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Das Gebrauchsmuster betrifft eine Schaltung zur Erzeugung eines Wechselfeldes mittels einer Mehrphasenwicklung, welches punktweise richtungskonstant ist gegenüber der Mehrphasenwicklung, d. h. in welchem zumindest in Teilbereichen die magnetische Feldstärke ihre Richtung nicht ändert, gleich mit welchem Vorzeichen, und insbesondere sich nicht dreht. Ein solches Wechselfeld kann etwa erzeugt werden mittels der Ständerwicklung eines Dreiphasenmotors (d. h. Drehstrommotors) und kann genutzt werden zum elektrischen, nich-elektronischen Abbremsen bzw. Stillsetzen des Läufers.
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Hinsichtlich des Läuferblechpakets nutzt das Gebrauchsmuster das Prinzip des Wirbelstrombremsens, wonach durch ein räumlich oder zeitlich inhomogenes Magneteld, gleich welcher räumlicher oder zeitlicher Struktur, verlustbehaftet gebremst werden kann (McGraw-Rill encyclopedia of science & technology, 8. Aufl. New York u. a. 1960, Bd. 5, Seite 643; Kemke, F., Über wechselstromerregte Wirbelstrombremsen, Hannover 1914/15, Seite 8) und hinsichtlich der Läuferwicklung das Prinzip des generatorischen oder außersynchronen Bremsens, welches ebenfalls von Gleich- auf Wechselstrom umgestellt werden kann und wobei die Drehzahl des Läufers bei gleicher Drehrichtung größer ist als die Drehzahl des Drehfeldes, so daß kinetische Energie des Läufers als elektrische Energie in das Netz zurückgespeist wird (Giersch, H.-U. u. a., Elektrische Maschinen, Stuttgart 1982, Seite 241), wodurch mittels eines Feldes der Drehzahl null in der Nähe eines energetischen Optimums der Läufer abgebremst und stillgesetzt werden kann.
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Bei Innen(bzw. Außen)pol-Synchronmotoren kann eine gebrauchsmustergemäß festverdrahtet geschaltete Mehrphasenwicklung die Läufer(bzw. Ständer)wicklung bilden und/oder eine gebrauchsmustergemäß geschaltete Mehrphasenwicklung als Stander(bzw. Läufer)wicklung zum Abbremsen und Stillsetzen genutzt werden.
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Spiegelsymmetrische Schaltungen zur Erzeugung 2-poliger, im Läufer hinlänglich homogener, gegenüber der Ständerwicklung sich nicht drehender Felder sind bekannt.
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Beim Einphasenbremsen (etwa Riefenstahl, U., Elektrische Antriebstechnik, Leipzig 2000, Seite 157) wird nur eine Drehstromphase zugeschaltet, weshalb das Einphasenbremsen außerhalb eines energetischen Optimums bleibt. Eine gleichmäßige Belastung der Drehstromwicklung und der Drehstromphasen wird nicht erreicht.
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Es ist auch eine Schaltung zum außersynchronen Bremsen bekannt, bei welcher nicht nur eine und damit alle drei Drehstromphasen zugeschaltet sind (Jordan, H., Archiv der Elektrotechnik, Bd. 30, 1936, Seite 814, Bild 3). Auch diese Schaltung führt zu keinem energetischen Optimum und zu keiner gleichmäßigen Belastung der Wicklungsstränge und der Drehstromphasen.
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Dementsprechend befaßt sich das Gebrauchsmuster mit einer Schaltung, durch welche die Annäherung an ein energetisches Optimum, als auch eine gleichmäßige Belastung der Mehrphasenwicklung und damit der Stromphasen erreicht wird, Allerdings hat die Anwendung des Gebrauchsmusters zur Voraussetzung, daß die Wicklungsstränge der Mehrphasenwicklung durch Zwischenschalteinrichtungen extern teil- d. h. zwischenschaltbar sind. Eine solche externe Schaltbarkeit ist bei handelsüblichen Drehstrommotoren (d. h. Dreiphasenmotoren) vielfach gegeben, wie bei pol- oder spannungsumschaltbaren Motoren.
