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Gebiet der Erfindung
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Die Erfindung betrifft ein Trägersystem zur Halterung eines Schienenprofils mit einem Wandhalter, einem mit dem Wandhalter verbindbaren Trägerteil und einem das Trägerteil mit dem Schienenprofil verbindenden Verbindungsteil.
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Stand der Technik
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Schienenprofile, die insbesondere als Laufschienen für Gardinen Verwendung finden, werden, soweit sie nicht direkt an der Decke zu befestigen sind, über Trägersysteme an der Wand befestigt. So ist beispielsweise aus der
DE 1 815 629 A ein Trägersystem zur Halterung eines Schienenprofils bekannt, das als eine Gardinenlaufschiene ausgebildet ist. Das Trägersystem weist dabei einen an einer Wand befestigbaren Wandhalter auf, der über ein Trägerteil, das als eine horizontale Platte ausgebildet und mit dem Wandhalter verbindbar ist, und ein Verbindungsteil mit dem Schienenprofil bzw. der Gardinenlaufschiene verbindbar ist.
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Nachteilig bei diesem bekannten Trägersystem ist zum einen, dass es relativ kompliziert aufgebaut ist und dass zum anderen das Schienenprofil nur hängend anordenbar ist.
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Mit diesem bekannten System hat der Nutzer nur wenige Variationsmöglichkeiten. Zur Befestigung des Trägerteils an dem Wandhalter wird zudem eine Schraubverbindung benötigt.
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Ähnliche Nachteile weist auch das aus der
EP 1 961 348 A2 bekannte Vorhanggarnitursystem auf.
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Aufgabenstellung
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die bekannten Trägersysteme zur Halterung eines Schienenprofils so zu verbessern, dass sie zum einem mit Ausnahme einer Wandbefestigung ohne Werkzeug montiert werden können und dass sie zum anderen universell, einfach und kostengünstig an unterschiedliche Dekorationen angepasst werden können.
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Darstellung der Erfindung
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Die Aufgabe wird in Verbindung mit dem Oberbegriff des Anspruches 1 dadurch gelöst, dass der Wandhalter eine an eine Wand befestigbare Wandplatte aufweist, in die ein mit dem Trägerteil verbundenes Verbindungsstück verrastend einsetzbar ist, dass das Verbindungsstück an seiner der Wandplatte abgewandten Außenfläche ein orthogonal angeordnetes Verbindungselement aufweist, dessen freies Ende in einem korrespondierenden Aufnahmekanal eines Endes des Trägerteils anordenbar ist, und dass das Verbindungselement und das Ende des Trägerteils kraftschlüssig miteinander verbindbar sind.
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Mit Ausnahme der beispielsweise durch Schrauben an einer Wand zu befestigenden Wandplatte können sämtliche weitere Teile ohne die Verwendung von Werkzeug miteinander verbunden werden. Das mit dem Trägerteil verbundene Verbindungsstück kann einfach auf die Wandplatte aufgesetzt und verrastet werden. Dabei weist das Verbindungsstück an seiner der Wandplatte abgewandten Außenfläche ein senkrecht hervorstehendes Verbindungselement auf, dessen freies Ende in einem Aufnahmekanal eines Endes Trägerteils eingesteckt ist. Das freie Ende des Verbindungselements und der mit dem freien Ende in Verbindung stehende Aufnahmekanal sind so aufeinander abgestimmt, dass zwischen beiden eine kraft- bzw. reibschlüssige Verbindung hergestellt werden kann. Zur Unterstützung der kraftschlüssigen Verbindung weist das freie Ende des Verbindungselementes quer zu seiner Längsachse angeordnete sägezahnartige Querrillen oder Lamellen auf. Das Trägerteil und das Verbindungsstück bilden somit eine einfache ohne Werkzeuge an der Wandplatte befestigbare Einheit.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Wandplatte als ein u-förmiges Profil ausgebildet, dessen Schenkel vertikale Seitenwände bilden. Dabei weisen die Seitenwände an ihren einander zugewandten Innenflächen vertikal verlaufende Stege auf.
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Das mit der Wandplatte verbindbare Verbindungsstück ist dabei als ein u-förmiges Profil ausgebildet, dessen Schenkel horizontale Seitenwände bilden, wobei eine obere horizontale Seitenwand an ihrem freien Ende eine hakenförmige Abkantung aufweist, die die beiden vertikal verlaufenden Stege der vertikalen Seitenwände an ihren oberen Enden hintergreifen kann.
