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Die Erfindung bezieht sich auf ein verstellbares Fahrzeugdach mit einem Faltverdeck nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
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In der
DE 295 10 118 U1 wird ein Faltverdeck für ein Cabriolet-Fahrzeug beschrieben, das zwischen einer den Fahrzeuginnenraum überdeckenden Schließposition und einer geöffneten Ablageposition zu verstellen ist. Der Verdeckbezugstoff ist von einem Verdeckgestänge getragen und wird von einer Verstellkinematik zwischen den Endpositionen des Daches verstellt. Im heckseitigen Bereich des Faltverdecks befindet sich ein schwenkbar gelagerter Spannbügel, an dem der Verdeckbezugstoff befestigt ist und der den Bezugstoff in der Schließposition unter Spannung setzt. Der Spannbügel ist von einem Sturmgestänge in der Schließposition arretiert, das drei einzelne, in Reihe liegende und gelenkig aneinander gekoppelte Sturmstangen umfasst, von denen die hintere Sturmstange sich am Spannbügel abstützt und die vordere Sturmstange an einem Lenker des Verdeckgestänges gelenkig gelagert ist. Das Sturmgestänge ist mittels einer Steuereinrichtung zwischen einer Verriegelungsposition, die der Schließstellung des Faltverdecks und des Spannbügels entspricht, und einer Entriegelungsposition zu verstellen. Die Steuereinrichtung umfasst einen Hydraulikzylinder, der an der Fahrzeugkarosserie angeordnet ist und einen an der Karosserie gelenkig gelagerten Winkelhebel verstellt, der über einen Zwischenhebel das Sturmgestänge beaufschlagt.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verstellbares Fahrzeugdach mit einem Faltverdeck konstruktiv einfach auszubilden.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Die Unteransprüche geben zweckmäßige Weiterbildungen an.
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Das erfindungsgemäße Fahrzeugdach weist ein Faltverdeck auf, das zwischen einer Schließposition und einer Ablageposition verstellbar ist und ein Verdeckgestänge sowie einen Verdeckbezugstoff umfasst. Mittels einer Verstellkinematik wird das Faltverdeck zwischen seinen Endlagen – der Schließposition und der Ablageposition – verstellt. Um eine ausreichende Stoffspannung in der Schließposition des Fahrzeugdaches sicherzustellen, ist der Verdeckbezugstoff von einem Spannbügel, der Bestandteil des Verdeckgestänges ist, unter Spannung zu setzen, wobei der Spannbügel zwischen einer der Schließstellung des Fahrzeugdaches zugeordneten Spannposition und einer Freigabeposition verstellbar ist, in welcher die Stoffspannung abgebaut ist. Der Spannbügel ist vorzugsweise über eine Lenkerkinematik schwenkbar an der Fahrzeugkarosserie gelagert.
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Zur Sicherung des Spannbügels in der Spannposition ist ein Sturmgestänge vorgesehen, das ebenfalls Bestandteil des Verdeckgestänges ist und den Spannbügel in seiner Spannposition arretiert. Über eine Steuereinrichtung ist das Sturmgestänge zwischen einer den Spannbügel arretierenden Verriegelungsposition und einer den Spannbügel freigebenden Entriegelungsposition verstellbar.
