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DE202009017157U1 - Bremse und einen eine Bremse umfassenden Drehtisch - Google Patents

Bremse und einen eine Bremse umfassenden Drehtisch Download PDF

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DE202009017157U1
DE202009017157U1 DE200920017157 DE202009017157U DE202009017157U1 DE 202009017157 U1 DE202009017157 U1 DE 202009017157U1 DE 200920017157 DE200920017157 DE 200920017157 DE 202009017157 U DE202009017157 U DE 202009017157U DE 202009017157 U1 DE202009017157 U1 DE 202009017157U1
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DE
Germany
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brake
braking
rotation
friction
axis
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DE200920017157
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Schaeffler Technologies AG and Co KG
Original Assignee
INA Drives and Mechatronics GmbH and Co KG
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    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65GTRANSPORT OR STORAGE DEVICES, e.g. CONVEYORS FOR LOADING OR TIPPING, SHOP CONVEYOR SYSTEMS OR PNEUMATIC TUBE CONVEYORS
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Abstract

Bremse zum Bremsen und/oder Halten einer rotatorisch beweglichen Welle, die Bremse umfassend mindestens eine eine Reibfläche aufweisende Bremsbacke sowie mindestens eine beim Bremsen und/oder Halten mit der Reibfläche zusammenwirkende Bremsfläche, dadurch gekennzeichnet, dass in einer eine Rotationsachse der Welle umfassenden Schnittdarstellung sowohl die Reibfläche als auch die Bremsfläche mit der Rotationsachse einen von 0 und 90 Grad verschiedenen Winkel einschließen.

Description

  • Gebiet der Erfindung
  • Die Erfindung betrifft eine Bremse zum Bremsen und/oder Halten einer rotatorisch beweglichen Welle, die Bremse umfassend mindestens eine eine Reibfläche aufweisende Bremsbacke sowie mindestens eine beim Bremsen und/oder Halten mit der Reibfläche zusammenwirkende Bremsfläche. Eine derartige Bremse eignet sich beispielsweise zum Einsatz bei Direktantrieben, z. B. für Drehtische. Die Erfindung betrifft weiterhin einen Drehtisch, umfassend eine derartige Bremse.
  • Stand der Technik
  • Ein Drehtisch dient zum rotativen Bewegen eines beweglichen Gehäuseelements gegenüber einem feststehenden Gehäuseelement, wobei die beiden Gehäuseelemente durch zumindest ein Lager, z. B. ein Wälzlager, drehbar zueinander gelagert sind. Das bewegliche Gehäuseelement dient der Auf nahme eines zu behandelnden bzw. zu bearbeitenden Objekts oder der Aufnahme eines Adapterelements für eine Behandlung oder Bearbeitung eines Objekts.
  • Angetrieben werden Drehtische üblicherweise durch Direktantriebe, wodurch nicht nur eine erhöhte Dynamik und Präzision erreicht werden kann, sondern auch ein kompakter Aufbau möglich wird. In vielen Anwendungen ist weiterhin eine Bremse erforderlich, die insbesondere ein Halten bzw. Klemmen des beweglichen Gehäuseelements im Stillstand gewährleisten soll. Auch wenn das Abbremsen bei Direktantrieben in der Regel durch den Motor selbst erfolgt, kann diese Bremse auch zum Bremsen einer Rotationsbewegung des beweglichen Gehäuseelements gegenüber dem feststehendem Gehäuseelement eingesetzt werden, z. B. im Fall einer Notbremsung. Bei einer gattungsgemäßen Bremse entsteht durch das Zusammenwirken der Reibfläche mit der Bremsfläche eine Reibkraft. Die Reibkraft verhindert im Falle eines Haltens eine Drehung des beweglichen Gehäuseelements und bewirkt im Falle eines Bremsens ein der Drehung des beweglichen Gehäuseelements entgegengesetzt wirkendes Abbremsmoment. Das Zusammenwirken erfolgt typischerweise durch einen Kontakt der beiden Flächen.
