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TECHNISCHER BEREICH
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Die vorliegende Erfindung betrifft einen Funktionsträger für Sanitärräume umfassend mindestens eine Duschstange, geeignet für die Halterung einer Handbrause sowie weiterhin umfassend eine Beleuchtungseinrichtung mit wenigstens einem Leuchtmittel, wobei dieses wenigstens eine Leuchtmittel im Inneren der Duschstange angeordnet ist.
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Das Be- und Aus-Leuchten von Becken, Wannen und Räumen ist schon länger Gegenstand von Forschung und Entwicklung. So offenbart die
US 4, 535, 489 A bereits 1985 grundlegende Maßnahmen und Vorrichtungen, mit denen eine Badewanne ausgeleuchtet werden kann. Die
US 4, 875, 958 A entwickelt diese konsequent unter Verwendung durchsichtiger Kunststoff-Materialien und Gläser weiter. Die
WO 98/10219 A offenbart hierzu technisch etablierte Maßnahmen und verfügbare Merkmale für LED-Leuchtstreifen.
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Diverse Dokumente aus der Stand der Technik beschreiben Möglichkeiten für eine Integration einer Beleuchtung in einen etablierten Gegenstand des sanitären Bereichs. So schlägt die
EP 0 446 365 A vor, eine LED-Beleuchtung in einen Duschkopf zu integrieren. Gleichsinnig schlägt die
US 5 276 595 A vor, einen Toilettendeckel mit einer LED-Beleuchtungs-Vorrichtung auszustatten. Sinnvolle Prinzipien, Maßnahmen und Merkmale zur Stromversorgung, Regelung, Steuerung und Sensor-Steuerung sind in diesem Dokument offenbart. Die
DE 44 00 071 A schlägt vor, pneumatische Leitungen ergänzend mit Leuchtmitteln auszustatten.
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BESCHREIBUNG DES STANDES DER TECHNIK
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Aus der
EP 0 555 641 A1 ist eine Multifunktionssäule für Sanitärräume bekannt, welche in ihrem Inneren eine Beleuchtungseinrichtung aufweist. Die Multifunktionssäule kann Teil einer Duschkabine sein. In der Säule sind ein Reflektor und eine Umlenkeinrichtung angeordnet, die aus einem transparenten Material, beispielsweise Polyacryl bestehen kann, so dass über die Umlenkeinrichtung das Licht seitlich aus der Säule herausgelenkt werden kann. Zur Umlenkung können auch Glasfasern verwendet werden. Die Multifunktionssäule hat einen vergleichsweise großen Durchmesser und das Licht tritt aus dieser nur punktuell dort aus, wo die Umlenkeinrichtung aus der Säule heraus nach außen geführt ist.
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Aus der
JP H0885986 A ist eine Aufhängevorrichtung für eine Handbrause bekannt, bei der im Inneren eines Hohlkörpers der Aufhängevorrichtung ein Leuchtmittel angeordnet ist, dessen Licht über eine transparente Fläche aus der Aufhängevorrichtung austritt. Hier erfolgt der Lichtaustritt nur im Bereich der transparenten Fläche, so dass nicht das gesamte Gehäuse der Aufhängevorrichtung leuchtend ausgebildet ist.
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In der
EP 1 022 396 B1 wird eine Duschkombination mit einer Vorderfront beschrieben, an der wenigstens eine Brausefunktionseinheit angeordnet ist, wobei die Vorderfront bereichsweise lichtdurchlässig ist und wenigstens einen Lichtdurchlass aufweist und wobei die Vorderfront von einem Frontschild gebildet wird, das aus lichtdurchlässigem Glas besteht. Hinter der Vorderfront ist eine Beleuchtungseinrichtung angeordnet mit mehreren Lichtquellen, wobei als Lichtquellen Leuchtdioden (LEDs) verwendet werden können. Die Duschkombination umfasst auch eine senkrecht verlaufende Haltestange, an der eine Handbrause befestigbar ist. Die Duschstange verläuft mit etwas Abstand vor der beleuchtbaren Vorderfront, wobei die Duschstange selbst jedoch nicht beleuchtbar ist.
