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Die Erfindung betrifft einen Ständer für einen Getränkebehälter mit einem geringen Eigengewicht, insbesondere für ein leichtes Einwegfass mit geringer Füllmenge.
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Getränke, wie z.B. Bier, Wein, Saft und Limonade, werden in der Regel in Kleingefäße abgefüllt, besonders in Flaschen, Dosen und kartonartigen Verpackungen, und dann zu tragbaren Einheiten zusammengestellt, d.h. eine bestimmte Anzahl in einem Träger zusammengefasst. So weisen derartige Kleingefäße Füllmengen auf, z.B. 0,33 oder 0,5 Liter, welche an die jeweiligen Verbrauchsgewohnheiten der Konsumenten angepasst und von einer Person sehr leicht zu handhaben sind. Sie können auf einfache Weise z.B. in Kühlschränken gelagert und ohne weiteres manuell geöffnet werden. Weiterhin ist die Menge derartiger Kleingefäße in einem Träger so abgestimmt, dass die Einheit aus Träger und Kleingefäßen von einer Person ohne weiteres transportierbar ist.
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Alternativ dazu werden auch kompakte, fass- oder kartonartige Behälter zur Abfüllung von Getränken verwendet, z.B. von Bier. Als ein Beispiel hierfür sollen die so genannten Partyfässer genannt werden. Im Vergleich zu Fässern, die von der Getränkeindustrie verwendet werden, weisen diese eine geringe Füllmenge auf, z.B. von 5 Litern. Fässer dieser Art sind meist als ein portables Einwegfass aus Feinblech ausgeführt und mit einer entsprechend einfachen Zapfvorrichtung ausgestattet. Als ein weiteres Beispiel sollen große, kartonartige Behälter mit einem Ablassventil genannt werden. In diese kann z.B. zusätzlich ein Flüssigkeitsbeutel eingelegt sein, der mit einer wiederverschließbaren Befüll- und Ablassöffnung versehen ist. Kartonartige Behälter dieser Art werden häufig mit Most gefüllt, z.B. Apfel- oder Traubenmost, oder Molkereiprodukten und können ein Füllvolumen von bis zu 20 Litern aufweisen. Diese Art von Getränkebehältern mit einem geringen Eigen- bzw. Leergewicht werden auch als „Bag-in-Box“ Verpackungen bezeichnet.
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Derartige kompakte Getränkebehälter sind zwar für eine Person tragbar, jedoch treten in Praxis häufig Probleme beim Gebrauch auf. So werden diese in vielen Fällen an der Kante z.B. eines Tisches platziert, um bei der Entnahme der Getränkeflüssigkeit ein Kleingefäß, z.B. ein Glas oder Bierkrug, über die meist im Mantel und am Boden des Behälters befindliche Auslassvorrichtung unterstellen und befüllen zu können.
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Eine solche Anordnung ist häufig instabil, so dass der kompakte Getränkebehälter heruntergestoßen oder auf der Oberfläche z.B. eines Tisches verrutschen kann. Weiterhin hat ein derartiger Getränkebehälter häufig eine schlanke, hohe Bauform, und einen relativ weit oben liegenden Schwerpunkt. Im Vergleich zu einem erheblich schwereren, dickwandigen, gewerblichen Mehrwegbehälter, z.B. einem Bierfass mit einem Edelstahlkern und einer Ummantelung aus Kunststoff oder Gummi, auch KEG genannt, besteht bei einem Getränkebehälter mit geringem Eigengewicht die Gefahr, dass dieser umkippen oder herunterfallen kann. Diese Gefahr nimmt bei fortschreitender Entleerung des Getränkebehälters erheblich zu, da die Standfestigkeit auf Grund des geringen Eigengewichts und des Flüssigkeitsverlustes rapide abnimmt.
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Da besonders aus Kostengründen für die Herstellung z.B. eines Einwegbierfasses mit einer Füllmenge von z.B. 5 Litern möglichst dünnwandige Feinbleche verwendet werden, weist dieses im leeren Zustand nur noch ein Eigengewicht von geringfügig mehr als 500 g auf. Die Standfestigkeit eines solchen fassartigen Getränkebehälters mit einem geringen Eigengewicht ist somit schon bei einer geringen Entleerung bereits deutlich eingeschränkt.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde einen Ständer anzugeben, der eine sichere Handhabung eines Getränkebehälters, der ein nur geringes Eigengewicht aufweist, unabhängig von dessen aktuellem Füllstand ermöglicht.
