DE2020805C3 - Entzerrer zur Entzerrung von phasen- oder quadraturmodulierten Datensignalen - Google Patents
Entzerrer zur Entzerrung von phasen- oder quadraturmodulierten DatensignalenInfo
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Classifications
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- H04L—TRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
- H04L27/00—Modulated-carrier systems
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- Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft einen Entzerrer zur Entzerrung von quadraturmodulierten Datensignalen,
bei deren Modulation eine Unterteilung in einzelne
Modulationsabschnitte gleicher Zeitdauer T vorgenommen ist und zur Modulation eine Trägerschwingung der Frequenz (2m + l)/2T(m = 0,1,2 ...) verwendet ist, und bei dem die am Eingang des Entzerrers
anliegenden modulierten Signale über eine aus mehreren, untereinander gleichen Verzögerungsgliedern
bestehende Verzögerunpieitung unter Zwischenschaltung von Einstellgliedern in zwei voneinander unabhängige, demodulierte Signale aufgespalten werden,
die an zwei getrennten Ausgängen des Entzerrers zur Verfügung stehen.
Bei der übertragung digitaler Datensignale werden
bekanntlich verschiedene Modulationsverfahren verwendet Eines dieser Verfahren besteht darin, das
Datensignal sendeseitig mit Hilfe einer Phasenmodulation in den übertragungsbereicL des Übertragungskanals umzusetzen. Wegen der Bandbegrenzung und
den verzerrenden Eigenschaften des Übertragungskanals kommt auf der Empfangsseite ein Signal an,
das Amplituden- und Phasenverzerrungen aufweist Um eine Verfälschung der in den Signalen enthaltenen Information zu vermeiden, müssen diese Verzerrungen beseitigt, d. h., die ankommenden Signale
müssen entzerrt werden. In diesem Zusammenhang ist durch die Veröffentlichung »An Automatic
Equalizer for Coherent Quadrature Carrier Data Transmission Systems«, auf Seite 24 des »Digest of
Papers« der IEEE International Communications Conference, Philadelphia, 1966, bereits eine Schaltung
zur Entzerrung von kohärenten quadraturmodulierten Datensignalen bekanntgeworden, bei deren Modulation eine Unterteilung in einzelne Modulationsabschnitte gleicher Zeitdauer vorgenommen ist und
zur Modulation eine Trägerschwingung der Frequenz (2m + l)/2T verwendet ist. Die am Eingang des Ent
zerrers anliegenden modulierten Signale werden dabei über eine aus mehreren untereinander gleichen Verzögerjngsgliedern
bestehende Verzögerungsleitung unter Zwischenschaltung von Einstellgliedern in zwei
voneinander unabhängige demodulierte Signale auf gespalten. Die demodulierten Signale stehen dann an
getrennten Ausgängen des Entzerrers zur Verfugung. Bei diesem Entzerrer werden die Eigenverzerrungen
in jedem Kanal und das übersprechen zwischen den beiden Kanälen getrennt korrigiert. Wie sich dabei
zeigen läßt, wird das Ausgangssignal des einen Kanals nur von bestimmten EinsteMgliedern kontrolliert,
so daß die Eigenverzerrungen mit diesen Einstellgliedern ausgeregelt werden können. Weiterhin wird
das übersprechen vom anderen Kanal in den ersten Kanal nur von den restlichen Einstellgliedern kon
trolliert. Um die angestrebte Entzerrung zu erreichen, werden nun alle Einstellglieder so eingestellt, daß
sowohl die jeweiligen Eigenverzerrungen eines jeden Kanals als auch das übersprechen zwischen den
, Kanälen minimal werden.
Für diesen Entzerrer ist auch eine automatische Einstellung möglich. Diese erfolgt zu Beginn der übertragung
während einer Prüfperiode, und es werden dabei einzelne Testimpulse über nur einen Kanal
gesendet, während im anderen Kanal keine Prüfsignale übertragen werden.
Auch bei der automatischen Einstellung werden, wie bereits erwähnt, mit Hilfe eines Teils der Elinstellglieder
die Eigenverzerrungen des einen Kanals ausgeregelt. Das übersprechen von diesem Kanal
in den anderen Kanal wird dagegen von den restlichen Einstellgliedern kontrolliert. Das übersprechsignal
am einen Ausgang des Entzerrers dient somit zur Kontrolle und zur Korrektur des Obersprechens.
Nach Beendigung der Prüfperiode ist der Entzerrer eingestellt, und es wird diese Einstellung festgehalten.
Anschließend beginnt die eigentliche Datenübertragung. Da die einzelnen Abgriffe der Verzögerungsleitung um einen Abstand entsprechend der Verzögerungszeit T/2 gegeneinander versetzt sind, müssen
auch die modulierenden Signale im einen Kanal um
ίο die Zeit T/2 gegenüber den modulierenden Signalen
im anderen Kanal versetzt sein, was die Schaltung für die Entzerrung phasengetasteter Signale unbrauchbar macht Ferner sind bei der bekannten Anordnung
verhältnismäßig viele Verzögerungsabschnitte deshalb
erforderlich, weil die Laufzeit zwischen benachbarten
Einstellgliedern nur T/2 beträgt Wegen der festen Einstellung mit Prüfsignalen ist weiterhin eine adaptive
Einstellung des Entzerrers während der Datenübertragung nicht ohne weiteres möglich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den einleitend erwähnten Schwierigkeiten in verhältnismäßig
einfacher Weise abzuhelfen. Insbesondere soll der Aufbau eines Entzerrers angegeben werden, der
sowohl für die Entzerrung von quadratur- als auch von phasenmodulierten Datensignalen geeignet ist
und der bei einer möglichst geringen Anzahl von Verzögerungsgliedern erforderlichenfalls in relativ einfacher
Weise adaptiv einstellbar ist.
Ausgehend von einem Entzerrer zur Entzerrung von quadraturmodulierten Datensignalen, bei deren Modulation eine Unterteilung in einzelne Modulationsabschnitte gleicher Zeitdauer T vorgenommen ist und zur Modulation eine Trägerschwingung der Frequenz (2m + l)/2 T(m = 0,1,2 ...) verwendet ist, und bei dem die am Eingang des Entzerrers anliegenden modulierten Signale über eine aus mehreren, untereinander gleichen Verzögerungsgliedern bestehende Verzögerungsleitung unter Zwischenschaltung von Einstellgliedern in zwei voneinander unabhängige, demodulierte Signale aufgespalten werden, die an zwei getrennten Ausgängen des Entzerrers zur Verfügung stehen, wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Verzögerungsglieder eine Verzögerungszeit T aufweisen, die gleich ist der Dauer eines Modulationsabschnittes, daß die Einstellglieder symmetrisch zu beiden Seiten der Verzögerungsleitung angeordnet sind, daß alle Ausgänge der jeweils auf der gleichen Seite der Verzögerungsleitung liegenden Einstellglieder zur Bildung zweier getrennter
Ausgehend von einem Entzerrer zur Entzerrung von quadraturmodulierten Datensignalen, bei deren Modulation eine Unterteilung in einzelne Modulationsabschnitte gleicher Zeitdauer T vorgenommen ist und zur Modulation eine Trägerschwingung der Frequenz (2m + l)/2 T(m = 0,1,2 ...) verwendet ist, und bei dem die am Eingang des Entzerrers anliegenden modulierten Signale über eine aus mehreren, untereinander gleichen Verzögerungsgliedern bestehende Verzögerungsleitung unter Zwischenschaltung von Einstellgliedern in zwei voneinander unabhängige, demodulierte Signale aufgespalten werden, die an zwei getrennten Ausgängen des Entzerrers zur Verfügung stehen, wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Verzögerungsglieder eine Verzögerungszeit T aufweisen, die gleich ist der Dauer eines Modulationsabschnittes, daß die Einstellglieder symmetrisch zu beiden Seiten der Verzögerungsleitung angeordnet sind, daß alle Ausgänge der jeweils auf der gleichen Seite der Verzögerungsleitung liegenden Einstellglieder zur Bildung zweier getrennter
Zweige mit einem Summierer verbunden sind, daß der Ausgang jedes Summierers in zwei, jeweils mit
Modulatoren versehene Pfade aufgespalten ist, daß jedem Ausgang des Entzerrers ein weiterer Summierer
mit zwei Eingängen vorgeschaltet ist, von denen jeweils
ein Eingang mit einem Modulator des ersten Zweiges und der andere Eingang mit einem Modulator des
zweiten Zweiges verbunden ist. und daß zwischen den Ausgängen des Entzerrers und den Modulatoren
impulsformende, untereinander gleichartige Tiefpässe liegen, die nur für die demodulierten Signale durchlässig
sind.
