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Eine Schraube ist ein sehr verbreitetes Verbindungelement. Schrauben dienen als lösbare Verbindungen zwischen Bauteilen aller Art. Schrauben enthalten Formelemente für formschlüssigen Kontakt mit Werkzeugen zum Drehen der Schraube. Bei Schrauben mit Kopf dient die Ringfläche unter dem Kopf als Anschlag gegen das mit ihnen zu befestigende Gegenstück.
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Um mutwilligen Zerstörungen oder Diebstählen entgegenzuwirken werden sog. Sicherheitsschrauben und Sicherheitsmuttern verwendet.
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Ein Teil der Formen von Sicherheitsschrauben oder Formen der Sicherheitsmuttern basieren darauf, dass in ein normales Innensechskant- oder Torxprofil ein Innenstift eingebracht wird, so dass nur ein Werkzeug mit einer entsprechenden Innenbohrung Halt findet, allerdings lassen sich diese Schrauben nach Entfernen des Stiftes einfach öffnen.
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Es gibt Sicherheitsschrauben und Sicherheitsmuttern mit einer asymmetrischen Innenverzahnungen und passenden mitgelieferten Adapter. Solche Schrauben und Muttern lasssen sich allerdings mit einer sog. Universalnuß leicht öffnen. Universalnüsse passen sich flexibel den Formelementen der Schraube oder Mutter an.
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Bei Sicherheitsschlitzschrauben wird der Schlitz unterbrochen und das entsprechende Werkzeug besitzt an dieser Stelle eine Aussparung. Die Formelemente von Schlitzschrauben sind jedoch nicht für große Anzugsdrehmomente geeignet.
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Weitere Formen sind Innen- und Außen-Vierkantschrauben bzw. Dreikantschrauben. Diese bieten naturgemäß eine relativ gute Angriffsfläche für Werkzeuge wie z. B. Zangen.
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Bei den sog. Abreißschrauben reißt der Teil der Schraube, der zur Aufnahme des Werkzeuges dient, ab. Bei den Abreißschrauben wird es auch Befugten erschwert die Verbindung zu lösen.
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Der og. Nachteil an Abreißschrauben besteht auch beim nachträglichen Unbrauchbarmachen der Formelemente, welche zur Aufnahme der Werkzeuge dienen (z. B. Abflexen) und Schrauben die einen sogenanntem Einwegantrieb aufweisen welcher nur das hineindrehen von Schrauben und Muttern erlaubt.
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Keine der og. Sicherheitsschrauben oder Sicherheitsmuttern erfüllt ein ähnlich hohes Sicherheitsniveau wie ein Sicherheitsschloss, welches man zum Verschließen von z. B. Haustüren oder an einem Bügelschloss/Hangschloss für Fahrräder verwendet. Zum vorübergehenden Sichern von geringwertigen Gütern sind Sicherheitssrauben und Sicherheitsmuttern ein günstiges und angemessenes Mittel, für hochwertige Güter sind sie jedoch nicht außreichend.
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Der in Schutzanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde eine abschließbare Schraubesicherung zu schaffen, die im abgeschlossenen Zustand unbefugten Zugriff auf die Schraube verhindert und im aufgeschlossenen Zustand den Zugriff auf den Schraubenkopf ermöglicht.
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Diese Problem wird mit den in Schutzanspruch 1 aufgeführten Merkmalen gelöst.
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Mit der Erfindung wird erreicht, dass die Schraube im montierten Zustand, aus radialer Richtung, durch die Panzer-Hülse Geschützt wird. In axialer Richtung erschwert das Schloss den Zugriff für Unbefugte. Nach dem Entfernen des Hangschlossbügels ist der Schraubenkopf, aus axialer Richtung, frei zugänglich. Der Hangschlossbügel ermöglicht darüber hinaus das Anschließen weiterer Gegenstände an der axial fixierten Panzer-Hülse.
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Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist im Schutzanspruch 3 dargestellt. Für die Verwendung in nachgiebigen Untergrund wird die Panzer-Hülse auch unterhalb der verringerten Öffnung fortgesetzt und zumindest ein Teil der Schraube umschlossen. Eine solche Beschaffenheit erschwert unerwünschten Zugriff auf den Teil der Schraube welcher sich im Untergrund befindet.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der 1 bis 3 erläutert. Die Figuren werden in Schnittzeichnungen dargestellt. Es zeigen:
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1 die aufgeschlossene Schraube in der Seitenansicht,
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2 die abgeschlossene Schraube in der Seitenansicht,
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3 die aufgeschlossene Schraube, in der Ausführung für nachgiebigen Untergrund (z. B. Erdboden), in der Seitenansicht.
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In den Figuren ist die Panzer-Hülse mit der Aufnahme für den Hangschlossbügel 1, einer Ringfläche als Anschlag 2 für die Schraube, mit und ohne einer verlängerten Umschließung des Schraubenschaftes 3 dargestellt. Der Hangschlossbügel 4 wird in die Schlossaufnahme 1 eingebracht. Mit dem Hangschlossbügel kann der Schraubenkopf 5 gesichert werden. Durch Schutzanspruch 3 (3) mit teilweiser Umschließung 3 des Schraubenschaftes 6 kann der Schraubenschaft gesichert werden.