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Die Zwischenschalteinrichtungen können sogenannte offene Schalteinrichtungen sein, welche durch Schaltpunktpaare dargestellt werden und am Klemmenbrett mittels zweier Klemmen zu schalten sind, oder sogenannte geschlossene Schalteinrichtungen, d. h. Anzapfungen, welche extern mittels nur einer Klemme zu schalten sind. Normierte Bezeichnungsweisen orientieren sich bei der Aufzählung von Zwischenschalteinrichtungen an einer Anreihung im Drehsinn. Bei nicht festverdrahteten Endschaltpunkten der Strangwicklungen etwa:
U1-U2, V1-V2, W1-W2 und für die Anzapfungen
U11, U12, U13; V11, V12, V13; W11, W12, W13,
bei festverdrahteten Endschaltpunkten der Strangwicklungen etwa wie hier:
U, V, W und U1, U2, U3; V1, V2, V3; W1, W2, W3.
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Bei einer gebrauchsmustergemäßen Zuschaltung von zwei Phasen an zwei Wicklungsstränge nach Anspruch 1 sind Teil-Wicklungsstränge unterschiedlicher Wicklungsstränge zusammengeschaltet, in Serien- oder Parallelschaltung.
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Parallelschaltung führt zu einer Halbierung des Widerstands (R) und damit zu einer Verdoppelung des Stroms (I) und damit der magnetischen Feldstärke. Dies führt zwar einerseits zu einer linearen Erhöhung von Stromwärmeverlusten (RI2), andererseits jedoch zu einer quadratischen Steigerung der Bremskraft (vgl. Dransfeld, K., Kienle, P., Physik II, 7. Aufl. München 2008, Seite 179).
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Deshalb befassen sich die Unteransprüche ausschließlich mit Parallelschaltung. Zur Anwendung des Gebrauchsmusters bei handelsüblichen Dahlander-Drehstromwicklungen, bei welchen die hohe Drehzahl durch Doppelstern zu schalten ist, genügen für die Parallelschaltung Anzapfungen als Zwischenschalteinrichtungen.
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Durch in sich spiegelsymmetrische Zuschaltung zweier Drehstromphasen an zwei Strangwicklungen nach Anspruch 4 (anzuwenden etwa bei 2-fach polumschaltbaren Motoren mit Doppelsternschaltung für die hohe Drehzahl) oder Anspruch 5 (anzuwenden etwa bei 2-fach polumschaltbaren Motoren mit Doppelsternschaltung für die niedere Drehzahl) entsteht ein bezüglich einer durch die Achse des Motors gedachten Symmetrieachse bzw. -ebene in sich spiegelsymmetrisches Feld, welches in dieser Symmetrieebene richtungskonstant ist und zu welchem ein durch die dritte Strangwicklung und die dritte Drehstromphase durch eine Schaltung nach Anspruch 11 bzw. 12 erzeugtes, bezüglich gleicher Symmetrieebene in sich spiegelsymmetrisches, durchwegs richtungskonstantes Feld sich addiert.
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(Bemerkung: In der diesbezüglichen elektrotechnischen Literatur ist ”symmetrisch” immer im Sinn von ”drehsymmetrisch” zu verstehen, ”unsymmetrisch” steht dort auch für ”spiegelsymmetrisch”.)
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Gebräuchliche Drehstromwicklungen bestehen aus drei Wicklungssträngen, die einschließlich der Anschlüsse und Anzapfungen insbesondere in schaltungstopologischer Hinsicht für Drehungen um 120 Grad oder einem Vielfachen davon Intereinander drehsymmetrisch eingerichtet sind. Eine Strangwicklung besteht aus einem oder mehreren Paaren von auf dem Wicklungsträger einander gegenüberliegenden Spulengruppen, welche zusammen mit ihren Anschlüssen in Bezug auf eine durch die Achse des Motors gedachte Symmetrieebene senkrecht zur Achse der Spulengruppen den gleichen oder verschiedenen Windungssinn (bzw. verschiedenen oder den gleichen, den Windungssinn von der Motorachse aus gesehen) aufweisen, etwa bei 2-fach polumschaltbaren Motoren mit Doppelsternschaltung für die hohe Drehzahl, den gleichen, bei Doppelsternschaltung für die niedere Drehzahl verschiedenen.