Die beschriebenen Entzerrer haben den Vorteil, daß sie auch zur Entzerrung von phasenmodulierten
Datensignalen verwendet werden können. Wie gezeigt wird, läßt sich ein digital phasenmodulierles Signal
immer als die Summe zweier amplitudenmodulierter Signale darstellen, bei denen die Trägerschwingungen
hinsichtlich ihrer Phasenlage um 90° versetzt sind, was
auch als quadraturmoduliertes Signal bezeichnet wird. Da hier nicht wie in bekannten Schaltungen die
einzelnen modulierenden Signale um die Zeit T/2 gegenüber den modulierenden Signalen im anderen
Kanal versetzt sind, können die beschriebenen Entzerrerschaltungen
auch Tür phasenmodulierte Signale verwendet werden. Die beschriebenen Entzerrer sind
auch in der Lage, die Eigenverzerrungen und das übersprechen getrennt zu entzerren. Dabei braucht
nur ein Kanal kontrolliert zu werden, da bei richtig ι ο eingestelltem Entzerrer beide Kanäle gleich gut entzerrt
sind und das übersprechen verschwindet.
Mit den beschriebenen Entzerrern können auch Signale mit mehrstufiger Quadraturmodulation, beispielsweise
also Signale mit acht oder sechzehn verschiedenen möglichen Phasenlagen entzerrt werden.
Binäre Quadraturmodulation in beiden Kanälen würde bekanntlich einem Signal mit vier verschiedenen
möglichen Phasenlagen entsprechen. Bei acht oder sechzehn verschiedenen möglichen Phasenlagen bzw.
bei mehrstufiger Quadraturmodulation erscheinen i>r
den Ausgängen 21 und 21' dann entsprechend mehr
Amplitudenstufen. Die Entscheidungsschaltungen 60 'bzw. 60' müssen dann lediglich so ausgebildet sein,
daß sie Idealsignale hk bzw. äk mit mehr als zwei
!Amplitudenstufen abgeben können. Entsprechend müssen auch die Verzögerungsglieder 61 bis 64 und
61' bis 64' so ausgelegt sein, daß sie mehrstufige Signale verzögern können. Bei binär quadraturmodulierten
Signalen bzw. bei Vierphasenumtastung bestehen die Signale bk und äk nur aus binären Zeichen,
welche sich auf einfache Weise rein digital mit Hilfe von Flip-Flop-Ketten verzögern lassen.
Wegen der Verwendung von Verzögerungsgliedern mit einer den Modulationsabschnitten entsprechenden
Verzögerungszeit T benötigen die beschriebenen Entzerrer gegenüber bekannten eine wesentlich geringere
Anzahl an Verzögerungsgliedern und lassen sich ohne weiteres automatisch oder adaptiv einstellen. Darüber
hinaus können, im Gegensatz zu bekannten Schaltungen, auch phasenmodulierte Datensignale entzerrt
werden.
Nachstehend wird die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen noch näher erläutert.
Es zeigt in der Zeichnung
Fig. 1 den Aufbau eines Entzerrers im Blockschaltbild,
F i g. 2 eine vereinfachte Variante des Entzerrers,
F i g. 3 eine weitere Entzerrerstruktur unter Verwendung
von zusätzlichen Verzögerungsgliedern,
Fig. 4 ein Beispiel für die adaptive Einstellung
^ der in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Entzwei
voneinander unabhängige Anteile aufgespalten wird, die an den Ausgängen 10 und 10' der Zweige 8
und 8' zur Verfügung stehen. Die Zweige 8 bzw. 8' selbst werden aus den Einstellgliedern 2 bis 6 und
einem Summierer 9 bzw. den· Einstellgliedern 2' bis 6' und einem zugehörigen weiteren Summierer 9' gebildet.
Die Ausgänge 10 und 10' der Summierer 9 und 9' sind jeweils in zwei Pfade aufgespalten, die mit
den Bezugsziffern 11,12,13 und 14 kenntlich gemacht
sind. In jedem Pfad ist ein Modulator vorgesehen. Die Modulatoren selbst sind mit den Bezugsziffern
15, 16, 17 und 18 bezeichnet. Diesen Modulatoren werden über die Leitungen 40 bis 43 jeweils die für die
Demodulation erforderlichen Trägerschwingungen zugeführt. Im Ausführungsbeispiel sind den Modulatoren
15 bis 18 Tiefpässe 30 bis 33 nachgeschaltet, die untereinander gleichartig aufgebaut sind und deren Grenzfrequenz
so gewählt ist, daß sie nur für die demodulierten Signale durchlässig sind. Die entzerrten, demodulierten
Signale und damit die übertragene Information selbst stehen an den Ausgängen 21 und 21' zur
Weiterverarbeitung zur Verfugung. Um die aus den Tiefpässen 30 bis 33 kommenden Signalanteile auf die
Ausgänge 21 und 21' zusammenzufassen, sind weitere Summierer 22 und 22' vorgesehen. Jeder dieser Summierer
hat zwei Eingänge, nämlich die Eingänge 23 und 24 bzw. die Eingänge 25 und 26, und es ist jeweils
der eine Eingang mit einem Modulator des ersten Zweiges 8 und der andere Eingang mit einem Modulator
des zweiten Zweiges 8' verbunden. Im Ausführungsbeispiel bedeutet dies, daß der Eingang 23 des
Summierers 22 über den Tiefpaß 30 mit dem Modulator 15 des ersten Zweiges 8 verbunden ist während
sein zweiter Eingang 24 über den Tiefpaß 32 mit dem Modulator 17 des zweiten Zweiges 8' verbunden ist.
Entsprechend ist der erste Eingang 25 des Summierers 22' über den Tiefpaß 31 mit dem Modulator 16 des
ersten Zweiges 8 verbunden, während der zweite Eingang 26 über den Tiefpaß 33 mit dem Modulator 18
des zweiten Zweiges 8' in Verbindung steht
Im folgenden soll die Wirkungsweise der Schaltung nach F i g. 1 noch näher erläutert werden.
Die übertragung von Daten erfolgt in Form von diskreten Werten. Ein in diskreten Stufen phasenmoduliertes
(phasenumgetastetes) Signal w(i) ist darstellbar durch die Gleichung
zerrers.
I In F i g. 1 ist ein Entzerrer dargestellt, bei dem das
verzerrte modulierte Signal am Eingang 20 der Schal- !rung ankommt Der Eingang 20 selbst ist mit einer
gestrichelt umrahmt gezeichneten Verzögerungsleiitung 7 verbunden, die selbst wiederum aus einzelnen,
untereinander gleichartigen Verzögerungsgliedern 1 besteht, von denen jedes die Verzögerungszeit T
bewirkt. Die Verzögerungszeit Γ ist mit der Trägerschwingung des modulierten Signals insofern verknüpft,
als die Frequenz der Trägerschwingung ein ungeradzahliges Vielfaches von 1/2Γ ist An den
Abgriffen 82 bis 86 der Verzögerungsleitung 7 sind Einstellgtieder 2 bis 6 bzw. 2' bis 6' in der Weise angeschaltet,
daß sich ein symmetrischer Aufbau ergibt, so daß das am Eingang 20 ankommende Signal in
w(t) = A
Hierbei ist g(t) ein Rechteckimpuls der Dauer T Sekunden
mit dem normierten Amplitudenwert 1. Die Phase Φη ist demjenigen Zeitabschnitt zugeordnet
in dem g(t - 11T) 40 ist T ist die Dauer eines
sogenannten Modulationsabschnittes. Um eine Überschneidung der Frequenzspektren des modulierten unc
des modulierenden Signals zu vermeiden, kann g(t durch ein impulsformendes Tiefpaßfilter bandbegrenz
sein.