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Die
US 2016/0143486 A1 beschreibt Duschvorhänge verschiedenster Art. Bei einer der beschriebenen Ausführungsvarianten ist der Duschvorhang an einer oberen horizontalen Stange befestigt und es wird erwähnt, dass man an dieser Stange auch einzelne Lichtquellen anbringen kann. Bei einer anderen Variante befindet sich am unteren Ende des Duschvorhangs an einer zu dem Vorhang gehörenden Stange ein in horizontaler Richtung verlaufender Lichtstreifen, der an dem Duschvorhang angebracht wird. Hierbei können auch einzelne LEDs jeweils mit Abstand zueinander an der Stange angebracht sein. Bei dieser Stange handelt es sich jedoch nicht um eine Duschstange im Sinne der vorliegenden Erfindung, bei der eine Handbrause an der Duschstange befestigt wird. Die untere Stange ist vielmehr Teil des Duschvorhangs, hat keine tragende Funktion und wird auch nicht an einer Wand festgelegt.
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Aus der
DE 20 2017 102 164 U1 ist eine Strebe für eine Trennwand bekannt, die mit Beleuchtungsmitteln verbunden ist, so dass sie Licht abgibt, um einen Duschbereich auszuleuchten. Diese Strebe verläuft in dem Duschbereich horizontal zwischen einer Wand und einer zu dieser Wand parallelen und beabstandeten transparenten Trennwand. Bei der Strebe handelt es sich nicht um eine Duschstange, die zur Halterung einer Handbrause dient.
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Eine beleuchtete Duschstange, die bei dem erfindungsgemäßen Funktionsträger für Sanitärräume zum Einsatz kommen kann, ist insbesondere in der
WO 2019/096352 A1 beschrieben, auf deren Inhalt hiermit in vollem Umfang Bezug genommen wird.
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Nachteilig ist bei den gattungsgemäßen, etablierten Gegenständen unter anderem, dass diese keine einfache Nachrüstbarkeit eines bestehenden Duschraums oder Sanitärraums vorsehen; die etablierten Vorrichtungen und Einrichtungen sehen stets eine spezifische, lokale Integration oder eben den kompletten Austausch ganzer Sanitär-Einrichtungen vor.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es daher, die Nachteile des Standes der Technik zu überwinden und ein Modul bereitzustellen, welches trotz integrierter Beleuchtung ein einfaches Nachrüsten eines Sanitärbereiches zulässt und neben der Beleuchtungsfunktion das Abstellen von Gegenständen ermöglicht, die im Sanitärbereich benötigt werden.
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Die Lösung dieser Aufgabe liefert ein Funktionsträger für Sanitärräume mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausführungsformen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen sowie der nachfolgenden Beschreibung.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Erfindungsgemäß umfasst der Funktionsträger wenigstens eine etwa horizontale Ablageplattform, die mit der Duschstange verbunden ist. Weiterhin ist das wenigstens eine Leuchtmittel im Inneren der Duschstange angeordnet. Anders als in dem zuvor genannten Stand der Technik kann somit gemäß der vorliegenden Erfindung die Duschstange selbst leuchtend ausgebildet werden, das heißt die Duschstange selbst erscheint als ein in seiner Gesamtheit leuchtender etwa rohrförmiger Körper. Dadurch wird eine ästhetisch besonders ansprechende optische Wirkung erzeugt. Die wenigstens eine Ablageplattform des Funktionsträgers kann auf diese Weise von der Duschstange beleuchtet werden.
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Die Duschstange gemäß der vorliegenden Erfindung ist bevorzugt in senkrechter oder gegebenenfalls auch in waagrechter Anordnung als Haltestange an einer Wand im Duschbereich montiert.
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BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG UND VORTEILHAFTER MERKMALE
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Duschstangen der in der vorliegenden Anmeldung beschriebenen Art sind schon länger bekannt. So offenbaren die
DE 7207925 U , die
DE 30 48 047 A1 oder auch die
DE 83 25 385 U typische Bauweisen. Die vorliegend vorgeschlagene Duschstange umfasst somit etablierte Bauformen und Ausbildungsformen wie Vorhangstangen, Griffstangen sowie Stangen zur Anbringung und/oder Ausrichtung von Duschköpfen; die entsprechenden Verwendungen können einzeln oder auch in Kombination in den Komponenten der Stange vorgesehen sein. Montagemöglichkeiten in Abhängigkeit der entsprechenden Zuglast sind gleichfalls etabliert und sind zum Beispiel in der
DE 23 31 467 A1 veranschaulicht.