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Die Aufgabe wird gelöst mit dem im Anspruch 1 angegebenen Ständer. Vorteilhafte weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
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Erfindungsgemäß weist der Ständer ein stuhlartiges Gestell mit einer Sitzplatte zum Abstellen eines Getränkebehälters in erhöhter Position auf. Es sind somit das Unterstellen und Befüllen eines Kleingefäßes über ein im Mantel des Getränkebehälters befindliches Auslassventil möglich. Weiterhin weist die Sitzplatte erste Fixiermittel auf, die beim Abstellen eines Getränkebehälters mit dessen Boden so in Eingriff kommen, dass der Getränkebehälter auf der Oberseite der Sitzplatte gegen Verrutschen gesichert positioniert ist. Die ersten Fixiermittel können beispielhaft in Form einer auf der Oberseite der Sitzplatte angebrachten Fixierscheibe ausgeführt sein, die möglichst passgenau in eine Mulde im Boden des Getränkebehälters eingreift.
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Bei einer bevorzugten weiteren Ausführung der Erfindung sind am stuhlartigen Gestell zweite Fixiermittel so angebracht, dass diese nach Abstellen eines Getränkebehälters auf der Sitzplatte mit dessen Deckel so in Eingriff gebracht werden können, dass der Getränkebehälter gegen Kippung gesichert auf der Oberseite der Sitzplatte positioniert ist. Die zweiten Fixiermittel können beispielhaft in Form eines schwenkbaren Klappdeckels ausgeführt sein, der eine Fixieröffnung mit Abmessungen aufweist, so dass die Fixieröffnung möglichst passgenau den Deckel des Getränkebehälters umfasst.
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Die Erfindung ermöglicht es Personen einen Getränkebehälter, der ein nur geringes Eigengewicht aufweist, bei jedem Befüllungsgrad sicher zu handhaben. So ist ein Getränkebehälter von den ersten Fixiermitteln auf der Sitzplatte des stuhlartigen Gestells auch dann gegen Verrutschen gesichert, und damit ebenfalls gegen ein versehentliches Herunterfallen, wenn dieser bereits mehr oder weniger stark entleert ist.
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Besonders bei einer vorteilhaften Ausführung des stuhlartigen Gestells mit einer Rückwand und zwei Seitenwänden an den vertikalen Kanten der Rückwand sowie einer Anordnung der Sitzplatte im Aufnahmeraum zwischen der Rückwand und den Seitenwänden, wird ein Getränkebehälter von drei Seiten umfasst und sicher gehalten. Vorteilhaft können dabei die Elemente des Ständers, d.h. Rückwand, Seitenwände, Sitzplatte und bevorzugt zusätzlich die ersten und zweiten Fixiermittel aus einem Material bestehen, welche Feuchtigkeit zumindest abweist. Werden z.B. wasserfeste Multiplexplatten zum Aufbau des erfindungsgemäßen Ständers verwendet, so stellt dieser einen möbelähnlichen Gegenstand dar.
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Bei einer solchen Ausführung bilden das stuhlartige Gestell und ein insbesondere über die ersten und zweiten Fixiermittel sowohl am Boden als auch am Deckel gehaltener Getränkebehälter eine solche kompakte Einheit, dass diese z.B. mittels einer Grifföffnung am oberen Ende der Rückwand getragen oder über Bodenrollen am unteren Ende der Rückwand gefahren werden kann.
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Bei einer weiteren Ausführung kann der Ständer eine zunächst flache Platte aus knickbares Material aufweisen, welche so mit Biegekanten versehen ist, dass zumindest die Rückwand, die Seitenwände und die Sitzplatte zu dem stuhlartigen Gestell herausbiegbar sind. Andererseits können zumindest die Rückwand, die beiden Seitenwände und die Sitzplatte vorteilhaft insbesondere zum Zwecke eines leichteren Transports so miteinander verbunden sein, dass diese aufeinander liegend zu einem flachen Paket zusammenfaltbar sind. Für eine solche Ausführung ist z.B. Schwerlastpappe als knickbares Material für die Platte besonders geeignet.