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Bei dem erfindungsgemäßen Fahrzeugdach ist vorgesehen, dass die Steuereinrichtung, über die das Sturmgestänge verstellbar ist, an einem Lenker des Verdeckgestänges bzw. der Verstellkinematik abgestützt ist, der jedoch nicht identisch ist mit dem Lenker, an dem die vordere Sturmstange des Sturmgestänges abgestützt ist. Die Steuereinrichtung und die vordere Sturmstange des Sturmgestänges sind somit an unterschiedlichen Lenkern des Verdeckgestänges bzw. der Verstellkinematik abgestützt bzw. gelagert, was die Möglichkeit bietet, die Relativbewegung zwischen diesen Lenkern für die Steuerung der Bewegung des Sturmgestänges zu nutzen. Insbesondere in Verbindung mit der dreiteiligen Ausführung des Sturmgestänges, das die drei in Reihe angeordnete und gelenkig aneinander gekoppelte Sturmstangen umfasst, besteht somit die Möglichkeit, dass sowohl in der Verriegelungs- als auch in der Entrliegelungsposition und auch während der Überführung zwischen beiden Positionen die Sturmstangen sich jeweils in einer gewünschten Position befinden. Damit kann beispielsweise eine Kollision mit einem Verdeckkastendeckel verhindert werden, welcher einen Verdeckkasten zur Aufnahme des Faltverdecks in der Ablageposition verschließt. Weist der Verdeckkastendeckel beispielsweise eine nach oben gerichtete Wölbung bzw. einen Höcker auf, so kann bei der Bewegung des Sturmgestänges bzw. der Überführungsbewegung des Faltverdecks eine Kollision des Sturmgestänges mit dem Verdeckkastendeckel vermieden werden.
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Gemäß einer weiteren zweckmäßigen Ausführung ist vorgesehen, dass die Steuereinrichtung einen Verriegelungshebel umfasst, der eine der Sturmstangen abstützt, beispielsweise die in Fahrzeugrichtung vorne gelegene Sturmstange. Dies kann in der Weise erfolgen, dass am Verriegelungshebel eine Rolle angeordnet ist, an der in Verriegelungsposition eine Sturmstange anliegt. Der Verriegelungshebel ist insbesondere gelenkig gelagert, beispielsweise an einem Lenker der Verstellkinematik, wobei die Drehbewegung des Verriegelungshebels die Überführung des Sturmgestänges von der Entriegelungs- in die Verriegelungsposition bewirkt.
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Der Verriegelungshebel ist Bestandteil der Steuereinrichtung zur Verstellung des Sturmgestänges. Es kann zweckmäßig sein, zumindest zwei Sturmstangen des Sturmgestänges durch die Kraft eines Federelementes in Richtung der Verriegelungsposition zu beaufschlagen. Bei einem dreiteiligen Sturmgestänge trägt das Federelement zur Stabilisierung bei und verhindert, dass das Gelenk unkontrolliert einknickt, welches nicht unmittelbar von dem Federelement beaufschlagt ist.
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Zur Überführung der Steuereinrichtung in die Arretierstellung dient beispielsweise ein Aktuator, der im Falle des Verriegelungshebels diesen um seine Drehachse verstellt. Der Verriegelungshebel ist beispielsweise in Form eines Winkelhebels ausgeführt, wobei der Aktuator an einem ersten Schenkel des Winkelhebels angreift und der Winkelhebel mit seinem zweiten Schenkel eine Sturmstange abstützt.
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Alternativ zu einer Betätigung über einen Aktuator kommt aber auch eine manuelle Verstellung der Steuereinrichtung zur Überführung des Sturmgestänges zwischen Entriegelungs- und Verriegelungsposition in Betracht.
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Des Weiteren ist es möglich, über die Steuereinrichtung sowohl die Überführung von der Entriegelungs- in die Verriegelungsposition als auch in Gegenrichtung, also von der Verriegelungs- in die Entriegelungsposition durchzuführen.
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Des Weiteren kann es zweckmäßig sein, dass das Sturmgestänge in der Verriegelungsposition in einer Übertotpunktlage steht, aus der das Sturmgestänge nur durch äußere Krafteinwirkung in die Entriegelungsposition zurückverstellt werden kann. Möglich ist aber auch eine Ausführung, in der das Sturmgestänge auch in der Verriegelungsposition in einer Untertotpunktlage steht.