  • Drehtische werden beispielsweise in der Getränkeindustrie, insbesondere als Behandlungsmaschinen für Behälter, in der Productronic, z. B. zum Positionieren von Silizium-Wavern unter Schleif- und Poliereinrichtungen, oder bei Laseranwendungen, z. B. zum Positionieren der Werkstücke oder Optiken, eingesetzt.
  • Aus der DE 10 2007 004 095 A1 ist eine Bremse zum Bremsen einer linear und rotatorisch beweglichen Welle bekannt, wobei die Bremseinrichtung mindestens zwei bogenförmige und mit einer Bremshalterung verbundene Bremsbacken umfasst, die mit einer zylindrischen Außenmantelfläche einer sich gegenüber den Bremsbacken drehenden Welle beim Bremsvorgang zusammenwirken, um eine Reibkraft und somit ein Bremsmoment zu erzeugen. Nachteilig bei der Bremse der DE 10 2007 004 095 A1 ist, dass diese eine relativ große Betätigungskraft erfordert, um eine ausreichende Reibkraft zum Halten der Welle zu erzeugen.
  • Aufgabe der Erfindung
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Bremse und einen Drehtisch bereitzustellen, die bzw. der eine möglichst hohe Bremswirkung bzw. Haltevermögen bei einem möglichst geringen Bauraum der Bremse zur Verfügung stellt, und die bzw. der einfach und kostengünstig herzustellen ist.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Diese Aufgabe wird durch eine Bremse gemäß dem unabhängigen Anspruch gelöst. Demzufolge ist eine gattungsgemäße Bremse dadurch gekennzeichnet, dass in einer eine Rotationsachse der Welle umfassenden Schnittdarstellung sowohl die Reibfläche als auch die Bremsfläche mit der Rotationsachse einen von 0 und 90 Grad verschiedenen Winkel einschließen.
  • Die Aufgabe wird weiterhin durch einen Drehtisch gemäß dem unabhängigen Anspruch gelöst. Demzufolge umfasst ein erfindungsgemäßer Drehtisch ein feststehendes Gehäuseelement, ein gegenüber dem feststehenden Gehäuseelement rotatorisch bewegliches Gehäuseelement, sowie eine erfindungsgemäße Bremse.
  • In der die Rotationsachse umfassenden Schnittdarstellung verläuft sowohl die Reibfläche als auch die Bremsfläche zumindest abschnittsweise in einem von 0 und 90 Grad verschiedenen Winkel zu der Rotationsachse der zu bremsenden Welle. D. h. sowohl die Reibfläche als auch die Bremsfläche sind zumindest abschnittsweise gegenüber der Rotationsachse geneigt. Die bei dem Bremsvorgang bzw. beim Halten zusammenwirkenden Flächen, nämlich Reibfläche und Bremsfläche, verlaufen somit zumindest abschnittsweise weder parallel noch senkrecht zur Rotationsachse.
  • Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass durch eine derartige Orientierung der beiden zusammenwirkenden Flächen eine Erhöhung des Bremsmoments bzw. Haltemoments möglich wird, ohne dabei den benötigten Bauraum zu vergrößern. So kann beispielsweise die Bremsbacke zwei in einem Winkel zueinander stehende Reibflächen aufweisen, wobei beim Aufbringen einer Anpresskraft, die mit beiden Reibflächen ebenfalls einen Winkel einschließt, Normalkräfte bezüglich der Reibflächen entstehen, die in Abhängigkeit des eingeschlossenen Winkels größer als die Anpresskraft selbst sein können. Es wird also eine Normalkraftverstärkung ermöglicht.
  • Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
  • Die Bremsfläche soll rotationsfest mit der Welle verbunden oder verbindbar sein. Gemäß einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Bremsfläche stoffschlüssig, formschlüssig oder kraftschlüssig mit der Welle verbunden ist oder verbindbar ist.