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Diese Ausführung der Erfindung eignet sich z.B. besonders als ein Saisonartikel, der z.B. in einem Getränkemarkt einmal in Einheit mit einem Einwegbierfass an einen Verbraucher verkauft und dann für die Dauer der warmen Jahreszeit von diesem zur Halterung einer Vielzahl von weiteren Einwegbierfässern genutzt werden kann. Der erfindungsgemäße Ständer kann auch als zusätzliches Werbemittel genutzt werden und auf dieses Weise z.B. die Wiederanschaffung von Getränkebehältern desselben Herstellers unterstützen.
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Die Erfindung und weitere vorteilhafte Ausführungen derselben werden an Hand von zwei in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen nachfolgend näher erläutert. Dabei zeigt
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1 eine schnittbildartige Seitenansicht auf eine erste beispielhafte Ausführungsform für einen gemäß der Erfindung ausgeführten Ständer, wobei dieser ein Einwegfass aus Feinblech als einen beispielhaften Getränkebehälter mit geringem Eigengewicht trägt, und zusätzliche zweite Fixiermittel, z.B. einen schwenkbaren Klappdeckel, noch nicht in Eingriff gebracht sind,
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2 das Ausführungsbeispiel von 1 in einer Frontansicht,
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3 eine seitliche Draufsicht auf die Anordnung von 1, wobei der Klappdeckel als zusätzliches zweites Fixiermittel auf den Deckel des Getränkebehälters heruntergeschwenkt ist,
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4 das Ausführungsbeispiel von 3 in einer Frontansicht und mit einem beispielhaften zusätzlichen Kleingefäß für die Übernahme einer Getränkemenge,
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5 eine Draufsicht auf eine zweite beispielhafte Ausführung für einen gemäß der Erfindung ausgeführten Ständer, wobei dieser eine ursprünglich flache Platte aus einem knickbaren Material mit Biegekanten als Ausgangselement aufweist, aus der zumindest das stuhlartige Gestell des Ständers herausbiegbar ist,
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6 die Ausführung der Erfindung gemäß 5, wobei zumindest die Rückwand, die Seitenwände und die Sitzplatte des erfindungsgemäßen Ständers insbesondere zum Zwecke eines einfachen Transports aufeinander liegend zu einem flachen Paket zusammengefaltet sind,
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7 die Ausführung der Erfindung gemäß 6, wobei das flache Paket aus den Komponenten des zusammengefalteten erfindungsgemäßen Ständers z.B. über Spanngurte mit einem z.B. fassartigen Getränkebehälter zu einer Verkaufseinheit verbunden ist,
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8 eine Seitenansicht auf die zweite beispielhafte Ausführung für einen erfindungsgemäßen Ständer im entfalteten Zustand, und
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9 das Ausführungsbeispiel von 8 in einer Frontansicht und mit einem beispielhaften zusätzlichen Kleingefäß für die Übernahme einer Getränkemenge.
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1 zeigt eine schnittbildartige Seitenansicht und 2 eine dazugehörige Frontansicht auf eine erste beispielhafte Ausführungsform für einen gemäß der Erfindung ausgeführten Ständer B. Dabei trägt der beispielhaft dargestellte Ständer B einen Getränkebehälter F mit geringem Eigengewicht.
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Der im Beispiel der Figuren dargestellte Getränkebehälter F ist z.B. ein kleines Einwegbierfass aus Feinblech. Dessen Oberseite ist über einen Deckel F1 verschlossen, der in bekannter Weise einen Außenring F11 und eine davon abgegrenzte Deckelmulde F12 aufweist. Entsprechend weist auch der Boden F2 einen Außenring F21 mit einer innenliegenden Bodenmulde F22 auf. Der Mantel F3 ist fassartig geformt und insbesondere mit Hilfe von Sicken verstärkt. Im Bereich des Bodens F2 ist im Mantel F3 ein Auslassventil F31, z.B. ein Zapfhahn, eingelassen. Der erfindungsgemäße Ständer B ist auch zur Platzierung und Halterung von anderen Getränkebehältern mit geringem Eigen- bzw. Leergewicht geeignet, z.B. für kartonartige Behältern mit Saft, und vieles mehr.
