DE20208359U1 - Erlebnisfläche zur Schulung der psychomotorischen Fähigkeiten von Kindern - Google Patents
Erlebnisfläche zur Schulung der psychomotorischen Fähigkeiten von KindernInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft eine Erlebnisfläche zur Schulung der psychomotorischen Fähigkeiten von Kindern, insbesondere zur Frühförderung mehrfachbehinderter Kinder.
Für kleine Kinder werden zunehmend sog. Bewegungsbausätze angeboten, bei denen mehrere Segmente zu räumlichen Gebilden zusammenfügbar sind. Die Kinder können somit kreativ tätig werden und verschiedenartige Spiel- oder Bewegungslandschaften selbst gestalten, die sowohl einen hohen Spielwert vermitteln als auch positive Effekte auf das Gruppenverhalten bewirken. Neben der Nutzung als Spiel- und Sportgerät für gesunde Kinder sind solche Baukastensysteme insbesondere zur Frühförderung von behinderten Kindern geeignet, weil die Spiel- und Bewegungslandschaften den Gleichgewichtssinn und andere motorische Fähigkeiten anregen.
Hierfür enthalten moderne Bausätze überwiegend eine Platte mit Filzbelag, die als schiefe Ebene verwendet werden kann. Durch mehrjährige praktische Untersuchungen ist unstrittig, dass eine solche schiefe Ebene sehr gut zur Förderung der psychomotorischen Fähigkeiten von behinderten Kindern geeignet ist. Problematisch ist allerdings, dass Kinder, die Schwierigkeiten beim bewegungskoordinierten Klettern, Krabbeln und Rutschen zeigen, oftmals auch sehr ängstlich sind und folglich die schiefe Ebene nicht überwinden wollen.
Aus DE 298 23 045 U 1 ist ein Bausatz zur Schulung psychomotorischer Fähigkeiten von Kindern bekannt, mit dem auch ein offensichtlich ängstliches Kind zum Überwinden einer schiefen Ebene angeregt wird. Hierfür werden auf dem Bauelement, das als schiefe Ebene verwendbar ist, sog. Erlebniselemente angeordnet. Die Erlebniselemente können verschiedene geometrische Formen aufweisen und aus verschiedenen Materialien bestehen, die den Tastsinn, den Geruchssinn oder das Temperaturempfinden anregen.
Der benannte Bausatz gemäß DE 298 23 045 U 1 hat sich zur komplexen Förderung motorischer und taktiler Sinnesfunktionen grundsätzlich bewährt. Nachteilig ist jedoch, dass hierfür zahlreiche Einzelteile notwendig sind, um zunächst eine turmartige Konstruktion schaffen zu können, auf der sich die schiefe Ebene mit der eigentlichen Erlebnisfläche abstützt. Aufgrund des somit relativ hohen Herstellungs- und Kostenaufwandes sowie der erforderlichen Lagerfläche ist die Anschaffung derartiger Bausätze nur in Spezialkliniken
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und ähnlichen Einrichtungen gerechtfertigt, in denen eine sehr häufige Nutzung erfolgt. In zahlreichen Gesundheits- und Kindereinrichtungen wird eine solche Nutzung jedoch nur
gelegentlich erfolgen, so dass für derartige Bausätze trotz der bekannten positiven Ergebnisse zur Förderung der psychomotorischen Fähigkeiten von behinderten Kindern bisher eine lediglich geringe Anwendung festzustellen ist.
gelegentlich erfolgen, so dass für derartige Bausätze trotz der bekannten positiven Ergebnisse zur Förderung der psychomotorischen Fähigkeiten von behinderten Kindern bisher eine lediglich geringe Anwendung festzustellen ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Erlebnisfläche zur Schulung der psychomotorischen Fähigkeiten von Kindern zu schaffen, die mit einem handelsüblichen Sportgerät kombiniert werden kann.
Diese Aufgabe wird gelöst, indem die Erlebnisfläche einen textlien Grundkörper mit Erlebniselementen aufweist, wobei die Kontur des textlien Grundkörpers der Kontur eines an sich bekannten Sportgerätes entspricht, dem der textile Grundkörper mittels Befestigungselementen zuordenbar ist. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den abhängigen Unteransprüchen beschrieben.
Mit der vorgeschlagenen technischen Lösung wird eine Erlebnisfläche geschaffen, die mit geringem Aufwand mit einem handelsüblichen Sportgerät kombiniert werden kann. Somit erübrigt sich die bisher notwendige Anschaffung spezieller Baukastensysteme, die neben erheblichen Kosten auch zusätzliche Lagerflächen erfordern. Nunmehr können die psychomotorischen Fähigkeiten geschult werden, indem für ein - in jeder Gesundheits- bzw. Kindereinrichtung ohnehin verfügbares - Sportgerät lediglich eine zusätzliche Erlebnisfläche benötigt wird. Vorzugsweise wird die Erlebnisfläche einer Turnbank zugeordnet. Neben den verminderten Kosten ist weiterhin vorteilhaft, dass der textile Grundkörper bei Nichtgebrauch zusammengerollt und folglich problemlos verstaut werden kann.