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Gemäß einer weiteren zweckmäßigen Ausführung umfasst die Steuereinrichtung einen Gleitstein, der an einem Lenker des Verdeckgestänges bzw. der Verstellkinematik geführt ist und das Sturmgestänge zwischen Verriegelungs- und Entriegelungsposition verstellt. Der Gleitstein ist beispielsweise in einem Langloch geführt, das in den Lenker des Verdeckgestänges bzw. der Verstellkinematik eingebracht ist. Auch der Gleitstein wird entweder von einem Aktuator verstellt oder ist manuell zu betätigen. Der Gleitstein greift beispielsweise unmittelbar an einem Gelenk zwischen zwei Sturmstangen an, insbesondere im Gelenk zwischen der vorderen und der mittleren Sturmstange. Bei dem Lenker, an welchem der Gleitstein geführt ist, handelt es sich vorzugsweise um den Lenker eines Querspriegels des Quergestänges, der sich in Querrichtung des Fahrzeuges im Faltverdeck erstreckt.
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Die vordere Sturmstange kann ebenfalls an einem Lenker eines Querspriegels des Verdeckgestänges gelagert sein, der sich jedoch von dem Lenker des Querspriegels unterscheidet, an dem der Gleitstein geführt ist. So ist es insbesondere zweckmäßig, dass sich die vordere Sturmstange am Lenker eines Hauptspriegels gelenkig abstützt, der in Fahrtrichtung gesehen vor einem weiter hinten liegenden Eckspriegel angeordnet ist, in dessen Lenker die Führung für den Gleitstein eingebracht ist. Auch im Falle der Ausführung der Steuereinrichtung mit einem Verriegelungshebel ist die vordere Sturmstange zweckmäßigerweise am Lenker eines Querspriegels, insbesondere des Hauptspriegels gelenkig gelagert.
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Des Weiteren kann es zweckmäßig sein, die Drehbewegung zwischen zwei Sturmstangen von einem Anschlag zu begrenzen, der beispielsweise zwischen mittlerer und hinterer Sturmstange angeordnet ist. In Kombination mit der Steuereinrichtung in der Ausführung als Verriegelungshebel ist dieses Gelenk zwischen mittlerer und hinterer Sturmstange zusätzlich in Richtung der Entriegelungsposition federkraftbelastet und wird von dem Verriegelungshebel in der Verriegelungsposition gesichert. Sobald die Stützung durch den Verriegelungshebel wegfällt, können mittlere und hintere Sturmstange durch die Wirkung des Federelementes in die Entriegelungsposition verstellt werden. Der Anschlag am Gelenk zwischen mittlerer und hinterer Sturmstange legt die Verriegelungsposition des Sturmgestänges fest.
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Auch in der Ausführung der Steuereinrichtung als Gleitstein ist zweckmäßigerweise zwischen mittlerer und hinterer Sturmstange ein Anschlag zur Begrenzung der Verriegelungsposition angeordnet.
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Gegebenenfalls kann auch zwischen vorderer und mittlerer Sturmstange ein Anschlag zur Begrenzung der Verriegelungsposition vorhanden sein, insbesondere in der Ausführung der Steuereinrichtung als Verriegelungshebel. In der Ausführung mit dem Gleitstein kann dagegen auf einen Anschlag zwischen vorderer und mittlerer Sturmstange verzichtet werden.
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Die Verstellkinematik zur Überführung des Faltverdecks zwischen Schließ- und Ablageposition ist vorteihafterweise als eine Viergelenkkinematik ausgeführt, die zwei an der Fahrzeugkarosserie bzw. einer Hauptlagerkonsole an der Karosserie gelagerte Lenker mit parallelen, sich in Querrichtung erstreckenden Achsen aufweist. Ein vorderes Dachteil des Faltverdecks, das in der Schließposition am Windschutzscheibenrahmen anliegt, bildet vorteilhafterweise die Verbindung der beiden Lenker der Viergelenkkinematik auf der der Fahrzeugkarosserie abgewandten Seite. Dies hat den Vorteil, dass das vordere Dachteil sowohl in der Schließpositon als auch in der Ablageposition mit der Außenseite nach oben liegt und zweckmäßigerweise auch während der Überführungsbewegung zwischen Schließ- und Ablageposition diese Position mit der Außenseite nach oben beibehält, so dass das vordere Dachteil bei der Überführung zwischen den Endlagen des Fahrzeugdaches eine Parallelverschiebung erfährt.