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Durch eine einzelne Strangwicklung und nur eine Drehstromphase wird ein Feld erzeugt, welches durchwegs richtungskonstant ist.
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Gebräuchliche Strangwicklungen weisen Symmetrieachsen a-aa bzw. -ebenen e auf, welche durch die Achse des Motors gelegt zu denken sind, bezüglich welcher die Strangwicklung in sich spiegelsymmetrisch ist hinsichtlich der Lagerung der Spulengruppen und in sich spiegelsymmetrisch bzw. teils spiegelantisymmetrisch (bzw. spiegelantisymmetrisch oder teils spiegelsymmetrisch, den Windungssinn von der Motorachse aus gesehen) hinsichtlich des Windungssinns der Spulengruppen. Gebräuchliche Strangwicklungen polumschaltbarer Motoren weisen desweiteren Symmetrieachsen bzw. -ebenen auf, bezüglich welcher die Strangwicklung darüberhinaus in sich spiegelsymmetrisch ist im schaltungstopologischen Sinn hinsichtlich der Anzapfungen.
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Bei einer Symmetrieachse a1-aa1 bzw. -ebene e1 der ersten Strangwicklung und einer Symmetrieachse a2-aa2 bzw. -ebene e2 einer zweiten, gegenüber der ersten, gleich in welchem Drehsinn, um 120 Grad versetzten zweiten Strangwicklung zeigt sich nach der Spiegelsymmetrie in sich bezüglich a1-aa1 bzw. e1 und drehsymmetrisch nach einer Drehung um 120 Grad (oder drehsymmwetrisch durch eine Drehung um 120 Grad und einer Spiegelsymmetrie in sich bezüglich a2-aa2 bzw. e2), daß die erste und die zweite Strangwicklung zueinaner spiegelsymmetrisch gelagert sind bezüglich der Winkelhalbierenden des 120 Grad Winkels zwischen a1-aa1 bzw. e1 und a2-aa2 bzw. e2 als Symmetrieachse A-AA bzw. E. Spulengruppen, bei welchen die Strangwicklung spiegelantisymmetrisch in sich ist hinsichtlich des Windungssinns, sind bezüglich der Symmetrieebene E hinsichtlich des Windungssinns antisymmetrisch zueinander gelagert, wie sich auf dieselbe Weise zeigt. Spulengruppen in einer Antisymmetrie hinsichtlich des von der Motorachse aus gesehenen Windungssinn, sind entweder in der ersten oder im der zweiten Strangwicklung umzupolen (vgl. die Ansprüche 5, 10 und 12 gegenüber den Ansprüchen 4, 9 und 11).
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Durch das Zusammenschalten der zueinander spiegelsymmetrisch gelagerten Anzapfungen und von zueiander spiegelsymmetrisch gelagerten, wenn nicht schon festverdrahteten Anfangs- bzw. Endschaltpunkten der ersten und der zweiten Strangwicklung ergeben sich Verknüpfungen, über welche dem ersten und dem zweiten Wicklungsstrang eine erste und eine zweite Drehstromphase in Dreiecksschaltung zuzuschalten ist.
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Die durch die erste Drehstromphase im ersten und im zweiten Wicklungsstrang erzeugten Felder sind jeweils durchwegs richtungskonstant, so daß durch räumliche Addition die beiden Felder sich addieren zu einem durchwegs richtungskonstanten Feld, innerhalb der Ebene E mit Richtung der Feldlinien parallel zur Achse A-AA. Ebenso addieren sich die durch die zweite Drehstromphase im ersten und im zweiten Wicklungsstrang erzeugten Felder zu einem durchwegs richtungskonstanten Feld, innerhalb der Ebene E mit Richtung der Feldlinien parallel zur Achse A-AA, jedoch mit anderer Phasenlage. In der Symmetrieebene E addieren sich die Felder verschiedener Phasenlage zu einem richtungskonstanten Feld mit Feldlinien ebensolcher Richtung. Außerhalb der Symmetrieebene E sich ergebende Störungen der Richtungskonstanz sind hinsichtlich eines energetischen Optimums unerhablich und entstehen symmetrisch bezüglich der Symmetrieebene E, wodurch die Bremswirkung verstärkt wird.