  • Gemäß einer Ausführungsform schließt in einer die Rotationsachse der Welle umfassenden Schnittdarstellung sowohl die komplette Reibfläche als auch die komplette Bremsfläche mit der Rotationsachse einen von 0 und 90 Grad verschiedenen Winkel ein. Es liegt somit weder in der Reibfläche noch in der Bremsfläche ein zur Rotationsachse senkrecht oder waagrecht verlaufender Abschnitt vor.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform liegt der von der Reibfläche und/oder der Bremsfläche mit der Rotationsachse eingeschlossene Winkel im Bereich von 60 bis 85 Grad, vorzugsweise im Bereich von 70 bis 80 Grad. Zwar sind grundsätzlich alle Winkel zwischen 0 und 90 Grad denkbar, die genannten Wertebereiche erwiesen sich jedoch als besonders vorteilhaft.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform umfasst die Bremse zwei bogenförmige Bremsbacken. Diese können die abzubremsende oder zu haltende Welle außenumfänglich umgreifen und beide in einer gemeinsamen senkrecht zur Rotationsachse stehenden Ebene angeordnet sein. Denkbar ist selbstverständlich auch, dass die beiden bogenförmigen Bremsbacken zwar in einer gemeinsamen senkrecht zur Rotationsachse stehenden Ebene angeordnet sind, sich aber innerhalb der abzubremsenden oder zu haltenden Welle, also innerhalb einer Hohlwelle, befinden und nach außen wirken.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform umfasst eine bogenförmige Bremsbacke zwei Reibflächen, wobei die Reibflächen in einer die Rotationsachse der Welle umfassenden Schnittdarstellung einen Winkel miteinander einschließen. Erfindungsgemäß schließt jede der beiden Reibflächen in der Schnittdarstellung auch mit der Rotationsachse einen von 90 Grad verschiedenen Winkel ein. Bei dieser Ausführungsform ist insbesondere denkbar, dass beide Reibflächen mit den Rotationsachse den gleichen Winkel einschließen. Es bilden sich somit in der Schnittebene aufeinander zulaufende Reibflächen. Um ein optimales Zusammenwirken zwischen Reibflächen und Bremsflächen zu gewährleisten, schließen auch die entsprechenden beiden Bremsflächen in der Schnittdarstellung einen Winkel miteinander ein, und zwar den gleichen Winkel wie die Reibflächen. Eine derartige, quasi V-förmige, Anordnung der zusammenwirkenden Flächen bietet den Vorteil, dass sich die Reibflächen innerhalb der Bremsflächen selbst zentrieren können. Insbesondere wenn die auf die Bremsbacken wirkende Anpresskraft unter einem Winkel zu den Reibflächen steht, ergibt sich dann außerdem eine Erhöhung der Normalkraft zwischen der Reibfläche und der Bremsfläche. Im Rahmen der Erfindung können die beiden Reibflächen – und somit auch die beiden Bremsflächen – natürlich ebenso jeweils unterschiedliche Winkel mit der Rotationsachse einschließen.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind die zwei bogenförmigen Bremsbacken um zwei separate zur Rotationsachse der Welle parallel verlaufende Achsen drehbar gelagert. Denkbar ist auch, dass die zwei bogenförmigen Bremsbacken um eine gemeinsame zur Rotationsachse der Welle parallel verlaufende Achse drehbar gelagert sind.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform wird die Bremsfläche und/oder die Reibfläche durch einen Bremsbelag gebildet. Dieser kann aufgeklebt oder aufgesprüht sein. Diese Ausführungsform eignet sich insbesondere, wenn die Bremse zum Bremsen einer Drehbewegung des beweglichen Gehäuseelements verwendet wird. Sofern die Bremse zum Halten des stillstehenden beweglichen Gehäuseelements eingesetzt wird, ist es ausreichend, wenn sowohl die Reibfläche als auch die Bremsfläche aus Stahl, vorzugsweise gesandstrahltem Stahl, bestehen.