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Trotz langjähriger Verwendung solcher Duschstangen als Zusatz oder Nachrüstsatz, fehlt es im Markt an einer sinnvollen Kombination aus solch einer Duschstange mit einem integrierten Leuchtmittel. Mithin deckt der vorliegend entwickelte Gegenstand einen langjährigen und bis jetzt unerkannten Bedarf: Die mit integrierten Leuchtmitteln ausgerüstete Duschstange erlaubt sowohl eine einfache Nachrüstung eines sanitären Bereichs und/oder Duschraums als auch eine sinnvolle und keinen zusätzlichen Platz verbrauchende Ausleuchtung im Sanitärbereich.
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Vorteilhaft umfasst das Leuchtmittel LED's als Leuchtmittel, besonders bevorzugt identische, preisgünstige LED's mit einer eingestellten Primärfarbe wie zum Beispiel Warmweiß, Kaltweiß, Abendrot, Waldgrün oder Morgenblau.
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Besonders vorteilhaft können mehrfarbige LED's dabei auf bestimmte Farben, passend zur individuellen, nutzerseitigen Raum-Ausgestaltung, mithin auf Farbtöne eingestellt und/oder eingeregelt werden. Vorteilhaft ist die Duschstange hierzu so ausgestaltet, dass das Leuchtmittel mindestens eine auf verschiedene Lichtfarben einstellbare LED-Leuchtmittel-Baugruppe umfasst. Nutzerseitig wählbare Grundtöne erlauben es besonders bevorzugt, bestimmte Raumbereiche zusätzlich zu erhellen und/oder dekorative Schlaglichter zu setzen.
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Bevorzugt umfasst die Duschstange mindestens eine Stromquelle, welche vorteilhaft ebenso integriert ist. Die mindestens eine Stromquelle ist ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Photovoltaikzelle, Akkumulator, Kondensator, hydrodynamischem Generator, Batterie, Thermo-Element, Dynamo, händisch betätigbarem Dynamo, kontaktlose Erregerspule mit anlegbarem Felderzeuger und separater Stromquelle. Besonders vorteilhaft ist eine Kombination aus Stromspeicher, Stromerzeuger und Stromquelle vorgesehen, wodurch eine Notbeleuchtung bei Stromausfall stets über den Stromspeicher gewährleistet ist.
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Bevorzugt umfasst die Duschstange ein einstückiges, durchsichtiges, rohrförmiges Gehäuse. Solch ein Gehäuse lässt Licht von einem innenseitig angeordneten Leuchtmittel nahezu ungedämpft nach außen hin austreten und erlaubt eine komplette, eigenständige Ausleuchtung einer Duschkabine oder eines Sanitärbereichs.
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Bevorzugt besteht das Gehäuse der Duschstange aus wasserdichtem, hitzebeständigem Kunststoff mit außenseitiger, kratzfester und wasserabweisender Versiegelung. Eine kratzfeste Versiegelung mit hydrophober Außenfläche erhöht die Lebensdauer des Produkts und bietet ob der hydrophoben Ausrüstung langfristig eine sicher verfügbare Lichtabstrahlung, welche nicht durch Kalk- oder Wasserflecken beeinträchtigt wird.
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Bevorzugt ist in dem Gehäuse der Duschstange ein im Wesentlichen über die gesamte Länge des durchsichtigen Gehäuses erstreckter Streifen mit gleichmäßig darauf verteilten LED-Leuchtmitteln angeordnet. Das erlaubt eine gleichmäßige und vollflächige Abstrahlung von Licht und vermag ein etabliertes Leuchtmittel wie zum Beispiel eine Warmlicht-Neonröhre vollständig zu ersetzen. Die stromsparenden LED's ermöglichen dies mit erheblich geringerem Stromverbrauch und können sogar über relativ kleine Stromspeicher für die übliche Nutzungszeit im sanitären Bereich eine konstante und zuverlässige Beleuchtungsfunktion bereitstellen.