Die Folge der Phasenwerte Φη nimmt im Intervall (
bis 2.T diskrete Werte an. Der jeweilige Wert ΦΜ bleib
über die Dauer T des zugeordneten Rechteckimpulse konstant mit «>,. = 2nft ist die zur Trägerfrequenz j
gehörende Kreisfrequenz bezeichnet und t bedeute die laufende Zeitvariable. Ferner ist π eine ganzzahlig
Zählvariable, und A ist eine Konstante, welche di
Amplitude des phasenumgetasteten Signals bstinnn
Für den Realteil Re[_w(tJ] nach Gleichung (1) gilt
(O] = Λ -Y g(t - nT) · cos Kt + 0„) (2)
(O] = Λ -Y g(t - nT) · cos Kt + 0„) (2)
oder wegen
cos(« + ß) = cosa cos/3 - sin α sin/) (3)
Re\_w(t)1 = A cos mct
— A · sin (i)ct
— A · sin (i)ct
- "Ή
- "Ή
= cos Φ.. b„ = sin Φ.
Ein in der beschriebenen Weise phasenumgetastetes Signal läßt sich daher immer als die Summe zweier
amplitudenmodulierter Signale darstellen, bei denen die Träger um 90° versetzt sind, weshalb diese Art der
Modulation einen Sonderfall der sogenannten Quadraturmodulation darstellt. Die Datenübertragung
mittels Phasenumtastung und die Datenübertragung mittels Quadraturmodulation, bei der die beiden um
90° versetzten Trägerschwingungen innerhalb eines Modulationsabschnittes mit jeweils einem konstanten
Wert a„ bzw. b„ moduliert sind [wobei diese Werte
nicht durch Gleichung (5) verknüpft zu sein brauchen], werden daher im folgenden gemeinsam behandelt.
Wie die vorstehende Ableitung zeigt, steht die übertragene Information
an-g(t-nT) und Y_ bn-g(t-nT)
nach der Demodulation an den Ausgängen 21 und 21' zweier getrennter Kanäle 8 und 8' zur Verfügung.
Wie sich zeigen läßt, ergibt sich bei Quadraturmodulation in jedem Kanal eine lineare Eigenverzerrung
des demodulierten Signals, die man sich hervorgerufen denken kann durch einen äquivalenten
Tiefpaß A(s); ferner tritt ein lineares übersprechen
vom einen in den anderen Kanal auf.
Diese Störungen (Verzerrungen und übersprechen) müssen für beide Kanäle beseitigt werden, da sie die
zu übertragende Information sonst verfälschen.
Die in Fig. 1 dargestellte Entzerrerstruktur ermöglicht
es, sowohl die Eigenverzerrungen der beiden Kanäle als auch das übersprechen getrennt, d. h.
voneinander unabhängig zu eliminieren. Wie bereits beschrieben, sind hierzu die Verzögerungsleitung 7
mit Verzögerungsabschnitten 1 der Verzögerungsdauer T eines Modulationsabschnittes vorgesehen,
sowie zwei Sätze von Einstellgliedern, nämlich 2 bis 6 und 2' bis 6', die Demodulatoren 15 bis 18 und die
zugehörigen Summierer 9 und 9' bzw. 22 und 22'. Die Einstellwerte der Einstellglieder 2 bis 6 bzw. 2'
bis 6' sind allgemein mit dj bzw. Cj bezeichnet, wobei j
eine laufende Zählvariable ist. Für das Ausführungsbeispiel mit je fünf Einstellgliedern in jedem Kanal
bedeutet dies, daß die Einstellwerte mit rf_2, d_i,
do, dlt d2 bzw. c_2, C1, c0, C1 und C2 bezeichnet sind.
ίο Die Dauer eines Modulationsabschnittes bedeutet
diejenige Zeit, in der sich die übertragene Information praktisch nicht ändert. Die Demodulation erfolgt
kohärent, d. h., die Frequenz und die Phase der für die Demodulation zuzusetzenden trägerfrequenten
Schwingungen sind am Empfangsort bekannt. Unter der bereits erwähnten Voraussetzung
und der Annahme, daß am Bezugsabgriff 84 der Verzögerungsleitung 7 ein unverzerrtes moduliertes
Signal x(t) steht, gilt die Gleichung
x(l) = A cos mct+ Y a„ ■ g(t - nT)
- A sin „>ct Y_ b„g{t - nT).
Die Annahme eines unverzerrten Signals erleichtert die Rechnung und die Übersichtlichkeit des Verfahrens.
In Wirklichkeit wird x(t) mehr oder weniger verzerrt sein. Der Fall m = 0 stellt gewissermaßen
einen theoretischen Grenzfall dar, für dessen Realisierung Tiefpässe mit einer sehr steilen Dämpfungsfianke
zur Abtrennung des Signals nach der Demodulation erforderlich sind. In der Praxis wird man deshalb
für m Werte wählen, die größer als Null sind.
Am j-ten Abgriff der Verzögerungsleitung 7 steht dann ein Signal
x(t -jT) = A -cosoic(f - J
(8)
an -g(t - nT-jT)
an -g(t - nT-jT)
-Αάη,,φ-jT) Σ_ bn-g{t - ηΤ-JT).
Dieses Signal x(t — jT) wirkt sich über Einstellglieder
2 bis 6 bzw. 2' bis 6' im Hinblick auf deren Einstellwerte d} und c} auf die Ausgänge 21 und 21'
aus. Es sei dv = cv = 0 für 1· Φ j, wobei ν ebenfalls
eine Zählvariable ist. Die Ausgangssignale für das in Gleichung (8) gegebene Signal lauten wie folgt:
Am Ausgang 21 erscheint ein Signal gemäß » Gleichung (9):
,(t-nT- JT) + cj (- ir+i Yang (t-nT- JT)].
Am Ausgang 21' erscheint ein Signal wie Gleichung (9), nur On und b„ in vertauschten Rollen, also gemäC
Gleichung (10)
- nT-jT) + Cj(-\r+iJ2Kg(f- nT-JT)I-
(10)
Das bedeutet aber allgemein für dv Φ 0 und cv Φ 0
im Gegensatz zur Ableitung der Gleichungen (9) und (10), daß am Ausgang 21, wo die Nutzsignale b„
des einen Kanals auftreten sollen, die erwünschten Signale
bis 6 beeinflußt. Die bei nicht zu großen Verzerrungen näherungsweise den Signalen
(-1Γ
an-g{t-nT-jT)
do ■ Σ
- nT)
erscheinen.
Zusätzlich erscheinen Signale
Zusätzlich erscheinen Signale
(-ly-dj-X b„g(t - nT - JT)
für j φ O ähnlich wie bei einem Transversalfilter.
Diese Signale werden nur durch die Werte dj der
Einstellglieder 2 bis 6 beeinflußt. Ferner erscheinen noch Signale
(-\)m+j-Cj-Yi a„g(t -nT-jT).
Diese werden nur durch die Werte c} der Einstellglieder
2' bis 6' beeinflußt.
Ein Transversalfilter besteht aus einer Verzögerungsleitung mit Anzapfungen in Abständen entsprechend
einer Verzögerungszeit T. An jeden Abgriff ist ein Einstellglied geschaltet, welches das Signal an
diesem Abgriff mit einem Faktor a} bewertet. Alle
mit üj bewerteten Teilsignale werden aufsummiert.
Wenn am Bezugsabgriff der Verzögerungsleitung, an den O0 angeschaltet ist, das verzögerte Eingangssignal
x(t) steht, so erscheint am Ausgang das Signal
aj-x(t -JT),
j= -N
wenn die Verzögerungsleitung 2 N + 1 Abgriffe aufweist.
Wie sich leicht zeigen läßt, kann mit Hilfe eines solchen Transversalfilters eine verzerrte, mit
Uberschwingern behaftete Impulsantwort entzerrt werden. Diese Anwendung ist z. B. beschrieben in der
Veröffentlichung »Automatic Equalization for Digital Communication« in »Bell System Technical Journal«,
44 (April 1965), S. 547 bis 588. Hierbei werden die Korrektursignale über die a j für j Φ O aus den verzerrten,
zeitlich gegenüber x(t) versetzten Signalen x(t — jT) abgeleitet. Es werden praktisch die Uberschwinger
in der Impulsantwort mit Hilfe der zugefügten Korrektursignale eliminiert. Auch im hier
vorliegenden Fall sind die Signale x(t) verzerrt. Das bedeutet, daß nicht die errechneten Signale gemäß
Gleichung (9) am Ausgang 21 erscheinen, sondern diese Korrektursignale sind, genau wie beim Transversalfilter,
mehr oder weniger-verzerrt und sind ferner mit Uberschwingern behaftet Trotzdem können bei
nicht übermäßig starken Verzerrungen diese Signale wie beim Transversalfilter als Korrektursignale benutzt
werden. Die bei nicht zu großen Verzerrungen näherungsweise den Signalen
entsprechenden Teilsignale können als Korrektursignale für die Eigenverzerrungen des dem Ausgang 21
zugeordneten Kanals dienen und werden im wesentlichen nur durch die Werte d} der Einstellglieder 2
entsprechenden Teilsignale können dazu dienen, ein übersprechen von einem Kanal in den anderen Kanal
zu eliminieren und werden im wesentlichen nur durch
ίο die Werte c,- der Einstellglieder 2' bis 6' beeinflußt. Die
Amplitude des Hauptwertes kann mit dem Einstellglied 4 über dessen Einstellwert d0 geregelt werden.