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Weitere Vorteile und zweckmäßige Ausführungen sind den weiteren Ansprüchen, der Figurenbeschreibung und den Zeichnungen zu entnehmen. Es zeigen:
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1 eine perspektivische Darstellung eines verstellbaren Fahrzeugdachs mit einem Faltverdeck, dargestellt in der Schließposition als Halbmodell,
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2 in vergrößerter Darstellung ein Sturmgestänge des Faltverdecks, das einen hinten liegenden Spannbügel beaufschlagt,
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3 das Sturmgestänge in einer weiteren perspektivischen Darstellung,
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4 ein Sturmgestänge für ein Faltverdeck in einer alternativen Ausführung,
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5 das Sturmgestänge aus 4 in einer weiteren perspektivischen Darstellung.
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In den Figuren sind gleiche Bauteile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
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Die 1 bis 3 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel mit einem Faltverdeck 1 für ein Cabriolet-Fahrzeug, wobei das Faltverdeck 1 zwischen der in 1 gezeigten, den Fahrzeuginnenraum überdeckenden Schließposition und einer geöffneten Ablageposition zu verstellen ist, in der das Faltverdeck 1 in einem heckseitigen Verdeckkasten abgelegt ist, welcher von einem Verdeckkastendeckel zu verschließen ist. Das Faltverdeck 1 umfasst einen Verdeckbezugstoff 2 und ein Verdeckgestänge 3, auf dem der Verdeckbezugstoff 2 aufgespannt ist. Das Faltverdeck 1 ist von einer Verstellkinematik 4 zwischen Schließ- und Ablageposition zu verstellen, die als Viergelenkkinematik ausgebildet ist und zwei Lenker 18, 19 umfasst, die gelenkig an einer Hauptlagerkonsole 11 gelagert sind, welche fest mit der Fahrzeugkarosserie verbunden ist. Der in Fahrzeugrichtung vorne liegende Lenker 18 bildet eine C-Säule, der hintere Lenker 19 einen Hauptlenker, der gegebenenfalls von einem Aktuator anzutreiben ist. Grundsätzlich möglich ist auch eine Überführung des Faltverdecks zwischen Schließ- und Ablageposition auf manuellem Wege.
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Das Faltverdeck 1 umfasst ein vorderes Dachteil 5, das in Schließposition unmittelbar am Windschutzscheibenrahmen anliegt und über eine nur andeutungsweise dargestellte Verriegelungsmechanik 6 mit dem Windschutzscheibenrahmen zu verriegeln ist. Am vorderen Dachteil 5 ist der Verdeckbezugstoff 2 befestigt, der im hinteren Bereich des Faltverdecks 1 von einem Spannbügel 9, welcher ebenfalls Bestandteil des Verdeckgestänges 3 ist, in der Schließposition des Faltverdecks unter Spannung gesetzt wird. Das vordere Dachteil 5 bildet außerdem das die beiden Lenker 18 und 19 der Viergelenkkinematik 4 auf der der Fahrzeugkarosserie abgewandten Seite verbindende Bauteil und ist mit den Lenkern 18 und 19 gelenkig gekoppelt. Das vordere Dachteil 5 nimmt sowohl in Schließposition als auch in Ablageposition und auch während der Überführungsbewegung zwischen Schließ- und Ablageposition die gleiche Position mit der Außenseite nach oben ein.
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Weiterer Bestandteil des Verdeckgestänges 3 sind zwei das Faltverdeck in Querrichtung überspannende Querspriegel 7 und 8, von denen der in Fahrtrichtung weiter vorne liegende Spriegel 7 einen Hauptspriegel bildet und der weiter hinten gelegene Spriegel 8 einen Eckspriegel. Beide Spriegel 7, 8 sind über Lenker 7a bzw. 8a gelenkig an der Hauptlagerkonsole 11 und damit an der Fahrzeugkarosserie gelagert.
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Im hinteren Bereich des Faltverdecks, zwischen dem Eckspriegel 8 und dem Spannbügel 9, befindet sich eine in den Verdeckbezugstoff 2 integrierte Heckscheibe 10.