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Bevorzugt sind die integrierten Leuchtmittel steuer- und/oder regelbar, besonders bevorzugt zwischen mindestens zwei Emissions-Bereichen schaltbar, die Emissionsbereiche umfassend Emissionsbereiche aus der Gruppe bestehend aus Warmlicht, Kaltlicht, Verschmutzungen anzeigendem UV-Blaulicht, Kaltweiß, Abendrot, Waldgrün, Morgenblau.
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Bevorzugt weist die Duschstange eine Baugruppe zur drahtlosen Steuerung, bevorzugt drahtlosen Steuerung und Regelung, auf. In besonders vorteilhafter Ausführungsform erlaubt eine zugehörige und verschlüsselte Fernbedienung, alternativ per Mobiltelefon und Anwendungsprogramm per Passwort aufschaltbare Fernbedienung, das Programmieren und/oder Regeln der Leuchtmittel. Besonders bevorzugt erfolgt das Steuern und/oder Regeln unter Einbindung eines Bewegungssensors, wie es im technischen Bereich für abweichende Bad-Applikationen bereits etabliert ist.
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Bevorzugt sind an der Duschstange zumindest am außenseitig abschließenden Gehäuse optische Streu-Strukturen und/oder transluzent eingestellte Bereiche angeordnet, welche das Licht der integrierten Leuchtmittel diffus flächig auskoppelnd ausgebildet sind. Diffus flächig auskoppelnde Flächen erzeugen eine gleichmäßige und nahezu Schlagschatten-freie Beleuchtung. Zudem ist ein Blendeffekt, der gerade bei hellen bis sehr hellen Punkt-LED's häufig auftreten kann, so sicher vermieden.
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Bevorzugt sind die integrierten Leuchtmittel spritzwassergeschützt in zumindest einem Abschnitt der Duschstange angeordnet. Eine Anordnung in Abschnitten erlaubt vorteilhaft das Ausleuchten bestimmter Bereiche, wie zum Beispiel des Fußbereichs bei Verwendung der Duschstange als vertikaler Haltegriff in einer Duschkabine.
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Bei dem vorliegenden Funktionsträger für Sanitärräume kann die Duschstange bevorzugt aus Kunststoff bestehen. Die LED-Leiste mit den Leuchtmitteln kann innen auf der Rückseite in der Duschstange befestigt und dabei in eine Nut eingeschoben werden. Die Powereinheit für die Stromversorgung kann insbesondere Li-Ionen-Akkus umfassen und beispielsweise im unteren Bereich an die Duschstange angeschraubt werden.
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Alternativ möglich ist beispielsweise auch eine Duschstange aus Metall, die einen Diffusor enthält oder eine Duschstange, die aus einem Materialmix (Verbundwerkstoff) beispielsweise aus Edelstahl und Kunststoff besteht.
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Für die Betätigung der Beleuchtungsfunktion kann die Duschstange optional beispielsweise einen Bewegungsmelder ohne oder mit einer Fernbedienung umfassen. Der Bewegungsmelder erfasst die Bewegung einer Person und die Beleuchtung der Duschstange geht an und bleibt an, solange Bewegung erfasst wird. Wird keine Bewegung mehr erfasst, geht die Beleuchtung nach einem definierten Zeitraum, beispielsweise nach einer Minute aus.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung umfasst der Funktionsträger für Sanitärräume wenigstens eine etwa horizontale Ablageplattform, die mit der Duschstange verbunden ist. Dies ermöglicht das Abstellen von Gegenständen, die im Sanitärbereich benötigt werden, auf einer solchen Ablageplattform, wobei besonders vorteilhaft ist, dass die dort abgestellten Gegenstände von dem Licht, das die leuchtende Duschstange abgibt, angestrahlt werden und somit für den Benutzer besser erkennbar sind.