Entsprechendes gilt gemäß Gleichung (10) für den anderen, dem Ausgang 21' zugeordneten Kanal, nur
ist hier natürlich die Funktion der c} und dj vertauscht.
Der Entzerrer ist also in der Lage, die Eigenverzerrungen und das übersprechen getrennt zu entzerren.
Es braucht nur ein Kanal kontrolliert zu werden, denn bei richtig eingestelltem Entzerrer sind
beide Kanäle gleich gut entzerrt, und das übersprechen ist verschwunden.
Der Entzerrer erlaubt es auch, Datensignale zu entzerren, die mittels mehrstufiger Quadraturmodulation
oder entsprechend phasenmodulierten Signalen mit 8 oder 16 möglichen Phasenlagen übertragen
werden. An den beiden Kanalausgängen erscheinen dann entsprechend mehr als nur zwei verschiedene
mögliche Amplitudenstufen. Damit der Entzerrer einwandfrei arbeitet ist lediglich darauf zu achten, daß
die Verstärkungs- bzw. Dämpfungsfaktoren der einzelnen
Pfade aufeinander abgeglichen werden. Es muß also z. B. für an = bn bei unverzerrtem Signal am
Entzerrereingang das Verhältnis der Spannungen an den Eingängen 23 und 24 des Summierers 22 gleich
dem Verhältnis der Spannungen an den Eingängen 26 und 25 des Summierers 22' sein. Nur dann weisen die
Signale zur Korrektur des Ubersprechens in beiden Kanälen die richtige Amplitude im Verhältnis zum
gestörten Signal auf.
Da der Entzerrer ähnlich wie ein Transversalfilter arbeitet sind, wie bereits erwähnt in der Praxis die
Korrektursignale natürlich mehr oder weniger verzerrt und mit übersprechen behaftet und es wird,
wie auch bei anderen bekannten Entzerrern, welche Transversalfilter enthalten, die Verzerrung und das
übersprechen dann hinreichend klein, wenn die Anzahl der Verzögerungsglieder und der Abgriffe
nur hinreichend groß gewählt wird. Bei der beschriebenen Schaltung ist gegenüber der bekannten Anordnung
zwar die doppelte Anzahl von Modulatoren erforderlich, jedoch erhöht dies den Aufwand insofern
nur unwesentlich, als sich solche Modulatoren, beispielsweise
mit HiUe von als Schaltern wirkenden Feldeffekttransistoren, in einfacher Weise realisieren
lassen. Die in Gleichung (6) angegebene Bedingung muß erfüllt sein, damit Eigenverzerrungen und übersprechen
unabhängig voneinander mit getrennten Einstellgliedern entzerrt werden können. Wenn diese
Bedingung nicht erfüllt ist, besteht nicht mehr näherungsweise Unabhängigkeit zwischen den beiden
Sätzen von Einstellgliedern, d. h., jedes Einstellglied
beeinflußt jetzt sowohl die Eigenverzerrungen als auch das Übersprechen. Es ist zwar eventuell noch ein
einwandfreier Abgleich möglich, aber nur durch zeit-
lieh nacheinanderfolgende Einstellung. Die Einhaltung
der Bedingung bedeutet je nach den praktischen Verhältnissen eine gewisse Einschränkung für die Wahl
der Frequenz der den Modulatoren zuzusetzenden
Trägerschwingung. Diese Einschränkung ist in der Praxis jedoch deshalb bedeutungslos, weil mit nur
geringem Aufwand eine Frequenzumsetzung am Eingang des Entzerrers durchgeführt werden kann, wodurch
sich die in Gleichung (6) angegebene Bedingung ohne weiteres erzwingen läßt. Durch Wahl einer
höheren Trägerfrequenz lassen sich gleichzeitig die Tiefpässe 30 bis 33 in einfacherer Weise ausführen, da
dadurch die Anforderungen an diese Tiefpässe gemildert werden. Die Tiefpässe 30 bis 33 sollen impulsformende
Eigenschaften aufweisen, da die übertragenen Daten in der Form von Impulsen übertragen
werden. Es sollen nämlich durch diese Filter die Signale nicht neuerlich verzerrt werden, d. h., die
Rechteckimpulsantwort dieser Filter soll z.B. keine Uberschwinger aufweisen. Außerdem ist darauf zu
achten, daß die Tiefpässe unter sich möglichst genau gleich sind. Die Ableitung der Gleichungen (9) und
(10) erfolgte unter der Voraussetzung, daß die Modulatoren 15 bis 18 in der F i g. 1 über die Steuerleitungen
40 bis 43 mit den in der F i g. 1 angegebenen Trägerschwingungen angesteuert werden. Am Modulator 15
liegt also die Trägerschwingung sinwct, am Modulator
16 liegt die Schwingung cos mct. Hingegen wird
der Modulator 17 mit der Trägerschwingung
sin[mct + (2 m + 1).τ/2]
angesteuert, während der Modulator 18 mit einer Trägerfrequenz
cos[mct + (2 m + 1).t/2]
angesteuert wird.
Eine vorteilhafte Ausführung des Entzerrers ergibt sich dadurch, daß die Tiefpässe nicht zwischen den
Ausgängen der Modulatoren 15 bis 18 und den Eingangen 23 bis 26 der Summierer 22 bzw. 22' angeordnet
sind, sondern zwischen den Ausgängen der Summierer 22, 22' und den Ausgängen 21, 21' des Entzerrers. Ein
entsprechendes Ausführungsbeispiel ist in der F i g. 2 dargestellt.
Beim Ausführungsbeispiel nach F i g. 2 liegt am Ausgang des Summierers 22 der Tiefpaß 35, am Ausgang
des Summierers 22' liegt der Tiefpaß 35'. Der Ausgang des Tiefpasses 35 bildet damit gleichzeitig
den Ausgang 21, und der Ausgang des Tiefpasses 35' bildet gleichzeitig den Ausgang 21' des Entzerrers. In
F i g. 2 sind zur einfacheren Darstellung nur noch die einzelnen Pfade 11 bis 14 eingezeichnet. Ferner sind
die beiden Zweige 8 und 8' noch zu erkennen, und die an die Summierer 9 und 9' herangerührten gestrichelten
Linien sollen genau den in F i g. 1 dargestellten übrigen Schaltungsaufbau ersetzen. Auch sind wirkungsgleiche
Teile der Schaltung in F i g. 2 mit den gleichen BezugszuTern
wie in F i g. 1 versehen. Die in der F i g. 2 dargestellte Schaltung hat den Vorteil, daß anstatt vier
nur noch zwei Tiefpässe erforderlich sind. Außerdem brauchen diese Tiefpässe nicht mehr genau gleiche
Eigenschaften haben, da die beiden Zweige 8 und 8' nicht mehr über verschiedene Tiefpässe miteinander
verkoppelt sind. Für die praktische Auswertung der demodulierten Signale an den Ausgängen 21 und 21'
ist es nämlich bedeutungslos, ob diese Signale exakt gleiche Kurvenformen haben. Die Tiefpässe 35 und 35'
müssen nur noch insofern übereinstimmen, als eine einwandfreie Erkennung der übertragenen Information
an beiden Ausgängen möglich sein soll, d. h., die Filter sollen geeignet impulsformende Eigenschaften
aufweisen.
Die Ansteuerung der Modulatoren 15 bis 18 in Fig. 2 soll über die Steuerleitungen 40 bis 43 genau
in der gleichen Weise wie in F i g. 1 erfolgen, also mit genau den gleichen Trägerschwingungen, welche die
entsprechenden dort angegebenen Phasenwinkel haben.