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Schutzanspruch 1 und 2 für festen Untergrund z. B. Mauerwerk oder Beton. Eine solche Konstruktion könnte bsw. zum Anschließen von Fahrrädern an einer Hauswand nützlich sein. Die Erfindung wird im folgenden Beispiel an Hand einer Innensechkantschraube beschrieben. Die Erfindung ist auf verschiedene Schraubenkopf-Formen, verschiedene Formen von Schraubenmuttern, Schließzylinder, Dreikantschlösser, Vierkanntschlösser, Drehschalter o. ä. anwendbar.
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Um die Schraube 5 vor dem Zugriff unbefugter zu schützen benutzt man eine Panzer-Hülse welche den Schraubenkopf 5 vor seitlichem Zugriff schützt und durch den Schraubenkopf 5 in axialer Richtung fixiert wird. Panzer-Hülsen in der genannten Ausführung sind bereits Stand der Technik. Die erfinderische Neuheit besteht darin, dass an der Panzer-Hülse eine Aufnahmemöglichkeit 1, zur Platzierung eines Hangschlossbügels 4, über dem Schraubenkopf geschaffen wird um unerwünschten Zugriff auf den Schraubenkopf 5, in axialer Richtung zu erschwehren. Es ist möglich die Aufnahmemöglichkeit 1 so hoch über dem Schraubenkopf 5 zu platzieren dass es dem Anwender möglich ist Unterlegscheiben, unter und über dem Schraubenkopf zu platzieren. Die Unterlegscheiben unter dem Schraubenkopf verringern den Kraftschluss zwischen der Hülse und der Schraube. Die Unterlegscheibe über dem Schraubenkopf verwehren den Zugriff auf das Formelement der Schraube. Es ist ebenso möglich, statt dem Hangschlossbügel 4, einen Bolzen oder vergleichbare Bauteile zu verwenden welche die gleichen Funktionen wie der Hangschlossbügel erfüllen.
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Voraussetzung für die Verwendung, der im folgenden beschriebenen Panzer-Hülse ist dass die Innen-Sechkanntschraube eine Ringfläche als Anschlag für die Hülse aufweist, z. B. unterhalb eines Schraubenkopfes 5. Die Hülse hat auf einer Öffnungsseite eine verringerte Bohrung 7 um eine Anschlagfläche 2 für den Anschlag der Innen-Sechskantschraube zu schaffen. Aber auch Stifte, Bolzen, Riegel usw., welche als Anschlag dienen könnten, sind denkbar. Die Konstruktion führt dazu dass man eine Handelsübliche Schraube, von der Seite mit dem größeren Bohrungsdurchmesser 8 in die Hülse stecken kann. Beim Eindrehen der Schraube in sein Gegenstück wird der Schraubenkopf in der Panzer-Hülse versenkt. Die Panzer-Hülse wird, durch durch Eindrehen der Innen-Sechskanntschraube, in axialer Richtung fixiert. Es ist ebenso denkbar die Panzer-Hülse ab Werk mit dem Schraubenkopf zu verbinden so dass sich die Panzer-Hülse nicht von der Schraube entfernen lässt, jedoch frei drehbar bleibt. Solche Konstruktionen sind bereits Stand der Technik, allerdings ohne die Möglichkeit ein Hangschloss anzubringen. Zur Platzierung des Hangschlossbügels hat die Panzer-Hülse einen Überstand über dem Schraubenkopf mit mindestens einer Durchbrechung b.z.w. einer Bohrung. Es sind allerdings weitere Aufnahmemöglichkeiten denkbar, z. B. eine mit dem Schraubenkopf bündig schließende Panzer-Hülse auf dessen Rand eine Aufnahmemöglichkeit für den Hangschlossbügel angebracht ist. Durch Einbringen des Schlossbügels und natürlich dem Verschließen des Hangschlosses wird Unbefugten die Möglichkeiten erschwert, den nun unter dem Bügel liegenden Schraubenkopf, zu greifen oder zu entfernen.
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Zum Anschließen von z. B. Wohnanhängern oder Campingzubehör, im Outdoorbereich kann die og. teilweise Umschließung 3 des Schraubenschaftes nützlich sein. Hier treffen alle og. Konstruktionsmerkmale zu, außer dass man in dieser Ausführung eine Außen-Sechskantschraube verwendet. Eine Außen-Sechskantschraube ermöglicht die praktische Anwendung eines Kreuzschlüssels oder auch Radkreuzes (PKW). Die teilweise Umschließung 3 des Schraubenschaftes erschwert es unbefugten die Erdschraube ein Stück freizugraben und den Schraubenschaft mit einer Zange zu greifen. Die Hülse wird hier immer ihrem vorgesehenen Verwendungzweck individuell angepasst.