Aus der unterschiedlichen Anordnung resultiert die Form des Kunststoffkörpers 12.1.
Bei einer ersten Aus führungs form (vgl. Fig. la und Ib) sind die Sprühdüsen außerhalb des Durchmessers der Frässcheibe an dem Kunststoffkörper angeordnet. Die zweite Sprühdüse 12.3 ist in der Ebene der Frässcheibe 7 auf einen Bereich vor dem Eingriff der Frässcheibe 7 senkrecht auf das Bearbeitungsgut 9 gerichtet, die erste Sprühdüse 12.2 ist ebenso in der Ebene der Frässcheibe 7 jedoch auf einen Bereich hinter dem Austritt der Frässcheibe 7 senkrecht auf das Bearbeitungsgut 9 gerichtet.
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Bei einer zweiten Ausführungsform der Erfindung, die in den Fig. 2a, 2b und 2c dargestellt ist, sind die Sprühdüsen innerhalb des Durchmessers der Frässcheibe 7 an dem Kunststoff körper 12.1', aber seitlich versetz dazu, angeordnet. Hierzu sind die Gewindesacklöcher 12.1.1', 12.1.2' schräg in den Kunststoffkörper eingebracht. Der Bund 12.1.5' des brückenförmigen Kunststoffkörpers 12.1' ist bei dieser Ausführungsform entsprechend breiter ausgeführt.
Die zweite Sprühdüse 12.3 ist in einem Winkel von ca. 24° auf einen Bereich am Eingriff der Frässcheibe 7 schräg auf das Bearbeitungsgut 9 gerichtet; die erste Sprühdüse 12.2 ist in einem Winkel von 24° auf einen Bereich am Austritt der Frässcheibe 7 schräg auf das Bearbeitungsgut 9 gerichtet. Zudem sind beide Sprühdüsen 12.2, 12.3 schräg in Richtung der Antriebswelle 6 geneigt.
Bei beiden Ausführungsformen 12, 12* wird für die erste Sprühdüse 12.2 eine Hohlkegeldüse verwendet. Diese Sprühdüse 12.2 besprüht und bindet den frei werdenden Staub.
Für die zweite Sprühdüse 12.3 können bei beiden Ausführungsformen mehrere unterschiedliche Sprühdüsen eingesetzt sein. Die Auswahl richtet sich nach dem Bearbeitungsgut 9. Saugfähige, weiche Materialien wie z. B. Sandstein werden insbesondere mit einer Hohlkegeldüse besprüht, wohingegen wasserabweisende, harte Materialien entweder mit einer Flachstrahldüse oder einer Vollstrahldüse befeuchtet werden.
Beide Sprühdüsen 12.2, 12.3 sind über Kanäle 12.1.4, 12.1.4' in dem Kunststoffkörper 12.1, 12.1', die in einer Gewindebohrung 12.1.3; 12.1.3' auf der dem Bearbeitungs-
gut 9 abgewandten Seite münden, miteinander verbunden. In die Gewindebohrung 12.1.3; 12.1.3* ist ein Absperrventil 12.4 eingeschraubt, an dem eine Wasserleitung 15 angeschlossen ist.
Über das Absperrventil 12.4' kann die Wassermenge am Winkelschleifer geregelt werden. Bei maximal 2 0 Liter pro Stunde ist bei der erfindungsgemäßen Sprühvorrichtung ein ausreichender Volumenstrom aus der Wasserleitung 15 gegeben. Der Wasserdruck beim Eintritt in die Sprühvorrichtung 12' sollte mindestens 3 bar betragen, damit die Sprühdüsen 12.2, 12.3 einen funktionsgerechten Sprühstrahl abgeben.
Die Funktion der Sprühvorrichtung 12x ist insbesondere dann wirkungsvoll, wenn die Drehrichtung der Frässcheibe 7 und die Bewegungsrichtung des Winkelschleifers gleichsinnig erfolgen, dieses Verfahren wird in Fachkreisen als Gleichlauffräsen bezeichnet.
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Claims (13)
1. Winkelschleifer mit auf einer Antriebswelle (6) angeordneter Fräs- oder Schleifscheibe (7), einer die Fräs- und Schleifscheibe (7) teilweise umgebenden Schutzhaube (11) und einer ersten Sprühdüse (12.2) zum Besprühen von abgetragenem Bearbeitungsgut (10), dadurch gekennzeichnet, dass die Sprühdüse (12.2) an einer über die Schutzhaube (11) stülpbaren und klemmbaren Sprühvorrichtung (12; 12') installiert ist und in die Ebene der Fräs- und Schleifscheibe (9) gerichtet ist und dass die Sprühvorrichtung (12; 12') über eine zweite Sprühdüse (12.3) verfügt, die auf die Ebene der Fräs- und Schleifscheibe (7) kurz vor dem Eingriff der Scheibe (7) gerichtet ist.
2. Winkelschleifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sprühvorrichtung (12; 12') ein brückenförmiger Kunststoffkörper (12.1; 12.1') ist.
3. Winkelschleifer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der brückenförmige Kunststoffkörper (12.1; 12.1') eine Nut (12.1.6; 12.1.6') aufweist, in die die Schutzhaube (11) eingeschoben ist.
4. Winkelschleifer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (12.1.6; 12.1.6') am Ende mit Rasten (12.1.7; 12.1.7') versehen ist, in denen die Schutzhaube (11) festklemmbar ist.
5. Winkelschleifer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Sprühdüsen (12.2, 12.3; 12.2', 12.3') in der Ebene der Fräs- und Schleifscheibe (7) an dem Kunststoffkörper (12.1) befestigt sind.
6. Winkelschleifer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Sprühdüsen (12.2, 12.3) in einer seitlich zur Ebene der Frässcheibe (7) versetzten Ebene auf der dem Handgriff (5) des Winkelschleifers abgewandten Seite an dem Kunststoffkörper (12.1') befestigt sind.
7. Winkelschleifer nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Sprühdüsen (12.2, 12.3) an eine gemeinsame Wasserleitung (15) angeschlossen sind und das Wasser über in dem Kunststoffkörper (12.1; 12.1') integrierte Kanäle (12.1.4; 12.1.4') zu den Sprühdüsen (12.2, 12.3) gelangt.
8. Winkelschleifer nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Sprühdüsen (12.2, 12.3) lösbar mit dem Kunststoffkörper (12.1; 12.1') verbunden sind.
9. Winkelschleifer nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Wasserleitung (15) und Sprühvorrichtung (13) ein Absperrventil (12.4) eingebaut ist.
10. Winkelschleifer nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Sprühdüse (12.3) eine Hohlkegeldüse, Vollstrahldüse oder Flachstrahldüse ist.
11. Winkelschleifer nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Sprühdüse (12.2) am Austritt der Scheibe (7) eine Hohlkegeldüse ist.
12. Winkelschleifer nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzhaube (11) zusammen mit der Sprühvorrichtung (12; 12') drehbar ist.
13. Winkelschleifer nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Frässcheibe (7) bei angebrachter Sprühvorrichtung (12; 12') auswechselbar ist.
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