Für die vorangegangene Beschreibung sind die zusätzlich in F i g. 2 gestrichelt eingezeichneten Verzögerungsglieder
37, 38 und 39 zunächst noch wegzudenken und durch durchgeschaltete Leitungszüge zu
ersetzen. Die Bedeutung dieser Verzögerungsglieder wird später noch erläutert.
Eine weitere mögliche Ausführungsform der in der F i g. 1 beschriebenen Schaltung ist in der F i g. 3
dargestellt. Auch hier entspricht der übrige Schaltungsaufbau, der lediglich durch die an die Summierer 9
und 9' herangeführten gestrichelten Linien kenntlich gemacht ist, genau der in der F i g. 1 dargestellten
Schaltung. Wiederum sind wirkungsgleiche Elemente mit gleichen Bezugsziffern versehen. Neu hinzugekommen
gegenüber der Schaltung nach F i g. 1 sind lediglich die Verzögerungsglieder 37, 38 und 39.
Ferner haben sich die Phasenlagen der Trägerschwingungen an den Steuerleitungen 42 und 43 der Modulatoren
17 und 18 geändert, und es liegen nunmehr an den Modulatoren 15 und 17 die Trägerschwingung
sin <»cf und an den Modulatoren 16 und 18 die
Trägerschwingung cos <oct.
Im Ausführungsbeispiel der F i g. 3 ist am Ausgang 10' des Zweiges 8' vor der Aufspaltung in die Pfade 13
und 14 ein zusätzliches Verzögerungsglied 37 eingefügt, welches die Verzögerungszeit T/2 aufweist.
Ferner sind in den Pfaden 11 und 12 des Zweiges 8 den Tiefpässen 30 und 31 unmittelbar die Verzögerungsglieder
38 und 39 nachgeschaltet, welche ebenfalls die Verzögerungszeit T/2 aufweisen.
Anstatt daß die Trägerschwingungen der beiden unteren Modulatoren 17 und 18 eine Phasenverschiebung
(2m + 1) π/2 aufweisen (mit m = 0,1,2,3 ...)
wurde ein Verzögerungsglied mit der Verzögerung T/2 am Ausgang 10' des Summierers 9' eingesetzt.
Dieses Verzögerungsglied hat die gleiche Wirkung wie eine entsprechende Phasendrehung der beiden
Trägerschwingungen an den Steuerleitungen 42 und 43. Die durch das Verzögerungsglied 37 bewirkte
Verzögerung muß aber im oberen Teil der Schaltung, also in den Pfaden 11 und 12. durch die beiden Verzögerungsglieder
38 und 39 mit jeweils der gleichen Verzögerungszeit 772 ausgeglichen werden. Dadurch
können jetzt die Steuerleitungen 40 und 42 sowie die Steuerleitungen 41 und 43 miteinander verbunden
werden, so daß die Modulatoren 15 und 17 mit jeweils der gleichen Trägerschwingung sin (»jt und
die Modulatoren 16 und 18 mit jeweils der gleichen Trägerschwingung cos ωJt angesteuert werden. Damil
sind nur noch zwei Trägerschwingungen mit einei um 90° verschiedenen Phasenlage erforderlich. Die
in Fig. 3 dargestellte Schaltung zeigt genau da;
gleiche elektrische Verhalten wie die Schaltunger nach Fig. 1 und 2, so daß die dort gegebener
Erläuterungen auch für die Schaltung nach Fig. :
zutreffen. Auch bei dieser Schaltung muß Gleichung (6 erfüllt sein.
Wie bereits bei dem in der F i g. 2 dargestellten Aus führungsbeispiel gezeigt wurde, läßt sich auch die ii
der F i g. 3 dargestellte Schaltung dahingehend ab ändern, daß die Tiefpässe nach außen gezogen, d. h
also den Ausgängen der Summierer 22 bzw. 22
4193
nachgeschaltet werden. Der Tiefpaß 35 ist dann wieder, wie in der F i g. 2 dargestellt, dem Ausgang 7"
und der Tiefpaß 35' dem Ausgang 21' des Entzerrers unmittelbar vorgeschaltet. Diese Schaltung ist in der
F i g. 2 ebenfalls dargestellt, und zwar sind für diesen
Schaltungsaufbau die dort gestrichelt eingezeichneten zusätzlichen Verzögerungsglieder 37, 38 und 39 erforderlich.
Wie in der Schaltung nach F i g. 3 ist das Verzögerungsglied 37 mit der Verzögerungszeit T/2
dem Ausgang 10' des Summierers 9' unmittelbar nachgeschaltet. Ebenso sind die Verzögerungsglieder
38 und 39 mit jeweils derselben Verzögerungszeit T/2 den Ausgängen der Modulatoren 15 und 16 nachgeschaltet
Die Ansteuerung der Modulatoren erfolgt genau wie in F i g. 3, so daß also an den Modulatoren
15 und 17 die Trägerschwingung sin ω^ und an den
Modulatoren 16 und 18 die Trägerschwingung cos tnji
liegt Auch diese Schaltung hat den Vorteil, daß nur noch zwei Tiefpässe erforderlich sind, deren elektrische
Eigenschaften in der bereits erläuterten Weise nicht mehr genau übereinzustimmen brauchen.
Bei der praktischen Anwendung der Schaltungen nach den F i g. 1 bis 3 wird man im allgemeinen eine
automatische Entzerrereinstellung anstreben. Zu diesem Zweck sind die in der F i g. 1 dargestellten Ein-Stellglieder
2 bis 6 bzw. 2' bis 6' derart ausgebildet, daß ihre Einstellwerte d} bzw. c, über Steuereingänge 52
bis 56 bzw. 52' bis 56' in geeigneter Weise verändert werden können. Derartig steuerbare Einsteliglieder
sind an sich bekannt, wozu beispielsweise auf die bereits zitierte Veröffentlichung »Automatic
Equalization for Digital Communication« in »Bell System Technical Journal«, Bd. 44, April 1965, S. 547
bis 588 verwiesen sei. Weitere Möglichkeiten zur Realisierung veränderbarer Einstellglieder sind beispielsweise
durch Verwendung von Feldeffekttransistoren als steuerbare Widerstände in Spannungsteilern gegeben
in Verbindung mit einem geeigneten Speicher, z. B. einer Kapazität, zum Aufrechterhalten des einmal
eingestellten Wertes. Zur automatischen Einstellung sind die Ausgänge 21 und 2Γ des Entzerrers
jeweils über eine Anpassungsschaltung mit je einem Schieberegister verbunden, dessen im zeitlichen Abstand
T angeordnete Abgriffe mit den Steuereingängen 52 bis 56 bzw. 52' bis 56' der Einstellglieder 2
bis 6 bzw. 2' bis 6' verbunden sind. Die Anpassungsschaltung stellt das Vorzeichen der ankommenden
demodulierten Signale fest. Zur automatischen Einstellung ist zu Beginn der Datenübertragung
eine bestimmte Einstellzeit erforderlich. In dieser Zeit werden einzelne Prüfimpulse auf dem einen der
beiden Kanäle gesendet. Auf dem anderen Kanal liegt kein Signal. Die demodulierten Signale an den
beiden Ausgängen 21 und 21' des Entzerrers werden abgetastet, das Vorzeichen wird festgestellt. Die
Abtastung erfolgt in zeitlichen Abstanden 7". Die Abtastaugenblicke sollen so gewählt sein, daß die
einzelnen Impulsantworten im Hauptwert, d. h. also an der Stelle größter Amplitude, abgetastet werden.
Wenn diese Testimpulse beispielsweise in dem Kanal übertragen werden, dem der Ausgang 21 zugeordnet
ist, dann dienen die Abtastwerte der Signale am Ausgang 21 dazu, die Einstellung der Einstellglieder 2
bis 6 zu kontrollieren. Die Abtast werte am Ausgang 21', der beispielsgemäß dem Kanal zugeordnet ist, in dem
keine Information übertragen wird, dienen dagegen zur Kontrolle des Ubersprechens von einem auf den
anderen Kanal und können dazu verwendet werden.
die Einstellung der Einstellglieder 2' bis 6' zu kontrollieren. Alle Abtastwerte werden, wie dies bereits
in der schon erwähnten Veröffentlichung »An Automatic Equalizer for Coherent Quadrature Carrier
Data Transmission Systems«, 1966, »IEEE International Communications Conference«, Digest of
Papers, S. 24, erwähnt ist, in den beiden Schieberegistern abgespeichert und zur Einstellung der Einstellglieder
2 bis 6 bzw. 2' bis 6' verwendet Nach erfolgter Einstellung des Entzerrers wird diese Einstellung
festgehalten und während der eigentlichen Datenübertragung nicht mehr verändert
Die in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Entzerrerschaltungen
lassen sich im Gegensatz zu bekannten Schaltungen auch in einfacher Weise adaptiv einstellen.