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Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der unteren horizontalen Seitenwand des Verbindungsstückes zu der oberen horizontalen Seitenwand hin mindestens im Bereich der unteren Enden der vertikal verlaufenden Stege ein federnder Rastschenkel vorgelagert. Damit lässt sich das Verbindungsstück einfach und ohne Werkzeug mit der Wandplatte verrasten.
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Grundsätzlich ist es aber auch möglich, die zur oberen horizontalen Seitenwand parallel verlaufende untere horizontale Seitenwand federnd auszubilden und so zu dimensionieren, dass sie die unteren Enden der vertikal verlaufenden Stege verrastend übergreift.
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Die Wandplatte und das Verbindungsstück sind einfach aufgebaut und leicht und ohne Werkzeug miteinander zu verbinden.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Trägerteil als ein seitlich und in vertikaler Richtung oben geschlossenes Trägerprofil ausgebildet, bei dem sich der Aufnahmekanal über die gesamte Länge des Trägerteils erstreckt, wobei das Trägerteil in vertikaler Richtung unten an seiner Unterseite eine in Längsrichtung verlaufende Nut aufweist, die in den Aufnahmekanal übergeht, also T-förmig ausgebildet ist. Seitlich zum Aufnahmekanal ist an dessen Längsseiten jeweils ein Seitenkanal benachbart angeordnet.
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Ein solches Trägerteil lässt sich relativ kostengünstig und präzise durch Strangpressen herstellen und muss dann lediglich auf die benötigte Länge geschnitten werden. Durch die Seitenkanäle wird zudem die Stabilität des Trägerteils erhöht.
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Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Schienenprofil in horizontaler Richtung quer zur Längsachse des Trägerteils anordenbar. Das Schienenprofil weist dabei in vertikaler Richtung oben an seiner Oberseite und unten an seiner Unterseite jeweils eine in Längsrichtung verlaufende T-förmige Nut auf. Zusätzlich weist das Schienenprofil an seiner dem Wandhalter zugewandten Rückseite eine in Längsrichtung verlaufende weitere T-förmige Nut auf.
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Während die an der Unterseite angeordnete Nut als Laufschiene dient, kann die an der Oberseite angeordnete T-förmige Nut oder die an der Rückseite angeordnete T-förmige Nut zur Verbindung mit dem Trägerteil genutzt werden.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Verbindungsteil als ein von dem freien Ende des Trägerteils her in dessen Nut einsetzbares Gleitteil ausgebildet. Das Gleitteil kann dabei durch Verschwenken eines aus der Nut herausragenden Fixierarmes über ein quer zur Nut in den Aufnahmekanal seitlich hineinragendes Klemmteil fixiert werden. Der Fixierarm kann an seinem freien, hakenförmigen Ende einen etwa parallel zum Klemmteil verlaufenden Nutanschlag aufweisen. In die von dem Nutanschlag begrenzte Nut des hakenförmigen Endes lässt sich wie unten beschrieben das Schienenprofil mit einem Nutrand einsetzen.
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Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das Gleitteil an seinem das Klemmteil aufweisenden Ende benachbart zum Fixierarm zwei federnde Rastarme auf, die entgegengesetzt seitlich nach außen gerichtete Rastschrägen aufweisen. Dabei können beim Verschwenken des Gleitteils in der Nut des Trägerteils die Rastarme mit ihren freien Enden nach dem Passieren der Nut im Aufnahmekanal verrasten. Das heißt, beim Passieren der Nut werden die Enden der Rastarme über die Rastschrägen zunächst aufeinander zu bewegt und spreizen hinter der Nut in dem Aufnahmekanal auseinander, so dass das Gleitteil in dem Trägerteil zusätzlich zum Klemmteil verrastet.
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Das Gleitteil kann grundsätzlich in unterschiedliche Schienen mit entsprechenden Nuten eingeführt und verrastet werden und ist nicht auf das obige Trägersystem beschränkt.
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Das Schienenprofil ist mit seiner an seiner Rückseite angeordneten Nut, das heißt mit ihrem in vertikaler Richtung oberen Nutrand, auf das hakenförmige Ende des Fixierarmes aufsteckbar, wobei in die von dem Nutanschlag begrenzte Nut des hakenförmigen Endes der obere Nutrand des Schienenprofils eingreift, und durch Verschwenken in eine zum Trägerteil senkrechte Position über ein am Gleitteil angeordnetes Rastteil verrastbar.