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform umfasst die Bremse eine federkraftbeaufschlagte und/oder schwerkraftbeaufschlagte Betätigung der Bremse. Die Betätigung der Bremse bewirkt das Zusammenwirken der Bremsfläche und Reibfläche, also z. B. das gegenseitige Kontaktieren dieser Flächen. Aus der resultierenden Normalkraft und dem vorliegenden Reibkoeffizienten wird ein der Drehung entgegen wirkendes Abbremsmoment bzw. ein das Halten bewirkende Haltemoment erzeugt. Das Lösen der Bremse kann bei dieser Ausführungsform beispielsweise pneumatisch, hydraulisch und/oder elektrisch erfolgen. Hierdurch ergibt sich ein sehr sicheres System, da im Falle eines Energieausfalles ein automatischer Bremsvorgang eingeleitet wird. Darüber hinaus liegt die Bremswirkung bzw. Haltewirkung stets auch bei einer von der Energieversorgung abgetrennten (z. B. ausgeschalteten) Anlage vor.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform umfasst die Bremse eine pneumati sche, hydraulische und/oder elektrische Betätigung der Bremse. Denkbar ist, dass diese Betätigung der Bremse zusätzlich zu einer federkraftbeaufschlagten und/oder schwerkraftbeaufschlagten Betätigung eingesetzt wird. Denkbar ist jedoch insbesondere auch, dass diese Betätigung anstelle einer federkraftbeaufschlagten und/oder schwerkraftbeaufschlagten Betätigung eingesetzt wird. Das Lösen der Bremse kann nun entweder ebenfalls pneumatisch, hydraulisch und/oder elektrisch erfolgen, oder aber auch federkraftbeaufschlagt und/oder schwerkraftbeaufschlagt.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Bremsbacke bogenförmig ausgebildet ist, und die Reibfläche sich umfänglich nur über ein Teilsegment der Bremsbacke erstreckt. Bevorzugt ist insbesondere, dass sich die Reibfläche umfänglich nur über ein Teilsegment von 10 bis 45 Grad, vorzugsweise von 20 bis 30 Grad erstreckt. Hierdurch wird ein präzises Kontaktieren der Reibfläche ermöglicht.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des Drehtisches weist das bewegliche Gehäuseelement auf einer Außenmantelfläche eine umlaufende Nut auf, wobei die Nut ein im Wesentlichen trapezförmiges Querschnittsprofil, dessen zwei Schenkel Reibflächen ausbilden, aufweist. Diese Nut kann auf einfache Weise, z. B. spanend, in das bewegliche Gehäuseelement eingebracht werden. Vorzugsweise schließen die beiden Schenkel in einer die Rotationsachse des beweglichen Gehäuseelements umfassenden Schnittdarstellung mit der Rotationsachse den gleichen Winkel ein. Durch das trapezförmige Querschnittsprofil ergibt sich ein selbstständiges Zentrieren der in die Nut eingreifenden Bremsbacke.
  • Alternativ kann gemäß einer Ausführungsform des Drehtisches das bewegliche Gehäuseelement auf einer Innenmantelfläche eine umlaufende Nut aufweisen, wobei die Nut ein im Wesentlichen trapezförmiges Querschnittsprofil, dessen zwei Schenkel Reibflächen ausbilden, aufweist.
  • Das bewegliche Gehäuseelement des erfindungsgemäßen Drehtisches bildet entweder die rotatorisch bewegliche Welle der erfindungsgemäßen Bremse einstückig aus, oder diese beiden Maschinenelemente sind miteinander drehfest verbunden.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand der beigefügten Figuren erläutert. Dabei zeigen:
  • 1 eine schematische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Bremse,
  • 2 eine schematische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Bremse, und
  • 3 ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Drehtisches.
  • Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen
  • Gleiche oder funktionsgleiche Elemente sind in den Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
  • 1 zeigt eine erfindungsgemäße Bremse 1 zum Bremsen und/oder Halten einer rotatorisch beweglichen Welle 2, die um ihre Rotationsachse 3 rotieren kann, gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel. Dargestellt ist ein Halbschnitt, umfassend die Rotationsachse 3.