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Der beispielhafte Ständer B weist eine Rückwand 1 auf, dessen oberes Ende 11 vorteilhaft als ein Kopfbereich mit einer Grifföffnung 111 ausgebildet ist, und dessen unteres Ende 12 als eine Aufstell- und Kippkante dient. An den vertikalen Seitenkanten 15a, 15b der Rückwand 1 sind auf der Innenseite 13 eine erste und zweite Seitenwand 2, 3 über deren hintere vertikale Anlagekanten 22, 32 angebracht. In Höhe einer Montagelinie 14a ist eine Sitzplatte 4 über eine hintere Anlagekante 43 an der Innenseite 13 der Rückwand 1 sowie zwischen den beiden Seitenwänden 2, 3 platziert. Der erfindungsgemäße Ständer B bildet somit ein stuhlartiges Gestell mit einem ersten oberen Aufnahmeraum B2 für den Getränkebehälter F oberhalb der Sitzplatte 4, sowie einem unteren Aufnahmeraum B3 für ein oder mehrere Kleingefäße T, z.B. Bierkrüge, unterhalb der Sitzplatte 4. Der Getränkebehälter F nimmt somit auf der Sitzplatte 4 eine so erhöhte Position ein, dass ein Kleingefäß T, wie im Beispiel der 4 dargestellt, zum Zwecke einer bequemen Getränkeentnahme unter das Auslassventil F31 untergestellt werden kann. Vorteilhaft ist hierzu die Vorderkante 44 der Sitzplatte 4 soweit zurückgesetzt, das der Boden F2 des Getränkebehälters F und das in diesem Bereich in den Mantel F3 des Getränkebehälters F eingelassene Auslassventil F31 entsprechend weit vorsteht.
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Der beispielhafte Ständer B kann sicher über die untere Aufstell- und Kippkante 12 der Rückwand 1 sowie den unteren horizontalen Aufstellkanten 23, 33 der Seitenwände 2, 3 auf einem Boden abgestellt werden. Ist das obere Ende 11 der Rückwand zudem vorteilhaft als ein Griffbereich B1 z.B. mit einer Grifföffnung 111 ausgeführt, so kann der Ständer B komplett mit einem Getränkebehälter B von einer Person angehoben und andernorts wieder abgestellt werden.
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Ein auf der Oberseite 41 der Sitzplatte 4 abgestellter Getränkebehälter B ist somit von dem im Beispiel der Figuren dargestellten Ständer B von drei Seiten eingefasst und bereits auf diese Weise gegen Herunterfallen gesichert. Zudem ist die Sitzplatte 4 des Ständers B erfindungsgemäß mit ersten Fixiermitteln 42 ausgestattet. Diese kommen beim Abstellen eines Getränkebehälters F mit dessen Boden F2 so in Eingriff, dass der Getränkebehälter F auf der Oberseite 41 der Sitzplatte 4 gegen Verrutschen gesichert positioniert ist. Bei dem in 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel weisen die ersten Fixiermitteln 42 eine Fixierscheibe auf der Oberseite 41 der Sitzplatte 4 auf. Deren Abmessungen sind so gewählt, dass die Fixierscheibe möglichst passgenau in die Mulde F22 im Boden F2 des Getränkebehälters F eingreift. Bei einer anderen Ausführung weisen die ersten Fixiermittel eine in der Oberseite der Sitzplatte 4 eingelassene ringförmige Fixiernut auf. Auch deren Abmessungen sind so gewählt, dass der Außenring F21 am Boden F2 des Getränkebehälters F möglichst passgenau in die Fixiernut eingreift. Weiterhin können die ersten Fixiermittel auch eine auf der Oberseite 41 der Sitzplatte 4 befindliche Mulde aufweisen, deren Abmessungen an die Form des Bodens des Getränkebehälters angepasst sind.