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Damit lässt sich auch das Schienenprofil einfach, sicher und schnell ohne Werkzeug mit dem Trägerteil verbinden. Die Position des Schienenprofils ist dabei vom Nutzer im vorgegebenen Rahmen wählbar. Auch das Schienenprofil lässt sich relativ kostengünstig und präzise durch Strangpressen herstellen und muss dann lediglich auf die benötigte Länge geschnitten werden.
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Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Schienenprofil mit seiner Rückseite über das Verbindungsteil mit dem stirnseitigen freien Ende des Trägerteils verbindbar. Zum Verbinden des Schienenprofils mit dem stirnseitigen freien Ende des Trägerteils weist das Verbindungsteil an seinem dem Schienenprofil zugewandten Ende einen in die an der Rückseite des Schienenprofils angeordnete Nut verrastend einsetzbaren Verbindungsansatz auf.
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Das Verbindungsteil weist dem Verbindungsansatz benachbart einen Steckeransatz und zwei dem Steckeransatz seitlich benachbarte Seitenflügel auf. Der Steckeransatz weist quer zur Einsteckrichtung elastische Lamellen auf, so dass das Verbindungsteil mit seinem Steckeransatz in den Aufnahmekanal des Trägerteils und mit den Seitenflügeln in die Seitenkanäle des Trägerteils unter Bildung einer Reib- oder Kraftschlussverbindung einsteckbar ist.
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Die Seitenflügel können an ihren außen liegenden Seitenflächen zur Unterstützung der Kraftschlussverbindung Querrillen bzw. Querrippen aufweisen. Auch können die Seitenflügel zum Steckeransatz hin gerichtete Lamellen aufweisen.
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Bei dem erfindungsgemäßen Trägersystem kann somit das Schienenprofil wahlweise oder zusätzlich an dem stirnseitigen Ende des Trägerteils oder hängend an der Unterseite des Trägerteils befestigt werden. Dabei ist es auch möglich, mehrere Schienenprofile nebeneinander hängend an dem Trägerteil zu befestigen. Auch können die Schienenprofile problemlos an mehreren frei beabstandbaren Trägerteilen befestigt werden.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden ausführlichen Beschreibung und den beigefügten Zeichnungen, in denen bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung beispielsweise veranschaulicht sind.
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Kurzbeschreibung der Zeichnungen
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In den Zeichnungen zeigen:
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1: eine räumliche Darstellung eines Trägersystems zur Halterung eines Schienenprofils als Explosionszeichnung;
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2: eine räumliche Darstellung des Verbindungsstückes von 1, das auf eine Montageunterlage aufgesetzt ist, und einem noch nicht verbundenen Trägerteil;
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3: eine räumliche Darstellung des Verbindungsstückes von 2 mit kraftschlüssig verbundenem Trägerteil;
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4: eine räumliche Darstellung der Wandplatte von 1 mit teilweise aufgesetztem Verbindungsstück mit Trägerteil;
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5: eine räumliche Darstellung der Wandplatte von 4 mit verrastetem Verbindungsstück mit Trägerteil;
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6: eine Seitenansicht im Schnitt und Ausriss der Wandplatte von 4 mit teilweise aufgesetztem Verbindungsstück mit Trägerprofil;
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7: eine Seitenansicht im Schnitt und Ausriss der Wandplatte von 4 mit Verbindungsstück und Trägerteil im verrasteten Zustand;
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8: eine räumliche Darstellung eines Schienenprofils von seiner Rückseite mit einem noch nicht verbundenen Verbindungsteil;
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9: eine räumliche Darstellung des Schienenprofils von 8 mit eingesetztem Verbindungsteil und noch nicht verbundenem Wandhalter mit Trägerteil;
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10: eine räumliche Darstellung des Wandhalters mit Trägerteil und Schienenprofil mit Verbindungsteil von 9 im montierten Zustand;
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11: eine Seitenansicht teilweise im Schnitt eines Wandhalters mit Trägerteil, einem in die Nut des Trägerteils eingesetzten und durch Verschwenken fixierten Gleitteil, sowie verrastetem Schienenprofil;