  • Die Bremse 1 umfasst eine Bremsbacke 4, die wiederum zwei Reibflächen 5, 6 aufweist. Die Bremsbacke 4 besteht im Wesentlichen aus einem Kreisringsegment, ist also bogenförmig geformt. Insbesondere sind die sich umfänglich erstreckenden Reibflächen 5, 6 entlang ihrer umfänglichen Erstreckung rotationssymmetrisch.
  • Grundsätzlich könnten sich die Reibflächen 5, 6 zwar umfänglich über die gesamte Bremsbacke 4 erstrecken. In diesem Ausführungsbeispiel erstrecken sich die Reibflächen 5, 6 umfänglich jedoch nur über ein verhältnismäßig kleines Teilsegment der Bremsbacke 4. Es zeigte sich nämlich, dass bei sich über ein großes Teilsegment erstreckenden Reibflächen 5, 6 schwer zu beherrschen ist, an welcher Stelle die Reibflächen 5, 6 die Welle 2 kontaktieren. Dadurch wäre die Dimensionierung bzw. die genaue Einstellung der Bremskraft bzw. Klemmkraft nur schwer möglich. Wenn jedoch umfänglich nur ein verhältnismäßig kleines Teilsegment gewählt wird, z. B. 20 bis 30 Grad umfänglicher Umschließung, ist das Hebelverhältnis zwischen Betätigungskraft (Federkraft) und radialer Anpresskraft (zwischen Bremsbacke 4 und Welle 2) bzw. zwischen Ausrückweg (am freien Bremsbackenende) und Entfernung der Reibflächen 5, 6 und der zugehörigen Bremsflächen 7, 8 besser beherrschbar.
  • Das Bremsen bzw. Halten der Welle 2 erfolgt durch Aufbringen einer radial nach innen gewandten Kraft 7, der Anpresskraft, (dargestellt durch den Pfeil), wodurch die die Welle 2 umgreifende Bremsbacke 4 radial in Richtung der Welle bewegt bzw. gedrückt wird. Diese Kraft 7 schließt mit jeder Reibfläche 5, 6 einen Winkel ein. In Verbindung mit den geneigt zueinander stehenden Reibflächen 5, 6 ergibt sich somit eine Erhöhung der Normalkraft (also der zwischen Reibfläche und Bremsfläche wirkenden Druckkraft), so dass die Bremswirkung bzw. Haltewirkung gegenüber einer Bremse mit senkrecht zu den Reibflächen 5, 6 stehender Anpresskraft verstärkt wird. Ein Abbremsmoment bzw. Haltemoment entsteht, sobald die Reibflächen 5, 6 in Kontakt mit den Bremsflächen 7, 8 der Welle 2 kommen. Die Bremsflächen 7, 8 sind in einer Nut 9 angeordnet, wobei die Nut 9 in eine Außenmantelflä che 10 der Welle 2 eingebracht wurde.
  • Sowohl die Reibflächen 5, 6 als auch die Bremsflächen 7, 8 sind gegenüber der Rotationsachse 3 geneigt angeordnet. D. h. sowohl die Reibflächen 5, 6 als auch die Bremsflächen 7, 8 schließen mit der Rotationsachse einen von 0 und 90 Grad verschiedenen Winkel ein. Insbesondere schließen die Reibflächen 5, 6 mit der Rotationsachse 3 die Winkel γ und δ ein und die Bremsflächen 7, 8 schließen mit der Rotationsachse 3 die Winkel α und β ein. Gemäß diesem Ausführungsbeispiel sind die Winkel α, β, γ und δ gleich groß und betragen 75 Grad. Die Reibflächen 5, 6 und die Bremsflächen 7, 8 sind in der Schnittdarstellung nach 1 durch Geraden dargestellt, d. h. diese Flächen werden durch Mantelflächen von gedachten Kegelstümpfen gebildet.
  • 2a zeigt eine erfindungsgemäße Bremse 1 zum Bremsen und/oder Halten einer rotatorisch beweglichen Welle 2, die um ihre Rotationsachse 3 rotieren kann, gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel. Dargestellt ist ein Halbschnitt, umfassend die Rotationsachse 3.