Ein Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Erlebnisfläche in perspektivischer Darstellung
Fig. 2 einen Schnitt durch eine Erlebnisfläche bei Nutzung auf einer Rollbahn
Fig. 2 einen Schnitt durch eine Erlebnisfläche bei Nutzung auf einer Rollbahn
Die in der Zeichnung dargestellte Erlebnisfläche 1 wird zur Schulung der psychomotorischen Fähigkeiten von Kindern benutzt, insbesondere zur Frühförderung von mehrfachbehinderten Kindern. Hierfür weist die Erlebnisfläche 1 einen textlien Grundkörper 2 auf, wobei als Material vorzugsweise Filz verwendet wird. Auf dem textlien Grundkörper 2 sind mehrere Erlebniselemente 3 angeordnet. Diese Erlebniselemente 3 können verschiedene geometrische Formen aufweisen und aus verschiedenen Materialien bestehen, die den Tastsinn, den Geruchssinn oder das Temperaturempfinden anregen. Durch einfaches Überkrabbeln werden die entsprechenden Sinneseindrücke vom Kind aufgenommen.
Der textile Grundkörper 2 weist eine Kontur auf, die der Kontur eines - in Fig. 1 nicht näher dargestellten - Sportgerätes entspricht, mit dem die Erlebnisfläche 1 kombiniert werden soll. Hierfür ist beispielsweise eine Turnbank geeignet, wobei der textile Grundkörper 2 folglich die Kontur der Sitzfläche dieser Turnbank aufweisen sollte. Somit erhält die Turnbank einen weichen Bezug, der auch das eigentliche Sitzen bequemer macht.
Der textile Grundkörper 2 wird durch Befestigungselemente mit der Turnbank in Wirkverbindung gebracht. Die Befestigung kann verschiedenartig ausgestaltet werden. Eine besonders einfache und funktionssichere Variante ergibt sich, sofern Laschen mit Klettband 4 verwendet werden, mit denen die zugeordnete Turnbank zumindest abschnittsweise umgriffen wird. Weiterhin ist vorgesehen, dass der textile Grundkörper 2 auf seiner, dem Sportgerät zugeordneten Seitenfläche zumindest abschnittsweise mit Anti-Slip-Belag 5 ausgestaltet ist. Somit wird ein Rutschen der Erlebnisfläche 1 auf dem jeweils als Abstützung wirksamen Untergrund verhindert.
Durch Kombination von jeweils mehreren Laschen mit Klettband 4 und Abschnitten mit Anti-Slip-Belag 5 wird eine wirksame Lagefixierung der gesamten Erlebnisfläche 1 auf der Turnbank erreicht. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist in der Zeichnung lediglich nur eine Lasche mit Klettband 4 und nur ein Abschnitt mit Anti-Slip-Belag 5 dargestellt.
Die bisher beschriebene Kombination der Erlebnisfläche 1 mit einer Turnbank ist die bevorzugte Anwendung und ermöglicht zahlreiche Übungsformen. So kann beispielsweise
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durch einseitiges Einhängen der Turnbank in eine Sprossenwand die Position der Turnbank und folglich die Neigung der schiefen Ebene den jeweils konkreten Anforderungen angepasst werden.
Neben der Vorzugsvariante in Kombination mit einer Turnbank kann die Erlebnisfläche 1 auch anderen Sportgeräten zugeordnet werden, z.B. einer Rollbahn 6. Hierzu müssen natürlich die Maße angepasst werden. Der textile Grundkörper 2 weist deshalb die Kontur der Abrollfläche dieser Rollbahn 6 auf und ist auf seiner Seitenfläche, die der Abrollfläche der Rollbahn 6 zugeordnet ist, zusätzlich mit einem Schaumpolster 7 ausgestaltet. Das Schaumpolster 7 ist vorzugsweise mit dem textlien Grundkörper 2 verklebt. Die Kontur der Querschnittsfläche des Schaumpolsters 7 sollte weitgehend der Kontur der Querschnittsfläche der Rollbahn 6 entsprechen, um auch bei dieser Anwendung eine lagestabile Fixierung der gesamten Erlebnisfläche 1 auf dem zugeordneten Sportgerät zu erreichen.
Claims (6)
1. Erlebnisfläche zur Schulung der psychomotorischen Fähigkeiten von Kindern, insbesondere zur Frühförderung mehrfachbehinderter Kinder, dadurch gekennzeichnet, dass die Erlebnisfläche (1) einen textilen Grundkörper (2) mit Erlebniselementen (3) aufweist, wobei die Kontur des textilen Grundkörpers (2) der Kontur eines an sich bekannten Sportgerätes entspricht, dem der textile Grundkörper (2) mittels Befestigungselementen (4) zuordenbar ist.
2. Erlebnisfläche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungselemente (4) als, das zugeordnete Sportgerät zumindest abschnittsweise umgreifende Laschen mit Klettband ausgestaltet sind.
3. Erlebnisfläche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der textile Grundkörper (2) auf seiner, dem Sportgerät zugeordneten Seitenfläche zumindest abschnittsweise mit Anti-Slip-Belag (5) ausgestaltet ist.
4. Erlebnisfläche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der textile Grundkörper (2) die Kontur der Sitzfläche einer Turnbank aufweist.
5. Erlebnisfläche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der textile Grundkörper (2) die Kontur der Abrollfläche einer Rollbahn (6) aufweist.
6. Erlebnisfläche nach den Ansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass der textile Grundkörper (2) auf seiner, der Abrollfläche zugeordneten Seitenfläche mit einem Schaumpolster (7) ausgestaltet ist, wobei die Kontur der Querschnittsfläche des Schaumpolsters (7) weitgehend der Kontur der Querschnittsfläche der Rollbahn (6) entspricht.
Priority Applications (1)
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| DE20208359U DE20208359U1 (de) | 2002-05-29 | 2002-05-29 | Erlebnisfläche zur Schulung der psychomotorischen Fähigkeiten von Kindern |
Applications Claiming Priority (1)
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2002
- 2002-05-29 DE DE20208359U patent/DE20208359U1/de not_active Expired - Lifetime
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