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12: eine Seitenansicht im Schnitt eines Trägerteils mit:
- a) einem in das freie Ende des Trägerteils eingesetztem Gleitteil,
- b) einem in die Nut des Trägerteils eingesetzten und durch Verschwenken fixierten Gleitteil,
- c) einem auf ein hakenförmiges Ende eines Fixierarmes des Gleitteiles teilweise aufgesetzten Schienenprofil,
- d) das Schienenprofil von c) mit einer Nutkante seiner rückseitigen Nut auf eine Nutauflagefläche des hakenförmigen Endes aufgesetzt,
- e) das Schienenprofil von d) in seiner verrasteten Stellung und
- f) das Schienenprofil von e) in einer teilweise entrasteten Stellung;
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13: eine räumliche Darstellung des Gleitteiles von 11;
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14: eine weitere räumliche Darstellung des Gleitteiles von 11;
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15: eine Seitenansicht des Gleitteiles von 11;
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16: eine räumliche Darstellung eines Verbindungsteiles zur stirnseitigen Verbindung von Trägerteil und Schienenprofil;
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17: eine weitere räumliche Darstellung des Verbindungsteiles von 16;
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18: eine Draufsicht auf das Verbindungsteil von 16 und
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19: eine Seitenansicht des Verbindungsteiles von 16 entlang der Linie XIX-XIX geschnitten;
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Beschreibung der Ausführungsbeispiele
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Gleiche Bezugszeichen in den Figuren deuten auf gleiche oder analoge Bauteile hin. Die nachfolgende Beschreibung bezieht sich, sofern kein ausschließlicher Bezug auf eine spezielle Figur gegeben ist, auf sämtliche Figuren.
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Ein Trägersystem 1 zur Halterung eines Schienenprofils 2 besteht im Wesentlichen aus einem Wandhalter 3 und einem Trägerteil 4.
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Der Wandhalter 3 besteht aus einer Wandplatte 5, die beispielsweise mit Schrauben 6 an einer nicht weiter dargestellten Wand befestigbar ist. Die Wandplatte 5 ist als ein u-förmiges Profil ausgebildet, wobei dessen außenliegende Schenkel vertikale Seitenwände 7 bilden. Dabei weisen die Seitenwände 7 an ihren einander zugewandten Innenflächen 8 vertikal verlaufende Stege 9 auf. Der Wandhalter 3 besteht weiterhin aus einem Verbindungsstück 10, das als ein u-förmiges Profil ausgebildet ist, dessen Schenkel horizontale Seitenwände 11, 12 bilden. Die obere horizontale Seitenwand 11 weist an ihrem freien Ende eine hakenförmige Abkantung 13 auf, die die vertikal verlaufenden Stege 9 an ihren oberen Enden 14 hintergreifen kann. Der unteren horizontalen Seitenwand 12 ist zu der oberen horizontalen Seitenwand 11 hin ein federnder Rastschenkel 16 vorgelagert. Der Rastschenkel 16 weist ein verdicktes Ende 17 auf, mit dem er die unteren Enden 15 der Stege 9 verrastend übergreifen kann.
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Das Verbindungsstück 10 weist an seiner der Wandplatte 5 abgewandten Außenfläche 18 ein rechtwinklig hervorstehendes Verbindungselement 19 auf, das in einen korrespondierenden Aufnahmekanal 20 des Trägerteils 4 einsteckbar ist, wobei das Verbindungselement 19 und das mit dem Verbindungselement 19 korrespondierende Ende des Aufnahmekanals 20 eine kraftschlüssige Verbindung zwischen Verbindungsstück 10 und Trägerteil 4 bilden.
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Quer zu seiner Längsrichtung weist das Verbindungselement 19 Querrillen 21 auf, die auch als eine Art querverlaufende Lamellen ausgebildet sein können und die zur Erhöhung des Kraftschlusses dienen.
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Das Trägerteil 4 ist als ein seitlich und in vertikaler Richtung oben geschlossenes Trägerprofil ausgebildet, wobei sich der Aufnahmekanal 20 über die gesamte Länge des von dem Trägerprofil gebildeten Trägerteils 4 erstreckt. An beiden Längsseiten des Aufnahmekanals 20 ist jeweils ein Seitenkanal 48, 49 angeordnet.
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Das von dem Trägerprofil gebildete Trägerteil 4 weist in vertikaler Richtung unten an seiner Unterseite 22 eine in Längsrichtung verlaufende T-förmige Nut 23 auf, die in den Aufnahmekanal 20 übergeht.