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Verknüpfungen, die nicht an einen Drehstromanschluß gelegt sind, können an einen Sternpunkt geschaltet werden, sodaß durch Verknüpfungen, welche an einen Drehstromanschluß gelegt sind, die dem Drehstromanschluß entsprechende Drehstromphase in Sternschaltung sowohl dem ersten als auch dem zweiten Wicklungsstrang zuzuschalten ist (Anwendungsbeispiel 1, Anspruch 8).
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Durch die dritte Strangwicklung, welche gegenüber der ersten um eine weitere Drehung im selben Drehsinn von 120 Grad versetzt ist und die dritte Drehstromphase wird ein ohnehin durchwegs richtungskonstantes Feld erzeugt, welches, gegebenenfalls nach Umpolung jeweils einer Spulengruppe von Paaren einander gegenüberliegender und hinsichtlich des Windungssinns zueinander spiegelantisymmetrisch gelagerter Spulengruppen (vgl. Anspruch 11 bzw. 12), in sich spiegelsymmetrisch ist bezüglich der Achse A-AA bzw. der Ebene E und welches sich zu dem durch die erste und die zweite Strangwicklung und die erste und die zweite Drehstromphase geschaltem Feld addiert.
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Hinlänglich räumlich homogene 2-polige Felder, wie sie in einander gegenüberliegenden Spulengruppen entstehen, insbesondere bei Einschicht-Faßwicklungen, addieren sich durchwegs wieder zu homogenen Feldern. Die Addition der einzelnen Felder kann vom Fachmann im Zeigerdiagramm verfolgt werden.
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Im Folgenden werden gebrauchsmustergemäße Schaltungen an Hand der Zeichnungen erläutert.
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Die Anwendungsbeispiele 1 und 2 befassen sich mit der Anwendung des Gebrauchsmusters bei einem 3-fach polumschaltbaren Motor mit einer Ständerwicklung zur Erzeugung von 2/4/8-poligen Drehfeldern, die Anwendungsbeispiele 3 und 4 befassen sich mit der Anwendung der Erfindung bei einem Motor mit einer Ständerwicklung zur Erzeugung von 2/4-poligen Drehfeldern, das Anwendungsbeispiel 3 bei festverdrahtetem Dreieck, das Anwendungsbeispiel 4 bei festverdrahtetem Stern und extern zuschaltbarem Mittelpunktsleiter (Neutralleiter) an einem TN-S-Drehstromnetz (Schiender, F., Klingenberg, G., Ventilatoren im Einsatz, Düsseldorf 1996, Seite 143).
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Im Wicklungsschema des 2/4/8-poligen Motors (1a) liegt beispielsweise eine erste Strangwicklung u mit festverdrahteten Anfangs- bzw. Endschaltpunkten U bzw. V, mit 4 Spulengruppen UI, UII, UIII, UIV und 3 Anzapfungen U1, U2, U3 in den Nuten (durchlaufed gezeichnet):
U/UI: 2, 7, 1, 8/U1/UII: 26, 31, 25, 32/U2/
UIII: 38, 43, 37, 44/U3/UIV: 14, 19, 13, 20/V
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Eine zweite gegenüber der ersten, gleich in welchem Drehsinn, um 120 Grad versetzte Strangwicklung v liegt mit festverdrahteten Anfangs- bzw. Endschaltpunkten V bzw. W, mit den 4 Spulengrupen VI, VII, VIII, VIV und 3 Anzapfungen V1, V2, V3 beispielsweise in den Nuten (strichpunktiert gezeichnet):
V/VI: 18, 23, 17, 24/V1/VII: 42, 47, 41, 48/V2/
VIII: 6, 11, 5, 12/V3/VIV: 30, 35, 29, 36/W
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Neben dem Wicklungsschema (1a) zeigt der Nutenplan (1b bzw. 2b), daß die Strangwicklung u mit den Spulengruppen UI, UII, UIII und UIV und den Anzapfungen U1, U2 und U3 spiegelsymmetrisch in sich ist bezüglich der Achse a1-aa1 hinsichtlich der Lagerung der Spulengruppen (entsprechend UIII-UII, UI-UIV), deren Windungssinns und der Anzapfungen (entsprechend U3-U1, U2) und daß der Wicklungsstrang v mit den Spulengruppen VI, VII, VIII und VIV und den Anzapfungen V1, V2 und V3 spiegelsymmetrisch in sich ist bezüglich der Achse a2-aa2 hinsichtlich der Lagerung der Spulengruppen (entsprechend VI-VIV, VIII-VII), deren Windungssinn und der Anzapfungen (entsprechend V1-V3, V2), demzufolge bezüglich der Winkelhalbierenden A-AA Spulengruppen (entsprechend UII, UIV-VIII, VI) samt Windungssinn und Anzapfungen (entsprechend U1-V3, U3-V1 W2) spiegelsymmetrisch zueinander gelagert sind. Damit sind zusammenschaltbar die Paare von Anzapfungen (U1, V3), (U2, V2; und (U3, V1), womit neben V und (U, W) die Verknüpfungen (U1, V3), (U2, V2), (U3, V1) sich ergeben.