Das bedeutet, daß auch Änderungen der Eigenschaften des Übertragungskanals während der
übertragung laufend ausgeregelt werden, und daß die zur Entzerrung erforderliche Information aus den
übertragenen Datensignaien selbst gewonnen wird. Hierzu sind den Ausgängen 21 und 21' des Entzerrers
weitere Schaltmittel nachgeschaltet Diese sind derart ausgebildet und auf die Steue» cingänge 52 bis 56 bzw.
52' bis 56' der Einstellglieder 2 bis 6 bzw. 2' bis 6' zurückgeführt, daß eine adaptive Einstellung des
Entzerrers möglich ist.
Ein entsprechendes Ausführungsbeispiel ist in der F i g. 4 dargestellt, in der die zur adaptiven Einstellung
erforderlichen Schaltmittel mit der Bezugsziffer 80 bezeichnet sind. Sowohl am Ausgang 21 als
auch am Ausgang 21' des Entzerrers ist je eine Enischeidungsschaltung
60 bzw. 60' angeschlossen. Diese Entscheidungsschaltungen bilden Schätzwerte für die
demodulierten richtigen Datensignale. Bei der übertragung von binären Zeichen in jedem Kanal stellt
eine solche Entscheidungsschaltung zunächst fest, ob das übertragene Signal größer oder kleiner als Null
ist und ordnet dementsprechend dem Signal einen festen Spannungswert zu. Positiven Werten des Signals
ordnet die Entscheidungsschaltung einen Wert von beispielsweise +1 Volt zu, negativen Werten am
Ausgang 21 oder 21' ordnet die Entscheidungsschaltung entsprechend den Wert -1 Volt zu. Am Ausgang
der Entscheidungsschaltungen 60 und 60' treten also nur noch Signale mit diskreten bekannten Amplitudenwerten
auf. Entsprechendes gilt für Signale mit mehr als zwei Stufen. Die Entscheidungsschaltung
ordnet jedem Amplitudenwert des Signals den nächstliegenden Soll-Amplitudenwert zu (Quantisierung).
Wenn die Verzerrungen nicht zu stark sind, werden die getroffenen Entscheidungen zumindest in der überwiegenden
Mehrzahl aller Fälle richtig sein und stellen damit Schätzwerte für die richtige, übertragene
Information dar. Infolge der Verzerrungen, welche die Signale beim Durchlaufen des Übertragungskanals erleiden, sind die Signale an den Ausgängen 21
und 21' verformt, d. h., diese Signale können infolge der überlagerung der einzelnen, zeitlich aufeinanderfolgenden
Impulsantworten unendlich viele verschiedene Amplitudenwerte aufweisen. Es kann nun aus den
verzerrten Signalen, beispielsweise am Anschluß 21, und den Schätzwerten hk für die richtigen Signale bk
am Ausgang 67 der Entscheidungsschaltung 60 mit Hilfe eines Differenzverstärkers 66 ein Schätzwert für
den Fehler gebildet werden, welcher im Ausgangssignal am Ausgang 21 des Entzerrers enthalten ist.
Für die einwandfreie Funktion der Schaltung genügt es, die Signale an den Ausgängen 21 und 21' des Ent-
AO
zerrers nur noch zu bestimmten diskreten Zeitpunkten Somit gilt
t = t0 + k · T durch eine geeignete Schaltung abzutasten.
Die daraus gewonnenen Abtastwerte am Ausgang des Kanals 21 seien mit yk + zk bezeichnet,
wobei k eine ganzzabJige Zählvariable und <0 ein beliebiger
Anfangszeitpunkt ist, der aber so gewählt ist,
daß die einzelnen Impulsantworten in ihrem Hauptwert abgetastet werden. Die Abtastwerte der Information,
die in dem dem Ausgang 21 zugeordneten Kanal übertragen wird, sei mit yk bezeichnet, während die
Abtastwerte des Übersprechens vom anderen Kanal in den Kanal mit zk bezeichnet seien. Am Ausgang 21
erscheint immer die Summe der Signale in diesem Kanal und der störenden Ubersprechsignale, also
yk + zk. Die zur Abtastung erforderlichen Schaltungen
sind der Einfachheit halber in der F i g. 4 nicht mit eingezeichnet, da sie an sich bekannt sind.
Bezüglich der demodulierten Ausgangssignale eines Kanals verhält sich die Anordnung wie ein Transversalfilter,
d. h., es kann beispielsweise ein mit !/ι, bezeichneter
Überschwinger in der Impulsantwort dieses Kanals mittels der Einstell werte dj der Einstellglieder 2
bis 6 (vgl. Fig. 1) ausgeregelt werden; j ist hierbei
eine beliebige ganzzahlige Zählvariable. Als Regelgröße für den Einstellwert dj kann z. B. die Größe (11)
dienen.
\h,~y ek-Kbk_,-N. (11)
-r/i-·
α«θο·
(14)
Wenn nun der sogenannte Erwartungswert (jq)
unter der weiteren Annahme gebildet wird, daß die einzelnen av(i = 0,1,2,3 ...) statistisch voneinander
unabhängig sind, wie dies bei Zufallstext der Fall
ist, so gilt
für π φ 0
für η = 0.
für η = 0.
(15)
Hierbei ist 7 der lineare zeitliche Mittelwert von a2. Damit wird
oder
Das Zeichen » ~ « bedeutet »proportional«.
Diese Beziehung ist bereits in der Veröffentlichung »Techniques for Adaptive Equalization of
Digital Communication Systems«, »Bell System Technical Journal«, Bd. 45, Februar 1966, S. 255 bis 286,
abgeleitet. Zur Einstellung der Werte dj können auch ähnliche, verwandte Kriterien verwendet werden.
Es soll nun noch das übersprechen bestimmt werden, und zwar beispielsgemäß von dem dem Ausganp21'
zugeordneten Kanal in den anderen, dem Ausgang 21 zugeordneten Kanal. Die für die Entzerrung und das
übersprechen bezüglich des einen Kanals angestellten Überlegungen gelten sinngemäß auch für den anderen
Kanal.
Die Impulsantwort am Ausgang 21 als Antwort auf einen im anderen Kanal gesendeten Impuls heißt
f(t). Die im anderen Kanal, welcher dem Ausgang 21' zugeordnet ist, gesendeten Signale, welche die Information
tragen, wurden bereits mit an bezeichnet. Am Ausgang 21 erscheint daher als Folge des über-Sprechens
die Größe
Die fortlaufende Korrelation, d. h. Multiplikation und Summation der zk mit den ak-j ergibt also eine
Größe proportional der Amplitude f} der übersprechimpulsantwort
und kann zur Regelung des Einstellwertes cs der jeweils zugeordneten Einstellglieder
2' bis 6' (vgl. F i g. 1) dienen.
Außer den zk erscheiner, am Ausgang 21 auch die
yk, nämlich die verzerrten Ausgangssignale des dem
Ausgang 21 zugeordneten Kanals als Folge der an seinem Eingang liegenden Signale. Diese weisen
wesentlich größere Amplituden als die zk auf, so daß
bei der Korrelation zur Bestimmung von/, ein kleiner Mitteiwert großer Summenglieder gebildet werden
muß, was nicht immer mit einer befriedigenden Genauigkeit möglich ist.
Es ist deshalb in der Regel günstiger, die Korrelation der Schätzwerte für die in dem dem Ausgang 21'
zugeordneten Kanal übertragenen richtigen Signale mit den Fehlern ek vorzunehmen, die in dem dem Ausgang
21 zugeordneten Kanal gegeben sind durch
z(i) = aof{t) + aj(t -Τ)
ek = Λ + z* - bk- O7)
Es wird also zusätzlich die Größe
- Χ btak.j ~ E(bjao) (18)
gebildet. Diese ist aber, wenn die bk und die ak statistisch
voneinander unabhängig sind, gleich Null, so daß gilt
(12)
55
ekat.j »
k-j.M (19)
Wird diese Folge zu den
= t0 + /T betrachtet, so wird
= t0 + /T betrachtet, so wird
Abtastzeitpunkten
Hierbei wird von der Annahme ausgegangen, daß zum Zeitpunkt r = I0 der Hauptwert /„ der Impulsantwort
f(t), der mit dem Wert a„ bewertet sei. am
Ausgang 21 erscheint.