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Das Schienenprofil 2 weist in vertikaler Richtung oben an seiner Oberseite 24 eine T-förmige Nut 25 und unten an seiner Unterseite 26 eine T-förmige Nut 27 auf. Weiterhin weist das Schienenprofil 2 an seiner dem Wandhalter 3 zugewandten Rückseite 28 eine in Längsrichtung verlaufende T-förmige Nut 29 mit einer in vertikaler Richtung oberen Nutkante 50 auf.
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Entsprechend den Ausführungsbeispielen der 1, 11 und 12, kann das Schienenprofil 2 über ein Verbindungsteil 30 hängend an der Unterseite 22 des Trägerteils 4 angeordnet werden. Das Verbindungsteil 30 ist als ein von dem freien Ende 31 des Trägerteils 4 her in dessen Nut 23 über den Aufnahmekanal 20 einsetzbares Gleitteil 32 ausgebildet. Das Gleitteil 32 weist ein quer zur Längsrichtung der Nut 23 des Trägerteiles 4 angeordnetes Klemmteil 33 auf, das im eingesetzten Zustand die Nut 23 innerhalb des Aufnahmekanals 20 übergreift. Ein Fixierarm 34 ist an seinem in vertikaler Richtung oberen Ende seitlich mit dem Klemmteil 33 verbunden, wobei der Fixierarm 34 mit seinem unteren hakenförmigen freien Ende 51 aus der Nut 23 herausragt. An seinem freien Ende 51 weist der Fixierarm 34 eine Aufnahmenut 55 auf, deren Nutaufnahmefläche 56 durch einen etwa parallel zum Klemmteil 33 verlaufenden Nutanschlag 57 begrenzt wird.
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Durch Verschwenken des Fixierarmes 34 mit seinem freien Endes 51 um das Klemmteil 33 wird das Gleitteil 32 über das quer verlaufende Klemmteil 33 in einer Art Formschluss in dem Aufnahmekanal 20 fixiert.
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Das Gleitteil 32 weist an seinem das Klemmteil 33 aufweisenden Ende benachbart zum Fixierarm 34 zwei federnde Rastarme 52, 53 auf, die entgegengesetzt seitlich nach außen gerichtete Rastschrägen 54 aufweisen. Dabei können beim Verschwenken des Gleitteils 32 in der Nut 23 des Trägerteils 4 die Rastarme 52, 53 mit ihren freien Enden 60, 61 nach dem Passieren der Nut 23 im Aufnahmekanal 20 verrasten. Das heißt, beim Passieren der Nut 23 werden die Enden der Rastarme 52, 53 über die Rastschrägen 54 zunächst aufeinander zu bewegt und spreizen hinter der Nut 23 in dem Aufnahmekanal 20 auseinander, so dass das Gleitteil 32 in dem Trägerteil 4 zusätzlich zum Klemmteil 33 verrastet.
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Im ausgeschwenkten Zustand des Gleitteiles 32 ragt ein an dem Klemmteil 33 auf der dem Fixierarm 33 in horizontaler Richtung abgewandten Seite angeordnetes bogenförmiges Rastteil 35 mit seinem freien Ende aus der Nut 23 des Trägerteils 4 heraus.
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Insbesondere entsprechend der 11 lässt sich das Schienenprofil 2 mit seiner an seiner Rückseite 28 angeordneten Nut 29 auf das hakenförmige freie Ende 51 des Fixierarms 34 des Gleitteiles 32 aufstecken, wobei in die von dem Nutanschlag 57 begrenzte Aufnahmenut 55 die obere Nutkante 50 des Schienenprofils 2 eingreift und sich auf der Nutaufnahmefläche 56 abstützt. Durch Verschwenken des Schienenprofils 2 in eine zum horizontalen Trägerteil 4 senkrechte Lage, in der das Rastteil 35 in die Nut 25 an der Oberseite 24 des Schienenprofils 2 einrastet, wird das Schienenprofil 2 an dem Trägerteil 4 fixiert.
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Gemäß den Ausführungsformen der 8 bis 10 kann das Schienenprofil 2 mit seiner Rückseite 28 über ein Verbindungteil 36 stirnseitig mit dem freien Ende 31 des Trägerteils 4 verbunden werden.
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Das Verbindungsteil 36 weist an seinem dem Schienenprofil 2 zugewandten ersten Ende 37 einen Verbindungsansatz 38 auf. An seinem dem ersten Ende 37 abgewandten zweiten Ende 39 weist das Verbindungsteil 36 einen Steckeransatz 40 mit zwei dem Steckeransatz 40 seitlich benachbarten Seitenflügeln 41, 42 auf.