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Das Anwendungsbeispiel 1 befaßt sich mit dem Schalten eines 2-poligen im Läufer hinlänglich homogenen Wechselfeldes nach Anspruch 8.
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Zur Erzeugung eines 2-poligen im Läufer homogenen Drehfeldes waren den Strangwicklungen jeweils eine Drehstromphase im doppelten Doppelstern zuzuschalten, den Strangwicklungen u und v über die Anzapfungen U1 bzw. U2, U3 bzw V3 mit U2 und V2 am Sternpunkt (
1c, Stand der Technik,
US-PS 4.363,985 ,
5). Durch Zuschalten im Stern einer ersten Drehstromphase an die erste als auch die zweite Strangwicklung über die Verknüpfung (U1, V3) und der zweiten Drehstromphase an die erste als auch die zweite Strangwicklung über die Verknüpfung (U3, V1) und Zuschalten der dritten Drehstromphase im Stern über die Anzapfung W2 ergibt sich mit den zusammengeschalteten Verknüpfungen (U2, V2), V, (U, W) als Sternpunkt die gebrauchsmustergemäße in sich spiegelsymmetrische in
1d wiedergegebene Schaltung. Beisopielsweise Nockenschalterzeilen für das Drehfeld und das richtiungskonstante Feld sind beim Wicklungschema (
1a) wiedergegeben.
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Das Anwendungsbeispiel 2 befaßt sich mit dem Schalten eines im Läufer approximiert richtungskonstanten 4-poligen Wechselfeldes nach Anspruch 11.
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Ein 4-polige Drehfeld war zu schalten durch Doppelstern, bei den Strangwicklungen u und v über die Anzapfungen U2 und V2 (2c, Stand der Technik).
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Durch Zuschalten des Drehstroms im Dreieck über die Verknüpfungen V, (U2, V2) (U, W) und über W2 ergibt sich die in 2d wiedergegebene in sich spiegelsymmetrische Schaltung. Nockenschalterzeilen für das Drehfeld und das richtungskonstante Feld sind beim Wicklungsschema (2a), momentane Feldlinien und Strompfeile beim Nutenplan (2b) wiedergegeben.