  • Im Gegensatz zum ersten Ausführungsbeispiel befindet sich die Nut 9 in einer Stirnseite 11 der Welle und die Bremsbacke 4 wird beim Bremsen bzw. Halten axial an die Welle 2 gedrückt, so dass wiederum ein Kontakt zwischen den Reibflächen 5, 6 und Bremsflächen 7, 8 entsteht und die Kraft 7 (Anpresskraft) unter einem Winkel zu den zusammenwirkenden Flächen (Reibflächen 5, 6 und Bremsflächen 7, 8) steht.
  • Zwar weisen jeweils zusammenwirkende Reib- und Bremsflächen gleiche Neigungen gegenüber der Rotationsachse auf, d. h. der Winkel α entspricht dem Winkel δ und der Winkel β entspricht dem Winkel γ. Die beiden Reibflächen 5, 6 weisen untereinander jedoch einen unterschiedlichen Winkel auf.
  • Die Bremsbacke 4 besteht aus zwei Kreisringen 4' und 4'', wodurch vermieden wird, dass bei einer Betätigung der Bremse 1 nur eine Reibfläche 5, 6 in Kontakt mit einer Bremsfläche 7, 8 kommen kann.
  • Zwar stellt das Ausführungsbeispiel nach 2 grundsätzlich eine erfindungsgemäße Lösung dar. Zu beachten ist jedoch, dass bei diesem Ausführungsbeispiel schwierig zu gewährleisten ist, dass die Reibflächen 5, 6 und Bremsflächen 7, 8 sauber aneinander anliegen. Außerdem wirkt beim Bremsen bzw. Halten eine Axialkraft auf die Welle 2 und somit das Wälzlager. Aus diesen Gründen sind umfänglich an der Welle 2 angeordnete Bremsflächen 7, 8 (siehe Ausführungsbeispiel nach 1) zu bevorzugen.
  • 2b zeigt eine erfindungsgemäße Bremse 1 zum Bremsen und/oder Halten einer rotatorisch beweglichen Welle 2, die um ihre Rotationsachse 3 rotieren kann, gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel. Dargestellt ist ein Halbschnitt, umfassend die Rotationsachse 3.
  • Die Bremsbacke 4 wird hierbei durch einen konusförmigen Körper mit einer einzigen Reibfläche 5 gebildet. Diese Reibfläche 5 kontaktiert beim Bremsen bzw. Halten eine einzige Bremsfläche 7. Denkbar wäre selbstverständlich auch, anstelle eines konusförmigen Körpers aus Vollmaterial einen ringförmigen Körper mit entsprechender Reibfläche 5 einzusetzen.
  • 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Drehtisches 12.
  • Die 3a, 3b und 3c zeigen dabei dreidimensionale Darstellungen des Drehtisches 12. 3a zeigt einen zusammengebauten Zustand; in 3b wurde ein Teil des feststehenden Gehäuseelements entfernt; in 3c wurde des Weiteren das bewegliche Gehäuseelement entfernt.
  • 3d zeigt eine Draufsicht entlang der Rotationsachse 14 und 3e zeigt eine Schnittdarstellung entlang der Schnittlinie A-A aus 3d.
  • 3f zeigt eine Detaildarstellung betreffend die Betätigung der Bremse 1 gemäß der Schnittlinie B-B in 3d.
  • Der Drehtisch 12 umfasst ein sich um eine Rotationsachse 14 drehendes, bewegliches Gehäuseelement 13, das im Wesentlichen durch eine Hohlwelle gebildet wird. Dieses bewegliche Gehäuseelement 13 ist durch eine nicht dargestellte Wälzlagerung gegenüber einem feststehendem Gehäuseelement 15 drehbar gelagert.
  • An dem beweglichen Gehäuseelement 13 greift eine erfindungsgemäße Bremse 1 an. D. h. das bewegliche Gehäuseelement 13 entspricht der Welle.