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Der Steckeransatz 40 weist zu den Seitenflügeln 41, 42 hin elastisch verformbare Lamellen 43 auf.
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Die Seitenflügel 41, 42 weisen entsprechend den 1, 8 und 9 ihrerseits zu dem Steckeransatz 40 hin ebenfalls elastisch verformbare Lamellen 44 auf.
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Entsprechend den 16 bis 18 sind die Seitenflügel 41, 42 lamellenfrei ausgebildet und weisen zu ihren freien Enden hin aufeinander zulaufende Außenflächen 58, 59 auf.
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Das Verbindungsteil 36 ist mit seinem Verbindungansatz 38 in die an der Rückseite 28 des Schienenprofils 2 angeordnete Nut 29 über eine Verrastung 45 verrastend einsteckbar.
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Entsprechend ist das mit dem Schienenprofil 2 verbundene Verbindungsteil 36 mit seinem zweite Ende 39, d. h. mit seinem Steckeransatz 40 in den Aufnahmekanal 20 des Trägerteils 4 und mit den Seitenflügeln 41, 42 in die Seitenkanäle 48, 49 des Trägerteils 4 unter Bildung einer Reib- bzw kraftschlüssigen Verbindung einsteckbar
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Zur Abdeckung freier Enden bzw. Stirnseiten des Schienenprofils 2 oder des freien Endes 31 des Trägerteils 4 ist ein Endkappenprofil 46 vorgesehen. Auch lässt sich in das stirnseitige Ende des Schienenprofils 2 ein Endkopf 47 aufstecken.
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Natürlich stellen die in der speziellen Beschreibung diskutierten und in den Figuren gezeigten Ausführungsformen nur illustrative Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung dar. Dem Fachmann ist im Lichte der hiesigen Offenbarung ein breites Spektrum an Variationsmöglichkeiten an die Hand gegeben.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Trägersystem
- 2
- Schienenprofil
- 3
- Wandhalter
- 4
- Trägerteil
- 5
- Wandplatte von 3
- 6
- Schraube
- 7
- vertikale Seitenwand von 5
- 8
- Innenfläche von 5
- 9
- Steg von 7
- 10
- Verbindungsstück von 3
- 11
- horizontale obere Seitenwand von 10
- 12
- horizontale untere Seitenwand von 10
- 13
- Abkantung von 11
- 14
- oberes Ende von 9
- 15
- unteres Ende von 9
- 16
- Rastschenkel
- 17
- verdicktes Ende von 16
- 18
- Außenfläche von 10
- 19
- Verbindungselement von 10
- 20
- Aufnahmekanal von 4
- 21
- Querrillen
- 22
- Unterseite von 4
- 23
- Nut von 4
- 24
- Oberseite von 2
- 25
- Nut von 24
- 26
- Unterseite von 2
- 27
- Nut von 26
- 28
- Rückseite von 2
- 29
- Nut von 28
- 30
- Verbindungsteil
- 31
- freies Ende von 4
- 32
- Gleitteil von 4
- 33
- Klemmteil von 32
- 34
- hakenförmiges freies Ende von 32
- 35
- Rastteil von 32
- 36
- Verbindungsteil
- 37
- erstes Ende von 36
- 38
- Verbindungsansatz von 36
- 39
- zweites Ende von 36
- 40
- Steckeransatz
- 41
- Seitenflügel von 36
- 42
- Seitenflügel von 36
- 43
- Lamellen von 40
- 44
- Lamellen von 41, 42
- 45
- Verrastung von 38
- 46
- Endkappenprofil
- 47
- Endkopf
- 48
- Seitenkanal von 4
- 49
- Seitenkanal von 4
- 50
- obere Nutkante von 29
- 51
- freies Ende von 34
- 52
- erster Rastarm von 32
- 53
- zweiter Rastarm von 32
- 54
- Rastschräge von 52, 53
- 55
- Aufnahmenut von 34
- 56
- Nutaufnahmefläche
- 57
- Nutanschlag von 34
- 58
- äußere Außenfläche von 41, 42
- 59
- innere Außenfläche von 41, 42
- 60
- freies Ende von 52
- 61
- freies Ende von 53
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 1815629 A [0002]
- EP 1961348 A2 [0005]