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Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung erstreckt sich die Duschstange durch die wenigstens eine Ablageplattform hindurch. Die Ablageplattform hat somit bei dieser Variante ein Loch oder eine Ausnehmung, durch die die Duschstange hindurchgeführt ist. Die Befestigung der Ablageplattform kann beispielsweise an der Duschstange erfolgen.
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Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung umfasst der Funktionsträger wenigstens zwei in vertikaler Richtung voneinander beabstandete, etwa parallele und etwa horizontale Ablageplattformen. Bei dieser Variante wird die Möglichkeit geschaffen, noch mehr Gegenstände auf diesen Ablageplattformen abzustellen, wobei sich der weitere Vorteil ergibt, dass diese in unterschiedlichen Höhen angeordnet sind und dadurch eine Plattform auch für unterschiedlich große Personen immer bequem erreichbar ist.
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Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung weist wenigstens eine Ablageplattform einen etwa dreieckigen oder kreissektorförmigen, insbesondere viertelkreissektorförmigen Umriss auf. Diese Umrissformen sind besonders geeignet, um die Ablageplattform so anzubringen, dass sie sich in einem Eckbereich befinden, der von zwei aneinander angrenzenden Wänden eines Duschbereichs gebildet wird.
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Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist wenigstens eine Ablageplattform schalenförmig ausgebildet und weist einen umlaufenden, nach oben ausgerichteten Rand auf. Durch diese Schalenform und den umlaufenden Rand wird vermieden, dass auf der Ablageform abgestellte Gegenstände herunterfallen.
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Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist die Duschstange in wenigstens einer Wandhalterung festgelegt, welche durch Klebebefestigung oder Schraubbefestigung an der Wand angebracht ist. Die bevorzugte Klebebefestigung hat den Vorteil, dass die Anbringung bequem ohne Werkzeug erfolgen kann und es nicht notwendig ist, in den Fliesenbereich hinein zu bohren.
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Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist die wenigstens eine Ablageplattform an der Duschstange befestigt, insbesondere ausschließlich an der Duschstange befestigt. Die Haltekräfte werden so in die Duschstange eingeleitet, die wiederum an der Wand befestigt ist. Eine zusätzliche Wandbefestigung der Ablageplattform erübrigt sich dann, was für den Benutzer besonders bequem ist. Selbstverständlich ist es aber alternativ auch möglich, die Halterung selbst (auch) an der Wand zu befestigen, wenn dies aus Stabilitätsgründen für notwendig erachtet wird.
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Weitere Vorteile ergeben sich aus den Ausführungsbeispielen. Es versteht sich, dass die vorbeschriebenen, bevorzugten Merkmale, Vorteile und nachfolgenden Ausführungsbeispiele nicht beschränkend aufzufassen sind. Vorteilhafte oder bevorzugte, zusätzliche Merkmale und zusätzliche Merkmalskombinationen, wie sie in der Beschreibung erläutert und im technischen Bereich durch Zitat erläutert und auch etabliert sind, können im Rahmen der unabhängigen Ansprüche im beanspruchten Gegenstand sowohl einzeln als auch abweichend kombiniert verwirklicht werden, ohne dass der Bereich der Erfindung verlassen würde.