Natürlich stehen die ak und bk nicht zur Verfügung,
sondern es können hierfür mittels der Entscheidungsschaltungen 60' und 60 nur Schätzwerte äk und hk
abgeleitet werden. Die Bildung der durch die Gleichung ( 19) gegebenen Größe liefert wesentlich genauere
Ergebnisse und damit bessere Einstellkriterien als die durch die Gleichung (16) beschriebene Größe. Auch
hier können natürlich zur Regelung der Größe c, des jeweils zugeordneten Einstcllgliedes weiter vereinfachte
bekannte Algorithmen verwendet werden.
Für das in F i g. 4 dargestellte Schaltungsbeispiel ergibt sich unter Anwendung der vorstehenden Überlegungen
für die Gewinnung der zur adaptiven Einstellung des Entzerrers benötigten Größen die folgende
Funktionsweise.
Die Schaltung ist in der Weise ausgebildet, daß die in den Gleichungen (11) und (19) angegebenen Beziehungen
benutzt werden können. Die dem Ausgang 21 des Entzerrers zugeordneten, durch die Entscheidungsschaltung CiO aus den Signalen am Entzerrerausgang 21
abgeleiteten Idealsignale hk (Schätzwerte für die
richtigen, gesendeten Signale bk) werden mit Hilfe der
Verzögerungsglieder 61 bis 64 verzögert. Ebenso werden die am Ausgang 21' mit Hilfe der Entscheidungsschaltung
60' gebildeten zugeordneten Idealsignale äk (Schätzwerte für die gesendeten richtigen
Werte at), welche am Ausgang 67' erscheinen, mit
Hilfe der Verzögerungsglieder 61' bis 64' verzögert. Am Ausgang des Differenzverstärkers 66 erscheinen
die Schätzwerte ek für die Fehler ek, welche in den
Ausgangssignalen yk + zk des dem Ausgang 21 zugeordneten
Kanals enthalten sind. Es wird die übertragung von Zufallstext vorausgesetzt. Infolge der
Zeitinvarianz der statistischen Eigenschaften der Signale gilt Gleichung (19), d. h., es ist gleichgültig, ob
die einzelnen Faktoren der Produkte vor der Multiplikation verzögert werden. Dies ist dann wichtig,
wenn auch Vorschwinger in der Impulsantwort am Ausgang 21 bzw. 21' entzerrt werden sollen, da nur
positive Laufzeiten realisiert werden können, d. h. also, daß nur positive Indizes j + N zulässig sind.
Durch Zufügen des Summanden N sind auch negative j möglich, welche den Vorschwingnrn in der Impulsantwort
zugeordnet sind. Für die Schaltung nach F i g. 4 wird lediglich als Beispiel angenommen, daß
die zu entzerrende Impulsantwort in dem dem Ausgang 21 zugeordneten Kanal zwei Vorschwinger
und zwei Nachschwinger aufweist. Dm auch die zwei Vorschwinger entzerren zu können, muß der Schätzwert
ek für den Fehler ek zuerst um die Zeit 2 Γ verzögert
werden. Dies geschieht mit Hilfe des Verzögerungsgliedes 65. Am Ausgang 70 des Verzögerungsgliedes 65 erscheinen dann die Abtast werte ~ek-2.
Zur Bildung der Einstellwerte ai für die Einstellglieder
2 bis 6 (vgl. Fig. 1) müssen nun Schätzwerte \^\s für
die Abweichungen Ify der verzerrten Impulsantwort am Ausgang 21 von der idealen, richtigen Impulsantwort
gebildet werden. Beispielsweise läßt sich der Schätzwert 1Ji0 für die Abweichung Ah0 des Hauptwertes dieser Impulsantwort von der Sollamplitude
gemäß Gleichung (11) aus der Beziehung
ermitteln.
Es wird also jeder Abta°.twert ek. 2 mit dem zugeordneten
Wert bk _2, welcher am Abgriff zwischen den
beiden Verzögerungsgliedern 62 und 63 zur Verfügung steht, multipliziert. Alle diese Produkte werden in der
Integrationsschaltung 69 aufsummiert bzw. aufintegriert. Die Größe zur Regelung des Einsteilwertes A0
für das Einstellglied 4, welche proportional IA0 ist,
steht dann auf der Sleuerleitung 54 zur Verfügung.
Zur Ausregelung des Nebensprechens wird die Be-Ziehung
gemäß Gleichung (19) benutzt Am Ausgang 6T der Entscheidungsschaltung 60' stehen die Schätzwerte
äk für die in dem dem Ausgang 21' zugeordneten
Kanal übertragenen Datensignale ak zur Verfügung.
Diese werden mit HiUe der Verzögerungs-
glieder 61' bis 64' verzögert und zur Ermittlung eines Schätzwertes J0 für die Größe /0, welche den Hauptwert der Impulsantwort am Ausgang 21 als Folge des
übersprechens vom anderen Kanal darstellL Hierzu
werden die einzelnen Werte ak.2 und ek.2 in der
Multiplizierschaltung 68' miteinander multipliziert, und die einzelnen Produkte werden in der Integrationsschaltung
69' aufsummiert bzw. aufintegriert. Die daraus gewonnene Steuergröße f0 steht auf der
Leitung 54' zur Verfugung und kann somit zur auto-
matischen Einstellung des Einstellwertes c0 für das
Einstellglied 4' (vgl. Fig. 1) verwendet werden. Entsprechend
werden gemäß den Gleichungen (11) und (19) auch die übrigen Steuergrößen für die Einstellglieder
2, 3, 5 und 6 bzw. 2', 3', 5' und 6' durch
Multiplikation und Summation der entsprechenden einander zugeordneten Größen gebildet, die sämtlich
in der Schaltung gemäß F i g. 4 zur Verfügung stehen. Der Einfachheit halber sind hier nur zwei Multiplizierer
68, 68' und zwei Summierer bzw. Integrierer 69, 69' eingezeichnet. In analoger Weise sind zwischen
allen aufeinanderfolgenden Verzögerungsgliedern 61 bis 64 bzw. 61' bis 64' Abgriffe vorgesehen, denen Multiplizierer
und Integrierer narhgeordnet sind. Diese
sind ebenso aufgebaut und ebenso geschaltet wie die Multiplizierer 68, 68' bzw. die Integrierer 69, 69' und
liefern an den Ausgängen der Integrierer die Steuergrößen, die auf die Steuereingänge 52, 53, 55, 56 bzw.
52', 53', 55' und 56' (vgl. Fig. 1) gegeben werden. Damit ist auch die adaptive Einstellung für die Einstellwerte
d-2, d_,, ei,, d2 bzw. c_2. C1, c, und c2
sichergestellt.