  • Das bewegliche Gehäuseelement 13 weist hierfür einen Absatz 16 auf, in dem sich eine Nut 9 befindet. Die Nut 9 besitzt ein trapezförmiges Querschnittsprofil, dessen Schenkel Bremsflächen 7, 8 ausbilden. Die Bremsflächen 7, 8 schließen mit der Rotationsachse 14 jeweils den gleichen Winkel ein, d. h. sie sind gegenüber der Rotationsachse 14 gleich stark geneigt.
  • Die Bremse 1 umfasst zwei in die Nut 9 eingreifende Bremsbacken 4, 17. Jede Bremsbacke 4, 17 weist zwei Reibflächen 5, 6 auf, die ebenfalls gegenüber der Rotationsachse 14 gleich stark geneigt sind; insbesondere schließen die Reibflächen 5, 6 mit der Rotationsachse 14 den gleichen Winkel ein, wie die Bremsflächen 7, 8. Durch die radial angreifende Anpresskraft (Kraft 7) werden die Bremsbacken 4, 17 an das bewegliche Gehäuseelement 13 gepresst. Durch den Neigungswinkel der Reibflächen 5, 6 und Bremsflächen 7, 8 zur Rotationsachse 14 kommt es zur im Rahmen der 1 beschriebenen Erhöhung der Normalkraft zwischen den Reibflächen 5, 6 und Bremsflächen 7,8. Durch das V-Profil der Reibflächen 5, 6 und der Bremsflächen 7, 8 einer Bremsbacke 4, 17 wirkt bei Betätigung der Bremse keine Axialkraft auf die Welle 2 und somit auf das Wälzlager.
  • Die Bremse 1 ist direkt an den Drehtisch 12 montiert, insbesondere ist die Bremse 1 teilweise direkt an dem Drehtisch 12 ausgebildet. Die erfindungsgemäße Bremse 1 kann somit direkt an einem Direktantriebsmotor ausgebildet sein.
  • Der Drehtisch 12 umfasst weiterhin ein nicht dargestelltes Messsystem zur Bestimmung der Winkellage und/oder Winkelgeschwindigkeit des beweglichen Gehäuseelements 13.
  • Wie in 3d zu erkennen ist, sind die beiden Bremsbacken 4, 17 an zwei verschiedenen Drehpunkten 18, 19 drehbar gelagert, wobei entsprechende Drehachsen parallel zur Rotationsachse 14 verlaufen.
  • Pro Bremsbacke 4, 17 sind je zwei Reibflächen 5, 6 vorgesehen, so dass insgesamt vier Paare Reibfläche/Bremsfläche vorliegen.
  • Die Bremse 1 weist gemäß diesem Ausführungsbeispiel eine federkraftbeaufschlagte Betätigung auf. Hierfür sind die beiden nicht in den Drehpunkten 18, 19 gelagerten Enden 23 (freie Enden) der bogenförmigen Bremsbacken 4, 17 mit einer Zugfeder 20 verbunden. Die Zugfeder 20 sorgt dafür, dass die Bremsbacken 4, 17 in die Nut 9 gedrückt werden, so dass letztendlich die Reibflächen 5, 6 die Bremsflächen 7, 8 kontaktieren. Die Reibflächen 5, 6 der Bremsbacken 4, 17 erstrecken sich umfänglich nur über ein Teilsegment von 20 Grad. Die Teilsegmente der Reibflächen 5, 6 sind dabei bezüglich der Rotationsachse 14 gegenüberliegend angeordnet. Dadurch wirken beide Bremsbacken 4, 17 direkt gegenüberliegend und definiert auf die Welle, so dass keine resultierende radiale Kraft auf die Welle und somit auf das Wälzlager wirkt.
  • Das Öffnen der Bremse erfolgt pneumatisch. Dazu wird ein Pneumatikzylinder 24 mit Druck beaufschlagt, wodurch ein konusförmiger Zapfen 21 aus fährt, der wiederum zwei Druckelemente 22 derart gegen die Enden 23 der Bremsbacken 4, 17 drückt, dass diese gegen die Federkraft öffnen.