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Zur Abstützung des Spannbügels 9 in der Schließposition des Faltverdecks dient ein Sturmgestänge 12, das drei in Reihe angeordnete und gelenkig aneinander gekoppelte Sturmstangen 13, 14 und 15 umfasst, wobei die vordere Sturmstange 13 gelenkig am Lenker 7a des Hauptspriegels 7 und die hintere Sturmstange 15 gelenkig am Spannbügel 9 gelagert ist. In der Schließposition des Faltverdecks 1 gemäß 1 nimmt das Sturmgestänge 12 eine Verriegelungsposition ein, in welcher der Spannbügel 9 in der Spannposition gehalten und arretiert ist, in welcher der Spannbügel 9 auf einem Verdeckkastendeckel aufliegt, der den Verdeckkasten zur Aufnahme des Faltverdecks in Ablageposition abdeckt. Wird das Sturmgestänge 12 zur Überführung des Faltverdecks von der Schließ- in die Ablageposition in die Entriegelungsposition verstellt, kann der Spannbügel 9 um sein Gelenk an der Spannbügelsteuerkinematik, gelagert an der Hauptlagerkonsole 11 nach oben geschwenkt werden, wodurch die Spannung im Verdeckbezugstoff 2 abgebaut wird.
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Das Sturmgestänge 12 wird von einer Steuerungseinrichtung 16 zwischen Entriegelungs- und Verriegelungsposition verstellt. Die Steuerungseinrichtung 16 umfasst einen Verriegelungshebel 17, der als Winkelhebel ausgebildet und über ein Drehgelenk 21 drehbar an dem Hauptlenker 19 der Viergelenkkinematik 4 gelagert ist. Die Steuerungseinrichtung 16 umfasst des Weiteren einen Aktuator 20, der den Verriegelungshebel 17 um dessen Drehgelenk 21 verschwenkt. Zu diesem Zweck greift der Aktuator 20 an einem Schenkel 17a des Verriegelungshebels 17 an, wodurch sich auch der zweite Schenkel 17b, der die vordere Sturmstange 13 abstützt, um das Drehgelenk 21 bewegt. Im Bereich der Stirnseite befindet sich eine Rolle 22 am Schenkel 17b, die unmittelbar an der vorderen Sturmstange 13 anliegt und diese in Richtung der Verriegelungsposition beaufschlagt.
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Das Sturmgestänge 12 weist zwischen der mittleren Sturmstange 14 und der hinteren Sturmstange 15 im Bereich des verbindenden Drehgelenks ein Federelement 23 auf, das als Schenkelfeder ausgebildet ist und die beiden Sturmstangen 14 und 15 in Richtung der Verriegelungsposition kraftbeaufschlagt. Die Überführung von der Entriegelungs- in die Verriegelungsposition erfolgt über den Verriegelungshebel 17, der gegen die vordere Sturmstange 13 drückt. Sobald der Verriegelungshebel 17 aus der in 1 dargestellten Verriegelungsposition in Richtung der Entriegelungsstellung zurückverschwenkt wird, kehrt das Sturmgestänge 12 alleine in die Entriegelungsposition zurück, da die vordere Sturmstange in Bezug auf die zwei dahinter liegenden Sturmstangen auf Untertotpunktlage ausgelegt ist. Der Spannbügel 9 kann anschließend aus der Spannposition in die angehobene Freigabeposition aufschwenken.
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Zur Begrenzung der Verriegelungsstellung weist das Sturmgestänge 12 zwei Anschläge 24 und 25 auf, die zwischen mittlerer und hinterer Sturmstange 14, 15 bzw. zwischen vorderer und mittlerer Sturmstange 13, 14 im Bereich des jeweiligen, verbindenden Drehgelenks angeordnet sind. Die Anschläge 24 und 25 sind jeweils als ein Anschlagsabschnitt an der mittleren Sturmstange 14 bzw. der vorderen Sturmstange 13 ausgebildet. in der Verriegelungsposition, in der die Sturmstangen in einer Untertotpunktlage liegen, liegt die jeweils benachbarte Sturmstange an dem betreffenden Anschlag 24 bzw. 25 an.