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Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung, welche im Beispiel der 1 bis 4 bereits dargestellt ist, sind am stuhlartigen Gestell zweite Fixiermittel 5 so angebracht, dass diese nach Abstellen eines Getränkebehälters F auf der Sitzplatte 4 mit dessen Deckel F1 so in Eingriff gebracht werden können, dass der Getränkebehälter F gegen Kippung gesichert auf der Oberseite 41 der Sitzplatte 4 positioniert ist.
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Im Beispiel der 1 bis 4 weisen die zweiten Fixiermittel einen Klappdeckel 5 auf. Dieser ist auf Höhe einer Montagelinie 14b auf der Innenseite 13 der Rückwand 1 schwenkbar angebracht. Hierzu befindet sich an der als Schwenkkante dienenden hinteren Anlagekante 51 des Klappdeckels 5 ein Scharnier 54, insbesondere ein Klavier- oder Textilband. Der Klappdeckel weist im Inneren eine Fixieröffnung 53 auf, deren Abmessungen auf den Umfang des Außenrings F11 am Deckel F1 abgestimmt sind. Über eine vordere Griffkante 52 kann der Klappdeckel 5 so heruntergeschwenkt werden, dass dieser auf den oberen horizontalen Auflagekanten 21, 31 der beiden Seitenwände 2, 3 zu liegen kommt und der Deckel F1 des Getränkebehälters F von der Fixieröffnung 53 umfasst wird. Im Beispiel der 1 und 2 befindet sich der schwenkbare Klappdeckel noch in einer Schrägstellung.
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3 zeigt eine seitliche Draufsicht auf die Anordnung von 1 und 2, wobei der Klappdeckel 5 als zusätzliches zweites Fixiermittel nun auf den Deckel F1 des Getränkebehälters F heruntergeschwenkt ist. 4 zeigt das Ausführungsbeispiel von 3 in einer Frontansicht und mit einem beispielhaften zusätzlichen Kleingefäß T, z.B. ein Bierkrug, für die Übernahme einer aus dem Ventil F31 abgelassenen Getränkemenge. Bei Bedarf können in die Hohlräume z.B. zwischen den Innenflächen der Seitenwände 2, 3 und dem Mantel F3 des Getränkebehälters F Kühlelemente eingelegt werden, z.B. so genannte Kühlakkus.
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Der in den 1 bis 4 dargestellte beispielhafte Ständer B besteht aus einem Material, welches Feuchtigkeit zumindest abweist. Werden zum Aufbau z.B. wasserfeste Multiplexplatten eingesetzt, so können alle Teile des Ständers B in der Art eines kleinen Möbelstücks dauerhaft miteinander verbunden werden. Eine solche Ausführung ist besonders robust und dauerhaft, und kann z.B. durch Hantierungen mit Hilfe der vorderen vertikalen Griffkanten 25, 35 auf einfache Weise umgesetzt werden.
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5 zeigt eine Draufsicht auf eine zweite beispielhafte Ausführung für einen gemäß der Erfindung ausgeführten Ständer B. Dieser weist eine Platte P aus einem knickbaren Material auf, z.B. Schwerlastpappe. Diese ist im Beispiel der 5 bis 9 mit vertikalen und horizontalen Biegekanten 24, 34 und 45, 55 sowie Schnittkanten 27, 37 versehen, so dass zumindest das stuhlartige Gestell des Ständers als ein dreidimensionaler Raumkörper herausbiegbar ist. Bei dem dargestellten Beispiel umfasst die Platte P vorteilhaft zusätzliche Flächenbereiche, die als erste und zweite Fixiermittel 42, 5 dienen. In den 5 bis 9 sind alle Komponenten des erfindungsgemäßen Ständers zur besseren Übersicht mit den gleichen Bezugszeichen versehen, wie diese bei dem Ausführungsbeispiel der 1 bis 4 verwendet wurden. Es kann somit zur Vermeidung von Wiederholungen auf die obigen Erläuterungen verwiesen werden.
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Vorteilhaft kann die Platte P ursprünglich ein flaches Ausgangselement bilden, welches durch entsprechende Biegungen zu dem stuhlartigen Gestell geformt wurde. Zur Fixierung im fertigen Zustand sind z.B. an der Sitzplatte 4 seitliche Messerkanten 46, 47 ausgebildet, welche in einsprechende horizontale Eingriffsschlitze 26, 36 in den Seitenwänden 2, 3 eingesteckt werden können.