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DETAILLIERTE ERLÄUTERUNG DER ERFINDUNG AN HAND VON AUSFÜHRUNGBEISPIELEN
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In vorteilhafter Ausführungsform weist die Duschstange integrierte Leuchtmittel auf. Die Duschstange ist gegebenenfalls als Vorhanghalter, vorzugsweise aber als Haltestange in üblicher, aus dem Bereich der Duschkabinenstangen bekannter Weise, montierbar und kann als Griff und/oder als horizontale Vorhanghalterung Verwendung finden. Die integrierten Leuchtmittel kombinieren dies sinnvoll mit einer Beleuchtungsfunktion. Das Leuchtmittel umfasst mindestens eine auf verschiedene Lichtfarben einstellbare LED-Leuchtmittel-Baugruppe. Mindestens eine Stromquelle versorgt die LED-Leuchtmittelbaugruppe über ein Steuer- und/oder Regelmodul mit Elektrizität. Die Stromquelle ist ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Photovoltaikzelle, Akkumulator, Kondensator, hydrodynamischem Generator, Batterie, Thermo-Element, Dynamo, händisch betätigbarem Dynamo, kontaktlose Erregerspule mit anlegbarem Felderzeuger und separater Stromquelle. In bevorzugter Variante umfasst eine solche Lichtquelle für den Sanitärbereich Stromspeicher, besonders bevorzugt modulare Akkumulatoren, in Kombination mit einer Einrichtung zur induktiven Aufladung, wobei die Stromspeicher austauschbar und/oder abnehmbar sind; besonders vorteilhaft kann solch ein Energie-System in einer Gruppe von entsprechenden Geräten und/oder in einem Haustechnik-System mit Smart-Home-Anwendungen sowie IOT-Anwendungen verwendbar sein. Bevorzugt handelt es sich bei der Stromquelle um eine Kombination aus Stromquelle und Speicher, wobei der Speicher bei Versiegen oder Versagen der Stromquelle eine Notbeleuchtung bestromt, welche einerseits die Notstrom-Versorgung anzeigt aber andererseits eine Notbeleuchtung sicherstellt, welche dem jeweiligen Nutzer eine ausreichende Ausleuchtung der Umgebung gewährleistet. Die Duschkabinenstange umfasst ein einstückiges, durchsichtiges, rohrförmiges Gehäuse, welches aus durchsichtigem Kunststoff besteht. Der wasserdichte, hitzebeständige Kunststoff ist außenseitig mit einer kratzfesten und wasserabweisenden Versiegelung auf Siloxan-Basis ausgerüstet. In dem Gehäuse ist ein im Wesentlichen über die gesamte Länge der Stange erstreckter Streifen mit gleichmäßig darauf verteilten LED-Leuchtmitteln angeordnet. Bevorzugt besteht der Streifen aus einem mehrseitigen Metallprofil, welches über Magnete und/oder Hebel im Gehäuse gegen sanften Widerstand gedreht und auf auszuleuchtende Bereiche ausgerichtet werden kann. Die integrierten Leuchtmittel sind ergänzend steuer- und/oder regelbar und können besonders bevorzugt zwischen mindestens drei Emissions-Bereichen, umfassend Warmlicht, Kaltlicht und Verschmutzungen anzeigendem UV-Blaulicht geschaltet werden. Vorteilhaft umfasst die Duschkabinenstange eine Baugruppe zur drahtlosen Steuerung, bevorzugt drahtlosen Steuerung und Regelung in einem Smart-Home-Verbund. Ergänzend kann das außenseitig abschließende Gehäuse zumindest in den direkt sichtbaren Abschnitten optische Streu-Strukturen und/oder transluzent eingestellte Bereiche aufweisen, welche das Licht der integrierten Leuchtmittel diffus flächig auskoppelnd angeordnet sind.
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In vorteilhafter Ausführungsform umfasst die Duschstange ein Kunststoff-Gehäuse, welches aus einem durchsichtigen, stabilen und außenseitig wasserabweisenden Kunststoff besteht. Ein metallisches, längs erstrecktes Rohrprofil mit mindestens einer Nut ist stabilisierend als Endoskelett in das Gehäuse eingesetzt. In der mindestens einen Nut sind LED-Leuchtmittel in gleichmäßigem Abstand angeordnet. Die LED-Leuchtmittel sind über eine integrierte Stromquelle, bevorzugt austauschbare Batterien, bestrombar. Die Schaltung der Bestromung erfolgt bevorzugt über einen optischen Annäherungssensor, bevorzugt einen Annäherungssensor mit gekoppelter Zeitschaltuhr, welche die LED's ab Signal für die Dauer eines Duschvorganges, zum Beispiel für 10, 15 oder 30 Minuten, bestromt. Besonders bevorzugt erlaubt die Fernbedienung hierbei das Steuern und/oder Regeln von RGB-fähigen LED-Baugruppen. In besonders bevorzugter Ausführungsform kann die Duschkabinenstange so als Zeit-Indikator dienen, welcher zumindest in einem Abschnitt langsam und stetig von Grün auf Rot umschaltet, um so eine ökologische und/oder vorab bezahlte Nutzungsdauer anzuzeigen.