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Im Wicklungsschema des 2/4-poligen Motors (3a) liegt beispielsweise eine erste Strangwicklung u mit 2 Spulengruppen ui, uii und einer Anzapfung U1 in den Nuten (durchlaufend gezeichnet):
U/ui: 1, 7, 2, 8, 3, 94, 10/U1/uii: 13, 19, 14, 20, 15, 21, 16, 22/V
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Eine zweite gegenüber der ersten, gleich in welchem Drehsinn um 120 Grad versetzte Strangwicklung v liegt mit den Spulengruppen vi und vii und der Anzapfung V1 beispielsweise in den Nuten (punktiert gezeichnet):
V/vi: 9, 15, 10, 16, 11, 17, 12, 18/V1/vii: 21, 3, 22, 4, 23, 5, 24, 6/W
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Neben dem Wicklungsschema (3a) zeigt der Nutenplan (3b), daß die Strangwicklung u mit den Spulengruppen ui und uii und der Anzapfung U1 spiegelsymmetrisch in sich ist bezüglich der Achse a1-aa1 hinsichtlich der Lagerung der Spulengruppen (entsprechend ui-uii), deren Windungssinns und der Anzapfung U1 (auf der Symmetrieachse), und daß der Wicklungsstrang v in sich spiegelsymmetrisch ist bezüglich der Achse a2-aa2 hinsichtlich der Lagerung der Spulengruppen (entsprechend vi-vii), deren Windungssinn und der Anzapfung (V1 auf der Symmetrieachse), demzufolge bezüglich der Winkelhalbierenden A-AA Spulengruppen (entsprechend ui, vii-uii, vi) samt Windungssinn und Anzapfungen (entsprechend U1-V1) spiegelsymmetrisch zueinander gelagert sind. Damit ist das Paar von Anzapfungen (U1, V1) zusammenschaltbar, womit neben V und (U, W) die Verknüpfung (U1, V1) sich ergibt.
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Das Anwendungsbeispiel 3 befaßt such mit dem Schalten eines im Läufer hinlänglich homogenen 2-poligen richtungskonstanten Wechselfeldes nach Anspruch 11.
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Ein 2-poliges Drehfeldes, also die hohe Drehzahl, war zu schalten durch Doppelstern, bei den Strangwicklungen u und v über die Anzapfungen U1 und V1 (3c, Stand der Technik). Durch Zuschaltung des Drehstroms im Dreieck über die Verknüpfungen V, (U1, V1), (U, W) und über W1 ergibt sich die in 3d wiedergegebene in sich spiegelsymmetrische Schaltung (vgl. die Schaltung zu Anwendungsbeispiel 2). Eine beispielsweise Nockenschalterzeile für das richtungskonstante Feld ist neben einer Nockenschalterzeile für das Drehfeld beim Wicklungsschema (3a) wiedergegeben, momentane Feldlinien und Strompfeile beim Nutenplan (3b).
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Das Anwendungsbeispiel 4 befaßt sich mit dem Schalten nach Anspruch 13 eines 2-poligen im Läufer hinlänglich homogenen Wechselfeldes bei einem 2-fach polumschaltbaren Motor zur Erzeugung 2/4-poliger Drehfelder mit festverdrahtetem Sternpunkt bei extern schaltbarem Mittelpunksleiter (Neutralleiter).
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Ein 2-poliges Drehfeld war zu schalten durch Doppelstern, bei den Strangwicklungen u bzw. v über die Anzapfungen U1 bzw. V1 (4a. Stand der Technik). Durch Zuschaltung des Drehstroms im Dreieck über die Verknüpfungen V, (U1, V1), Neutralleiteranschluß des festverdrahteten Sternpunkts, und die Anzapfung W1 der dritten Strangwicklung w ergibt sich die in 4b wiedergegebene in sich spiegelsymmetrische Schaltung. Wicklungsschema und Nutenplan sind dieselben wie in Anwendungsbeispiel 3. Eine beispielsweise Nockenschalterzeile für das richtungskonstante Feld ist neben einer Nockenschalterzeile für das Drehfeld beim Wicklungsschema (4a) wiedergegeben.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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Zitierte Nicht-Patentliteratur
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- McGraw-Rill encyclopedia of science & technology, 8. Aufl. New York u. a. 1960, Bd. 5, Seite 643 [0002]
- Kemke, F., Über wechselstromerregte Wirbelstrombremsen, Hannover 1914/15, Seite 8 [0002]
- Giersch, H.-U. u. a., Elektrische Maschinen, Stuttgart 1982, Seite 241 [0002]
- Riefenstahl, U., Elektrische Antriebstechnik, Leipzig 2000, Seite 157 [0005]
- Jordan, H., Archiv der Elektrotechnik, Bd. 30, 1936, Seite 814, Bild 3 [0006]
- Dransfeld, K., Kienle, P., Physik II, 7. Aufl. München 2008, Seite 179 [0010]
- Schiender, F., Klingenberg, G., Ventilatoren im Einsatz, Düsseldorf 1996, Seite 143 [0024]