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In den 4 und 5 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel für eine Steuerungseinrichtung 16 für ein Sturmgestänge 12 dargestellt. Der Aufbau des Faltverdecks entspricht im Wesentlichen demjenigen des ersten Ausführungsbeispiels. Auch das Sturmgestänge 12 ist wie im ersten Ausführungsbeispiel dreiteilig aufgebaut und umfasst drei in Reihe angeordnete und gelenkig gekoppelte Sturmstangen 13, 14 und 15, wobei sich die vordere Sturmstange 13 gelenkig am Lenker 7a des vorderen Querspriegels abstützt und die hintere Sturmstange 15 gelenkig mit dem Spannbügel 9 verbunden ist. Die Drehachsen sämtlicher Drehgelenke des Sturmgestänges 12 sind parallel zueinander angeordnet und weisen in Querrichtung.
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Zur Begrenzung der Verriegelungsposition dient wie im ersten Ausführungsbeispiel ein Anschlag 24, der im Bereich des die mittlere Sturmstange 14 mit der hinteren Sturmstange 15 verbindenden Gelenks angeordnet ist.
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Die Steuerungseinrichtung 16, die zur Überführung des Sturmgestänges 12 zwischen Entriegelungs- und Verriegelungsposition dient, umfasst im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel ein Langloch 26 sowie ein Gleitstein 27 (5), der im Langloch 26 gleitend geführt ist. Das Langloch 26, das geradlinig ausgebildet ist, ist in den Lenker 8a des hinten liegenden Eckspriegels 8 eingebracht. Der Gleitstein 27 wird über ein Zugdruckkabel in beide Richtungen des Langlochs 26 bewegt, wobei das Zugdruckkabel in einer Führungshülse 28 geführt ist, die mit dem Gleitstein 27 verbunden ist. Der Gleitstein 27 ist im Bereich des verbindenden Gelenks zwischen vorderer Sturmstange 13 und mittlerer Sturmstange 14 mit dem Sturmgestänge gekoppelt, so dass das Sturmgestänge 12 bei einer Bewegung des Gleitsteins 27 in dem Langloch 26 zwischen Entriegelungs- und Verriegelungsposition verstellt wird. Die Verstellung läuft mithilfe des Gleitsteins 27 in beide Richtungen, also sowohl von der Entriegelungs- in die Verriegelungsposition als auch von der Verriegelungs- in die Entriegelungsposition. Zweckmäßigerweise ist über den Gleitstein 27 die Verriegelungsposition arretierbar. In Betracht kommt aber auch eine Übertotpunktlage des Sturmgestänges in der Verriegelungsposition, aus der heraus durch eine Betätigung über den Gleitstein 27 das Sturmgestänge auch wieder in die Entriegelungsposition überführbar ist.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Faltverdeck
- 2
- Verdeckbezugstoff
- 3
- Verdeckgestänge
- 4
- Viergelenkkinematik
- 5
- vorderes Dachteil
- 6
- Verriegelungsmechanik
- 7
- Hauptspriegel
- 7a
- Lenker
- 8
- Eckspriegel
- 8a
- Lenker
- 9
- Spannbügel
- 10
- Heckscheibe
- 11
- Hauptlagerkonsole
- 12
- Sturmgestänge
- 13
- vordere Sturmstange
- 14
- mittlere Sturmstange
- 15
- hintere Sturmstange
- 16
- Steuerungseinrichtung
- 17
- Verriegelungshebel
- 17a
- Schenkel
- 17b
- Schenkel
- 18
- C-Säule
- 19
- Hauptlenker
- 20
- Aktuator
- 21
- Drehgelenk
- 22
- Rolle
- 23
- Federelement
- 24
- Anschlag
- 25
- Anschlag
- 26
- Langloch
- 27
- Gleitstein
- 28
- Führungshülse
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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