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Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung anhand eines konkreten Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt
- 1 eine perspektivische Ansicht einer beleuchtbaren Duschstange gemäß der Erfindung mit zwei schalenförmigen Ablageplattformen. Der erfindungsgemäße Funktionsträger für Sanitärräume umfasst eine beleuchtbare Duschstange 10, in deren Innerem Leuchtmittel, insbesondere eine Anzahl von LEDs angeordnet sind. Das Material der röhrenförmigen zylindrischen Duschstange 10 besteht beispielsweise aus einem lichtdurchlässigen Kunststoff, so dass die Leuchtmittel im Inneren ihr Licht durch das Gehäuse hindurch nach außen hin abstrahlen können. Dabei wirkt der Kunststoff des Gehäuses der Duschstange 10 Licht streuend und aufgrund einer größeren Anzahl von LEDs im Inneren des Gehäuses wird eine gleichmäßige Lichtabstrahlung erzielt, so dass von außen keine punktförmigen Lichtquellen mehr erkennbar sind, sondern vielmehr das röhrenförmige Gehäuse über seine gesamte Länge und seinen Umfang weitgehend gleichmäßig Licht abgibt und somit als ringsum leuchtende Röhre erscheint.
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Die leuchtende Duschstange 10 verläuft hier im vorzugsweise im Wesentlichen vertikal und kann wie eine herkömmliche Duschstange an zwei Stellen über entsprechende Halterungen 11 an der Wand 12 befestigt sein. Diese Befestigung kann vorteilhaft schraubenlos erfolgen, über eine Klebeverbindung, so dass die Montage ohne Werkzeug möglich ist. Weiterhin umfasst die Vorrichtung zwei in Höhenrichtung voneinander beabstandete schalenförmige Ablageplattformen 13, 14, die jeweils in der Draufsicht gesehen die Grundform eines Viertelkreissektors aufweisen, wobei diese an der Duschstange 10 so montiert sind, dass die rechtwinklige Ecke der Ablageplattform 13, 14 jeweils im Eckbereich zweier im rechten Winkel aufeinandertreffender Wände 12, 15 des Duschbereichs liegt. Die gekrümmte Linie des Viertelkreissektors weist somit zum Raum hin und verbindet die beiden von der Ecke ausgehenden rechtwinkligen Schenkel miteinander.
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Die beiden Ablageplattformen 13, 14 haben jeweils in ihrem radial äußeren Bereich einen nach oben hin gerichteten umlaufenden Rand 16, der die Ablagefläche nach außen hin begrenzt, so dass der Benutzer Gegenstände auf der Ablageplattform abstellen kann und diese nicht herunterfallen können. Dadurch sind die beiden Ablageplattformen 13, 14 schalenförmig ausgebildet.
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Die beiden Ablageplattformen 13, 14 können gleich groß oder auch unterschiedlich groß sein, wobei sie vorzugsweise geometrisch ähnlich sind, wie indem Ausführungsbeispiel von 1 gezeigt. Sie sind voneinander beabstandet und befinden sich somit in unterschiedlicher Höhe an der leuchtenden Duschstange. Die Ablageplattformen 13, 14 sind so an der Duschstange angeordnet, dass letztere sich jeweils etwa in einem rechten Winkel durch den Boden 17 der Ablageplattform hindurch erstreckt, wobei die Duschstange den Boden nahe des Eckbereichs der Ablageplattform 13, 14 durchsetzt, so dass ausreichend Platz für das Abstellen von Gegenständen auf der Plattform verbleibt.
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Bezugszeichenliste
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- 10
- leuchtende Duschstange
- 11
- Halterungen
- 12
- Wand
- 13
- Ablageplattform
- 14
- Ablageplattform
- 15
- Wand
- 16
- Rand
- 17
- Boden
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- US 4535489 A [0002]
- US 4875958 A [0002]
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- EP 0446365 A [0003]
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- EP 1075815 A2 [0004]
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- EP 1910738 B1 [0004]
- EP 0555641 A1 [0005]
- JP H0885986 A [0006]
- EP 1022396 B1 [0007]
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