Um die Schaltung gegenüber den normalerweise auftretenden Toleranzen möglichst unempfindlich zu
machen, wird man nicht nur einzelne, kurz andauernde Abtastwerte miteinander multiplizieren, sondern
man wird die Verzögerungsglieder 61 bis 64 bzw. 61' bis 64' und auch das Verzögerungsglied 65
in der Regel so ausbilden, daß die Amplitude eines Abtastwertes nahezu bis zum Eintreffen des folgenden
Abtastwertes erhalten bleibt. Zweckmäßig verwendet man deshalb für den Aufbau der Verzögerungsglieder
die sogenannten, an sich bekannten Abtasthalteglieder oder bei Realisierung in digitaler Form die bekannten
Flip-Flop-Schaltungen. Die einzelnen Teilprodukte nehmen dann für gewisse Zeiten konstante Werte an
und lassen sich daher ohne weiteres unter Verwendung bekannter Integrationsschaltungen aufsummieren bzw.
aufintegrieren. Die Summier- bzw. Integrierschaltungen können beispielsweise aus kapazitiv gegengekoppelten
Operationsverstärkern oder in digitaler Technik aus reversiblen Zählern bestehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Entzerrer zur Entzerrung von quadraturmodulierten Datensignalen, bei deren Modulation
eine Unterteilung in einzelne Modulationsabschnitte gleicher Zeitdauer T vorgenommen ist
und zur Modulation eine Trägerschwingung der Frequenz (2 m + l)/2T(m = 0,1,2 ...) verwendet
ist, und bei dem die am Eingang des Entzerrers anliegenden modulierten Signale über eine aus
mehreren, untereinander gleichen Verzögerungsgliedern bestehende Verzögerungsleitung unter
Zwischenschaltung von Einstellgliedern in zwei voneinander unabhängige, demodulierte Signale
aufgespalten werden, die an zwei getrennten Ausgängen des Entzerrers zur Verfügung stehen,
dadurch gekennzeichnet, daß die Varzögerungsglieder (1) eine Verzögerungszeit T
aufweisen, die gleich ist der Dauer eines Modulationsabschnittes, daß die Einstellglieder (2 bis 6;
2' bis 6') symmetrisch zu beiden Seiten der Verzögerungsleitung (7) angeordnet sind, daß alle
Ausgänge der jeweils auf der gleichen Seite der Verzögerungsleitung (7) liegenden Einstellglieder
(2 bis 6; 2' bis 6') zur Bildung zweier getrennter Zweige (8,8') mit einem Summierer (9,9') verbunden
sind, daß der Ausgang (10,10') jedes Summierers (9,9') in zwei, jeweils mit Modulatoren (15 bis
18) versehene Pfade (11 bis 14) aufgespalten ist, daß jedem Ausgang (21, 21') des Entzerrers ein
weiterer Summierer (22, 22') mit zwei Eingängen (23 bis 26) vorgeschaltet ist, von denen jeweils
ein Eingang (23, 25) mit einem Modulator (15,16) des ersten Zweiges (8) und der andere Eingang
(24, 26) mit einem Modulator (17, 18) des zweiten Zweiges (8') verbunden ist, und daß zwischen den
Ausgängen (21,21') des Entzerrers und den Modulatoren (15 bis 18) impulsformende, untereinander
gleichartige Tiefpässe (30 bis 33) liegen, die nur für die demodulierten Signale durchlässig sind
(Fig. 1).
2. Entzerrer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefpässe (30 bis 33) zwischen den
Modulatoren (15 bis 18) und den Eingängen (23 bis 26) der weiteren Summierer (22,22') liegen, daß
der im ersten Pfad (11) des ersten Zweiges (8) liegende Modulator (15) mit der Trägerschwingung
(sinr.)ct) und der im zweiten Pfad (12) des ersten
Zweiges (8) liegende Modulator (16) mit einer gegenüber der Trägerschwingung um den Phasenwinkel
.τ/2 versetzten Schwingung (cos ^vO angesteuert
ist, daß der im ersten Pfad (13) des zweiten Zweiges (8') liegende Modulator (17) mit einer
gegenüber der Trägerschwingung um den Phasenwinkel (2 m + 1)λ/2 versetzten Schwingung und
der im zweiten Pfad (14) des zweiten Zweiges (8') liegende Modulator (18) mit einer hierzu um den
Phasenwinkel .-τ/2 versetzten Schwingung angesteuert ist (Fi g. 1).
3. Entzerrer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefpässe (35, 35') zwischen den
weiteren Summierern (22, 22') und den Ausgängen (21, 21') des Entzerrers liegen, daß der im ersten
Pfad (11) des ersten Zweiges (8) liegende Modulator (15) mit der Trägerschwingung (sin n>ct) und
der im zweiten Pfad (12) des ersten Zweiges (8) liegende Modulator (16) mit einer gegenüber der
Trägerschwingung um den Phasenwinkel π/2 versetzten Schwingung (cos ω«ί) angesteuert ist, daß
der im ersten Pfad (13) des zweiten Zweiges (8') liegende Modulator (17) mit einer gegenüber der
Trägerschwingung um den Phasenwinkel (2 m + 1) jt/2 versetzten Schwingung und der im
zweiten Pfad (14) des zweiten Zweiges (8') liegende Modulator (18) mit einer hierzu um den Phasenwinkel
π/2 versetzten Schwingung angesteuert ist (Fig. 2).
4. Entzerrer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Tiefpässe (30 bis 33) zwischen den Modulatoren (15 bis 18) und den Eingängen
(23 bis 26) der weiteren Summierer (22,22') liegen, daß in beiden Pfaden (11,12) des ersten Zweiges (8)
Verzögerungsglieder (38,39) der Verzögerungszeit T/2 liegen, daß dem Summierer (9') des zweiten
Zweiges (8') ein weiteres Verzögerungsglied (37) der Verzögerungszeit T/2 nachgeschaltet ist und
daß die in den ersten Pfaden (11,13) beider Zweige (8, 8') liegenden Modulatoren (15, 17) mit der
Trägerschwingung (sin u>ct) und die in den zweiten
Pfaden (12,14) beider Zweige (8,8') liegenden Modulatoren
(16,18) mit einer gegenüber der Trägerschwingung um den Phasenwinkel π/2 versetzten
Schwingung (cos ω,,ί) angesteuert sind (Fig. 3).
5. Entzerrer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefpässe (35, 35') zwischen den
weiteren Summierern (22,22') und den Ausgängen (21,21') des Entzerrers hegen, daß in beiden Pfaden
(11, 12) des ersten Zweiges (8) Verzögerungsglieder (38, 39) der Verzögerungszeit T/2 liegen,
daß dem Summierer (9') des zweiten Zweiges (8') ein weiteres Verzögerungsglied (37) der Verzögerungszeit
T/2 nachgeschaltet ist und daß die in den ersten Pfaden (11, 13) beider Zweige (8, 8')
liegenden Modulatoren (15, 17) mit der Trägerschwingung (sin u>ct) und die in den zweiten Pfaden
(12,14) beider Zweige (8,8') liegenden Modulatoren
(16,18) mit einer gegenüber der Trägerschwingung um den Phasenwinkel a/2 versetzten Schwingung
(cos(Dci) angesteuert sind (Fig. 2).
6. Entzerrer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgänge
des Entzerrers jeweils über eine Anpassungsschaltung mit je einem Schieberegteici verbunden
sind, dessen in zeitlichem Abstand T angeordnete Abgriffe mit den Steuereingängen (52 bis 56;
52' bis 56') der Einstellglieder (2 bis 6; 2' bis 6') verbunden sind.
7. Entzerrer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß den Ausgängen (21,
21') des Entzerrers weitere Schaltmittel (80) nachgeschaltet sind, die derart ausgebildet und auf die
Steuereingänge (52 bis 56; 52' bis 56') der Einstellglieder (2 bis 6; 2' bis 6) zurückgeführt sind,
daß eine adaptive Einstellung des Entzerrers erfolgt.
8. Entzerrer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch seine Verwendung
zur Entzerrung phasenmodulierter Datensignale.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702020805 DE2020805C3 (de) | 1970-04-28 | 1970-04-28 | Entzerrer zur Entzerrung von phasen- oder quadraturmodulierten Datensignalen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702020805 DE2020805C3 (de) | 1970-04-28 | 1970-04-28 | Entzerrer zur Entzerrung von phasen- oder quadraturmodulierten Datensignalen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2020805A1 DE2020805A1 (de) | 1971-11-18 |
| DE2020805B2 DE2020805B2 (de) | 1973-12-13 |
| DE2020805C3 true DE2020805C3 (de) | 1974-07-11 |
Family
ID=5769665
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19702020805 Expired DE2020805C3 (de) | 1970-04-28 | 1970-04-28 | Entzerrer zur Entzerrung von phasen- oder quadraturmodulierten Datensignalen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2020805C3 (de) |
Families Citing this family (5)
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| US3878468A (en) * | 1974-01-30 | 1975-04-15 | Bell Telephone Labor Inc | Joint equalization and carrier recovery adaptation in data transmission systems |
| JPS57109089A (en) * | 1980-12-26 | 1982-07-07 | Nec Corp | Initial value resetting circuit for operational amplifier |
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| NL8400677A (nl) * | 1984-03-02 | 1985-10-01 | Philips Nv | Transmissiesysteem voor de overdracht van data signalen in een modulaatband. |
-
1970
- 1970-04-28 DE DE19702020805 patent/DE2020805C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2020805A1 (de) | 1971-11-18 |
| DE2020805B2 (de) | 1973-12-13 |
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