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6 zeigt die Ausführung der Erfindung gemäß 5, wobei sowohl die Rückwand 1, die Seitenwände 2, 3 und die Sitzplatte 4 als auch die ersten und zweiten Fixiermittel 42, 5 des erfindungsgemäßen Ständers B insbesondere zum Zwecke eines einfachen Transports aufeinander liegend zu einem flachen Paket zusammengefaltet sind. Falls die Komponenten der in den 1 bis 4 dargestellten Ausführungsform z.B. mit Hilfe von Klavier- oder Textilbändern ebenfalls gelenkig miteinander verbunden sind, kann auch diese Ausführung in einer zusammenklappbaren Version ausgeführt werden.
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Schließlich zeigt 7 die Ausführung der Erfindung gemäß 6, wobei das flache Paket aus den Komponenten des zusammengefalteten erfindungsgemäßen Ständers und ein fassartiger Getränkebehälter F über Spanngurte S1, S2 zu einer Verkaufseinheit verbunden sind. Die Spanngurte S1, S2 sind um den Mantel F3 des Getränkebehälters F sowie die Rückseite der Rückwand 1 gelegt und greifen vorteilhaft in seitliche Eingriffsnuten 16 in der Rückwand 1 ein. Über zusätzliche Bodenrollen S31, S32 an den beiden unteren Enden der Rückwand kann die gesamte Anordnung auf einfache Weise transportiert werden.
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8 zeigt eine Seitenansicht auf die zweite beispielhafte Ausführung für einen erfindungsgemäßen Ständer im entfalteten Zustand, und 9 eine entsprechende Frontansicht und mit einem beispielhaften zusätzlichen Kleingefäß T für die Übernahme einer Getränkemenge.
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Bezugszeichenliste
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- B
- Ständer für Getränkebehälter
- B1
- Griffbereich
- B2
- Aufnahmeraum für einen Getränkebehälter
- B3
- Aufnahmeraum für ein Kleingefäß, z.B. einen Bierkrug
- 1
- Rückwand
- 11
- oberes Ende mit Kopfbereich
- 111
- Grifföffnung
- 12
- unteres Ende mit Aufstellkante
- 13
- Innenseite
- 14a, 14b
- Montagelinien für Sitzplatte bzw. Klappdeckelscharnier
- 15a, 15b
- vertikalen Kanten
- 16
- seitliche Eingriffsnuten z.B. für Spanngurte
- 2, 3
- erste, zweite Seitenwand
- 21, 31
- obere horizontale Auflagekanten
- 22, 32
- hintere vertikale Anlagekanten
- 23, 33
- untere horizontale Aufstellkanten
- 24, 34
- vertikale Biegekanten
- 25, 35
- vordere vertikale Griffkanten
- 26, 36
- horizontale Eingriffsschlitze
- 27, 37
- Schnittkanten
- 4
- Sitzplatte für einen Getränkebehälter
- 41
- Oberseite
- 42
- erste Fixiermittel, z.B. Fixierscheibe oder ringförmige Fixiernut
- 43
- hintere Anlagekante
- 44
- Vorderkante
- 45, 55
- horizontale Biegekanten
- 46, 47
- seitliche Messerkanten
- 5
- zweite Fixiermittel, insbesondere ein Klappdeckel
- 51
- hintere Anlagekante (Schwenkkante)
- 52
- vordere Griffkante
- 53
- Fixieröffnung
- 54
- Scharnier, insbesondere ein Klavierband
- F
- Getränkebehälter, z.B. ein Einwegfass aus Blech für Bier
- F1
- Deckel
- F11
- Außenring
- F12
- Deckelmulde
- F2
- Boden
- F21
- Außenring
- F22
- Bodenmulde
- F3
- Mantel, insbesondere mit Sicken
- F31
- Auslassventil, z.B. ein Zapfhahn
- T
- Kleingefäß, z.B. ein Bierkrug
- P
- Platte aus knickbarem Material, z.B. Schwerlastpappe
- S1, S2
- Spanngurte
- S31, S32
- Bodenrollen