  • Wie in 3f zu erkennen ist, befinden sich an den Druckelementen 22 rotativ beweglich gelagerte zylindrische Körper 26 (Rollen), die in direktem Kontakt mit einer Konusmantelfläche 25 des konusförmigen Zapfens 21 stehen. Dadurch wird erreicht, dass eine Axialkraft des konusförmigen Zapfens 21 bei einer Ausfahrbewegung desselbigen äußerst reibungsarm in Spreizkräfte, die in einer senkrecht zur Rotationsachse 14 liegenden Ebene die Enden 23 auseinanderdrücken, überführt werden kann.
  • 1
    Bremse
    2
    Welle
    3
    Rotationsachse
    4
    Bremsbacke
    5
    Reibfläche
    6
    Reibfläche
    7
    Bremsfläche
    8
    Bremsfläche
    9
    Nut
    10
    Außenmantelfläche
    11
    Stirnseite
    12
    Drehtisch
    13
    bewegliches Gehäuseelement
    14
    Rotationsachse
    15
    feststehendes Gehäuseelement
    16
    Absatz
    17
    Bremsbacke
    18
    Drehpunkt
    19
    Drehpunkt
    20
    Zugfeder
    21
    konusförmiger Zapfen
    22
    Druckelement
    23
    Ende
    24
    Pneumatikzylinder
    25
    Konusmantelfläche
    26
    zylindrischer Körper
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 102007004095 A1 [0005, 0005]

Claims (10)

  1. Bremse zum Bremsen und/oder Halten einer rotatorisch beweglichen Welle, die Bremse umfassend mindestens eine eine Reibfläche aufweisende Bremsbacke sowie mindestens eine beim Bremsen und/oder Halten mit der Reibfläche zusammenwirkende Bremsfläche, dadurch gekennzeichnet, dass in einer eine Rotationsachse der Welle umfassenden Schnittdarstellung sowohl die Reibfläche als auch die Bremsfläche mit der Rotationsachse einen von 0 und 90 Grad verschiedenen Winkel einschließen.
  2. Bremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremsfläche stoffschlüssig, formschlüssig oder kraftschlüssig mit der Welle verbunden ist oder verbindbar ist.
  3. Bremse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der von der Reibfläche und/oder der Bremsfläche mit der Rotationsachse eingeschlossene Winkel im Bereich von 60 bis 85 Grad, vorzugsweise im Bereich von 70 bis 80 Grad, liegt.
  4. Bremse nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Bremsbacke zwei Reibflächen umfasst, wobei die Reibflächen in einer die Rotationsachse der Welle umfassenden Schnittdarstellung einen Winkel miteinander einschließen.
  5. Bremse nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremse zwei bogenförmige Bremsbacken umfasst.
  6. Bremse nach einem der vorangegangen Ansprüche, gekennzeichnet durch, eine pneumatische, hydraulische und/oder elektrische Betätigung der Bremse.
  7. Bremse nach einem der vorangegangen Ansprüche, gekennzeichnet durch, federkraftbeaufschlagte und/oder schwerkraftbeaufschlagte Betätigung der Bremse.
  8. Drehtisch, umfassend ein feststehendes Gehäuseelement, ein gegenüber dem feststehenden Gehäuseelement rotatorisch bewegliches Gehäuseelement, sowie eine Bremse nach einem der vorangegangenen Ansprüche.
  9. Drehtisch nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegliche Gehäuseelement auf einer Außenmantelfläche eine umlaufende Nut aufweist, wobei die Nut ein im Wesentlichen trapezförmiges Querschnittsprofil aufweist, dessen zwei Schenkel Reibflächen ausbilden.
  10. Drehtisch nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegliche Gehäuseelement auf einer Innenmantelfläche eine umlaufende Nut aufweist, wobei die Nut ein im Wesentlichen trapezförmiges Querschnittsprofil aufweist, dessen zwei Schenkel Reibflächen ausbilden.
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